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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #61
    Mitreisende: Pfiffie
    Maik!

    Solltest Du mal ein Buch schreiben, ich nehme eins.

  2. Fuchs
    Avatar von Pfiffie
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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #62
    Zitat Zitat von DasBushbaby Beitrag anzeigen
    Maik!

    Solltest Du mal ein Buch schreiben, ich nehme eins.

    Vielen Dank




    Ich muss an der Stelle etwas korrigieren. Die Zeiten meiner Etappen sind 1h später, denn ich habe immer auf die Zeiten der Kamera geschaut und heute festgestellt, da um 5:14 auf dem Foto schon die Sonne schien, das das gar nicht sein kann wenn die Sonne erst ca. 5:30 auf geht. Die Kamera war noch auf Winterzeit eingestellt
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

  3. Dauerbesucher
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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #63
    Also Maik, unser Neid sei dir gewiss.

    Nein, wir gönnen dir das Wetterglück von Herzen. Die Bilder sind einfach wunderschön. Ich freu mich dabei sein zu können.

    Was uns aber wirklich neidisch macht, ist der volle Schrank in Vistas. Als wir eine Woche vorher dort einkaufen wollten, gab es dort weder Knäcke noch sonst etwas zum Frühstück. Kartoffelpüree hätten sie uns anbieten können. Es gab keine Nudeln und keine Reis, weder Schokolade noch Snikers. Dafür war noch Bier und Tubenkäse in Massen vorhanden. Hätten wir in Alesjaure nicht mehr gekauft, als wir vor hatten, hätten wir echt alt ausgesehen.

    Und zu allem Überfluss war auch bereits der Hunderaum besetzt. Dabei hatten wir uns schon so auf die Übernachtung in der Hütte gefreut.

    Bin gespannt wie die nächste, nicht ganz so kurze Etappe, nach Alesjaure verlaufen ist.

  4. Fuchs
    Avatar von Pfiffie
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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #64
    @Andrea: Das ist sehr schade mit Vistas, vor allem wenn man damit rechnet das man was kaufen kann. Die Nudeln waren aber noch von Sälka! Ich fand das der Shop voll war, sie müssen dann wohl doch mal Nachschub bekommen haben

    10.09. Vistas-Allesjaure ca. 18km

    Es ist 05:00Uhr (korrigierte Zeit, vorherige Zeitangaben waren Winterzeit). Alles war diesmal bereits richtig vorbereitet. Das Frühstück lag auf dem Tisch die Sachen hatten einen bestimmten effektiven Platz, damit früh alles etwas schneller gehen konnte. Nachdem dann auch der Wassereimer frisch gefüllt war ging es ca. 1h später dann auch los. Die Nacht und der letzte Tag hatte mir gut getan, zwar hatte ich immer noch hier und da schmerzen und die Knie waren angeschwollen, aber allgemein fühlte ich mich wesentlich frischer und das war auch notwendig. Denn das Gelände war durchaus hügelig, immer wieder kleine wadenbeißer und im prinzip wenn ich richtig rechne ging es eigentlich 14 von 18km stetig berg an.
    Alle schliefen noch und ich blickte noch mal in das Tal von dem ich runter kam. Nallo und Vistas waren und sind meine Wunschhütten bzw. Etappen gewesen und dadurch das die Rundwanderung mit Zelt (Nikka-Nikka) ausfiel hatte ich die Möglichkeit den viel schöneren oberen Teil des Vistastales zu sehen und später noch den Abiskonationalpark.



    In den Bergen hing wieder zäher Hochnebel der meiner Meinung nach auch den Spätherbst ankündigte bzw. wahrscheinlich auch das sich das Wetter bald ändern würde.





    So tauchte ich erst mal in den Birkenwald ein und wollte jetzt auch den Elch sehen der hier rumspringen soll. Leider wie wir ja erfahren haben wurde dieser ein paar Tage vorher aus dem Tal geflogen. An jeder Lichtung schaute ich und lief leise und schaute auf den Boden ob man irgendwas frisches sieht. Leider erfolglos. Bis auf ein paar Raben ließ sich nichts weiter blicken.













    Es war wieder frostig kalt und durfte die ersten Kilometer im Schatten laufen, was für mich aber sehr angenehm war, denn es gab ja wie jeden Tag keinen Wind und man konnte sich quasi aus der Dunkelkammer die beleuchtete Hochkulisse auf der anderen Flußseite anschauen und das war ein fantastischer Ausblick.



