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  1. Erfahren

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    Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #1
    Moin!

    Wir haben zwei Zelte von Helsport aus der Superlight Serie im Einsatz: Das Fonnfjell 2 und das Fjellheimen 4.

    Wir nutzen die Zelte seit zwei Jahren für Radreisen, bislang waren sie bei 5 unterschiedlichen Tripps dabei (2x Mai 8 Tage/1 Tag, 2x Juli/August mit 17 bzw. 28 Tage und einmal im September mit 9 Tagen, wobei sie nicht jeden Abend aufgeschlagen worden sind, so dass ich mal sagen würde, beide Zelte haben etwa 60 Nächte erlebt.)

    Grundsätzlich bin ich auch für den Einsatzzweck zufrieden: Gewicht/Packmaß, Aufbau (Fonnfjell hier mit leichten Abstrichen), Windstabilität und besonders die Fähigkeit schnell durchzutrocknen etc. alles toll. Klar, das Material ist hauchdünn und daher sind die Reparaturkits (Nähzeug!) nicht nur Gimmicks und auch die Heringe sind ein Witz, die habe ich gegen welche von Hilleberg ausgetauscht, aber irgendeinen Tod muss man eben sterben.

    Was mich aber - im Gegensatz zu meinen anderen Zelten (Hilleberg, Vaude, McKinley/Jack Wolfskin) - echt nervt, ist der Umstand, dass an beiden Zelten immer wieder Innen- und Außenzelt sich nach einiger Zeit berühren und dadurch (durch Kondens oder Bodenfeuchtigkeit oder auch Niederschlag) latent Feuchtigkeit im Zelt ist. Selbst bei vollständig offenen Lüftern und Türen. Am Innenzelt sind an den Berührstellen richtig große Flecken und wenn man dann mit dem Schlafsack drankommt, wird der auch feucht. Wenn man noch eine Plane aus Tyvek drunterlegt, hat man am Morgen sogar mehr als nur einen Film Feuchtigkeit unter den Isomatten, da hatte ich eher den gegenteiligen Effekt erwartet.

    Dass sich Innen- und Außenzelt immer berühren, liegt m.E. an den nicht gerade super sinnigen Abspannpunkten, vor allem aber daran, dass der Zeltstoff sich ziemlich stark dehnt, sobald er nass und/oder kalt wird. Dann hängt er durch und das Elend startet. Bei meinen anderen Zelten husche ich dann einfach raus und spanne nach, aber hier geht das beim Fjellheimen gar nicht und beim Fonnfjell nur sehr bedingt, denn vorn und hinten ist das Fjellheimen über keinen Abspanner, sondern nur über die Heringe am Boden zu spannen. Und die bekommt man nun nicht in jedem Boden so mir nichts dir nichts umgesetzt. Beim Fonnfjell gibt es zwar Firstleinen, aber aufgrund der komplexen Konstruktion hat deren anziehen auch nur mäßig Einfluss.

    Langer Rede, kurzer Sinn: hat jemand die gleichen Erfahrungen mit den Superlights von Helsport und ich muss da eben schlicht mit leben oder gibt es irgendeinen Trick, den man einfach nur kennen muss und ich hab ihn schlicht bislang verpasst?

    Lieben Gruß und Dank

  2. Fuchs
    Avatar von Kris
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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #2
    Zitat Zitat von Marhabal Beitrag anzeigen
    Dass sich Innen- und Außenzelt immer berühren, liegt m.E. an den nicht gerade super sinnigen Abspannpunkten, vor allem aber daran, dass der Zeltstoff sich ziemlich stark dehnt, sobald er nass und/oder kalt wird.
    Dass sich Silnylon bei Nässe stärker dehnt, ist ja nix neues. Darüber hinaus ein 15d-Stöffchen bei so großen Flächen wie beim 4P-Fjellheimen einzusetzen, beißt sich für mich von vornherein.
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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #3
    Du könntest versuchen, neue abspannpunkte (Schlaufe auf silnylon genäht, die diese mit elastosil festgeklebt) dranzumachen.

  4. Dauerbesucher
    Avatar von danobaja
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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #4
    und ne gummischlaufe zwischen zelt und häring hilft auch.
    danobaja
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  5. Fuchs
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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #5
    M.E. sollten die gemachten Vorschläge für Zelte der Upper Class nicht zwingend notwendig sein.
    Ich habe kein Zelt von denen, aber sollten das nicht nur Ausrutscher in Planung/Konstruktion sein - schlechte Performance.

