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  1. Moderator
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    Schwarzer Sonntag am Pigne d'Arolla (ausgelagert aus "Bergunfälle")

    #1
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)


  2. Administrator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #2
    F**k... hier in Zürich waren, für einen Sturm ohne Regen, so hohe Wellen (40-60cm) wie noch nie auf dem Zürichsee. Ich hatte mir dabei schon gedacht, dass ich bei dem Föhn nicht gerne in den Bergen wäre...

    Wäre interessant zu wissen ob sie Biwacksäcke dabei hatten bzw. sich anderweitig einen Unterschlupf bauen konnten.

    Weitere Bergungen im Zuge des Sturms:
    http://www.1815.ch/news/wallis/aktuell/bergrettung-1/

  3. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #3
    Man darf mich wieder gerne hauen, aber...

    Für das Wort "üpberrascht" gehört jedem Schreiberling in dem Zusammanhang die Schreibhand abgehackt und an die Wand genagelt. Allerspätestens am Samstag morgen(!) (da habe ich das erste Mal im Detail gelesen) stand in allen Wetterberichten die ich mir angesehen habe (Meteoschweiz, DAV Bergwetter) drin, dass für Samstag Föhn angekündigt ist, der am Sonntag in seiner Stärke enorm zunimmt bevor er zusammenbricht und dann einer Kaltfront Platz macht, die im Anschluss die Alpen überquert.

    Das Wetter war bei uns auf der Tierberglihütte Gesprächsthema #1 am Samstag abend und jede Gruppe versuchte dann, einen möglichst geeigneten Zeitpunkt für den Aufbruch zu wählen. Laut Meteoschweiz (die App hat einen animierten Bereich, der einem die Windgeschwindigkeiten an jedem Punkt der Schweiz mit Windrichtung und grober Stärke anzeigen kann) war für den Bereich Sustenhorn, welches an der Kante Süd/Nord liegt und den Föhn eben voll abbekommt für 4 Uhr morgens noch Windgeschwindigkeiten im grünen Bereich angezeigt (grob 20-24 km/h), der laut Vorhersage bereits um 10/11 Uhr morgens sich in rot verwandelt (je nach Rotton zw. 60 und 96 km/h).

    Die Route der Leute verläuft auf etwa der Hälfte der Strecke (und leider auch im hinteren teil wo man später durch kommt) über das Plateau an der Pigne d'Arolla:


    Da steht man ungeschützt auf einem nach Süden offenen Bereich herum, der sich in 3600m und darüber befindet und bekommt alles ab, was da aus Südwesten heran kommt (da kommen die Kaltfronten meist her...).

    Wer das Wort "Kaltfront" nicht einordnen kann hat imo bei der Wetterlage auch nichts in den Bergen verloren. Im DAV Sicherheitskreis hiess es mal: Kaltfronten sind wie Schwangerschaften. Da kommt das Kind auch mal etwas früher oder später als erwartet, aber es kommt.
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  4. Erfahren

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #4
    Na ja, es ist halt ein Unterschied ob du während einer ganzen Woche auf einer Haute Route unterwegs bist oder ob Du an einem WE eine Hochtour, mit einer oder 2 Nächten auf einer Hütte, die nicht allzu weit weg ist von bewohntem Gebiet, machst.
    In der Gegend vom Unfall hast Du sicher in einem grossen Gebiet keinen Mobilfunk-Empfang und der Zugang zu Wetterdaten ist etwas schwieriger.
    Ich kenne die Gegend vom letzten Jahr im April: auf der Chanrion Hütte (südwestlich von Pigne d'Arolla hatte ich auf jeden Fall keinen Empfang obwohl ich Swisscom als Provider habe). Allerdings sollte aber normalerweise der Wetterbericht auf der Hütte auch aufgehängt sein, insbesondere wenn eine Kaltfront im Anmarsch ist ...

  5. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #5
    Vergleichsbilder aus dem Sustengebiet. Man bedenke folgendes:

    Ab Tierberglichütte geht man im Windschatten vom Gwächtenhorn einen Nordhang nach oben und bekommt den Wind erst auf dem Plateau beim Sustenlimi auf 3000m esrtmals so richtig ab. Dort kommt der Wind aus dem südlichen Tal und schiebt dann mächtig an.
    Das Gebiet ist zudem in südwestliche Richtung bereits etwas abgeschirmt. Die Dammakette sowie das gesamte Aletschgebiet mit seinen hohen Bergen nimmt einen Teil der Wucht eines Sturmes auf und man ist zudem am "Limi" etwa 700m tiefer als an der Pigne.

