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  1. Erfahren
    Avatar von Taunuswanderer
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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #21
    Mitreisende: Taunuswanderer
    3. Tag. Von Trekkingplatz Nr. 2 Vordeweidenthal nach Trekkingplatz Nr. 4 Wernersberg
    Buntsandstein rules de Pälzer Wald.

    ...kurz nach Sonnenaufgang bin ich wieder aktiv, nachdem morgens freundliche der Kuckuck aus dem Wald ruft.



    Heute steht meine längste Etappe an. Ich plane einige der Sandsteinformationen entlang der Strecke aus der Nähe zu betrachten. Meine Karte weist da einige Naturdenkmäler aus. Ich beginne mit dem Rödelstein nördlich von Vorderweidenthal.



    Beim Anstieg über einen schönen Single Trail komme ich schon mal ordentlich ins Schwitzen und lege oben direkt die erste Pause ein.



    Weiter geht es in Richtung Lindelbrunn. Zum ersten Mal seit Wissembourg geht es längere Abschnitte über nicht bis wenig bewaldete Wege. Wobei längere Abschnitte doch arg übertrieben ist. Es sind ein paar Wiesen, denn auch heute bleibt der Wald dominierend. Die Schlossruine Lindelbrunn ist leicht auszumachen. Sie liegt auf einem Sandsteinkegel, welcher an einen Vulkan erinnert, aber keiner ist.



    Da muss ich natürlich hoch, auch wenn mir der Rucksack heute sauschwer vorkommt. Ich mache eine Pause vor dem Aufstieg und eine oben. Irgendwie sind die dritten Tage auf meinen Touren immer jene, an welchen ich besonders schwer in Tritt komme.







    Weiter geht es Richtung Rötzenberg. Erst mal gute zwei Kilometer flaches Terrain zum Durchschnaufen. Dann kommt der nächste Anstieg auf den Rötzenfelsen. Dort stehe ich überraschenderweise schnell an der ungesicherten Felskante. Erst beim zurückgehen sehe ich das Warnschild zur Absturzgefahr. Es hängt in gut dreieinhalb Metern Höhe. Kann man sich dann auch sparen.



    Dank leichtem Wind und vom Aufstieg leicht wackligen Knien halte ich einen Respektsabstand von der Kante.

    Wo der Buntsandstein die Welt beherrscht, da sind die Eidechsen die Könige:


    (Fotos von Lindelbrunn und Rötzenfelsen).

    Nach kurzer Pause geht es über den Rötzenberg und weiter entlang der Isselmannsteine. Viele der Felsformationen sehen vom Tal aus wenig spektakulär aus oder sind erst gar nicht zu sehen, da hohe Bäume davor stehen. Es lohnt sich also den Höhenweg zu wählen.



    Der leichte bis mäßige Wind lässt kleines Geäst auf mich regnen, dazu steht hier der eine oder andere Baum etwas schief. Ich gebe etwas Gas und möchte diesen Abschnitt schnell passieren. Irgendwie habe ich meinen morgendlichen schweren Antritt hinter mir gelassen und es läuft jetzt ganz gut.

    Da kann ich ja noch eine Felsformation mehr mitnehmen. Ich folge weiter dem Dimbacher Buntsandsteinhöhenweg auf den Dimberg. Auch hier gibt es wieder schöne Wanderpfade. Auch scheint dieser Wanderweg einigermaßen beliebt zu sein. Mir sind hier heute schon mehr als zehn Wander*innen begegnet. Und das obwohl noch kein Wochenende ist.









    Ich komme noch an einem stark sturmgeschädigten Waldstück vorbei...



    ...und danach geht es mehrere Kilometer über bzw. entlang von Wiesen, Gärten und Feldern nach Wernersberg. Hier lege ich meinen einzigen Einkaufsstop der Tour ein. Ich decke mich in der Dorfbäckerei mit lokalen, nationalen und internationalen Produkten ein.



    Es folgt der fünfte und letzte Anstieg auf dieserTagesetappe. Zuerst steht der Wachtfels auf dem Programm, welcher über Wernersberg thront. Von dort aus geht es Richtung Osterbrunnen. Dort Fülle ich meine Wasservorräte auf. Ich wandere weiter entlang des Rothenbergs in Richtung Rothenfels/Rödelstein. Biege dann aber eine Abzweigung zu spät ab und lande am Heimelstein. Auch schön. Hier könnte man auch einen Unterschlupf finden...



    ...wobei die Spuren überall auf einen vermutlich nicht kleinen Wildschweinbestand hindeuten. Nach dem kleinen Umweg geht es jetzt auf breiten Forstwegen in Richtung Trekkingplatz. Als ich vom Hauptweg abbiege durchquere ich noch einige „Wildschweinbuffets“ und denke mir, dass das unter Umständen eine spannende Nacht werden könnte.

