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  1. Dauerbesucher
    Avatar von Spartaner
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    AW: Kaufberatung Kilimanjaro Besteigung

    #61
    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Spartaner Beitrag anzeigen
    Also ich würde direkt vor einer Kili-Tour bestimmt keine Alpen-Blitztouren zur Akklimatisation machen (außer ich hätte sehr viel Zeit).
    Aber sicherlich wäre es hilfreich, schon deutlich vorher, dann wenn es passt, solch eine längere Alpentour in große Höhen zu machen, nur um mal zu sehen, ob man überhaupt auf die Höhe reagiert. ... Mit diesem Wissen kann man doch deutlich ruhiger zum Kili fliegen.
    Ich sehe das komplett anders. Wie man auf Höhe reagiert kann sehr unterschiedlich sein, mal klappt es super, mal gar nicht. Solche Höhen gibt es ausserdem in den Alpen nicht, und um auf über 4000 M zu kommen braucht es bergsteigerisches Können, dass dem TO offensichtlich fehlt.
    Und sicher bringt es was, sich kurz davor in den Bergen zu bewegen, als 2 Monate davor...
    Das Problem bei Kili ist eben, dass man einen sehr engen Zeitkorsett hat, da gibt es keine Flexibilität. Insofern, gut trainieren, viel trinken und viel Glück!
    Ok, du hast da sicher viel mehr Erfahrung. Ich habe in meinem Leben vielleicht 10 alpine Gipfel erklommen, alle zu zweit oder dritt auf eigene Faust, und unbeleckt von den Erkenntnissen des modernen Alpinismus. Eigentlich mehr Bergwandern. Darunter waren neben wenigen Tatra-Gipfeln in den Alpen Dachstein, Wildspitze, Großglockner und Mt. Blanc (an mehr Namen erinnere ich mich nicht mehr, und die Bernina haben wir nicht geschafft, der Gipfel oh des Rifugio Marco e Rosa war zu sehr vereist und wir sind umgekehrt).
    Bei keinem dieser Aufstiege gab es irgendein Problem mit der Höhe. Und nie hatten wir uns vorher irgendwie akklimatisiert. Wir sind nur nicht so schnell aufgestiegen wie die meisten anderen. Besonders am Mt. Blanc fiel uns auf, wie die Seilschaften an uns vorbeihetzten. Natürlich haben die dann einen ganzen Tag gespart, wo wir noch eine Hüttenübernachtung zusätzlich hatten (Refuge de la Tête Rousse und Goûter-Hütte). Ich führte das damals darauf zurück, dass sich die Kunden ihre teuren professionellen Bergführer nicht so lange leisten wollten, war aber nur ne Vermutung). Deren Gehgeschwindigkeit nahm dann in der Höhe extrem ab. Sie schleppten sich in langer Reihe gaaanz langsam, angestrengt hechelnd und immer wieder pausierend, so als ob sie gerade den Everest erklimmen, die letzten hunderte Meter zum Gipfel hoch, während wir, obwohl als letzte in Goûter aufgebrochen, recht zügig an ihnen vobeimarschieren konnten, ohne außer Atem zu kommen.

    Wegen dieser konstant guten Erfahrungen mit der Höhe ging ich davon aus, dass die Anfälligkeit für Höhenkrankheit vorher getestet werden könnte.

    Ach so, und das mit der Flexibilität am Kili muss sich wohl verändert haben. Wir hatten damals (1991) unserem Führer wohl nicht klar genug rübergebracht, dass wir einen Akklimatisationstag auf der Horombo-Hütte haben wollten. Den haben wir trotzdem bekommen, und haben halt am Ende einen Tag nachbezahlt.

