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  1. Anfänger im Forum

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    Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #1
    Hallo,

    wie hier ( https://www.outdoorseiten.net/forum/...rek-April-2019 ) schon beschrieben, bin ich ab dem 12. April Gefangener einer Reisegruppe auf dem EBC Trek. Hier nochmal das Itinerary:

    Tag 1: Lukla nach Phakding (2.600m)
    Tag 2: Akklimatisierungsspaziergang Rimijung Hill (3.600m)
    Tag 3: Phakding nach Namche Bazar (3.450m)
    Tag 4: Akklimatisierung Everest View Hotel (3.900m)
    Tag 5: Namche nach Tengboche (3.900m)
    Tag 6: Tengboche nach Dingboche (4.400m)
    Tag 7: Akklimatisierung Chukung (4.700m)
    Tag 8: Dingboche nach Lobuche (4.950m)
    Tag 9: Lobuche nach Gorak Shep (5.100m)
    Tag 10: Gorak Shep nach EBC (5.400m)
    Tag 11: Gorak Shep nach Kala Patthar (5.600m), Rückflug von Lobuche nach Lukla mit Helikopter
    Tag 12: Flug von Lukla nach Kathmandu

    Da man im Internet lesen kann, dass die Höhenkrankheit überproportional häufig bei Teilnehmern von Reisegruppen auftritt, da sich dort anscheinend Leute aus Gruppenzwang zum Weitergehen entscheiden, obwohl der Körper andere Signale sendet, frage ich mich, welche Exit-Strategien ich während des Treks habe.

    Erstmal vorweg: Für mich persönlich ist es ehrlich gesagt überhaupt nicht wichtig, im Basecamp oder auf dem Kala Patthar gewesen zu sein. Ich will einfach nur mal im Solukhumbu gewesen sein und ein bisschen die Atmosphäre zur Highseason aufschnappen.

    Daher wollte ich mal zur Diskussion stellen, inwiefern folgende Exit-Strategien machbar sind, falls ich feststelle, dass mich die ersten Tage schon ziemlich schlauchen und/oder sich Symptome entwickeln und ich mir daher die höheren Teile nicht zutraue:

    Exit 1: Sich in Tengboche von der Gruppe trennen und allein wieder zurück nach Lukla laufen. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr gefällt mir diese Option. So wie ich das verstanden habe, ist alles hinter Tengboche landschaftlich sowieso nicht mehr so spannend, daher könnte ich doch, falls ich vor Ort feststelle, dass ich nicht mehr höher gehen will, von Tengboche ganz entspannt zurück nach Lukla laufen, mir die Gegend anschauen und hätte dann quasi diese bewährte Tour ( https://www.outdoorseiten.net/forum/...teiger-machbar ).

    Exit 2: Von Dingboche nach Lukla alleine zurücklaufen. Hier bin ich mir aber nicht sicher, ob das zeitlich noch hinhaut. Vielleicht kann da mal jemand eine qualifizierte Einschätzung abgeben? (siehe Itinerary oben!)

    Exit 3: Sich irgendwie bis Lobuche durchquälen und dann in Lobuche auf den Helikopter warten, der ja im Preis einbegriffen ist, d.h. ich würde mir dann die zwei Nächte im Eisschrank in Gorak Shep (laut Internet auch als "Gorak Shithole" bekannt) schenken.

    Mich würde mal eure Meinung zu diesen Exitstrategien interessieren. Insbesondere unter folgenden Fragestellungen:

    • inwieweit sind die machbar?
    • was passiert mit dem Gepäck? Falls ich alleine zurücklaufe, habe ich ja das Problem, dass ich dann keinen Porter mehr habe, d.h. ich müsste die Essentials dann in meinen Rucksack umpacken, aber das sollte ja kein Problem sein, denn es geht dann ja vor allem abwärts, oder?
    • wie sieht es aus mit spontanen Übernachtungen? Wenn ich alleine zurücklaufe, muss ich ja spontan irgendwo unterkommen. Ist das überhaupt möglich oder kann es sein, dass ich dann auf einmal ohne Bett da stehe? Es ist ja Hochsaison....
    • ist es im Allgemeinen problematisch dort alleine unterwegs zu sein aus irgendwelchen Gründen?
    Geändert von highrider (22.01.2019 um 23:10 Uhr)