    Der heutige Platz ist erneut ausgebucht. Da meine Ankunft am Camp nun ca. 18:30 Uhr werden würde, rechne ich damit den schlechtesten Platz abzubekommen. Das Gegenteil tritt ein, als ich nach einem kleinen Endspurt um zwanzig nach sechs eintreffe, bin ich alleine. Zudem bietet der Platz terrassierte Flächen für mindestens 7-8 Zelte.

    Ich baue gemütlich auf. Beim Zeltaufbau bekomme ich dann schon einen der zwei Nachteile des Platzes zu spüren. Ich kassiere mindestens ein halbes Dutzend Schnakenstiche. Merino 200 ist alles andere als eine Barriere für diese Biester. Der zweite Nachteil ist die nahegelegene Kartonagenfabrik (ca. 750 m Luftlinie), welche ich abends und auch Samstag früh leider deutlich wahrnehme - nicht besonders laut, aber ein nerviges unterschwelliger Dauerton. Wenigstens nächtens war sie aber ruhig.

    Nach dem Abendessen, kurz vor halb acht, mache ich mir ein kleines Feuer, um meine Essensreste zu verbrennen - wegen der Wildschweine. Ich bin noch immer alleine und rechne eigentlich damit, dass das auch so bleibt.





    Irgendwann zwischen halb acht und acht nähert sich dann ein Kfz etwas weiter unten. Sehen kann ich es nicht, aber kurze Zeit später tauchen ein paar Mittzwanziger auf. Wie sich später herausstellt, studieren die meisten von ihnen Medizin in Heidelberg und sie möchten in den Geburtstag einer Kommilitonin hineinfeiern. Sie freuen sich, dass das Feuer schon am Laufen ist. Nach und nach tauchen alle auf und sie transportieren ihre Ausrüstung auf den Platz und bauen ihre fünf Zelte auf. Es wird ja jetzt ein großes Feuer zum Grillen und für Stockbrot benötigt. Wir sitzen noch eine Weile gemeinsam Feuer und ich bekomme eine Aperol Spritz auf Eis ab. Was ein Luxus. Am Abend vorher habe ich auch schon einen Schluck Rotwein abbekommen, welche einer der Damen über viele, viele Kilometer zum Trekkingplatz hochgeschleppt hatte...

    Allzulange mache ich an diesem Abend nicht mehr. Ich habe immerhin 24 km zurückgelegt. Die vielen kleinen Anstiege ergaben immerhin auch etwas mehr als 900 Höhenmeter Anstieg und knapp 1000 hm Abstieg.

    Auch diese Nacht schlafe ich wieder bestens...

  2. Erfahren

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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #22
    Schöner Bericht über eine Gegend quasie direkt vor meiner Haustür. Danke. Laufe auch mindestens einmal im Jahr dort und finde es immer wieder schön, gerade auf den Trekkingplätzen, wo man sich mit unterschiedlichen Leuten am Lagerfeuer trifft und morgens wieder seiner Wege geht...... und manchmal trifft man sich auch zweimal....

  3. Erfahren
    Avatar von Taunuswanderer
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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #23
    Zitat Zitat von Galadriel Beitrag anzeigen
    ...gerade auf den Trekkingplätzen, wo man sich mit unterschiedlichen Leuten am Lagerfeuer trifft und morgens wieder seiner Wege geht......
    Ja, das fand ich auch sehr angenehm und entspannt. Beim nächsten mal habe ich sicher auch Wein (o.ä.) zum teilen dabei. Dieses Mal hatte ich meine Flasche schon im Schwarzwald aufgebraucht und zwei Flaschen sind dann doch ein bisschen viel Übergewicht.

    Irgendwie hatte ich bislang den Pfälzer Wald nicht so richtig auf dem Radar, obwohl ich den nördlichen Zipfel von meinem Büroarbeitsplatz aus sehen kann - klare Sicht vorausgesetzt. Erst vor zwei, drei Jahren bin ich auf das Dahner Felsenland und kurze Zeit später auf die Trekkingplätze aufmerksam geworden. Ist auf jeden Fall sehr schön da und es war sicher nicht die letzte Tour dort. Eignet sich ja auch für kurze und lange Wochenenden.

  4. Erfahren

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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #24
    ... den Wein brauchst du nicht vorab zu kaufen, es gibt ihn auch in den Hütten. Bei einer Wanderung habe ich Mitwanderer dreimal auf den Zeltplätzen wieder getroffen und jeder hatte immer eine Falsche mehr gekauft. Auf dem letzten Zeltplatz endete das in einem ziemlichen Gelage. Das war richtig lustig...