    Hier war es so Still das ich meinen Atem hören konnte und bis auf die Hochebene zu den Seen und den höchsten Punkt des Tages sollte ich niemanden treffen. Ich hatte respekt vor der Strecke und wusste nun nicht genau wann es wirklich zuzieht und regnen soll. So drückten sich die ersten 7km in ca. 2,5h durch incl. der Fotopausen. Auch wenn der Rucksack für mich schwer schien und auch wenn alles anstrengend war kam ich doch viel schneller vorwärts als am Anfang.
    Je weiter man aber an die Baumgrenze kam musste man immer wieder kleine Anstiege über Blockfelder leisten und anschließend wieder runter laufen.











    Ein fantastisches Tal. Es machte richtig spaß hier zu laufen. Immer wieder blieb ich stehen und musste zum Sonnenaufgang zurück blicken. Ständig veränderten sich die Farben, das Tal wurde wach.
    Am rechten Wegrand lag ein totes Renntier oder ein Elchkalb, würde mich aber wegen dem kleinen Geweihstock am Kopf für Rentier entscheiden.



    Jetzt überlegte ich was hier passiert war, die Fantasie hat ja keine Grenzen. War es ein Wolf, ein Vielfras, ein Bär oder der Blitz. Natürlich steigerte ich mich so rein das ich rundrum schaute um etwas zu entdecken, obwohl dieses tote Tier hier bestimmt schon seid dem letzten Jahr rumliegt. Ich musste dann auch echt in mich reinschmunzeln tatsächlich nach dem Täter ausschau zu halten.

    Hier musste ich jetzt auf die linke Seite des Tales wechseln und lief dabei durch ein kleines Flußdelta. Vorher habe ich dann auch die erste Pause gemacht, da es auch die erste Möglichkeit war mein Wasser wieder auf zu füllen.





    Immer wieder gab es aber auch richtige Pfadstücken aus Erde die ich sehr begrüßte und die für meine Füße und Geschwindigkeit sehr gut waren.

    Pausenplatz und die Stelle zum Seitenwechsel






    Es war bis jetzt einfach und hatte richtig viel Energie. Laufen und Genießen. Ich spürte das ich absolut nichts falsch gemacht habe. Es waren nur noch 11km und ich hatte viel Zeit. So machte ich Foto um Foto für jeden Kilometer

    Pausverpflegung, Schoki, Wasser, Brausetablette und Mineralpulver




    Birke allein zu Haus




    Beim zurückblicken spürte man förmlich was man an Streckte zurück legte und sah das es wirklich nach oben ging, was der Blick nach vorne nicht vermuten ließ.



    Hier lagen Steine rum wo ich überlegte wie die dahin gekommen sind und ob demnächst hier sowas runter rollt. Die sehen zwar auf dem Foto sehr klein aus, aber jeder der dort Wandern war weiß das sie so groß sind wie eine Hütte. In Nallo war unter anderem ein Thema Erderwärmung und Steinschlag hier in dieser Gegend. Einige haben wohl schon davon berichtet Steinschläge gehört zu haben aber alle anwesenden haben das noch nicht beobachtet. An manchen hängen konnte man aber doch frische Abrisse (hellbraun vs. Dunkel drum rum) entdecken. Wenn wir Sommer haben die Langfristig 30°C warm sind da oben, also nicht nur mal ein Tag, wie wirkt sich das auf diese Täler aus?





    Das Ende des Tales kam in sicht und damit ein anstrengender kurzer Anstieg von ca. 100hm aus dem Tal heraus.





    Eine der schönsten Brücken der Tour, sehr eindrucksvoll








    Zeit für eine Pause, T-Shirt Wetter war angesagt


    Im Hintergrund sah man jetzt schon die eine oder andere Wolke aufziehen, was ganz neues auf meiner Tour und deswegen auch eindrucksvoll. Sie kündigten den angesagten unangenehmeren Abend an, aber es war noch lange nicht so weit.







    Ich befand mich jetzt auf einem Hochplateau und das Vistasvagge rückte immer mehr aus meinem Blickfeld. Die hier befindlichen Seen waren Glasklar und an einem dieser Seen arbeitete ich mich an ein Ufer über ein grobes Blockfeld und machte das schönste auf der Tour, Pause! Hinsetzen, trinken, Essen, Rumdödeln, manchmal schlafen.









    Es wurde jetzt wieder sehr steinig und kam an die Kuppe zum Abtieg Richtung Allesjaure. Jetzt merkte ich auch das ich schon eine gewisse zeit unterwegs bin und doch ziemlich geschafft war. Nicht zuletzt auch durch den letzten Anstieg und dem doch schlechter werdenden Weg. Der Blick auf das Samendorf und links hinüber zu Allesjaurestugorna ließ mich aber spüren das es nicht mehr weit ist und es fühlte sich doch leider auch etwas so an als wenn man doch in die Zivilisation kommt, zumindest für den Moment. Der See leuchtete in der Sonne, es war trotzdem ein toller Ausblick.