  2. Freak Moderator
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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #2
    In dem Moment, wo Du umdrehst und runterläufst lösen sich alle Höhenprobleme tendenziell in Wohlgefallen auf.
    Und bergrunter kannst Du aus dem entferntesten Winkel in ein, maximal zwei Tagen in Lukla sein.
    Organisatorisch sollte das kein Problem sein und Gepäck hast Du ja bei einem Lodgetrekking nicht so viel.
    Übel sind nur Gruppentouren mit Paßübergängen, wo nicht auf dem gleichen Weg zurückgewandert wird.

    Wo ich nicht mitgehe: Die Landschaft wird keineswegs unspannend.
    Es ist vielleicht ein netter Eindruck, quasi aus Panorama-Lage (Tengboche, Namche) auf die üblichen Verdächtigen zu schauen. Aber geh' mal auf Tuchfühlung mit den Bergriesen, stell Dich unter die Lhotsewand (Chuckung/-Ri) oder den Nuptse und lege den Kopf in den Nacken... mal einer Eislawine zuschauen, wie sie über Minuten (!) zu Tal fällt oder eine kleine Windböe Dir Eiskristalle ins Gesicht pustet. Wie willst Du sonst einen echten Eindruck von den höchsten Bergen der Welt bekommen?
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  3. Erfahren

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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #3
    Ich seh das ähnlich wie Flachlandtiroler. Bergab bist du deutlich schneller als Bergauf, die Etappen auf dem Hinweg sind ja bewusst kurz gewählt, damit der Höhenunterschied erträglich bleibt. Zurücklaufen ist also - wenn du die Zeichen nicht vorher schon zu lange ignoriert hast - i.d.R. ganz gut möglich.

    Einen Porter für den Rückweg kannst du dir wahrscheinlich im Notfall auch noch unterwegs buchen, da dürfte sich jemand finden. In einigen Orten gibt's sogar Anbieter, die dich mit dem Pferd runterbringen, wenn nichts mehr geht (oder dich auch halb bewusstlos noch hochbringen... ).

    Direkt "neben" Dingboche (dazwischen ist nur ein kleiner Kamm) liegt auch noch Pheriche mit einigen schönen Unterkünften und einem kleinen "Krankenhaus" (3 Betten) der Himalayan Rescue Association, die bei Höhenproblemen beraten und behandeln. In Pheriche/Dingboche ist die Auswahl an Unterkünften und der Gesamtkomfort noch sehr hoch, verglichen mit Lobuche und Gorak Shep. Da kannst du locker ein paar Tage verbringen, ggf. ne Tageswanderung zum Ama Dablam Basecamp machen und von dort zurück nach Lukla laufen. Das würde ich - wenn es dir in Dingboche schon nicht gut geht - dem "Durchquälen" nach Lobuche vorziehen.

  4. Erfahren

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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #4
    Oder Du bist konsequent von Anfang an, läßt den Schmarrn mit den Wikingern, läßt Dir hier oder im Treckingforum ne nette Agentur in Kathmandu empfehlen die Dir den Flug Kathmandu Lukla organisieren und nen Guide wenn Du brauchst, nimmst dir 2 Wochen mehr Zeit, läßt den blöden Heli weg und genießt einfach die Zeit dort in deinem Tempo.