  5. Erfahren
    Avatar von Taunuswanderer
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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #25
    Zitat Zitat von Galadriel Beitrag anzeigen
    ... den Wein brauchst du nicht vorab zu kaufen, es gibt ihn auch in den Hütten. Bei einer Wanderung habe ich Mitwanderer dreimal auf den Zeltplätzen wieder getroffen und jeder hatte immer eine Falsche mehr gekauft. Auf dem letzten Zeltplatz endete das in einem ziemlichen Gelage. Das war richtig lustig...
    ...wegen Verzögerungen im Betriebsablauf, beginnt die letzte Etappe einige Stunden später...

    In der Pfalz würde es sich natürlich auch anbieten bei Anreise bei einem Winzer einen Zwischenstopp einzulegen und die passenden Fläschchen zu erstehen. Der schmeckt dann auch doppelt so gut, wenn man ihn selber getragen hat. Bei meinen letzten Rheinsteigetappen sind völlig unerklärlicherweise vier Halbflaschen besten Rheingauer Weins im Rucksack gelandet. Wobei Halbflaschen ja ein ziemlich ungünstiges Nutzen-Gewichts-Verhältnis haben. Aber ein bisschen dekadenter Luxus darf schon sein auf Tour.

  6. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #26
    Danke für deinen Bericht.
    Die Felsformationen sehen mitunter so ähnlich aus, wie im Elbsandsteingebirge. Nur das Zelten und Lagerfeuern wird hier mehr und mehr entfunden. Trotzdem füllt sich auch mein Rucksack immer unerklärlich mit ein...zwei Flaschen Dornfelder für mich und andere Trockenkehlen.

    Die Eidechsenart gibt es hier im Elbsandsteingebirge nicht wild. Ich denke es sind Mauereidechsen. Mal simurgh fragen, der kennt sich da besser aus.
    Gruß Abt

  7. Dauerbesucher
    Avatar von simurgh
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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #27
    Zitat Zitat von Abt Beitrag anzeigen
    Die Eidechsenart gibt es hier im Elbsandsteingebirge nicht wild. Ich denke es sind Mauereidechsen. Mal simurgh fragen, der kennt sich da besser aus.
    Gruß Abt
    OT: Mauereidechse stimmt schon. Möglicherweise diese Unterart falls die Taxonomie noch aktuell ist. Vielleicht schaffen es diese "eingeschleppten Dresdener" ja auch noch ein Stück elbaufwärts...
    >> Ich suchte Berge und fand Menschen <<

  8. Erfahren
    Avatar von Taunuswanderer
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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #28
    4. Tag. Vom Trekkingplatz Nr. 4 Wernersberg nach Hauenstein
    Endspurt.

    Auch am letzten Tag stehe ich früh auf mache aber erst mal gemütlich Frühstück. Mit der Geräuschkulisse meines Gaskochers müssen die Mitgäste klarkommen.

    Ich räume zusammen und packe ein. Mein Zelt-Footprint muss außen an den Rucksack, da es feucht bis nass ist. Zelten am Feuchtbiotop hat neben den Stechbiestern eben auch noch andere Nachteile.

    Kurz vor halbzehn geht es los. Nach einer kleinen Runde im Wald geht es entlang von Wiesen und Weiden Richtung Kaisermühle. Am Horizont tauchen „weißen Steine“ auf einer Wiese auf. Die möchte ich mir etwas genauer anschauen. Dachte ich’s mir doch: Schafe beim gemütlichen Frühstücken.



    Aber irgendwie bin ich von meiner gewünschten Route abgekommen. Irgendwo ein paar hundert Meter zuvor hätte ich rechts abbiegen müssen. Ich blicke zurück, kann aber keine Abzweigung erkennen Doch, siehe da, diese äußert prägnante Wegmarkierung habe ich übersehen:



    Der Weg scheint um dieses Jahr wenig begangen zu werden. Das Gras ist jedenfalls kaum plattgedrückt. Ich überquere eine Straße und es folgt der erste und für heute auch einzige Aufstieg. Es geht auf den Klingelkopf. Zuerst muss ich jedoch ein zwei „Sturmopfer“ übersteigen bzw. umgehen, welche den Wanderweg blockieren. Etwas später sind die Wanderwege dann besser ausgewiesen...



    ...und versprechen auch mehr Spannung. Zuerst kommt eine Felsengruppe namens Kleiner Ferkelstein...



    ...und dann der Große Ferkelstein. Hier der Zutritt zu diesem:



    Nach dem Abstecher auf den Großen Ferkelstein folge ich dem aufsteigenden Kammweg und juckt es in der Armbeuge. Die Stechbiester von gestern waren doch deutlich aktiver, als ich es zunächst wahrgenommen hatte.



    Nach einem guten Kilometer erreiche ich den bewaldeten „Gipfel“:



    Von nun an geht’s bergab. Ich komme noch an der Ochsenborn vorbei. Trinkwasser habe ich für heute genug dabei, von daher ist die Quelle für mich ohne Bedeutung.