    Später im Abstieg kam noch eine Furt die ich als solche bezeichnen würde, wobei wenn man es wirklich ernst nimmt hatte ich keine einzige auf meiner Tour. Denn ich selbst würde Furt mindestens so bewerten das die Schuhe oder was man auch immer an hat unter Wasser kommen, was nie der Fall war. Hier gab es dann auch nochmal eine längere Trinkpause.





    Mannshohe Weidenbüsche standen da, welche auch schon gelb wurden und der Blick wurde teilweise ganz verdeckt, was ich aber auch recht spannend fand, wo ich doch schon viel gesehen hatte. Man besann sich auf Kleinigkeiten und genoß die Ruhe.

    Die Furt war nicht schwer, auf Steine laufen konnte ich nun ganz gut.




    Es war jetzt wolkiger und schon oben auf dem Plateau konnte man spüren das langsam Wind auf kam. Jetzt im Tal angekommen wurde dieser auch immer stärker.

    Doch geschafft und in sehr kleinen Schritten sah ich die Allesjaurstuga auftauchen und beim Anblick des Schildes kam etwas frust auf. 1,5km, man die ist doch gleich da vorne. Der Akku war jetzt leer und die Etappe zog sich echt schleppend hin auf den letzten Kilometern.



    Irgendwann sah ich dann auch endlich die Brücke wo es hinüber geht und zur Hütte hoch. Ich war froh, konnte kein Schritt mehr laufen und wollte mich da irgendwo erst mal hinsetzen. Der Rucksack kam mir jetzt richtig schwer vor und der Beckengurt verursachte auf den Hintern brennende schmerzen. Er rutschte immer schneller weiter runter weil alles Naß war und musste ihn dadurch öfters hochschieben. Ich war ganz kurz und knapp fertig.



    Aber, nein, das ist jetzt nicht wahr? Nun stand ich vor der Brücke und blickte auf einen doch recht großen Steilhang den ich noch hoch muste um zur Hütte zu kommen. Das war eindeutig zu viel, ich war so kaputt das ich da nicht hochlaufen wollte und fluchte wie man denn so eine Hütte auf einen Berg bauen konnte. Naja das war eben nur dieser Moment, oben angekommen war das alles vergessen, bis auf die Kaffebohnenschritte in die Hütte hinein und dieses geräuschvolle hinsetzen auf den Stuhl wie ein Rentner. Ich war müde und hing da wie ein schluck Wasser. So hatte sich das frühs noch nicht angefühlt.



    Die Stugvärtin kam um die Ecke und fragte ob ich Limo haben möchte. Und so trank ich erstmal ein schluck leckere Limo und war echt dankbar darüber. Später füllte sie sogar nochmal nach und ließ mich eine Weile alleine. Wahrscheinlich sah sie mir an das ich ein paar Minuten brauchte um Kraft zu schöpfen. Ich hätte einschlafen können. Es war ein riesen Gelände und später sah ich auch das man wenn man von Abiskojaure kommt nicht son Hügel hoch muss. Ich ging in den Shop zeigte ihr mein Internetpapier und sagte das ich Übernachten möchte. Jetzt fiel der Blick auf den Kühlschrank, ich öffnete ihn und hatte Angst vor Ernüchterung wie in Sälka. Aber nein er war voll kalter Cola und Bier, so wanderten 2 Cola und diesmal 2 Bier in den Korb, dazu noch Nudeln, Knackwürste, Riegel, Eier hart und eine Dose Chilli. Das war Essen für einen ganzen Tag und Verpflegung für unterwegs bis zum nächsten Abend. Ja ich wirkte wohl verhungert und wusste nun auch warum man nicht hungrig Einkaufen soll. Aber es war egal, mir war es in diesem Moment einfach wert.

    Ich bezog die Hütte und sollte ein Zimmer haben mit 4 Betten für mich alleine. Damit hatte ich hier schon garnicht gerechnet und schon war ich schon wieder ein Glückspilz. Allerdings merkte ich auch das ich wieder auf dem Kungsleden bin und diese „Ich grüße nur auf dem Weg mentalität“ bei vielen, aber egal ich kann es nicht ändern, das ist einfach so und es ist besser es so hin zu nehmen!

    Ach ja, der Donnerbalken stand eigentlich auch sehr schön da.









