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  1. Gerne im Forum

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    BC-Skiausrüstung

    #1
    Hallo,

    ich benötige einen neue Backcountry/Fjellski-Ausrüstung, sprich Ski, Schuhe und Bindung. Einsatzzweck sind klassische Touren mit Zelt in Skandinavien von Finnland über Norwegen bis später vielleicht auch mal Grönland. Also eigentlich ein ziemlich breites Geländefeld, von diverse Landschaften mit teils steilen Abfahrten über Wald bis hin zu überwiegend flach. Die Tourlänge ist dabei ab 14 Tage bis 60 Tage und ggf. auch mal mehr. Je nach Tourlänge mit Rucksack oder Pulka.

    Ich befürchte ja, nachdem ich hier im Forum schon viel gelesen habe, dass es nicht die perfekte Lösung geben wird. Aber vielleicht hilft es mir ja bei der finalen Entscheidung, wenn wir einfach mal drüber reden
    1. Ski: Da ist die Frage Schuppe oder Wachs:
      • Schuppe: Hier finde ich die Einfachheit gut, einfach fahren und fertig. Allerdings spüre ich schon wie die Schuppen arg bremsen und auf ebenen Flächen nervt mich langsames Vorankommen sehr (auch mit Gepäck). Auch das surren/pfeifen der Schuppen mag ich nicht so sonderlich.
      • Wachs: Ganz klar, super lauf. Aber erstens muss ich Wachs mitnehmen, was deutlich mehr Gewicht bedeutet und zweitens habe ich die Befürchtung, dass es mir auf der Tour gewaltig auf den Sack gehen könnte, wenn ich ständig wachsen muss. Das impliziert ja anhalten, Rucksack absetzen, ggf. Ski ab, Wachs rausholen, ... Das kostet nur unnötig viel Zeit und bei ungemütlichem Wetter ist das definitiv keine angenehme Sache.

      Wie viel Wachs verbraucht man eigentlich auf einer 14-tägigen Tour im schlechtesten Falle?

      Im Prinzip steht hier guter Lauf mit Mehrgewicht und Wachspausen der Einfachheit/Sorglosigkeit mit langsameren Lauf und surren gegenüber.

      Je nach Typ würde es dann ein Fischer E99 Crown oder Asnen Gamma 54 werden.

    2. Bindung:
      • NN75: Von dieser Bindung verspreche ich mir sichere/bessere und elegantere Abfahrten (soweit das mit dem Gepäck überhaupt möglich ist). Allerdings soll man damit nicht so schön in der Ebene laufen können (im Vergleich zu NNN-BC). Dann könnte man bei dieser Bindung wahrscheinlich auch gleich auf Schuppe setzen. Dann wäre ich aber ggf langsamer unterwegs ...
      • NNN-BC: Im Prinzip habe ich die Befürchtung, dass ich damit nicht so gut Hänge runter komme. Um es mal klarzustellen: ich kann nicht sonderlich gut abfahren, schon gar nicht auf BC-Ski (Alpin blau bis rot sicher). Ich arbeite aber daran und hoffe, dass ich irgendwann mal elegant im Telemarkstil den Hang hinunter gleiten kann. Aber ob ich das jemals schaffe (bzw Wann?) und mit Gepäck sieht das Ganze ja auch anders aus.
        Und bei den NNN-BC Bindungen gibt es keine Steighilfe, wie bei den NN75.

    3. Schuhe: Ganz schwieriges Thema. Auf den letzten Touren hatte ich immer ganz große Probleme mit den kalten Zehen. Schwierig zu sagen, ob es an den Stiefeln lag. Ich würde behaupten, ja. Sie sollen auf jeden Fall warm sein/halten. Im Falle einer NN75-Bindung käme der Alfa Greenland in Frage. Da kann man glaub nix falsch machen. Bei einer NNN-BC-Bindung könnte man auch den Alpha BC oder Polar nehmen, wobei die aber preislich echt heftig sind und ich mich Frage, ob die wärmetechnisch mehr bringen.
      Praktisch wäre es auch, wenn man Körbchen (vorn/hinten) -Steigeisen aufziehen könnte.

