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  1. Gerne im Forum

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    Anden-Schlafsack gesucht!

    #1
    Hallo Zusammen,

    Vor X Jahren hab ich schon mal über dieses Forum einen tollen Schlafsack von Yeti-Polen gefunden. Mittlerweile lebe ich in Peru und bin beruflich immer mal wieder in den Anden unterwegs und mein alter Schlafsack hat mich letztens auf 4500 m Nachts ganz schön frieren lassen (knapp unter 0 ).

    Hier mal der Fragebogen:

    1. Bei welchen Temperaturen soll der Sack eingesetzt werden?

    -> Bis ca -5 / -10 Grad

    2. Wie groß bist du? Gewicht ? Geschlecht ? Statur?
    (eher schmal, normal, kräftig, ...)

    -> eher schlank

    3. Wie ist dein persönliches Kälteempfinden?
    -> kälteunempfindlich

    4. Hättest du gern einen breiteren Schlafsack? (Körperbau / unruhiger Schläfer / Seitenschläfer)
    -> schlafe gerne auch auf der Seite

    5. Wieviel Geld willst du ausgeben?
    -> 300 bis 400 Euro max.

    6. Beschreibe bitte in wenigen Sätzen den Einsatzbereich des Schlafsacks (wichtig: Jahreszeit, Witterung, Land, Einsatzdauer)
    -> In den Anden zwischen 3000 bis 5000 m

    7. Wo liegen Deine Prioritäten? (Gewicht/ Preis/ Komfort/ ...)
    -> Ich hätte gerne als wenig Gewicht als möglich

  2. Alter Hase

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    AW: Anden-Schlafsack gesucht!

    #2
    Und wo kannst Du den Schlafsack besorgen? Spielt ja eine Rolle bei den Empfehlungen an was Du "rankommst".

    Du klingst perfekt nach einem Valandre Bloody Mary Kandidaten. Gibt auch reviews im
    Netz. Im Angebot kann man ihn hier ab und an ab ca 450 Euro bekommen.

    Bei 300-400 Euro kannst Du bei Cumulus Polen gucken.

  3. Gerne im Forum

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    AW: Anden-Schlafsack gesucht!

    #3
    Zitat Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
    Und wo kannst Du den Schlafsack besorgen? Spielt ja eine Rolle bei den Empfehlungen an was Du "rankommst".
    .
    Ich bin im Januar ca 5 Wochen in Deutschland;)

  4. Erfahren

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    AW: Anden-Schlafsack gesucht!

    #4
    Apropos: Yeti PL ist jetzt https://aurapoland.com/en/

  5. Gerne im Forum

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    AW: Anden-Schlafsack gesucht!

    #5
    Vielen Dank schon mal für die Antworten!

    Ich habe mittlerweile mal folgenden Vergleich erstellt, in Frage kommen bisher:

    1) Valandre Bloody Mary (Preis 440 Euro, Gewicht 1175g)
    2) Aurapoland BAZA (Preis 277 euro, Gewicht 1100g)
    3) Roberts Poland Ultralight (Preis 378 Euro, Gewicht 850g)

    Ich verstehe nicht ganz wie es sein kann, dass der BAZA so günstig im Vergleich ist und auch nicht ganz wieso der Robert's Ultralight nur 850g wiegt aber laut Herstellerangaben den selben Temperaturberich abdeckt?!

    Was meint ihr zu dieser Auswahl?

  6. Alter Hase

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    AW: Anden-Schlafsack gesucht!

    #6
    Zitat Zitat von mr-barca Beitrag anzeigen
    Vielen Dank schon mal für die Antworten!

    Ich habe mittlerweile mal folgenden Vergleich erstellt, in Frage kommen bisher:

    1) Valandre Bloody Mary (Preis 440 Euro, Gewicht 1175g)
    2) Aurapoland BAZA (Preis 277 euro, Gewicht 1100g)
    3) Roberts Poland Ultralight (Preis 378 Euro, Gewicht 850g)

    Ich verstehe nicht ganz wie es sein kann, dass der BAZA so günstig im Vergleich ist und auch nicht ganz wieso der Robert's Ultralight nur 850g wiegt aber laut Herstellerangaben den selben Temperaturberich abdeckt?!

    Was meint ihr zu dieser Auswahl?