    Ich hatte nach der Routine beim Ankommen an einer Hütte noch genügend trockene Zeit draußen. Aber jetzt wehte der Wind sehr stark und es war sehr kalt. Ich fand einen schönen Stein im Windschatten und trank nach und nach meine verdienten Goddies für den Tag. Auch die Knie wurden dann immer wieder abwechselnd massiert und nahm dazu ein paar Schmerztabletten um Entzündungen vor zu beugen. So beobachtete ich die ankommenden Trekker aus der Richtung von Abisko und da kamen doch noch einige.





    Aus Richtung Tjäktja zog es jetzt immer mehr zu und es fing auch an zu regnen, aber ich bekam nicht einen dieser Tropfen ab und wusste nun auch das Vintervik recht behalten sollte. Es war eine gute Idee diese Etappe früh zu starten, denn ich saß bei Regen in der nächsten Hütte.











    Drinnen gab es jetzt Chilli mit Nudeln, dazu noch ein Bier. Der Wind wehte die Regentropfen jetzt an scheibe und man hörte wie sich draußen das Wetter änderte. Immer wieder schlugen Windböen auf die Hütte die dadurch geräusche machte. Ich war trocken und fühlte mich jetzt wesentlich besser als bei der Ankunft. Morgen sind es nochmal 4km mehr, aber da hatte ich nicht so viel sorgen, denn es geht ja größtenteils Bergab und alle die ich Tage zuvor gefragt hatte sagten das der Weg nicht so steinig ist. Gute Nacht 

    Ich war stolz darauf eine längere Etappe mit Anstieg geschaft zu haben und das nach den vielen Tagen.

    Gruß Maik
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  5. Gerne im Forum

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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #65
    Sehr cooler Bericht! Was nutzt du denn für eine Kamera?

  6. Fuchs
    Avatar von Vintervik
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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #66
    Sehr schön, dass Du im Stuor Reaiddavaggi und Vistasvaggi so tolles Wetter hattest und die Landschaft so geniessen konntest.
    An dem Tag, an dem Du in Nallo ankamst, war ich über den Tag unten in Vistas, deswegen tauchte ich erst am Nachmittag auf. Kann mich noch dran erinnern, wir warm es an dem Tag wurde.

    Vistas hatte während der Woche eine Auffüllung des Ladens bekommen.

    Nun stand ich vor der Brücke und blickte auf einen doch recht großen Steilhang den ich noch hoch muste um zur Hütte zu kommen. [...] und fluchte wie man denn so eine Hütte auf einen Berg bauen konnte.
    Dafür ist man als Stugvärd im Winter dankbar, da die Hütten nicht mit Schnee zugeweht werden und es so weniger Schneeschaufeln bedeutet (ist z.B. in Nallo oder Sälka ja ähnlich).


    Freu mich auf den letzten Teil der Erzählung!
    Geändert von Vintervik (14.10.2018 um 22:48 Uhr)

  7. Erfahren

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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #67
    Was für Hammerfotos!
    Was für ein Hammerwetter!

    Ich würde auch einen Fotokalender nehmen statt eines Buchs.

    ...aber sag mal: 2 Ibu 800......, und das zur Prophylaxe. Was nimmst du denn für Dosen, wenn's dir mal echt schlecht geht?

  8. Erfahren

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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #68
    Zitat Zitat von agricolina Beitrag anzeigen
    ...aber sag mal: 2 Ibu 800......, und das zur Prophylaxe. Was nimmst du denn für Dosen, wenn's dir mal echt schlecht geht?
    Wollen wir lieber gar nicht wissen... aber Scherz beiseite, NSAIDs sind keine Gummibärchen. Mit dieser Dosierung hast Du nicht wesentlich mehr Effekt als mit der empfohlenen Dosis, aber ein höheres Risiko fuer Nebenwirkungen. Selbst wenn Du die schon oft genommen hast, kannst Du nicht sicher sein, dass das gut geht - Nebenwirkungen können auch mit Begleitfaktoren zu tun haben, Nierenschäden z.B. mit Dehydration. Also lieber mal den Beipackzettel lesen.

    Taffi

  9. Fuchs
    Avatar von Pfiffie
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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #69
    Danke das ich ihr sorgen macht es ist aber völlig ok. Mein Arzt sagte mir das ich durchaus auch 2 nehmen kann bei meiner Größe damit überhaupt eine Wirkung erzielt wird. Die Stärke gibt's ja nur auf Rezept!


    Ich danke Euch sehr, es freut mich riesig das es Euch gefällt.


