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  1. Anfänger im Forum

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    [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #1
    Mitreisende: BitPoet
    An München-Venedig hatte ich mich schon 2017 versucht, mir von München bis Lenggries dicke Blasen gelaufen, bin durchs Karwendel mehr im Nebel geschwommen als gewandert, im Schneefall auf die Glungezer und dann gezwungenermaßen unten rum zur Lizumer, habe die Gliderscharte wegen dringen nötigen Neukaufs größerer Behausungen für meine geschwollenen, bandagierten Füße umfahren und insgesamt auch im restlichen Verlauf viel zu viel Wasser von oben gehabt.

    Deshalb gab es 2018 Anfang September meinen zweiten Anlauf nachdem der Wetterbericht eine stabile Hochdrucklage prophezeit hatte. Mit nur 3 Wochen Zeit war natürlich nicht die komplette Tour zu schaffen, aber von Hinterriß (deutsch-österreichische Grenze) bis Belluno schien machbar.

    Tag 1 - Hinterriß -> Karwendelhaus

    Um 4:00 Uhr aufgestanden, um 05:30 mit dem Auto zum nächsten Bahnhof mit Parkhaus, dann mit Bahn und Postbus ging es zu meinem gewählten Startpunkt, der Haltestelle in Hinterriß. Entgegen den Befürchtungen habe ich den relativ knapp getakteten Anschlussbus erwischt und war nach nur 4 1/2 Stunden genau dort wo ich sein wollte. Also die Stöcke ausgeklappt, den Rucksack geschultert und ab in Richtung Ahornboden.



    Meine VivoActive sollte ihren ersten GSP-Navi-Einsatz bekommen, also den erstellten Track ausgewählt, gestartet, losgewandert und - aus ist die Uhr. Neu starten klappte auch nicht - an, Logo, schwarz. Ich ließ mich davon erst mal nicht stören, der Weg war ohnehin bekannt und Karten und Tracks auch auf dem Handy. Das Wetter war perfekt, sonnig aber nicht zu heiß, und erst ganz kurz vor dem Karwendelhaus sind Wolken hereingezogen und haben dann ganz langsam Feuchtigkeit ausgespuckt.

    Es würde doch nicht - nein, an ein nebelverhangenes, tropfnasses Karwendel wollte ich gar nicht denken. Stattdessen habe ich mich lieber über mein Einzelzimmer gefreut. Ich hatte "nur" einen Platz im Mehrbettzimmer reserviert (Schlafen im Lager funktioniert bei mir im Karwendel einfach nicht), und die Freude war groß.

    Neu im Karwendelhaus: man spricht Englisch. Die Hälfte der Besucher zumindest, die aus Amerika, Irland, England und Holland kommen, und so passte ich mich halt der Umgebung an.

    Tag 2 - Karwendelhaus -> Hallerangerhaus

    Letztes Jahr war das Stück über das Birkkar wegen Schneefalls ausgefallen und ich musste den Elendshatscher ins Tal und wieder rauf machen. Auch dieses Mal war es nicht optimal, und der Hüttenwirt hat allen nicht wirklich erfahrenen von der Überschreitung abgeraten. Kurz gefasst: es herrschte Nebelsuppe, so dicht, dass ich in der Senke nach dem Kar 5 Minuten auf Stelle stand und die Hand nicht vor Augen sah. Dann wurde es aber wieder ein wenig heller und die Steinmännchen erkennbar. Aussicht gabs aber keine, deswegen auch keine Fotos.

    Das Karwendel ist ein ziemlich "hartes" Gebirge, steil und brüchig. Entsprechend klein kommt man sich dort manchmal vor, besonders, wenn man stundenlang unterwegs ist ohne im Nebel eine Menschenseele zu treffen. Im Abstieg, nachdem ich die von Lawinen und Steinschlag völlig ramponierten Sicherungsseile umklettert hatte, begegneten mir dann doch ein paar, der Sprache nach osteuropäischen Ursprungs, die hoffentlich nicht zu frustriert waren nachdem ich in bester Skifahrer-Manier das riesige Geröllfeld hinuntergewedelt bin.

    Nach einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee an der Kastenalm ging es dann die letzten paar hundert Höhenmeter zum renovierten Hallerangerhaus, wo eine warme Dusche die Erschöpfung und Kälte schnell weg spülten.

    Tag 3 - Hallerangerhaus -> Glungezerhütte

    Heute herrschte gottseidank wieder schönes Wetter, aber es wartete eine lange Etappe. Wie lange, das konnte ich allerdings noch nicht abschätzen. Nach ganz kurzem Frühstück ging es los, und schon nach kurzem war ich am Lafatscherjoch und hatte den ersten Ausblick auf das Inntal. Der Abstieg bis nach Hall ist lang, sehr lang, und wieder einmal machte sich auf dem steilen unteren Abschnitt auf dem Teer mein mangelndes Training bemerkbar. Die Knie fingen an zu schmerzen, aber es half nix. Für lange Pausen war keine Zeit. So humpelte ich die letzten paar Kilometer zur Bushaltestelle und fuhr ins Zentrum. Zumindest gab es dort Gelegenheit, ein Eis zu essen, bis der Bus nach Tulfes kam.

    Ich wusste zwar, dass der untere Teil der Bergbahn geschlossen war, nicht aber, dass der obere Teil verkürzte Betriebszeiten hatte. Ein Anfruf beim "Ersatzbus" ergab, dass außer mir keiner Richtung Tulfeinalm hoch wollte und die Fahrt fast 100€ kosten würde.

    Also half es nix. Rein in den Liniebus bis Tulfes und dann per Pedes hoch. Der Weg bis zur Glungezerhütte war lang und zäh, und meine geschundenen Beine haben nicht nur einmal protestiert. Aber der obere Teil ist im weichen Abendlicht toll anzusehen (im Jahr zuvor bin ich im Schneegestöber hoch), und ich war kurz vor 7 da und konnte noch den Hauptgang des vorzüglichen Abendessens auf der Terrasse im letzten Sonnenschein genießen.




    Tag 4 - Glungezerhütte -> Lizumerhütte (7 Tuxer Summits)

    Das Highlight war mir letztes Jahr entgangen. Diesmal sagt der Wetterbericht zwar Regen, aber erst für den späten Nachmittag. Einige Wanderer entschieden sich beim Frühstück noch, untenrum zu gehen, aber ich wollte mir diesen Abschnitt nicht noch einmal entgehen lassen. Was die richtige Entscheidung war.

    Nach einem üppigen Frühstück und mit einem Lunchpaket im Gepäck ging es los. Sehr schnell wurden die Felsbrocken größer und größer, und es wurde immer wieder leichte Kletterei gefordert. Einzelne Wolkenschwaden trieben über mich und ein angenehm kühler Wind wehte. Kaiserwetter für solch eine Tour. Ich konnte den Blick ewig weit schweifen lassen, und die Füße vergaßen die Strapazen der letzten zwei Tage und flogen über die Steine.