  5. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #5
    Ich gehe davon aus, Heli&Wikinger&Itinerary sind genau den zweiwöchigen Osterferien geschuldet
    Meine Reisen (Karte)

  6. Anfänger im Forum

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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #6
    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Ich gehe davon aus, Heli&Wikinger&Itinerary sind genau den zweiwöchigen Osterferien geschuldet
    So sieht's aus. Als Lehrer in Hessen bin ich auf die Ferien festgenagelt. Im Sommer ist Monsun, im Winter ist es zu kalt, bleiben also nur die Oster- und Herbstferien und die sind nur zwei Wochen... daher ist das, was Wikinger da anbietet, für mich schon so ziemlich die optimale Reiseplanung in der zur Verfügung stehenden Zeit...

  7. Dauerbesucher

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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #7
    Zu Deiner 1. Frage:
    Sind alle machbar, keine Frage.

    Zu Fragen 2 und 3:
    Details dazu muß Dir eigentlich Dein Reiseveranstalter sagen, welche Notfallroutinen er im Falle eines Falles anbietet.

    Zur 4. Frage:



    Wer behauptet hinter Tengpoche läßt der Trek nach, hat imho keine Ahnung bzw. lügt. Ganz klarer Fall. Da oben fängt es erst so langsam an etwas spannender und beeindruckender zu werden...

    Und noch n Tip, wenn Du bis zum EBC läufst. Spar Dir das Lager. Da gibt es nix spannendes zu sehen, nicht mal den Everest selber.
    Wenn Du wirklich einen geilen Ausblick auf Everest, Lothse, Nuptse sowie den kompletten Khumbugletscher haben willst, obendrauf Deine absolute Ruhe, dann biege, wenn Ihr am Basecamp vom PumoRi vorbei kommt (wenige km vor dem EBC), nach links ab und steige so weit wie es Dir möglich ist Richtung Lager 1 vom PumoRi auf (ca. 5800m, einfach).

    Und in einem Tag vom EBC nach Lukla zurück zu laufen, kann man machen, ist aber dann Hochleistungssport vom Allerfeinsten.

  8. Gerne im Forum

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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #8
    Habe den zweiten Thread hier erst jetzt gesehen, hab ja in Thread 1 schon was geschrieben.

    danke @n tuan: für den Pumori-Tipp, werde ich bald mal ausprobieren

    Also, dass es nach Thengboche uninteressant wird, ist wirklich Quatsch, da stimme ich mit tuan vollkommen überein.
    Ab da wirds erst richtig interessant.
    Klar hinter Pangboche ist man irgendwann über der Baumgrenze, aber geht man zum Everest, um nur Alpenlandschaften zu sehen?

    EBC dagegen finde ich einfach schon deshalb ein Muss, weil es eben das EBC ist. Eben weil es legendär ist-
    Wozu macht man den EBC Trek denn sonst überhaupt? Wenn man den besten Blick auf die Berge und den Everest sucht, dann sollte man eh meiner Meinung nach über den Renjo La gehen, am besten von der Thame-Seite, doch das ist eine andere Geschichte...

    Und ich habe jetzt mal von meinen letzten Nepaltrips die besten Fotos drucken und rahmen lassen, und wie es so will, das Bild vom EBC gefällt mir eigentlich am besten
    Und du sagst ja selbst du willst die Atmosphäre der Peaksaison schnuppern, Peaksaison oder Climbing Saison meinst du?. Also letzteres könnt ich nachvollziehen. Was du allerdings toll an vollen Trails und vollen Lodges findest, würde mich mal interessieren....

    Ich findet, dass gerade die low-off saison in den Haupttrekkinggebieten fast nur Vorteile bietet. Alles preiswerter, Hotels, Flüge etc.
    Lodges kann man sich aussuchen, man bekommt die besten Zimmer für lau. Man kommt besser in Kontakt mit den Einheimischen. Das Essen ist frischer und man hat nicht dauernd irgendwelche Trekker vor der Kamera oder die einem den Weg versperren.....


    Generell finde ich, dass du das ganze auf dich zukommen lassen sollst.
    Und dir nicht alles madig machen lassen von irgendwelchen Gerüchten und Meinungen.

