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  1. Neu im Forum

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    43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #1
    Moin,

    ich bin gerade mit meinen Urlaubsvorbereitungen beschäftigt und mußte feststellen, daß in Neuseeland auf dem Tongariro Circuit für die fragliche Zeit Anfang Januar ausgebucht sind.

    Da kam mir dann die Idee: Die Strecke ist 43km lang und hat nur einen großen Anstieg (von 1000m über NN rauf auf 1900m) gleich am Anfang. Im Hochsommer Anfang Januar hat man da 16 Stunden Tageslicht. Wenn ich jetzt das ganze schwere Gepäck (Schlafsack, Zelt, ...) über Bord werfe (also im Auto lasse) und morgens um 4.30 Uhr pünktlich zur Morgendämmerung losmarschiere, wäre die Strecke dann an einem Tag zu schaffen?

    Die Strecke scheint zwar gebirgig, dafür aber gut ausgebaut zu sein. Also keine Kletterpassagen über grobe Geröllfelder oder sowas. Ich muß allerdings gestehen, daß ich schnell zu einem wandelnden Wasserfall mutiere. Also Wasser werde ich eher mehr als weniger mitschleppen müssen.

    Sorry, wenn ich bei meinem ersten Beitrag gleich so mit der Tür ins Haus falle, aber mit Ende 30 ist man ja nicht mehr der Jüngste und bisher liegt mein Maximum mit wenig Gepäck bei 28km und das ist auch shcon zieg Jahre her, allerdings bin ich da auch immer erst morgens um 9 Uhr oder so gestartet und nicht wirklich im Morgengrauen.
    Geändert von cbk (25.06.2018 um 22:10 Uhr)

  2. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #2
    Mach doch mal eine TestTour, dann siehst Du ja...

  3. Dauerbesucher

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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #3
    Rein von der Entferung ist es klar möglich - aber niemand von uns kennt Deinen Trainingszustand.

    Ich kenne Ü50jährige die mehrere Triathlons im Jahr mitmachen - aber auch U20jährige die keine 15km am Tag wandern schaffen...

    Also ist das Ganze für uns nur Glaskugel-Lesen. Ob das dann noch Spaß macht (ist dann wahrscheinlich kein reines Wandervergnügen, mehr) kannst am Ende auch nur Du selbst für Dich entscheiden

    Am Besten machst Du mal eine anspruchsvolle Tour in Deiner Umgebung mit 1.000 Höhenmetern und ca. 30km Strecke. Wenn Dir das dann noch Spaß machst kannst Du selbst am Besten beurteilen ob´s für Dich taugt.

  4. AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #4
    Ausprobieren. Hängt wirklich nur von deinem Trainingszustand ab. Marathonläufer LAUFEN diese Distanz ja doch.

    Im Zweifelsfall Zeit lassen. Ich hab mal so einen Test mit 55 km und leichtem Gepäck gemacht, da hat mich zwar nicht die Kondi im Stich gelassen, aber meine Gelenke - übel entzunden, merkt man erst hinterher so richtig. Problem war dass ich mit jemanden "gegangen" bin der sowas wöchentlich macht und daher viel zu schnell gestartet bin.

  5. AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #5
    Wie schon gesagt wurde: ausprobieren! Aber selbst wenn Du den Test problemlos bewältigst, solltest Du immer noch einen Plan B haben. Du wärest nicht der Erste, der zwar physisch noch topfit ist, durch böse Blasen an den Füßen oder einen verknickten Fuß schon nach ein paar Kilometern scheitert.

  6. Fuchs
    Avatar von Mus
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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #6
    Wir haben schon mit Kindern in 14 h 38km geschafft. Uns haben aber auch schon weniger als 20km völlig geschafft.
    43km sind also prinzipiell machbar, aber auf keinen Fall planbar, wenn du deinen genauen Konditionszustand, deine Anfälligkeit für Blasen, Knieschmerzen, deine Leidensfähigkeit, deine Konzentrationsfähigkeit, etc. nicht kennst und nicht weißt, wie du es am besten für deinen Körper einrichtest. (Wir machen z.B. eine sehr lange Mittagspause (3-4h) und haben quasi zwei Teiletappen an einem Tag. Andere rennen lieber in einem Stück mit möglichst kurzen Pausen durch.) Dann kommt noch dazu, dass man z.T. ganz starke Schwankungen von Tag zu Tag hat.

    Also: Probiere es unbedingt vorher mehrmals aus oder habe einen guten Plan B in der Tasche. Wenn du am Ende völlig fertig bist, hast du dir im besten Fall die nächsten Tage versaut, im schlechtesten steigt das Risiko sich ernsthaft zu verletzen oder sonst wie ernsten gesundheitlichen Schaden zuzufügen massiv an.
    Sportkondition und Wanderkondition sind übrigens nur seeeeehr bedingt miteinander vergleichbar, da es völlig unterschiedliche Arten von Anforderung sind.

