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  1. Erfahren

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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    Ja, das WebCam Foto hatte ich auch noch im Hinterkopf. Munter hat es wohl etwas verallgemeinert und konnte sich vielleicht auch nicht mehr exakt errinnern wie jetzt das Wetter am Vormittag war. (Er ist ja auch nicht mehr der Jüngste). Trotzdem wird er wohl schon wissen, wie sich das Wetter bei einer Föhnlage in Arolla im Normalfall verhält und wie es weiter oben ist (z.Bsp bei der Vignettes).

  2. Liebt das Forum
    Avatar von Becks
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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    ....und so sah die Situation um 12 Uhr aus.



    Zu dem Zeitpunkt waren die Leute gerade einmal 2h ab der Serpentine unterwegs, waren immer noch im Aufstieg und hatten mehr als ausreichend Zeit, um am eigenen Leib das sich verstärkende Unwetter mitzubekommen. Da waren sie aber noch weit weg vom Gipfel.
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  3. Fuchs
    Avatar von Benzodiazepin
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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    becks, du hast jetzt diverse male vorgerechnet, dass man hätte umkehren müssen. natürlich, offensichtlich wäre das schlauer gewesen. aber wir wissen eben nicht, was dazu geführt hat, dass die das nicht gemacht haben. ich glaube nicht, dass die alle so saudumm waren, wie du sie darstellst.
    OT: ich habe es vorher schonmal gesagt, damals ohne personenbezug: könntest du aufhören, derart überheblich zu schreiben? dein ton ist der sache nicht angemessen, finde ich.
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  4. Liebt das Forum
    Avatar von Becks
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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    Zitat Zitat von Benzodiazepin Beitrag anzeigen
    OT: ich habe es vorher schonmal gesagt, damals ohne personenbezug: könntest du aufhören, derart überheblich zu schreiben? dein ton ist der sache nicht angemessen, finde ich.
    Was soll da bitte überheblich sein wenn ich "behaupte", dass man in Anbetracht der Fakten wie die Webcambilder hätte einfach umdrehen müssen anstelle stur weiter zu gehen?

    All der Rest mit dem GPS, mit Weitsicht, mit dem Biwak usw. ist eine völlig überflüssige Diskussion in Anbetracht dessen, dass hier Leute nicht einmal die Wettersignale deuten konnten.

    Aber Du kannst jetzt gerne hier den Thread übernehmen und weiter weniger überheblich an den Auswirkungen herum kauen. Für mich ist das so überflüssig wie die Diskussion um die Art der Bremsscheiben und ob sie den Aufprall bei einem Autounfall hätten abmildern können wenn der Hauptfehler darin bestand, mit 150 km/h bei Nebel über eine Autobahn zu bolzen.
    Geändert von Becks (11.05.2018 um 07:04 Uhr)
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  5. Administrator
    Fuchs
    Avatar von sudobringbeer
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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    @Becks ich denke es gibt einfach auch mehr als ein Thema hier.

    Beispielhaft hier ein Paar:
    Thema eins ist tourenplanung und verpassen des umkehrpunktes. Ich denke da sind sich hier fast alle einig, dass nach dem was man bislang weiss es unverständlich ist wieso nicht umgekehrt wurde.
    Thema zwei ist Orientierung im Whiteout.
    Thema drei ist der Ort und die Art des „Biwaks“.
    Thema vier ist Ausrüstung des Bergführers.
    Usw usw.

    Du hast sicherlich recht, dass wenn nicht bei Thema eins ein Fehler gemacht worde wäre könnnte man sich den Rest sparen. Er ist aber gemacht worden und damit kann und sollte man auch den Rest diskutieren.

  6. AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    In dem Fred ist doch alles formuliert. Weiter kommt keiner. Die Leut hat´s zerrissen. Fertig.