  2. AW: Kaufberatung Kilimanjaro Besteigung

    #62
    Höhenkrankheit muß sich nicht zwingend durch nachlassende Kondition bemerkbar machen. Damals am Breithorn ging's mir tagsüber zwischen 3300 und 3800 m gefühlt blendend und ich habe noch mein Tempo gedrosselt, um mich eher in der Mitte der Gruppe zu halten und besser noch an Becks Tempo zu orientieren. Trotzdem habe ich ihm dann nachts den Kochtopf vollgereihert.
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  3. Fuchs

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    AW: Kaufberatung Kilimanjaro Besteigung

    #63
    @ Spartaner
    Wenn du langsam losgegangen bist, um in diesem Tempo dann im Gipfelanstieg an den Massen vorbei zu gehen, hast du das, was erfahrene Bergsteiger ohne besondere Kondition ans Ziel bringt, du bist im Tritt.

    Ein teurer Bergführer, der sein Geld wert ist versucht den unerfahreneren Kunden genau das nahe zu bringen.

    Das scheint auch das Lieblingswort der Kilimandscharo guides zu sein: alle Berichte darüber zitieren das andauernde Pole Pole

    @ moltebaer
    Ich glaube, niemand hier meint, dass Kondition und Höhenkrankheit zusammenhängen

    Nur in der Höhe braucht man ziemlich gute Kondition und die Kondition kann Quack beeinflussen.

    Auch wenn das Matrashaus keine Möglichkeiten bietet, um auch nur einen Meter höher zu gehen, ist es für ein paar Höhenübernachtungen sicher geeignet. Der Hüttenwirt benötigt in der Hauptsaison Anfang August sicher Hilfe, also wenn du bis kurz vor dem Abflug dort bleiben willst, biete dich doch als Hilfe an, dann sparst du dir die 6 oder 12 € Übernachtungskosten.

  4. Moderator
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    Avatar von Vegareve
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    AW: Kaufberatung Kilimanjaro Besteigung

    #64
    Zitat Zitat von Spartaner Beitrag anzeigen
    Bei keinem dieser Aufstiege gab es irgendein Problem mit der Höhe. Und nie hatten wir uns vorher irgendwie akklimatisiert.
    Nun, durch die zusätzlichen Übernachtungen hast Du genau das gemacht. Gut akklimatisiert. Kann der TO das nicht (weil Geld, Zeit etc fehlt), kann er versuchen, "Vorarbeit" zu leisten. 5900 M ist schon eine ganz andere Nummer. Und absolut jeder Mensch ist "anfällig" für Höhenkrankheit! Ist man zu schnell aufgestiegen, zu wenig getrunken, eventuell noch eine verschleppte Erkältung, es gibt zig Varianten.
    Es gibt natürlich auch solche, die gar keine Höhe vertragen, aber die merken es dann auch sehr schnell.

    Übrigens, da ich gestern in dieser Hinsicht recherchiert habe: DAV sieht den Kili nicht als Expedition, ist somit dort auch versichert, ebenso wie bei OEAV. Oder der TO hat eine Reiseversicherung mit Bergungskosten etc. gebucht.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  5. Anfänger im Forum

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    AW: Kaufberatung Kilimanjaro Besteigung

    #65
    Was genau ist mit Bergungskosten gemeint? Im Preis inbegriffen ist diese Flying Doctors Insurance, denke mal die ist Pflicht . Wofür lohnt sich die DEV Mitgliedschaft denn sonst noch?

    Danke

  6. Erfahren
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    AW: Kaufberatung Kilimanjaro Besteigung

    #66
    Zitat Zitat von reinergeorg Beitrag anzeigen
    Am Kili gibt es keine Hubschrauber-Rettung - also GAR keine.
    Nicht mehr gehfähige Höhenkranke oder Tote werden von Trägern auf den Schultern oder über der Schulter quergelegt runtergetragen oder deutlich und zutreffend formuliert "runtergeschleift" - die zum "komfortablen Transport" gedacht gewesenen "Einrad-Tragen" mit Luftfederung in dem einen Reifen liegen ungenutzt mit plattem Reifen und verrostet am Weg rum. DIESE Rettung noch lebender oder Bergung toter Gipfel-Aspiranten ist bei organisierten Touren in dem Preis inkludiert.
    Einige Foristen sollten sich hier klar werden, was ein 5.000-er ist, der an der 6.000-er Höhe schabt. Kondition ist Grundvoraussetzung, nützt aber ohne unmittelbar vorherige Höhenakklimatisierung mindestens mit mehreren höheren 3.000-ern nicht nur nichts, sondern schadet eher, weil die "konditionsstarken" Jüngeren die ersten beiden Tage VIEL zu schnell über die "Bergwanderwege" RENNEN und dann spätestens bei 4.000 echte Probleme bekommen.