  7. Dauerbesucher

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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #7
    43km gehr durchaus. Ich würde allerdings nie voll an Limit gehen und auf diese Distanz trainieren. Trainiere auf 50 oder gar 55 km. Irgendwas ist immer und eine Reserve, auch wen sie nur im Kopf besteht, ist sinnvoll. Wenn du nach 43 km total kaput bist schaffst du es am Abend nicht mehr in den Biergarten. Das wäre schade.

  8. Fuchs
    Avatar von Randonneur
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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #8
    Wie schon von Anderen gesagt, wir kennen Dich nicht genug um das zu beurteilen. Ich (ueber 50) haette am Anfang der Saison Schwierigkeiten, wenn ich vom Skilanglauf aufs Wandern umstelle. Die Fuesse muessen sich erst wieder an die Schuhe gewoehnen und die Beine an den Bewegungsablauf. Spaeter in der Saison geht so etwas, aber es bleibt eine sportliche Tour.
    Je suis Charlie

  9. Gerne im Forum

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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #9
    Abgesehen vom Trainingszustand: Bist Du im Urlaub oder auf der Flucht? Aber auch das musst Du und jeder für sich entscheiden.

    Ich bin übrigens immer sehr gut damit gefahren, total schöne Touren in Neuseeland zu machen, wo man nichts buchen muss, weil kein Schwein da wandert. Und wenn doch, waren es immer nette und interessante Gepräche. Aber auch da gehen die Geschmäcker natürlich auseinander...

    Jürgen

  10. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #10
    Es ist auch damit zu rechnen, daß es dann auf den nächsten Touren nach der Überlastung Probleme gibt (Blasen, Muskelschmerzen...) - je nach Trainingszustand. Ob´s das dann wert war ? Wenn man sich zu Hause erstmal einige Wochen wieder erholen kann ist das ja anders.

  11. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #11
    Geh' mal besser von 2000 Anstiegsmetern aus.
    Training ist klar, schätze mal diesen vielbegangenen Weg kann man auch im Licht der Stirnlampe nicht verfehlen.
    Ob das dann gleichwertige Eindrücke hinterläßt wie bei einer Dreitagestour ist zu bezweifeln.
    Meine Reisen (Karte)

  12. Erfahren
    Avatar von Wanderzwerg
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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #12
    Hallo

    machbar ist vieles, hier z.B. die Ergebnisniste des Swiss Alpine Marathons 2017 (sind "nur" 1425hm):

    Ergebnisse Swissalpine

    Für mich fahre ich in den Bergen mit der Formel 4,5 km/h + 1h je 400 hm Anstieg und 1h für 1000 hm im Abstieg ganz gut. Dazu rechne ich für 4h reine Wanderzeit 6h, die Strecke ergäbe also rechnerisch für mich 15,5h ich müsste also knapp 24 h einplanen was 3 schöne oder 2 sehr anstrengende Tage ergibt.

    Seinerzeit als 35 jähriger Marathonläufer war ich aber viel schneller unterwegs, 2000 hm mit mehr als 30km hätte ich mir aber nicht zugetraut.

    Aber selbst wenn deine Kondition ehr Richtung Top Finisher des Alpine Marathons geht, bleibt die Frage nach Plan B falls es nicht klappt, also heftige Blasen nach 30 km, schlechten Tag (oder Erkältung bricht im Laufe des Tages aus) erwischt und nach 35 km total ko, Wetterumschwung (ich kenne das Gelände nicht, ist mit Schnee zu rechnen oder mit 38°C), Zeitverlust durch blockierten Weg (Wandererstau, Erdrutsch, umgefallener Baum, Überschwemmung), Umgeknickt (es muß ja nichts schlimmes sein, aber 2, 3 Stunden Zeitverlust fängt man sich bei leichten Verletzungen schnell ein). Kann oder darf man unterwegs ohne großes Equipment übernachten oder kann man abbrechen?

    Gruß
    Zwerg
    Geändert von Wanderzwerg (26.06.2018 um 10:20 Uhr)


  13. Administrator
    Fuchs
    Avatar von sudobringbeer
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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #13
    Wenn du fragen musst - lass es lieber. 43km und 2000hm in technisch einfachen Gelände sind nach Schweizer Berechnung gut 14 Stunden und nach dt. Massstäben noch mehr. Das macht schon mal Spass, aber wenn man nicht regelmässig km und hm spult wird das eine ziemliche Tortur und wenn man das macht, dann weiss man ob es geht.

  14. AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #14
    Gerade nachgemessen: meine längste "reguläre" Weitwandertagesetappe waren 40 km und 720 hm Aufstieg (ja eher unteres Mittelgebirge ), auf relativ gefälligen Waldwegen. Danach erschöpft, aber am nächsten Tag mit leichtem Muskelkater wieder halbwegs fit. Wäre für mich als eher mäßig Trainierter das Limit.

