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  1. Erfahren
    Avatar von Lefu
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    Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #1
    Ich bin momentan am überlegen, ob ich mir für Trekkingtouren in Skandinavien ggf. statt einem klassischen Trekkingstiefel einen typischen Kampfstiefel zulege und wollte mich folglich einmal umhören, welche Erfahrtungsberichte hierzu ggf. existieren.

    Im Vorfeld hatte ich verschiedene Stiefelmodelle in der Verwendung. Vom klassischen Meindl- Vollederstiefel über das Modell Haix-Nebraska über den BW-Kampfffstiefel zum hochschaftigen Lundhags.

    Nachdem nach gerade mal drei Touren bereits die Membran des Haix-Stiefels durch und der Stiefel undicht wurden, bin ich eher an einem guten Volllederprodukt interessiert, würde jedoch auch einem Membranschuh eine Chance geben.
    Auch wenn meine Hacken mir die Anschaffung des Stiefels von Lundhags nicht gedankt haben, finde ich das Konzept des hohen Schafts sehr praktisch und bin ohnehin ein großer Fan meiner klassischen BW-Kampfstiefel, welche ich nach der Zeit in der Armee übernommen habe - man kann halt einfach mal eben in einen Wasserlauf hineintreten, ohne dass es einem in den Schuh schwappt ;)

    In der Folge überlege ich derzeit, ob ich denn zwingend auf einen klassischen Wanderstiefel zurückgreifen sollte, der ja mit eher niedriegem Schaft und meist steiferer Sohle daherkommt. Letzters ist ja auch nur bedingt praktikabel bei felsigem Gelände - wie es bei meiner letzten Tour in der Hardangervidda der Fall war - hätte ich mir beim Stiefel von Lundhags hier und da eine etwas flexiblere Sohle gewünscht.


    Mich würde nun in erster Linie interessieren, ob der eine oder die andere ggf. erfolgreich mit typischen Kampfstiefeln in Skandinavien unterwegs war - vll ja insbesondere mit Modellen wie den folgenden:

    Stiefel Haix Ranger GSG9-X
    Stiefel Haix Ranger GSG9-S
    Stiefel Haix Ranger BGS
    BW Kampfstiefel (Habe ich und finde ich sehr bequem... vll mal Filzeinlagen dafür anschaffen)
    Einsatzstiefel adidas GSG 9.2 (Wobei mir der doch etwas arg leicht erscheint - soll aber sehr bequem sein)

    Auf der anderen Seite hätte ich eine Auswahl typischer Trekkingstiefel

    Meindl Vakuum
    Stiefel Haix Nebraska Pro
    Stiefel Haix KSK Elite
    Haix BW Bergschuh KSK 3000
    Haix BW Bergschuh leicht

    Eine wirkliche Auswahl von Vollederstiefeln suche ich in Norddeutschland bisher vergeblich^^

    Generell bin ich für allerlei Tipps offen und die Gegenüberstellung von Punkten, welche mir bisher nicht bewusst waren.

  2. Fuchs
    Avatar von Pfiffie
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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #2
    Hi

    Ich habe die GSG9 x. Bin nach wie vor von den Dingern begeistert, gerade wegen der guten Passform (beim ersten mal 20km, keine Druckstellen, keine Blasen). Auch wegen meiner Knie ist der Schuh extrem gut gedämpft.

    Dichtigkeit? Bei GoreTex? Naja, das kommt wohl auf die Creme und die Pflege an. Dicht sind sie nicht (für GoreTex und mein rechten Schuh nicht betrachtet aber sehr gut abgedichtet), mein rechter Schuh fühlt sich nach der ersten großen Pfütze schon merkwürdig an. Was mir nicht gefällt ist das nach einer weile vorne der Schutzgummi an den Knickstellen sich mehr und mehr ablöst.

    Ich werde mir ihn wieder kaufen, was besseres hab ich noch nicht gesehen. Vollleder wie bei Lundhags wäre toll für mich (allerdings müssen die ne weile eingelaufen werden), aber so was gibt's nicht in meiner Größe.

    Edit: Ich war damit in Lappland, allerdings wars dort sehr trocken dieses Jahr und letztes Jahr waren sie gerade neu in Lappland und ich hatte Willmas Stiefelfett drauf
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  3. Fuchs
    Avatar von entropie
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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #3
    Warum denn die GSG9 variante? Die Airpower p9 zb. klingen doch für deinen einsatz viel geeigneter.