    Vieles ist sicherlich Geschmackssache und ein gut oder schlecht ist schwierig auszumachen. Aber wie oben schon geschrieben, vielleicht hilft es mir ja bei der Entscheidungsfindung, wenn wir mal drüber reden. Freue mich deshalb über euren Input und was ihr über meine Gedanken oben denkt.

    Viele Grüße,
    Mathias

    PS.: Aktuell habe ich OAC XCD 160 Ski, aber die sind mit dem Gewicht des Rucksacks überfordert und mich nervt die Drehfreudigkeit in der Ebene gewaltig. Ein schönes Gleiten ist damit nicht möglich.

  2. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: BC-Skiausrüstung

    #2
    Wachsski sind meine Präferenz.
    Im Endeffekt habe ich drei oder vier (müsste mal nachsehen) Wachssorten dabei plus Klister, wenn es warm werden könnte.

    Sehr selten (meist bei starkem Temperaturwechsel zwischen Nacht und Tag) muss ich nachwachsen, das ist in wenigen Augenblicken erledigt. Der bessere Lauf und vor allem der bessere Halt auf verharschtem, festen Schnee (da wo die Schuppen nicht greifen können) führen dazu, dass ich ungeduldige Schuppenskifahrer nach dem Nachwachsen spätestens auf der nächsten Abfahrt, meist noch im Anstieg wieder einhole.

    Wachsverbrauch ist vernachlässigbar.

  3. Erfahren

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    AW: BC-Skiausrüstung

    #3
    In der Regel wirst du also eine Pulka dabeihaben, da spielen die Abfahreigenschaften der Ski eine geringere Rolle. Je nach Gelände ist da eher die Frage, ob du ohne Felle auskommst. Ich habe sie jedenfalls sehr oft drunter und was dann darunter ist ist fürs Fahren ziemlich egal.
    Ich habe seit 30 Jahren Wachsski mit NNN-BC, das Zeug ist nicht besonders schwer und für Schuppenski müsstest du bei längeren Touren auch ein Anti-Stoll-Mittel mitnehmen. Das Gewicht fällt bei einer Pulka nicht ins Gewicht. Und ist die Tour so kurz, dass es ohne Pulka geht, sind die Verhältnisse planbarer und du brauchst nicht so viele Sorten mitzunehmen. Klister nehme ich keinen, ich versuche entsprechende Schneeverhältnisse bereis bei der Planung zu vermeiden. Ohne Hütte und Wärme ist mir das mit dem Klister auch zu umständlich, dann müssen eben Felle dran.
    Und dann gibt es noch seit wenigen Jahren die "integrierbaren Steigfelle" bzw. Skins ...
    Wenn du die Touren in der Vielfalt machen willst, wie du schreibst wird es so oder so ein Kompromiss werden und bei resultierender Unzufriedenheit mehrere Sorten Ski für unterschiedliche Gebiete.
    Meine Homepage: www.nordwinter.de

  4. Erfahren
    Avatar von sompio
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    AW: BC-Skiausrüstung

    #4
    Ich habe Schuppenski und würde nächstes Mal zu Kurzfellski greifen. Mit (schwerer) Pulka empfand ich den Grip schon bei leichten Steigungen als nicht ausreichend, Langfelle aber als stark übertrieben und in Abfahrten viel zu einschränkend. Von Kurzfellen erhoffe ich mir das passende Zwischenmaß. Da du aber wohl eher auf Rucksacktouren planst, dürften dir Schuppen vom Grip wohl locker ausreichen.
    Für Tempo in Ebene und Abfahrt sind Wachsski natürlich das Mittel der Wahl. Der Aufwand ist überschaubar und mit 2-4 verschiedenen Wachsen solltest du mehr als ausreichend auch für längere Touren ausgerüstet sein. Bei halbwegs stabilen Bedingungen und nicht übermäßig viel Abfahrtsanteil sollte man mit 1-2 mal wachsen sehr gut über den Tag kommen.

