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  1. Alter Hase
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    [RO] Karpaten Fernwanderweg E8 Via Carpatica links und rechts des Weges

    #1
    Mitreisende: Abt
    Das ist nun eine Einladung an meine Leser, nach dem Beitrag Bordertrekking https://www.outdoorseiten.net/forum/...A4nischer-Teil weiter mit durch die Karpaten zu kommen, um den Norden Rumäniens kennenzulernen.
    Im vorherigen Bericht habe ich, aus der Karpatho-Ukraine kommend, über die Theiß-Brücke die Grenze bei SighetMarmatie passiert und damit die Maramuresch in Nordrumänien erreicht.
    Von Poenile de sub Munte,- "Den Wiesen unter den Bergen" bin ich zum Vf.Farcau gewandert,das ist der höchste Berg des Maramureschgebirges,- und habe danach die Waldkarpaten nach Osten hin durchquert um in die historische Landschaft der Bukowina zu gelangen. Dann habe ich mit einer kleinen Unterstützung durch die Grenzer meinen Weg bis zum Kloster Putna fortgesetzt. Wo die Wanderung 2011 endete.

    https://www.eldp8.de/romania/main.html
    Zu beachten ist, dass ich die hier dargestellte Wegeverlaufsskizze erst nach der Veröffentlichung meines Beitrages hier erhalten habe.
    Anfang November hinzugefügt. Der von mir beschriebene Bergweg weicht daher auch vom E8 ab.

    Dass bald ein Intereuropäisches Wegeprojekt in Form des Via Carpatica als Teilstück des E8 ins Leben gerufen wird, die nun in etwa meiner Wanderung folgt, ist Zufall und ich habe erst später davon erfahren. Ich will hier von einigen Momenten meiner Touren berichten, so wie ich sie erlebt habe. Meine Kamera hatte ich stets dabei, aber meine Fotos können nur als Spots einen kleinen Ausschnitt von den Eindrücken in Bildern festhalten.

    Eine kleine Zusammenfassung meiner Touren in dieses intressante Gebiet gibt es hier, wobei fast alle Aufzeichnungen und Bilder von 2015 vor erst nicht zur Verfügung stehen. Ich bin bemüht dies zu klären und diese zu reanimieren.

    2016 war ich im Caliman-Gebirge unterwegs, diesen Bericht findet ihr hier,
    2017 bin ich dem Kammverlauf des Suchard und Rodna-Gebirges gefolgt und dann noch den Kamm im Gutiin-Gebirge
    2018 war ich im Rarau-->GiumalauGebirge um den Kammweg komplett bis Vatra Dornei zu gehen
    2018 bin ich im Rodna vom Prislop-Pass aus den östlichen Teil das Rodna-Gebirges gen Osten bis zum Rotunda-Sattel gewandert.

    Hier gibt es den Bildteil etwas zusammengefasst mit Bildern, sowohl meinen und auch von anderen Wanderern.
    https://www.google.de/search?q=Karpa...iw=939&bih=590


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    Muntii Caliman Gebirge 18. Sept. - 6.Okt. 2016


    Am 18. September 2016 sitze ich im Flugzeug nach Cluj Napoca. Von Cluj-Gara weiter bis Vatra Dornei.
    Da der letzte Bus bereits vorher ohne mich gefahren ist, muss ich abends in einem ziemlich gefüllten Zug mit einem Stehplatz vorlieb nehmen und mein Rucksack bekommt meinen Sitzplatz, da sich nirgenwo im Abteil ein Platz im Gepäckfach für ihn findet. Über Nacht auf den Durchgang wollte ich ihn auch nicht abstellen.


    Der Zug ist nachts gegen zwei Uhr in Vatra Dornei, als ich eintreffe. Ich wecke ich nicht erst die Besitzer des kleinen Campings und nutze den überdachten Rastplatz als Übernachtungsgelegenheit wie beinahe selbstverständlich jedes Jahr, ohne das Zelt erst aufzubauen. Es regnet ohnehin und hier liege ich trocken. Tags darauf mache ich erst einmal einen Stadtbummel.


    Am Gara Bai,- im Hintergrund die Bergwiesen des Giumalau-Gebirges und der Abfall zur Dorna-Senke.
    Meinem Ausgangspunkt für diese Tour und andere Wanderungen hier ins Dorna Land ist meist ein kleiner Campingplatz.

    In Vatra Dornei vereinen sich die Dorna und die Bistrita-Aurie miteinander zur Bistritz, weshalb der Fluss einen seltsamen Haken schlägt



    Die Wanderwege sind anfangs gut gekennzeichnet, Markierungen beginnend bereits am Bahnhof Vatr. Dornei Bai.
    Wanderwegmarkierungen an Stellen, wo es darauf ankommt, wären viel hilfreicher gewesen.

    Vatra Dornei ist der Ausgangsort für vier Gebirge rings herum: Rarau-Giumalau, Obcina Feredului, Suchard und Caliman-Gebirge. In der Stadt gibt es zwei Bahnhöfe und einen Busbahnhof, einen Alpinshop, eine Salvamontstation und Einkaufsmöglichkeiten. Als Kurbad genoss Dorna Watra in früheren Zeiten unter Österreichs Regenten Ansehen und hat damals baulich bessere Zeiten gesehen.


    Dieser etwas verspielte Brunnenturm birgt eine Quelle mit sieben Mineralwässern und wurde zu zeiten der K.u.K.-Monarchie erbaut





    1983 bin ich bereits mit Zelt und einer uralten Wanderkarte bewappnet durch das Caliman-Gebirge gewandert, nachdem mir 1981 unterwegs Wanderer über die tolle Natur und von ihrer Tour berichtet haben.



    Gewohnheitsmäßig benutze ich zunächst die ersten ein..zwei Tage, meine Ausrüstung etwas zu sortieren, die Buspläne zu erkunden und eine Reserve für den Rückweg auszusuchen und dort zu lassen. Länger als sieben Tage dauern meine Mini-Touren nicht vom Bascamp, also vom Campingplatz. Die Gebirge sind nicht so groß.
    Dann gehe ich auf den Obstmarkt, wo Tomaten rot aussehen und nicht dem halbgrünen Müll aus Holland ähneln, zumal sie sonnengereift hier erzeugt und angeboten werden. Pflaumen sind oft riesengroß, schmecken süß und speziell die aus Bistritzer Region sind eine Delikatesse und überaus lecker. Sacusca de Vinete, das ist eine Gemüsepaste mit geräucherten Auberginen und Tomatenpaprika, eine absolute Spezialität der Gegend genauso wie der bekannte Haus gebrannte Pflaumenschnaps, Zuika de Prun . Es duftet irre danach. Dafür muss sich unbedingt noch ein Plätzchen im Rucksack finden. Zacusca kann man aufs Brot streichen, den Zuika abends als Absackerl am Lagerfeuer auf den Tag trinken

    Die sanitären Bedingungen sind,- genau wie die bauliche Substanz der Straßen der blanke Horror. Die Menschen tragen das mit Humor und sind allgemein freundlich. Auch für einen Besuch in der neu gebauten Kirche im Park nehme ich mir etwas Zeit. Ich bin konfessionslos, jedoch die Ruhe und der kirchliche Gesang wirken sehr angenehm auf mein Inneres.

    Ich gehe essen, Bier trinken und besuche Bekannte am Stand, die ich vom letzten Jahr noch kenne. Die Salvamont-Bergrettung hat ihr Büro gerad mal zu und trainiert an einem extra aufgestellten, sehr hohen Mast abseilen. Oder das was sie dafür hält. Ein gespanntes Seil verläuft über die Dorna und ist am Boden befestigt. Dann rollen Probanten daran herab und dem Zuschauer wird das Abseilen aus der Höhe so als Rettung aus Bergnot simuliert. Sicher bedarf es einiger Überwindung den Schritt vom Podest zu wagen, um sich da runterrollern zu lassen. Aber,- entweder ich bin zu dumm oder ich kapiere den Sinn nicht, was des nun mit Bergnot zu tun haben soll. Hauptsache sie haben ihren Gaudi.
    Tags darauf treffe ich doch tatsächlich einige von ihnen bei Markierungsarbeiten innerhalb der Stadt



    Nun kann mir ja nichts mehr passieren. Es sei denn ich verdrehe mir den Fuß oder eine Kreuzotter beißt mich.
    Das Sportgeschäft ist erst beim zweiten Besuch geöffnet. Immerhin bekomme ich Gaskartuschen zu Schrauben.
    In der Folgezeit hat sich die Öffnungszeit aber als sehr eingeschränkt dargestellt. Meist ist zu.


    In der Stadt entdecke ich weitere Wegweiser von Wanderwegen. Man beachte mal, dass Salvamont zumindest der Auftraggeber oder Errichter dieser durchaus nützlichen Tafeln war. Bei all meinen Besuchen als ausländischer Tourist in deren Stützpunkt wird immer wieder auf fehlende Finanzierung zum Erhalt verwiesen. Soll ich das nun glauben oder nicht? Das nächste mal spendiere ich gleich paar Pinsel und zwei Farbtöpfe.

    Das recht umfangreiche Wegenetz um Vatra Dornei benötigt keine Abseiltechnik für Kletterfelsen, aber paar Astscheren, Farbe und Pinsel. Wenn ich mir hier mal diese Bemerkung erlauben darf.

    Dann entschlüssele ich mal den Fahrplan und beschließe, nach Gura Haitii zu fahren, das ist ein kleiner Ort , der am Rande des Caliman-Gebirges liegt. Vor dreißig Jahren gab es dahin keine öffentlichen Verkehrsverbindungen. Man fuhr eben mit Fahrgelegenheiten. Jeder kannte jeden.
    Ich bin damals einem schönen mit blauem Dreieck neu markiertem Wanderweg vom Park aus gefolgt. Heute gibt es die verwaschenen Markierungen zwar auch noch, aber er ist nicht mal mehr auf neuen Karten ausgewiesen! Den wollte ich zurück entlang gehen und in Vatra Dornei oberhalb am Lift herauskommen.
    Die Hinfahrt ist auch schön. Am Anfang geht es auf einer asphaltierten Straße entlang. Dann wird es holprig.
    Es ist aber dennoch eine große Leistung, wieviele Straßenkilometer seit Ceaucescus Entmachtung instant gesetzt oder auch gänzlich neu entstanden sind. (Ich bin 44 Jahre in Rumänien unterwegs, sowohl vor als auch nach dem Putsch 89')


    Meine erste Tagestour im Caliman
    In Gura Haitii sichere ich erst einmal eine Unterkunft. Handle noch ein wenig mit dem Preis. Es ist eine schöne Unterkunft mit viel Sinn für Kitsch.

    Meinen großen Rucksack stelle ich im Quartier unter und meine erste Tagestour führt zur Schwefelmine hoch in den Mittelpunkt der früheren Vulkankraters, das sind rund 12 km zu Fuß, oder trampen. Ein Jeep mit zwei Forstbeamten sammelt mich unterwegs auf und nimmt mich mit. Die Männer boten mir an, mich auch wieder mit zurück zu nehmen, aber ich will erst einmal meine Füße ohne Gepäck etwas trainieren und mir die Schwefelmine und die Umgebung genauer ansehen.

    Das Calimangebirge erreicht maximal 2100 m Höhe und besteht im wesentlichen aus einem total verwitterten Kraterschlot von 10 km Durchmesser, der nicht mehr so wahrgenommen werden kann und nach Norden hin durch Erosion völlig abgetragen ist, und nun eher die Form eines Hufeisens hat Darüber hinaus gibt es vom Krater auslaufende Bergketten, markant besonders nach dem West hin, die nochmals bis 1990 m ansteigen um schließlich nach Colibita abfallen.
    Im Inneren des Kraters wurden fast dreißig Jahre Schwefel in einem Tagebau abgebaut. Heiße, schwefelhaltige Gase aus dem Erdinneren gelangeten bis an die Erdoberfläche und lagerten sich beim Erkalten als Schwefel hier ab.

    Eine Straße führt da hin und auch zum Kraterrand hinauf. Früher gab es die berühmte Luana-Höhle, ein Schlot der in die Erde ragte.
    Bei meinem einzigsten Besuch hier, war die Straße noch nicht fertig und der Berg nicht so bunt wie heute.