    Ein afrikanisches Sprichwort: "Gras wächst nicht schneller nur weil man daran zieht."

    Ich hatte bei meinem Kilimanjaro-Erfolg keine vorhergehende Höhenakklimatisation im Sinne der meisten Foristen hier. ABER: Ich hatte die Jahre zuvor in Südamerika bestimmt schon 30 Übernachtungen in Höhen zwischen 3000 und 4400m gehabt und ein Gespür dafür entwickelt, wie mein Organismus mit der Höhe umgeht. Ohne dieser Erfahrung wäre ich nie auf die Idee gekommen auf den Kili zu gehen. Es braucht in der Höhe ein persönliches Gespür dafür, was ist noch (Höhen-)Anpassung, was ist (Höhen-)Panik und was ist schon Höhenunverträglichkeit (bzw. -krankheit).

    Für mich gilt da der Spruch:

    „Was haben seekrank, höhenkrank und der Schlackeneinschluss beim Autogen-Schweißen gemeinsam?”

    Die Antwort: „Kaum denkt man daran, hat man es schon!”

    Oder anders ausgedrückt: Die übertriebene Angst vor dem Problem führt erst zum Problem, sinnbildlich wiedergegeben im afrikanischen Sprichwort:

    „Die Furcht vor der Gefahr ist schrecklicher als die Gefahr selbst.“
    Schaffe Dir Erinnerungen bevor Du nur noch diese hast!

    Nur heute wärmt uns das Feuer, gestern war es Holz und morgen wird es Asche sein.
    (Autor unbekannt)

  7. Lebt im Forum
    Avatar von derSammy
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    AW: Kaufberatung Kilimanjaro Besteigung

    #67
    Alles wichtig...aber...es is nur der Kili

    (im Ernst.... ein Anruf beim DAV und die Sache sollte geklärt sein)

  8. Moderator
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    AW: Kaufberatung Kilimanjaro Besteigung

    #68

    Post als Moderator
    Bei Nachfragen bitte eine PN an den Moderator senden.  Dein Team der
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  9. Neu im Forum

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    AW: Kaufberatung Kilimanjaro Besteigung

    #69
    Hallo,

    bist du schon aus Afrika zurück?? Teile Deine Erfahrungen. Ich gehe nächstes Jahr hoch!!

  10. AW: Kaufberatung Kilimanjaro Besteigung

    #70
    Zitat Zitat von tine58 Beitrag anzeigen
    edit, Ich bin als unwissende Person, in Sachen Bergsteigen (keine eigene Erfahrung) aber erstaunt, dass Ihr da sagt man könnte da mit "Aldi Equipment" hoch. Geht das so easy ?

    Ich meine das sind ja immerhin schon 5000er, fast 6000er
    Ja, das ist so "easy". Der Kilimanjaro aufd er Coca Cola Route ist eine Wanderung, das höchste der Gefühle ist etwas Geröll.

    Das Kernproblem ist die dünne Luft, darauf kann man sich mit Ausrüstung kaum vorbereiten. Zum Adaptieren fehlt am Kili die Zeit, also bleibt nur viel trinken und langsam machen und hoffen, dass man zu denen gehört, die mit Höhenluft gut klar kommen. Wenn nicht, muss man halt ggf. die Grenzen akzeptieren und umdrehen. Der Hauptreiz am Kili ist ja nicht unbedingt der eher lausige "Gipfel" am Kraterrand an sich sondern vor allem das Erlebnis, in wenigen Tagen durch alle Klimazonen der Erde wandern zu können. Nicht bis ganz hoch zu kommen ist jetzt nicht so dramatisch wie man meinen möchte.