    Es war verlockend, einfach eine Weile an einem der Gipfelkreuze sitzen zu bleiben, aber die Länge der Etappe (8h Gehzeit) und der drohende Regen scheuchten mich immer wieder auf.



    Zum Ende der Gratwanderung verdichteten sich dann die Wolken:



    Und pünktlich am Naviser Jöchl klingelten dann die ersten Regentropfen auf der Thermoskanne. Bei den Tropfen sollte es auch bleiben. Nach den atemberaubenden Stunden auf dem Grat von Gipfel zu Gipfel war der letzte Teil eher unspektakulär. Ein kurzer fast-Verlaufer, dann noch den letzten Hang hinunter und über die sumpfige Weide, und ich war auf der Lizumer angekommen.

    Tag 5 - Ruhetag

    Es gibt schlechtere Orte, um einen Ruhetag einzulegen, zumindest, wenn man mit der brummigen tirolerischen Art des Hüttenwirts Anton kein Problem hat. Starkregen war angesagt, weshalb der Weg über den Pluderingsattel eine schlechte Idee gewesen wäre. So vertrieb ich mir die Zeit damit, erfolglos an meiner GPS-Uhr herum zu doktern (Diagnose: plötzlicher Batterietod), zu essen, zu schlafen, mehr zu essen, und mit einem netten irisch/kanadischen Paar, die ich schon auf der Halleranger kennengelernt und auf der Glungezer wieder getroffen hatte, zu plauschen.

    Tag 6 - Lizumer Hütte -> Tuxerjochhaus

    Die Regenwolken hatten nach dem Frühstück aufgelöst, nur noch kleine Schwaden trieben hier und da vorbei. Am Bach entlang ging es am Ende des Tals hoch, weg vom militärischen Sperrgebiet und auf über 2700m. Hier ließ der kalte Wind noch spüren, dass die Nacht verregnet war, aber der Weg war gut zu laufen und der Ausblick auf den Junsee spektakulär.



    Danach ging es erst einmal wieder abwärts, ein wenig knifflige weil steile und rutschige Serpentinen hinab in eine grüne Hochebene. Die Landschaft hier ist ein Traum, sie hat ein ganz eigenes Grün, und irgendwie erwartet man fast, dass einem Hobbits über den Weg laufen.



    Solche Eindrücke machen auch die Ankunft im extrem tagestouristischen Tuxerjochhaus erträglich, auch wenn der letzte Anstieg dorthin sich zieht und der Hunger schon ein kleines Loch in den Bauch gräbt. Die weißen Spitzen der Berge gegenüber lockten schon, dort würde es am nächsten Tag über die mehr als 2900m hohe Friesenbergscharte gehen, Angst- und Schlüsselstelle für alle Bergneulinge auf der München-Venedig-Route.


    Fortsetzung folgt...

  2. Anfänger im Forum

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    AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #2
    Tag 8 - Tuxerjochhaus -> Olperer Hütte

    Die heutige Etappe war die "Angst-Etappe" vieler Mitwanderer, und beim Frühstück durfte ich so manchem die aufkeimende Panik ob der anstehenden Friesenbergscharte etwas nehmen. Ja, es geht relativ hoch hinaus, und über das seilversicherte Stück nach der Scharte sollte man bei Nässe Vorsicht walten lassen, aber für heute hatte der Wetterbericht ideale Bedingungen vorausgesagt.

    Faulheit siegt manchmal auch am Berg, und so habe ich mir eine Stunde gespart und mit der Seilbahn (Gletscherexpress) ein gutes Stück bis oberhalb des Spannagelhauses abgekürzt. Dabei ist mir, nicht überraschend, das ein oder andere Murmeltier entgangen, von denen es hier viele (und auch mutige) gibt. So ging es etwa um 09:00 über groben schwarzen Schotter hoch in Richtung Scharte, wobei die Größe der Brocken mit zunehmender Höhe ebenfalls zulegte. Obwohl jeder sein Tempo ging, sammelte sich dann am Übergang schnell eine kleine Gruppe, und so mancher hangelte sich dann zitternd die Stahlseile entlang über die Schlüsselstelle. Ich würde es als feines, einfaches Reibungsklettern bezeichnen. Die Hand am Seil war kein einziges Mal auf Zug.

    Die Aussicht von hier oben war traumhaft. Etwas unterhalb das Friesenberghaus mit dem kleinen See, etwas weiter weg der Schlegeisspeicher umgeben von vergletscherten 3000ern, hinter mir Olperer und Gefrorene Wand Spitzen. Perfektes in-den-Bergen-Feeling.



    Nach ein paar steilen Serpeninen kam die Weggabelung mit dem Abzweig zum Friesenberghaus. Ab hier wurde der Weiterweg zur Olperer Hütte flacher und führte immer wieder über großes Blockwerk, über das die Beine nur so flogen, und es war teilweise schwer, sich von der traumhaften Aussicht zur Linken nicht zu sehr ablenken zu lassen.

    Viel zu früh war ich dann auch an der Olperer Hütte, in der die Hölle los war. Sowohl auf der Sonnenterasse als auch auf der Hängebrücke, die wohl für den Bergwanderer so etwas ist wie für die japanischen Touristen das Hofbräuhaus in München. Also schnell in einer Fotopause durchgezwängt und ab in Richtung Nahrung. Eine Portion Kaffee und Kaiserschmarrn und eine große Apfelschorle später (gespritzter Apfelsaft, wie es in Österreich heißt) machten sich die Tagestouristen dann langsam auf den Weg, aber erst kurz vor 17:00 Uhr wurde es ruhig und ich bekam nach einem netten Plausch mit der Hüttenwirtin meinen Schlafplatz zugeteilt.

    Tag 9 - Olperer Hütte -> Stein

    Italien, ich komme.

    Zuvor aber gab es noch eine Hürde zu bewältigen, und die hieß Frühstück. Pünktlich um 7 versammelte sich im Dunkeln eine hungrige Horde, doch kein Personal war weit und breit zu finden. Was tun? Der Kaffee war immerhin fertig, die große Gastromaschine per Zeituhr eingeschaltet. Das Licht habe ich dann gefunden, und mit vereinten Kräften und etwas Mut ließen sich dann auch Milch und etwas essbares in der Küche entdecken.

    Eine Stunde später kam dann auch die Hüttenwirtin, die Kopfschmerzen leicht am Gesicht abzulesen, und war erleichtert dass keiner der Gäste verhungert war. 2018 muss eine Mördersaison gewesen sein, fast ohne schlechtes Wetter, und die Strapazen auf der beliebten und per Tagestour vom Schlegeisspeicher erreichbaren Hütte haben das Personal auf dem Zahnfleisch gehen lassen.

    Nur die Ziegen und Hühner, die auch zur Hütte gehören, sind tiefenentspannt.

    Mit etwas Verspätung ging es los in Richtung Grenze. Der Pfad zum Pfitscherjochhaus ist ein absoluter Traum, wie eine riesige, leicht auf und ab schwingende Treppe, alles aus riesigen Blöcken perfekt gelegt. Die Füße flogen wieder nur so dahin.