    Zu 1) der Bloody Mary ist seit 2009 auf dem Markt. Das spricht schon für ihn. Er hat wechselbare Wärmekrägen und kann auch ohne eingesetzt werden, so dass die 1175g das Maximalgewicht darstellt. Valandre verwendet eine sehr fettige Daune, die auch nicht entfettet wird, was eine hydrophobe Daune obsolet macht. Die Außenhülle ist etwas robuster, was am Berg sicher Sinn ergibt, aber ihn eben auch schwerer macht. Valandre gibt ihn aus Erfahrung mit bis -15 Grad nutzbar an!!!

    zu 2) Mit Aurapoland bzw. vorher Yeti Polen hatte ich mal Kontakt. Das war ein Gestakse aus schlechtem Englisch. Hat mich davin abgehalten da etwas zu bestellen, weil die einfach nur Google Translate verwendet haben und am Telefon abgewiegelt hatten. Mag jetzt besser sein.

    zu 3) beim Roberts kann ich nur raten. Sehe keinen Wärmekragen. Pertex Quantum ist sehr leicht, die Frage ist wie es sich bei Berührung am Feld hält. Das Mischverhältnis ist höher (mehr Daunen, dadurch weniger Stützkraft der robusten Federn). Du hast ihn auch in der gleichen Länge verglichen?


    Wie Preise entstehen dürfte Dir ja klar sein. Da spielen Vielfalt, Lohnkosten etc. eben eine Rolle. Ein Daunenschlafsack aus Frankreich ist da automatisch teuerer. Aber gerade die französische Pyräneendaune ist schon was Feines- Hatte ich mal in einem uralten Ajungilak, der ewig hielt, bis ich ihn gutmütig verlieh.

    Edit: beim Baza sind wie schon früher bei Yeti Polen die Temperaturangaben etwas undurchsichtig. Comfort -5 scheint nicht nach EN Norm gemessen. Dann dieser ominöse Extremwert von -13 Grad und bei der besseren Daune springt es gleich auf Comf -9 Grad. Dann doch lieber Cumulus, die messen zwar auch intern anders und daher nicht normiert, aber es ist irgendwie nachvollziehbarer.
    Geändert von mitreisender (17.12.2018 um 16:46 Uhr)

  7. Gerne im Forum

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    AW: Anden-Schlafsack gesucht!

    #7
    Ich kann Dir eine reale Erfahrung zum Valandré beisteuern:

    letztes Jahr waren wir auf knapp über 2000 m im Januar zwei Nächte im Schnee, einer hatte den Valandré (sicher nicht die neueste Version des Bloody Mary), ich hatte einen Aegismax G4 L. Es waren minimal in der Nacht wahrscheinlich minus 8 Grad, gegen morgen, als die Sonne aufging war es beide Male noch minus 5.
    Wir schliefen nicht im gleichen Zelt, aber mir war (nur mit T-Shirt, Unterhose und Socken) durchgängig warm, der mit dem Valandré hat trotz warmer Kleider gefröstelt. Dass er besonders kälteempfindlich war, hat er eigentlich nie gesagt.

    Kurzum: mit nur gut 600 gr Daune, da kann man keine Wunder erwarten. Zudem solltest Du wissen, dass der Bloody Mary sehr kurz ausfällt und insbesondere im Beinbereich sehr schmal ist.

    Minus 5 bis minus 10 sind für auf 4500 Metern in den Anden ja eher optimistisch gedacht, ich würde sicherheitshalber einen wärmeren Sack nehmen, mein Aegismax g4 (aus meiner Sicht, der einzig akzeptable Schlafsackmarke aus China) hat 1200 Gramm Gänsedaune und kostet ca. 280 Euros. Der Schnitt ist auch eng, die Länge aber ausreichend für mich mit 1.85 m.
    Bei Valandré gibt es den Shocking Blue, der einen Stufen über dem Bloody Mary angesiedelt ist, ich kenne ihn allerdings nicht.
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  8. Erfahren

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    AW: Anden-Schlafsack gesucht!

    #8
    Ich bin ja ein Fan von etwas weiter geschnittenen Schlafsäcken, unruhiger Bauchschläfer usw. Aber auch kann man so sehr komfortabel den Temperaturbereich erweitern.