    Am Samstag abend sah der Blick von der Hütte Richtung Gwächtenhorn so aus:


    und Richtung Osten/Nordosten so:



    Da war das Wetter bereits da und die Wtteraussichten auch ziemlich eindeutig: über Nacht Neuschnee, der morgens etwas nachlässt. Zum Ausgleich dann im Verlauf des späten Morgens (so grob 10-11 Uhr) rasch einsetzender Föhnsturm mit Spitzen über 100 km/h.


    Sonntag morgen 7 Uhr. Bis kurz davor hatten wir Schneefall und Null Sicht (Eine gruppe mit Bergführer ist trotzdem um 5 Uhr los. K.A. was die wollten).


    Um 9 Uhr morgens bereits haben wir auf 3250m am Gwächtenhorn umgedreht. Zu dem Zeitpunkt waren nur zwei Leute etwa 20Hm oberhalb von uns noch unterwegs, und die erklärten uns später, wir hätten richtig gehandelt und rechtzeitig umgekehrt.
    AM Umkehrpunkt hatten wir quasi Null Sicht und erfrischenden stürmischen Wind mit grob 50-60 km/h. Die "Abfahrt" zum Sustenlimi war entsprechend langsam und trotz GPS/Karte spannend im Whiteout.


    Blick Richtung Gipfel am Umkehrpunkt. Besser wurde es nicht.


    Unterwegs runter. Alle Gruppen, die um die Uhrzeit herum wie wir los sind haben umgedreht. Macht mindestens 40 von 45 Leuten (abzüglich Bergführer), die allesamt das gleiche gemacht haben.
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  6. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #6
    Zitat Zitat von Linard Beitrag anzeigen
    Na ja, es ist halt ein Unterschied ob du während einer ganzen Woche auf einer Haute Route unterwegs bist oder ob Du an einem WE eine Hochtour, mit einer oder 2 Nächten auf einer Hütte, die nicht allzu weit weg ist von bewohntem Gebiet, machst.
    In der Gegend vom Unfall hast Du sicher in einem grossen Gebiet keinen Mobilfunk-Empfang und der Zugang zu Wetterdaten ist etwas schwieriger.
    Also komm.
    - Schon am Samstag war das Wetter gegen Abend mies. Wir hatten schon um 12 Uhr am Samstag mittag eine geschlossene Wolkendecke ab 3200m und das Sustenhorn war unsichtbar. Das Gwächtenhorn verschwand dann um 16 Uhr in den Wolken und beide Buckel kamen bis Sonntag mittag mindestens nicht mehr da raus.
    - Auf jeder Hütte kann man den Wetterbericht abfragen.
    - Eine angekündigte Kaltfront wird nicht 2 Stunden vor Ankunft angekündigt sondern ist bereits Tage davor im Bericht sichtbar.
    - Der Föhnsturm war ebenfalls angekündigt.
    - Man hätte schnell und einfach sich über den Pas des Chevres nach Osten/Arolla absetzen können, anstelle da aufzusteigen.
    - Beim Übergang zur Les Dix hätte man oben am Col Mont du Rouge Empfang gehabt. das liegt weit oben und in Sichtlinie zu Fionnay.
    - Man hätte auch oben auf 3300m umdrehen können, als man die Nordkante ab Cab. des Dix hoch kam. Bei uns war es schon morgens um 8 Uhr schlecht und da die Front aus SW kam hat sie den bereich im Wallis sicher schon ein paar Stunden früher erreicht. Die haben garantiert schon den Sturm mit abbekommen.
    - Man hätte auch über den Pas des Chevres bis auf 2400m in Richtung Arolla abfahren und dann über den windgeschützeren Nordhang zur Cab. des Vignettes aufsteigen können. So hätte man die Tour nicht abbrechen müssen.
    Geändert von Becks (30.04.2018 um 19:35 Uhr)
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  7. Erfahren

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #7
    Wie gesagt, habe dies ja geschrieben:
    Zitat Zitat von Linard Beitrag anzeigen
    Allerdings sollte aber normalerweise der Wetterbericht auf der Hütte auch aufgehängt sein, insbesondere wenn eine Kaltfront im Anmarsch ist ...
    Trotzdem ist es nicht das gleiche, wenn Du über Dein Telefon laufend informiert bist oder Du mehrere Tage etwas abgeschottet unterwegs bist.
    Wenn dann noch eine Fremdsprache dazugekommt ist es nochmals etwas schwieriger (erinnere mich wieder an die Spanier im Aletschgebiet bei Fiesch). In diesem Fall sollte dies aber weniger ein Problem sein: waren ja vor Allem Italiener, Franzosen und Deutsche. (Die Romands oder die deutschsprechenden Walliser an der Sprachgrenze beherrschen ja auch meistens eine zweite Sprache (mindestens rudimentär))
    Auf der Tierbergli-Hütte hast Du wahrscheinlich Empfang (kann mich allerdings nicht mehr errinnern, ist schon 2 Jahre her als ich auf der Hütte war)