    Viele Grüße Maik
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  10. Gerne im Forum

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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #70
    Echt schöne Fotos! Wir sind Mitte August in Nikkaluokta losgelaufen und in Singi dann Richtung Vakkotavare abgebogen, sodass ich zumindest die beiden Anfangsetappen auch kenne. Echt schön, die Landschaft noch mal in bunten Herbstfarben zu sehen! Bei uns war das Wetter leider ziemlich durchwachsen, so ein durchgängig blauer Himmel ist ja unglaublich. Jetzt werde ich ganz wehmütig und will zurück ...


  11. Administrator
    Fuchs
    Avatar von sudobringbeer
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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #71
    Eine wirklich sehr unterhaltsamer Bericht! Diese Farben - einfach nur genial! Du scheint wirklich ein Glückspilz zu sein. Es sei dir von Herzen gegönnt.

  12. Fuchs
    Avatar von Pfiffie
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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #72
    Zitat Zitat von Chip Beitrag anzeigen
    Sehr cooler Bericht! Was nutzt du denn für eine Kamera?

    Da war ich war noch eine Antwort schuldig Es ist eine Sony RX100 M3. Die Aufnahmen habe ich vorsichtshalber in RAW (Digitalnegativ) und die Bilder entsprechend zu Hause am PC nachbearbeitet. Dabei ging es aber nicht darum sie zu verstellen, sondern die schärfen und die Farben so hin zu bekommen wie man es dann auch für sich gesehen hat. Gerade bei Bildern im Gegenlicht oder mit Schatten ist es für einen Laien schwierig in dem kurzen Moment die richtigen Einstellungen zu finden und ich wollte auch vermeiden dann die Tour mit rumfummeln zu verschwenden. So konnte ich zu hause alles in ruhe nachbearbeiten.


    Den Vorletzten Tag sollte ich heut noch hinbekommen

    Grüße Maik
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  13. Erfahren

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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #73
    Du machst das genau richtig mit Deiner kleinen RX100. RAW und ein bissl Nachbearbeitung, das lohnt sich!
    www.lustwandler.at
    Trekking in Schweden, Norwegen und Island
    Letzte Tour: Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

  14. Fuchs
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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #74
    11.09. Allesjaure-Abiskojaure

    Gegen 6Uhr bin ich schon wieder munter, Frühaufsteher eben . Daheim ist es auch nicht anders auch wenn Wochenende ist. In der Nacht hatte ich mich gut erholt und die lange schwere Etappe ganz gut weg gesteckt. Vielleicht war es aber auch die Motivation und die Einstellung auf die nun folgenden cirka 22km. Draussen wehte immer noch ein für mich kräftiger Wind und es schien auch hin und wieder ein kräftiger Schauer herunter zu kommen.
    Nach dem ganzen Frühstücksritual an dessen Ende ich diesmal aus protest den Eimer nicht auffüllte, weil ich am Vortag 4 leere Eimer vorfand, ging es dann gegen 7Uhr los. Ich rückte vorsichtshalber die Regenkleidung zurecht und zog zumindest über den Rucksack den Regenschutz. Auch die Kamera verschwand erst mal im Rucksack, denn ich dachte mir bevor die jetzt Kaputt geht und den See hast du ja eh schon drauf. Die ersten Meter waren doch schwer, die Knie knackten und knorpelten etwas und mein linker Fussballen, der mittlerweile schon einen blauen Fleck hatte meldette sich auch noch um den morgendlichen Start dem Wetter an zu passen. Mein Hintern schrie auch nach Wellness, denn auf der rechten Seite war die immer schlimmer werdende aufgescheuerte gereizte Stelle welche jetzt mit der Hand auch deutlich zu fühlen war.
    Das alles wurde nach ca. 30m erst mal ganz konkret ignoriert, schließlich sind das hier nicht die Malediven. So purtzelten wieder wie am Vortag die ersten Kilometer, den Wind im Rücken und der Weg doch sehr angenehm. Ich merkte wie schnell ich mit einem Rucksack jetzt auf einem normalen Weg laufen konnte und war echt überrascht. Der Regen nahm zu bis es nun stark regnete. Dabei wurde ich jetzt ziemlich naß......yeahhhh......wie aus Zauberhand kam ich an einen Unterschlupf. Es war die großzügig überdachte Bootshütte wo man zur Allesjaurehütte ein Stück abkürzen konnte wenn man nicht im September wandert. Ich stürtzte gleich rein und holte den eßbaren Kleinkram sowie die Brausetabletten heraus und hörte zu wie die Tropfen von meinem großen Schutzschild abprallten. Ein paar Minuten später gab es dann noch Gesellschaft. Das Pärrchen machte es sich auch gemütlich und kochte gleich mal Tee, lasst es halt erst mal regnen, die Pflanzen müssen ja auch mal gegossen werden dachte ich so. Sie hatten ein Rentiergeweih auf dem Rucksack geschnallt wie ich schon vorher ein paar Leute damit sah. Naja ich will auch eins . Nach einer Weile hatte ich das Gefühl es würde sich doch etwas einregnen und deswegen zog ich bis auf den Poncho alle meine Regensachen an und die Gamaschen und trapte los. Total geschützt und eingepackt hörte es 1km später auf zu regnen und nochmals 500m später kam die Sonne raus.....prima, das war jetzt Aktion sinnlos und der erste richtige Fehler auf meiner Tour. Denn die 1-2h hätte ich in der Hütte abwarten können oder bei dem Unterschlupf etwas mehr Geduld auf zu bringen wäre schon sinnvoller gewesen.
    Ab jetzt war ich auf der Etappe wieder im Sonnenflow und der Wind ließ auch langsam nach. Die Kamera kam wieder zum Einsatz und es war wie an allen anderen Tagen, einfach Sonnig und schön. Sogar meine nassen Sachen trockneten nun sehr gut. Ich will nicht behaupten das es da oben im Himmel jemanden gibt, aber unheimlich war das schon, hatte ich es doch mehr als verdient jetzt endlich mal auch die andere Seite Lapplands kennen zu lernen. Ok verdient nicht, aber normal wurde es höchste Zeit dafür.