    Aus der Ferne tönen ein oder mehrere Rasenmäher. Ah, es ist Samstag und da steht wohl die Gartenpflege an. Mir kommt Reinhard Meys „Irgendein D*pp mäht irgendwo immer“ in den Sinn...

    In Tallage angekommen sind es noch gute 3 Kilometer bis zum Ziel. Irgendwie schüttet dieses Gefühl, es bald geschafft zu haben, massig Endorphine aus. Es wandert sich praktisch wie von alleine. In Hauenstein habe ich sogar noch genug Energie, um schwer bepackt und hangaufwärts, noch einige Fußgänger zu überholen - irgendwelche andere Passanten schmunzeln deswegen.

    Um fünf vor halbzwei (13 Uhr 25) erreiche ich dann mein Ziel.



    Geschafft. Perfekt, denn 18 Minuten später fährt meine Bahn Richtung Landau und von dort weiter mit noch zwei mal Umsteigen nach Frankfurt am Main.

    Heute also nur eine Halbtagestour, welche von der Wegstrecke mit etwas über 12 km und vom Höhenprofil mit guten 360 hm die harmloseste Etappe auf der gesamten Tour war.

    Epilog und Fazit

    Insgesamt war ich also knapp unter 72 Stunden unterwegs. Die Tour hat mir äußerst gut gefallen. Ich hatte allerdings auch beste Wetterbedingungen. Es war sicher nicht die letzte Tour im Pfälzer Wald und ich kann mir auch vorstellen, mehr als drei bis vier Tage dort unterwegs zu sein. Der Mix aus abgeschiedeneren, ruhigen Pfaden im Wechsel mit Kulturlandschaft finde ich sehr reizvoll.

    Besonders viel verdient hat die Pfalz jetzt allerdings nicht an mir. Meine lokalen Ausgaben liegen unter fünfzig Euro. Neben den 30 € für die Übernachtungen kamen Nur etwas über 10 € in der Bäckerei dazu. Bei meiner nächsten Tour werde ich versuchen mehr lokale Produkte zu konsumieren. Finde ich bei Verfügbarkeit auch besser als das Tütenessen.
    OT: Diese Summe hatte ich bei meiner Rheinsteigtour letztes Jahr typischerweise an Tagesausgaben für die Gastronomie. Zudem kamen am Rhein einiges an Übernachtungen in Gasthäusern, Pensionen und Hotels zusammen.

    Mal noch einen kleinen Blick auf meine Ausrüstung:

    Zelt und Schlafsystem haben die ersten mehrtägigen Übernachtungen sehr gut überstanden. Die Helsport-Hütte hat luxuriöse Ausmaße für die Solonutzung. Stellenweise ist mir aber die „Rutscherei“ bei leicht abschüssigem Gelände auf den Keks gegangen. Aber nach einigen Tagen hatte ich raus, wie ich mich Nachts wohin drehe und wie ich am besten Matten und Schlafsack positioniere. Zudem steht bei Regen und Windstille (war im Schwarzwald, nicht im Pfälzer Wald) etwas das Wasser über dem großen Eingang über der Apside. Das scheint ein kleiner Konstruktionsmangel zu sein, da sich dort, egal wie man abspannt, eine kleine Falte oberhalb einer Naht bildet. Wasser kam aber keines durch...
    Mein Schlafsack (Exped UL 700 mit Gänsedaune und Komfortbereich bis 0 Grad) war mir fast ein Stückchen zu warm. Außerdem muss ich für den körperbetonten Schnitt noch etwas meinen eigenen Overwfill reduzieren, was ich aber ohnehin vorhabe. Im Hochsommer in Mitteleuropa würde ich ihn aber nicht einsetzen.

    Flop-Gegenstand der Tour: mein neues „Outdoor-Portmonee“ - leider halten darin die Plastikkarten so schlecht, dass ich öfters kontrollieren musste, ob ich keine verloren habe...

    Nicht benutzte Gegenstände:
    • Erste Hilfe Set - immer gut dabei zu haben und es nicht zu benötigen
    • Notfalltoilette - dito
    • Handschaufel - dito
    • Feuerstahl - Backup
    • 50% der 20.000er Powerbank, da hätte es die kleinere getan
    • Zwei Tütenmahlzeiten - nicht mehr benötigt nach dem Shoppingstop in Wernersberg
    • Notizbuch
    • Kopfhörer
    • Ersatzstirnlampe - Backup
    • Kompass
    • Paracordschnur

    Wenig benutzt: meine Trekkingstöcke - irgendwie bin ich nicht der Stockententyp...

    Das war es fürs erste in deutschen Mittelgebirgen. Vielleicht gibt’s im Hochsommer noch eine Tour. Jetzt geht’s im Juni erst mal in die Schweiz...