    Ich hab meine seit 10 jahren und ich find den schuh super. In skandinavien waren wir aber noch nicht.

    Was den membran angeht; ich würde mich unbedingt an den HAIX support wenden bzw. die schuhe einschicken.
    Mir ist 3 mal nach jeweils ungefähr 18 monaten die sohle gebrochen und ich habe die ersten beiden male neue schuhe zugeschickt bekommen, beim letzten mal wurde "nur" die sohle getauscht.
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  4. Erfahren
    Avatar von Lefu
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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #4
    Zitat Zitat von Pfiffie Beitrag anzeigen
    Hi

    Ich habe die GSG9 x. Bin nach wie vor von den Dingern begeistert, gerade wegen der guten Passform (beim ersten mal 20km, keine Druckstellen, keine Blasen). Auch wegen meiner Knie ist der Schuh extrem gut gedämpft.

    Dichtigkeit? Bei GoreTex? Naja, das kommt wohl auf die Creme und die Pflege an. Dicht sind sie nicht (für GoreTex und mein rechten Schuh nicht betrachtet aber sehr gut abgedichtet), mein rechter Schuh fühlt sich nach der ersten großen Pfütze schon merkwürdig an. Was mir nicht gefällt ist das nach einer weile vorne der Schutzgummi an den Knickstellen sich mehr und mehr ablöst.

    Ich werde mir ihn wieder kaufen, was besseres hab ich noch nicht gesehen. Vollleder wie bei Lundhags wäre toll für mich (allerdings müssen die ne weile eingelaufen werden), aber so was gibt's nicht in meiner Größe.

    Edit: Ich war damit in Lappland, allerdings wars dort sehr trocken dieses Jahr und letztes Jahr waren sie gerade neu in Lappland und ich hatte Willmas Stiefelfett drauf
    Es erscheint mir vielfach etwas problematisch mit den Stiefeln von Haix - die scheinen erhebliche Quallitätsmängel aufzuweisem im Bereich Sohlen und Membran. Bin mir dsa zunehmend unsicher, ob dass die gute Passform wert ist.

    Zitat Zitat von entropie Beitrag anzeigen
    Warum denn die GSG9 variante? Die Airpower p9 zb. klingen doch für deinen einsatz viel geeigneter.

    Ich hab meine seit 10 jahren und ich find den schuh super. In skandinavien waren wir aber noch nicht.

    Was den membran angeht; ich würde mich unbedingt an den HAIX support wenden bzw. die schuhe einschicken.
    Mir ist 3 mal nach jeweils ungefähr 18 monaten die sohle gebrochen und ich habe die ersten beiden male neue schuhe zugeschickt bekommen, beim letzten mal wurde "nur" die sohle getauscht.
    Angeschaut hatte ich von den Airpower-Modellen auch schon ein paar - grundsätzlich kämen die auch in Frage.
    Da mein Stiefel von 2011 stammt, fürchte ich, dass man mir kaum noch entgegenkommen wird im Support - zumal der mittlerweile auch nicht mehr hergestellt wird.

  5. Erfahren

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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #5
    Deine Auswahlliste ist mir zu Haix-lastig.

    Gibt es bei Euch keine Schuhe von Hanwag, La Sportiva, Lowa, Meindl, Scarpa, Salomon und wie sie alle heißen? Bei der Frage nach Herstellern von Trekkingschuhen würden mir nämlich diese zuerst einfallen.

  6. Dauerbesucher
    Avatar von karlson
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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #6
    Die BW Stiefel saugen sich auch bei guter Pflege bei einer Skandinavischen Schlammschlacht schnell voll und werden dann bis zum Tourende nicht mehr trocken - gilt im Grunde für alle Volllederstiefel. Wäre mir nix, ist ja schon bei Lundhags grenzwertig. Ein Anteil der Lundhags wertvoll macht ist der Verzicht auf ein Futter. Ich kenn einige Norweger die gerne mit den Basic Armeebotten da oben unterwegs sind. Die Dinger gibts auch noch neu: Alfa M77. Wenn alles durchgesuppt ist einfach auskippen und neue Socken an. In diesem Bereich gibt es allerdings nicht viel Auswahl und die ollen Dinger sind vom Komfort her nicht das wahre. Das einzig vergleichbare was mir auf dem zivilen Markt einfällt war der Haglöfs Barken, der wird aber nicht mehr produziert.