    Aus dem Schmelz-und Regenwasser hat sich ein kleiner See gebildet, der im Frühjahr überläuft und dann das unterhalb gelegene Flussbett regelmäßig mit Schlamm flutet.

    Wegemarkierungen : Von Gura Haitii aus Blauer Punkt Aufstieg zum Vf. Caliman Cerbului -->Üb.Zelt-->roter Punkt/Rotes Band bis zum Vf.Ierzerul Calimanului 2031m --> Roter Punkt Rotes Band bis zur Statia Meteo/Vf Ratitis 2088m -->Übn.Hütte --> Rotes Band Vf Pietros 2100m --> Rotes Kreuz Saua JosephII.Üb.Zelt --> Roter Punkt Stancile Tamau Üb.Zelt --> Roter Punkt/Blauer Punkt Schitul 12 Apostoli Üb. Kloster --> Blaues Dreieck bis Saru Bucovinei/Vatra Dornei






    Über den südlichen Kraterrand führen zwei schmale Fahrwege.

    Diese Exkursion ist geologisch hochinteressant. Was ich da sehe ist wie wenn man im Geschichtsbuch der Erde blättert.
    Ich habe früher einen geologischen Anschnitt des Basaltberges Zlatny Vrch im Böhmischen Mittelgebirge besucht, der mich genau so fasziniert hat.
    Hier steht kein Basalt an wohl die Umwandlungsformen magmatischen Gesteines.
    sind es die Farben der Erde von Weiß über Gelb rot und grün, die sich allmählich auslaugend zeigen. Jeder Naturfreund hat seine Freude! Von Schulklassen mal abgesehen. Nur, fahren die Wirklich hier her?



    Aufnahme der Etagen, auf denen abgebaut wurde


    Die Anlage mit Schautafeln. Bei meiner ersten Exkursion 198(3?) wurde die Trasse noch in den Berg gesprengt, was ich seinerzeit auf der östlichen Seite am Vf.Caliman Cerbului gehört habe.









    Man kommt bis zum Rand des Tagebaues. Früher gab es noch ein großes begehbares Betonportal nach Süden,welches einen Ablauf des schlammigen Wassers nach der Schneeschmelze und heftigen Dauerregen durch den Berg nach Süden ermöglichte. Das ist auf alten Fotos so zu sehen,- aber ich kann es nirgenwo entdecken. So ergießt sich die Brühe gegenwärtig nach Schneeschmelze und heftigen Regen nur nach Norden ins Haitii-tal, Ganz klar ist dieser kleine Überlauf in der Mitte des Absatzbecken dafür nicht dimensioniert, die in der Mitte des zu sehen ist


    Die Strecke zurück bin ich gewandert um Zeit und Gelegenheit für die Umgebung und die Natur zu haben.















    Blauer Punkt Wegweiser hier beginnt der Wanderweg, der im Osten zum Kraterrand hochführt.



    Gura Haitii Aufstieg zum Ostrand


    Schieferfelsen der Weg ist oberhalb wieder mal verschwunden, aber ich entdecke ihn etwas rechts am Waldrand.


    Wegsuche Ostrand Caliman



    https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSCI02914.JPG[/img][/url]



    Markierung Ostrand


    Zeltplatz früh Ostrand des Kraters auf dem Calimanu Cerbului


    Blick in Richtung Süden nach


    Markierung mit Pilz






    Rinne am Iezeru Calimanului, vermutlich die alte Grenze Österreichs, der eigentliche Maria-Teresia-Weg




    Der Schwefeltagebau Carriera aus der Ferne


    abgestorbener Latschenwald


    Iezer und Taiga


    Wetterstation auf den Ratitis 2088m


    Die Schutzhütte Roza Vanturilor daneben


    Hier einmal eine Karte mit den bedeutenden Bergen


    Carriera oben


    Camp am Pass vor dem Aufstieg zum Pietrosul Caliman


    Umweltkatastrophe gegen Caliman-Wildnis


    Blöcke im Weg


    kurz vor dem Hochplateau des Pietros Caliman




    Die Abraumhalde des Schwefeltagebaues am Vf.Negoiu Romanesc


    Gipfelfoto Vf Pietros



    Vf Negoiu Unguresc















    Der verwitterte Kraterrand Vf. Pietrosu Caliman mit den braunen Grassoden des Sommers im Hintergrund


    Grasland und uralter Wegweiser




    Eigenartige Sonnestrahlung und Stimmung auf der Hochfläche


    Wenigstens eine Pflanze vom Pietros, die ich zum Bestimmen mal mitnehme




    Abstieg vom Pietros Caliman



    Mal sieht es wie Liegestühle aus, mal wie Steinmännchen, die den Weg zeigen
    Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt



    Südhang Vf. Pietrosu mit Restmauern verwitterten Lavagesteines






    eine Wegabkürzung fordert fast ihren Tribut. Erst stolpere ich über Geröll, dann verknicke ich mir das Fußgelenk auf einer nachgebenden Steinplatte.


    Zeltplatz am Camp, wo sich auch Josef der II. Habsburger wohl gefühlt hat, Geschichte kann so oder so erzählt werden. Was für mich zählt ist allein die aufgestellte Bank.
    Mir wären Info- Tafeln mit der Benennung der Örtlichkeiten lieber, so erfahre ich diese nie und nimmer. Kaiserplatz im Grünen? oder Leo-Bank?



    Eine Wasserstelle befindet sich etwa 300m nach dem Sattel unterhalb. Auf dem Weg finde ich Bärenkot und Spuren



    Der Maria-Teresia-Weg im Caliman ist sehr gut gekennzeichnet und war 1778 der Grenzverlauf der neuerworbenen österreich. Besitzung der Bukowina und ursprünglich ein Versorgungsweg der Grenzposten. Die auf der östlichen Seite des Kraterverlaufes schon abgebildete Erdspalte unklarer Ursache könnte auch ein Teil dieses Wegesystems gewesen sein, zumal sich auch am Gjumalau-Gipfel des gleichnamigen Gebirges ähnliche Gräben gibt.
    Eine andere Ursache kann natürlich auch ein Frontverlauf im Krieg der Nachzeiten vermutet werden oder eine Erkaltungsspalte des Vulkans.

    Von nun an verfolge ich den mit rotem Punkt markiertem Weg in nördlicher Richtung, dessen Wegverlauf sich mehrmals in Labyrinth der Latschenkifern und Parallelwege verliert und ganz erheblich mehr Zeit beansprucht.



    Solche Markierungen sind ohnehin auf dem Boden sehr schwer aus der Entfernung zu entdecken, dann weiß niemand wo der nun hinzeigen soll
    So ist erst einmal nach dem nächsten Wegzeichen suchen angesagt.


    Die Wege sind schlicht zugewachsen.

    Ja, da suche mal nach dem Weg. Bergrettung anrufen falls etwas passiert sein sollte? Süper. Was sag ich wo ich bin? Im Wald



    Ich hab nur eine schwache Erinnerung von einer Wanderung 1983, wo der Weg verlief.
    Prinzipiell oben auf dem schwach ausgeprägtem Kamm. Das Zeitverhältnis vom Tage heute
    zwischen Wegsuche und Vorwärtskommen ist niederdrückend.
    Aber auch dieses Gestrüpp hat mal ein Ende und die zusätzlich Umgehung.


    Enlang dieses steinigen Weges oder darauf?




    Mein Übernachtungsplatz an der StinciileTarmau...Stinciile Rosu




    Ich habe das Zelt mit und bin dadurch unabhängig, was das übernachten angeht, als mir am Abend nicht mehr nach Laufen und Weg suchen ist und das Wetter beginnt umzuschlagen. Alleine die geringe Gehstrecke an diesem Tag stellt mich keinesfalls zufrieden.
    Der eigentliche Wanderweg verschwindet immer wieder im Dickicht und ist nicht freigeschnitten. Mit meinem Wasservorrat sieht es nicht gerad gut aus. Die Felsformation Stincile Rosii im Hintergrund sind schon zu sehen, oder das was davon die Bäume noch überragt. Es sind die Reste der einstigen Lava am Kraterrand vor Millionen von Jahren, und im Verlaufe der letzten 35 jahre, seit ich an diesem Ort war, ziemlich zugewachsen. Insofern ist die NP-Verwaltung gefragt, was sie denn nun will? Den Forst erhalten oder die Felsen als das eigentlich Element des NP.zugänglich und sichbar zu erhalten. 1983 konnte man auf die Nebenfelsen klettern und von dort die Felsmauer sehen.



    Da die Felsformation etwas abseits steht vom Kammverlauf, habe ich Aussicht auf unbekannte hohe Berge, die zweifellos mit zum Caliman gehören, dem Doppelgipfel des Bistriciolul. Der sieht schon mal interessant aus für mich und mein nächster Plan steht schon bald fest: dahin muss ich noch in dem Urlaub!


    Danach lichtet sich der Baumbestand. In der Ferne sehe ich einen Hund und einen Menschen, der sich andauernd bückt um etwas aufzuheben, soweit ich erkennen kann. So lerne ich den bisher einzigen Müllaufsammler kennen, der mir unterwegs begegnet ist. Es war auch der einzige Wanderer mit Rucksack bis zu dem Zeitpunkt. Chiprian gab mir noch den Hinweis, dass der weitere Weg difficile sei, also schwierig zu finden, was ich mir gar nicht vorstellen konnte, zumal Vatra Dornei nicht einmal eine Tagesstrecke entfernt war.

    Kurz danach gibt es eine Quelle etwa 5 Minuten vom Weg entfernt, die auch angezeichnet ist, danach kommt dieser Camp und ein Weg führt zu einem neu entstandenem Kloster. Ich habe dort übernachtet, nachdem ich gefragt habe.


















    Das ist als Camp vorgesehen im NP Caliman gelegen, der Hinweis auf eine etwas unterhalb gelegene Quelle.




    Felsfiguren









    12 Apostel


    12 Apostel


    Eine Campmöglichkeit für Wanderer oberhalb des Klosters




    Kloster 12Apostel Caliman


    Kloster 12 Apostel Eingangsportal


    Am nächsten Morgen gehe ich vom Kloster los, als die Mönche alle in der Kirche versammelt sind, lege noch etwas Geld unter einen Becher.
    Der Weg führt nochmals hoch zur Wiese und der Sitzbank, dann erkenne ich das blaue Dreieck und eine Bergspitze mit diesem Wegzeichen.


    Calimanabbruch ins Dornaland
    Der Wanderweg führt an eine große Abholzungsfläche, von wo man einen freien Blick auf den früheren Höhenweg bis nach Vatra Dornei zum Lift hat.


    Ich bin mir nicht völlig sicher. Hier hat mich ein Vater, der mit seinem Sohn authark im Walde lebte, 1983 aufgenommen und beherbergt.


    Danach kommt eine Windwurffläche, auf der sich Bäume mehrmals überlagern und die inzwischen so zugewachsen ist, dass ein Durchkommen schier unmöglich ist. Aber nicht das ist das eigentliche Problem






    Die letzten Kilometer sind verfänglich markiert und führen als Rundweg aus dem Calimangebirge heraus über Dorna Sarului, schon in Sichtweite des Relais auf dem Berge. Der direkte, früher schön mit blauem Dreieck markierte KammWeg führte auf der Höhe zwischen Vatra Dornei, dem Stadtpark hoch zum Relais weiter zu den 12 Aposteln. Hätte bloß mal markiert und freigeschnitten werden müssen!

    Der neue mit blauem Dreieck!!! markierte Weg führt nun über die Dörfer. Ich laufe ihn ewig im Walde entlang und komme mir verarscht vor als ich es merke. Häh? gehts noch??? Auf der Wanderkarte von Dimap findet man ihn nicht, nur auf der Karte vom dicken Muntii Caliman- Führer ist er drauf. Astscheren würden sehr das Freischneiden des Streckenabschnittes um die 12 Apostel herum um die Piatra Rosii herum und den verbuschten Weg vom Leopoldplatz bis zur Piatra Rosii erleichtern. Ich habe mich in einem Baumarkt vor Ort interessiert, es gibt diese nur in schlechter Qualität.