    Jaja könntTE das Geplärre wieder losgehen. Klar bin ich für Analyse, aber die hat Becks auf den Punkt gebracht. Das ist die Krux von dieser Art Tourismus, wenn zu viele (mit anscheinend zu wenig Wissen und gemäß Zeiten auch wohl Konditionsmängeln) einem (der offenbar nicht seinen besten Tag) hatte, hinterherlaufen. Der muß das können, ich habe ja bezahlt usw. usf.
    Geht eben auch mal schief. - Bisserl platt der Vergleich, auch Busfahrer setzen ihr Teil mal vor die Wand.

    Tourenplanung ist wichtig und wird oft liegen gelassen. Umkehr-Zeitpunkte, ja die hab ich selbst in den 4000ern schon gut gerissen (freilich bei Schönwetter; Sommerhalbjahr). Auf der Pigne war ich erst im Juli 2017 (falsch war zuerst 2018), anfangs auch bei Nebel. Bei dem aktuellen Unfall wurden allem Anschein nach zu viele Fehler gemacht, an der Abgangs-Zeit lag es demnach nicht.

    Hab schon öfter auf Pit Schubert´s 3-Teiler verwiesen. Evtl. hier, allemal a.a.O.; dergleichen ist immer sinnvoll, doch Theorie und Praxis unterscheiden sich.

    ***
    Oops, natürlich 2018; danke für den Hinweis.
    Ein Freudt´scher Vertipper, aber der sollte sich postmortem bitte mal 2/3 der Laberei hier vornehmen
    Geändert von Vogelfreund (12.05.2018 um 14:36 Uhr)

  7. Fuchs
    Avatar von dooley242
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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    Zitat Zitat von Vogelfreund Beitrag anzeigen
    Auf der Pigne war ich erst im Juli 2018, anfangs auch bei Nebel.
    Das wage ich jetzt mal zu bezweifeln.
    Gruß

    Thomas

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    Avatar von Mus
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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    Ich hab mal eine Frage:
    Hat sich mittlerweile eigentlich von den Überlebenden außer dem allerersten schon mal jemand anderes geäußert?
    Ich habe leider das Problem, dass ich viele der verlinkten Artikel nicht lesen kann, da sie bei mir gesperrt sind.

  9. AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    Interessant an Munters Text an Kachelmann finde ich, dass er (vermutlich bewusst) auch zu Marco Mehlis Aussage Stellung nimmt:
    "Auch ich wäre in der Dixhütte gestartet, aber vermutlich auf der Serpentine umgekehrt weil ich ohne GPS unterwegs bin."
    Ich interpretiere das so: Ohne GPS gehen ist ok, aber man muss dann konsequent sein und umdrehen (wo ev. ein Weitergehen mit ideal genutztem GPS noch möglich wäre).
    Aber ev. interpretiere ich da auch zuviel hinein.