    Zwei Bachquerungen warteten auf mich. Früher gab es hier mal Brücken, aber durch die Klimaveränderung hält kein Konstrukt mehr länger als einen Sommer. Neonrote Pfeile wiesen schon von weitem zur richtigen Stelle zum Queren, aber die Fußspuren zeugten davon, dass jeden Tag Wanderer versuchten, an anderer Stelle ihren Weg zu finden.

    3 Tote hatte dieser Abschnitt in diesem Sommer schon gefordert, zwei davon an der selben Stelle. Man würde meinen, dass die unübersehbaren Aushänge, die seit Jahren die Wände in der Olperer Hütte zieren, den Wanderern zu denken geben würden.

    Ich persönlich war brav und bin trockenen Fußes hinüber. Viel zu schnell war dann auch der wunderbare Plattenweg zu ende und es ging noch auf schmalem Pfad über ein paar hölzerne Brücken, dann die letzten Kehren auf dem Fahrweg über die Grenze nach Italien und zum Pfitscherjochhaus.



    Das wirkt innen auf den ersten Blick wie eine Kantine, aber Essen und Trinken sind absolut empfehlenswert.

    Durch schattenarme Nadelwälder ging es dann steil und heiß hinunter nach Stein, ein Ort, der nur aus 2 Bauernhöfen besteht. Dieses Jahr bin ich im Gasthof Stein abgestiegen, letztes Jahr war ich im Brandlhof. Keine Ahnung, ob alle Bauernhäuser hier gleich sind, aber der Grundriss der beiden ist bis aufs i-Tüpfelchen identisch. Die anfangs etwas mürrische Oma des Hauses taute auf, als wir den Hauswein lobten, und nachdem wir (Clara + Dan, meine irisch-kanadischen Freunde, und ich) ihre vorzüglichen Spaghetti Ragu lobten, hatten wir eine neue Freundin.

    Es war spät in einem trockenen Jahr, was man am Wasserdruck merkt. Die ersehnte Dusche dauerte lange und war mit Zwangspausen durchzogen, aber was solls. Ich hatte ja nichts mehr vor.

    Tag 10 - Stein -> Pfunders

    Die heutige Etappe hatte ich auf meiner Tour im Jahr zuvor ausgelassen. Meine blasengeplagten Füße hatten damals keinen Platz mehr in den Bergschuhen gefunden, und zum Einweihen des daher notwendigen Ersatzes wollte ich nicht gerade eine der "Königsetappen" angehen. Die 1200 Meter rauf und 1550 hinunter sind schon in eingetragenen Schuhen kein Zuckerschlecken.

    Nach einem kurzen Stück im Wald, das über eine nicht ganz so dekorative Metallbrücke führte, ging es zuerst an steilen Wiesen entlang.



    Am Gliederbach hatte jemand interessante Skulpturen aus Steinen aufgebaut. Keine Ahnung, wie lange die schon standen.



    Der Weg zur Gliderscharte hoch bot dann so gut wie keinen Schatten, und nicht der Hauch eines Windes wehte in das Tal hinein. Es ging ohne Pause hoch, hoch, immer nur hoch, und irgendwie hatte ich meine Zeitplanung an dem Tag nicht ganz im Auge und war überzeugt, schon über eine Stunde hinter dem Plan hinterher zu hinken. Dem war zwar nicht so, aber das sollte nicht der letzte kleine "Aussetzer" an dem Tag sein.

    Die Aussicht ist ein Traum, so viel sei gesagt. Während man sich die steilen Wiesen hoch schlängelt, hält man auf ein tiefer Schotter-Tal zu. Halblinks türmt sich der Hochfeiler auf, aber der Weg zum Gliderschartl bog dann nach rechts über das Mahdbichl ab. Eine letzte halbe Stunde ging es schattenlos und zunehmend steiniger aufwärts, dann endlich blies ein kühlender Wind über die Scharte.



    Ab jetzt ging es bergab, erst durch kleines Blockwerk und Schotter, vorbei an wunderschönen aber eiskalten Seen. Nach etwa einer halben Stunde wurde es wieder richtig grün, und schon bald kam die obere Engbergalm in Sicht. Mein Wanderführer erwähnte etwas davon, den Fahrweg zweimal zu kreuzen, und so folgte ich ganze zuversichtlich den ziemlich verwaschenen Markierungen entlang des immer schmaler und grasiger werdenden Pfades.

    Ich erwähnte einen Aussetzer. Den hatte ich wohl jetzt, denn irgendwie landete ich in mitten einer sumpfigen Kuhweide, und musste wohl schon eine Viertelstunde durch sie gestapft sein, irgendwelchen uralten und gar nicht mehr geltenden Markierungen folgend. Wieder rauf wollte ich nicht. Vor mir war eine etwas nervöse Gruppe junger Stiere. Zwischen mir und dem Fahrweg, auf dem ich früher oder später laufen musste, war der tiefer Einschnitt eines Baches.

    Ich umging die Tiere rechterhand, vorsichtig durch die mit tiefen, wassergefüllten Tritten durchzogene Weide balancierend, und erreichte nach 10 Minuten den Rand. Hier ging es nicht weiter, also tastete ich mich am Weidezaun entlang oberhalb des Baches wieder etwas aufwärts und hinter den Tieren vorbei. Die Jungstiere wurden noch unruhiger, aber ich stellte schnell fest, dass ich so lange uninteressant blieb, wie ich mich nicht mehr als einen Meter vom Zaun entfernte. Dann erspähte ich einen Trampfelpfad der Kühe über den Bach, und nach einer kurzen Rutschpartie den steilen Hang hinunter ging es gottseidank nur knöcheltief durchs Wasser und auf der anderen Seite wieder hoch zum Fahrweg.

    Der Weg von hier, obwohl schon mehr als Halbzeit, zieht sich laaange, und immer im Gleichschritt den Fahrweg hinunter zu laufen wird irgendwann sehr unangenehm. 1500 Meter kontinuierlicher Abstieg sind wohl mein persönliches Limit. Die letzten 50 Meter quälte ich mich über den Teer zum Albergo Brugger. Kein 5-Sterne-Hotel, aber sauber und sehr freundlich, und trotz Ruhetag gab es natürlich Getränke und ein gutes, reichliches Abendessen. Schnell war auch der erste Wein des Tages in der Hand - Italien, das ist das Land, in dem die Halbe Rotwein weniger kostet als die Halbe Bier - und die Füße durften sich endlich erholen.

    Heute war nach meiner Planung "Halbzeit", und entsprechend wurde auch mit Clara und Dan mehrfach darauf angestoßen. Der Abend war lustig, wir saßen noch bis nach Mitternach zusammen, erzählten, lachten und tranken. Naja. Bis nach der "Hiker Midnight", wie unsere nordamerikanischen Freunde diesen nicht ganz genau spezifizierten Zeitpunkt kurz nach 21:00 Uhr nennen, an dem alle hundemüde ihre geschundenen Knochen ins Bett schleppen.