    Meine Füße schmerzen, mein Wasser ist aufgebraucht, als mich ein Auto aufsammelt und die letzten acht Kilometer bis nach Vatra Dornei mitnimmt.






    Danke,- Multzumesc!
    Geändert von Abt (21.11.2018 um 07:22 Uhr)

  2. Dauerbesucher
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    AW: [RO] Karpaten Via Carpatica links und rechts des Weges

    #2
    Na sehr schön mal was aus den Ostkarpaten...

    Über 20 Jahre ist es her als ich da war, die Zeit vergeht...



    Wird im Tagebau immer noch abgebaut?
    Warst du auch bei den Aposteln?
    Und gibt es denn schon neue Markierungen, die den E8 ausweisen?

  3. Alter Hase
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    AW: [RO] Karpaten Via Carpatica links und rechts des Weges

    #3
    Baciu, der Tagebau ist ein kunterbuntes Riesenloch am Berg zwischen grün, weiß und weinrot. Ansonsten ist keine Maschine mehr zu sehen, kein Mensch arbeitet dort noch. Ist eine Art FreilandSchautagebau mit Schlammsee, der durch Schneeschmelze und Regenwawasser immer einmal überschwappt und kurz vor Gura Haitii eine mittlere Schlammkatastrophe verursacht hat.
    Ich habe zwei Touren im Caliman gemacht. War hochintressant. Erste Tour war die klassische Kraterwanderung etwa im Hufeisen. drei feste Übernachtungsmöglichkeiten gibt es im Kerngebiet. In Gura Haitii, Die Schutzhütte an der Wetterstation und das Kloster etwa 1km westlich
    Sicher stand zu deiner zeit das Kloster 12 Apostel noch nicht. Ohne Zelt ist der Weg nicht empfohlen

    Die Felsgruppe der 12 Apostel wächst langsam zu. Ich habe leider sehr wenige Fotos von früher digital umgearbeitet.
    Ein lieblicher Nadelwald ist jetzt im Entstehen, der bald diesen Einzelfelsen verdecken wird.



    Das Caliman liegt außerhalb des E8, Im Suchard stammen die Wegzeichen, soweit vorhanden, von vor dem Jahr 2000.

    Der Stand:https://www.siebenbuerger.de/zeitung...en-in-den.html



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    Calimantour die zweite zum Bistricolui


    Der etwas außenstehende Doppelgipfel des Bistriciorul ließ mich nicht mehr los und war das Ziel meiner zweiten Tour.


    Diese vorangegangene beschriebene Tour ins Caliman ließ sich nicht mehr abändern und war bisher eine Rundwanderung, mit der Rückkehr an den Ausgangspunkt und endete in Vatra Dornei.

    Dann nehme ich, emotional neu aufgeladen, von Vatra Dornei einen neuen Anlauf.
    Mein Wettervorhersager hat mir noch einmal eine Wolkenlücke von drei Tagen eingeräumt, danach aber länger Zeit Regen. So mache ich mich eilig nach einem Ruhetag auf, nehme den Bus wieder direkt nach Gura Haitii, halte mich dort aber nicht erst auf und trampe mit zwei Studenten weiter, die zu den 12 Aposteln joggen wollen. Weiter nimmt mich ein Auto von Holzdieben noch ein Stück weiter mit hoch ns Tal, von wo es den Weg hoch zum Lieblingsplatz von Leopold dem zweiten Habsburger geht, also auch meinem Lieblingsplatz mit Bankgruppe von der Bank.

    Ich übernachte, abends kommt noch ein lehrerehepaar mit Kindern an die in der Näher liegenden Quelle, die jedoch zu der Straße über dem Tagebau zurückwollen, der oben an der Coade Pietros herauskommt oder haben ihr Zelt unterhalb des Pietros-Aufstieges aufgestellt. Ich werde aus ihrem Erzählten nicht ganz schlau.





    Ich frühstücke früh und breche auf, dem Roten Band-Weg entlang, der auch der Maria-Theresa-Gedächnisweg ist gen West gehend. Der Weg ist ausgezeichnet markiert mit dem kleinen Bildnis der 13fachen Königinmutter. Inwieweit die Bebilderung historisch so gesehen werden sollte, wie es auch in deutsch darauf steht, darüber scheint es entsetzliche Unterschiede zwischen den einzelnen Historikern gegeben zu haben. Für mich hat sich Österreich da die Bukowina einfach unter den Nagel gerissen im Wirrnis der Krimkriege. Ergebnis der einverleibten Gebiete war eine doppelte Last für die Bevölkerung und es wird auf den tafeln dummes Zeug erzählt. Wer gibt schon gern sein Leben zum Verheizen für irgendwelche strategischen Interessen der Herrscher anderer Völker Väter Länder?.


    Denkmal für die gefallenen Helden im Weltkrieg


    Monument Erilor unterhalb des Gruiu Berges am Maria Theresia-Weg


    Markierung des Maria Teresia-Weges


    Ein oft begangener schöner Wanderweg mit anspruchvollem Zielen




    ein altes Schild, für südwärts abgehenden Wege


    Lunca Bradului liegt südlich vom Caliman-Gebirge

    Der Weg tangiert den Kamm am Pietrosul auf halber Höhe und Wasserstellen sind nicht gerad häufig, so dass der gut beraten ist, der seine Flasche stets auffüllt. Die ganze Zeit folge ich dem Roten Weg mit dem roten Band. Einmal wird mir die Felsformation Tihu, das war ein lokaler Räuber hier in früherer Zeit, angezeigt und ich folge dem Wegweiser der zum Kammdurch die Latschenkiefern hinaufgeht. Ich verstecke meinen Rucksack notdürftig , schließlich ist hier niemand unterwegs. Die Felsen erweisen sich als Reste des alten Vulkankegels und sind sehenswert., ragen fast bis auf 2000 hoch auf. Nun kommt mir doch eine Familie nach und fragt nach meinem Rucksack. Der Junge spricht ausgezeichnet deutsch von der Schule her und muss nun gleich für seine Eltern übersetzen.

    Hier oben am Kamm sind einige bemerkenswerte Felsenformationen aus Lavagesteins zu sehen, die in den Legenden mit Phantasienamen der einfachen Hirten und Bewohner der Gegend benannt wurden.




    Die Schildkröte


    Felsengruppe mit unbekanntem Namen



    Ein weiterer Campplatz unterwegs zum Bistricioru
    Eines der Bilder, die die Ergreifung eines alten Mannes darstellen, der gegen den doppelten Miltärdienst aufrief.


    Der Gipfel des Tihu




    Zeltplatz vor dem Aufstieg zum Vf Buscolui


    Blick von meinem Zeltplatz auf der kleinen Anhöhe



    Waldsteppe im Caliman


    Lieblicher junger Wald, der in einigen Jahren Bergurwald ist und dann gar nicht mehr so ein liebliches Bild abgibt




    Langsam kommt der Gipfelbereich näher. Der Herbst lässt schon mal grüßen





    da unten will ich abends zelten, Blick auf den Terha-Sattel

    Oben angekommen auf meinem Wunschberg


    Über derartige Geröll-und Schotterfelder geht es zum Sattel Richtung Colibitza



    ile Abstieg vom Bistricioru






    Die Unterkunft am Sattel Terha 1470 m ist leider in keinem guten Zustand


    Zeltplatz Terha-Sattel


    Ich bin gerad beim Zeltaufbau, als ein Allradfahrzeug mit zwei Forstbeamten ankommt und auf mich zuhält. Ich dachte erst, dass es nach Ärger aussieht. Aber, ganz freundlich fragt man mich woher wohin.
    Ganz freundlich antworte ich auf rumänisch, dass ich eine Woche im Caliman gewandert bin und morgen früh nach Dornisoara weiter wandere.
    Dass das Calimangebirge etwas Wertvolles ist und ein wunderbares Naturerlebnis war, was sie unbedingt schutzen und bewahren müssen.
    Und? Ist das gelogen.
    Oder???

    Sie sind sichtlich gerührt, schenken mir eine Süßigkeit und eine Flasche Amstel-Bier zum Abschied und wünschen mir einen guten Weg.


    Wegweiser an der Terha-Hütte


    Am nächsten morgen baue ich das Zelt fast noch in der Dämmerung trocken zusammen. Ich bin gerad losgegangen als ich die ersten Regentropfen abbekomme. Noch hält sich der Regen etwa eine Stund zurück. Unterwegs komme ich vom eigentlichen Weg nach Dornisoara, das ist ein kleine Dorf ab.

    Die letzten Kilometer meiner Regenwanderung sind nicht dokumentiert, folgen jedoch zunächst dem Roten Band-Weg, dann verpasse ich im strömenden Regen den Abzweig zum Dorf Dornisoara etwa hier. Ich verpacke meinen Foto regendicht in der bewährten Plastikschachtel



    Herausgekommen bin ich in der Nähe des Tihuta-Passes, die letzten 12km im strömenden Regen, dann Schnee.
    An der Strecke hat es gekracht. Ein Kleinbus war umgekippt. Tote gab es keine. Spital Sani? Salvamont? Bitte nicht in Rumänien!
    Nach einer dreiviertel Stunde stehen an der Straße nimmt mich ein freundlicher Fahrer bis Vatra Dornei zu meiner Basis mit.

    Erst später habe ich durch einen Zufall gelesen, dass hier oben im ersten Weltkrieg in aller Eile eine Bahntrasse über den TihutzaPass gebaut wurde, die Siebenbürgen und die Bukowina miteinander verbanden und zur Heranführung von Truppen und Kriegsgerät aber auch zum Abtransport von Verwundeten benutzt wurde. Eine annähernd geeignete Streckeführung habe ich allerdings nicht entdecken können. Ich hatte, völlig durchnässt und frierend in dem Augenblich selber mit mir zu tun.



    Zwei Tage warte ich noch auf schöneres Wetter, dann reise ich mit dem Bus ab. Die Berge sind hinter einem grauen Schleier aus Wolken und Niesel verschwunden und der erste Schnee ist gefallen.
    Drüben im Rarau, Dornaland.





    Ich bitte diesen Beitrag als eine Arbeit zu einem EU-Wegeprojekt E8 zu verstehen, daher auch viele Darstellungen vom Wege-und Markierungszustand. Die Gefahr, dass ein Reisevortrag eine Übersättigung mit Fotos und subjektive Darstellungen und Informationen bringt, ist auch hier natürlich gegeben.
    Geändert von Abt (10.11.2018 um 21:05 Uhr)

  4. Dauerbesucher
    Avatar von simurgh
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    AW: [RO] Karpaten Via Carpatica links und rechts des Weges

    #4
    OT: Deine Galerie funktioniert doch. Speichere dir diesen link: https://www.outdoorseiten.net/fotos/...0&ppuser=14706
    >> Ich suchte Berge und fand Menschen <<

  5. Alter Hase
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    AW: [RO] Karpaten Via Carpatica links und rechts des Weges

    #5
    Vier Tage mit Zelt unterwegs im
    Suhard-Gebirge Ostkarpaten Rumänien
    9.August bis 12.August 2017

    Diese Tour habe ich in Verbindung mit der Erkundung des Europäischen Fernwanderweges E8 – auch Via Carpatica genannt- unternommen,
    Hier ist mein kleiner Wanderbericht. Er wird wie immer durch neue Bilder bereichert, die ich evtl später noch einfüge.

    Rumänien 2017 ich habe vom August bis zum September etwas Zeit und will eine Kammtour über drei Gebirge machen. Suhard, Rodna und Gutiin-Gebirge. Ich muss etwas mit meinen Kräften haushalten, daher bin ich für ander Mitwanderer vielleicht zu langsam unterwegs.
    Ich bin froh, dass es wenigstens so geht. ich will nicht darüber schreiben, aber von Erlebnissen unterwegs, vom Weg und von der Natur, deren Farben mir mit jedem Lebensjahr intensiver erscheinen.