  5. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: BC-Skiausrüstung

    #5
    Zitat Zitat von sompio Beitrag anzeigen
    Ich habe Schuppenski und würde nächstes Mal zu Kurzfellski greifen. Mit (schwerer) Pulka empfand ich den Grip schon bei leichten Steigungen als nicht ausreichend, Langfelle aber als stark übertrieben und in Abfahrten viel zu einschränkend. Von Kurzfellen erhoffe ich mir das passende Zwischenmaß. Da du aber wohl eher auf Rucksacktouren planst, dürften dir Schuppen vom Grip wohl locker ausreichen.
    Für Tempo in Ebene und Abfahrt sind Wachsski natürlich das Mittel der Wahl. Der Aufwand ist überschaubar und mit 2-4 verschiedenen Wachsen solltest du mehr als ausreichend auch für längere Touren ausgerüstet sein. Bei halbwegs stabilen Bedingungen und nicht übermäßig viel Abfahrtsanteil sollte man mit 1-2 mal wachsen sehr gut über den Tag kommen.
    Ich war bei meinen Wintertouren immer mit Schuppenski und Langfellen unterwegs. Bei flachen Etappen ging´s problemlos ohne Felle. An Tagen mit hügeligen Abschnitten oder eisigem Schnee kamen den ganzen Tag die Felle drauf. Bei -25° hätte ich keine Lust mich mit Wachsen zu beschäftigen. Mit Pulka schafft man von der Geschwindigkeit auch mit Langfellen seine Tagesetappe, hat dafür aber weniger Aufwand und die Sicherheit selten abzurutschen beim Aufstieg. Bergab geht´s gemütlich. Zu schnell unterwegs zu sein mit Pulka wird bergab schnell unangenehm . Langfelle bei der Abfahrt bedeuten auch eine gewisse Sicherheit vor Sturz- und Verletzungsgefahr.

    Die Geschwindigkeit bei Wintertouren wird meiner Ansicht nach überbewertet gegenüber dem Sicherheits- und Redundanzaspekt. Bin mal gespannt, wann die ersten Pulka-Wintertouren in Lappland mit Trailrunnern gemacht werden
    Geändert von nunatak (22.10.2018 um 12:04 Uhr)

  6. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: BC-Skiausrüstung

    #6
    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Langfelle bei der Abfahrt bedeuten auch eine gewisse Sicherheit vor Sturz- und Verletzungsgefahr.
    Einspruch.

    Abfahrten mit Langfellen halte ich bei wechselnden Bedingungen (freigewehtes Eis/ Harsch wechselnd mit Schneeverwehungen) für sehr riskant, weil das Bremsen beim Einfahren in den losen Schnee deutlich abrupter ausfällt. Vor Allem, wenn die Pulka dahinter auf dem eis noch richtig schiebt.

  7. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: BC-Skiausrüstung

    #7
    Zitat Zitat von LihofDirk Beitrag anzeigen
    Einspruch.

    Abfahrten mit Langfellen halte ich bei wechselnden Bedingungen (freigewehtes Eis/ Harsch wechselnd mit Schneeverwehungen) für sehr riskant, weil das Bremsen beim Einfahren in den losen Schnee deutlich abrupter ausfällt. Vor Allem, wenn die Pulka dahinter auf dem eis noch richtig schiebt.
    OK, bei solchen Bedingungen gebe ich dir recht, da würde ich wohl auch eher ohne Felle fahren, wenn es nicht steil ist. Ich hatte eher lange, etwas steilere Abfahrten mit homogenen Bedingungen als Bild im Kopf.
    Ein Ausfallschritt mit einem Bein nach vorne hilft normalerweise aber schon ganz gut, um beim Abbremsen nicht noch vorne zu kippen.

