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  1. Neu im Forum

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    Kaufberatung Crossover Einsteiger - Flüsse, Seen

    #1
    Hallo zusammen,

    ich bin der Olli, bin 36 Jahre alt und wohne in Meckenheim bei Bonn.
    Ich habe nur wenig Erfahrungen beim Kajakfahren gesammelt und bin bisher nur mit Leihkajaks auf Flüssen und einem See gefahren.

    Da mir das aber irre Spaß macht, möchte ich gerne in meiner Freizeit auf ruhigeren Flüssen und Seen fahren und daher ein Crossover-Kajak kaufen, da ich dies nun als Hobby ausbauen möchte.

    Nachdem ich hier im Forum ein stiller Mitleser war und auf diversen Seiten Infos gesammelt habe, stellt sich für mich die Frage, welches Crossover-Kajak ihr für meine Anfänger-Bedürfnisse empfehlen könnt. Hier noch ein paar Eckdaten bzgl. der Anschaffung:

    - ich bin 183cm groß, 80 kg schwer
    - Fahrten auf ruhigeren Flüssen (Sieg, Rhein, etc.) und Gewässern (Seen in Köln, Bonn, Eifel), keine Touren länger als ein paar Stunden
    - alleine zu handhaben beim Transport (Aufs Auto, vom Auto herunter und Tragen zum Ufer)
    - maximal 800 Euro teuer
    - wendig, spurtreu, stabil

    Vielleicht könntet ihr auch direkt euren Senf zu diesen Modellen abgeben:

    - Islander Crossover Kajak Approach (ca. 650 €)
    - Dagger Kajak Katana Club (ca. 600 €)
    - Seabird Tourenboot Afjord Pro (ca. 550 €)
    - Islander Freizeit Tourenkajak Jive (ca. 580 €)

    Ich danke euch schon einmal für Eure Anregungen und Tipps.

  2. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Kaufberatung Crossover Einsteiger - Flüsse, Seen

    #2
    Für fahrten auf Flüssen und Seen würde ich persönlich kein Boot unter 4m verwenden, zu schlechter Geradeauslauf (die Finnen helfen nicht immer), zu geringe Rumpfgeschwindigkeit, d.h. um auf moderates Paddeltempo zu kommen musst Du Dich schon sehr anstrengen.

    Auf dem Rhein hast Du noch das Problem, dass Du teilweise Querströmungen und Pilze hast (wenn ich mich richtig erinnere auch am Niederrhein, der ja bekanntlich unterhalb der Siegmündung beginnt). Da ist eine Finne am kurzen Boot eher Kontraproduktiv, weil sie die Effekte teils sogar verschärft.
    Klar paddeln wir manchmal auch in so kurzen Booten auf dem Rhein, in der Regel aber nur ein bischen gegen die Strömung zum Strrandbad und dann mit der Strömung zurück zum Bootshaus, aber das sind dann meist die stärkeren Paddler in den langsameren Booten, damit die auch Spass und Trainingseffekt haben.

  3. Anfänger im Forum

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    AW: Kaufberatung Crossover Einsteiger - Flüsse, Seen

    #3
    Moin Moin
    ich habe ein Pyranha Fusion gefahren, und kann die Entdeckung der Langsamkeit mit diesem Bootstyp nur bestätigen.
    Das Skeg war schon nützlich für den Geradeauslauf, aber in Summe würde ich das Boot nur für z.B. Isar ab Sylvenstein und ähnlich empfehlen, mit der Option der Skegnutzung ab Bad Tölz bis zum Wehr in diesem Fall
    Habe nun ein Prijon Enduro 450, das passt mir besser als Universalboot.
    Fürs Grobe habe ich mir dann ein reines Wildwasserboot zugelegt.
    Zum verbessern der Paddeltechnik ist dieser Bootstyp auch auf langsam fliessenden Gewässern zu gebrauchen, ebenso wie das Fusion ohne Skeg
    Aber für den Rhein käme mir das x-over nicht in den Kopf

    Grüße

  4. Fuchs
    Avatar von Martin206
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    AW: Kaufberatung Crossover Einsteiger - Flüsse, Seen