    Alternativ gibt es ein paar Stiefel mit Kunstfaserfutter ohne Membran. Die sind nur so dicht wie n Lederstiefel, trocknen aber schneller als Gore und Lederbotten. Auch hier gibts nicht viel Auswahl (Lowa Patrol Boot und diverse Altberg). Den Altberg Defender bekommt man z.B. neu recht günstig bei ebay, allerdings hat der wie viele Kampfstiefel keinen besonders guten Seitenhalt.

    Hohe Goreschuhe gibt es auch diverse von den klassischen Trecking Herstellern. Sowohl deren Militär, als auch Jagdlinien sind voll mit vernünftigen (Meind Army Pro & Dovre, Hanwag Brenner, Lowa Combat, ...). Die Membran ist im Grunde bei allen gleich schnell im Arsch. Ich habe das selbe Problem, die Antwort heißt bei mir Reklamationsschleife und als Backup auf Tour Gore Socken. Lundhags sind mir regelmäßig zu schnell kaputt, was bei dem Preis inakzeptabel ist.
    Most problems in life can be solved with paracord. For everything else, there is ductape!

  7. Freak Liebt das Forum

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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #7
    Was geht denn an einem Lundhag "kaputt" ?
    "adventure is a sign of incompetence"

    Vilhjalmur Stefansson

  8. Dauerbesucher
    Avatar von karlson
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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #8
    Risse im Gummiteil, gebrochene Brandsohle, Nähte am Schaft gehen auf, abgelöste Sohlen, ... Alles schon gehabt bei verschiedenen Modellen (Ranger, Professional, Syncro). Ob sich seit der Übernahme durch Swix etwas Positives an bei der Qualität getan hat kann ich nicht sagen.
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  9. Erfahren
    Avatar von Lefu
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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #9
    Zitat Zitat von karlson Beitrag anzeigen
    Die BW Stiefel saugen sich auch bei guter Pflege bei einer Skandinavischen Schlammschlacht schnell voll und werden dann bis zum Tourende nicht mehr trocken - gilt im Grunde für alle Volllederstiefel. Wäre mir nix, ist ja schon bei Lundhags grenzwertig. Ein Anteil der Lundhags wertvoll macht ist der Verzicht auf ein Futter. Ich kenn einige Norweger die gerne mit den Basic Armeebotten da oben unterwegs sind. Die Dinger gibts auch noch neu: Alfa M77. Wenn alles durchgesuppt ist einfach auskippen und neue Socken an. In diesem Bereich gibt es allerdings nicht viel Auswahl und die ollen Dinger sind vom Komfort her nicht das wahre. Das einzig vergleichbare was mir auf dem zivilen Markt einfällt war der Haglöfs Barken, der wird aber nicht mehr produziert.

    Alternativ gibt es ein paar Stiefel mit Kunstfaserfutter ohne Membran. Die sind nur so dicht wie n Lederstiefel, trocknen aber schneller als Gore und Lederbotten. Auch hier gibts nicht viel Auswahl (Lowa Patrol Boot und diverse Altberg). Den Altberg Defender bekommt man z.B. neu recht günstig bei ebay, allerdings hat der wie viele Kampfstiefel keinen besonders guten Seitenhalt.

    Hohe Goreschuhe gibt es auch diverse von den klassischen Trecking Herstellern. Sowohl deren Militär, als auch Jagdlinien sind voll mit vernünftigen (Meind Army Pro & Dovre, Hanwag Brenner, Lowa Combat, ...). Die Membran ist im Grunde bei allen gleich schnell im Arsch. Ich habe das selbe Problem, die Antwort heißt bei mir Reklamationsschleife und als Backup auf Tour Gore Socken. Lundhags sind mir regelmäßig zu schnell kaputt, was bei dem Preis inakzeptabel ist.
    Haix ist in er Liste nur so dominant, weil sie eine für meinen Fuß ausgezeichnete Passform aufweisen ;) Darauf folgt Meindl und dann Hanwag. Die Stiefel von Hanwag fallen leider allesamt recht schmal aus und die fordere Sohle ist gerunbdet zum abrollen - das finde ich eher gewöhnungsbedürftig. Meindl... hier fehlten mir bisher entsprechende Stiefel der passenden Größe, in den umligenden Geschäften - finde die Modelle aber oftmals vielversprechend.

