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  1. Vorstand
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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #21
    Solche Ansätze sind spannend. Im Prinzip eine Erweiterung der Chancen auf weiteres nicht Voraussehbares :-)
    Geändert von lina (22.11.2018 um 20:37 Uhr)

  2. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #22
    Eine gewisse zeitliche Komponente spielt bei mir auch eine Rolle.
    Wenn ich nur einen Tag wandere, suche ich mir eine Strecke aus, die nicht weit weg ist und schöne Landschaft bietet.
    Da will ich gar keinen Asphalt haben.
    Bin ich eine Woche unterwegs, akzeptiere ich wohl ein wenig Straße zum Start und am Ende (aber nur, wenn ich´s nicht anders organisieren kann, z.B. vom Bahnhof aus dem Ort raus), notgedrungen auch mal ein Stückchen Verbindungsweg zwischendrin.
    Bin ich einen Monat unterwegs, beginne ich auch mal Orte unterwegs zu genießen, mit den entsprechenden Straßenkilometern, die dazu notwendig sind. Und wenn es mal ein etwas längeres Verbindungsstück ist, fällt es nicht so ins Gewicht. Ob ich das laufe oder z.B. per Anhalter überwinde, hängt dann von den Umständen ab.
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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #23
    Zitat Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
    Beschissene Etappen gehören zum Fernwandern.
    Ja - aber dann habe ich schon den Ehrgeiz, selbst Schuld daran gewesen zu sein, nicht der Kreiswegewart von Horni Dolni.

    Einem Fernwanderweg hinterherzulaufen hat - mit Verlaub - etwas von "Malen nach Zahlen" (gibts das eigentlich noch?). Wir haben das für E10 und E11 im Berliner Umfeld gemacht, aber als extremes "Section hiking" (als Tagestouren) vorzugsweise nur dann, wenn uns nix besseres eingefallen ist oder das Wetter mau war. Bei unseren großen Fernwanderungen (RO, SCO, SE/NO, CZ-PL-SK-UA) haben wir uns eigentlich immer von dem treiben lassen, was Igelström als "Explorationsidee" bezeichnet, eingeschränkt durch die Erreichbarkeit eines Start- und Zielpunktes mit dem ÖV.
    Wenn diese "Explorationsidee" durch markierte Wanderwege abgedeckt war, schön; wenn nicht, muss eben der Pfad-Finder ran.

    Den Ehrgeiz, "lückenlos" zu explorieren, verspüre ich durchaus. Aber bei der Aussicht auf vier Kilometer an der Hauptverkehrsstraße durch die Kreisstadt Trutnov ist der Ehrgeiz erloschen.
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  4. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #24
    @Werner
    Ist es nicht so, dass jede/r eine andere Herangehensweise hat, eh seinen eigenen Charakter mitbringt? Und das spiegelt sich dann eben auch darin wieder, was für eine/n "die richtige Herangehensweise" an eine Fernwanderung ist.
    Aus meiner Sicht ist die einzig richtige Herangehensweise diejenige, sein eigenes Ding zu machen und den/die anderen ihr eigenes Konzept ausführen lassen. und wechseln darf man auch zwischen allen möglichen Arten, wie man es macht. Vielleicht das nächste Mal anders? Also nicht mit Igel hadern, der hat halt ein anderes Konzept. Und schau mich an, ich habe gar keines.
    Und schau auf meine Signatur.

    Echt ein spannendes Thema!
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  5. Dauerbesucher
    Avatar von Igelstroem
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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #25
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    Also nicht mit Igel hadern, der hat halt ein anderes Konzept.
    Na ja, ich bin eben auch etwas davon überrascht worden, dass Werner den Absatz sozusagen persönlich genommen hat. Wenn ich das vorausgesehen hätte, hätte ich ihn nicht geschrieben.

    Zwischen den Konzepten gibt es Unterschiede, und der erste ist schon der, dass ich gar kein Fernwanderer bin. German Tourist folgt als Fernwanderin auch einer Connecting-footsteps-Regel, möglicherweise deshalb, weil sehr umfangreiche Wanderprojekte unter dem Aspekt des Durchhaltens besser funktionieren, wenn man einige Regeln befolgt, die willkürliche Verwässerungen des Projekts verhindern. Das wäre zum Beispiel ein vernünftiger Grund für connecting footsteps. Den könnte man einfach vortragen und würde damit meinen eingangs geäußerten Spekulationen über gute und schlechte Gründe für ein solches Prinzip etwas Sachliches entgegensetzen bzw. hinzufügen.
    Geändert von Igelstroem (23.11.2018 um 00:22 Uhr)
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  6. Erfahren