    #4
    Zitat Zitat von dodderer Beitrag anzeigen
    Moin Moin
    ich habe ein Pyranha Fusion gefahren, und kann die Entdeckung der Langsamkeit mit diesem Bootstyp nur bestätigen.
    Das Skeg war schon nützlich für den Geradeauslauf, aber in Summe würde ich das Boot nur für z.B. Isar ab Sylvenstein und ähnlich empfehlen, mit der Option der Skegnutzung ab Bad Tölz bis zum Wehr in diesem Fall
    Habe nun ein Prijon Enduro 450, das passt mir besser als Universalboot.
    Fürs Grobe habe ich mir dann ein reines Wildwasserboot zugelegt.
    Zum verbessern der Paddeltechnik ist dieser Bootstyp auch auf langsam fliessenden Gewässern zu gebrauchen, ebenso wie das Fusion ohne Skeg
    Aber für den Rhein käme mir das x-over nicht in den Kopf

    Grüße
    Bin mit dem Fusion auch schon Regen und Naab gefahren (je 5 Tage) ...aber auf dem Rhein ist der sicher nicht die erste Wahl. Für Kleinflüsse und ab und an mal bis WW II/III taugt der aber recht gut. Will man ein breites Feld an Flüssen abdecken, kommt man wohl nicht um 2 Boote herum.
    “Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall zu treffen.” — Friedrich Dürrenmatt

  5. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: Kaufberatung Crossover Einsteiger - Flüsse, Seen

    #5
    Ich fahre ein Boot unter 4 m mit gutem Geradeauslauf und Großgewässertauglichkeit, aber das ist ein ordentliches Wanderkajak (3,81 m).
    Ich bin Deine Vorschläge nie gefahren, sehe hier aber öfter Leute mit den ersten beiden Booten (meist beim Kentertraining), und alle müssen sich (oft auf Kosten guter Technik) auf dem Fluss ziemlich anstrengen, da wir sehr wenig Strömung, aber gerne mehr Wind haben, und die Boote kurz und breit sind. Das würde mir auf Dauer keinen Spaß machen, man kommt einfach nur langsam voran, wenn das Hausgewässer nicht schmal und strömungsreich ist. Ich überhole die locker mit meinem kurzen Boot.
    Du solltest also auf jeden Fall Probe paddeln.

    Ich würde aus Deiner Auswahl das Seabird Afjord nehmen, das passt am ehesten zu Deinem Einsatzgebiet.
    Das Tragische an jeder Erfahrung ist, dass man sie erst macht, nachdem man sie gebraucht hätte. F. W. Nietzsche

    Nordlicht bleibt Nordlicht und Tüdelkram is Tüdelkram.

  6. Fuchs
    Avatar von Martin206
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    AW: Kaufberatung Crossover Einsteiger - Flüsse, Seen

    #6
    Zitat Zitat von Goalgetter98 Beitrag anzeigen
    - ich bin 183cm groß, 80 kg schwer
    - Fahrten auf ruhigeren Flüssen (Sieg, Rhein, etc.) und Gewässern (Seen in Köln, Bonn, Eifel), keine Touren länger als ein paar Stunden
    - alleine zu handhaben beim Transport (Aufs Auto, vom Auto herunter und Tragen zum Ufer)
    - maximal 800 Euro teuer
    - wendig, spurtreu, stabil
    Bei Deiner Größe und für die Gewässer die Du angibst, würde ich eher zu Booten zwischen 4 und 4,5m raten.
    Dazu eher schlank und Wanderkajak bis hin in Richtung Seekajak.

    Der Prijon Enduro 450 ist Dir vermutlich zu teuer.
    Den Winnter Dreamer könntest Du Dir mal ansehen.
    Dann das Exo Navigator.
    Und das Tahe Marine Fit 147.

    So mal eine Auswahl der Boote die in die Richtung gehen und (bis auf das Enduro) preislich reinpassen.
    Wegen Preis auch mal Gebrauchtkauf überlegen.
    Und AUF JEDEN FALL PROBEFAHREN - verschiedene Modelle.
    “Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall zu treffen.” — Friedrich Dürrenmatt

  7. Anfänger im Forum

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    AW: Kaufberatung Crossover Einsteiger - Flüsse, Seen

    #7
    Zitat Zitat von Martin206 Beitrag anzeigen
    Bei Deiner Größe und für die Gewässer die Du angibst, würde ich eher zu Booten zwischen 4 und 4,5m raten.
    Dazu eher schlank und Wanderkajak bis hin in Richtung Seekajak.

