Seite 3 von 5 ErsteErste 12345 LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 60 von 98
  1. Erfahren

    Dabei seit
    01.04.2014
    Beiträge
    206

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #41
    Mitreisende: vobo
    Dienstag, 28.08: Rauhes Sarvesvágge

    Eigentlich hatte ja der Vorabend und einige Berichte (z.B. hier im Forum) mir das Attribut "lieblich" für das Sarvesvágge eingebrannt. Aber schon der morgendliche Wetterumschwung ließ von der abendlichen Lieblichkeit nicht viel übrig. Es regnete und nieselte bis ca. 9 Uhr, so dass ich erst kurz nach 10 Uhr das nasse Zelt beim Aufbruch eingepackt habe ...



    Dieses Wetter machte mir die Entscheidung über den weiteren Weg einfach. Bei schönem Wetter wäre ich vielleicht rüber zum Dielmásee und zwischen den Gletschern hindurch zum Álggavágge gegangen, aber bei diesen tiefen Wolken konnte ich nur dem "Normalweg" durch das Sarvesvágge und Niejdariehpvágge ins Álggavágge gehen.




    Der Sarvesjåhkå sah hier aber gut furtbar aus.

    Und so ging es jetzt im Sarvesvágge nach Westen. Mal im Schotter des Flussbetts, mal über Gras- oder Weidenhügel, aber auch mal durch Birken- und/oder Weidendickicht.


    Viele Rentiere waren hier zu sehen, leider keine Elche ...



    Und hier die Stars des Videos:




    ... nachdem sie erst mühsam auf meine Flussseite wechselten und jetzt durch so einen Wanderer wieder von dort vertrieben wurden .

    Typisch waren immer wieder Abschnitte, in denen das Dickicht bis an das Ufer des Flusses ging. Hier blieb einem nichts anderes übrig, als sich durch das nieselnasse Dickicht zu schieben.




    Letztlich fand ich es aber nicht so schlimm, weil es doch recht häufig einen Pfad durch die Büsche gab.

    Es nieselte immer wieder leicht, aber nicht so stark dass ich den Poncho benötigt hätte.


    Der Gipfel des Nåite 900m über mir in dichten Wolken.




    Und immer wieder leicht zu gehende Abschnitte über Grasflächen dazwischen.


    Eine etwas schwierigere Furt einer der Bäche die von der Hochebene Luohttoláhko herunterkamen.

    Und dann kam die Renvaktarstuga in Sicht. Insofern schön, weil danach die Weidendickichte vorbei sein sollten und waren.


    Rechts oben ist der trogähnliche Pass des Niejdariehpvágge sehen.



    Laut Grundsten sollte es auf der Höhe unter 1000m vor dem Passübergang schöne Zeltplätze geben. Daher beschloss ich, heute nur bis dahin zu gehen und nicht mehr den Pass zu überschreiten. Im Nachhinein würde ich sagen, dass dies nicht die beste Entscheidung war, auf der nördlichen Passseite finden sich auf ähnlicher Höhe viele schöne Lagerplätze - das hätte ich gut noch machen können.


    Blick zurück zum Nåite, es klarte auch etwas auf.

    Kurz nach der Renvaktarstuga furtete ich den Sarvesjåhkå ohne Probleme.




    Blick auf den Nåite und die Furtstelle


    Der Pass im Niejdariehpvágge war auch immer wieder in den Wolken, vielleicht ein weiterer Grund warum ich für heute den Übergang hinauszögerte.

    Und so fand ich einen schönen Lagerplatz auf ca. 950 m Höhe nahe dem terrassenförmigen Ufer des Baches aus dem Niejdariehpvágge. Das Zelt trocknete halbwegs und ich konnte mich im Fluss gut waschen. Danach genoss ich bei 6 Grad Außentemperatur mein Abendessen im Schlafsack.




    Ausblick ins westliche Sarvesvágge, der Hügel in der rechten Bildmitte ist wieder der Tjåggnårisvárásj, den ich am ersten Tag noch aus dem Njoatsosvágge gesehen habe.