    Fortsetzung folgt natürlich...

  3. Fuchs
    Avatar von blauloke
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    AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #3
    Freue mich auf die Fortsetzung
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

  4. Anfänger im Forum

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    AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #4
    Tag 11 - Pfunders -> Kreuzwiesenalm

    Entgegen allen Erwartungen hatten sich meine Füße am Morgen wieder erholt. Trotzdem nahm ich auch den ersten Bus nach Niedervintl, wo im lokalen Supermarkt der Rucksack wieder mit Notrationen aufgefüllt wurde. Meine beiden Freunde hatten noch ein paar Erledigungen zu machen, und so ging es alleine los in Richtung Kreuzwiesenalm.

    Der größte Teil des Weges führte durch den Wald, steile "Abkürzer" über federnden Boden aus Generationen von altem Laub hoch, und links und rechts standen alle möglichen Arten von Pilzen Spalier. Nach der Hitze des gestrigen Tages was es eine Wohltat, im Schatten zu laufen, und hatte wohl ein gutes Tempo drauf. Unterwegs traf ich einen Einheimischen, der am Wegesrand Holz für den Winter bündelte. Traditionell werden hier in der Gegend die ganzen Bündel, die etwa 5 Kilo wiegen dürften, im Stück im Kachelofen verheizt. Sie müssen daher dicht zusammengebunden werden, damit sie nicht zu schnell abbrennen.

    Zeitlich passend für eine kleine Stärkung erreichte ich Leachenalm, bzw. die Stelle, wo letztes Jahr im August noch das verfallende Gebäude gestanden hatte. Jetzt ist nur noch eine kahle Fläche zu sehen, mit einem umgestürzten Baum als Sitzgelegenheit. Hier holten mich auch Clara und Dan wieder ein, die sich noch einen Cappuccino gegönnt hatten.



    Nach den obligatorischen Pausen-Mannerschnitten ging es weiter aufwärts, immer noch durch den Wald, bis dann am Holzzaun an der Hirschleite die Bäume langsam weniger wurden und nach wenigen Minuten die Roner Hütte in Sicht kam. Natürlich konnte ich dem Duft der Hirtenmaccaroni wieder mal nicht widerstehen und machte es mir auf der Südterasse inmitten der lauten Tagestouristen bequem.

    Die letzten beiden Stunden ging es dann eher flach über geschwungene Wiesen dahin zur Kreuzwiesenhütte, die schmuck anzuschaun ist und mit sehr guten, selbstgemachten Milchprodukten aufwarten kann. Über die zugehörige Sauna mag man denken was man will - faule Übernachtungsgäste fahren mit dem Auto hierher, also ist der Maßstab ohnehin ein anderer als für "echte" Berghütten - aber es war gemütlich hier. Nachdem meine Verdauung die letzten Tage etwas gelitten hatte, bestellte ich mir als Beilage einen Krautsalat. Der hätte mengenmäßig auch als Hauptspeise durchgehen können, und meine Lagergenossen beäugten mich daher ziemlich ängstlich. Dazu gab es viel guten Rotwein.



    Tag 12 - Kreuzwiesenalm -> Schlüterhütte

    Gottseidank hielt sich der Salat mit seiner Wirkung zurück, und alle überlebten die Nacht im Lager, in dem es sehr ruhig war.

    Nach dem viel zu reichhaltigen Frühstück ging es in angenehmer morgendlicher Kühle wieder los. Jetzt spürte ich zum ersten Mal so etwas wie Kondition aufkommen, denn die Maurerberghütte erreichte ich trotz mehrerer kurzer Pausen um die Aussicht oder eine Holunderschorle an einer der kleinen Almen zu genießen schon nach 3 1/2 Stunden.

    Ganz langsam veränderte sich die Landschaft und es kamen nun auch die schroffen Berge der Dolomiten in den Blick und zauberten ein freudiges Lächeln auf meine Lippen. Natürlich wusste ich, dass ich den vielen harten Fels später noch verfluchen würde, aber im Moment konnte das die Vorfreude nicht trüben. Kitschig beschwingt gings zum Würzjoch hinunter, durch den Touri-Wahnsinn von donnernden Motorrädern und Busladungen von Touristen hindurch und schnell auf der anderen Seite weiter an den Fuß des Peitlerkofels.



    Ich denke, es ist nicht das erste Mal dass ich es erwähne, aber es war heiß. Heißer als im Jahr zuvor im August, obwohl es jetzt schon Mitte September war. Der Wetterbericht hatte eine deutliche Gewittermöglichkeit vorhergesagt, aber bis jetzt hielten sich die Wolken noch zurück. Es gab Schatten, aber so gut wie nie dort wo ich gerade war...

    Aber keine Hitze, auch nicht die schattenlose, staubtrockene, felsige Rinne zur Peitlerscharte hoch, konnte mir den Genuss an der wundervollen Umgebung trüben. An der Scharte gab es noch eine letzte Genusspause, dann ging es gemütlich die letzten fast ebenen Meter zur Schlüterhütte, wo tatsächlich noch ein Bett frei war. Im Einzelzimmer. Im Jahr zuvor war ich noch eine Stück weiter gelaufen zur Medalges-Alm, aber die war wochentags nicht besetzt weil die Hüttenwirtin mit den Kindern schon wegen der Schule im Tal war, so dass ich mich innerlich schon auf einen engen Platz im Lager eingestellt hatte.

    Das Profil der Etappe hatte ganz entspannt gewirkt, aber am Abend spürte ich doch, dass ich 1400 Meter hoch und 1000 Meter hinab gelaufen war. Der riesige Nusskuchen und der vorzügliche Schweinebraten waren da willkommener Brennstoff.

    Ach ja, es gab auch Rotwein.

    Tag 13 - Schlüterhütte -> Grödner Joch

    Die normale Etappenplanung sah vor, bis zur Puezhütte zu laufen. Die kannte ich schon und wollte dort nicht noch einmal übernachten. Deshalb schloss ich mich Clara und Dan an, denen 5h Gehzeit eh zu wenig waren (beide hatten vor Jahren viele Bergläufe gemacht). Da Dan ein wenig Höhenangst hatte, wählten wir die Umgehung der Nives-Scharte, aber im Vergleich nehmen sich die beiden Varianten nicht wirklich etwas, und wer das Stück vom Val della Roa hoch kommt, könnte genausogut die Normalroute machen. Aber was solls, so kenne ich jetzt beide Varianten, und beide sind schön.

    Die Roa-Scharte beeindruckt von weitem, und man fragt sich, ob man dieses extrem steile Schuttfeld überhaupt hoch kommen kann, aber aus der Nähe ist es dann ganz okay. Heute war es etwas zugezogen und der Wind frischer als die letzten Tage, was leider auch die Sicht etwas einschränkte. Fotogene Momente gab es aber dann doch ab und an.



    Dann ging es endlich in den Dolomit, rauhen Fels der wie eine Leiter in den Himmel ist. Wohin man greift und steigt, man findet etwas zum festhalten und einkrallen.