    Am letzten Wochenende konnte ich endlich mal einige neue Teile beim Winterbiwak ausprobieren , u.A. den Mountain Hardwear Phantom Flame. Der passt ganz gut zu deinem angegebenen Temperaturbereich. Wenn ich allerdings dein Einsatzgebiet lese, würde ich definitiv was wärmeres mitnehmen, eher so bis -10 Komfort.

    Oder eben kombinieren.

    Klappte gut, bei -9 Grad, etwas böigem Wind und etwas Schneegriesel, kein Zelt, keine windstille Ecke. Eher aus Unlust mich groß umzuziehen hatte ich zuvor schon fürs Kochen usw. eine Daunenhose und Jacke über die Softshellhose und -Jacke gezogen. Zusammen mit Daunen-Biwakschuhen bin ich dann so direkt in den Schlafsack stiegen. Der Schlafsack ist Größe L bei normaler Statur und 1,8m Körpergröße. Die Daunenjacke musste ich dann doch ausziehen: zu warm. Die Hose war fast zu warm, ging aber noch... morgens war es "obenrum" leicht frisch. Grund war allerdings z.T. auch die nicht sehr warm Isomatte.

    Ich denke mal bis -15 Grad in der selben Konstellation mit Daunenjacke und wärmerer Isomatte würde sehr gut funktionieren. Im Zelt oder ohne Wind vermutlich auch noch ein paar Grad tiefer.

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    AW: Anden-Schlafsack gesucht!

    #9
    Zitat Zitat von rhw59 Beitrag anzeigen
    Zudem solltest Du wissen, dass der Bloody Mary sehr kurz ausfällt und insbesondere im Beinbereich sehr schmal ist.
    Was ist mit "sehr kurz" gemeint? Einer von uns hier ist 1,82 M gross und hat ohne Probleme in dem Schlafsack gepennt.

    TO: bist Du ab und zu in Huaraz? Sie haben da einiges an Bergsteiger-Läden, mit teilweise sehr guter Ware und guten Preisen .
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  10. Gerne im Forum

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    AW: Anden-Schlafsack gesucht!

    #10
    Mit sehr kurz ist gemeint, dass die Angaben von Valandré irrtümlich sind, laut Hersteller ist Größe M für Personen bis 1,85 m, jedoch braucht man mit 1.80 Metern bereits die größte Version L.
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  11. Alter Hase

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    AW: Anden-Schlafsack gesucht!

    #11
    Zitat Zitat von rhw59 Beitrag anzeigen
    Mit sehr kurz ist gemeint, dass die Angaben von Valandré irrtümlich sind, laut Hersteller ist Größe M für Personen bis 1,85 m, jedoch braucht man mit 1.80 Metern bereits die größte Version L.
    Kann ich zumindest beim zur Probe gelegenen Swing 500 nicht bestätigen. Da war M das, was es laut Valandres sein soll.

  12. Gerne im Forum

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    AW: Anden-Schlafsack gesucht!

    #12
    Vielen Dank für die hilfreichen Kommentare!

    Zunächst muss ich klarstellen, dass der Schalfsack zu 95% in Schneefreien Zonen bis max. -5 Grad genutzt werden soll. Mir ist v.a. Leichtigkeit wichtig, wer auf 4000m schon mal gelaufen ist weis wovon ich spreche. Dennoch wäre es gut wenn der Schlafsack eventuell in Kombi mit zb. Inlet oder warmen Klamotten auch bis -10 Komfort und keine Zitterpartie bieten würde.

    Gibt es denn keinen Schlafsack (bis ca 400 Euro) der eher 1kg als 1.5kg wiegt und meine Forderungen einigermaßen erfüllt?

  13. Erfahren

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    AW: Anden-Schlafsack gesucht!

    #13
    Dann ist der von mir beschriebene Mountain Hardwear Phantom Flame ziemlich passend! Wiegt in Regular knapp 1kg, meiner in Large 1.1kg und wird häufig zwischen 300 und 400 Euro angeboten. Komforttemperatur -4 Grad, Limit -9 Grad.

    Er hat hydrophobe Daune, ich bin gespannt ob das was bringt. Der Außenstoff ist allerdings ziemlich dünn, gefühlt noch etwas dünner als Pertex Quantum, etwa so wie Pertex Quantum GL.

  14. Alter Hase

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    AW: Anden-Schlafsack gesucht!

    #14
    Rab Neutrino 600 (ohne Endurance) könnte noch passen.

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