    Ein recht kurzer Wandertag - und tatsächlich auch der einzige ohne irgendwelche anderen Wanderer zu sehen - ging zu Ende, etwa 5,5 Stunden für 11 km. Kalt und immer wieder regnerisch, irgendwie rauh, was für ein Kontrast zu gestern abend.

  2. AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #42
    herrliche fotos...träum
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

  3. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
    Dabei seit
    29.08.2009
    Ort
    Dresden
    Beiträge
    841

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #43
    Zitat Zitat von vobo Beitrag anzeigen

    Der Sarvesjåhkå sah hier aber gut furtbar aus..

    In der Tat ist der Sarvesjakka, auch weiter unterhalb gut zu furten, zumindest im trockenen September.
    Ebenso der Rapa, aber das Gestüpp schreckt ab.
    Geändert von Pielinen (05.10.2018 um 22:10 Uhr)
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  4. AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #44
    Zitat Zitat von vobo Beitrag anzeigen
    Bei schönem Wetter wäre ich vielleicht rüber zum Dielmásee und zwischen den Gletschern hindurch zum Álggavágge gegangen,
    Du wärest tatsächlich über das Tal des Rijddanjunjesjågåsj und den Áhkájiegna gegangen?

  5. Erfahren

    Dabei seit
    01.04.2014
    Beiträge
    206

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #45
    Zitat Zitat von Linnaeus Beitrag anzeigen
    Du wärest tatsächlich über das Tal des Rijddanjunjesjågåsj und den Áhkájiegna gegangen?
    Nein, ich wäre - mit oder ohne Dielmá - zwischen den Gletschern Jågåsjgaskajiegna und Oalgásjjiegna hindurch gegangen, vielleicht noch über den Axel Hamberg topp oder so. Aber nur bei einem verlässlich schönen Wetter für 2 Tage - doch es war verlässlich schlechtes Wetter mit tiefhängenden Wolken für drei Tage angesagt .

  6. AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #46
    Der Dielmá hat mich mal bei der Überschreitung des Passes zum Lullihavagge mächtig fasziniert, wie er da im Abendlicht lag, und ich habe festgestellt, dass er ziemlich abgelegen ist.
    Auf welchem Weg hättest du ihn den erreichen wollen?
    Du hast das ja aus der Nähe gesehen: Kann man die steilen Hänge hoch?
    Geändert von Linnaeus (06.10.2018 um 23:27 Uhr) Grund: Lechtschleibfehlel

  7. Erfahren

    Dabei seit
    01.04.2014
    Beiträge
    206

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #47
    Zitat Zitat von Linnaeus Beitrag anzeigen
    Der Dielmá hat ich mal bei der Überschreitung des Passes zum Lullihavagge mächtig fasziniert, wie er da im Abendlicht lag, und ich habe festgestellt, dass er ziemlich abgelegen ist.
    Auf welchem Weg hättest du ihn den erreichen wollen?
    Du hast das ja aus der Nähe gesehen: Kann man die steilen Hänge hoch?

    Der Hang am Rijddanjunjesjågåsj ist schon recht steil wie man hier sieht. Bei trockenem Wetter könnte es machbar sein (vgl. aber auch hier)


    Hier noch im Detail von unten am nächsten Morgen (der Hang am Rijddanjunjesjågåsj)


    An der Mündung des Gaskasjågåsj 2 km östlich des Noajdevallda sah der Hügel auf jeden Fall erklimmbar aus.
    Geändert von vobo (07.10.2018 um 11:39 Uhr) Grund: noch ein Bild gefunden

  8. AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #48
    Zitat Zitat von vobo Beitrag anzeigen
    An der Mündung des Gaskasjågåsj 2 km östlich des Noajdevallda sah der Hügel auf jeden Fall erklimmbar aus.
    Das ist dann ungefähr dort, wo die Weidendickichthölle am übelsten ist, nicht wahr?

    Danke dir!