    Es wird echt viel viel Unsinn verbreitet, was dem einen gefällt/missfällt kann bei dir genau andersherum zu sein
    Ehrlich gesagt halte ich auch nichts davon, dass du planst von Anfang an dein eigenes Ding zu machen.
    Du wanderst in einer Gruppe und solltest dich dementsprechend auch verhalten, denn mit unnötigen Alleingängen, gehst du nur deer Gruppe und den Guides auf den Nerven, diese tragen schließlich die Verantwortung und müssen dich im Zweifel suchen.

    Außerdem kann es ja auch mit der Gruppe Spaß machen, und sicher findest du auch jemand, der mit dir auf einer Wellenlänge schwebt und dann wirst du den Plan, dich abzusondern, vielleicht ganz schnell vergessen.

    Und auch den anderen Teilnehmern bist du irgendwie auch verpflichtet mitzuspielen. Die haben sich wie auch du nun mal für ne Gruppenreise entschieden. Auch du hattest die Wahl...

    Und ja, du wirst allein eventuell Probleme mit Unterkünften bekommen, aber nur an bestimmten Schlüsselstellen.

    So eine ist vor allem auch eben Gorakshep

    Ganz oben kannst du sicher etwas flexibel sein, daher haben die vermutlich auch die 2 Nächte in Gorakshep eingeplant, auch für Leute, die viell. doch noch einen Zwischenstopp brauchen oder den Kalo Pathar zum Sonnenuntergang besteigen, nur so kann ich die Planung nachvollziehen.

    Was die Exit-Strategien betrifft wegen Höhenkrankheit, dafür hast du schließlich ne teure Reise gebucht. D.h. die Guides werden sich in dem Falle um dich kümmern und dich auch nach unten begleiten sollte es dir wirklich schlecht gehen, vermutlich reicht es bis Pangboche abzusteigen, von hier würdest du in 2 Tagen zurück nach Lukla kommen, wobei der letzte Anstieg hinauf nach Lukla durchaus anstrengend ist.
    Wenn 3s dir also in Lobuche schlecht geht, hättest du Zeit genug un zu Fuss nach Lukla zurückzuwandern. Ich gehe davon aus dass der Flug zurück nach ktm erst für den darauffolgenden Tag (nach dem Heli-Flug geplant ist)
    Du könntest aber auch z.b. nach Periche oder Pangboche absteigen und pünktluch zum Heliflug wieder hoch

    In ganz schlimmen Fällen würde man dich aber eh mit dem Hubschrauber ausfliegen
    Geändert von Nepalflo (16.01.2019 um 10:43 Uhr)

  9. Lebt im Forum
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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #9
    Lieber highrider, das was Du da grade machst...ist genau das was ich immer wieder sage

    Du machst Dich selber schon im Vorfeld vollkommen kirre.

    (Ich habs bisher zwar erst auf die abendlichen Lodgegespräche bezogen...aber schon 3 Monate vorher geht's sicher auch!)

    Die "Exit Strategie übernimmt im Falle des Falles schon die Reiseleitung.
    Ich glaub nicht dass Dich ein deutscher Reiseveranstalter (bzw. beauftragte Agentur) (zwecks Rechtlichen und Versicherungstechnischen Zwängen) einfach "Alleine" losdackeln lässt..


    Und "Wenn" dann wäre nur so eine Variant "hübsch"


    AB Dingboche.

    (Wenns Dir vor/beim/nach dem akkl. Tag (Tag8 …9??)nach Chukung Schxx geht:

    10/9: Dingboche > Phortse 12KM / /160 \700 (ab Pangboche nördlich vom Imja Khola bleiben und den "einsamen kleinen" Weg nehmen)
    11/10: Phortse > Monjo 15KM / /500 \1500
    12/11: Monjo > Lukla 13KM / /400 \400
    Tag 13/12: Flug von Lukla nach Kathmandu

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  10. Anfänger im Forum

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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #10
    Ehrlich gesagt halte ich auch nichts davon, dass du planst von Anfang an dein eigenes Ding zu machen.
    Nee, plane ich nicht, das kam wohl falsch rüber. Ich bin schon absolut gruppentauglich und füge mich sehr gut ein. Es ging hier lediglich um Strategien für den Fall, dass ich vor Ort merke, dass das Ding eine Nummer zu groß für mich ist, da ich ja, wie gesagt, keinerlei Erfahrungen mit Höhentrekking habe. Selbstverständlich gehe ich da optimistisch ran, aber es ist für mich persönlich beruhigender, wenn ich weiß, dass ich z.B. von Dingboche noch locker zurücklaufen könnte, wenn es mir nicht gut geht.