    Vielleicht ist das aber auch dem Wunsch der Kunden geschuldet, des immer leichter, noch mehr UL ...

  6. AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #6
    Ich war gerade mit dem Ringstind Superlight 2 in Schottland für 2 Wochen und hatte das Glück, dass es entweder geregnet oder gestürmt hat, aber eben nie wirklich gleichzeitig. Sonst wäre das Problem für mich auch groß gewesen. Ich habe bei meinem Zelt bei Regen das Innenzelt bei den jeweils mittleren Befestigungsschlaufen ausgehängt. Der Platz im Innenzelt wird nicht viel kleiner und die Berührungen werden viel weniger.

  7. Alter Hase

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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #7
    Das hat weniger mit dem Wunsch des Kunden nach immer mehr UL zu tun, sondern mit Know How. Andere Hersteller kriegen das ja auch hin.

  8. Dauerbesucher
    Avatar von Fabian485
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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #8
    Zitat Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
    Das hat weniger mit dem Wunsch des Kunden nach immer mehr UL zu tun, sondern mit Know How. Andere Hersteller kriegen das ja auch hin.
    Jep, es reicht einfach nicht aus ein "normales" Zelt mit ultraleichten Stoffen auszustatten. Das bestätigt meine Erfahrung, dass UL-Zelte "mehr" sind als das o.g.

  9. Erfahren

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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #9
    Zitat Zitat von steliflo Beitrag anzeigen
    Ich war gerade mit dem Ringstind Superlight 2 in Schottland für 2 Wochen und hatte das Glück, dass es entweder geregnet oder gestürmt hat, aber eben nie wirklich gleichzeitig. Sonst wäre das Problem für mich auch groß gewesen. Ich habe bei meinem Zelt bei Regen das Innenzelt bei den jeweils mittleren Befestigungsschlaufen ausgehängt. Der Platz im Innenzelt wird nicht viel kleiner und die Berührungen werden viel weniger.

    Auf eine ähnliche Idee bin ich auch gekommen, habe hinten beim Tunnel ausgehängt, geht aber (wegen des fehlenden hinteren Ausgangs beim Fjellheimen) nur, wenn man vorher schon weiß, dass es regnet, denn später kommt man da trocken nicht ran.

    Zitat Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
    Das hat weniger mit dem Wunsch des Kunden nach immer mehr UL zu tun, sondern mit Know How. Andere Hersteller kriegen das ja auch hin.
    UL ist immer Kompromiss. Das andere Hersteller DAS hinbekommen, halte ich aber auch für etwas pauschal. Ich kenne kein UL, das mich von der Performance so überzeugt wie meine schweren Zelte. Aber sie überzeugen mich eben hinsichtlich dessen, dass ich weniger schleppe.

    Und da ich für 3 Personen mitschleppe, hab ich Gewicht für 4 und nicht für einen zu tragen. Da bin ich schon froh, wenn ich für die 2 Zelte jetzt nur noch 4,5kg schleppe, statt vorher ein Hilleberg Keron 4 mit 5,5kg zu tragen. Und wenn ich die UL Zelte von Hilleberg z.B. sehe, dann haben die eben wieder ganz andere Probleme (bei kühleren Temperaturen wegen des Schnitts die reinste Cabrioveranstaltung, da zieht es an jeder Ecke) oder bei Vaude (kaum Stabilität und noch viel gefährdeter gegen Beschädigungen) oder Nordisk (so klein, dass man als normalgewachsner Mann gar nicht mehr reinpasst, von Kindertauglichkeit und Raum für Ausrüstung oder Abwettern ganz zu schweige).

    Ich bin ja nicht völlig zu zufrieden, sondern hoffe, weitere Verbesserung zu erhalten.

  10. Alter Hase

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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #10
    Wieso sollte, extreme Flecken der Welt (die hier natürlich alle bereisen) ausgenommen, UL immer ein Kompromiss sein? Auch pauschal ist die Aussage Du würdest kein UL Zelt kennen, das kein Kompromiss ist. Hast Du tatsächlich alle im Einsatz gehabt?