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Dogmann
    Dabei seit
    27.09.2015
    Ort
    Harz
    Beiträge
    807

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #49
    Verspäteter Glückwunsch, zum 50. , zur Sarek Tour und zum schönen Bericht
    Der Sarek ist halt sicher immer wieder eine Reise Wert!
    Richtig wohl fühle ich mich nur draußen !

  10. Erfahren

    Dabei seit
    01.04.2014
    Beiträge
    206

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #50
    Mittwoch, 29.08.: Ins böige Álggavágge

    Die Nacht war kühl, und so habe ich recht früh schon zusammen gepackt. Immerhin regnete es morgens nicht, so dass es gegen halb 9 Uhr losgehen konnte.


    Blick beim Zusammenpacken zurück in Richtung Sarvesvágge und Nåite/Luohttoláhko ...


    ... und nach vorne/oben ins Niejdariehpvágge, westlich des Baches bin ich schließlich aufgestiegen.

    Der Aufstieg wurde irgendwann recht blockig, so dass ich hier jetzt auf 1100 m Höhe ein Schneefeld freudig begrüßte.





    Dieses Schneefeld war jedoch schon ungewöhlich hart, obwohl es ja an einem Südhang lag. Ich vermute, dass der Wind hier für so eine fast eisige Schneeschicht sorgte. Jedenfalls waren die letzten 10 m des Schneefelds voll vereist, so dass ich entweder nur noch wieder hätte absteigen können, oder halt mich ganz vorsichtig an den Stöcken hochschieben konnte. Glücklicherweise bin ich nicht weg- und damit abgerutscht, so dass ich irgendwann an der Passhöhe angekommen bin.





    Die Blicke zurück zum Luohttoláhko waren beeindruckend, auch tauchte immer wieder das Parek-Massiv aus den Wolken auf.


    Der Nåite noch mal fast wolkenfrei

    Auf der anderen Seite des Passes wurde das Gelände schnell deutlich einfacher begehbar.



    Ab etwa 1000m Höhe - etwa dort wo das Seitental mit dem Aufstieg zum Skájdetjåhkkå einmündet, gibt es auch wieder schöne grasige Lagerplätze.


    Erster Blick auf den Álggajåhkå, gerade gegenüber ist der Lánjektjåhkkå in den Wolken, der Bach ist der Abfluss auf dem Vattendelarglaciären


    Blick zurück ins Niejdariehpvágge, man kann gut 50-100 m über dem rauschenden Bachtal gehen.


    Erster Blick auf den Álggajávrre

    Der große See Álggajávrre trat immer mehr ins Blickfeld, und damit im Hintergrund der Blick in den deutlich sanfteren Padjelanta nach diesen kargen Sarektälern. Leider blieb es trotz des immer wieder stärkeren Windes verhangen, so der Blick über den See wegen der Kälte nur kurz zu genießen war.



    Aber ich wollte ja wieder ins Herz des Sareks, und so blickte ich neugierig ins Álggavágge.



    Aufgrund des Blickes dachte ich, dass ich dem Tal doch ein Schnippchen schlagen könnte. Einfach 100 m über dem Álggajåhkå am Hang entlang die Höhe halten und dabei die Weidenbüsche vermeiden. Und so stand ich plötzlich vor einem kleinen Problem:


    Der Abfluss vom Rijddajiegna

    Hätte ich doch auch mal auf die Karte geguckt, dann wäre es klar geworden, dass dieser Bach ein deutlicher Einschnitt im Hang ist. Und so musste ich eben diese 100m Höhe steil absteigen und dabei sogar noch wieder ein paar hundert Meter nach Westen "zurückgehen" - selber schuld. Dafür habe ich dann unten erst den Gletscherbach und dann auch gleich den Álggajåhkå gefurtet - problemlos. Auf der anderen Flussseite traf ich dann gleich auf den in der Karte eingezeichneten Trampelpfad. Aber ähnlich wie im Sarvesvágge gab es hier Sumpffelder und Weidendickichte, so dass aus einem Trampelpfad immer wieder mehrere wurden, die nach meinem Geschmack auch noch eindeutig zuviele Anstiege am schrägen Hang mit sich brachten.