    Ich war da vor 16 Jahren oben ebenfalls als Student und das im Rahmen einer längeren mehrwöchigen Rucksackreise durch Ostafrika. Dementsprechend hatte ich überhaupt gar keine extra Ausrüstung mit und hatte in den größeren Höhen halt Socken an den Händen statt Handschuhe oder die Hände halt in der Tasche, eine 1 Euro Sonnenbrille und die Mütze hatte ich zuhause vergessen. Eine Regenhose hatte ich auch nicht.
    Es ist nicht so, dass ich das so empfehlen würde, aber irgendwelche teure Ausrüstung braucht man auf der Coca Cola Route ganz sicher nicht.

    Ich rate zu guten Schuhen (welcher Schuhtyp ist persönlicher Geschmack) und guten Socken, eine Sonnenbrille (mache haben Problem mit den Augen wegen Staub und UV Licht) und eine große Getränkeflasche mit "Isolierung". Mir ist damals am Gipfeltag das Trinkwasser eingefroren, das war eher blöd. (Flasche mit Verschluss nach unten tragen hätte auch geholfen, heute bin ich schlauer/erfahrener)
    Bei der Kleidung ist wie bei Wanderungen generell gute Merionounterwäsche komfortabler als andere Optionen, zumindest ist das meine Sichtweise. Irgendwelche Handschuhe und eine Mütze sollte man natürlich mitnehmen, der 08/15 Alltagskram ist völlig ausreichend.

    Für die Übernachtung in den Hütten Ohrenstöpsel. Ich war in einer Nacht kurz davor einen älteren Schweden abzustechen, weil mich dessen extreme Schnarcherei nicht eine Sekunde hat schlafen lassen.
    Geändert von cephalotus (13.12.2018 um 13:41 Uhr)

  11. AW: Kaufberatung Kilimanjaro Besteigung

    #71
    Zitat Zitat von Nepalflo Beitrag anzeigen
    Die Zahlen 50-85 % (was soll diese Spanne bedeuten? Unlogisch, gehörst du nun zu den 50 oder 85%)sind auch etwas komisch, unaklimatisiert dürfte die Zahl eher bei 100% liegen bei 4500-5500m, es sei denn du bist ein Sherpa. Ich würde sagen diesen Wiki-Artikel kannst du vergessen
    Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf Höhe. Ich habe welche erlebt die von 0 auf etwas über 3000hm geflogen sind und schlimme Kopfschmerzen hatten.
    Ich war mehrmals um die 6000hm in Südamerika, Asien und eben am Kili. Ich spüre die Höhe dort schon und atme logischerweise auch wie eine Dampflok, aber mehr auch nicht. Ich habe keine Kopfschmerzen, schlafe sehr gut und ich kann jenseits der 5000hm sogar herum rennen, was man ja angeblich auf gar keinem Fall tun soll. Das trainiere ich nicht, sondern ist schlichtweg persönliches Glück.

    Ja, es gibt Leute die erhebliche Probleme mit Höhe haben und dann auch unbedingt absteigen sollen um sich nicht in Lebensgefahr zu begeben und es gibt Leute die Probleme haben, diese aber durch langsame Akklimatisation in den Griff bekommen, ich habe auch schon Leute erlebt, die auf 3500hm Probleme hatten, die späteren tage noch höher aber dann nicht. Es gibt aber auch Leute, die mit solchen Höhen bis 6000hm keinerlei Probleme haben, selbst dann, wenn man diese recht schnell erreicht so wie am Kili.

    Der Kili ist eine Wanderung, auf der Coca Cola Route meiner Ansicht nach eine bzgl. Kondition sogar eine eher leicht bis mittel anstrengende bei dem einen das Zeug auch noch getragen wird (den GR20 z.B. empfand ich z.B. als konditionell wesentlich anspruchsvoller) und ich behaupte, dass Leute die daraus einen Expeditionsbericht machen schlichtweg viel zu dick auftragen. Ich weiß nicht was der Sinn sein soll aus einer Wanderung in dünner Luft bei verschiedenen Klimazonen so eine angeblich enorme körperliche Herausforderung machen zu wollen. Soll das die eigene Leistung erhöhen?

    Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber ich würde schon meinen, dass als ich oben war so 80-90% der Leute zumindest der Kraterrand erreichten. (mir war oben zu kalt und ich bin daher beim ersten Tageslicht schnell wieder runter, daher habe ich nicht alle beobachtet)
    Eine Gruppe Österreicher die davor extra noch den Mt. Meru bestiegen hatten und bestens gerüstet waren hatten erhebliche Probleme mit Durchfall, das war dann halt einfach Pech.
    Dann gab es noch 4-5 Leute die sich darüber beklagten, erhebliche Probleme mit Höhenkrankheit zu haben, aber selbst davon gingen noch welche nach oben, ob das sinnvoll sei mal dahin gestellt. Einen hatte ich gesehen, der mit einer Trage nach unten transportiert wurde. (ich glaube die hatte noch ein Rad)

    Nur 9% Erfolgsquote glaube ich nicht, die meisten kommen da hoch, wenn man keine großen Höhenprobleme hat. In meiner Erinnerung war das konditionell völlig unproblematisch, wer 10km laufen kann, muss da meiner Ansicht nach nicht extra trainieren. Ein schwerer Rucksack ist ja nicht im Spiel, ein paar Liter Wasser (je mehr man trinkt umso besser), etwas Zusatzkleidung und ein Fotoapparat, viel mehr trägt man nicht.

    Bei den meisten macht sich die Höhe schon bemerkbar, weil es am Kili halt sehr schnell hoch geht, aber wie man da selber abschneidet erfährt man erst, wenn man es macht. Man weiß es vorher schlichtweg nicht und man kann es auch nicht trainieren. Die Erfolgschancen erhöht man mit einem Zusatztag (hatten wir auch) und meiner Meinung nach mit sehr viel trinken.

    MfG
    Geändert von cephalotus (13.12.2018 um 14:24 Uhr)

  12. Erfahren
    Avatar von OutofSaigon
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    Saigon
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    AW: Kaufberatung Kilimanjaro Besteigung

    #72
    Hallo!

    Dieser Faden hat ja erkennbar seine ursprüngliche "Richtung" verloren, aber cephalotus´ "Philosophie" zum Thema Ausrüstung gefällt mir sehr: zum Teufel mit dem ganzen Hype! Der dient in erster Linie den Herstellern und Händlern, denke ich mal.

    Wie viele von denen, die sich in diesem Faden geäußert haben, schon einmal wirklich auf dem Kilimanjaro (oder anderem Berg ähnlicher Höhe) waren, weiß ich nicht; ich nehme an, es ist eine Minderheit. Ich war auf dem Kili (das ist nun aber schon wieder 5 Jahre her) und habe meinen Bericht davon ganz bewußt nicht als Erlebnisbericht sondern informativen Bericht verfaßt; siehe hier. Da lest ihr einiges zu den Fragen Ausrüstung, Route, Gehtempo und Akklimatisation.

    Was ich selbst 2013 zur Vorbereitung auf die Kili-Besteigung gemacht habe, ist mit zwei Worten gesagt: fast nichts. Die meiste Zeit war ich im Büro in Dar es Salaam (also auf Meereshöhe), dann ein paar Tage in den Usambarabergen (die den Namen "Berge" kaum verdienen, denn es sind eigentlich nur Hügel). Dort fragte ich - zugegeben etwas ängstlich - meinen Führer Said, und der sagte zu meiner Beruhigung "du wirst es schaffen; ich sehe es an der Art, wie du gehst: ruhig aber irgendwie kraftvoll und in stetigem Tempo". Er hatte letztendlich recht.

    9% Erfolgsquote am Kili ist eindeutig zu niedrig; die Führer und Ranger, die ich fragte, meinten, es sei wohl ungefähr die Hälfte. Die höchste Ausfallquote haben übrigens athletische junge Männer; vermutlich deswegen, weil sie aller Welt zeigen wollen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind, und das wird sehr oft ein Schuß in den Ofen.

    Nun wünschen wir jumapili viel Erfolg (und hoffen auf einen Bericht).

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