    Man spürt kaum, dass auf 2600m die Luft dünner ist, denn man ist mit Klettern und Genießen beschäftigt.

    An der Puezhütte wurde - wie wohl jedes Jahr - umgebaut. Die Freundlichkeit des Personals ist selektiv und begrenzt, aber eine kleine Stärkung und etwas zu trinken müssen halt sein. Schnell ging es dann wieder weiter, an malerischen Formationen aus grünen Hügeln und schroffen Fels entlang zum Kreuzjoch.



    Beim steilen Abstieg zum Grödner Joch blutete schon ein wenig das Herz, diese Aussicht hinter mir zu lassen und mich wieder in den, man verzeihe mir die wiederholte Benutzung des Begriffes, Touri-Wahnsinn zu begeben. Aprilias und KTMs donnerten in Scharen über die Passstraße, und ich flüchtete so schnell wie möglich in das Hotel/Rifugio, das auch ein relativ erschwingliches Lager mit Stockbecken bietet.

    Tag 14 - Grödner Joch -> Rifugio Viel dal Pan

    Nachdem ich gestern schon 1 1/2 Etappen gelaufen war, und meine Füße noch mitspielten, gab es keinen Grund, das nicht wieder zu tun. Ausnahmsweise hatte es in der Nacht tatsächlich etwas geregnet, und auch beim Frühstück kamen noch ein paar Tropfen herunter.

    Die erste halbe Stunde des Wegs vom Grödner Joch zum Rifugio Pisciadu war deshalb eine rutschige Sache, der erdige Boden mit Wurzeln überzogen und manchmal wie Schmierseife. Dann wartete aber auch schon die Rinne auf mich, in der rutschiger, feiner Kies und große, lockere Blöcke eine andere Herausforderung darstellten.

    Nach einer guten Stunde war dann aber endlich das Geröll überwunden und Stahlseile sicherten den weiteren Weg hoch zum Pisciadu. Klettern! Die Aussicht war genial, weiße Wattebauschen zogen über eine strahlend blauen Himmel, und die Sonne spielte mit den Felstürmen um mich herum.



    Der Pisciadu-See war am Austrocknen, und ich selbst auch. Eine große Holunderschorle half zumindest mir, und ein leckerer Cappuccino hob die Lebensgeister wieder an. Das war gut, denn nach einem kurzen Stück entlang eines Kieshanges ging es jetzt noch einmal gute 400m hoch über steilen Fels.



    Langsam stellte sich das "Mond-Feeling" ein, als wäre ich in dieser kargen Landschaft auf einem ganz anderen Planeten unterwegs. Ich begegnete, anders als im letzten Jahr, nur wenigen anderen Wanderern.

    Etwas schnaufend, aber glücklich, erreichte ich mit reichlich Zeit die laut Guide höchste Stelle der Tour mit 2960m. Gegenüber winkte der Piz Boè mit seinen kinderleicht zu erkletternden 3150m, aber dort war ich letztes Jahr oben, gleich nach dem Frühstück, und wusste deshalb dass tagsüber Scharen von Touris dort jeden verfügbaren Fleck belagern, mit der Seilbahn bis auf die letzten 1 1/2 Stunde hochgefahren und laut und aufdringlich.



    Für mich ging es deshalb direkt zum Rifugio Boè auf eine leckere, wärmende Gemüsesuppe - hier oben ist es wohl immer kalt - die gleichzeitig meine Flüssigkeitsreserven auffüllte.



    Der Weg über die Pordoi-Scharte und zum Passo Pordoi wäre schön, wenn er nicht so übervölkert wäre. Mein Genuss hielt sich daher in Grenzen, und die nächsten zweieinhalb Stunden vergingen gefühlt zu langsam. Erst nachdem ich im Umweg (ein Teil des Wegs war weggerutscht) hinter dem Rifugio Fredarola herum war, war ich aus der Touristentraube wieder heraus und konnte entspannt die letzte Stunde zum Viel dal Pan spazieren und durch die Wolken hindurch die ersten Blicke auf die immer wieder sehenswerte Marmolada erhaschen.



    Die Terasse im Viel dal Pan war voll, aber wir waren nur 4 Übernachtungsgäste, eine Studentin, die sich mit München-Venedig etwas übernommen hatte, ich und zwei Radfahrer, von denen einer kurz vor der Hütte eine der Steilwiesen hinunter gepurzelt war, aber außer blauen Flecken wohl nichts ernsthaftes davongetragen hatte.

    Das Essen war wieder vorzüglich, und dieses Mal bekamen wir auch noch bis kurz vor 22:00 Uhr Getränke. Erst dann schlief der Wirt wie wohl üblich im Sitzen an seinem Tisch ein.

    Fortsetzung folgt...

  5. Anfänger im Forum

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    AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #5
    Zitat Zitat von blauloke Beitrag anzeigen
    Freue mich auf die Fortsetzung
    Ich hoffe sie macht Spaß Bis zum letzten Teil wird es noch ein paar Tage dauern.

  6. Anfänger im Forum

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    AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #6
    Zitat Zitat von BitPoet Beitrag anzeigen
    Bis zum letzten Teil wird es noch ein paar Tage dauern.
    Oder auch nicht, denn gerade hat sich meine Abendplanung geändert. Bevor ich also irgendwas ganz anderes Anfange, schreibe ich an meinem Bericht weiter:

    Tag 15 - Rifugio Viel dal Pan -> Alleghe

    Es gibt Etappen, über die will man gar nicht zu genau nachdenken, wenn man sie schon mal gelaufen ist. Die heutige war so eine, denn es warteten 1670m Abstieg auf mich. Deshalb beschäftigte ich mich lieber mit dem Fuchs, der am Abend noch um die Hütte geschlichen ist und mich bis fast auf Armeslänge herankommen ließ, und mit den Murmeltieren, Gämsen, Schafen und Ziegen, die am Morgen um die Hütte zogen.



    Ich machte mich gleich nach einem schnellen Frühstück auf den Weg. Clara und Dan hatten am Abend noch geschrieben, dass sie am Pordoi-Joch geblieben sind. Ihnen entging damit die Marmolada im Morgenlicht. Hätte ich meine Linse sauber gemacht, dann hätte ich auch wunderschöne Fotos davon - aber man kann ja nicht alles haben. Mit dem Wissen, dass mich die irisch-kanadischen Laufwunder früher oder später einholen würden ging es in langsamem Trab durch die steilen Wiesen in Richtung des Fedaia-Sees hinunter. Am Morgen liefen meine Beine mittlerweile wie von selbst.



    Am Damm, der das obere Ende des Lago di Fedaia abschließt, gab es dann einen leckeren, günstigen italienischen Cappuccino. So langsam fielen mir auch die ein oder anderen italienischen Worte wieder ein, und ich achtete darauf, das "R" in "Buon Giorno" wie die Einheimischen zu rollen. Es ist erstaunlich, wie viele Sympathiepunkte einem das manchmal einbringt.