  10. Dauerbesucher

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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    Munter warnte immer schon vor einer erhöhten Risikobereitschaft bei der Mitführung von Sicherheitsausrüstung, sein Brief datiert vor Mehlis Statement. Von Munter stammt glaube ich der Vorschlag, bei PKWs die Airbags zu entfernen und statt dessen Nagelbretter auf den Armaturen zu montieren.
    Ich habe das Gefühl, du arbeitest dich jetzt an einer quasi juristischen Richtlinie ab, ob man ein GPS dabei haben muss.
    Ganz unjuristsich spricht ja erstmal nichts gegen ein Mitnahme. Und da ich wie der verungückte Führer aus einer Generation bin, in der das Mitführen eines 45+l Rucksacks auf Hochtour noch gestattet war, ist das auch überhaupt keine Einschränkung.
    Praktischen Umgang damit sollte man dann schon haben. Der stammt bei mir eher aus der Orientierung bei weglosem Trekking in Regionen ohne oder mit bescheidenem Kartenmaterial. Bei Skitouren sind die Abläufe oft viel schneller - der Rückzug ja eigentlich auch, wenns nicht passt, fahr ich halt runter und sitze in 30min beim Kaffee. Das GPS ist für mich dort nicht das primäre Orientierunginstrument. Aber auch wenn ich Touren nicht am Gerät vorbereitet habe, kann ich unterwegs immer noch schnell ein paar Rückzugspunkte setzten, wie oben mal beschrieben.
    Ich habe sowohl Touren durchgeführt, die ohne GPS-Navigation schlicht nicht möglich oder russisch Roulett gewesen wären, oft auf großen Eisfeldern. Bin also im Vertrauen auf die Technik ein höheres Risiko gegangen.
    Genauso kann ich aber auch mit GPS eine Tour vor dem Eintauchen in eine Föhnmauer abbrechen. Vor ein paar Jahren hab ich mal mit zwei Freunden das Buuch am Morteratschgletscher eingespurt, alte Spuren waren nicht zu sehen. Oben zogs dann massiv zu, mit GPS hätte ich auf den Zupo schon gefunden. Wir waren uns sofort einig, dass das zu riskant und sinnlos ist. Statt dessen konnten wir die Abfahrt durch den Bruch bei mäßiger Sicht noch halbwegs geniessen, ohne ständig aufs Gerät starren zu müssen. Auf dem Zupo war ich also immer noch nicht, hatte aber das Erfolgserlebniss, den Weg durch einen schweren Gletscherbruch gefunden zu haben und eine richtige Rückzugentscheidung getroffen zu haben.
    Wenn ich Menschen führe, ist das GPS für mich eher eine Versicherung, die wieder zurück zu bringen, als Versuchung mit Krawall irgendwo durch zu kommen.

    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Ich hab mal eine Frage:
    Hat sich mittlerweile eigentlich von den Überlebenden außer dem allerersten schon mal jemand anderes geäußert?
    ...
    Ist mir nicht bekannt, finde ich schon aufällig. Medial scheint das Unglück bereits abgehakt, außer bei ODS.
    Geändert von TilmannG (11.05.2018 um 09:06 Uhr)

  11. Erfahren

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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    Zitat Zitat von Becks Beitrag anzeigen
    Was soll da bitte überheblich sein wenn ich "behaupte", dass man in Anbetracht der Fakten wie die Webcambilder hätte einfach umdrehen müssen anstelle stur weiter zu gehen?

    All der Rest mit dem GPS, mit Weitsicht, mit dem Biwak usw. ist eine völlig überflüssige Diskussion in Anbetracht dessen, dass hier Leute nicht einmal die Wettersignale deuten konnten.

    Aber Du kannst jetzt gerne hier den Thread übernehmen und weiter weniger überheblich an den Auswirkungen herum kauen. Für mich ist das so überflüssig wie die Diskussion um die Art der Bremsscheiben und ob sie den Aufprall bei einem Autounfall hätten abmildern können wenn der Hauptfehler darin bestand, mit 150 km/h bei Nebel über eine Autobahn zu bolzen.
    Ich persönlich finde es eine völlig überflüssige Diskussion, wenn hier ständig die gleichen Mutmassungen aufgetischt werden und versucht wird nur den eigenen Standpunkt durchzusetzen.
    Langsam habe Ich das Gefühl, dass wir uns im Kreis drehen, bzw eher Du.
    Hier geht es nicht um Behauptungen, sondern um Fakten und die besagen, dass etwas schlimmes passiert ist und Menschen dabei ums Leben gekommen sind.
    Eine "Hätte-Wäre-Wenn" Diskussion ist hier also absolut fehl am Platz und Ich möchte es gerne nochmals sagen:
    Von uns war Niemand dabei um genau zu wissen wie die Verhältnisse "vor Ort" waren und wie dort oben in der Gruppe gehandelt wurde.

  12. Liebt das Forum
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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    Also von vorne, mit einer konkreten Frage an Capricorn. Webcambilder mit der Pigne drauf sind für Dich also ebenso Mutmassungen wie der Polizeibericht mit der Ankunftszeit auf der Serpentine und den Angaben der Teilnehmer zur Startzeit? Mehr brauchts nicht für meine "Mutmassungen" hinsichtlich Fehlerursache.