    Naja ein geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und erfreute mich am schönen Wetter.







    Ich wusste nicht so recht ob es das jetzt schon war. Denn rundrum zogen in den Bergen im wieder dunkle Wolken auf, aber später hatte ich das Gefühl ich befand mich im Auge des Sturms. Nicht ein Schauer traute sich über meinen Kopf als wenn über mir ein kleines Hoch schwebt. Das nahm ich dankend an und so vergingen die Kilometer.







    Sachen konnte ich bis jetzt noch nicht schweben lassen, also bin ich auch kein Jedi der das Wetter beinflussen kann, aber irgendwie kann ich mir das nicht erklären. Der Abstieg stand bevor nachdem ich ca. 7km am See lang gelaufen bin und ein Stück über ein Plateau lief.



    Hier blickte ich mich um und mir wurde bewusst das ich jetzt die letzten Meter im Kahlfjäll für den Rest der Tour laufe. In diesem Moment war es als wenn man aus dem Kino läuft nach einem herzzereisenden Film. Vor mir spielten sich die Bilder der letzten Tage ab und ich war schlagartig traurig und glücklich zugleich. Konnte das wahr sein oder wachst du gleich auf und ärgerst dich das es nur ein Traum war. Jetzt war nur noch ein Abstieg vor mir und morgen die ca. 14km bis Abisko. Die Tour neigte sich dem Ende zu. Ich wusste hier innerlich das ich es geschaft habe.





    Die ersten Birken tauchten auf, die Herbstfärbung war hier noch intensiver als eh schon. Goldgelb oder Dunkelorange zappelten die Birkenblätter wie ein Lämpchen.
    Der Abiskojaure kam in Sichtweite und obwohl ich die Hütte noch nicht sehen konnte wusste ich genau wo sie stehen müsste, schließlich war ich nach der langen Zeit der Vorbereitung eine lebende Karte.





    Der Gedanke an das Ende der Tour und das Ziel erreicht zu haben nahm mir die Kraft und so waren die letzten Kilometer dennoch richtig schwer und ich fiel auch wieder in diesen Kaffebohnenschritt. Vielleicht war der Akku doch einfach auch nur leer.



    Das war aber überhaupt nicht schlimm, diese Momente war ich nun gewöhnt und es war nicht mehr weit. Und schließlich war es die längste Etappe auf der Tour. Stolz machte sich breit und ich wollte dann einfach nur noch dort ankommen.



    Je tiefer ich kam um so mehr tauchte ich ein in einen Farbtopf voll rot gelber Farben. Sah doch von weiten die Herbstfärbung eher unscheinbar aus stand ich nun herbstlich angestrahlt in mitten einer fantastischen Birkenlandschaft.



























    Mir fehlen die Worte, denn an den letzten Tagen waren schon alle Steigerungsformen aufgebraucht und auch wenn das hier alles andere als Kahlfjäll und hohe Berge war, strahlte es eine gewisse Geborgenheit aus. Trotz der deutlichen Schmerzen war ich fröhlich und neugierig was es hier alles so gab, vielleicht auch Geweihe?....nein die gabs leider nicht, man kann ja nicht alles haben.