    Die Nigor Pyramiden stecken durchaus einiges weg, ich behaupte mehr als die UL Helsports. Auch ein Trekkertent Saor wird im harten Einsatz nicht einknicken. BigSky hat hervorragende Sturmzelte auch für 4 Seasons und so individuell anpassbar (Gestängearten, -durchmesser, IZ).

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    Avatar von Torres
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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #11
    Gummibänder an die Schlaufen und Schlafsack mit wasserdichter Hülle. Oder ein UL Footprint ähnlicher Größe kaufen und über das Zelt spannen, das wirkt Wunder.

    Das ist nun kein spezifisches Helsportproblem, sondern ein Problem von Jahreszeit und Einsatzgebiet sowie der passenden Größe des Zeltes. SilNylon dehnt sich nunmal, egal von welchem Hersteller. Und wenn zwei drinliegen, wird es nochmal feuchter, als beim Soloeinsatz.
    Auch bei Hilleberg kann das Wasser innen in Strömen runterlaufen, z.B. beim Unna, da darf man nicht ans IZ kommen. Und auch bei anderen Zelten gibt es ständig Berührungen durch dehnbares Material, halt kein Problem, wenn es lang und breit genug ist. Oder bauartbedingt auf Spannung bleibt (Giebeltunnel, Semigeodät). Ich hab immer ein dünnes Groundsheet von Big Agnes dabei, weil ich es hasse, beim Rauskrabbeln geduscht zu werden. Kommt über das halbe Zelt und alles bleibt trocken. Bei schönem Wetter kommt es unter das Zelt.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  12. Alter Hase

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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #12
    Aber 15d Silnylon dehnt sich deutlich mehr als 30er oder 40er. Zudem ist silikonisierstes Ripstop Polyester wieder vereinzelt zu sehen. Marmot setzt es bei einer Modellreihe für UL Zelte ein. Deutlich Form stabiler. Auch SMD hat die "Stoffe" 2018 umgestellt. Trekkertent bietet es auch als Alternative an.

  13. Vorstand
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    Avatar von derray
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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #13
    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Das ist nun kein spezifisches Helsportproblem, ...
    Ich halte es tatsächlich schon für ein spezifisches Helsportproblem. Denn Helsport baut einfach erprobte "schwere" Zelte aus deutlich dünnerem Stoff nach ohne die Schnitte bedeutend anzupassen, nur um die Merketing-UL-Sparte zu bedienen.
    Und die Dehnung bei Feuchtigkeit und Kälte sind ja nicht das einzige Problem. Habe hier zum Beispiel schon öfters von kaputt geriebenen Gestängekanälen bei Helsport-Superlight-Zelten gelesen. Denn da ist der Gestängekanal auch nur aus 15D Silnylon und bei viel Windgeflatter reibt der Stoff natürlich an den Kreuzungspunkten durch.
    Ich mag eigentlich Helsport sehr gerne, denn sie bauen meistens(!) sehr gute und durchdachte Zelte. Aber einfach dünnere Stoffe anzubieten um mit dem Wort "Superlight" im Namen noch mehr Geld machen zu können halte ich für den falschen Weg. Aber damit ist Helsport ja nicht alleine. Viele Hersteller sind auf diesem Weg auf den Marketing-UL-Zug aufgesprungen. Marketing-UL ist eben nicht UL, aber das hatten wir ja schon...


    Zitat Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
    Aber 15d Silnylon dehnt sich deutlich mehr als 30er oder 40er.
    [Klugscheißermodus an]Ist so nicht ganz richtig. 10D Silnylon mit Microripstop (0,8mm Abstand) dehnt sich zum Beispiel deutlich weniger als 20D Silnylon mit 2mm Ripstopabtand. Es gehört also deutlich mehr dazu, als die reine Fadenstärke. [Klugscheißermodus aus]


    mfg
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    Robert Swan

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    Avatar von Prachttaucher
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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #14
    Bei meinem Ringstind Superlight benutze ich eine Modifikation mittels der Ersatzstange.

    Manchmal (bei schlechtem Aufbau) lege ich mir aber auch den Rucksack an Kopf- bzw. Fussende. So beruehrt sich zwar Innen- und Aussenzelt, aber mir hängt nichts ins Gesicht.