    Blick zurück zum Álggavárre

    So langsam begann es auch immer wieder zu nieseln und der Wind wurde stärker. Und so beschloss ich, dass das Gesicht des Härrábakte mich deutlich aufforderte, mir einen baldigen Übernachtungsplatz zu suchen.



    Und so schlug ich recht früh gegen 15 Uhr hinter einem Hügel zu Beginn der großen weiten Grasflächen mein Zelt auf. Allerdings wurde der Wind immer böiger, so dass ich noch zweimal das Zelt ein Stück drehen musste, damit ich das Vertrauen in die Stabilität des Zeltes bekamm (nicht vergessen, dass der eine Stock immer noch deutlich niedriger war als die andere).


    Der Zeltplatz am nächsten Tag, wir haben die Nacht überstanden...

    Gegen halb 5 lag ich bereits im Zelt und wartete darauf, wie sich diese Windböen, mein Zelt und die Nacht miteinander arragieren werden.

  11. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
    Dabei seit
    29.08.2009
    Ort
    Dresden
    Beiträge
    841

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #51
    Zitat Zitat von vobo Beitrag anzeigen
    ....Allerdings wurde der Wind immer böiger, so dass ich noch zweimal das Zelt drehen musste, damit ich das Vertrauen in die Stabilität des Zeltes bekam (nicht vergessen, dass der eine Stock immer noch deutlich niedriger war als die andere)....
    Das ist wohl der einzige Nachteil des Tarptent Stratospire, ein Mid steht mit auch einem Stock, nicht nur als A-Frame sehr stabil.

    Du hast ja mächtig Glück gehabt mit dem Wetter auf dem Luohtolahko...
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  12. Erfahren

    Dabei seit
    01.04.2014
    Beiträge
    206

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #52
    Donnerstag, 30.08. Sturm, Regen und fast ein wenig Sonnenschein

    Zitat Zitat von Pielinen Beitrag anzeigen
    Das ist wohl der einzige Nachteil des Tarptent Stratospire, ein Mid steht mit auch einem Stock, nicht nur als A-Frame sehr stabil.
    Nach den Umbauten hatte ich volles Vertrauen in mein Zelt. Aber wie und wann auch immer ich versuchte einzuschlafen, weckte mich nach kurzer Zeit eine heftigste Bö nach der anderen wieder auf. Reflexartig schreckte ich hoch und ergriff die Trekkingstöcke - wohl wissend dass das auch nicht helfen würde. So ging es eigentlich die ganze Nacht weiter - morgens war ich irgendwie so was von drömmelig. Die Böen wurden seltener, traten aber immer wieder noch mit unveränderter Heftigkeit auf, und immer wieder aus einer anderen Richtung ...

    Egal, irgendwann gegen Mittag ließ erst der Wind und dann der Regen nach, und ich kroch müde aus dem Zelt. Beim Zusammenpacken kamen ein Pärchen am Weg entlang, die gestern noch durch das Niejdariephvágge gelaufen waren und lt. ihnen fast weggeblasen wurden. Sie beschrieben exakt die selben Windphänomene von der Nacht wie ich sie erlebt habe, so dass zumindest nicht mein Stellplatz für diese merkwürdigen Böen verantwortlich war.

    Gegen 14:30 Uhr ging es dann endlich los. Schnell tauchten die Berge des Sarektjåhkkå und der Mihkájiegna auf.



    Über die großen Fußballfelder hier im Tal lief ich jetzt dem Pärchen hinterher.


    Ausnahmsweise eine Markierung.



    Jetzt hatte ich noch eine schwierige Entscheidung zu treffen. Das Pärchen hatte ich schon mit Info beglückt, dass morgen das Wetter besser und danach sonnig werden würde. Ich hatte mir morgens einmal die 7-Tages-Wettervorhersage auf dem Inreach angefordert und deutlich ansteigenden Luftdruck für die nächsten Tage festgestellt. Damit bot sich jetzt die Möglichkeit, per Tagestour in das Áhkávágge aufzusteigen und dort ggf. den Axel Hambergs topp oder den Skårvatjåhkkå zu besteigen. Aber sind morgen wirklich schon die Gipfel wolkenfrei? Und danach hätte ich für die geplante Reststrecke von 7 Tagen keinen wirklichen Reservetag mehr - hmmm, was ist wenn das Wetter doch nicht so stabil bleibt wie in der Wettervorhersage angekündigt?