  8. Erfahren

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    AW: BC-Skiausrüstung

    #8
    Als Stand der Technik würde ich die Kurzfelle ansehen - jedenfalls für die Fälle wo die passen, bei mir 95%. Unter günstigen Bedingungen komme ich damit selbst beim Pulkaziehen in eine Gleitphase. Den Gebrauch von Langfellen würde ich auf einen engen Bereich eingrenzen, wenn es mit Pulka für Kurzfelle zu steil ist. Dann nehme ich eigentlich immer einen flacheren Anstieg mit Umweg in Kauf oder lege einen kurzen Minisprint hin oder ziehe die Ski aus und gehe zu Fuß (brauche keine Schneeschuhe, habe Schuhgröße 49+ , ist leider ein Problem mit den Stiefeln...)
    Das Bremsen der Felle bei Neuschnee-Verwehungen tritt bei passendem Schnee eigentlich immer auf, man kann es aber bis zu einem bestimmten Gefälle beherrschen. Manchmal hat man aber auch Glück und keine wechselnden Verhältnisse.
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  9. Gerne im Forum

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    AW: BC-Skiausrüstung

    #9
    Vielen Dank für die vielen Antworten! Wie in den anderen Threads ist der Trend doch deutlich und es waren auch noch einmal zwei, drei Argumente und Erfahrungswerte dabei (wie u.a. besserer Lauf bei Harsch), die mich überzeugen auf Wachs zusetzen.

    Die große Frage ist noch NN75 oder NNN-BC? Aktuell tendiere ich zu NN75, wegen dem besseren Seitenhalt und der Steighilfe.

    Zitat Zitat von Juhla Beitrag anzeigen
    Das Gewicht fällt bei einer Pulka nicht ins Gewicht.
    Ha, hast du eine Ahnung. Jedes noch so kleine Gramm wird bei der Planung sehr kritisch beäugt!

  10. Erfahren

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    AW: BC-Skiausrüstung

    #10
    Zu Fahrverhalten kann ich nichts sagen, hatte noch keine 75er.
    Eine auslaufende Technik scheint es trotz aller Unkenrufe nicht zu sein, die Marktführer haben alle entsprechende Stiefel im Angebot. Eine Anschaffung wäre also ausreichend zukunftssicher.
    Eine Steighilfe hatte mal ein Begleiter von mir auf einer NNN-BC - Bindung, ich weiss allerdings nicht mehr wie es gemacht war, es ist kein Standardprodukt.
    Haltbarkeit: habe mehrmals unterwegs bei anderen Menschen Probleme mit loser/kaputter Sohle bei 75er-Stiefeln beobachtet. Das tritt aber vielleicht nur bei altem Material nach z.B. 10 Jahren auf.
    Meinen alfa NNN-BC - Stiefel habe ich auf der dritten Tour aber auch kaputt bekommen: Sohle löste sich vorne beginnend als Ganzes vom Schuh. Wurde zwar im nachhinein äußerst kulant von Globetrotter (obwohl 3 Jahre vorher in N gekauft) bei alfa in ein neues Paar umgetauscht, war aber unterwegs ärgerlich.
    Als Bindung für NNN-BC kommt für mich nur die Rottefella Magnum in Frage, mit anderen Modellen gibt es öfter Vereisungsprobleme.
    Für mich hat sich NNN-BC bewährt, so dass ich keinen Wechsel plane. Gäbe es allerdings feine für mich passende Stiefel nur in 75er Norm würde ich auch wechseln.
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  11. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: BC-Skiausrüstung

    #11
    Zitat Zitat von Juhla Beitrag anzeigen
    Zu Fahrverhalten kann ich nichts sagen, hatte noch keine 75er.
    Eine auslaufende Technik scheint es trotz aller Unkenrufe nicht zu sein, die Marktführer haben alle entsprechende Stiefel im Angebot. Eine Anschaffung wäre also ausreichend zukunftssicher.
    Eine Steighilfe hatte mal ein Begleiter von mir auf einer NNN-BC - Bindung, ich weiss allerdings nicht mehr wie es gemacht war, es ist kein Standardprodukt.
    Haltbarkeit: habe mehrmals unterwegs bei anderen Menschen Probleme mit loser/kaputter Sohle bei 75er-Stiefeln beobachtet. Das tritt aber vielleicht nur bei altem Material nach z.B. 10 Jahren auf.
    Meinen alfa NNN-BC - Stiefel habe ich auf der dritten Tour aber auch kaputt bekommen: Sohle löste sich vorne beginnend als Ganzes vom Schuh. Wurde zwar im nachhinein äußerst kulant von Globetrotter (obwohl 3 Jahre vorher in N gekauft) bei alfa in ein neues Paar umgetauscht, war aber unterwegs ärgerlich.
    Als Bindung für NNN-BC kommt für mich nur die Rottefella Magnum in Frage, mit anderen Modellen gibt es öfter Vereisungsprobleme.
    Für mich hat sich NNN-BC bewährt, so dass ich keinen Wechsel plane. Gäbe es allerdings feine für mich passende Stiefel nur in 75er Norm würde ich auch wechseln.
    Bei meiner alten Rottefella 75er-Bindung (ca. aus 2000) war eine Steighilfe bei der Fersenplatte dabei.