    Letztlich geht es hier ja auch darum zu vermeiden, dass man $5000 für eine Heli-Evakuierung hinblättern muss... da ist es doch cleverer, nicht bis zum Äußersten zu gehen, sondern falls man merkt, dass die Höhe einen überfordert, lieber zurückzugehen als dann für $5000 von Lobuche ausgeflogen werden zu müssen.

    Was die Exit-Strategien betrifft wegen Höhenkrankheit, dafür hast du schließlich ne teure Reise gebucht. D.h. die Guides werden sich in dem Falle um dich kümmern und dich auch nach unten begleiten sollte es dir wirklich schlecht gehen
    Da bin ich mir nicht so sicher. Das machen sie vielleicht, wenn ich kurz vorm Kollabieren bin, aber sicher nicht, wenn es mir einfach nicht mehr so gut geht und ich deshalb nicht mehr weiter aufsteigen möchte.

    In ganz schlimmen Fällen würde man dich aber eh mit dem Hubschrauber ausfliegen
    In den Unterlagen, die ich von Wikinger bekommen habe, wird übrigens unter dem Punkt Versicherung mit keinem Wort erwähnt, dass es unbedingt anzuraten ist, eine Auslandskrankenversicherung zu haben, die auch so eine Heli-Evakuierung zahlt. Das tun nämlich längst nicht alle... so viel nur zum Thema, dass ich bei Wikinger das Rundum-Sorglos-Paket habe.... wenn man sich da nicht selbst informiert, ist man glaube ich ziemlich schnell am A....

    Ich glaub nicht dass Dich ein deutscher Reiseveranstalter (bzw. beauftragte Agentur) (zwecks Rechtlichen und Versicherungstechnischen Zwängen) einfach "Alleine" losdackeln lässt..
    Naja, wenn's mir nicht gut geht, können sie mich ja wohl kaum zwingen, noch weiter aufzusteigen...

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    Ups, stimmt, ändere ich gleich

  11. Gerne im Forum

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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #11
    Das wundert mich, dass wikinger zum thema versicherung nichts sagt. Erstmal solltest du herausfinden, ob nicht eine inkludiert ist.

    2. Falls nicht, ist dringend eine abzuschliessen.

    Und zwar eine Auslandskrankenversicherung, die Bergung und Suche über mindestens 10.000 Euro versichert.

    Solche versicherungen kosten gar nicht viel.
    Hab aktuell nicht geguckt, aber vor nem jahr gabs von ergo für 10euro im Jahr inklusive 10.000 euro Bergung.

    Eine normale auslandskrankenversicherung zahlt nur die rettung. Die bezahlen auch den Heli, aber nur wenn es medizinisch notwendig ist und schon gar nicht wenn nach dir gesucht werden muss.

    Wenn du häufiger in den Bergen bist empfehle ich dir Mitglied im ÖAV zu werden, da das Paket sehr umfangreich ist und die Bergung ganzjährig und bei 25.000 euro liegt. Mitgliedschaft ca. 60 euro im Jahr . Und hüttenrabatte aller alpenvereine inklusive

  12. Lebt im Forum
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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #12
    Zitat Zitat von highrider Beitrag anzeigen

    Naja, wenn's mir nicht gut geht, können sie mich ja wohl kaum zwingen, noch weiter aufzusteigen...
    neee sicherlich nicht...aber "sie" werden dich auf schnellstem, direkten Weg runter bringen …..