    Hilfsmittel war eine uralte Wanderkarte des Bandes Nr. 36 Muntii Nostri-Suhard auf rumänisch. Das Suhard zählt seiner Lage zu den Ostkarpaten liegt aber im Norden des von Rumänien. Der Kammverlauf ist etwas Ost->West gerichtet. Eigentlich kein schwieriges Wandergebiet.
    Das angrenzende Tal der Goldenen Bistritz ist ein Schatz der Fans für Traditionen, Folklore und schön verzierte Häuser. Entlang der Bistritz verlief früher die Grenze, so wurde mir gesagt. Eigentlich oben am Prislop zwischen den historischen Landschaften der Bukowina und der Maramuresch. Die Bukowina kam 1778 bis 1918 zum Territorium von Österreich/Ungarn. Das Gebiet wurde in Nord und Südbukowina geteilt.
    Die Südbukowina mit den Moldau - Klöstern gehört seitdem zu Rumänien



    Das Kammweg über das Suchard Gebirge misst etwa 36km, erreicht einmal eine Höhe von 1932m, der Gebirgscharakter ist wenig alpin ausgeprägt.


    Erster heiße Tag im Suhard auf der Tour



    Was in sehr schlechtem Zustand ist, das sind die wenigen Wegmarkierungen aus Metall.
    Es gibt am Kammweg wenige Wasserstellen mit Trinkwasserqualität die auch nicht ausgewiesen sind, Hinweistafeln fehlen!
    Ich bin von Vatra Dornei zunächst über den Campingplatz Runc den mit blauem Band markierten Weg am August 2017 zum Vf Runc aufgestiegen. Der Wanderweg bietet wenig Schatten und verfolgt zunächst einer Waldstraße, die allmählich an Höhe gewinnt.und von Holztransportern wie von Pferden genutzt wird.
    Den ersten Höhepunkt stellt der Berg Vf Ousoru ,1611m üNN dar, dessen Silouette sich sehr charakteristisch von der Umgebung abhebt und von weitem erkennbar ist. Der einseitige Waldbestand am Berg trägt noch wesentlich dazu bei.
    Der Hauptwanderweg blaues Band umgeht jedoch den Berg etwas nördlich. Während meiner Wanderung bildeten etwa drei Monate zuvor von einem Sturm umgeworfene Bäume noch nicht geräumte Weghindernisse nahe einer Schäferei.




    Vom Sturm gefallener Baum auf dem WeitwanderWeg

    Der Vf.Ousoru und Mt.Livada(1463m) sind durch einen kurzen Kamm verbunden. Auf der Sattel unterhalb des Mt.Livada gibt es ein Wasserloch, aus dem Mensch und Pferd gemeinsam trinken bzw. saufen. Etwas unterhalb liegt eine Schäferei, zu der ich jedoch nicht erst absteige.
    Ich zelte auf der schönen Poiana, einen Steinwurf von der Wasserstelle und mache abends noch einen kleinen Ausflug zum Vf . Jacob.


    erste Wasserstelle am Zeltplatz


    Als ich ankomme sind diese Pferde gerad an der Wasserstelle


    Zelt in der Abendsonne




    Blick von meinem ersten Zeltplatz aus




    Im Tal unten fließt die Goldene Bistritz (Bistrita Aurie) das war die alte Grenze und der Ort Ciocanesti liegt unmittelbar im Nebelmeer.


    Abendstimmung am Zelt

    Tags darauf überquere ich mehrere Male den Kamm auf die jeweils andere Seite.


    Blick zum Zeltplatz zurück. Im Hintergrund der Vf.Ousoru


    Vf Faraoane, Mtii.Suhard


    Heidelbeersammler


    Blick zum Kloster Sf Crucea


    Oberhaln dieser Kapelle kreuzt ein wichtiger Weg den Kammweg: zwanzig Minuten Abstieg zur Kapelle Heiliges Kreuz Sf. Cruce, weiter nach Ciocanesti im Norden oder Cosna im Süden. Beides sind Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer ohne Zelt.


    Der Lac Icoana. Das Wasser ist völlig ungeniesbar weg Tierkot. In der Nähe befindet sich eine Schäferei mit großer überdachten Terasse. Die Quelle befindet sich auf der anderen Kammseite, zweihundert Meter unterhalb des Wegverlaufes. Ich habe sie mir zeigen lassen von den Hirten,
    Im Hintergrund erkennt man die charakteristischen Berge Vf Ousoru und Vf Faraoane

    Hierher kamen nur Waldtiere

    Das ist eine der wenigen Wasserstellen, eines der Probleme auf dieser Tour

    Saua Diecilor


    Erst dachte ich an eine optische Täuschung, als ein Mensch auf einen Fahrrad hier oben erschien



    Immer wieder musste ich wegen Fußbeschwerden ausruhen


    Wegweiser am Omul. Hier bin ich noch am Enträtseln der Schriften auf der rostigen Tafel


    Der Vf. Omu , der höchste Berg des Suhard. mit seinem kegligen Aussehen der Vorberg


    Trigonometrischer Punkt


    Die Deutung des H gibt Rätsel auf
    Zu Hause hab ich nachgegoogelt. Gibt man " Razboi Suhard" ein wird man bald findig, denn auch hier tobten Schlachten im ersten und zweiten Weltkrieg.


    Vf Omu. Höchster Berg in Suhard/Ostkarpaten

    Suhard 2017


    Abfallender Weg nach Süden um den Vf.Omul



    Nach dem Abstieg vom vf.Omu südwärts zum Pass sorgte aufkommender böiger Wind für eine schlaflose Nacht, obwohl ich das Zelt gut abgespannt hatte, gab das Gestänge beängstigend nach. Die Stangen beugten unter der Windlast in meine Richtung nach innen. Also als stabiles Zelt hat sich mein Rock Empire 2 durch seine Höhe nicht gerad erwiesen. Sicher, die 8,5mm Stangen sind zu dünn. Zum Glück gab es keinen Regen. Das war die dritte Nacht im Suchard. Gezeltet hab ich neben der Feldstraße südlich vom Vf. Omu auf einer kleinen Bodenerhöhung, so dass ich für zufällig vorbeikommende Fahrzeuge unerreichbar war.


    Abeds bin ich den Kilometer mit der Wasserflasche zum trinken nochmals zurück gelaufen. Ich musste früh nochmal diese Kilometer zu genau dieser Wasserstelle zurück. Aber das Wasser hatte eine auch eine 1A Qualität








    Der Einladung zum Essen von dieser Familie kann ich nicht abschlagen. Natürlich im Tausch gegen andere Nahrungsmittel, die ich noch zu viel hatte.
    Hier haben sich alle noch mal fotogen aufgestellt.



    Während ich mein Zelt gerad aufbaue, überholt mich eine ziemlich trainierte Wandergruppe, ohne anzuhalten, die Serpentinen schneident.

    Meinen letzter Zeltplatz im Suhard wähle ich etwas oberhalb des Rotunda-Passes gerade noch im Suhard-Gebirge. Gegenüber beginnen die kahlen Rodnaberge zu denen sich ein Fahrweg am Hang hinaufschlängelt. Dahinter grüßen schon mal Vf.Rosu, Ineutz und Ineu aus der Ferne.
    Dazwischen liegt die Senke und mein Weg, der E8 steigt zum Rotunds-Sattel hinabgeht. Auf der Wiese sind Betontröge für die Schafe in Reihe von oben nach unten aufgestellt, die von einer im Erdreich verlegten PE-Leitung mit Wasser befüllt werden können. Ich drehe vorsichtig am Abstellhahn und das Wasser kommt sauber herausgespritzt. Trotzdem koche ich es vorsichtshalber ab. Früh stört eine Autogruppe meinen Schlaf, die hier hochkommt, um eine Wandergruppe abzusetzen. Ich habe nur gehört, dass sie sich ausgiebig über mein Zelt unterhielten und lachten. Gegen neun habe ich alles zusammengepackt und bin ohne nocheinmal zu frühstücken zur Cabana aufgebrochen. das Wetter war etwas diesig, mir war noch unklar, wie es sich entscheiden würde.


    Die letzte Schäferei im Suchard, bevor ich an der Cabana ankomme.

    Drei Motorbiker aus Rumänien waren gerad beim Frühstück und es war ein hallo. als sie merkten, das ich mich doch recht gut in ihrem Land auskenne und von meinen Touren früher und jetzt erzählte, war die Barriere gebrochen. Sie erzählten von ihren Touren, ich von den Wegen dort,- zwei Stunden waren weg wie nichts. Zuletzt wurde ich noch mit allen möglich Lebensmitteln von ihnen beschenkt, mehrere Büchsen feinstes Bier Timisoaena wurden mir. stark unterhopftem Wanderer vermacht.


    An der Cabana Croitor angekommen

    Der Hüttenwirt war begeistert von solchen Kunden, die sich so gut unterhalten konnten.
    Drum bun den drei Bikern.


    Guten Weg den Motor-Bikern! Drum bun!



    Ich beschließe, den Rotundasattel zu verlassen und fahre mit einer Mitfahrgelegenheit nach Cirlibaba.
    Ich hatte einfach keine Lust, die vom Hang im Suhard aus gesehenen Straßenkilometer in das Rodna-Gebirge zu laufen und fühle mich schlapp und ausgebrannt von der Sonne.
    Hinten im Transporter finde ich noch Platz, über Holperstraßen die eher als Waldwege durchgehen lange ich verstaubt in Cirlibaba an der Bistritza Aurie an.


    Fazit das Suhard-Kammweges. Markierung das blaue Band bis zum Vf Omu, dann rotes Band bis zum Rotunda-Pass ist allgemein auch
    mit Mountainbikes zu machen (im Winter mit Pulka besser vom Rotunda oder als Skiwanderung.) Pferdetrekking möglich.
    Übernachtung vorher klären, Potential gibt es in der Schäferei am See icoana und im Kloster Sf. Cruce unterwegs. Vorher bitte abklären!



    Cirlibaba, eine große Gemeinde. Mal abgesehen von dem Haus eines Ausländers auf dem Schieferfelsen.
    Gesamteindruck ist ordentlich, es gibt Papierkörbe und Gemeindearbeiter, die die Abfälle aufsammeln und ein funktionierendes Gemeindewesen.


    Den Blick in die Goldene Bistritza sollte man nicht wagen, denn es sieht aus, als ob flußaufwärts Zigeuner siedeln.

    Ich überlege nun, dass der Abstieg, äh-die 15km Fahrt hierher sicher ein Fehler gewesen ist. Aber es tröpfelt und ist kalt. Hätte ist ohnehin eine Vergangenheitsform.
    Also. Wie weiter? Bergenbier heißt dieser landesweit erhältliche Trunk des Vergessens. Der Handelsvertreter, der hier zur Wendezeit unterwegs war, es herrschte Biermangel, hat den goldenen Schlüssel der eigenen Schatztruhe behalten aber den Spaten zum Graben mitgebracht. Bergenbier? in Deutschland? - Nie gehört.-Unbekannt. Leute mit Pioniergeist der ersten Reihe.
    Ich gehmige mir erst eins, dann das zweite, dann ein drittes Bier vom Faß, Beere la halba wie man hier sagt, um der Dehydrierung entgegen zu wirken. Außer dem bin ich sehr stark unterhopft und danach als Blautopf zu bezeichnen. Denn nur so kann ich dieses Zimmer im Haus ertragen. Die Dusche ist Schrott, aber das warme Wasser funktioniert. Und ich bin Kummer gewohnt.
    Geändert von Abt (29.11.2018 um 11:29 Uhr)

  6. Alter Hase
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    AW: [RO] Karpaten Via Carpatica links und rechts des Weges

    #6
    Momentan gibt es Markierungen am Wege

    http://www.asociatiacarpati.ro/activ...-banatului/202
    Geändert von Abt (09.10.2018 um 14:38 Uhr)

  7. Alter Hase
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    #7
    Platzhalter reserviert für die Karte


    E8 Via Carpatica im Dornaland- Giumalau und Rarau
    Geändert von Abt (10.10.2018 um 15:10 Uhr)

  8. Dauerbesucher
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    AW: [RO] Karpaten Via Carpatica links und rechts des Weges

    #8
    Hab ihn erst jetzt gesehen. Ein Klasse Bericht mit sehr schönen Fotos. Kann es sein das ich ein Teil davon in einem Vortrag mal erleben durfte?

