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  1. Anfänger im Forum

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    Baltikum mit der Familie

    #1
    Hallo,

    ich möchte im kommenden Sommer mit meiner Frau und meinen drei Kindern knapp drei Wochen durch das Baltikum radeln. Aber ich sehe nicht recht, welcher Radwanderweg geeignet wäre.
    Unser dann fast 10-Jährige macht problemlos 40 km am Tag, die dann fast 6-Jährige unterstützt mich in ihrem Weehoo und die dann 2-Jährige sitzt im Kinderanhänger. Wir haben eine sehr leichte und komplette Campingausrüstung, die wir mitführen können.

    Meine Recherchen machen mich glauben, dass die Fahrradwege im Baltikum gelegentlich schlechte Sandwege sind, machmal auch Pisten aus Wellblech, auch mal auf die Autobahn führen (gute breite Straße!), aber oft auch auf zu engen Straßen verlaufen. Das klingt alles nicht sonderlich ansprechend. Könnt Ihr mich vom Gegenteil überzeugen?

    Danke
    Geändert von ronaldo (17.11.2018 um 21:22 Uhr)

  2. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Balitkum mit der Familie

    #2
    "R1", "bike the baltic", etc.
    Gegen Schotterpisten helfen ausreichend breite Reifen.

    Ich fand’s superschön da, oft sind dank EU-Fördermittel die Radwege in besserem Zustand als die Straßen Erstmal was zum Schmökern/einen Eindruck findest Du z.B. hier.

  3. Erfahren

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    AW: Balitkum mit der Familie

    #3
    2016 bin ich von Klaipeda bis Riga immer entlang der Ostseeküste fahren.
    Die Landschaften fand ich auch wunderschön, aber das Rad fahren dort weniger. Der starke Verkehr auf den gut ausgebauten Straßen war sehr nervig (vor allem wegen der Rücksichtslosigkeit der Auto- /LKW-Fahrer) und die kleinen Straßen waren meist Wellblechschotterpisten. In Riga war ich vom Verkehr so abgenervt, dass ich den Rest der Reise mit dem Bus weitergefahren bin.

    Gruß Langhals

  4. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: Balitkum mit der Familie

    #4
    Mücken gibt es dort übrigens auch

    Schön ist es, aber mit kleinen Kindern gibt es sicherlich bessere Ziele, was Campingplatzdichte, Infrastruktur und Radwege angeht. Die Zahl der Straßen ist begrenzt und an der Küste dürfte in der Hochsaison viel los sein. Warum niicht Polen, Lubuskie fand ich toll, da ist es nicht touristisch, Unterkünfte sind preiswert und Straßen und Radwege auch mal abenteuerlich, aber dafür gibt es viel zu sehen. Ich bin einfach quer gefahren, allerdings nicht im Sommer, da könnten Unterkünfte ausgebucht sein.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  5. Moderator
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    Avatar von November
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    AW: Baltikum mit der Familie

    #5
    Es ist schon eine Weile her, dass ich dort mit dem Rad unterwges war, Ausgeschilderte Fernradwege gab es kaum.
    Es war aber kein Problem, sich selbst eine Strecke zusammenzustellen. Große Straßen waren da kaum nötig, kleine Nebenstraßen gab es überall, oftmals allerdings auch unbefestigt.
    Allgemein fand ich das Radfahren in Lettland und Estland entspannter als in Litauen.

    Ja weiter ihr nach Osten kommt, umso schöner und wilder wird die Küste. Das lohnt die Mühe auf jeden Fall.

    Ich kann allerdings nicht beurteilen, wie Kinder das empfinden.

    Und ja, wie Torres auch sagte, die Dichte an Unterkünften und Zeltplätzen ist in Polen beispielsweise höhe als im Baltikum.
    Klar ist überhaupt nichts - aber das dafür umso deutlicher.

  6. Gerne im Forum
    Avatar von Schneevogel
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    AW: Baltikum mit der Familie

    #6
    Ich bin etwas spät dran, aber vielleicht hilft es ja doch noch etwas - auch wenn ich nur Informationen zu Estland geben kann.

    Auf der Seite hier (https://loodusegakoos.ee/where-to-go/search-options) kann man gezielt nach Radwegen in Estland suchen, diese sind dann auch ausgeschildert. Außerdem sind dort (kostenlose) Campingplatze eingetragen, die sowohl Platz für Zelte bieten als auch Lagerfeuerstellen (mit bereitgestelltem Feuerholz) haben.

    Zusätzlich zu den kürzeren Radwegen gibt es mittlerweile drei längere Wanderwege in Estland: https://loodusegakoos.ee/where-to-go/hiking-route
    Alle drei Wanderwege sind auch für Radfahrer ausgelegt, d.h. wenn man sich die Googlemaps oder GPS-Daten ansieht, gibt es Streckenteile, bei denen eine (besser befahrbare) Alternativoption für Radfahrer eingezeichnet ist. Ich bin zwar selbst in Estland fast nur zu Fuß unterwegs, habe aber schon oft gesehen, dass die Abschnitte für Radfahrer auch als solche ausgeschildert sind.

    Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, wie gut die Wege für einen Kinderanhänger geeignet sind. Es kann gut sein, dass gerade die längeren Wanderwege auch durch Moor (d.h. über Holzplanken) führen, was mit einem Anhänger problematisch sein könnte.

    Für die Planung relevant könnte außerdem sein, dass es in estnischen Zügen zwar generell die Möglichkeit zur Mitnahme von Fahrrädern gibt (im sogenannten C-Teil des Zuges, von außen angeschrieben), aber die Mitnahme im Sommer etwas eingeschränkt ist. D.h. dass in der Hochsaison (= Sommer) je nach Zugstrecke die Mitnahme von Fahrrädern am Wochenende oder im Fall von Zügen nach/von Tallinn zu typischen Pendelzeiten untersagt sein kann.

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