    Der Prijon Enduro 450 ist Dir vermutlich zu teuer.

    Und AUF JEDEN FALL PROBEFAHREN - verschiedene Modelle.
    Moin, habe mein Enduro gebraucht gekauft, sechs Wochen alt, inkl. aller Kaufunterlagen für <800,00
    Ich weiß, gibt es nicht täglich, aber Augen auf, und dann passt es vielleicht auch vom Preis her.
    Ist auch wirklich ein super Boot, jeden Cent wert
    Aber wie bereits geschrieben: Probefahrt ist das A un O

    @Martin206: Bin das Fusion auch auf Saale, Wiesent und sogar Lahn gefahren, geht alles, aber je langsamer der Fluß, desto geringer der Spaß.
    Auf Salza, Ybbs und Steyr u.s.w. war das Boot schon geil

    Grüße

  8. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von Ziz
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    AW: Kaufberatung Crossover Einsteiger - Flüsse, Seen

    #8
    Ich habe auf ~3,75cm langen Booten auf der Elbe gelernt, die eigentlich Wildwasserboote sind: Sich also am Anfang auch mal munter in der Ströhmung drehen und mit denen auch jährlich die Soča runtergefahren wird. Gegen den Elbestrom geht damit auch und rein von der Länge wäre sogar etwas Tagesgepäck oder UL Mehrtagesgepäck drin. Unter 4m geht also durchaus, ein anderes Boot der gleichen Länge mit Skeg ist u.U. sogar noch besser geeignet.

    Nun kommt das große Aber: Wir hatten Kurse, um zu lernen, damit umzugehen. Ich glaube, ohne einen mehrtägigen Kurs oder gar eine Vereinsmitgliedschaft, wird man außerhalb von schnell fließenden Gewässern wenig Spaß haben und auch auf diesen sich munter im Kreis drehen. Selbst mein spurtreues, wenig kippeliges Faltboot wird von vielen Anfängern als drehfreudig und wackelig beschrieben. In einem richtigen "halben" Wildwasserboot wird das imho ohne Einweisung eine frustrierende Erfahrung.

    Wenn du die 3m Transportgröße nicht überschreiten willst und/oder keinen weiterführenden Paddelkurs machen willst bzw. in einen Verein eintreten, würde ich eher über ein Luftboot nachdenken. Die sind etwas besser für Anfänger geeignet, durch den sehr einfachen Aufbau schnell auf dem Wasser und zumindest Gumotexboote dank des einwandigen Aufbaus auch schnell getrocknet (kein Meshgewebe, wo sich Nässe halten kann). Wildwasser ist damit bis zu einem gewissen Grad auch drin. Richtig gut könnte ich mir für dich das Gumotex Framura vorstellen, aber das wirst du (auch ohne Paddel und Weste) kaum unter 800€ finden. Das Swing wäre auch noch okay: Leichter, günstiger, kippstabiler (lies: unkenterbar). Auch spurtreu (mit Skeg ), aber langsamer da eher ein Dickschiff. Ohne Strömung macht das auch Spaß, aber bei zu viel Wind drückt es dich irgendwann den Fluss hoch.

    Ansonsten stimme ich den anderen zu: Egal, wofür du dich entscheidest, schau, dass du dein Gesäß vor dem Kauf in das Boot bekommst, am besten mit Wasser drunter (idealerweise unterm Boot, nicht direkt unterm Gesäß ). Noch besser wäre, wenn du mit ein wenig Kurswissen in den Kauf gehen würdest und auf Dinge wie Einstellbarkeit der Fußstützen, Kantbarkeit, Spurtreue wenn man weiß wie man ein WW Boot auf Kurs hält, und Anwendbarkeit einer groben Paddeltechnik beim Paddeln achten kannst.
    Wo kämen wir hin, wenn jeder sagen würde
    „Wo kämen wir hin?“
    aber niemand ginge, um zu schauen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?

  9. Neu im Forum

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    AW: Kaufberatung Crossover Einsteiger - Flüsse, Seen

    #9
    Vielen Dank für eure Ratschläge.

    Besonders interessant fände ichdann das Seabird Afjord Pro und das Winner Dreamer.
    Die Frage, die sich mir nun stellt: Wo kann ich die beiden Boote Probe fahren? Gibt es Adressen oder Geschäfte, bei denen ich nachschauen kann, ob die Boote für eine Probefahrt zur Verfügung stehen?