    Grüße Maik
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

  9. Alter Hase
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    #9
    Ja Maik, einen kleinen Teil habe ich bei Karpatenwilli an der Lütsche gezeigt.
    Ich glaube zu dem Caliman-Vortrag sind wir nicht mehr dazu gekommen. Dieses Jahr waren es im Urlaub wieder ganz tolle Bilder.

  10. Alter Hase
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    AW: [RO] Karpaten Via Carpatica links und rechts des Weges

    #10
    Rodna-Gebirge ca. 50km,
    Kammweg allgemein gut gekennzeichnet mit rotem Band,
    Keine Klettereinlagen aber auch exponiert


    Trassenverlauf meist oberhalb der Baumgrenze, im westlichen Kammverlauf in der Waldzone.
    Ausgangsorte/Hütten
    von Ost Cabana Croitor, Suchard (Rotunda-Pass 1271m)
    von Westen (Setref-Pass 812m)
    am Kamm = Saua Intre Izvoare Kammbereich, Schutzhütte= Refugiu max 12-14 Personen Notunterkunft in ca 1900m
    von Nord = Borsa Complex/Lift
    von Nord-Ost Prislop-Paß 1416m Pass-Straße,Busverbindung, mehrere saisonal geöffnete Unterkünfte

    Beitrag im Entstehen
    Geändert von Abt (13.10.2018 um 21:45 Uhr)

  11. Alter Hase
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    #11
    Fortsetzung meines Wander-Reiseberichtes



    Gewöhnlich beginnen Märchen mit: Es war einmal....vor langer Zeit. Aus der stammen auch meine Diascans,- aus dem vorigen Jahrtausend.
    Als ich mit meinem Freund Gunther von der Bukowina über das Rodna-Gebirge in die Maramuresch wanderten.
    Unsere Ausrüstung war spartanisch einfach. Wanderkarten? Wir sind einfach losgelaufen....und haben uns prompt erst einmal ins falsche Gebirge verwandert. Als wir ziemlich oben waren, haben wir es auch gemerkt. Also, wieder runter.
    Und wieder rauf! Das war 1979.



    Hier sind wir auf dem Ineu mit einigen rumänischen Freunden, die wir am Lala-See kennengelernt haben. Isomatten hatten sie nicht, aber sie haben improvisiert mit den Zweigen von Latschenkiefern, die sie abgerissen und unter ihr Zelt zur Wärmedämmung gelegt hatten


    Das Wetter veranlasste uns damals zum Abdrehen ins Tal in die Puzdrele-Hütte. Inzwischen gibt es diese Hütte nicht mehr. Abgebrannt oder bei einem Erdrutsch oder unter der Schneelast.- Ich bin am recherchieren


    Historische Schenke Beim Fürsten



    Prislop-Pass 1986


    Das Tor zwischen Maramuresch und Bukowina September 1986
    Damals stand die Klosterkirche dahinter noch nicht


    Danach gab es das hier 2002


    2011 stand die Kirche bereits....über Jahre leer und halbfertig. Das Baumaterial diente als Beschaffungsquell der dem Glauben unverfestigten.


    Bergsicht zum Ineu vom Prislop-Pass 2011


    Bergansicht 2011 zum Vf Puzdrele


    Der Ceacanu 2011


    Danach kamen immer mehr Bauten dazu


    Im August 2017 sah es so aus -Zurück in unsere Zeit

    Rodna , August/September 2017

    Während andere, renomierte Karpatenrenner vorher eine Für-Bittsprache bei den höheren Mächten mit einer kleinen Gabe und der Bitte um das Gelingen der Tour, Schönes Wetter und Unversehrtes Zurückkommen einlegen, befrage ich als bekennender Heide in blindem Glauben an die Wetterprognose die 14-Tageaussicht der Region Borsa.
    Und die gab mir den Wink, dass es die nächsten fünf Tage keinen Niederschlag geben soll. Dann aber....Daher wartete ich noch den letzten Schauer in der sicheren Buchte ab, nachdem mich der Bus mittags hier oben am Prislop-Sattel abgeworfen hatte. Hier,- den ehemals schönsten Ort in ganz Rumänien erkannte ich erst einmal nicht und die Cabana Alpina hatte sich an dem Feiertag auch etwas ninter einem Riesenberg zermalmten Beton versteckt. dann aber, oh Gott....Nein!
    Mir war zum heulen. den Wirtsleuten der Cabana Alpina ging es nicht besser. Ich wurde gebeten zu Mittag zum Essen zu bleiben.


    Ein neues Gebirge entsteht


    schlimmer gehts nimmer


    Satan weiche!
    Aber? Sollte nicht die Kirche im Dorfe bleiben? Was zum Teufel will sie so alleine hier oben am Pass, fern vom Menschen??? Sollte sie nicht nahe bei den Menschen sein? Dies Gedanken gehen mir so durch den Kopf, während ich diese Stelle passiere.


    Ich dachte die Welt geht unter an diesem 15.August 2017, Maria Himmelfahrt!
    Aber glaubt mir: Alles wird gut! Nur, besser wird es auch nicht


    Prislopsattel 2018 Kloster-Dorfentwicklung. Immer mehr Bauwerke entstehen
    Die erste Windmühle ist in Arbeit und wird das Bild bald abrunden und die Bergansicht völlig zerstören.


    Prislop-Pass 2018 Klosteransicht

    Geändert von Abt (20.11.2018 um 23:03 Uhr)

  12. Alter Hase
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    #12
    Rodna 15.8. - 21.8. 2017
    Der PrislopPass im Norden Rumäniens trennt die historischen Landschaften der Maramuresch und der Bukowina.sowie die Gebirge Rodna im Süden und das Maramuresch-Gebirge im Norden. Geografisch wurde festgelegt, dass dieser Pass auch die Ostkarpaten von den Waldkarpaten begrenzt.
    1975 stand ich stundenlang als Tramper aus der Bukowina kommend in Ciocanesti
    In den aufgewirbelten Staubwolken, die von dem groben Kalkschotter des spärlich vorbei fahrenden Fahrzeugstromes. aufgewirbelt wurden. Bis zum Pass hinauf kam ich nicht mehr. Ein Gewitter zog auf und hatte Glück, dass mich kurz vorher ein ARO, dass war ein in Rumänien produziertes Allradfahrzeug einsammelte und wieder mit zurücknahm nach Iakobeni.. Ich hatte etwas verpasst, eine andere Welt..
    Etwas hatte ich jedoch hier gesehen: Häuser mit Manschetten märchenhaft schön verziert in einer wunderschönen Landschaft wie im Bilderbuch.
    An diesem Marien-Himmelfahrtstag 2017, nach 42 Jahren bin ich immer noch mit Rucksack und Zelt unterwegs, den ich gerad vom Prislop-Sattel zum Saua Gagalauti hinauf schleppe. Die Landschaft hat sich seit dem verändert, ist nicht mehr so schön, wie in meinen Erinnerungen. der Wald ist nicht mehr so dunkel und grün.


    Abzweig zur Cascada Cailor, den bekannten Wasserfällen oberhalb von BorsaComplex


    Schäferei in diesen Tüchern reift der Käse

    Ich komme an einer Schäferei vorbei, die Käse in Tüchern zum trocknen abgebunden und aufgehängt hat. Niemand ist zu sehen. Aber, was will ich auch jetzt mit dem Quarkkäse. An einem Unterstand für Reiter und Wanderer mache ich Rast.
    Es ist noch Nachmittag und eigentlich noch etwas früh zum Zeltaufbau, Zeit, die mir am nächsten Tag fehlen wird. Aber so einladend sind die überdachten Bankreihen, dass ich nicht wiederstehen kann. Ich bin der einzige Bergwanderer hier. In der Ferne nehme ich einige Allradfahrzeuge wahr, die über die Wiesen kurven..


    Abendstimmung: Blick aus der Taverne ohne Bedienung


    Hirte und Schafe völlig unbeindruckt. Durchziehende Touristen sind hier alltäglich


    Nur die Ziegen sind neugierig,- wie immer


    Abendrot Blick hinüber zum Vf.Ceacanu


    Mein erster Zeltplatz in Nachbarschaft der Schäferei weit unterhalb der Saua Gargalau


    Wegweiser


    Impression vom Weg kurz vor der Wiese am Bach


    Sauberes Wasser aus einem der Quellen der Goldenen Bistritz,- Bistrita Aurie
    http://www.infoborsa.ro/images/conte...aseruNo1.1.jpg


    Lanzen-Schildfarn


    Sumpf - Herzblatt (Parnassia palustris)


    Langsam bleibt das Tal zurück und ich gewinne Höhe


    Der Berg-See Taul Stiol


    Tal mit verlandetem Tümpel und sich bildentem Moor Gegend Quelle der Goldenen Bistritz


    Siebenbürgische Alpenrose


    Tschechischer Bergwanderer am Saua Gargalaut Sattel des Vf. Gargalau



    Rodnaberge


    Meine Tour 2017 geht von hier an in den westlichen Teil des Rodna. Den östlichen teil habe ich von der gleichen Stelle 2018 gemacht.


    Rückkehr unter den Gagalaut-Sattel an den Bach zum zelten


    Der fast ausgetrockne See Lacul Cailor


    Vf Puzdrele Puzdrele-Gipfel


    Schild, wo der Weg abgeht nach Borsa Complex


    Die Stange steht noch so da, ohne Wegweiser, der liegt unten.


    Berg Puzdrele mit Wolken


    Icke mit dem Berg. Krabble gerad wie ein Maikäfer


    Auf dem Weg. jetzt wird es ernst...


    Zum Vf.Laptelui und Saua hinauf


    Schafherde am Weg zum Puzdrele


    Weggablung am Vf. Puzdrele Wanderweg oder Gipfel?


    Wegweiser am Saua Intre Izvoare


    Nach dem Puzdrele-Gipfel


    Die Schutzhütte rum. Refugiu Izvoare Intre 12-14 Notquartiere, ohne Bewirtschaftung 2017


    Die Not-Küche der Refugiu Izvoare Intre


    Mein Zelt an der Saua Intre Izvoara (in etwa:Sattel der Inneren Quelle)
    Laut anderer Info Fantana la Ratafoi.
    http://www.infoborsa.ro/images/conte...aseruNo1.1.jpg


    Izvoare Intre


    Die Quelle Izvoare Intre am Weg


    Wegweiser an der Saua Orassia Rebrei


    links der Vf.Rebra, rechts der Vf. Pietrosul


    Vf. Rebra





    Traverse zum Pietrosul


    Vf.Pietrosul von Vf Buhaescu Mare aus


    Die Teiche Taurile Buhaescului vom Curmatura Pietrosului (Sattel des Pietros) aus


    Der Vf.Pietrosul vom Vf. Buhaescu Mare


    Die Rinne zwischen Vf Buhaescu Mare2268m und Vf.Pietrosul 2303m


    Der Abstieg nach Borsa und zur Statia Meteo, wo tageweise hunderte Touristen hochkommen


    Icke

    Leihgabe Alle Rechte vorbehalten!

    Warum schreibe ich das?

    Leider wurde bisher nicht verhindert, dass es zu Löschungen oder Plünderungen in meiner Galerie kam, die eigentlich eine Sammlung für solche Reisebeiträge ist. Ich stelle hier meine Bilder von unterwegs und diesen Bericht meiner Touren allen unentgeltlich zum Betrachten und Lesen zur Verfügung. Einer fremden gewerblichen Nutzung oder einer Entnahme von Bildern ohne mich zu informieren oder zu fragen stimme ich nicht zu. Ich danke für euer Verständnis und Kenntnisnahme.
    Gruß Abt



    Ein sehr altes Verzeichnis vorkommender Pflanzenarten in der Bukowina, Galizien
    https://www.zobodat.at/pdf/VZBG_11_0033-0070.pdf
    Geändert von Abt (29.11.2018 um 11:32 Uhr)

  13. Dauerbesucher
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    #13
    Ja Rodna hat was. Ich kannte den Prislop auch noch als Schotterpass jetzt steht da glaub ich so 'ne Kirche rum, oder? Ist der Bergsee der Lala-See?