  9. Erfahren
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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #29
    Ich war mal wieder ein Wochenende lang in einem deutschen Mittelgebirge unterwegs...

    Trekkingwochenende im Soonwald/Hunsrück - Tag 1 - 21.07.2018
    von Kirn zum Trekkingcamp Alteburg



    Prolog

    Vorletzten Sonntag kam mir die Idee mal wieder ein komplettes Wochenende draußen zu verbringen und nicht nur eine Tagestour im Taunus oder Odenwald zu machen. Ein kurzer Blick auf Pfalz-Trekking war etwas ernüchternd. Alle Plätze sind für das Wochende ausgebucht bzw. nicht verfügbar. Es muss eine Alternative her und mein „Backlog“ spuckt den Soonwald aus. Hier ist noch was frei und ich buche direkt. Im Gegensatz zu Pfalz-Trekking ist der Buchungsprozess minimal aufwändiger und man erhält die Platzdetails am nächsten Werktag. Meine Wahl fiel auf den Trekkingplatz Alteburg. Jetzt musste ich nur noch eine passende Route dorthin ausfindig machen. Ich nehme den Soonwaldsteig von Kirn aus. Das sind etwas über 37 km. Dafür muss meine Packliste gegenüber den vorangegangenen Touren kräftig abspecken. Heraus kommt folgendes:



    Macht 4,9 kg Basisgewicht und 7,3 kg Wasser und Nahrung. Der Wasservorrat fällt üppig aus, da es ja lange trocken war und die Wasserversorgung unterwegs eh nicht so prickelnd ist. Ferner möchte ich keine Zeit und Umwege für Wassersuche aufwenden. Ebenso blieb der Kocher zuhause, wegen Waldbrandgefahr. Die Küche bleibt also kalt.

    Alles gepackt sieht es dann so aus - da ist noch massig Luft im Rucksack...



    Früh morgens geht es am Frankfurter Hauptbahnhof los. Dafür habe ich dann in Mainz eine halbe Stunde Aufenthalt. Zum Zeitvertreib frühstücke ich und schau mir die Wetterprognose erneut an...



    ...sieht noch etwas feucht aus...

    Die Tour - Tag eins

    Die Route führt die ersten 19 Kilometer durch Kirn und entlang des Hahnenbachtals.

    Alsbald bin ich in der Natur angekommen und es gibt die ersten Tierbeobachtungen...



    Nach dem morgendlichen Gewitter freuen sich die Nacktschnecken...endlich wieder ein wenig Feuchtigkeit. Doch des einen Freud ist des Trekkerers Leid - dazu später mehr...



    Nach eher unspektakulärem Tourbeginn häufen sich dann nach ca. 15 km die Sehenswürdigkeiten. Neben der Schmidtburg...



    ...gibt es jede Menge Zeugen der Bergbaugeschichte...





    ...und die Rekonstruktion einer Keltensiedlung...



    ...und etwas weiter noch mehr historischer Bergbau...



    ...ganz schön dunkel und kalt da drin.

    Nach 19 km ist dann mal eine Mittagspause drin. Halbzeit sozusagen. Außerdem ist eine Stärkung für die kommenden Anstiege auch nicht verkehrt. Insgesamt geht es am ersten Tag knapp 1700 hm hoch und nicht ganz 1300 hm wieder runter.

    Jetzt kommt der für mich spannende Teil der Tour. Für die nächsten 24 Stunden und ca. 37 km wandere ich durch unbewohntes Gebiet - ok, das ist etwas übertrieben, ab und zu ist ein Dorf aus der Ferne zu sehen, aber abgeschieden ist es da schon. Aus dem Tal heraus geht es auf den Hunsrückhöhenzug. Die Wegführung geht häufig über den Kamm, welcher nicht selten aus Steinhalden besteht...



    ...diese sind oft nicht so festgewachsen, wie sie hier aussehen. Etwas Trittsicherheit ist hier also nicht fehl am Platze. Wer schneller vorankommen möchte kann den parallel verlaufenenden E3 auf der Forstautobahn nutzen.

    Wo es so viele Steine gibt, kann man natürlich auch Steinmännchen bauen...



    ...oder gleich eine ganze Armada davon...



    Im nächsten zu überquerenden Tal gelingen mir dann noch ein paar schöne Schmetterlingsschnappschüsse. Normalerweise bin ich ja zu langsam dafür...





    Ich überquere den Kellenbach. Der riecht irgendwie nach Klärwerk und das Wasser ist ziemlich trübe...



    ...also nix wie weiter! Es folgt der steilste Anstieg des gesamten Wochenendes. Zuerst ein paar Stufen zur Kante eines Steibruchs...



    ...dan weiter zu einem Geröllfeld...