    Jetzt wartete zum ersten - aber lange nicht zum letzten - Mal heute Teer auf mich. Die alte, für Autos wegen Steinschlaggefahr gesperrte Straße führt rechterhand am See entlang. Nicht angenehm zu laufen, aber die Spiegelungen im See in kurzen Momenten von fast völliger Windstille entschädigten dafür.



    Ein Angler wurde wohl von mir aufgeschreckt, denn er packte eilig zusammen und zog von Dannen als er mich kommen sah.



    Leider hatte sich bei den nächsten Fotos wieder einmal ein massiver Fingerabdruck auf die Linse geschlichen, so dass der Rest des Tages ohne brauchbare Bilder verging. Allerdings waren auch die sommerlichen Skipisten nicht sonderlich fotogen. Dafür Gift für die Beine. Steil, glatt und wiesenuntypisch hart wie ein Brett. Vom letzten Jahr hatte ich allerdings noch im Kopf, dass der Weg früher oder später am Fluss entlang durch den Wald führen würde, wo der Boden weicher ist.

    Denkste. Der Weg am Fluss war aufwändig mit feinem Split/Sand-Gemisch bedeckt und so hart gewalzt worden, dass Beton dagegen wie ein Trampolin gewesen wäre. Meine Füße protestierten immer nachdrücklicher, aber es half ja nichts. So spät im Jahr fährt auch kein Bus mehr, mit dem man im Hochsommer einen Teil der Strecke abkürzen könnte. So hieß es die Zähne zusammenbeißen und weiter bergab laufen. Immerhin holten mich Clara und Dan jetzt ein und ich hatte ein wenig Ablenkung, während ich die Zähne zusammenbiss und mit ihrem verrückten Tempo Schritt hielt.

    Alleghe liegt wunderschön am See, richtig kitschig, mit Hotels mit Geranien an jedem Balkon und Fenster. Der See durfte dann auch erst einmal meine geschundenen Füße kühlen. Immerhin gab es heute zur Belohnung ein richtiges Hotel und eine echte Pizza.

    Außerdem gab es, wer hätte es erwartet, viel Rotwein.

    Morgen, beschloss ich, würde ich faul sein. Ausschlafen, einen Teil der sinnlos mitgeschleppten Ausrüstung (Biwaksack, Kocher, Schlafsack für Draussen) nach Hause schicken und dann ganz gemütlich mit der Gondelbahn, der ich noch beim Einfahren zusah, die ersten tausend Höhenmeter nach oben tuckern.

    Tag 16 - Alleghe -> Rifugio Tissi

    Heute lief alles wunderbar. Das Frühstück war super, auf der Post schaffte ich es trotz Sprachbarriere, mein Zeugs versichert abzuschicken, im Supermarkt füllte ich noch ein letztes Mal die Vorräte auf und dann schlenderte ich los in Richtung Seilbahn.

    Und stellte fest, dass sich dort nichts bewegt. Nada. Gar nichts.

    Ein Zettel im Fenster verkündete dann auch mein Unheil: die Saison war seit heute vorbei. Kein Betrieb mehr bis zum Ski-Opening! Und ich stand da mit meinem leichten Kater, viel zu spät dran und mit einem riesigen Muskelkater.

    Aber hier bleiben war keine Option. Also Augen zu und durch.

    Die ersten 800 Höhenmeter vergingen auch wie im Flug - vermutlich dauerte es so lange, bis die Anstrengung durch den Restalkohol drang. Ich schwitzte natürlich wie ein Tier, aber oben an der Seilbahn-Bergstation gab es ja ein Restaurant. Welches - aber daran dachte ich natürlich nicht - auch gestern die Saison beendet hatte. Also kein Kuchen, kein Kaffee, aber zumindest Wasser aus einer etwas versteckten Quelle.

    Des restliche Aufstieg zum Rifugio Coldai ging ganz gut, aber wieder einmal war es viel zu heiß und windstill für die Jahreszeit. Im Coldai fieberte das Personal allem Anschein nach schon dem Ende der Saison entgegen, aber ich konnte doch noch ein Mittagessen heraushandeln.

    Der kleine See hinter der Hütte ist malerisch. Fragt mich nicht, warum ich kein Foto davon habe. Nach einer kurzen Erfrischung im See führte der Weg dann über eine kleine Scharte und dann unterhalb der Civetta entlang. Der einfachere Weg direkt am Fuß der Civetta entlang wird wegen Steinschlags nicht empfohlen, und ich konnte auch deutlich hören warum. Alle paar Minuten klackerten kleine und größere Brocken aus der Wand heraus und das Geröllfeld hinab.



    Ach ja, und es blies kein Wind und es war heiß. Verdammt heiß. Auf über 2000m hatte es fast 25°C. Die letzten Meter des Schlussanstiegs zur Tissi-Hütte wurde ich vom Balkon aus angefeuert und auch gleich darauf hingewiesen, dass ich die Treppe in den 1. Stock nehmen müsste. Andere waren genauso erschlagen von der Etappe wie ich, und nach mir kämpften sich noch mehrere Wanderer zur Hütte hoch.

    Die Matratzen waren unglaublich durchgelegen. Ich konnte meine gottseidank mitgebrachte Isomatte in 3 Lagen darunterstopfen und hatte keinen Hügel in der Mitte. Vermutlich war ich aber mit diesem Trick der einzige, der halbwegs gut schlief. Zumindest passten die mageren Portionen an Abendessen irgendwie dazu.

    Immerhin konnte die Aussicht von der Terasse das ein klein wenig relativieren.



    Tag 17 - Rifugio Tissi - Passo Duran

    Das Frühstück war karg, Verhandlungen über (kostenpflichtigen) Nachschlag ohne Erfolg. Mit wunderbarer Aussicht auf die Civetta aber etwas erschlagen machte sich so die Gästeschar auf den Weg. Ganz langsam stellte sich auch schon etwas Melancholie ein, denn das Ende kam an Sicht. Aber erst einmal ging es runter, rauf und wieder runter.

    Bisher hatte ich nur einen Pausentag gemacht und einmal drei Etappen zu zweien zusammengelegt. Mein rechtes Knie machte mich auf dem ersten Stück darauf aufmerksam, aber nach einer Stunde verteilte sich die Gelenkschmiere dann wieder und konnte ohne Probleme laufen.

    Ziemlich schnell löste sich die Gruppe auf, als alle ihr eigenes Tempo fanden. Ich war heute nicht ganz so schnell unterwegs wie die letzten Tage. Der Weg wechselte zwischen feinem Geröll und kurzen Stücken mit großen Blöcken. Eigentlich, ja eigentlich, etwas das mir riesig Spaß macht. Aber mittlerweile kam ich an den Punkt, wo ich mir einen dieser weichen, erdigen, federnden Pfade wünschte, die mir zur Halbzeit schon zum Hals heraus hingen. Und ein wenig kühlen Wind, aber der würde wohl auch eher Wunschdenken bleiben.