    Aber, nochmal, sei viel entspannter, am End klappt alles reibunglos...oder etwas vollkommen ungeplantes wie ein eingewachsener Zehnagel oder ne Zahnwurzel Entzündung rafft Dich dahin ..

    Vielleicht bin ich da zu blauäugig...in 14 Tagen geht der Flieger Richtung 5900m …. immerhin hab ichs seit Weihnachten geschafft 4X auf der Abendrunde gelaufen (à 1,5h) zu sein UND ne Impfung zu machen!


    Jetzt steht noch Friseur und der Bankomat auf der ToDo Liste...jetzt hör auch mich auch noch nervös zu machen

  13. Gerne im Forum

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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #13
    Wo gehts denn bei dir hin? Sollte es nach Nepal gehen. Ich kenn in ktm einen sehr guten. Inklusive robuster Kopfmassage.

  14. Lebt im Forum
    Avatar von derSammy
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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #14
    Anderer Kontinent

  15. Gerne im Forum

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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #15
    Kilimanjaro? Wenn du 5 m hochspringst sind es 5900 m. Oder die Träger bilden eine menschliche pyramide...
    Impfung klingt ja auch schon sehr nach Afrika... Malaria

  16. Dauerbesucher

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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #16
    Prinzipiell kann ich mich nur den anderen hier anschließen, nicht zu stark verkopfen und am besten ohne Gruppe gehen (wozu braucht man die dort?), sowie am besten woanders hin als zum basecamp (vielleicht nach gokyo?).

    Zitat Zitat von highrider Beitrag anzeigen
    Da man im Internet lesen kann, dass die Höhenkrankheit überproportional häufig bei Teilnehmern von Reisegruppen auftritt, da sich dort anscheinend Leute aus Gruppenzwang zum Weitergehen entscheiden, obwohl der Körper andere Signale sendet, frage ich mich, welche Exit-Strategien ich während des Treks habe.
    Ja, Höhenkrankheit meist bei Reisegruppen sowie Trägern (die kommen ja mittlerweile eigentlich alle aus dem Flachland).



    Zitat Zitat von highrider Beitrag anzeigen
    Exit 1: Sich in Tengboche von der Gruppe trennen und allein wieder zurück nach Lukla laufen. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr gefällt mir diese Option. So wie ich das verstanden habe, ist alles hinter Tengboche landschaftlich sowieso nicht mehr so spannend, daher könnte ich doch, falls ich vor Ort feststelle, dass ich nicht mehr höher gehen will, von Tengboche ganz entspannt zurück nach Lukla laufen, mir die Gegend anschauen und hätte dann quasi diese bewährte Tour ( https://www.outdoorseiten.net/forum/...teiger-machbar ).
    Da würde ich zu bedenken geben dass es zwischen Tengbochen und Namche nochmal ein ganzes Stück rauf geht. Wenns einem nicht gut geht evtl. nicht die einfachste Sache...


    Zitat Zitat von highrider Beitrag anzeigen
    Exit 2: Von Dingboche nach Lukla alleine zurücklaufen. Hier bin ich mir aber nicht sicher, ob das zeitlich noch hinhaut. Vielleicht kann da mal jemand eine qualifizierte Einschätzung abgeben? (siehe Itinerary oben!)
    Was sollte denn da zeitlich nicht hinhauen? Kommt natürlich drauf an wie fit man ist etc. aber wenn man das nicht in 2 Tagen schafft, schaffts mans vmtl. schon garnicht in 6 da hoch. Trotzdem Gegenanstieg beachten, siehe oben.