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    Avatar von Torres
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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #15
    Die Kunden wünschen leichtere Zelte und sie kriegen leichtere Zelte. Als Marketing UL würde ich das nicht abwerten, wer sich den Kundenwünschen nicht anpasst, fliegt raus. Wer empfiehlt denn heute noch das Tatonka Alaska.

    Die alten Helsports verhalten sich übrigens auch nicht anders, besonders die Winterzelte sind nur bei trockener Kälte unter Spannung. Und der Schnitt ist nunmal eines der Gründe, Helsport zu kaufen, zumindest für mich. Klar, dass sie das running system nicht ändern wollen. Mein leichtes ME Dragonfly schwächelt mittlerweile auch am Gestängekanal, hoffentlich bessert Helsport da nach, das wäre dann wirklich ein Materialfehler. Aber bei Kondens sehe ich wenig Unterschiede zwischen verschiedenen Marken, nur zwischen SilNylon und Polyester.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  16. Fuchs
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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #16
    Terra Nova hat zB beim Laser sehr grosse Abstände zwischen Innen- und Aussenzelt.
    Ich hatte noch nie Kondenz im Innenzelt.
    Tom

    >>Ohne Philosophie wagen heute nur noch Verbrecher, anderen Menschen zu schaden.<<
    Robert Musil - Der Mann ohne Eigenschaften

  17. Erfahren

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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #17
    Zitat Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
    Wieso sollte, extreme Flecken der Welt (die hier natürlich alle bereisen) ausgenommen, UL immer ein Kompromiss sein? Auch pauschal ist die Aussage Du würdest kein UL Zelt kennen, das kein Kompromiss ist. Hast Du tatsächlich alle im Einsatz gehabt?
    Ich liebe es, wenn ICH-Botschaften so locker überlesen werden, um dann (völlig unnötig) Angriffe/Vorwürfe zu basteln. Also "ich" kenne immer noch keine, die kein Kompromiss sind. Und wenn "ich meine" Anforderungen sehe, dann gilt das noch mal mehr. dennoch bin ich immer erfreut, neue Dinge kennenzulernen.

    Die Nigor Pyramiden stecken durchaus einiges weg, ich behaupte mehr als die UL Helsports. Auch ein Trekkertent Saor wird im harten Einsatz nicht einknicken. BigSky hat hervorragende Sturmzelte auch für 4 Seasons und so individuell anpassbar (Gestängearten, -durchmesser, IZ).
    Die von Dir genannten (und davon habe ich immerhin schon mit dem Nigor Erfahrung) sind für "mich" geradezu Kompromisse par excellence, die so groß (oder eher klein ) sind, dass die völlig ausscheiden. 1. sind die alle erheblich zu klein (da passen mal keine 4 Leute rein, müssen es aber) und sind daher wenn überhaupt nur als Nebenzelt nutzbar (also als Fonnfjellersatz). Aber selbst im Vergleich zu dem sind sie klein. Sie eignen sich also schwerlich für kleinere Kinder zum Abwettern... brauch ich aber... 2. Ist das Nogar eben eine Pyramide: mögen meine Kinder nicht, weil die Stange im Zentrum das ganze empfindlicher macht, wenn man sich darin nicht behutsam wie ein Erwachsener bewegt. Und wenn ich möchte, dass meine Kinder Freude haben, mit mir 4 Wochen am Stück im Zelt zu sein, dann nehm ich auf so was Rücksicht.

    Und zu dem Vergleich Nigor - Helsport: Hast du denn schon ein Helsport superlight wirklich benutzt? Ich versichere Dir, dass beide Helsport aus meiner Erfahrung und für meinen Einsatz die besseren und stabileren Zelte sind.

    Zitat Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
    Bei meinem Ringstind Superlight benutze ich eine Modifikation mittels der Ersatzstange.

    Manchmal (bei schlechtem Aufbau) lege ich mir aber auch den Rucksack an Kopf- bzw. Fussende. So beruehrt sich zwar Innen- und Aussenzelt, aber mir hängt nichts ins Gesicht.
    Lieben Dank für den guten Hinweis und die Fotos. Schon mal schön zu wissen, dass man nicht der einzige mit dem Problem ist und daher auch keinen "Anfängerfehler" gemacht hat.

    Hast du noch mehr Bilder, bei denen man die Stange besser erkennen kann (wie befestigt)? An so eine Lasche hatte ich auch gedacht, hatte aber zunächst gedacht, sie oben anzunähen. Unten erscheint mir nach den Bildern aber in der Tat sinnvoller, muss ich dann nur so modifizieren, dass der Lüfter unten trotzdem funktioniert.