    2016 hatte ich in der Hardangervidda noch meinen Haix Nebraska an, welcher dann nab dem 2. Tag durchgängig nass war - die Membran schien auf dem Fußrücken einfach durch zu sein. Etwas traurig, nachdem der Schuh zwar 2011 ferkauft wurde, aber an sich weniger Touren erlebt hat, als ich Finger an einer Hand habe.

    Nachdem ich nun recht oft gelesen habe, dass die Membranen in den Haix-Stiefeln sehr oft verschlissen sind, ist mir meine Liste derzeit auch zu haixlastig ;)

    Ich denke, dass reines Gewebe ohne Membran eher enicht viele Vorteile hätte - ich finde Leder einfach schöner - aber muss mir das vll mal näher ansehen.
    Mir gefiel an sich das Konzept von Lundhags sehr gut. Es kommt kaum etwas rein und wenn doch saugt sich ein nichtvorhandenes Futter eben nicht voll - aber dann brauche ich Ersatzhacken für Unterwegs ;)

    Ich könnte mir vorstellen, dass mein in schwarzer Schuhcreme eingelegter BW-Kampfstiefel dem recht nahe kommen kann - zumindest wenn ich da eine neue Sohle von Vibram aufziehen lasse - Grip und Profil sollten schon sein. Den könnte ich dann auch auskippen wenn nötig ;) Hatte mit diesen Stiefeln aber nie wirklich Probleme, wenngleich ich damit auch noch nie im Fjell war.

  10. Freak Liebt das Forum

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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #10
    Zitat Zitat von karlson Beitrag anzeigen
    Risse im Gummiteil, gebrochene Brandsohle, Nähte am Schaft gehen auf, abgelöste Sohlen, ... Alles schon gehabt bei verschiedenen Modellen (Ranger, Professional, Syncro). Ob sich seit der Übernahme durch Swix etwas Positives an bei der Qualität getan hat kann ich nicht sagen.
    Ja, es hat sich was getan.
    Also sind solche pauschalen Urteile Blödsinn.Würden obige Schäden gehäuft auftreten, gäbe es den Verein schon nicht mehr.
    "adventure is a sign of incompetence"

    Vilhjalmur Stefansson

  11. AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #11
    Zitat Zitat von Lefu Beitrag anzeigen
    Nachdem nach gerade mal drei Touren bereits die Membran des Haix-Stiefels durch und der Stiefel undicht wurden, bin ich eher an einem guten Volllederprodukt interessiert, würde jedoch auch einem Membranschuh eine Chance geben.
    Auch wenn meine Hacken mir die Anschaffung des Stiefels von Lundhags nicht gedankt haben, finde ich das Konzept des hohen Schafts sehr praktisch und bin ohnehin ein großer Fan meiner klassischen BW-Kampfstiefel, welche ich nach der Zeit in der Armee übernommen habe - man kann halt einfach mal eben in einen Wasserlauf hineintreten, ohne dass es einem in den Schuh schwappt ;)
    Ich habe Erfahrungen mit den jetzt auslaufenden Kampfstiefeln der Bw und den Modellen davor bis zurück in die 90er. Diese Stiefel waren in erster Linie günstig in der Anschaffung (Wehrpflicht), mit viel Schuhcreme zwar relativ dicht zu bekommen aber eben nicht auf Haltbarkeit ausgelegt. Bei längerem Kontakt mit Wasser lassen alle Modelle irgendwann Wasser durch.