  14. Alter Hase
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    #14
    Auf jeden Fall. Das war früher mal der Geheimtip neben dem Caliman.
    Heute geht dort im Kammbereich im Rodna ein gut ausgetretener Wanderweg entlang. Mit,- alles in allem recht ordentlichen Wegmarkierungen. Weniger alpin und - exponiert als das Fagarasch.
    Die Pass-Straße hatte 1986 schon mal eine Schwarzdecke, war ansonsten mit Betonplatten beplankt, die aber auf unstetem Untergrund verlegt waren.Daher stand die eine so und die andere soo. Wunderbares Pedalieren ging da anders.
    Nun hatte man nochmals alle herausgerissen und auf den Bergpass gefahren um sie zu schreddern. Und in dieses Chaos kam ich gerad. Ich dachte erst die Firma ist pleite,-was mich ja auch nicht verwundert hätte. Aber,-es war gerad Feiertag.

    Ich bin 2017 erst den westlichen Teil bis zum Setref-Pass gegangen, 2018 den östlichen.bis zum Rotunda-Sattel. Das war noch mal der fotografische Hammer. (Kommt noch)
    Am Lalasee war ich dem zu Folge nicht. Ich schreibe die Ortsangaben noch an die Bilder. Brauche etwas Zeit.
    Geändert von Abt (17.10.2018 um 10:50 Uhr)

  15. Alter Hase
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    #15


    Refugiu (Schutzhütte) Pietrosul auf dem Vf. Pietrosul. Der höchste Berg des RodnaGebirges liegt etwa 2km abseits vom Hauptkamm in nördlicher Richtung. Daher musste ich einen Tagesausflug mit vollem Gepäck machen. Das Dach ist undicht, hier wollte ich lieber nicht übernachten müssen, denn die sieht auch innen schlimm aus.



    Auf dem Rückweg Vf. Buhaescu Mare traf ich dann diese Radfahrer, die abends noch zum Pietrosul wollten, ohne Ausrüstung.



    Glockenblumen am Vf.Buhaescu Mare



    Abstieg von Vf Buhaescu Mare



    Radfahrer am Buhaescu Mare. Sie hatten ihr Vorhaben dann doch aufgegeben



    Rückblick über den Kamm zum Vf.Buhaescu Mare



    Vf Pietrosul im Rodnagebirge



    Spät blühende Siebenbürgische Alpenrosen



    Ab Tarnita Batrina kommt ein sichbarer Höhenabfall gen West


    Das Gelände wird dann zunächst flach und waldlos


    Pferde auf dieser Hochebene.


    Wegweiser am Saua Batrinei 1770m


    Fahrrinnen durch Ausflügler haben mich hier in die Irre geleitet. Der Wanderweg war einmal schlecht markiert.


    Schafe und Schäfer. Leider haben die Tiere nie stillgehalten


    Damit hier keine falschen Vorstellungen von den Wanderwegen entstehen


    Pasul Pietrii ist eine markante Stelle auf dem Roten Band-Weg. Ab hier waren Sitzgelegenheiten mit einem winzigen Dach aufgestellt. Immerhin etwas zu rasten. Aber das Dach war nicht breit genug, um wirklich im Regen zu rasten. Und an meine Bauchweite war auch nicht gedacht.


    Pasul Pietrii: Kurz vor einer Schäferei lieferte eine der Rastgelegenheiten dann den Bilderrahmen


    Pasul Pietrii: Der Anstieg zum Rodna ohne Bilderrahmen


    Schäferei, hier Stina genannt am Pasul Petru:
    Kindheit? Spielen? Spielt doch mit den Schafen - Schafsmelken müssen die Kinder armer Leute erledigen. Klar dass sie weg wollen


    Pasul Pietrii: Ich möcht schon wissen, was die Jungs so in diesen Moment gedacht haben. Hau ab du Arsch? Oder du siehst doch was hier los ist, geh endlich weiter...


    Pasul Pietrii: Hirtenkinder beim Schafe melken. Seit dem schmecke ich in jedem Stück Käse von dort deren verlorene Kinderzeit mit.


    ab hier verliert der Kammweg Rotes Band Weg nochmals spürbar an Höhe


    Silberdisteln an der Strecke.Kurz hinter der Kurve nach der Schäferei steigt der Weg noch mal kurz an. Vom Hang tröpfelt ein Rinnsal Wasser. Genug, um meine Flaschen zu füllen, denn allzu weit komme ich nicht mehr andem Tag. Kurz danach kommt mir ein Gruppe Tschechen entgegen. Alt und jung gemischt. Die Alten schienen mit mir sofort Kontakt zu wollen,-ich auch. Aber nach zehn Minuten scharrten die Jungen mit den Hufen und wollten weiter, schade.



    am Zeltplatz Jgheaburi Ab hier verlief die Wanderung im Regen. Ich musste das Zelt nass abbauen.


    Rast und -Zeltplatz Jgheaburi 1096m
    Zunächst hörte ich nachts einzelne Regentropfen auf das Außenzelt fallen. dann ging es in eine Art Trommelfeuer über, Das angekündigte Regenwetter hatte mich hier noch erwischt. Am nächsten Morgen packte ich in einer kurzen Pause einfach alles nass zusammen. Es war sinnlos hier noch auf irgend etwas zu warten. Die Devise:Augen zu und durch. Ab hier gibt es keine Fotos mehr. Einmal verlief ich mich noch weiter unten. Nochmal eine gute halbe Stunde Wegzeichen suchen. Wie das nervt! Mit dem schweren Rucksack auf dem Rücken! Alles ist naß, so dass man ihn lieber nicht abstellt. Nochmals kam eine Sommerhütte von den Hirten in Sichtweite, es war diesig wegen der Wolken. Aber das Dach war kaputt. Also,- weiter...

    Jgheaburi


    Setref-Pass. endlich ist es geschafft


    Motel am Setref zu fairen Preisen


    Motel Setref innen


    Eintritt in die Maramuresch am Setref-Pass


    Das ist noch einmal die Ausgangsbasis am Setref-Pass für die Rodna-Wanderung von West nach Ost September 2017
    Das Motel ist preiswert, sauber und in in gutem Zustand. Das Essen ist gut, das Bier vom Fass schmeckt.Ich schwelge



    Der Wegweiser am Setref-Pass zwischen Rodna und Tibles-Gebirge. Hier geht man einfach über die Straße und schon wechselt man damit in ein neues Gebirge. Die Anzeige des Weges ist eher ernüchternd. Nö. Ich will nicht mehr stundenlang Wege suchen! Es langt gerad mal wieder.
    So viele Aussichten verspricht das Zibles-Gebirge auch nicht. Ein anderes mal...

    Ein Freund aus Alba ruft an...Kommendes Wochenende ist eine Bergfeier an der Cabana Izvoarele, (das ist in der Nähe von Baia Mare) mit tollen Leuten...Im Ignis-Gebirge.

    Er fragt:Kommst du hin?
    Ich antworte: Hm. O.K.- Ich komme. . .Will nur noch durch die Maramuresch und das Gutii-Gebirge....

    Also;- go west
    -------------------------------------------------------------------------
    Was wäre Rumänien ohne seine Eisenbahnen mit Traditionen?
    Hier noch einige Links auf eine interessante Seite https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnst...C8%99eu_de_Jos
    Diese Bahn passiert direkt unter dem Standort den Berg, zwischen Rodnagebirge und den Tibles-Gebirge.
    Geändert von Abt (12.11.2018 um 11:06 Uhr)

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    AW: [RO] Karpaten Via Carpatica links und rechts des Weges

    #16
    Ignis-und Gutii 25.8. - 28.8. 2017 Maramuresch

    Obwohl sich das miese Regenwetter bald verzog, hatte ich beschlossen statt im ZiblesGebirge ständig nach dem Weg zu suchen, das Gutii-Gebirge zu durchwandern. Dessen Kamm wollte ich zunächst von Ost nach West auf dem Roten Band entlang bis zur Creasta Cocosului zurücklegen. das ist der dt. Hahnekamm wegen seiner bekannten und von überall gut sichtbaren Felsformation. dann zum Pasul Gutii am Hanul Pintea Vitazului, einem Tapferen Räuber früherer Zeiten. Vielleicht, wenn alles gut läuft danach auch noch weiter ins Ignis-Gebirge um zunftmäßig direkt am Campingplatz an der Cabana 2 Izvoare Brazi herauzukommen. Die der eigentlich Treffpunkt sein sollte. Die Zeit gab es auf alle Fälle her. Aber auch eine Tour zu den alten Holzkirchen lag zeitlich bislang im machbaren. Also genügend Möglichkeiten sich hier mit Sehenswürdigkeiten über den Tag zu befassen.


    Zunächst kam ich prima vom SetrefPass mit einem Laster weg nach Viseu.de Sus..Weiter nach Sighetu Marmartie. Dann mit dem Bus hinauf zum Neteda-Pass.Soweit so gut...





    Blick ins Cosau-Tal in der Maramuresch. Ich hatte es schon einmal in wunderbarem Grün gesehen. Ist das nun schon Karst?




    Obwohl ich dem Busfahrer gebeten hatte, mich oben , also etwa 2km nach dem Dorf Budesti auf dem Kamm abzusetzen, fuhr er prompt über den Pass und setzte mich dann erst auf der anderen Bergseite an der Liftstation oberhalb von Cavnic ab.
    Das waren mindestens zwei Kilometer Asphaltstraße zurück zu laufen. Einen Wanderweg mit rotem Band sah ich im Wald nicht abgehen oder übersah ihn zumindest. So dass ich auf eine einsamen Waldstraße einbog, die zunächst in meine Richtung führte.
    Weiter unten war bereits die Waldgrenze und die Wiesen zu sehen. Noch weiter unten liegt das Dorf.

    Bald stieß ich auf Spuren menschlichen Ursprungs und bald darauf auf die Verursacher und Bewohner, die sich als rumänische Outdoorer erwiesen und gerad nach etwas zu essen und Feuermaterial unterwegs waren. Die Waldbewohner waren freundlich aber sehr ährmlich gekleidet.
    Ich lief dann etwa zwei Kilometer den Waldweg weiter, ohne ein einziges Wegzeichen zu sehen. Als der Waldweg anfing und durch sumpfige Stellen führte, legte ich schließlich den Rückwärtsgang ein, denn ich wollte ja oben am Kamm entlang gehen und nicht hier unten. Zurück auf Punkt eins. All mählich kam mir die Erkenntnis, dass es den markierten Weg womöglich nicht gab. Ich stand nicht lange an der Straße, bis ein Kombi mich bis Viseu de Sus mitnahm. Ich besuchte zunächst einmal die Station der Vasertal-Bahn, um Wanderkarten zu kaufen oder Neuigkeiten zu erfahren. Meinen Rucksack stellte ich in einem Lebensmittelladen unter, um den Druck auf meine Zehenballen etwas erträglich zu halten. Denn 112kg Eigengewicht plus 15kg vom Rucksack sind auf die Dauer sehr belastend. Ich traf ich einen anderen Kunden, der gerad aus der Ukraine kam., wir suchten eine Kneipe auf um paar Neuigkeiten auszutauschen. Packte dann meinen Rucksack etwas um. Ich hatte beschlossen nun von West nach Ost den Kamm des Gutiin Gebirges zurückzulegen und dann über den Bodi-See abzusteigen und vielleicht noch ein paar Kirchen in Surdesti und Plopis anzusehen. Also,- in Sighet Marmatie : die Zeit war dahin und ich wollte raus aus der Stadt um am nächsten Morgen eine gute Ausgangsposition zu haben. Feresti war mein Ziel, da wo sich die Straßen dreifach gabeln. Das sind 14km.Ich charterte mir ein Taxi, vereinbarte in etwa einen Preis . etwa 100m nach einem Schild „Casa Agro-Turism „ ließ ich mich absetzten. Als das Taxi außer Sicht war, klingelte ich. Hervorragend getroffen! Die Sitzgruppe draußen war nach meinem Geschmack.