    Der Blick zurück ließ zumindest für den heutigen Tag noch keine Wolkenaufklärung erwarten.


    Um dieses Tal ging es, Axel Hamberg topp und Kanalberget (hinten).

    Und so setzte sich langsam die Idee durch, auf das Áhkávágge zu verzichten. Denn wenn es übermorgen so sonnig wird wie angekündigt, könnte ich ja einen anderen tollen Berg mit dem Blick ins Rapadalen besteigen - und hätte keinen Stress durch fehlende Reservetage. Schließlich bin ich ja auch im Urlaub.

    Und so ging ich an dem Taleinschnitt des Áhkávágge vorbei...


    Álgganjalmme

    Der Bach aus dem Áhkávágge war nach den Regenfällen auch deutlich angeschwollen, so dass der Pfad teilweise überschwemmt war und ich etwas den Hang hoch ausweichen musste. Aber dadurch wuchs bei mir die Gewissheit, heute nicht mehr den Guohperjåhkå zu furten sondern damit bis morgen zu warten.



    Deshalb - und weil es immer wieder kurz zu regnen begann - suchte ich mir nur gut 2 Stunden nach dem Aufbruch schon wieder einen Lagerplatz nahe der Renvaktarstuga beim Álgganjalmme mit schönem Ausblick auf die Sarekberge. Nach der vorigen unruhigen Nacht schlief ich diesmal tief und fest - im Regen, aber mit der Hoffnung auf Sonnenschein am nächsten Tag .

  13. Dauerbesucher
    Avatar von Dogmann
    Dabei seit
    27.09.2015
    Ort
    Harz
    Beiträge
    807

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #53
    Gut das du nicht richtigen Sturm auf dem Luohtolahko hattest, zumindest nehme ich das mal an, weil dein Zelt noch da ist.
    Kann im Sarek sowieso ganz schön pusten!
    Richtig wohl fühle ich mich nur draußen !

  14. Dauerbesucher
    Avatar von andrea2
    Dabei seit
    23.09.2010
    Ort
    Nordeifel
    Beiträge
    548

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #54
    Ach ja, wie viele Träume und Pläne man auf so einer Tour immer begraben muss. Aber so bleibt immer noch was für die nächsten Jahre.

    Ich hab in meinem Tourentagebuch für die Nacht auf den 30.08. auch stehen "es stürmt und regnet die ganze Nacht". War ja nur einige Kilometer weiter nördlich. Allerdings hatten wir dann auch noch am 30.09. den ganzen Tag regen und haben abgewettert. Dafür kommt aber ja dann die nächsten Tage die entsprechende Belohnung.

  15. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
    Dabei seit
    29.08.2009
    Ort
    Dresden
    Beiträge
    841

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #55
    Ja, ich ertappe mich auch wieder, man könnte ja...
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  16. Alter Hase
    Avatar von Tie_Fish
    Dabei seit
    03.01.2008
    Ort
    Ostharz
    Beiträge
    2.852

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #56
    Zitat Zitat von Pielinen Beitrag anzeigen
    Ja, ich ertappe mich auch wieder, man könnte ja...
    Man müsste sogar mal...

    (Immer, wenn ich Bilder vom Sarek oder auch anderer Gegenden da oben sehe, habe ich immer das Bedürfnis, am Bildrand das ganze Pano aufzuziehen und die kalte Morgenluft hier reinfluten zu lassen )
    Grüße, Tie »

  17. Erfahren

    Dabei seit
    01.02.2012
    Ort
    Nürnberg
    Beiträge
    155

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #57
    Hallo Volker,

    endlich komme ich nach unserem eigenen Urlaub dazu, dir zum Geburtstag und zu dieser spannenden Tour zu gratulieren. Das freut mich echt, daß wir dir ein paar Impulse für den Tourverlauf geben konnten und daß das dann bei dir so gut geklappt hat.