    Zitat Zitat von highrider Beitrag anzeigen
    [*]was passiert mit dem Gepäck? Falls ich alleine zurücklaufe, habe ich ja das Problem, dass ich dann keinen Porter mehr habe, d.h. ich müsste die Essentials dann in meinen Rucksack umpacken, aber das sollte ja kein Problem sein, denn es geht dann ja vor allem abwärts, oder?
    Naja, darum würd ich mir keine Sorgen machen. Entweder du heuerst halt selbst nen Träger an (von oben nach unten komischerweise teils schwierig, kriegt man aber schon hin) oder lässt es bei der Gruppe. Ehrlich gesagt ist mir sowieso immer nicht ganz klar was die Leute da alles den Trägern geben, gerade auf so einem durchorganisierten Trek braucht man doch fast nix...



    Zitat Zitat von highrider Beitrag anzeigen
    [*]wie sieht es aus mit spontanen Übernachtungen? Wenn ich alleine zurücklaufe, muss ich ja spontan irgendwo unterkommen. Ist das überhaupt möglich oder kann es sein, dass ich dann auf einmal ohne Bett da stehe? Es ist ja Hochsaison....
    Sehe ich kein entscheidendes Problem. In der richtigen Hauptsaison war ich da nie, aber im Frühjahr ist m.W. nicht alles voll (eher im Herbst) und man wird dich schon nicht draußen übernachten lassen...



    Zitat Zitat von highrider Beitrag anzeigen
    [*]ist es im Allgemeinen problematisch dort alleine unterwegs zu sein aus irgendwelchen Gründen?
    prinzipiell nein. das sind trekkingautobahnen dort. allerdings, wenn es einem wegen der höhe schlecht geht ists halt vielleicht nicht so schlau (wenn wirklich höhenkrank ohnehin nicht).

  17. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #17
    Zitat Zitat von highrider Beitrag anzeigen
    Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien

    bin ich ab dem 12. April Gefangener einer Reisegruppe

    Für mich persönlich ist es ehrlich gesagt überhaupt nicht wichtig, im Basecamp oder auf dem Kala Patthar gewesen zu sein.
    Ich will einfach nur mal im Solukhumbu gewesen sein und ein bisschen die Atmosphäre zur Highseason aufschnappen.

    von der Gruppe trennen und allein wieder zurück nach Lukla laufen. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr gefällt mir diese Option.
    Wenn ich das richtig verstehe, hast du dich freiwillig zu dieser Tour angemeldet.

    Ganz ehrlich:
    Warum buchst du überhaupt eine Gruppenreise, wenn dir das von vornherein nicht passt und du sowieso erwägst, die Gruppe zu verlassen und einen Teil der Tour alleine zu gehen?
    Warum buchst du eine Tour zum EBC, wenn du da gar nicht hin willst?

    Solche Teilnehmer, denen von Anfang an alles zuwider ist, sind ein Graus und eine echte Belastung für jeden Guide und für jeden anderen Teilnehmer der Tour.

    Daher meine Empfehlung für deinen Exit:
    Verlasse die Gruppe, bevor du die Reise antrittst.
    Fahr alleine nach Nepal und mach die Tour so, wie du sie haben willst.
    In Nepal kann man ganz wunderbar seine Trekkingtouren selbst organisieren.
    Hab ich auch gemacht.

    Ich gehe am liebsten alleine wandern.
    Wenn ich mich aber mal für eine Gruppentour entscheide, dann stehe ich auch dazu, trage meinen Teil zum Gelingen der Tour bei, lasse mich auf eine gemeinsame Reise mit anderen ein und mir ist bewusst, dass das für mich auch bedeutet Kompromisse einzugehen.

    Wer das nicht will, sollte eine Reisegruppe nicht mit seiner Anwesenheit unnötig nerven.
    Kalender *Papageitaucher 2019*
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  18. Lebt im Forum
    Avatar von derSammy
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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #18
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Wer das nicht will, sollte eine Reisegruppe nicht mit seiner Anwesenheit unnötig nerven.


    om mani padme hum....


    Somit schliesst sich der Kreis..

    Die Wikingergruppe besteht (geschätzt) aus 12 Teinehmern..