    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Die Kunden wünschen leichtere Zelte und sie kriegen leichtere Zelte. Als Marketing UL würde ich das nicht abwerten, wer sich den Kundenwünschen nicht anpasst, fliegt raus. Wer empfiehlt denn heute noch das Tatonka Alaska.

    Die alten Helsports verhalten sich übrigens auch nicht anders, besonders die Winterzelte sind nur bei trockener Kälte unter Spannung. Und der Schnitt ist nunmal eines der Gründe, Helsport zu kaufen, zumindest für mich. Klar, dass sie das running system nicht ändern wollen. Mein leichtes ME Dragonfly schwächelt mittlerweile auch am Gestängekanal, hoffentlich bessert Helsport da nach, das wäre dann wirklich ein Materialfehler. Aber bei Kondens sehe ich wenig Unterschiede zwischen verschiedenen Marken, nur zwischen SilNylon und Polyester.
    So sehe ich das auch. Ich freue mich gerade, dass Helsport eben nicht dahin geht, dadurch leichte Zelte zu bauen, dass sie das Zelt schlicht einschrumpfen und sich völlig auf Solo-Tourer konzentrieren.

    Dass die trotzdem einige Verbesserungen noch haben könnten, ist aber trotzdem so. Die Leinen sind teilweise nicht wirklich gut eingenäht gewesen (bei beiden Firstleinen sind bei mir die Nähte gegen Ende der letzten Tour aufgegangen und ich konnte sie wieder neu einnähen, sollte auch nach 60x Auf- und Abbau nicht passieren), die Kanäle sind am Ende nicht lang genug verstärkt (bei Wind rutscht man gerne mal wegen des leichten Stoffes aus der Verstärkung wieder raus ohne es zu merken und kann sich dann leicht die Führung durchstoßen, wenn man das Zelt unter Spannung bringt - das ist zwar kein Drama, muss aber nun eigentlich auch nicht sein.) usw.

    Zitat Zitat von Ahnender Beitrag anzeigen
    Terra Nova hat zB beim Laser sehr grosse Abstände zwischen Innen- und Aussenzelt.
    Ich hatte noch nie Kondenz im Innenzelt.
    Die Terra Nova kannte ich in der Tat nicht, sieht mir aber so aus, als ob die auch nur kleine Zelte bauten. Ganz spannend als Nebenzelt ist für mich noch das Tarptent Scarp 2. Habe mich damals nur deshalb dagegen entschieden, weil ich zwei Zelte vom gleichen Hersteller wollte, um zur Not unterwegs Teile austauschen zu können (Gestänge vor allem) und mich die vollständig zu öffnende Seite beim Fonnfjell damals begeistert hat und bis heute begeistert. Diese ganzen Öffnungen machen es so vielfältig nutzbar, das ist schon immer noch Klasse.
    Geändert von Marhabal (02.09.2018 um 12:46 Uhr)

  18. Fuchs
    Avatar von Martin206
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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #18
    Zitat Zitat von Marhabal Beitrag anzeigen
    UL ist immer Kompromiss. Das andere Hersteller DAS hinbekommen, halte ich aber auch für etwas pauschal. Ich kenne kein UL, das mich von der Performance so überzeugt wie meine schweren Zelte. Aber sie überzeugen mich eben hinsichtlich dessen, dass ich weniger schleppe.
    ...
    Ich bin ja nicht völlig zu zufrieden, sondern hoffe, weitere Verbesserung zu erhalten.
    Ja, die Eierlegende-Wollmilchsau gibt es auch im Zeltbereich (noch) nicht.
    Es gilt Kompromisse zu machen, und zwar ganz individuelle.
    Denn wo der eine denkt "ich hab das ideale Zelt" ...ist das für den anderen evtl. ein schlechter Kompromis, schlicht da andere Bedürfnisse u. Erwartungen, ja manchmal nur im Detail besseres gewohnt.