    Wenig später gelangte ich an die Brücke zur Abisjaurestuga und lief den kleinen Hügel gleich mal für umsonst nach oben. Kraftreserven hatte ich ja wie beim start heute früh 







    Ich war da, bester Sonnenschein mitten im Wellnesspark Abiskojaure. Es begann nach einer guten Pause auf der Bank das alltägliche Hüttenritual. Shop-Bett beziehen-Umziehn-Füße versorgen-Sachen Aufhängen-raus setzen in die Sonne und Cola schlürfen, dazu eine herzhafte Knackwurst und häufiger mal ein zwei Eier überfüllt mit Gewürzen. Herrlich nach so einer Etappe.









    Die Hütte/n war/en am Abend von allen am vollsten. Selbst über mir schlief einer. Wie ich später erfragte, er kam aus den USA und war dies Jahr schon einige Wochen in Russland unterwegs. Die Leute waren insgesamt wie an allen großen Hütten sehr reserviert und unkommunikativ. Trotzdem fand sich dann an meinem Tisch der Mann aus den USA und drei weitere Trekkerinnen aus Schweden und Holland. In der Nachbarhütte waren Japaner und es waren sicher noch andere Länder hier am Platz.

    Ein fast älteres Ehepaar aus Deutschland war auch in der Hütte. Es waren Tagestouristen die von Abisko kamen, die Frau mit Handtasche wie zu Hause. Sie sahen in anbetracht der ganzen Leute nicht glücklich aus. Sie haben sich bestimmt so eine Übernachtung in einer Lapplandhütte ganz anders vorgestellt. Zumindest machten sie so einen Eindruck und spielten ohne eine Miene zu verziehen geräuschlos Karten. Kein Lachen kein umschauen. Fast schon ein Stillleben. Aber ich will es nicht kritisieren, fand es eher lustig und wer hat nicht schon mal etwas falsch gewählt und konnte nicht mehr zurück. Zum erzählen zu hause hatten sie definitiv etwas und wahrscheinlich mussten sie heute darüber herzhaft lachen.
    Der Abend war trotz der vielen Leute sehr schön, alle meine Tischnachbarn erzählten was sie erlebt haben und wo sie noch hinwandern, alle Lobten das Wetter in großen Tönen. Aber eins verstehe ich bis heute nicht. Da gab es etwas wie Muuus (so ausgesprochen). Es sollte aber kein Rentier und kein Elch sein, eben Muuus. Ein riesen Rentier so groß wie ein Pferd. Vielleicht kann das ja jemand von Euch auflösen, ich bin nicht dahinter gekommen, somal ich denke das Muuus (nicht richtig geschrieben) wirklich im Englischen den Elch meint.

    Es wurde spät, die Kerzen standen auf den Tischen und verbrannten ihr Wachs. Langsam kehrte Ruhe ein. Quetschte mich an die zu eng stehenden Betten vorbei und fiel in den tiefen Schlaf.

    Viele Grüße Maik 
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  15. Erfahren
    Avatar von sompio
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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #75
    Zitat Zitat von Pfiffie Beitrag anzeigen
    Aber eins verstehe ich bis heute nicht. Da gab es etwas wie Muuus (so ausgesprochen). Es sollte aber kein Rentier und kein Elch sein, eben Muuus. Ein riesen Rentier so groß wie ein Pferd. Vielleicht kann das ja jemand von Euch auflösen, ich bin nicht dahinter gekommen, somal ich denke das Muuus (nicht richtig geschrieben) wirklich im Englischen den Elch meint.
    Moose ist tatsächlich das englische Wort für Elch.

  16. Dauerbesucher

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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #76
    ...und was es schwierig macht: Auch Elk kann (zumindest laut dict.leo.org) Elch bedeuten. Im Amerikanischen aber eher Hirsch...

    Wieder tolle Bilder! Ich war diesen Sommer das erste Mal in Abiskojaure und kenne den Weg deines nächsten Tages. Freut mich, dass es dir dort gefällt, und toll, wie dein Bericht die Perspektive zurecht rückt, ich bin nämlich immer froh, wenn ich den Kungsleden wieder verlassen kann und irgendwo seitwärts laufe, du hast dagegen einen Riesenspaß, der aus dem Bericht spricht

    MfG, Heiko

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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #77
    Elk und Elen sind alte deutsche Worte für den Elch, Elk in Nordamerika bezeichnet Wapitihirsche. Die sind ziemlich groß.
    Quelle: Fritz Nüsslein und Google.
    In Selma Lagerlöfs Nils Holgerson wird der schwedische Älg als Graufell bezeichnet.
    Geändert von Bulli53 (16.10.2018 um 06:20 Uhr)