    Ob NNN-BC oder 75er: Bei kalten Wintertouren sollte man vielleicht auch von den Schuhen ausgehen. Die müssen warm sein, möglichst mit Innenschuhen. Morgens kann man nach einer kalten Nacht ganz schön unter kalten Füßen leiden, bis man das Zelt abgebaut hat. Sobald man unterwegs ist, ist es dann eigentlich kein Problem mehr. Warme Schuhe gab es zu der Zeit, als ich gesucht habe, eher für 75er-Schuhe. Weiß nicht, wie es heute aussieht.

  12. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: BC-Skiausrüstung

    #12
    Ich habe eine mechanische NNN-BC von Rottefella. Mechanisch, weil damit der Ski besser auszuziehen ist, wenn man mal nicht auf den Füssen steht, sondern liegt. Da fehlt mir in den (kalten) Daumen die Kraft zum Auslösen der Automatik Bindung.

    Steighilfe habe ich nie vermiss, enweder kurz im V oder mit Kraft, bei längeren Anstiegen dann halt Felle. Die Zeit zum Aufziehen und Abziehen lohnt ab wenigen 50 höhenmetern, imho.

    Schuhe habe ich Lederschuhe von Alfa, die sowohl mit dickeren als auch dünneren Socken passen, kalte Füsse waren nie ein Thema.

    Sohlen sind bei mir nach ca. 10 Jahren gebrochen, war aber an beginnender Rissbildung zu erkennen, habe dann noch eine Tour mit laufen können. Das war aber die Trollloipe mit bekannt vielen Ausstiegsmöglichkeiten, so dass ich mir da keine zu grossen Sorgen gemacht habe.

  13. AW: BC-Skiausrüstung

    #13
    Ich bin Schuppenski-Nutzer mit NN75 Bindungen und zumindest bei den Skiern wird das bei mir sicher so bleiben.
    Mit dem Rucksack trage ich die Felle in aller Regel nur spazieren - die Schuppen der Fischer Skier sind aber auch die griffigsten , mit der Pulka stören mich die Langfelle, die an Tagen mit grösseren Anstiegen meistens durchgehend drauf sind, eigentlich nicht, bei den Abfahrten schätze ich ihre Bremswirkung gelegentlich sogar...

    Ob ich beim nächsten Schuhkauf auch die Bindungssorte wechsle weiss ich noch nicht, die Auswahl an NN75 Lederschuhen wird wirklich zunehmend kleiner und auch die Bindungen sind nicht mehr überall erhältlich. Noch habe ich aber zwei Paar Schuhe und diverse Bindungen also kann ich noch eine Weile überlegen, sofern ich nicht wieder von Schnabelbrüchen heimgesucht werde...

    Über eine Steighilfe würde ich mir keine grosse Gedanken machen. Ich habe sie bei mir drauf, da ich sie von meinen alpinen Telemarkskiern eh noch übrig hatte, aber in meinen Augen ist die Sohle der Stiefel (In meinem Fall Crispi Antarctica oder Sydpolen) zu weich als dass sie wirklich etwas bringt.

    Gruss
    Henning
    Es gibt kein schlechtes Wetter,
    nur unpassende Kleidung.