    Wenn du nur teilweise durch Gelände mit knöchelhohem Wasser oder Schlamm wanderst, ansonsten aber über Fels etc. und gleichzeitig auf Militärkram stehst, wäre vielleicht eine Kombination aus modernem Wanderschuh - passend zu Gelände und Wetter - und sowas hier eine Alternative: https://www.bundeswehr-und-mehr.de/a-1968/

    Übrigens hat sich die Bw inzwischen auch von den alten Kampfstiefeln verabschiedet und stellt jetzt mit dem neuen "Kampfschuhsystem Streitkräfte" auf moderne Schuhe um. Dabei bekommt jede/r Soldat/in 2 Paar schwere und ein Paar leichte Kampfstiefel, Hersteller sind Meindl, Haix und Lowa (letztere wohl nur für Soldatinnen). Die Soldaten können sich selbst für einen Hersteller entscheiden, der Anprobeprozess hat dabei ein wenig was von Globetrotter

  12. Fuchs
    Avatar von dominiksavj
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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #12
    Heiho,
    hast Du Dir den Hanwag Yukon mal angeschaut?
    Vollleder, wiederbesohlbar und erschwinglich.
    Ich hatte ihn im August 12 Tage im Sarek an bei Shitwetter und war zufrieden.
    Vorraussetzung ist natürlich das Du in Hanwag gut stehst.
    freedom's just another word for nothing left to lose

  13. Erfahren
    Avatar von Lefu
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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #13
    Zitat Zitat von kossiswelt Beitrag anzeigen
    Ich habe Erfahrungen mit den jetzt auslaufenden Kampfstiefeln der Bw und den Modellen davor bis zurück in die 90er. Diese Stiefel waren in erster Linie günstig in der Anschaffung (Wehrpflicht), mit viel Schuhcreme zwar relativ dicht zu bekommen aber eben nicht auf Haltbarkeit ausgelegt. Bei längerem Kontakt mit Wasser lassen alle Modelle irgendwann Wasser durch.

    Wenn du nur teilweise durch Gelände mit knöchelhohem Wasser oder Schlamm wanderst, ansonsten aber über Fels etc. und gleichzeitig auf Militärkram stehst, wäre vielleicht eine Kombination aus modernem Wanderschuh - passend zu Gelände und Wetter - und sowas hier eine Alternative: https://www.bundeswehr-und-mehr.de/a-1968/

    Übrigens hat sich die Bw inzwischen auch von den alten Kampfstiefeln verabschiedet und stellt jetzt mit dem neuen "Kampfschuhsystem Streitkräfte" auf moderne Schuhe um. Dabei bekommt jede/r Soldat/in 2 Paar schwere und ein Paar leichte Kampfstiefel, Hersteller sind Meindl, Haix und Lowa (letztere wohl nur für Soldatinnen). Die Soldaten können sich selbst für einen Hersteller entscheiden, der Anprobeprozess hat dabei ein wenig was von Globetrotter
    Meine Argumente für einen Kampfstiefel sind bisher:

    - hoher Schaft (Umknickschutz und man kann mal eben durch einen flachen Bach)
    - Volleder (robust und nicht nach kurzem Gebrauch durch, wie ein Membranschuh)
    - solide Wasserdichte, wenn gut gepflegt
    - meine alten Stiefel vom Bund passen wie angegossen
    - (mein Modell lässt sich noch neu besohlen)

    Ein wasserdichter Überschuh ist natürlich einen Gedanken wert, aber halt auch ein schwerer Klotz zum Schleppen - ich habe so schon immer Mühe meinen Rucksack unterhalb der Fluggepäckgewichtsgrenze zu halten ;)

    Zitat Zitat von dominiksavj Beitrag anzeigen
    Heiho,
    hast Du Dir den Hanwag Yukon mal angeschaut?
    Vollleder, wiederbesohlbar und erschwinglich.
    Ich hatte ihn im August 12 Tage im Sarek an bei Shitwetter und war zufrieden.
    Vorraussetzung ist natürlich das Du in Hanwag gut stehst.
    Ja, den hatte ich auch schon am Fuß. Etwas schmal, aber geht durchaus.
    Ich war nur kein großer Fan der gewölbten Sohle, welche einem das Abrollen erleichtert.

  14. Erfahren

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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #14
    Das Dir Hanwag zu schmal ist, ist schade. Ich war letztes Jahr in Schottland und dieses Jahr in Schweden mit meinen Hanwag Tatra Top unterwegs. “Top“ wegen dem ca. 4-5 cm höheren Schaft gegenüber dem Standardmodell.