    Ein Gipfel auf der L-Hochebene war uns ja leider verwehrt. Wenn ich deinen Rundblick so sehe, müssen wir da echt nochmal hin.
    Grüße aus Nürnberg.

    Horst und Elli

  18. Erfahren

    Dabei seit
    01.04.2014
    Beiträge
    206

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #58
    Zitat Zitat von Dogmann Beitrag anzeigen
    Gut das du nicht richtigen Sturm auf dem Luohtolahko hattest, zumindest nehme ich das mal an, weil dein Zelt noch da ist.
    Kann im Sarek sowieso ganz schön pusten!
    Ja, aber dem Zelt vertraue ich mittlerweile. Den Lärm bei einer solchen Bö kann ich aber nicht verdrängen.

    Zitat Zitat von andrea2 Beitrag anzeigen
    ... Ich hab in meinem Tourentagebuch für die Nacht auf den 30.08. auch stehen "es stürmt und regnet die ganze Nacht". War ja nur einige Kilometer weiter nördlich. Allerdings hatten wir dann auch noch am 30.09. den ganzen Tag regen und haben abgewettert. Dafür kommt aber ja dann die nächsten Tage die entsprechende Belohnung.
    Sehr schöne Tage, sollte auch heute noch weiter gehen.

    Zitat Zitat von Tie_Fish Beitrag anzeigen
    ... (Immer, wenn ich Bilder vom Sarek oder auch anderer Gegenden da oben sehe, habe ich immer das Bedürfnis, am Bildrand das ganze Pano aufzuziehen und die kalte Morgenluft hier reinfluten zu lassen )
    Sehr schöne Vorstellung. Danke.

    Zitat Zitat von Horst24 Beitrag anzeigen
    ... Das freut mich echt, daß wir dir ein paar Impulse für den Tourverlauf geben konnten und daß das dann bei dir so gut geklappt hat.
    Na Horst, da hast Du Dich ja gerade noch rechtzeitig gemeldet, bevor ich Deine Irrlichter geschildert hätte

  19. Erfahren

    Dabei seit
    01.04.2014
    Beiträge
    206

    AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #59
    Freitag, 31.08. Sonnenschein im Herzen (des Sarek)

    Nachts hatte es immer wieder geregnet, allerdings nicht stark. So brach ich erst gegen 10, halb 11 auf. Einen Blick war ich noch zurück in das Áhkavágge mit dem Kanalberget ...



    Dann ging es aber los in Richtung Rentierzaum, den ich unterkroch. Dabei warf ich einen Blick auf das gegenüberliegende Ruohtesmassiv.


    Sielmájiegna

    Nach einer kurzen Strecke entlang des Zauns stieg ich nahe der Renvaktarstuga direkt zum Guohperjåhå hinab.


    Blick aufwärts ins Guohpervágge

    Hier war die Furt recht leicht. Kurze Zeit später kam ja mit mir der Fluss aus dem Álggavágge, danach wäre eine Furt schwierig geworden.


    Guohperjåhkå nach dem Zufluss des Álggavágge

    Nach vorne fing der Guohperjåhkå an zu mäandern, was in dem immer klarer werdenden Wetter einfach herrlich aussah.





    Ich versuchte, dem Pfad auf etwa 800 m Höhe zu folgen, was mal besser und mal nicht gelang. Vor der Tour hatte ich mit Horst kommuniziert und nach ihrem Traumzeltplatz an dieser Ecke gefragt (und wäre ggf. gestern noch dahin gegangen). Und ich bin jetzt mal ganz nett: Er findet sich unter N67.37619 und E17.62715 oberhalb des eingezeichneten Weges auf etwa 815 m Höhe (und fragt nicht Horst danach ) und liegt immernoch wunderbar.