    ...und weiter steil bergauf. Alles sehr steil, aber insgesamt nur etwas über 200 hm am Stück. Ich bin ja im Mittelgebirge unterwegs und nicht in den Alpen...



    ...und dann führt mich der abwechslungsreiche Wanderweg zum Bergfried Koppenstein...





    Auf eine Besteigung des Turms verzichte ich, da sich ein Gewitter nähert. Ich erlaube mir eine Pause in der nahegelegenen Schutzhütte. Es bleibt allerdings trocken und das Donnergrollen zieht weiter. Ich auch...

    Wer übrigens mal wissen möchte, wieviel Autoverkehr hier so üblicherweise auf den Straßen anzutreffen ist:





    Endspurt am späten Nachmittag. Huch es taucht ein Dorf am Horizont auf...



    ...aber ruckzuck verschwindet der Soonwaldsteig wieder im Wald...



    Der Weg sieht recht matschig aus, ist aber bretthart. Das änderte weder der Regen am morgen noch der gerade einsetzende Regen. Dafür muss ich jetzt auf den letzten Metern noch meinen Poncho auspacken. Zudem donnert es wieder in etwas Entfernung.

    Kurz vor 18 Uhr erreiche ich das Trekkingcamp Alteburg. Keiner da. Und das bleibt auch so. Die anderen Bucher haben wohl kalte Füße ob es Wetters bekommen. Da der Regen zunimmt baue ich mein neues Tarp ziemlich hastig auf. Laut Prognose soll es ja maximal zwei Stunden regnen, da kann ich ja später nochmals nachjustieren. Erst mal ein halbtrockenen Unterstand, um etwas auszuruhen. Knappe 38 km mit 12 bis 9 kg Gepäck - das spüre ich jetzt doch deutlich.

    Ich beobachte das Wettertreiben. Zuerst zeiht ein leichtes Gewitter über das Camp, dann wird es schon wieder sonnig am Hintergrund. Aber noch regnet es am Camp...





    ...und irgendwie bleibt die Regenwolke über mir hängen...



    ...ich esse zu Abend und spanne meine Tarp noch sauber ab - neu ausrichten tue ich es aber nicht mehr. Ist mir zu nass draußen. Und solange es nicht stärker windet, bekomme ich auch kein Problem mit der Ausrichtung gen Westen. Der Ausblick ist allemal besser als in Richtung Hang.

    Kurz nach Sonnenuntergang lege ich mich schlafen. Es tropft immer noch kräftig auf das Tarp...

    ...to be continued...
    Geändert von Taunuswanderer (26.07.2018 um 17:23 Uhr) Grund: Typo/Routeninfo ergänzt

  10. Erfahren
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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #30
    Trekkingwochenende im Soonwald/Hunsrück - Tag 2 - 22.07.2018
    vom Trekkingcamp Alteburg nach Bacharach am Rhein

    ...wie üblich dauert es ein wenig bis ich einschlafen kann. Zudem ist es meine erste Nacht unter einem Tarp. Mein Schlaf fällt entsprechend kurz aus und ich wache häufig auf. Meine neue Spielzeuguhr behauptet später ich hätte vier Stunden geschlafen. Gefühlt war es aber deutlich weniger. Dazu kommen ein paar Stunden in dösendem Zustand...

    Richtig Alarm unterm Tarp war dann irgendwann kurz nach eins, als irgendetwas an der Hand feucht kitzelte.... Iiiih Nachktschneckenalarm!!!
    Schnell zur Stirnlampe gegriffen und die Umgebung abgesucht. Es war nur eine und die hat offensichtlich meine Reflexhandlung nicht überstanden. Dafür habe ich am nächsten Tag noch die Spuren vom Besuch auf der Isomatte:



    ...von nun an schlafe ich noch unruhiger und von Zeit zu Zeit suche ich nach kriechendem nächtlichen Besuch. Eine zweite Besucherin kann ich früh genug evakuieren...
    ...dann kann ich endlich wieder ein wenig schlafen. Doch gegen kurz vor fünf ruft die Natur und nach ein paar Minuten gebe ich nach. Da jetzt der Sonnenaufgang auch nicht mehr allzulange auf sich Warten lässt, lege ich mich nach Besuch des stillen Örtchens nicht wieder hin, sondern frühstücke gemütlich und packe mein Zeugs zusammen. Dummerweise konnte ich jetzt von meinem Tarp kein Hochglanzposerfoto mehr schießen, so dass ich euch dieses miese Foto aus den diesigen, sehr frühen Morgenstunden präsentieren muss:



    Beim Anziehen kontrolliere ich dann nochmals penibel meine Klamotten und meine Wanderschuhe auf Krabbel- und Kriechtiere. Finden tue ich keine. Dafür sind bei dem ultrafeuchten Klima meine Socken im gleichen Zustand, wie ich sie gestern ausgezogen habe: Klamm. Hier war ich wohl etwas zu leicht unterwegs. Die 70-80 Gramm für ein trockenes Paar Socken wären jetzt nicht verkehrt gewesen. Die leicht feuchten Socken sorgen später noch für kleine Blasen an den Füßen

    Kurz vor sechs breche ich dann auf. Es geht zunächst weiter auf dem Soonwaldsteig, für welchen häufiger Singeltrails eingerichtet wurden...