    Auf jeder längeren Tour gibt es Momente, in denen man ganz unverhofft Grenzen erreicht. Da ist der berühmte Tag 5, an dem fast unvermeidlich die Frage nach dem Warum aufkommt wenn der Körper zum ersten Mal diese andere Art von Erschöpfung fühlt. Oder Tag 17 auf dieser Tour. Es war schön, es war von der Anstrengung her machbar, aber irgendwie, ja, irgendwie war es zäh. Vom Passo Duran würde sicher ein Taxi fahren...

    Auf längeren Touren gibt es auch immer wieder diese glücklichen Momente, in denen eine Kleinigkeit die Motivation wiederbringt. Eine gute Stunde vor meinem Tagesziel war es für mich eine SMS von Clara, dass sie im Rifugio San Sebastian eingecheckt hätten und für mich jetzt auch schon ein Schlafplatz reserviert sei.

    Und als ich dann dort eintraf, rechtzeitig bevor der vorhergesagte Regen begann, und nach einer ausgiebigen Dusche an einem "internationalen" Tisch saß - sechs Wanderer, sechs Nationen, drei Kontinente - und wir all die magischen Erlebnisse auf unseren Wanderungen austauschten, war ans Aufhören gar nicht mehr zu denken.

    Tag 18 - Passo Duran - Rifugio Pian de Fontana

    Es stand wieder eine "lange" Etappe auf dem Programm. Für den Nachmittag war die Gewitterwahrscheinlichkeit als sehr hoch vorhergesagt worden, und so tändelte niemand lange herum. Der erste Teil des Weges erwies sich als viel mehr auf und ab als aus dem Guide ersichtlich war. Immerhin, die Gehzeit war nicht kurz angegeben, und nach einem Blick auf die Uhr war ich sehr gut unterwegs und sollte mein Ziel am frühen Nachmittag erreichen.

    Kurz vor der Forzella del Moschesin lag ich wirklich noch gut in der Zeit, aber es wurde wieder heiß, und ich machte einen strategischen Fehler. Ich gönnte mir den kurzen Abstecher zum Rifugio Pramperet um mir eine Stärkung zu gönnen. Dort war man aber auch schon mitten in den Saison-Ende-Vorbereitungen. Das Personal feierte im Schatten im Hinterhof, mein Versuch, mich in die Hütte zu setzen wurde energisch verhindert, und meine Frage nach einem Essen wurde mit "Spatze o niente" beantwortet. Aqua? Succo di mela? "No. Solo birra."

    Naja. Also Spatze mit Birra. Die schweren, klebrigen Spinat-Teigwaren waren mit undefinierbarem, und rückblickend wohl nicht mehr ganz einwandfreiem, Käse übersprenkelt, und das Bier zwar kalt aber auch nicht das, was mein Körper in dem Moment brauchte.



    Eine Viertelstunde, nachdem ich mich wieder auf den Weg gemacht hatte, begann die Teig-Käse-Bier-Mischung damit, komische Dinge in meinem Magen anzustellen, und ich fühlte mich, als hätte mir jemand den Stecker rausgezogen. Als ob das nicht schon reichte, türmten sich über den Gipfeln rundherum die Wolken zusammen und bildeten nette, unheilverkündende Ambosse. Jetzt endlich kam kühler Wind auf, aber glücklich machte er mich nicht, denn von der Gipfelkette weiter hinten machte sich eine dunkle Wolkenfront auf den Weg zu mir, aus der es unangenehm blitze, und über den Grat trieb es die ersten nebligen Schwaden.

    Ich fluchte und kämpfte mich hechelnd den Berg hoch. Hier oben waren nur Felsen, eine große Ebene und eine steile Wand, gar nichts um sich zu verstecken. Wenn der Wind so blieb, dann hatte ich noch etwa 25 Minuten, bis der Gewitterstock hier sein würde. Wenn ich es aber über den Grat schaffte, würde sich das ganze hinter mir stauen und ich hätte Zeit gewonnen.

    Umkehren und in der Hütte übernachten, in der ich mir gerade den Magen verdorben habe, oder pushen?

    Es sah so aus als dass die Nebelschwaden nicht mehr ganz so schnell herauftrieben, also gab ich Gas. Schnell, schneller, und die Proteste der Waden ignorieren.

    Irgendwie klappte es tatsächlich, dass ich vor Ankunft des Gewitterstocks das letzte Stück den Grat hoch kletterte und auf der anderen Seite wieder hinunter, wo der Weg kurz darauf wieder zu einem guten Pfad wurde. Erste Regentropfen klopften mir auf den Kopf, und ich lief die steilen Serpentinen runter, das normalerweise mit 90 Minuten angegebene Stück in 35 Minuten.

    Kaum war ich unter dem Vordach der Hütte, begann es zu gießen, eine ganze Minute lang. Keine Blitze, kein Donner, kein Grund, wie ein verrückter halsbrecherisch die Steilhänge hinunter zu sausen. Aber hinterher ist man natürlich immer schlauer

    Eine Viertelstunde später hatte sich dann auch alles wieder verzogen, und ich konnte die leicht feuchten Klamotten nach einer ausgiebigen Dusche in der Sonne zum Trocknen auslegen. Allen mir gleich von anderen Gästen zugeflüsterten Beschwerden über das angeblich so unfreundliche Personal zum trotz bekam ich zwei Duschmarken zum Preis von einer - es dauert eine Duschmarke lang, bis warmes Wasser kommt. Keine Ahnung, ob das gerollte "R" den Unterschied gemacht hat.

    Die Hütte ist urig. Die Lager sind auf mehrere kleine Steinhütten verteilt.



    Und die Cime del Bachet leuchtet wunderschön in der Abendsonne.



    Tag 19 - Rifugio Pian de Fontana -> Belluno

    Der letzte Tag, die letzte kurze Etappe. Ich hatte überlegt, den Schiara-Klettersteig zu machen, die Ausrüstung hatte ich dabei, aber bei meinem Eilabstieg gestern hatte ich meinem ohnehin etwas geschundenen Knie den Rest gegeben. Gewitter waren wieder durchaus möglich, und mit einem Handicap wollte ich nicht allein dort unterwegs sein. Also hieß es absteigen ins Tal und mit dem Bus nach Belluno.

    Über Fahrwege und Abkürzer ging es durch angenehm kühlen Wald hinunter. Das Knie stimmte zu, dass das die bessere Entscheidung war, auch wenn sie mich Überwindung gekostet hatte.

    An der Bushaltestelle musste ich noch eine Stunde warten, und langsam fanden sich immer mehr Wanderer ein, viele davon aus dem nahe gelegenen Rifugio Bianchet.

    Clara und Dan traf ich hier auch wieder, und zusammen mit einer japanischen und einer amerikanischen Reisegruppe zwängten wir uns in den ohnehin schon mit Schülern überfüllten Bus.

    In Belluno wartete dann eine laaaange Dusche im Hotel und ein leckerer, riesiger Eisbecher mit frischem Obst. (Und noch ein zweiter, aber nicht weitersagen!)