  14. Anfänger im Forum

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    AW: BC-Skiausrüstung

    #14
    Zu den Schuhen, noch gibt es für beide Bindunge, 75mm sowie NNN-BC, genug Schuhe in allen Wärmeklassen.
    Ich bin mit dem Alfa Skarvet, was jetzt nicht die dickste Version ist, selbst bei -35 °C klargekommen.
    Meine Kombi ist dünne Wollsocken, Mülltüte als Dampfsperre und dann dicke Wollsocke als Isolation. Sprich die viel zitierten 2 Nummern größer bei den Ski Schuhen sind für mich richtig. Gerade morgens, wenn man startet merkt man ob man in feuchte und somit gefrorene Schuhe steigt, oder eben in trockene, da Dampfsperre.
    Zu den Steigeisen: Unbedingt ausprobieren. BC Schuhe sind nicht für Steigeisen gedacht. Die Sohlen sind sehr weich, die Fersenkappe rund. Ich hatte ziemlich Probleme Steigeisen an meine Schuhe zu bekommen. Zuhause im trockenen sah es ganz gut aus, im Gelände nach den ersten Schritten, verrutschten die Steigeisen.
    Bei Steigeisen ist fraglich ob sie an die 75 mm Schuhe gehen, der Entenschnabel stört da. Dann läuft es eh auf NNN-BC Schuhe hinaus.
    Gruß

  15. Gerne im Forum

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    AW: BC-Skiausrüstung

    #15
    Danke! Das hilft mir alles schon mal sehr weiter. Ich habe bisher noch von keinem gehört/gelesen, dass er in Stiefeln von Alfa kalte Füße hatte. Ich hoffe, dass ich auch diese Erfahrung mache und endlich mit kalten Zehen Schluss ist, insofern sie mir passen. Mit der Größe muss ich mal schauen. Die einen sagen, dass man sie in normaler Größe nehmen soll (auch bei VBL), da sie groß ausfallen, und andere die üblichen ca. 2 Nummern größer. Ich werde sie mal in 2 verschieden Größen bestellen und sehen welche besser passen.

    @elch33 Ja, dass die Steigeisen nicht über den Schnabel passen könnten, befürchte ich auch. Ich hätte von den Bildern her gedacht, dass die Sohle der Stiefel von den Alfas recht steif ist (wie auch bei den Langlaufschuhen). Und dass die Sohle bei den BC-Stiefeln rund ist, hatte ich zwar gesehen (bzw. kenne ich von den Langlaufschuhen), aber nicht daran gedacht, dass es deshalb mit den Steigeisen problematisch ist. Danke für den Hinweis!

    Ich habe hier irgendwo mal gelesen, dass es sich auf der Geraden mit der NNN-BC Bindung besser läuft bzw. natürlicher, weil bei der NN75 der Drehpunkt ungünstiger sei. Ist da was dran?

  16. Anfänger im Forum

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    AW: BC-Skiausrüstung

    #16
    Hallo,
    falls du noch nicht bestellt hast und noch am Überlegen bist, kann ich dir auch die Stiefel von Crispi empfehlen: Crispi Svartisen GTX 75mm.
    Hab die Stiefel inzwischen seit 7 Jahren und bin sehr zufrieden. Sind auch sehr warm, habe sie allerdings auch 1-2 Nummern größer genommen. Der Vorteil ist, dass man nicht so fest schnüren muss, da man mit den Schnallen den entsprechenden Sitz auch regulieren kann. Die Schnallen stören meiner Meinung nach im ebenen Gelände nicht.
    Bezüglich deiner Frage den Drehpunkt bzw. den Laufkomfort betreffend finde ich, dass die NN75 Bindung natürlich schon steifer ist, wie eine klassische Langlaufbindung. Wenn du allerdings eine Pulka ziehst, ist es nicht entscheidend.
    Als Bindung kann ich dir die Voilé 3-Pin Cable Back Country Bindung empfehlen. Fahre sie allerdings in 95% der Fälle ohne das Kabel.