    ...und in diesem Abschnitt sehr häufig in direkter Nachbarschaft von Forstwegen...



    Irgendwie kann ich mit diesen „gekünstelten“ Pfaden für „ein paar Punkte mehr für die Zertifizierung...“ nicht so richtig etwas anfangen. Ich mag ja Einzelpfade, aber wenn diese nur wenige Meter von einem eh vorhandenen Forstweg entlang führen und das zudem noch in flachem Terrain, dann finde ich das etwas „a**ig“. Da wäre es mir lieber man hätte einige der vorhandenen Asphaltstrecken mit Pfaden ersetzt oder meinetwegen ergänzt. Da gibt es an der ein oder anderen Stelle noch Potenzial.

    In folge dieser Erfahrung, lasse ich dann auch öfters den Soonwaldsteig links oder rechts liegen und folge dem E3, welcher den Forstweg nutzt. In diesem Abschnitt ist das passenderweise auch der Rennweg. Und der Name ist Programm...

    Als es Richtung Ellerspring geht biege ich dann doch nochmals auf den Soonwaldsteig ab, um auch den höchsten Punkt (657m ü. NHN) des Soonwalds zu sehen. Nun ja, man sieht nichts, außer Wald, Steine und...



    ...Beton. Dafür ist jetzt die Hose bis übers Knie nass. Grund ist der gut eingewachsene Pfad. Auch hier ist der Single Trail mal wieder „geschummelt“. Über die meiste Strecke hat er die volle Fahrbreite einer Rückegasse - nur dass man sie hat leicht zuwachsen lassen...



    Weiter geht’s in Richtung Rheinböllen. Entlang einiger naturgeschützter Wiesen...





    ...und einem Naturwaldreservat. Irgendwann komme ich dann an diesem schicken Schutzhüttchen vorbei...



    ...könnte man glatt ein Päuschen machen. Wer sich hier allerdings länger aufhalten möchte, muss entweder Oropax oder Musikbeschallung mitbringen, denn sie befindet sich Mitten in einem...



    ...Windpark. Nach ein paar weiteren Kilometern erreiche ich mit Rheinböllen wieder bewohntes Gebiet. Den Stop am Autohof habe ich fest eingeplant, da meine Wasser- und Nahrungsvorräte jetzt bis auf eine Notreserve aufgebraucht sind. Nach kurzer Stärkung nehme ich hier Abschied vom Soonwaldsteig und wandere auf dem E3 weiter nach Bacharach. Nochmals ein kurzer Blick auf den zurückliegenden Abschnitt:



    Nach der Ortsdurchquerung von Rheinböllen folgt der E3 einer alten Römischen Straße. Entsprechend geradlinig fällt die Strecke aus:





    ...bald bin ich am Ziel und gegenüber grüßt mein schönes Hessen



    Es folgt der „steilste“ Abstieg der Wochendtour von der Hunsrückhöhe hinunter zum Rhein. Auch hier haben die Römer Spuren hinterlassen...


    (Römische Normalspurweite)

    Vorbei an Burg Stahleck...



    ...und eine der steilsten Stadtmauern Deutschland, extra mit Stahlseil gesichert...



    ...erreiche ich nach gut 32 Kilometern gegen 14 Uhr Bacharach.



    Danach gibt‘s noch eine kleine Sightseeing-Tour, bevor ich über Mainz wieder zurück nach Frankfurt fahre - auf der (mehr oder minder) gleichen Spurweite wie die Römer...

    Technische Gesamtbilanz: 70 km in knapp über 31 Stunden bei ca. +2150/-2250 Höhenmetern. Wanderzeit, inkl. Unterwegspausen, waren knapp über 19 Stunden.

    Fazit: Aufgrund der Länge anstrengende Tour. Ob ich öfters unterm Tarp übernachten werde, weiß ich derzeit noch nicht. Mal schaun. Und das nächste mal kommen auch bei einer Wochenendtour Ersatzsocken mit.

  11. Gerne im Forum

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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #31
    Danke für den Bericht. Habe doch einige Orte auf deinen Fotos wiedererkannt.
    Ein Abenteuer ist es nur, wenn es schief geht.

  12. Gerne im Forum

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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #32
    Danke für Deine Mühe. Hat Laune gemacht die Berichte zu lesen. Mag ja gerne Touren „direkt um die Ecke“. Gibt so schöne Plätze, man muss gar nicht immer in die Ferne.