    Widerlege doch bitte einmal schlüssig und mit Argumenten, wo ich falsch liege, anstelle hier wild die Wörter Behauptungen und Fakten durcheinander zu würfeln.

    Zitat Zitat von Capricorn Beitrag anzeigen
    Von uns war Niemand dabei um genau zu wissen wie die Verhältnisse "vor Ort" waren und wie dort oben in der Gruppe gehandelt wurde.
    Doch. Ich war exakt an diesem Tag an einer Ort, der ebenfalls - wie Arolla auch (siehe Kommentar Munter) die Wetterscheide bei Südföhn darstellt. Ich war lediglich weiter östlich und niedriger unterwegs. Beides jedoch sind Fakten dafür(und keine Behauptungen), dass ein Wetter, welches aus Südwest heran zieht (was es an dem Tag tat), im Vergleich zu der Ecke oberhalb Arolla später und mit weniger Wucht eintrifft.
    Bei uns war jedoch um 9 Uhr bereits das Wetter so schlecht, dass ausnahmslos jeder umdrehen musste, sobald er auf 3000m am Sustenlimi aus dem Windschatten heraus kam.

    Nebenbei wäre es sogar noch eine grössere Fehlleistung gewesen, wenn die Gruppen bei gutem Wetter bereits so langsam gewesen wären, dass sie für den ersten Abschnitt 3.5-4.5h benötigt hätten.

    Unabhängig vom Wetter muss in einer solchen Situation der Rückzug angetreten werden. Das sind Grundlagen der Tourenplanung und keine "überhebliche" Aussage. Kann man z.B. auch hier nachlesen: "Eine verbissene Fixierung aufs Ziel ist der sicherste Weg zu Scherereien am Berg. "
    Geändert von Becks (11.05.2018 um 09:28 Uhr)
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  13. Dauerbesucher

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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    OT: Du kapierst gar nix Becks!
    Klar sind da Fehler passiert, sonst gäbe es die 7 Toten nicht. Darunter den Bergführer und wohlgemerkt dessen eigene Frau die er wie das bei dir klingt mutwillig in den Tod geführt hat.
    Kann es dein Eogo nicht verkraften bis zum offiziellen Unfallbericht zu warten wo dann die Fakten auf dem Tisch liegen?
    Statt hier immer weiter so ne Gelegenheit zu nutzen um immer weiter auf deinem Expertenwisen zu beharren?

    Und ja bis danin sind alles Mutmaßungen! Weniger oder wie in deinem Fall wahrscheinlich mehr fundierte Mutmaßungen, jeder hier weiß was bei so nem Wetter 100m oder ne Nebellücke ausmachen um anzukommen oder auch nicht und du beurteilst die Situation von nen völlig anderen Punkt aus.

  14. Liebt das Forum
    Avatar von Becks
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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    Du weisst aber schon was Föhn bedeutet? Da staut sich die feuchte Luft an einer Seite der Alpen, dauerhaft. Da hat es keine Nebellücken, denn dazu bräuchte es eine andere Wetterlage um dies zu ermöglichen (durchziehende Wolken). Und selbst wenn die Sicht dann mal kurz für ne Sekunde auf macht und man 100-200m weit sieht ist das zumindest für mich etwas zu wenig um daran die Planung für den ganzen restlichen Tag aufzuhängen.

    Widerlege also bitte einmal meine Aussagen, was nichts anderes bedeutet als Webcambilder, die Aussage vom alten Munter bezüglich Sicht bei Südföhn, die Angaben im Polizeibereicht, die Sicherheitshinweise in jeder AV-Broschüre bezüglich Tourenplanung, die Aussagen der Wetterfrösche bezüglich Wetter an dem Wochenende und die Zeitangaben bezüglich Abmarsch zu widerlegen, anstelle mir hier ohne jegliche Fakten in der Hand überhebliche Unwissenheit vorzuwerfen.