  17. Fuchs
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    AW: BC-Skiausrüstung

    #17
    Zitat Zitat von elch33 Beitrag anzeigen
    Zu den Steigeisen: Unbedingt ausprobieren. BC Schuhe sind nicht für Steigeisen gedacht. Die Sohlen sind sehr weich, die Fersenkappe rund. Ich hatte ziemlich Probleme Steigeisen an meine Schuhe zu bekommen. Zuhause im trockenen sah es ganz gut aus, im Gelände nach den ersten Schritten, verrutschten die Steigeisen.
    Bei Steigeisen ist fraglich ob sie an die 75 mm Schuhe gehen, der Entenschnabel stört da. Dann läuft es eh auf NNN-BC Schuhe hinaus.
    Gruß
    Mich wundert ein bisschen, wofür man bei dem vorne beschriebenen Einsatzzweck "klassische Touren mit Zelt in Skandinavien von Finnland über Norwegen bis später vielleicht auch mal Grönland" zwingend Steigeisen brauchen sollte. Bei meinen Wintertouren, ob Sarek, Island oder Grönland, habe ich jedenfalls nie welche benötigt. Wenn man tatsächlich Steigeisen benötigt, macht macht keine klassische Back Country-Skitour und ist in so steilem Gelände unterwegs, dass eine Pulka dort eigentlich auch nichts mehr verloren hat.

  18. Erfahren

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    AW: BC-Skiausrüstung

    #18
    Zitat Zitat von mawi Beitrag anzeigen
    . Mit der Größe muss ich mal schauen. Die einen sagen, dass man sie in normaler Größe nehmen soll (auch bei VBL), da sie groß ausfallen, und andere die üblichen ca. 2 Nummern größer. Ich werde sie mal in 2 verschieden Größen bestellen und sehen welche besser passen.
    Das ist ein sehr interessanter Punkt, den ich mal aufgreifen möchte. Ich hab mich in dieser Frage nämlich auch etwas unsicher gefühlt.

    Alfa schreibt in der PRoduktbeschreibung seiner Schuhe explizit, daß man sie passend und also nicht zu groß kaufen soll, damit mal einen stabilen FErsensitz hat. Als ich meinen Alfa gekauft hab, hat der Verkäufer da auch nochmal drauf hingewiesen. Ich hab also einen passenden Schuh gekauft (und eben nicht eine Nummer zu groß), was aber bedeutet, daß ich ein eine Liner Socke und eine etwas dickere Socke anziehe und das wars dann. Eine richtig dicke Socke drüber geht nicht.

    Quintessenz aus mittlerweile 4 Wintertouren in Lappland: Der Schuh paßt perfekt, keine Blasen/Druckstellen. Kalte Füße hab ich aber auch nicht gehabt bisher. Andererseits war es bei uns bisher auch noch nie so richtig kalt. -20 Grad hatten wir, aber nicht kälter.

    Ich gebe aber zu, ich bin immer wieder etwas verunsichert, wenn ich lese, daß andere mit richtig dicken Socken unterwegs sind. Andererseits habe ich testweise im Globetrotter mal einen Alfa in einer Nummer größer probiert und den mußte ich dann richtig fest schnüren, damit ich trotz der dickeren Sochen einigermaßen einen Fersensitz hatte.
    Würde mich mal interessieren, wie da die Meinungen sind, aber wahrscheinlich ist es wie so oft eine Frage der persönlichen Präferenz.

    Crispi paßt bei mir übrigens nicht, der Schuh ist deutlich schmaler als der Alfa. Elli hat aber einen und ist damit superzufrieden.
    Horst

  19. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    #19
    Zitat Zitat von Horst24 Beitrag anzeigen
    Das ist ein sehr interessanter Punkt, den ich mal aufgreifen möchte. Ich hab mich in dieser Frage nämlich auch etwas unsicher gefühlt.

    Alfa schreibt in der PRoduktbeschreibung seiner Schuhe explizit, daß man sie passend und also nicht zu groß kaufen soll, damit mal einen stabilen FErsensitz hat. Als ich meinen Alfa gekauft hab, hat der Verkäufer da auch nochmal drauf hingewiesen. Ich hab also einen passenden Schuh gekauft (und eben nicht eine Nummer zu groß), was aber bedeutet, daß ich ein eine Liner Socke und eine etwas dickere Socke anziehe und das wars dann. Eine richtig dicke Socke drüber geht nicht.

    Quintessenz aus mittlerweile 4 Wintertouren in Lappland: Der Schuh paßt perfekt, keine Blasen/Druckstellen. Kalte Füße hab ich aber auch nicht gehabt bisher. Andererseits war es bei uns bisher auch noch nie so richtig kalt. -20 Grad hatten wir, aber nicht kälter.