    Das Bäuerlein, ein freundlicher alter Herr, zeigte mir das Zimmer. Alles OK. Ich kramte nach meine Pantienen im Rucksack…Schei.ei e. fand die Dinger einfach nicht. Wo sind die Dinger denn?? Geklaut? Nee, da gibt es bedeutend wichtigeres,- außerdem wo? Unmöglich! Kopfkino…Ssst. In der Kneipe in Viseu! Da habe ich mir aus dem Rucksack etwas drüber gezogen! Das sind…14+70…km=? Wunderbar! Ein Tag ist futsch! Man gönnt sich ja sonst nichts! Der freundliche Op gab mir den Hinweis, das es doch drei Dörfer weiter einen Hersteller für Opankis gibt. Das sind solche, den Mokassins ähnlichen Traktorreifen-Schuhe zum Schnüren.Die die Ureinwohner zuweilen noch im Winter und an Festtagen an den Füßen mit Fell und Lappen tragen. Das wäre der Brüller, aber ich wollte meine Schlurfen! Trotz des Risikos, dass sie weg sind.
    Also morgens mit Bus zurück , gar kein Problem…weiter…zur Kneipe----Ja, man hat sie gefunden! Und mir zurückgegeben. Zehn Minuten später fragt mich ein fliegender Onitätenhändler noch in der Kneipe, ob ich Schuhe kaufen will…Wollte der meine Schuhe abholen?
    Ich rätsele heute immer noch, ob es da einen Zusammenhang gab, oder der reine Zufall im Spiel war….?


    Ich hatte nunmehr einen ganzen Tag verloren und musste mein Programm neu überdenken. Meine Wanderkarte endete im Gutiin-Gebirge, nicht im Ignis-Gebirge. Auch kannte ich nicht das genaue Programm des Berg- und Heimat-Vereins, da es sich um eine Einladung aus Baia Mare handelte. Wie selbstverständlich war ich mit eingeladen, organisierte aber zumindest meinem Eigenbedarf an Getränken und warf am nächsten tag auch etwas in die Gemeinschaftskasse.


    Ein freier Tag ohne Gepäck in Baia Mare: Mineralogie-Museeum, Aussichtsturm, Marktflecken…

    Stephans-Turm in Baia Mare


    Römisch Katholische Dreifaltigkeitskirche in Baia Mare


    Sankt Nicolaus-Kirche Baia Mare

    1985 bin ich vom Ort Mara aus ins Mara-Tal gewandert, das liegt etwas NW-lich von Baia Mara. Die CheileTatarului war die Attraktion, die ich auf einem guten Autoatlas entdeckt hatte. Ein Eingeborener war damals ganz aus dem Häuschen, dass ein Ausländer die Gegend kennt..Erst fielen mir gelbe Flecken an den Felsen in der klamm auf, die von einer Flechten-Art her rührte. Ich vermute es waren Schwefelflechten. Damals habe ich mehrere Eisenknuppel im Boden entdeckt, hielt sie jedoch für Markierungen geologischer Versuchsbohrungen. Herausgekommen bin ich damals oberhalb der Klamm im Herbst auf einer stillen Wiese. Der Nebel hatte sich in einer Talsenke hartnäckig gehalten und stieg langsam auf.


    In der Zeit vor 19 85 geschaffenes Werk eines Holzbildhauers an der Brazi 2 Izvoare 2 Hütte

    Ein Holzbildhauer hatte Holzstämme samt Ästen entrindet und skurrile Figuren entstehen lassen, die wie geschundene Gefangene aussahen. Davor ein Stacheldrahtzaun, an dem sich Tautropfen gebildet hatten. Ich habe damals noch einige Dia-Aufnahmen gemacht, - meine allerletzten Bilder vom Urlaub. Bis heute habe ich diese aufbewahrt. Irgend ein Fahrzeug hat mich damals aufgesammelt und mit nach Ocna Sugatag genommen.


    Cabana Brazi 2 Izvoare (Hüttenname) im Ignis-Gebirge am Camp

    Heute weiß ich, dass die Hütte des Campingplatzes 1985 nur vom Nebel verdeckt wurde und ja, es gibt heute immer noch einige von diesen Holzfiguren. Der Autofahrer, der mich damals mitnahm, kam mir auch seltsam bekannt vor. Es stellte sich heraus dass es der heutige Hüttenwirt! gewesen ist. So schließt sich der Kreis der Legende. Inzwischen befindet sich hier in der Nähe eine damals noch nicht im Bau befindliche Talsperre..


    Anstieg zun Vf Ignis


    Das im Hintergrund ist das Gutiin-Massiv früher ein Vulkanberg


    Für mein dafürhalten ist die Zeitangabe von 6h zur Entfernung ziemlich kurz. Ich bin ohnehin schwach und die letzten zwei Kilometer holt mich mein Freund aus Alba mit seinem Fahrzeug ab. Ab jetzt nehme ich immer Schmerzmittel wegen der Fußprobleme .




    Alle oben? Ignis-Gipfel mit Mannschaftsfoto der gastgebenden Bergfreunde aus Baia Mare und Alba Julia "Albamont"

    Meine Freunde aus Alba Julia Monica und Costel nehmen mich mit , fahren den Umweg zum Pass Pintea Vitazuui hoch.
    Unterhalb knapp über Baia Mare befindet sich dieses Geologische Denkmal früheren Vulkanismus.






    Meine weitere Bergwanderung geht vom Früheren Berggasthof Hanul Pintea Vitazuluiaus Richtung Ost. hanul Pintea ist heute gerade mal noch zu einem Sitzkiosk heruntergestuft worden.


    Am Hanul Pintea Vitazului hängt eine recht gute öffentliche Karte des Wanderweges aus.


    Die sollte man sich einprägen, denn der Wanderweg ist zwar gut ausgetreten aber nicht so gut vom örtlichen Erhohlungsverein gekennzeichnet


    Verwaschener Wegweiser im Gutii


    Der Hahnekamm, Creasta Cocosului, so wird die Felsformation genannt




    Es ist Sonntagabend und ich treffe auf andere Ausflügler, die mit Kindern an einem kleinen Lagerfeuer etwas braten und mich einladen.


    Abends fahren sie jedoch auch weg, und nun bin ich wieder allein hier oben. am Berg


    Nachts fängt es an zu wittern und zu regnen


    Ich hab das Zelt für diesen Fall

    Am nächsten Morgen muss ich den steilen Abhang zur Hochfläche hinauf und treffe im Wald auf Holzdiebe, die Bäume fällen.




    Oben angekommen dann das: Reste eines Waldbrandes in früheren Jahren und dem was noch davon übrig ist


    Abgebrannter Wald


    Verbrannter Wald


    Eine Baumleiche


    Gegenüber sehe ich den Hahnekamm


    Bin etwas näher heran




    Immer wieder anderes Licht


    Hier noch einmal ein Farbenspiel


    dann verlasse ich den schönen Ort und gehe zum nächsten. Immer wieder hab ich versucht, den Kammverlauf im Ignis-Gebirge zu erkennen. Entweder war dieser Kamm vom Standort nicht einzusehen, oder das Ignis-Gebirge ist nicht so als Gebirge strukturiert. Vielleicht als Hochfläche mit Polianas, also Wiesen.und Hügellandschaft.


    Hier wächst wieder ein junger Wald


    Der Vf.Gutiin 1443m


    Vf.


    Rückblick zum Creasta Cocosului


    Endlich mal eine Pause und Rucksack runter


    Anscheinend der letzte Hohe für heute?


    Schöner Ausguck ins Land


    Für mich ist es unangenehm, durch den Kriechwachholder mit kurzen Hosen zu gehen, auch nicht ganz ungefährlich, das es hier Kreuzottern gibt
    Aber es ist ziemlich warm und ich schwitze wie das böse Tier.


    Na dann, die drei Hügel sind schon niedriger


    Noch ein Rest vom Vulkanismus




    Ab hier ist dem roten Band einfach nicht mehr zu folgen. Es verliert sich genauso wie der Weg im Gebüsch. Früher konnte man die Distanz über den Kamm des Gutiin an einem Tag schaffen. Ich habe die Querung nach Cavnic sogar mal im Winter über vereiste Wege, Eiszapfen an den Böschungen aber wenig Schnee gemacht.


    Silberdistel


    Hier baue ich ohne Trinkwasser mein Zelt auf und bin geschafft


    Da oben bin ich entlang.


    Archivbild zwischen dem Dorf Budesti und Nededa-Pass

    Bewertung Wegmarkierungen und Baumzustand: Gutii-Gebirge: 10-15 km schöne Kammwanderung, Markierung ist mangelhaft bis ungenügend. Vom Nededa-Pass aus in westliche Richtung anscheinen völlig fehlend oder unauffindbar im Gebüsch zugewachsen. Ab den Felsen rotes Band.


    Der Rest ist schnell erzählt. Von meinem Zeltplatz aus früh zur Straße war es in etwa ein Kilometer. Dort befinden sich zwei Wasserstellen. Einer der Waldbewohner warnte mich vor dem Verzehr des Wassers aus der oberen Quelle da es verunreinigt sei. Ich bin dann die Serpentine enlang gegangen nach Budesti und von dort bis Borsa getrampt, wo ich nochmals übernachtet habe, bevor ich früh mit dem Bus noch mal über den Prislop Pass nach Vatra Dornei gefahren bin.
    Eine polnische Mannschaft stieg am Prislop-Pass aus der Cabana Alpina kommend ein und wollte bis zum Abzweig zum Lala-See. Einer der Jungen Männer sprach sehr gut deutsch und daher wusste ich, wohin sie wollten. Ich habe an der betreffenden Stelle unterwegs dem Fahrer zugerufen Stai, poftim...und habe so den polnischen Wanderern einige Kilometer Straßenwanderung erspart.
    Geändert von Abt (29.11.2018 um 11:36 Uhr)

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    #17
    Rodna 2018 E8


    2017 hatte ich bei weitem nicht alle Ziele erreicht, etwas fehlte noch, was mich ziemlich ärgerte: der Ineu im Rodna!
    Also unternahm ich 2018 nochmals einen Versuch, um auch den östlichen Teil des Gebirges zu besuchen.

    Von Vatra Dornei musste ich den Bus über Iacobeni ins Tal der Goldenen Bistritz nehmen und zum Prislop –Pass hinauffahren. Das Tal der Bistrita Aurie, wie man in Rumänien sagt, ist wunderschön, Einige Häuser in den Orten Ciocanesti, Botos und Cirlibaba sehen aus wie mit der Nähnadel gestickt und tragen traditionell diese Manschetten. Links vom Tal aus gesehen liegt das Suhard-Gebirge, was ich schon beschrieben hab, rechts steigt die Obcina Feredului auf. Obcinen nennt man die Höhen. Sie fallen ziemlich steil ins Tal ab und sind mit Bäumen wie aus der Spielzeugeisenbahn bewachsen. Dazwischen liegen die Täler, die wie Kerben hineingeschlagen sind. Die Berge sind himmelhoch und die Wälder dunkel. In diesem idyllischen Ort führte einstmals die Grenze entlang, später auch die Front.

    Von diesem Tal führen wichtige Wanderwege hinauf ins Quellgebiet der Bistritza und zum Lala-See. Meine Fahrt geht jedoch hinauf in 1400m und ich bin sehr gespannt, wie ich oben alles antreffe, nachdem sich im Vorjahr nur Chaos und Berge von Schmutz augetürmt hatten.
    Der Busfahrer gab mir meinen Rucksack anerkennend von Gewicht und fragte nach meinem Vorhaben. Schüttelte ungläubig mit dem Kopf. Ein anderer Wanderer stand etwas abseits und erfasste anscheinend die Situation nicht gleich, dass der Bus sofort weiterfährt und regulär hier nicht hält. Dann rannte er aus purer Verzweiflung und irgendwann schien ihn der Fahrer auch zu sehen. Und hielt, …

    Also, alles war hier 2018 wieder aufgeräumt, die Berge von Betonbrocken waren weg, die Straße kurz vor der Vollendung. An der Cabana Alpina wurde gerad gearbeitet.







    Zusammen mit den Wirtsleuten und dem Handwerker haben wir hier noch einmal zusammen gegessen, viel geschwatzt und gelacht, besonders als ein Bus mit Senioren aus Deutschland ankam und sich ordentlich in zweierreihe an der Toilette anstellt und ich meinen Flachs machte. Wir haben uns sehr gut unterhalten. Dann bin ich aufgebrochen, ich hatte nur noch zwei Schönwettertage. Dann war Regen angesagt.