  15. AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #15
    Es ist verdammt lange her, dass ich da war. (He, das war im letzten Jahrtausend!) Aber wenn ich mich richtig erinnere, dann ging ein Teil vom Weg über loses Vulkangeröll und war sau anstrengend. Ich hätte das nicht an einem Tag machen wollen. Schade um die wunderschöne Landschaft, die ich dann überhaupt nicht hätte genießen können.
    Vielleicht dann doch lieber die kürzere Tongariro Crossing Route? Da kommst du auch an den Emerald Lakes vorbei und hast noch Zeit sie zu bewundern.
    Caelum crebris imbribus ac nebulis foedum - Das Klima ist durch die häufigen Regenfälle und Nebel widerlich
    Tacitus (über das Wetter in Britannien)

  16. Fuchs
    Avatar von Antracis
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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #16
    Zitat Zitat von beigl Beitrag anzeigen
    Ausprobieren. Hängt wirklich nur von deinem Trainingszustand ab. Marathonläufer LAUFEN diese Distanz ja doch.
    Wir können also schon mal festhalten, dass es zumindest ambitioniert ist, es unter 2h zu schaffen.

  17. Alter Hase
    Avatar von Scrat79
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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #17
    Egal wie dein Trainingszustand ist.
    Die Distanz mit den Höhenmetern sind zumindest eine Ansage. Das ist nicht ohne.
    Entscheidend wäre auch, wie die Strecke ist, wenn das Wetter umschlägt, oder wenn unvorhergesehenes passiert.
    Neuseeland, so schön wie es ist, kann auch wie es in der Natur so üblich ist, gefährlich werden.
    Also nicht am Limit laufen, Reserven einplanen, Notsituationen im Blick haben und auch darauf reagieren können.

    Die naive Frage, ob das geht, würde mich eher vermuten lassen, dass du das nicht schaffst.
    Warum?
    43 km 1000 hm sind eine anständige Tour. Die schafft man eher wenn man sehr gut trainiert ist und weiß, was man macht.
    Dann würde sich aber wiederum die Frage nicht stellen...
    An so etwas arbeitet man sich heran. Und sammelt damit Erfahrung.
    Versuch es doch erst mal mit Touren um die 20 km bei 1000 hm.
    Auch das ist schon ne Nummer. Wenn dich das unterfordert, taste dich an größeres heran. Ist es Zuviel, mach weniger.
    Der Mensch wurde nicht zum Denken geschaffen.

  18. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von ronaldo
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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #18
    Um mal nur die Frage im Betreff zu beantworten: Ja, aber wozu?

  19. Dauerbesucher
    Avatar von Freierfall
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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #19
    Zitat Zitat von ronaldo Beitrag anzeigen
    Um mal nur die Frage im Betreff zu beantworten: Ja, aber wozu?
    Weil man auch an 2*8h wandern an einem Tag potentiell genauso viele Eindrücke sammeln kann wie an jeweils 8h an zwei Tagen. Vorausgesetzt der Körper macht das mit und man ist nicht die ganze Zeit von Kaputt sein und Schmerzen abgelenkt.
    Ich hab mal 48km und auch an die (nicht ganz, mein das waren ca. 1800)hm an einem Tag gemacht, mit ziemlich gemütlichem Tempo. Davon waren aber auch die letzten 2h mit Stirnlampe... Ging schon. Auch am nächsten Tag. Da muss man aber schon Wanderfit&der Bewegungsapparat daran gewöhnt sein....

  20. Fuchs
    Avatar von Nita
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    AW: 43km an einem 16 Stunden Tag machbar?

    #20
    Die für mich spannende Frage ist hier, wie schwierig der Weg nun wirklich ist und wie sehr man dadurch aufgehalten wird. Wenn nicht schwierig, sehe ich ehrlich gesagt kein ernst zu nehmendes Problem darin, 43km an einem Tag zu wandern.

    In meiner DAV-Sektion wandern wir immer wieder mal solche Strecken zu Trainingszwecken, zum Großteil unwegsam, mit vielen Höhenmetern (sie machen es übrigens eher angenehm durch die wechselnde Belastung) und zügig. Da stoßen auch mal Unerfahrene dazu; wer das Tempo auf den ersten Kilometern schafft, kriegt auch den Rest hin.

    Ein Test ist natürlich gut, aber trügerisch, was die Psyche angeht. Stellt man sich auf 25km ein, wird man danach müde, stellt man sich auf 50km ein, hat man nach 25km erst die Halbzeit und fühlt sich fit.

    Zu meinen Wanderanfängen habe ich mir auch mal ne 16h-Wanderung gegönnt, ohne jegliche Vorbereitung. Sind 100km geworden.

    Achja, gegen Blasen gibt es Pflaster.

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