  8. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #8
    Naja, wir sind auch trotz der Wettervorhersage losgegangen, in der Hoffnung dass wir doch ein Fenster für den Gipfel finden. Allerdings hatten wir nur kurze Distanzen und sind sehr früh umgedreht (um 10,45 waren wir schon am Auto).
    In diesem Fall waren es mehrere Gruppen und die grosse davon mit Bergführer! Was sie sich gedacht haben, können wir nicht wissen, auch warum sie den ganzen Tag keine der Hütten (vor oder hinter sich) erreichen konnten. Bei dem Wind kann man eine Nacht kaum überleben, das habe ich mir am Susten/Gwächtenhorn auch gedacht.

    Das Wetter war (vor allem im Süden) den ganzen Sonntag schlecht bis sehr schlecht, von überrascht kann man also in der Tat nicht reden. rip....
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  9. Erfahren

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #9
    Also das "vom Sturm überrascht" ist mir auch derb aufgestoßen. So ganz aus blauem Himmel kommt so ein Wind auf der Alpen-Südseite nicht. Im prä-Natel Zeitalter habe ich auch schon Skitouren gemacht, da hat man halt an den Himmel geguckt, wie s Wetter so wird. Oft genug sind wir in genau so etwas herein getappt, (fast) immer heraus gekommen. Und wenn nicht - überrascht waren wir nie.
    Grüße von Tilmann

  10. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #10
    Zitat Zitat von Linard Beitrag anzeigen
    Trotzdem ist es nicht das gleiche, wenn Du über Dein Telefon laufend informiert bist oder Du mehrere Tage etwas abgeschottet unterwegs bist.
    Spätestens auf 3400m nach dem ersten Aufstieg zum Col de la Serpentine braucht es keinen Wetterbericht mehr. Wenn es nur annähernd so stark gehustet hat wie bei uns im geschützteren östlicherenn Bereich 200m weiter unten, dann flog da oben schon früh am Sonntagmorgen die Kuh, und der Wind wurde mit jeder Minute stärker. Von da aus geht es dann aber noch einmal 300 Hm weiter rauf und mindestens 4 Kilometer Strecke bei garantiert Null Sicht, bis man so langsam zumindest wieder etwas Höhe verliert.

    Das mit dem "nicht informiert" lasse ich nicht gelten. Auf jeder Hütte kann man nachfragen und im allermiesesten Fall war dies auf der Valsorey am Donnerstag möglich. Da stimmt dann eventuell nicht die Uhrzeit, wann das unwetter kommt, aber die Details sind ausreichend klar um zu wissen was einem am Samstag/Sonntag blüht, und dann trifft man Vorkehrungen und geht nicht stumpf über 3700-3800m hohe Berge, wenn es einen auf 3400m schon fast weghustet. Das Wort "Kaltfront" kennt ein Bergführer, egal ob er nur gebrochen die Landessprache spricht oder nicht.

    Ich gehe aber sehr stark davon aus dass man auf dem Glacier du Gietro auf dem Weg zur Des Dix Handyempfang hat, denn der öffnet sich nach Nordwesten hinunter. Dort liegt Fionnay und da hat es Sendemasten. Damit sollte am Samstag mittag es noch möglich gewesen sein, den Bericht abzufragen.
    Geändert von Becks (30.04.2018 um 19:49 Uhr)
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  11. Erfahren

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #11
    @ Tilmann:
    Da hast Du natürlich recht; es wurden auch schon im Prä-4G Mobilfunk Zeitalter Durchquerungen gemacht. Allerdings vereinfacht der Mobilfunk schon Einiges, wahrscheinlich wird dadurch im Voraus nicht mehr so genau geplant wie man dies früher gemacht hätte.