    Den Tatra Top gibt es übrigens auch in Wide“

  15. Moderator
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    Avatar von MaxD
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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #15
    Den Yukon gibt es fur den üppigen Fuß auch in " wide ". Was aber letztlich nicht hilft, wenn man die Sohle nicht mag.
    ministry of silly hikes

  16. Erfahren
    Avatar von Lefu
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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #16
    Zitat Zitat von DasBushbaby Beitrag anzeigen
    Das Dir Hanwag zu schmal ist, ist schade. Ich war letztes Jahr in Schottland und dieses Jahr in Schweden mit meinen Hanwag Tatra Top unterwegs. “Top“ wegen dem ca. 4-5 cm höheren Schaft gegenüber dem Standardmodell.

    Den Tatra Top gibt es übrigens auch in Wide“
    Zitat Zitat von MaxD Beitrag anzeigen
    Den Yukon gibt es fur den üppigen Fuß auch in " wide ". Was aber letztlich nicht hilft, wenn man die Sohle nicht mag.

    Da werde ich noch mal gezielt nachschauen - war mir bisher nicht bekannt, dass es die auch in wide gibt.
    Sohlenform ist ja auch an sich auch nur Gewöhnung.


  17. Anfänger im Forum

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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #17
    Warum entweder oder ?

    Mit dem hast AKU Schwer 14 GTX Du beides

    Der Stiefel der Schweizer Armee für Gebirge und Arbeit.

    Der KS Schwer 14 GTX von Aku ist die erste Wahl der Schweizer Armee. Der Kampfstiefel ist äusserst robust und haltbar. Er ist aus hochwertigem Leder der Marke Perwanger. Perwanger produziert das ideale Bergschuhleder für extreme Anforderungen aus Rindshäuten aus dem Alpenraum, die bei der Fleischproduktion anfallen. Dazu sorgt ein Gummirand rundum für Schutz. Innen ist der Kampfstiefel leicht isoliert mit Gore-Tex Duratherm ausgerüstet und dadurch komplett wasserdicht. Auch bei der Sohle macht der Schuh keine Kompromisse und setzt auf die äusserst haltbare und griffige Fourà-Sohle von Vibram. Die Mittelsohle besteht aus Polyurethan und das Fussbett aus einer Mischung aus Glasfasern und extra steifem Ethylenvinylacetat (EVA). Der Stiefel ist bedingt steigeisenfest. Er eignet sich auch optimal für den Arbeitsbereich in Landwirtschaft und Forst sowie alle, die einen extrem haltbaren Schuh suchen.

    •Obermaterial: Perwanger-Leder (2.6 mm)
    •Innenfutter: Gore-Tex® Insulated Comfort (Duratherm XL)
    •Sohle: Vibram® Fourà
    •Mittelsohle: Polyurethan
    •Brandsohle: 4-6 mm, Glasfaser und Die Cut Ethylenvinylacetat (extra steif)
    •abriebfester Gummischutzrand
    •bedingt steigeisenfest
    •sehr robust
    •wasserdicht
    •atmungsaktiv
    •Einsatzbereiche: Schweizer Armee, Arbeit in Landwirtschaft und Forst
    •Gewicht: 1930 g (pro Paar)


    Seite vom Hersteller :

    https://www.aku.it/de/produkte/catal...de.html#tabs-2

  18. Anfänger im Forum

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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #18
    Zitat Zitat von Lefu Beitrag anzeigen
    Meine Argumente für einen Kampfstiefel sind bisher:

    - hoher Schaft (Umknickschutz und man kann mal eben durch einen flachen Bach)
    - Volleder (robust und nicht nach kurzem Gebrauch durch, wie ein Membranschuh)
    - solide Wasserdichte, wenn gut gepflegt
    - meine alten Stiefel vom Bund passen wie angegossen
    - (mein Modell lässt sich noch neu besohlen)

    Ein wasserdichter Überschuh ist natürlich einen Gedanken wert, aber halt auch ein schwerer Klotz zum Schleppen - ich habe so schon immer Mühe meinen Rucksack unterhalb der Fluggepäckgewichtsgrenze zu halten ;)
    Hey, wenn sie Dir perfekt passen hast Du Glück, dann trag doch die Bw-Kampfstiefel. Ich kenne auch einige (wenige), die darauf schwören. Ich persönlich (als Fallschirmjägeroffizier) trage die genau zu einem Zweck, zum Fallschirmspringen, wegen der Schafthöhe (und aus Haftungsgründen), für alles andere sind mir meine Meindl Badile lieber.
    Kenne auch ein paar Leute von der Entwicklerseite, die sagen genau das, vom Preis/Leistungsverhältnis sind die Bw-Stiefel als Volllederstiefel sicher unschlagbar, nur leider passen sie halt vielen nicht, daher inzwischen das neue Schuhkonzept.