    Das Kloster mal von der Gegenseite




    Mein Weg führt mich weiter auf dem inzwischen zur Fahrstraße gewordenem Bergpfad





    Hastig treibt ein Schäfer seine Herde vorbei




    Das Kloster Prislop war seit dem letzten Jahr weiter ausgebaut, dahinter stand schon ein Sendemast,- oh Gott wie der aussah. Ich bin an der Stina mit dem aufgehängtem Käse vorbei, der mal welcher werden wollte. Dahinter trieb ein Cioban seine Herde eilends vorbei und ich erkannte meine Übernachtungsstelle von vorigem Jahr. Kaputt gemacht, auf den Tischen lagen Pferdeäpfel! die. Einfassungen zerstört. Erst sieht aus, als hätten die Pferde Schutz gesucht oder alles ist mutwillig zerstört?






    Wegweiser zum Wasserfall





    Ich gehe weiter,-ein Riesenlaster verkippt irgendwelchen Aushub auf den schönen Wiesen rundherum. Es sieht aus, als will man einen Pool bauen oder ein Fundament für eine Windmühle. Gleich darauf verkippt der Laster nochmal eine Fuhre. Das braucht Jahre, bis es bewachsen ist. Oh Gott nee! Ich mache Fotos, denn ich habe hier nichts zu sagen. Dann der Aufstieg, das ist leicht bis zum kleinen Bach und der Wiese. Ich baue schnell auf und mache mir noch heißen Tee. Ich zelte direkt am Wanderweg, aber es kommt niemand an dem Donnerstag .Abend.





    Die Quelle der Bistritza Aurie

    Früh baue ich das Zelt trocken ab, ohne Kondensat. Ich weiß, dass es eine ziemlich lange Tour ist mit einigen Höhepunkten auf der Strecke. Ich muss zunächst auf den Sattel Gagalauti (Saua Gagalauti), das sind etwa 250 Höhenmeter Aufstieg mit Rucksack. Dann geht der Weg über mehrere große Rinnen, die zum Teil mit Steinen gefüllt sind nochmals hinauf zum Vf. Gagalauti auf 2156m. Der Weg ist ausgetreten und gut erkennbar. Als ich oben anlange, ziehen die ersten Wolken auf und es wird allmählich etwas diesig.


    Der Kammverlauf des Rodnagebirges, der hohe im Hintergrund rechts ist der Vf.Pietrosu 2303m, der Berg etwa in der Mitte der Vf. Puzdrele


    Der Prslop-Sattel verbindet das Rodna-Gebirge und das Gebirgssystem des Maramureschgebirges mit dem 1415m hohem Bergsattel. Direkt über dem Kloster ist die ukrainische Grenze und die Kuppeln der Radarsttion Pamir7 zu erkennen.




    Der See Taul Stiol speist ebenfalls die Goldene Bistritz



    Endlich bin ich oben auf dem Vf Gagalauti




    Interessante geologische Schichtung am Wege zum Ineu


    Direkt daneben wächst dieser Bärlapp


    Vor mir führt der Weg mehrmals über kleine Anhöhen und an Felsen vorbei. Nach einiger Zeit bemerke ich hinter mir zunächst zwei, später nur noch eine Person, die weit schneller unterwegs ist als ich und mich an einer Raststelle ein hat. Es ist ein Tscheche. Wir essen und ergänzen die Zutaten.Ich bin aus dem Rhythmus Laufzeit: Zwischenmalzeit:/Essen/: Trinken und merke, dass ich durch den ständigen Energieverlust konditionell sehr stark abbaue.



    Zickzackweg zum Wasser

    Mein Trinkwasser geht zur Neige. Der Weg führt aber ausschließlich im Kammbereich entlang, so dass ich vor dem Ineu nochmals dreihundert Meter runter zu einer vermuteten Quelle muss. Immer wieder muss ich pausen machen und dabei beobachte ich mit Sorge den immer niedriger werdenden Stand der Sonne. Endlich habe ich die Scharte kurz vor dem Gipfel wieder erreicht. Dann den Saua cu Lac, wo ich nirgendwo den See entdecken kann.


    Die Scharte kurz vor dem Ineu


    Saua cu lac, der Seesattel



    Also, der Ineu ist nur noch einen Steinwurf entfernt. Am Vorberg muss ich den Rucksack zurücklassen. Zwei Wanderer die ich zuvor noch gesehen habe sind wieder verschwunden. Der Gipfel…




    Der Ineu ganz nahe


    Dann bin ich oben!,- nach 39 Jahren zum zweiten mal. und bin überwältigt!




    Der kleinere Ineut in der Abendsonne, dahinter der Vf Rusu

    Die Berge in erst in Orange, dann Rosa, der Osten im Tale ein versunkenes Dunkelblau im Unschärfebereich. Zwanzig Minuten zum Verschnaufen, zum regenerieren. Ich esse eine Käsescheibe. Dann muss ich runter. Ich kann kaum noch zufassen, als ich losgehe.

    Erst den Rucksack am Vorgipfel aufnehmen, dann hinüber zum Saua cu Lac, dann in den Schattenbereich des Berges eintauchend, versuche ich von oben eine Möglichkeit zum zelten auszumachen. Alles moorig bis ungeeignet. Direkt neben dem NationalparkSchild oberhalb des Lala-Sees schlage ich das Zelt schon halb in der Nacht auf. Der Wind pfeift die ganze Nacht immer wieder böig gegen das Zelt, so dass ich kaum eine Stunde geschlafen haben kann. Am nächsten Morgen denke ich, ich lebe nicht mehr…



    Ich kann mich zunächst kaum bewegen, nicht gehen nicht bücken und weiß einfach nicht, wie das heut gehen soll. Es ist der letzte schön angesagte Tag. Abends muss ich unten sein. Früh, früh muss ich da rauf,-150 Höhenmeter. Wenn ich hier stehen bleibe, gibt es irgendwann Stress. A,- ist heute Ausflugstag Samstag und zweitens kommen hier ganz bestimmt bald Passanten vorbei. Nach und nach kann ich mich wieder bewegen und bücken. Ich esse während ich packe. 50m unterhalb erkenne ich ein Rinnsal mit Quellwasser, was jedoch gleich wieder im Erdreich versickert.. Ich fülle alle verfügbaren Gefäße und mache mich nochmals die wenigen Meter hinauf zum Seesattel, Saua cu Lac. Der Vorteil meines hohen Zeltplatzes liegt darin, dass es kaum noch nennenswerte Anstiege gibt.


    Der Lala-See liegt etwas unterhalb von meinem Not-Zeltplatz


    Alter Wegweiser aus Metall


    Ein Blich auf die Seite des NP Ineu zum Lala-See hin

    Den Weg zum kleinen Vf.Ineu, dem Ineut 2222m bereitet diesmal kaum Schwierigkeiten. Vor mir haben schon zwei andere Bergwanderer den Gipfel erreicht, einer aus Deutschland und sein rumänischer Schwager, der die Berge dort wie seine Westentasche kennt.


    Blick auf den weiteren Kammverlauf hinunter zum Saua Gagii




    Saua Gagii, Wegkreuzung zum LalaSee



    Weiterer Wegverlauf hinunter zum Rotunda-Pass

    Ich mache ausgiebige Rast, der weitere Kammverlauf und der Weg ist sehr gut einzusehen. Verglichen mit der Bergeinsamkeit der letzten Tage sind an diesem Samstag Massen unterwegs, die mir entgegenkommen.Und?! Das Wegeprojekt E8 Via Carpatica wird auch von zwei Bergwanderern gekannt und wir können und austauschen. Dazu auf Deutsch! Mein Abstieg zum Saua Gagii erweist sich indes als gar nicht so ein Spatziergang und verlangt nochmals meine Konzentration. Endlich ist es geschafft. An der bezeichneten Stelle kreuzt der Wanderweg zum Lala-See die Kammvariante über den Ineut. Eine am Sattel aufgestellte Bank lädt zur Rast und zum Verweilen ein. Allmählich werde ich jedoch etwas unruhig, denn bis zum Rotunda-Pass oder zur Cabana Croitor sind es gut 9-10 Kilometer zu Fuss.


    Rückblick auf Ineu, Ineut Saua cu Lac


    Schranke zum Berg

    Einmal kommt unterwegs eine Quelle oberhalb der Straße heraus, ansonsten ist es staubtrocken. Ich bin inzwischen an den unteren Serpentinen bei der Schäferei angekommen, also kaum noch einen Kilometer bis zum Rotunda-Pass entfernt, als ein Allrad-Fahrzeug hält .und mich bis Cirlibaba mitnimmt. Ich sitze gerad und unterhalte mich mit den freundlichen Paar, als draußen die ersten Regentropfen an die Autoscheibe prasseln. Die Straße bis zur Bistritza Aurie ist ausgesprochen rau und verlangt volle Aufmerksamkeit. Die zwei sind sehr nett und fahren noch einen kleinen Umweg wegen mir hinunter nach Cirlibaba. Ich bedanke mich herzlich und zwei Minuten später sitze ich dort in einer mir bekannten Kneipe und schaue etwas belustigt draußen dem Regen zu. Aber, nichts ist von Dauer. Ich frage nach einer Übernachtung hier..und werde erst einmal abgewiesen. Erst als ich mich als gast vor einem Jahr zu erkennen gebe, sucht man nach dem Schlüssel. Daher verrate ich auch niemandem, wie das Zimmer war, aber,- bestimmt besser ich suche das nächste mal etwas anderes.
    Ich erfahre noch, dass Karpatenwilli an dem Abend oben im Suhard in der Cabana Croitor war, an der ich nachmittags vor einer guten Stunde vorbeigetrampt bin. Zu spät, zu spät,-


    --------------------------------------------------------------------------------------------
    http://www.turistmania.ro/ghid-monta...-vf--ineu.html
    An der Stelle am Ineu soll es eine Minibiwakschachtel geben, die ich nirgendwo entdeckt habe, auch nicht zielgerichtet danach gesucht!.
    Geändert von Abt (23.11.2018 um 22:30 Uhr)

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    AW: [RO] Karpaten Via Carpatica links und rechts des Weges

    #18
    Danke!

    Solange es keine markierte Via Carpatica gibt und der E8 auch noch in den Seilen hängt, solltest Du mal einen Vorschlag machen und ihn hier zur Diskussion stellen. Ich glaube, dass es hierzulande nur wenige gibt, die sich so gut in Rumänien und Restkarpatien auskennen. Du könntest ja mal in mapy.cz eine Route zeichnen und hier verlinken. Ich würde mich dann für PL/SK und UA dranhängen. Ich glaube, dass das ein spannendes Experiment ist.
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    AW: [RO] Karpaten Via Carpatica links und rechts des Weges

    #19
    Na ja, einen E8 Vorschlag durch die Karpaten Rumäniens gibt's ja schon... Hab zwar keine Ahnung in wie weit der schon umgesetzt wurde, und mit der Wegführung kann ich mich auch nicht komplett anfreunden, aber immerhin...


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    AW: [RO] Karpaten Via Carpatica links und rechts des Weges

    #20
    Ich bin ja noch nicht ganz fertig, aberrrr

    Die hier im Bericht zurückgelegten Wege werden noch in eine Karte eingebunden.
    Die Bezeichnung Via Carpatica scheint von Tisch zu sein.
    Da der Weg E8 durch Rumänien ab Herbst 2017 offiziell eröffnet wurde, scheint das Projekt in trockenen Tüchern zu sein.
    Nur ist mir die Wegführung auch etwas unverständlich. Schade auch, dass z.B. das Caliman-Gebirge bisher ausgelassen wurde. Schöne Anschlusstellen hätten sich dazu von Vf. Omul im Suhard südwärts über das Birgau-Gebirge und den Tihuta-Pass ins Caliman gegeben. Zurück über das Hufeisen nach Vatra Dornei erst am Ende, vor dem Auf/Abstieg zum Giumalau. Zelt ist dabei zwingend notwendig.

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