    3 Sind Körperlich und Mental Top Fit und freuen sich auf die Reise

    3 Blauäugig und entspannt und freuen sich auf die Reise

    6 Scheissen sich Monatelang vorher immer noch fester in die Hose und freuen sich schon gar nimmer recht auf die Reise...

    Preisfrage: Wie wird die Reise enden...

  19. Anfänger im Forum

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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #19
    Warum buchst du überhaupt eine Gruppenreise, wenn dir das von vornherein nicht passt und du sowieso erwägst, die Gruppe zu verlassen und einen Teil der Tour alleine zu gehen?
    Wie schon mehrfach erwähnt, war ich bei der Buchung etwas blauäugig und habe nicht genügend zur Höhenkrankheit recherchiert. Ich war in Tibet und in Südamerika schon auf 4500m und hatte keinerlei Probleme - nicht mal Kopfweh - und dachte einfach, dass die 500m bis 800m höher auf dem EBC Trek jetzt nicht so wahnsinnig Probleme machen werden. Laut Google scheint es aber doch so zu sein, allein im November 2018 soll es auf dem EBC Trek 12 Tote gegeben haben!

    Und es geht hier wirklich nur um den Fall (wie oben schon erwähnt), dass es mir körperlich nicht mehr so gut geht, sodass ich nicht mehr weiter aufsteigen möchte. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass das Dümmste, was man in diesem Falle machen kann, ist, aus Gruppen-Pflichtgefühl gegen die Signale des Körpers weiter aufzusteigen. Und genau das will ich vermeiden, daher meine Suche nach geeigneten Exit-Strategien - nur für den Fall des Falles! Wenn's keine größeren Probleme gibt, bleibe ich selbstverständlich sehr gern bei der Gruppe und natürlich würde ich schon gerne bis zum EBC kommen, aber es geht auch keine Welt unter, wenn ich es nicht so weit packe. Dann lieber ohne HAPE und HACE wieder lebend runter kommen.

    Die Wikingergruppe besteht (geschätzt) aus 12 Teinehmern..

    3 Sind Körperlich und Mental Top Fit und freuen sich auf die Reise

    3 Blauäugig und entspannt und freuen sich auf die Reise

    6 Scheissen sich Monatelang vorher immer noch fester in die Hose und freuen sich schon gar nimmer recht auf die Reise...

    Preisfrage: Wie wird die Reise enden...
    Ich fürchte da liegst du falsch. Auf der Wikinger-Seite gibt es sogar Erfahrungsberichte der Tour von Teilnehmern. Zu dieser Reise ist genau ein Reisebericht online (hier mal der Link: https://www.wikinger-blog.de/rb/trek...cht_3330T.docx )

    Dort lesen wir folgendes:

    Die letzte bewohnte Ortschaft vor dem Everest heißt Gorak Shep (5.140m). Es geht vorbei an der „Pyramide“ (einer italienischen Forschungsstelle), über den Lobuche Pass (5.110m) bei -4C°, der letzte Teil der Strecke dann über Blocksteine hinunter nach Gorak Shep. Die Gruppe will nicht weitermachen. Also steigen wir nur zu zweit hoch. Ngawang, der Guide, gibt das Tempo vor und wir erreichen in zwei Stunden und zwanzig Minuten das Everest Base Camp.
    In anderen Worten: Nur ein einziger Teilnehmer der Gruppe, nämlich der Autor des Erfahrungsberichts, hat es überhaupt bis zum Base Camp gepackt. Ok, man weiß nicht, wie groß die Gruppe war, aber beruhigend ist es natürlich nicht gerade zu hören, dass quasi die ganze Gruppe streikt... dann müssen die ja schon ziemlich fertig gewesen sein

  20. Lebt im Forum
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    AW: Nieder mit dem Gruppenzwang: Exit-Strategien auf EBC Trek

    #20
    Die Gruppe bestand aus 4 Trekkern

    "Wir sind eine kleine Gruppe von vier Trekkern"


    Leider fehlt im Bericht beim Gipfel vom Kalen Platten ob er dann auch wieder nur alleine war..

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