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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #26
    Moin!
    Schöne Erörterung der verschiedenen Konzepte. Interessant finde ich, dass Ausrüstung/Ausrüstungsgewicht und Versorgungsmöglichkeiten als sowohl zur Landschaft gehörend, wie auch das eigene Handeln bestimmende/begrenzende Faktoren kaum angesprochen wurden. Klar erkennbar ist auch hier: Mensch nimmt sich mit, wohin Mensch geht.
    Mit freundlichem Ahoi,
    Janhimp

  7. Moderator
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    Avatar von Pfad-Finder
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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #27
    Btw: In CZ fährt der E3 zwischen Melnik und Roudnice ganz offiziell mit dem Bus. Die Alternative wäre der Elberadweg (ziemlich langer und trostloser Umweg), an Hauptstraßen entlang (doof) oder den heiligen Berg der Tschechen, den Rip, auslassen (geht natürlich nicht). Also: Explorationsidee schlägt in diesem Fall Connecting footsteps.
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  8. Erfahren

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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #28
    Zitat Zitat von Pfad-Finder Beitrag anzeigen
    Btw: In CZ fährt der E3 zwischen Melnik und Roudnice ganz offiziell mit dem Bus.
    Nur die “Gehorchsamen“ fahren mit dem Bus. Echte Rebellen nehmen sich ein Taxi.

  9. AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #29
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    @Werner
    Ist es nicht so, dass jede/r eine andere Herangehensweise hat, eh seinen eigenen Charakter mitbringt? Und das spiegelt sich dann eben auch darin wieder, was für eine/n "die richtige Herangehensweise" an eine Fernwanderung ist.
    Es ist mir völlig egal, wie jemand an eine Fernwanderung herangeht, oder Etappen überspringt, etc.

    OT: Mir geht Igelstroems Charakterisierung der "normalen" Wanderer gewaltig gegen den Strich. Der bringt das ja regelmäßig, und irgendwann habe ich mich darin auch wiedergefunden. Schließlich habe ich für Tausende Kilometer markierter Wanderwege hier Reiseberichte stehen. Folglich gehöre ich laut Igelstroem zur Gruppe der unterwürfigen, fremdbestimmten, hasenfüßigen, lohnabhängigen Wanderer, deren angebliches Duckmäusertum im Berufsleben selbstverständlich das Freizeitverhalten vorgibt.

    Igelstroem tritt mal eben 98 % aller Wanderer*innen in die Tonne. Danke.


    Zitat Zitat von Pfad-Finder Beitrag anzeigen
    Btw: In CZ fährt der E3 zwischen Melnik und Roudnice ganz offiziell mit dem Bus. Die Alternative wäre der Elberadweg (ziemlich langer und trostloser Umweg), an Hauptstraßen entlang (doof) oder den heiligen Berg der Tschechen, den Rip, auslassen (geht natürlich nicht). Also: Explorationsidee schlägt in diesem Fall Connecting footsteps.
    Kann man so machen, muss man aber nicht: 600 Kilometer Exploration.
    Geändert von Werner Hohn (23.11.2018 um 17:46 Uhr) Grund: Rechtschreibung
    .

  10. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #30
    Werner, you made my day. Das hat mich auch gestört. Danke.

    Einer Route folgen kann genauso bedeuten, herausfinden zu wollen, was sich der Planer oder der Einheimische gedacht hat. Ich mache das gerne und werde oft angenehm überrascht. Die langweiligen Strecken gehören dazu, sonst fehlt der Kontrast.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  11. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #31
    hm
    also mich hat das nicht gestört und ich habe das durchaus nicht so empfunden. Man kann auch in etwas zu viel oder etwas anderes interpretieren, wobei Igelstroems spätere Klarstellung doch auch die Gemüter mancher eigentlich hätte abkühlen können, meine Meinung. nuja, jede/r wie er möchte.
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  12. Dauerbesucher
    Avatar von Baciu
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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #32
    Also auch ich finde Igelstroems Überlegungen interessant. Wieso er da 98% aller Wandernden in die Tonne tritt erschließt sich mir nicht.
    Geändert von Baciu (23.11.2018 um 17:05 Uhr)

  13. Alter Hase

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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #33
    Ich würde sagen, Igelstroem überspitzt, um etwas klar zu machen. Es sind doch zwei Pole, die da dargestellt werden. Ich lese seine Texte gern. Und nicht nur, weil ich selbstständig bin.