    Traumzeltplatz mit den drei Steinmännchen

    In diesem klaren Wetter waren die Blicke über den mäandernden Guohperjåhkå wunderschön.


    letzter Blick ins Álggavágge, links der Berg ist der Skårvatjåhkkå


    Blick ins Tal des Rapajåhkå, das Bergmassiv in der Mitte ist der Bielatjåhkkå, links das Bastavágge, rechts das Rapadalen

    Nach der letzten Talbiegung kam das ganze Sarekmassiv sowie Skarja mit seiner Nothütte in den Blick.


    Das Sarekmassiv noch in den letzten Wölkchen


    Blick in Richtung Ruohtesvágge, die Bergspitze links ist der Gavelberget


    Das Nottelefonhäuschen mit Klo



    Der Zaun soll wohl eigentlich die Rentiere vor dem Sturz in den reißenden Fluß bewahren ... Ich ging zur Brücke, die immer im Frühjahr und Herbst per Heli abgehoben wird, obwohl sie bestimmt 10 m Höhe über dem reißenden aufliegt. Aber vermutlich kann einfach so viel Schnee schmelzen, dass sie trotzdem weggerissen werden kann ?




    Blick zur Brücke nach Osten, man erkennt den tatsächlich gut ausgetretenen Pfad auf den nächsten Kilometern






    Blick nach Westen über Skarja und in das Ruohtesvagge.


    Hier nochmal der Rundblick und der reissende Bach

    Ich genoss den Sonnenschein nach den Regentagen in vollen Zügen. Erstaunlicherweise habe ich auch den ganzen Tag keine anderen Wanderer gesehen, nur ein Zelt mit 2 Personen fernab des Pfades mit einer Riesenwäscheleine - ich habe das Pärchen vom Vortag vermutet.



    Der weitere Weg war so jetzt total angenehm zu gehen. Es war warm, der Pfad war sichtbar, einfach Erholung pur.


    Nochmal ein Blick zurück ins Guohpervágge

    Der erste Bach war trotz des Regens der letzten Tage problemlos zu furten.


    Máhtujågåsj

    Beim zweiten Bach war ich gespannt, ob dieser heiße Sommer noch Anzeichen der angeblich oft bis in den Spätsommer noch vorhandenen Schneebrücke übrig gelassen hat


    Tjågnårisjågåsj

    Wie man sieht, auch nicht eine Spur von Schnee. Und so furtete ich ihn an der etwa 100m tiefer mit Steinmännchen markierten Stelle. Gamaschen zugeschnürt, sodass nur ein wenig Wasser von oben eindring. Aber bei der Strömung hätte es ohne feste Schuhe schon einen Unfall geben können.


    Furtstelle

    Im weiteren Verlauf tauchte dann die Strecke für morgen auf .


    Snávvávágge, rechts der Låddebákte

    Nach dem Tjågnårisjågåsj versuchte ich die Höhe zu halten und dem oberen Pfad zu folgen. Wie zu erwarten war dieser nicht mehr wirklich ausgeprägt, aber problemlos zu gehen.


    Bielajávrátja mit Pielastugan, im Hintergrund das Bastavágge

    Hier war es einfach zu schön, und so schlug ich mein Zelt auf.



    Es war ein wunderschöner Nachmittag bzw. Abend. Ich konnte baden und Wäsche waschen, draußen kochen und essen und ein wenig umher spazieren. Aber sobald ich "nur" herumsaß oder -lag wurde es kalt ...









    Eine kalte klare Nacht lag vor mir, aber mit der Sonne im Herzen nach einem wunderschönen Tag - und einem weiteren vor mir - schlummerte ich so gut und zufrieden, dass ich noch nicht mal nach möglichen Nordlichtern Ausschau gehalten habe.

  20. AW: [SE] Der Sarek zum 50.

    #60
    Danke für das Einstellen des Reiseberichtes! Er versüßt mir merklich das Frühstück im Frühdienst!

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit."
    Wilhelm von Humboldt, 1767-1835

Seite 3 von 5 ErsteErste 12345 LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)