    Oder lerne einmal etwas über das Wetter in den Alpen: "Berge von Süden her in Wolken,
    ergiebige Niederschläge. Sehr starker Wind, in Kammlagen in Extremfällen Windgeschwindigkeiten von über 100 Knoten möglich." (Seite 19, rechter Kasten, typische Wetterlagen Alpen, Südföhn)
    Geändert von Becks (11.05.2018 um 10:11 Uhr)
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  15. Liebt das Forum
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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    Ich mach es aber jetzt einmal allen einfach. Keine Multifaktenverweise sondern ein einziger Punkt:




    Das hier zeigt die Pigne d'Arolla morgens um 10 Uhr am betreffenden Tag. Zu dem Zeitpunkt befinden sich die Leute auf 3400m an der Serpentine und haben grob 1/3 der Strecke hinter sich gebracht, in der doppelten bis dreifachen Führerzeit.

    Man erkläre mir sinnvoll und mit Fakten (und nicht mit sekundenlangen Nebellöchern), inwiefern es überhaupt Sinn macht, bei solch einem Wetter etwas anderes zu tun als umzudrehen. Dies gilt insbesondere für die Vierergruppe, die ohne Bergführer untwerwegs war und somit frei entscheiden konnte.

    Ich mach es sogar noch einfacher: Die Felskette in der Bildmitte unter dem Logo sind die Pointes de Tsena Refien. Hinter der Kette erfolgt der Aufstieg, die Leute befinden sich also zu dem Zeitpunkt dahinter, also quasi im Webcambild selbst.


    Man möge mich erhellen. Ich finde es nämlich so langsam ermüdend wenn man mir "überhebliche Mutmassungen" vorwirft, obwohl meine Aussagen auf Inhalte der Fachliteratur (DAV Sicherheitshinweise, SAC Broschüre Wetterlagen Alpen) beruhen.
    Geändert von Becks (11.05.2018 um 10:14 Uhr)
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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    OT: Wie bereits gesagt, du kapierst gar nix! Polier ruhig weiter dein Ego auf.
    Ich finde das extrem sinnvoll was Du in dem Alpine Notfälle-Faden gepostet hast.
    Was hier passiert und das bist nicht du alleine, aber nen grandioses Vorbild ist nichts als Stammtischgeschwurbel, geht halt nicht um Fußball, geht um tote Bergsteiger, deren Familien, Zurückgebliebenen.
    Ich sehe da keinerlei Bedarf für mich mitzumachen.

  17. Liebt das Forum
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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    Zitat Zitat von walnut Beitrag anzeigen
    OT: Wie bereits gesagt, du kapierst gar nix! Polier ruhig weiter dein Ego auf.
    Ich finde das extrem sinnvoll was Du in dem Alpine Notfälle-Faden gepostet hast.
    Was hier passiert und das bist nicht du alleine, aber nen grandioses Vorbild ist nichts als Stammtischgeschwurbel, geht halt nicht um Fußball, geht um tote Bergsteiger, deren Familien, Zurückgebliebenen.
    Ich sehe da keinerlei Bedarf für mich mitzumachen.
    Das ist keine Art, um an einer Diskussion wirklich sinnvoll teilzunehmen, in der Tat. Persönliche Angriffe wie "Ego polieren" und "nix kapieren" etc. zieht man in der Regel nur wenn einem die Argumente ausgehen.

    Daher noch einmal. Webcambild, 10 Uhr von Arolla mit Blick in das Gebiet wo die Leute sind. 4 oder 5 Stunden unterwegs, 1/3 des Weges geschafft. Wo sind da Mutmassungen meinerseits, wo habe ich etwas nicht begriffen?