  12. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #12
    Zitat Zitat von Linard Beitrag anzeigen
    wahrscheinlich wird dadurch im Voraus nicht mehr so genau geplant wie man dies früher gemacht hätte.
    Ist das wirklich so? Würde ich für recht gewagt halten, insbesondere wenn ich mich auf eine Tour begebe, wo ich nicht so einfach mal umdrehen/abbrechen kann. Im Gegenteil sollte ich mir genau dann eigentlich Ausweichvarianten im Hinterkopf behalten und zusätzliche "Stopp and Go"-Punkte einrichten, bei denen ich mich dann über die nächsten Schritte klar werde und eine Entscheidung treffe.
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  13. Fuchs
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #13
    war jetzt einige tage in zermatt und bin heute hoch in die monte rosa hütte. wir wollten auch auf die italienische seite, das haben wir zum glück sein lassen. gestern war selbst in zermatt ziemlich windig, da hätt ich nicht oben sein wollen!
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #14
    OT:
    Zitat Zitat von Benzodiazepin Beitrag anzeigen
    bin heute hoch in die monte rosa hütte.
    Und was hast Du da vor? Mein Bergwetterbericht sagt bis Freitag nichts gutes für die Ecke .
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  15. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #15
    Aber das ganze Wochenende scheint es drunter und drüber gegangen zu sein:

    Laut http://www.1815.ch/news/wallis/aktuell/bergrettung-1/
    - Die 14 Leute an der Pigne d'Arolla: "14 Personen wollten im gestrigen Föhnsturm von der «Cabanne des Dix» zur «Cabanne des Vignettes» hochsteigen. Sie wurden jedoch unterwegs vom Sturm überrascht " (klingt seltsam). Eine Person war wohl schon tot (Sturz), was ebenso seltsam ist.

    - An der Parrotspitze hat es zwei erwischt, die nach einer Biwaknacht am Montag gerettet wurden, und diese haben unterwegs wohl eine Erfrorene in der Ecke angetroffen. Rettung früher nicht möglich wegen 100 km/h Wind und Schneefall.

    - Am Sonntag abend sind zwei am Mönch erfroren: https://www.polizei-schweiz.ch/regio...s-aufgefunden/
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #16
    Wenn man die Orientierung verliert, passiert das schneller als man denken kann. Wir sollten da nicht allzu überheblich sein, je nach Gebiet, wenn man kein GPS hat, braucht es bei dem Wetter nicht viel um nicht mehr vorwärts zu kommen.

    (aber krasse Sache, bei den Bedingungen es auf dem Mönch geschafft zu haben )
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  17. Fuchs
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #17
    wir gehn morgen wahrscheinlich einfach wieder runter. heut morgen war das wetter zu gut um nach hause zu gehen, deshalb sind wir hoch.

    was das „seltsam“ angeht: vielleicht ist eine gestorben, die andern waren mit rettung etc beschäftigt und kamen dadurch in verzig und in den sturm? geht schneller als man denkt.
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #18
    Zitat Zitat von Benzodiazepin Beitrag anzeigen
    wir gehn morgen wahrscheinlich einfach wieder runter. heut morgen war das wetter zu gut um nach hause zu gehen, deshalb sind wir hoch.

    was das „seltsam“ angeht: vielleicht ist eine gestorben, die andern waren mit rettung etc beschäftigt und kamen dadurch in verzig und in den sturm? geht schneller als man denkt.

    Gut möglich, wenn jemand aus der Gruppe abstürzt, läuft man nicht einfach weiter. Ein tragisches Wochenende jedenfalls .
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  19. Administrator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #19
    Argh, was ein Mist... Es gibt Sachen, da denkt man das kann doch nur in Final Destination vorkommen...

    A horrific and devastating event near Camp 3 on Dhaulagiri. As his teammate was talking to him, the tent that held Italian Simone La Terra slipped down a steep slope and out of sight after a gust of wind hit the area. La Terra was climbing on a permit with Prestige Adventure was later found dead. The 36 year-old was quite experienced with summits of Shishapangma, Broad Peak, Gasherbrum ll, Cho Oyu and Manaslu. Prestige’s Damber Parajuli, told the Himalaya Times “Simone went missing since yesterday morning after a strong wind blew away his tent. An aerial search was also conducted to locate the missing climber, he said, adding that the search team retrieved his body at a height of 6,100m this morning.”

    http://www.alanarnette.com/blog/2018...t-and-a-death/


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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    #20
    Mehr Informationen zu den erfrorenen Skitourengängern. Einer der Verstorbenen ist wohl ein Bergführer mit recht grosser Erfahrung (6000er/8000er)...
    http://www.20min.ch/schweiz/news/sto...roren-10608601

    Mittlerweile sind es leider bereits 6 Tote in der Gruppe.

    Anscheinend ist der Bergführer bei der Suche nach dem Weg in den Felsen zuerst gestorben und die Gruppe war dann führerlos. Angeblich knapp 5 Minuten vor der Hütte... tragisch...
    http://www.lastampa.it/2018/04/30/es...ZL/pagina.html
    Geändert von sudobringbeer (01.05.2018 um 14:05 Uhr)

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