    Hab auch 2 Helsport-Zelte (Ringstind 1 "normal" und Reinsfjell 3 Pro) und war auch anfangs nahezu enttäuscht wg. Durchhängen und Tropfsteinhöhle.
    Aber das hat sich etwas gelegt ...nachdem ich die Art abzuspannen variiert habe (ist nun straffer und bleibt es nach erstem Regen-Nachpannen auch) und mit zusätzl. Belüftung experimentiert hab. Das mit den mittleren Aufhängepunkten des Innenzeltes aushängen hab ich mir auch schon überlegt, war aber noch nicht nötig.

    Ich werde damit leben müssen, daß die Funktionalität (z.B. des Reinsfjell) nicht mit meinem Vaude Mark III quer mithalten kann (Belüftung, unkompliziert bei Regen, unkomplziert beim Aufbau), genieße dafür das Mehr an Größe und das geringere Gewicht u. Packmaß bei bezahlbarem Preis. Und wenn es mal Shit-Wetter ist, dann sind die beiden Helsport aber auch sowas von winddicht und kuschelig-warm, daß es eine Freude ist.

    Es sind halt auch keine Sommerzelte, sondern 4-Season ...und was wäre da nun schlimmer: (In meinen Augen beherschbares) Kondensat oder Mangel bei Winddichtheit und (somit) Wärmehaltevermögen?
    Für Sommerurlaub in gemäßigten Regionen und für Expeditionen im Winter würde ich die Zelte eh nicht als ideal/tauglich sehen.

    Ich hab auch lange überlegt vor dem Kauf des Reinsfjell ...aber mangels (mir bekannter/genannter) Alternativen werde ich nun mit ein paar Kompromissen leben müssen ...und das wird auch gehn.
    “Wenn du denkst, wir können diese Welt nicht verändern, bedeutet das nur, daß du nicht einer derjenigen bist, die es tun werden.” — Jacques Fresco

  19. Fuchs
    Avatar von Martin206
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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #19
    Verbesserte Lüftung beim Ringstind (wie weiter oben schon gezeigt):



    Einfach ein "Holdon Mini Clip" dran ...dann das Ersatzsegment drunter gespannt und gut ist's.
    (Wenn mit Groundsheet, dann ggf. eine Spannschnur an den Clip dran u. einen zusätzl. Peg setzen.)


    Und hier erste Versuche beim Reinsfjell - sogar ganz ohne zusätzl. Equipment.



    Einfach Peg nicht ganz rein und die Schlaufe dann oben bei der Verjüngung positioniert. Das ganze rechts u. links an den langen Seiten. Ich werd da aber noch prüfen was ich an den Eingängen ggf. an zusätzl. Lüftungsmöglichkeit hinbekomme (oben aufmachen wie beim Mark III und dann doch noch regendicht ist halt nicht).

    Ach ja:
    Beide Zelte sind ja sowas ähnliches wie "Tunnel" ...weswegen sich ein Abspannen an den Enden komplett zur Längsrichtung bewährt hat, also nicht wie am ersten Bild an den "Ecken" schräg raus, sondern eben längs. Auch beim Reinsfjell alle 3 Schnüre je Eingang komplett längs zum Zelt, nicht schräg nach außen weg. Es läßt sich dann beim ersten Regen gut nachspannen (das Pro kann das ) und das reicht dann auch.
    “Wenn du denkst, wir können diese Welt nicht verändern, bedeutet das nur, daß du nicht einer derjenigen bist, die es tun werden.” — Jacques Fresco

  20. Erfahren

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    AW: Helsport Superlight Zelte - Willkommen in der Tropfsteinhöhle

    #20
    wir sind gestern aus Skandinavien zurück gekommen und hatten das erste mal nun ein HS Lofoten 3 SL dabei was sich beweisen musste als Tunnelzelt.

    Weder hatten wir Probleme mit IZ ans AZ, Kondens oder Regen. Hatten am "Ende der Welt"..also den nördlichsten Punkt Europas auch gut Sturm mit Regengüssen und waren danach von dem Zelt noch mehr begeistert als schon in einer Wanderung von Abisko nach Nikkaluokta.

    Im Gegensatz zu zwei Tunnelzelt die ich vorher genutzt habe, hat Helsport hier auch gut mitgedacht und an der langen Schlafseiten noch ein Abspannpunkt für das AZ angebracht, sodass ein Manko was bei den anderen Tunnelzelten mal passierte(also AZ berüht das IZ) somit ausgeschlossen ist.

    Absolut rundum zufrieden mit dem Kauf.

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