    Die Fehlervermeidung habe ich weiter vorne schon erwähnt (DAV Basics Tourenplanung): Tour planen, Zeiten für Abschnitte notieren, auf Tour soll/ist vergleichen, wenn Differenz: Ursachenanalyse, wenn keine Abhilfe möglich: Umkehr, und dazu: Pufferzeiten einplanen, speziell wenn im Tagesverlauf Wetterverschlechterung angekündigt ist.
    Geändert von Becks (11.05.2018 um 10:50 Uhr)
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  18. GELÖSCHT Dauerbesucher

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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    ob der "offizielle unfallbericht" die "fakten auf den tisch bringt", also mögliche fehlerquellen bei der tatsachenfeststellung offen erörtert, ist eine andere frage. die nähe zu den erkenntnismitteln (zugang zu unmittelbaren erkenntnismitteln wie zb zeugen, fotos der teilnehmer usw) ermöglicht vielleicht mehr plausibilitätskontrolle bei interpretations-entscheidungen, in der rekonstruktion von abläufen dies oder jenes als "wahr" "festzustellen".
    als threadüberschrift könnte "zettelkasten von sekundärquellen, spekulationen und hypothesen nebst plausibilitätskontrolle zum "schwarzen sonntag"" zutreffender sein. klar hilft "rechtzeitiges umkehren" im nachhinein, jeden unfall zu vermeiden. spannend an den spekulationen ist ja, dass man auf die reise mit dem schrecklichen ende vermeintlich mitgenommen wird, natürlich ist das pietätlos und kopfkino. was ist verkehrt an kopfkino? dass es vorstellung ist, also eine abstraktion von dem, was passiert ist? gut, dass das auch im thread steht. da ist viel rechtfertigungsdruck, der wirkt selbst noch auf die schreibenden. am gleichen tag etwas weiter östlich an "derselben" wetterscheide (bei südfön) unterwegs gewesen zu sein, macht einen noch nicht zum zeugen (und wäre dessen erinnerte wahrnehmung zwingend wahr?), reicht wohl für "allgemeines umkehrwetter", plausibel und wohl sogar zutreffend - aber noch lange nicht hinreichend, selbst wenn die webcam als "objektives beweismittel" auch für arolla "umkehrwetter" zeigt. hinreichend wofür?
    selbstverständlich kann man auch spekulativ richtig liegen (kenntnis erhöht die wahrscheinlichkeit), aber so ganz ohne zugang zu unmittelbaren beweismitteln stellt man das alles besser unter vorbehalt. der "unfallberichterstatter" hat hier schwerstarbeit zu tun.

    die frage, was ist mit den überlebenden, ist hier immer mal wieder angesprochen worden und geht immer wieder unter.
    einerseits: https://www.theguardian.com/world/20...-trauma-living
    andererseits: mit medien reden? bloss nich! (falscher fuss und überraschend?). oder gerade?! mit dem pfarrer? mit dem anwalt? mit nem unfallforscher vom av? der polizei? ich bin froh, dass ich in der situation nicht bin.

    nb: der thread hier sollte ggf. auch als forderung nach einem möglichst ausführlichen und öffentlich zugänglichen unfallbericht gelesen werden.
    Geändert von Gast180628 (11.05.2018 um 11:28 Uhr)

  19. Liebt das Forum
    Avatar von Becks
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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    @WR: ich vermisse immer noch Fakten und lese nur von Zweifel dass z.B. das Webcambild falsch sei.

    Bezüglich "Zeuge/nicht Zeuge" kann ich wieder nur den Tipp geben, einmal sich mit dem Wetter in den Alpen auseinaderzusetzen. Damit sich das Wetter am Susten grundlegend von Arolla unterscheiden kann, müssten die beiden Orte entweder in grundlegend unterschiedlichen Einflusszonen liegen (z.B. weit auf der Alpennordseite vs. Alpensüdseite - was sie nicht sind) oder das Wetter müsste von zwei unterschiedlichen Wetterzellen und nicht vom gleichen Phänomän verursacht werden und so für einen Unterscheid bei beiden Orten sorgen.