    Belluno ist schön. Teilweise. Die "Flaniermeile" hat richtig italienisches Flair, aber man ist auch schnell in heruntergekommenen Ecken. Die Leute sind aber freundlich und hilfsbereit. Und habe ich schon erwähnt, dass es wunderbare Eisbecher gibt?

    Und natürlich Rotwein. Clara, Dan und ich trafen uns ein letztes Mal. Die beiden sind noch weiter gelaufen bis nach Venedig, aber ich musste in Kürze wieder in den Arbeitsalltag zurück.

    Nach einer entspannten Nacht im Hotel ging es dann mit dem Zug zurück nach Hause, die Online-Buchung war dabei ein kleines Abenteuer, aber mittlerweile habe ich durch die ganzen Reisen einen gelassenen Optimismus entwickelt, dass ich schon irgendwie dort ankomme, wo ich hin will. Und es funktioniert auch. Zwar gab es den Wagon nicht, in dem mein Platz gebucht war, aber was soll's? Es fand sich ein Platz, und auch der Anschlusszug hatte einen Platz für mich, und nach 12 Stunden stieg ich wohlbehalten daheim bei spätsommerlichen 25°C aus und fuhr die letzten Kilometer im Auto. Es fühlte sich schon irgendwie komisch an, zu schnell durch die Landschaft zu rauschen. Wandern entschleunigt, aber leider kann man das neue Tempo nicht beibehalten.

    Insgesamt bin ich in 18 Wandertagen etwa 330km gelaufen und dabei über 19.000 Höhenmeter rauf und runter. Die Etappen zu verdichten war okay, aber ich habe definitiv zu wenige Pausentage gemacht. Mein Knie hat es mir gottseidank schnell wieder verziehen.

    Auf alle Fälle stand zu dem Zeitpunkt der Beschluss für den nächsten Jahresurlaub fest: wieder über die Alpen, aber auf einer anderen Route. Vermutlich Berchtesgaden-Triest.

    Soweit mein Tourenbericht. Ich hoffe er hat unterhalten und angeregt. Wenn ihr Fragen habt, dann her damit. Ein kurzes Fazit über Hütten, Wege, Ausrüstung und ganz subjektive Erkenntnisse werde ich noch nachliefern.

  7. Gerne im Forum

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    AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #7


    Toller Bericht, tolle Bilder
    Vielen Dank für´s posten

  8. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #8
    Ich habe gerade nur einmal die Bilder angeschaut - sieht ja wirklich traumhaft schön aus!
    Und macht definitiv Lust, deinen Bericht möglichst schnell auch zu lesen!
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  9. Dauerbesucher
    Avatar von blackteah
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    AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #9
    Ich habe mir auch die Bilder angeschaut (und geguckt, welche Ecken ich so kenne) und muss sagen, die Fotos sind wirklich klasse! Danke fürs teilen, ich hoffe, ich kommt die Tage noch dazu den Bericht auch zu lesen

  10. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #10
    große Poeten liegen mir - auch bit-Poeten , wobei das natürlich auch eine bestimmte Selbsteinschätzung ist , aber die Fotos gefallen mir auf jeden Fall. Bin gespannt, wie es weiter geht, vielleicht auch, weil das nicht so meine Gegend ist.
    Ich lese immer gern auch wieder aus Gegenden, die nicht so die meinen sind.
    LG aus Berlin
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    And that has made all the difference (Robert Frost)

  11. Dauerbesucher
    Avatar von danobaja
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    AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #11
    !

    danke bitpoet!

    auch ich bin von den bildern sehr beeindruckt. hast du die nachbearbeitet? die farbsättigung ist super, auch bei aufnahmen mit schwierigen lichtverhältnissen.
    danobaja
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  12. Erfahren
    Avatar von Donik
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    AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #12
    Sehr nett geschrieben. Hab ihn gerade meiner Freundin zum Einschlafen vorgelesen (sehr nervös, da morgen große Prüfung) und es hat gwirkt

    lg Dominik

  13. Anfänger im Forum

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    AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #13
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Ich habe gerade nur einmal die Bilder angeschaut - sieht ja wirklich traumhaft schön aus!
    Und macht definitiv Lust, deinen Bericht möglichst schnell auch zu lesen!
    Ich hoffe, der Text hält was die Bilder versprechen :-)

    Zitat Zitat von blackteah Beitrag anzeigen
    Ich habe mir auch die Bilder angeschaut (und geguckt, welche Ecken ich so kenne) und muss sagen, die Fotos sind wirklich klasse! Danke fürs teilen, ich hoffe, ich kommt die Tage noch dazu den Bericht auch zu lesen
    S.o., viel Spaß beim Lesen!

    Zitat Zitat von Rucksackmatze Beitrag anzeigen


    Toller Bericht, tolle Bilder
    Vielen Dank für´s posten
    Gerne! Ich bin leidenschaftlicher Berichtleser hier im Forum, da muss ich auch meine Erlebnisse teilen.

    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    große Poeten liegen mir - auch bit-Poeten , wobei das natürlich auch eine bestimmte Selbsteinschätzung ist , aber die Fotos gefallen mir auf jeden Fall. Bin gespannt, wie es weiter geht, vielleicht auch, weil das nicht so meine Gegend ist.
    Ich lese immer gern auch wieder aus Gegenden, die nicht so die meinen sind.
    LG aus Berlin
    Hehe, Bit-Poet sein ist leicht, denn alles endet auf 0 oder 1

    Schön dass es gefallen hat!

    Zitat Zitat von danobaja Beitrag anzeigen
    !

    danke bitpoet!

    auch ich bin von den bildern sehr beeindruckt. hast du die nachbearbeitet? die farbsättigung ist super, auch bei aufnahmen mit schwierigen lichtverhältnissen.
    Danke für das Lob! Die Bilder sind bei dieser Tour gar nicht mal so gut geworden und der allergrößte Teil direkt in die Tonne gewandert. Obwohl die Tour dermaßen fotogen ist. Bei den nicht ganz unbrauchbaren hab ich dann mit Lightroom und dem Brillianz-Regler rausgequetscht was ging, aber ich denke mal, A4 wäre bei den meisten schon zu groß. Auf der nächsten Tour wird vermutlich wieder die Nikon B7000 mitkommen, das Smartphone war einfach zu oft am Limit (zu dunkel, zu hell, zu schnelle Bewegung...).

    Zitat Zitat von Donik Beitrag anzeigen
    Sehr nett geschrieben. Hab ihn gerade meiner Freundin zum Einschlafen vorgelesen (sehr nervös, da morgen große Prüfung) und es hat gwirkt

    lg Dominik
    Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher ob das ein Lob ist aber ich nehm es mal als solches. Ich hoffe, bei der Prüfung ist alles gut gelaufen!

  14. AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #14
    Voll schöner Bericht! Hat Spaß gemacht, mit dir unterwegs zu sein!

    Danke und liebe Grüße,
    Babs

  15. Lebt im Forum
    Avatar von derSammy
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    23.11.2007
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    AW: [AT][IT] Alpenüberquerung auf dem Traumpfad - Hinterriß - Belluno

    #15
    sehr schön!!!

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