    Die Überschuhe die kossiswelt empfiehlt sind tatsächlich klasse, kommen ursprünglich aus der norwegischen Armee, sind schön warm, wasserdicht und relativ leicht, die hab ich fast immer dabei.

  19. Erfahren
    Avatar von Lefu
    Dabei seit
    09.01.2011
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    AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #19
    Zitat Zitat von Indi66 Beitrag anzeigen
    Warum entweder oder ?
    Mit dem AKU Schwer 14 GTX hast Du beides
    Der Stiefel der Schweizer Armee für Gebirge und Arbeit.
    Der sieht auf jeden Fall ordentlich robust aus.
    Wobei ich bei mir derzeit feststelle, dass ich mit mehr und mehr Details immer erbenszählerischer werde ;)
    Aber ich habe schon mal geschaut, es gibt wohl auch ein Modell des Herstellers ohne Membran. Und auch hier müsste ich mich, sofern die Passform stimmt, wohl an die nicht eben aufsetzende Fußspitze gewöhnen - wie bei den Modellen von Hanwag.
    Ich habe noch nie von diesem Hersteller gehört, wenngleich man bei Schuhen ja schon an Italiener denken sollte.
    Werde den mal im Hinterkopf behalten.

    Zitat Zitat von Lance Beitrag anzeigen
    Hey, wenn sie Dir perfekt passen hast Du Glück, dann trag doch die Bw-Kampfstiefel. Ich kenne auch einige (wenige), die darauf schwören. Ich persönlich (als Fallschirmjägeroffizier) trage die genau zu einem Zweck, zum Fallschirmspringen, wegen der Schafthöhe (und aus Haftungsgründen), für alles andere sind mir meine Meindl Badile lieber.
    Kenne auch ein paar Leute von der Entwicklerseite, die sagen genau das, vom Preis/Leistungsverhältnis sind die Bw-Stiefel als Volllederstiefel sicher unschlagbar, nur leider passen sie halt vielen nicht, daher inzwischen das neue Schuhkonzept.

    Die Überschuhe die kossiswelt empfiehlt sind tatsächlich klasse, kommen ursprünglich aus der norwegischen Armee, sind schön warm, wasserdicht und relativ leicht, die hab ich fast immer dabei.
    Ja, ich bin selber überrascht, dass der Standard-Stiefel so eine schlechte Passform haben soll - bei mir sitzen die (wohl auch dem jahrelangen Einlaufen geschuldet) sehr sehr gut. Nur neue Sohlen sind dann notwendig.

    Wie sieht es denn bei dem Modell Badile mit dem Umknicken aus? Habe mit die eben mal angesehen und mir erscheint, beim bloßen betrachten, der Schaft knapp über den Knöchel zu gehen, aber nicht sonderlich ausgesteift zu sein.

  20. AW: Kampfstiefel oder Trekkingstiefel?

    #20
    Zitat Zitat von Lefu Beitrag anzeigen
    Ja, den hatte ich auch schon am Fuß. Etwas schmal, aber geht durchaus.
    Ich war nur kein großer Fan der gewölbten Sohle, welche einem das Abrollen erleichtert.
    Das mit dem "Abrollen erleichtern" wirst du bei den meisten Bergschuhen für schwereres Gelände finden, die Sohlen sind dann sehr steif und deshalb vorne dünner. Zum Wandern trage ich inzwischen den Hanwag Alaska GTX (gibts auch ohne Membran=ohne GTX), der ist recht hoch und verhindern ordentlich gebunden ein Umknicken recht gut. Der hat allerdings auch wieder die vorne dünnere Sohle.

    Mich übrigens sehr, dass dir Haix so gut passen. Ich hatte immer den Eindruck, dass die zumindest in der Mitte sehr schmal sind (besitze aber nur ein Paar P6).

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