    Ich gebe aber zu, ich bin immer wieder etwas verunsichert, wenn ich lese, daß andere mit richtig dicken Socken unterwegs sind. Andererseits habe ich testweise im Globetrotter mal einen Alfa in einer Nummer größer probiert und den mußte ich dann richtig fest schnüren, damit ich trotz der dickeren Sochen einigermaßen einen Fersensitz hatte.
    Würde mich mal interessieren, wie da die Meinungen sind, aber wahrscheinlich ist es wie so oft eine Frage der persönlichen Präferenz.
    Wenn man eher spät in der Saison unterwegs ist, sind nur selten Temperaturen unter -20°C zu erwarten. Im Februar und März kann es in Lappland aber schon deutlich kälter werden. Bei -30° C freut man sich morgens über nicht allzu kalte Schuhe, ein paar Grad kälter machen in dem Bereich viel aus.
    Der entscheidende Punkt ist vielleicht, ob man in so einer kalten Nacht im Zelt übernachtet oder in der Hütte, aus der man direkt aus dem Warmen heraus starten kann. Im Zelt hat man dagegen wahrscheinlich schon in der Nacht etwas gefroren im Schlappsack und ist dann ausgerechnet zur kältesten Tageszeit mind. eine Stunde mehr oder weniger bewegungslos beschäftigt, bis man startklar ist. Wenn überhaupt dann hatte ich in dieser Zeit mit kalten Füßen zu kämpfen. Sobald man unterwegs ist, werden die Füße durch die Bewegung warm.

    Nachdem meine alten Schuhe mit Innenschuhen in die Jahre gekommen sind, habe ich mir vorsorglich für künftige Touren bei Globi im Angebot neue Alfa-Schuhe (ohne Innenschuhe) gekauft, eine ganze Größer mehr als ich sonst habe (auch in Bergschuhen), damit ich Filzinnenschuhe oder 2 Paar dicke Socken reinmachen kann. Hoffe nach dem, was du schreibst, dass das nicht zu Blasen führt.

  20. Gerne im Forum

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    #20
    Zitat Zitat von reys Beitrag anzeigen
    Hallo,
    falls du noch nicht bestellt hast und noch am Überlegen bist, kann ich dir auch die Stiefel von Crispi empfehlen: Crispi Svartisen GTX 75mm.
    ...
    Als Bindung kann ich dir die Voilé 3-Pin Cable Back Country Bindung empfehlen. Fahre sie allerdings in 95% der Fälle ohne das Kabel.
    Danke! Die Crispi sind, soweit ich gesehen habe, nicht so leicht beziehbar wie die Alfa. Die müsste ich im Ausland bestellen, was das Rücksenden etwas erschwert (falls nötig). Und ich habe tendenziell einen breiteren Fuß, so dass ich denke, dass ein Alfa eher passt.
    Die Voilé wäre bei NN75 auch meine erste Wahl.

    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Mich wundert ein bisschen, wofür man bei dem vorne beschriebenen Einsatzzweck "klassische Touren mit Zelt in Skandinavien von Finnland über Norwegen bis später vielleicht auch mal Grönland" zwingend Steigeisen brauchen sollte. Bei meinen Wintertouren, ob Sarek, Island oder Grönland, habe ich jedenfalls nie welche benötigt. Wenn man tatsächlich Steigeisen benötigt, macht macht keine klassische Back Country-Skitour und ist in so steilem Gelände unterwegs, dass eine Pulka dort eigentlich auch nichts mehr verloren hat.
    Das hängt natürlich alles von der Tour ab, wie lang und wohin, etc. Auf meiner Sarek-Tour im letzten März war ich nur 14 Tage unterwegs, also dementsprechend mit Rucksack. Da bin ich dann halt quer über die Berge durch (so lange das Wetter gut war). Allerdings hatte ich da keine langen Felle mit und die Hänge waren vereist, so dass Steigeisen von Nöten gewesen wären (hatte ich aber leider nicht bei). Auch wenn ich lange Fälle dabei gehabt hätte, dann wäre ich von den Gipfeln garantiert nicht abgefahren.

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