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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #78
    Ich hab's auch erst dieses Jahr gelernt:
    Elk und Moose sind verschiedene Tiere. Und der schwedische Elch, den ich bisher immer als Elk bezeichnet hatte, soll der Moose sein. Elk lebt in Nordamerika und ist wohl noch größer als der Moose

    Peter

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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #79
    Zitat Zitat von pekra62 Beitrag anzeigen
    Ich hab's auch erst dieses Jahr gelernt:
    Elk und Moose sind verschiedene Tiere. Und der schwedische Elch, den ich bisher immer als Elk bezeichnet hatte, soll der Moose sein. Elk lebt in Nordamerika und ist wohl noch größer als der Moose

    Peter
    Hm, kann man pauschal so nicht sagen.

    Deutsch Elch = Latein Alces alces = britisches Englisch Elk = amerikanisches Englisch Moose. Gleiche Art in Nordamerika und Eurasien, aber verschiedene Unterarten; einige, nicht alle, der nordamerikanischen Unterarten sind (etwas) größer als die "normale" europäische, auch in Skandinavien verbreitete Alces alces alces.

    "Deutsch" Wapiti (eigentlich aus den indigenen nordamerikanischen Algonkin-Sprachen, wie Shawnee oder Cree) = Latein Cervus canadensis = (amerikanisches) Englisch Elk, aber *auch* Wapiti. Gleiche Gattung (Cervus), wie der europäische Rothirsch (Cervus elaphus, englisch Red Deer) und diesem ziemlich ähnlich, aber etwas größer, besonders (oft) das Geweih.

    Ein Moose (=Elch) ist viel größer als ein (nordamerikanischer) Elk (=Wapiti), im Sinne der Körperhöhe. Schulterhöhe bis > 2 m gegenüber so 1,50 m. Wapiti-Bullen aber teils ähnlich schwer wie Elche, weil "dicker"

    Zitat Zitat von Pfiffie Beitrag anzeigen
    Da gab es etwas wie Muuus (so ausgesprochen). Es sollte aber kein Rentier und kein Elch sein, eben Muuus. Ein riesen Rentier so groß wie ein Pferd.
    "Moose" ist ein Elch, siehe oben, und sowohl der amerikanische als auch der tendenziell meist etwas kleinere europäische sind generell größer (höher!) als Pferde (wenn es nicht gerade besonders große Shire Horses oder so sind), wenn auch nicht unbedingt schwerer.

    Rentiere (Rene) sind etwas völlig anderes, Latein Rangifer tarandus, britisches Englisch bzw. Bezeichnung für die Rentiere in Europa Reindeer, amerikanisches Englisch bzw. alternativ für die in Nordamerika Caribou, eingedeutsch auch Karibu. Die sind generell kleiner und leichter als beliebige ausgewachsene "Elks" und "Mooses", nur die allergrößten können gelegentlich an Wapitis heranreichen. Viele Unterarten, bspw. in Nordamerika Rangifer tarandus caribou, in Skandinavien Rangifer tarandus tarandus und in Finnland zusätzlich Rangifer tarandus fennicus (a.k.a. Waldren, das ist etwas größer wegen längerer Beine, aber hat ein weniger ausladendes Geweih, klar, macht sich im Wald besser).

    Also Vorsicht mit *Trekkerlatein*, das abends beim netten Hüttenbeisammensein so dargeboten wird

    PS Auffallendes Unterscheidungsmerkmal: bei Rentieren (Renen) haben *alle*, also Weibchen und Männchen, Geweihe, bei den anderen oben genannten nur Männchen. Und wenn man (in Europa) eine *große Herde* sieht, dann sind es auch Rene. (Amerika: auch Wapitis leben in Herden, Elche aber auch dort nicht.)
    Geändert von Ljungdalen (16.10.2018 um 10:29 Uhr)

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    AW: [SE] Zaubertraumbaum auf dem Kungsleden gießen

    #80
    Wapiti oder Elk gehören zu den echten Hirschen, deswegen "Cervus".
    Elche bilden mit den Rehen die Gruppe der Trughirsche .
    Ihr Verdauungssystem funktioniert anders, deswegen ernähren sie sich anders, Stichwort Nahrungsselektierer.
    Rene bilden eine eigene Gruppe, Rangifer, da auch die weiblichen Tiere ein Geweih ausbilden, anders als bei allen anderen der genannten Arten.

    Ansonsten, wie immer erschreckend, was da so für Grundkenntnisse über die heimische Fauna vorhanden sind.
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    Vilhjalmur Stefansson

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