  10. Anfänger im Forum

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    AW: Kaufberatung Crossover Einsteiger - Flüsse, Seen

    #10
    Zitat Zitat von Ziz Beitrag anzeigen
    Ich habe auf ~3,75cm langen Booten auf der Elbe gelernt, die eigentlich Wildwasserboote sind: Sich also am Anfang auch mal munter in der Ströhmung drehen und mit denen auch jährlich die Soča runtergefahren wird.

    Nun kommt das große Aber: Wir hatten Kurse, um zu lernen, damit umzugehen. Ich glaube, ohne einen mehrtägigen Kurs oder gar eine Vereinsmitgliedschaft, wird man außerhalb von schnell fließenden Gewässern wenig Spaß haben und auch auf diesen sich munter im Kreis drehen.
    Da möchte ich einfach mal widersprechen: Ich bin damals ohne Paddelkurs nach <10 Stunden fluchen und kotzen kilometerlang mit den ollen Wildwasserbooten, mit noch knapp 4 Metern Länge, spurtreu geradeaus gefahren.
    Und auch heute fahre ich, wenn ich mit den Kindern auf Zahmwasser unterwegs bin, gerne das WW-Boot, damit sie sich abgucken können wie es funktioniert. Das geht immer noch kilometerlang gut, trotz anderer Boote im Haus, die da besser für geeignet sind.
    Ist auch eine Frage des Duchhaltevermögens, denke ich. Wenn man zu schnell aufgibt kommt man nicht ans Ziel.
    Ich hatte damals niemanden, der mir was über Rundschläge z.B. erzählt hat, das hat sich so ergeben, lernen durch tun oder so.
    Ich will die ganzen Vereinsvorteile nicht wegreden und finde die Empfehlungen für die Vereinssachen auf jeden Fall gut, aber es sollte sich nicht so anhören, als ob es ohne Verein nicht ginge, denn es geht eben auch ohne.


    Zurück zum Thema: Bevor Du ein neues Isländer kaufst, schau mal ob es nicht das vergelichbares von Piranha gebraucht gibt. Habe in einem Isländer gesessen, welches nur die Billigvariante des Fusion war, absoluter Murks im Vergleich zum Piranha.
    Das Fusion gibt es ab und zu gebraucht in gutem Zustand für <600,00in der besten Ausführung.
    Nur falls Du am x-over Boot festhalten willst.
    Grüße

  11. Anfänger im Forum

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    AW: Kaufberatung Crossover Einsteiger - Flüsse, Seen

    #11
    Zitat Zitat von Goalgetter98 Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für eure Ratschläge.

    Besonders interessant fände ichdann das Seabird Afjord Pro und das Winner Dreamer.
    Ui, da staune ich über Dich, wenn ich mir deine Körperdaten ansehe: 183 / 80

    Ich saß mal in einem Boot, in welchem ich mit meinen 85kg am Limit dessen war, was der Hersteller als Paddlergewicht angegeben hatte. Abgesehen von dem recht engen Cockpit fand ich die Fahrt mit dem Boot alles andere als angenehm.

    Hier mal was ich über das Winner gelesen habe:

    Der Dreamer ist ein ausgesprochenes Tourenkajak mit Light-Volume. Ein Boot für Frauen, Jugendliche und kleinere Personen bis 1,80 m Körpergröße und einem Gewicht bis 80 kg. Ein leichtes Wander-Kajak für Touren auf Seen und Flüssen. Kleinere, leichtere Paddler werden sich in diesem Boot auf Anhieb wohl fühlen.
    Light-Volume Boote sind im Verhältnis schlank und lang, was ihnen eine hohe Grundschnelligkeit und Spurtreue verleiht.
    Allerdings sind schlanke Boote etwas weniger kippstabil. Für geübte Paddler stellt dies kein Problem dar, Anfänger sollten diese Boote erst einmal auf ruhigen Gewässern testen und kennen lernen.

    Fazit WaterWorld Test-Team:
    "...Fazit: ...der Dreamer ist das ideale Boot für leichte Paddler, welche bereits über ein wenig Kajak-Erfahrung verfügen. Kompakt, leicht und schnell; ein Boot mit Vollausstattung zum günstigen Preis!"


    Grüße

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