  14. Erfahren
    Avatar von HO
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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #34
    Igelstroems Ansatz ist doch interessant und sein Schreibstil einfach köstlich. Das er 98 % aller Wanderer damit in die Tonne tritt sehe ich überhaupt nicht so. Auch wenn man sich in irgendeiner seiner Theorien wiederzufinden glaubt - letztendlich sollte man dann eher über sich selber schmunzeln können.

  15. AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #35
    Igelstroem scheint das anders zu sehen. Siehe seine Antwort auf Sternenstaubs Beitrag.
    .

  16. Alter Hase

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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #36
    Na ja, ich bin eben auch etwas davon überrascht worden, dass Werner den Absatz sozusagen persönlich genommen hat. Wenn ich das vorausgesehen hätte, hätte ich ihn nicht geschrieben.

    Zwischen den Konzepten gibt es Unterschiede, und der erste ist schon der, dass ich gar kein Fernwanderer bin. German Tourist folgt als Fernwanderin auch einer Connecting-footsteps-Regel, möglicherweise deshalb, weil sehr umfangreiche Wanderprojekte unter dem Aspekt des Durchhaltens besser funktionieren, wenn man einige Regeln befolgt, die willkürliche Verwässerungen des Projekts verhindern. Das wäre zum Beispiel ein vernünftiger Grund für connecting footsteps. Den könnte man einfach vortragen und würde damit meinen eingangs geäußerten Spekulationen über gute und schlechte Gründe für ein solches Prinzip etwas Sachliches entgegensetzen bzw. hinzufügen.
    Was daran tritt denn 98 % der Wanderer in die Tonne?

  17. AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #37
    Enja, stell dich nicht dumm. Der Beitrag ist mit den 98 % nicht gemeint, sondern Igelstroems erster Post in diesem Thread.
    .

  18. Erfahren

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    AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #38
    Also ich kann die Aufregung auch nicht so ganz verstehen. Igelstroem stellt drei Varianten vor, wie man das Konzept "connecting footsteps" interpretieren kann und führt aus, dass man sich durchaus noch andere Gründe vorstellen kann. Warum du, Werner, dich gerade von dieser einen Variante so angesprochen fühlst hat meiner Meinung nach, mehr mit dir zu tun als mit Igelstroems Ausführungen. Sag doch einfach, warum du dieses Konzept "connecting footsteps" verfolgst? Oder, ob du es überhaupt verfolgst. Das fände ich in diesem Zusammenhang -s. Ausgangsfrage- wesentlich interessanter.
    Übrigens ein Gegenentwurf zu diesem Konzept ist im Buch von Florian Werner dargestellt: Der Weg des geringsten Widerstands.
    Mir hat sich da die Frage gestellt: Warum braucht man denn überhaupt ein Wanderkonzept
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  19. AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #39
    Mir ist es egal ob un- oder unterbrochen gewandert wird.

    Ich störe mich an Igelstroems Beschreibung der Wanderer, die markierte Fernwanderwege - ob komplett oder Teilstrecken, ist egal - gehen. Seine "Zweite Umformulierung" strotzt vor Begriffen die "Markierungswanderer" abwerten.

    Zitat Zitat von Igelstroem
    Zweite Umformulierung:

    »Ich bin ein Mensch, der gern anderen Menschen gehorcht und auch gar nicht in der Lage wäre, den Plan, den man haben muss, um eine Landschaft zu explorieren, selbst zu fassen. Deshalb liebe ich markierte Fernwanderwege, bei denen mir jemand genau vorgibt, wo ich entlangzugehen habe. Perfekter Gehorsam bedeutet, einen solchen Weg von Anfang bis Ende zu gehen, und wenn jemand anderes beschlossen hat, dass der Westweg ausgerechnet in der Innenstadt von Pforzheim beginnt, dann beginne ich meine Wanderung durch den Schwarzwald selbstverständlich in der Innenstadt von Pforzheim. Das ist eine gute Übung für meinen Lebenserfolg als lohnabhängiger Angestellter; denn auch im Arbeitsleben bin ich ja allenthalben mit Challenges konfrontiert, die von anderen gesetzt sind und die ich dann mit dem Pathos fremdbestimmter Eigeninitiative ›meistern‹ kann. ›Connecting steps‹ ist in diesem Sinne einfach konsequenter und lückenloser Gehorsam.«

    In seiner Antwort auf Sternenstaub hat er ja bestätigt, dass man damit Leute verletzen kann.
    .

  20. AW: Fernwandern: alles durchgehen oder auch mal "abkürzen" - wie haltet ihr´s?

    #40
    OT: Ignorien ist raus, weil es entweder einseitig oder unglaubwürdig wird - oder beides.
    .

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