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    Argentinien / Chile: Mehrtagesrouten von November bis Januar

    #1
    Hallo liebe OS-Community,

    Ich lese schon seit Jahren mit größter Freude die zahlreichen Reiseberichte aus nah und fern auf dieser Seite und habe mich nun endlich mal dazu entschieden, mich anzumelden und auch einmal um Rat zu fragen.

    Kurz zu mir: mein Name ist Robin, ich bin Mitte 20 und bin sehr gerne draußen unterwegs, habe in den letzten Jahren viele kleine und zwei größere Wanderungen unternommen, die da wären: nördl. Kungsleden im Herbst 2016 und südl. Kungsleden im Sommer 2015 (den allerdings wetterbedingt nach 4 Tagen abgebrochen).

    Ich bin dieses Jahr für ein Auslandssemester in Buenos Aires und würde in meiner Zeit gern möglichst viele, mindestens aber zwei längere (>5 Tage) Wanderungen unternehmen.

    Ich habe bisher an den Torres del Paine gedacht (O oder W Circuit) und den Huella Andina (dann ein Teilstück).

    Insgesamt würde ich mich sehr über ein paar Infos freuen, insb. zu Routen und den Wetterbedingungen:

    Ich würde gern den ersten Trek schon Anfang November machen, einen zweiten Anfang Dezember und dann, wenn sie Zeit es erlaubt Anfang Januar noch einmal los. Ich habe nun aber Verschiedenes zu den Wetterbedingungen in dieser Jahreszeit gelesen.

    Kann vielleicht jemand aus dem Forum, der selbst schon relativ früh unterwegs war, ein paar Tips zu Machbarkeit und Bedingungen geben? Also insb. bzgl. Schnee und Genehmigung der Nationalparlverwaltung) Ich werde zwar das erste Mal allein unterwegs sein, freue mich jedoch auf die Herausforderung, die das mit sich bringt.


    Und gibt es vielleicht andere Treks, die ihr mir empfehlen könnt? Ich weiß natürlich um die Vielzahl der möglichen Wege in Patagonien und Feuerland. Aber gerade deshalb hilft eine persönliche Empfehlung oft, eine Entscheidung zu treffen. Von der Vielzahl an möglichen Routen in diesem riesigen Land fühle ich mich derzeit ein wenig erschlagen.

    Noch eine abschließende Frage: Kennt jemand in BA einen guten Laden für Karten und Guides?

    Vielen Dank schon einmal fürs Lesen,

    Robin


    Update:

    Ich hatte überlegt, relativ spontan am Freitag nach Calafate zu fliegen und dann das O des TdP zu wandern.

    Allerdings habe ich jetzt widersprüchliche Informationen über die Begehbarkeit des Trails erhalten. Weiß jemand, ob ich für das O im Oktober eine Sondergenehmigung bräuchte bzw. ob eine Solotour erlaubt sein wird?

    Die Campingplätze des O sind mitunter erst ab November geöffnet, sodass ich nicht reservieren kann. Nun habe ich aber gelesen, dass diese Reservierungen vorgezeigt werden müssten? Da mein Spanisch nicht so unglaublich gut ist, habe ich leichte Probleme mit den verschiedenen Infos...
    Geändert von vr1000 (01.10.2018 um 17:37 Uhr)

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    AW: Argentinien / Chile: Mehrtagesrouten von November bis Januar

    #2
    Zitat Zitat von vr1000 Beitrag anzeigen
    Und gibt es vielleicht andere Treks, die ihr mir empfehlen könnt? Ich weiß natürlich um die Vielzahl der möglichen Wege in Patagonien und Feuerland.
    Nur so viel: Ich denke, es wäre auf jeden Fall ein Fehler, sich nur auf die bekannten Treks im Süden Patagoniens zu fokussieren. Zwischen Buenos Aires und dem Süden Patagoniens gibt es nahezu unendlich viele Möglichkeiten entlang des Hauptkamms der Anden, die von Buenos Aires wohl auch schneller und billiger zu erreichen sind.

    Ich war z.B. im November '14 im Gebiet um den erloschenen Vulkan Descabezado Grande in Chile unterwegs. Wir sind danach zwar auch weiter in den Süden gereist, aber im Nachhinein war das für mich die beeindruckenste Tour, die wir in drei Monaten unternommen haben. Einsam, trocken, streckenweise fast wüstenartig und doch ausreichend Wasser vorhanden, zwei Wochen strahlend blauer Himmel, abwechslungsreiche und vulkansich geprägte Hochgebirgslandschaft - ein Traum! Den TdP haben wir ausgelassen, weil zu voll.

    Von Buenos Aires aus kann man übrigens auch sehr einfach mit der Fähre nach Uruguay übersetzen. Das wäre dann aber eher was für einen entspannten Roadtrip entlang der Küste. Das haben wir nach den Anstrengungen im kalten Süden gemacht, um vor der Rückreise nach D noch etwas den Südsommer zu genießen.

    Viel Spaß!
    Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät.

  3. Neu im Forum

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    AW: Argentinien / Chile: Mehrtagesrouten von November bis Januar

    #3
    Vielen Dank für deine Antwort, vor allem der Tipp mit dem Descabezado Grande hat mich sehr neugierig gemacht. Ich werde mal schauen, ob ich hier in einer Buchhandlung einen Guide oder wenigstens Karten besorgt bekomme.


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    Avatar von sudobringbeer
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    AW: Argentinien / Chile: Mehrtagesrouten von November bis Januar

    #4
    Wir waren im Dez. 2016 sehr vom Huemul Trek angetan. Technisch etwas anspruchsvoller, wenig los (waren damals komplett alleine) und der Blick auf das patagonische Inlandeis sowie die Landschaft ist wirklich spektakulär. Mittlerweile aber kein "Geheimtipp" mehr. Torres del Paine war sehr schön, aber mMn recht überlaufen und auch landschaftlich etwas überschätzt , trotzdem lohnenswert wenn man viel Zeit hat. Wir hatten nur das W gemacht, der O Teil soll einsamer sein. Durch die vorhandene Infrastruktur sehr gut für Anfänger geeignet, erfordert aber eine sehr genaue und frühe Planung, da ohne Reservation der Plätze nichts geht und diese sehr schnell ausgebucht sind.

    Wir hätten damals auch noch gerne was in der Region um Salta gemacht, da wir es dort sehr schön fanden. Hatten aber leider keine zeit.
    Geändert von sudobringbeer (03.10.2018 um 12:43 Uhr)

  5. Neu im Forum

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    AW: Argentinien / Chile: Mehrtagesrouten von November bis Januar

    #5
    Ganz vielen Dank fuer den Tipp mit dem Huemul Trek, den hatte ich noch gar nicht auf dem Zettel. Ich werde naechste Woche erst einmal zum TdP, auch wenn ich nur den W-Trek machen darf mangels Genehmigung fuer den Nordteil. Ich hoffe jedoch, Anfang Oktober noch weitgehend meine Ruhe auf der Strecke zu haben und freue mich auf ein Abenteuer. Ich werde gerne berichten, wenn ich wieder da bin!

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