    Bezüglich Reichweite von Vorhersagen. Die Kaltfront, die kommenden Sonntag die Alpen erreichen wird war bereits am Mittwoch im Wetterbericht angekündigt und ist auch heute am Freitag: "Auch am Samstag scheint zunächst häufig die Sonne, wobei im Bereich Pelvoux ? Montblanc schon etwas mehr Wolken unterwegs sind. Im Tagesverlauf bilden sich verbreitet Quellwolken und in weiterer Folge Schauer und Gewitter. Nach einer vorübergehenden Abschwächung in der Folgenacht von Westen her erneut aufkommende Niederschläge im Bereich einer markanten Kaltfront! Am Sonntag äußerst unwirtlich mit teils kräftigen Niederschlägen, Temperatursturz und Schnee bis unter 1500 m herab!" (DAV Wetterbericht)
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  20. Erfahren

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    AW: Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    Zitat Zitat von Becks Beitrag anzeigen
    Also von vorne, mit einer konkreten Frage an Capricorn. Webcambilder mit der Pigne drauf sind für Dich also ebenso Mutmassungen wie der Polizeibericht mit der Ankunftszeit auf der Serpentine und den Angaben der Teilnehmer zur Startzeit? Mehr brauchts nicht für meine "Mutmassungen" hinsichtlich Fehlerursache.

    Widerlege doch bitte einmal schlüssig und mit Argumenten, wo ich falsch liege, anstelle hier wild die Wörter Behauptungen und Fakten durcheinander zu würfeln.
    Hallo Becks,

    natürlich möchte Ich mich gerne dazu äussern.
    Webcambilder, die "irgendwo" in einem Dorf stehen und sogar besagten Gipfel, die Pigne d Arolla zeigen, beinhalten für mich keinerlei Anhaltspunkte und Aussagekraft wie es dort oben "vor Ort" wirklich zugeht. Desweiteren handelt es sich nur um ein Standbild.
    Auch gibt für mich der Polizeibericht wenig Informationen preis, was genau dort in den Bergen abläuft.
    Man kann sich evtl an der Startzeit um 5.30 orientieren, aber das war es auch schon.
    Von daher sind das alles nur wilde Spekulationen, die weder Ich noch Du kennst.
    Und sollte die Gruppe doch schneller unterwegs gewesen sein, dann geht Deine Rechnung mit den Zeiten schon mal nicht auf

    Deshalb meine Frage an Dich:
    Wie oft willst Du noch das Webcam-Bild von Arolla hier zeigen ?



    Zitat Zitat von Becks Beitrag anzeigen
    Doch. Ich war exakt an diesem Tag an einer Ort, der ebenfalls - wie Arolla auch (siehe Kommentar Munter) die Wetterscheide bei Südföhn darstellt. Ich war lediglich weiter östlich und niedriger unterwegs. Beides jedoch sind Fakten dafür(und keine Behauptungen), dass ein Wetter, welches aus Südwest heran zieht (was es an dem Tag tat), im Vergleich zu der Ecke oberhalb Arolla später und mit weniger Wucht eintrifft.
    Bei uns war jedoch um 9 Uhr bereits das Wetter so schlecht, dass ausnahmslos jeder umdrehen musste, sobald er auf 3000m am Sustenlimi aus dem Windschatten heraus kam.
    Das weiss Ich, dass Du am besagten Tag "woanders" auf Tour warst, deshalb wundert es mich jetzt nicht, dass das nun wieder von Dir erneut erwähnt und breitgetreten wird.
    Fakt ist, dass Du nach wie vor völlig "woanders" unterwegs warst und das nur anhand dieser erlebten Situation auf den Unglücksort überträgst.

    Tut mir Leid, aber für mich sind solche Aussagen bzw. Argumente unqualifiziert, wenn man sich auf Webcambilder verlässt und von einem Ort auf den Anderen schließt.

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