    Gerade wegen den Nacktschnecken und auch ganz besonders wegen Zecken gehe ich nicht mehr ohne leichten Biwaksack oder Innenzelt unter dem Tarp raus. ;)

  13. Erfahren
    Avatar von Taunuswanderer
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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #33
    Freut mich, dass die Berichte gefallen.

    Zitat Zitat von DrMatchbox Beitrag anzeigen
    Danke für Deine Mühe. Hat Laune gemacht die Berichte zu lesen. Mag ja gerne Touren „direkt um die Ecke“. Gibt so schöne Plätze, man muss gar nicht immer in die Ferne.

    Gerade wegen den Nacktschnecken und auch ganz besonders wegen Zecken gehe ich nicht mehr ohne leichten Biwaksack oder Innenzelt unter dem Tarp raus. ;)
    Meinen Biwaksack von Vaude (rotes Packstück oben) hatte ich benutzt. Aber aufgrund Temperaturen waren meine Arme und Hände im Freien...
    Zecken hatte ich, zumindest wissentlich, keine abbekommen. Da scheine ich eh nicht so gefährdet zu sein. Bei der nächsten Wochenendtour darf dann das Tarptent Protrail ran...

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    #34
    Gruseliges Wetter draußen - acht Grad und Naß, wer braucht denn so was im Januar? Da bleibt wenigstens Zeit über meinen letzten „overnighter“ zu berichten...

    13./14. Oktober 2018 - Pfälzer Wald: von Edenkoben nach Neustadt a.d.W. über den Kalmit

    Bei bester Wetterprognose geht es früh morgens mit den Öffentlichen von Frankfurt an den Rand des Pfälzer Waldes. Kurz nach Sonnenaufgang geht es dann zuerst durch Edenkoben...



    ...und hoch auf die Rietburg. Natürlich zu Fuß und nicht mit dem Lift. Während es unten noch ruhig zu ging, tobt oben schon der Touristenmob Deshalb kann ich die Aussicht nur kurz genießen:



    Ich flüchte dem Wildgehege entlang...



    ...auf unmarkierte Forstwege. Das hilft. Mittels Papierkarte navigiere ich mich weitestgehend auf „Nebenrouten“ in Richtung Felsenmeer und Kalmit...

    Bin heute mal ausnahmsweise mit schmalem Gepäck unterwegs. Die angekündigten Tiefsttemperaturen von 10-11 Grad in der Nacht erlauben es mir Mitte Oktober nochmals meine Sommerausrüstung zum Einsatz zu bringen. Lediglich die gut gefüllte 3-Liter-Trinkblase beult die Rückenfläche meines Leichtrucksackes etwas ungünstig aus...



    ...am Felsenmeer häufen sich dann die Ausflugsgäste wieder, aber es sind Gottseidank keine Busladungen voll, wie ein paar Stunden zuvor auf der Rietburg. Ich habe sogar Fotos ohne Menschen drauf schießen können...



    ...voller ist es dann aber auf der Kalmithütte. Hier muss ich mich am frühen Nachmittag an Position 15 oder so einreihen, um an ein Kaltgetränk zu kommen. Ich ziehe dann weiter zum Trekkingplatz Nr. 7 - Kalmit und finde dort...



    ...eine rauchende Feuerstelle vor, aber weit und breit niemanden mehr. Pfui! Es ist staubtrocken und ich wundere mich, dass Feuermachen überhaupt erlaubt war.... meine Küche jedenfalls bleibt kalt. Ich genieße lieber eine der besten Aussichten im Pfälzer Wald...



    ...aus Langeweile schnitze ich mir noch ein paar Heringe, da die vier kurzen Nanopegs in dem sehr weichen Waldboden selbst mit Steinbeschwerung kaum halten...



    ...und genieße weiterhin die Ruhe. Gute 500 Meter weiter tobt der Bär, während ich hier alleine im Camp sitze. So lässt es sich aushalten...





    Die Nacht ist recht ruhig. Von der nahen Straße ist nichts zu hören. Lediglich die fallenden Kieferzapfen gehen mir auf den Keks Sehr früh geht’s wieder los und ich bin pünktlich zum Sonnaufgang auf dem Kalmit. Weiter geht es durch den Pfälzer Wald und hinter dem nächsten Hügel gibt es noch einen Sonnaufgang als Zugabe...



    ...und weiter geht’s...



    ... auf teils sehr weichem Geläuf...



    ...und andauernden Attacken von oben - es grüßen die Keschde im Herbst.

    Zum Abschluss gibt es noch etwas Kultur und Geschichte...







    Am späten Vormittag erreiche ich dann den Neustädter Hauptbahnhof und düse mit S-Bahn und TGV zurück nach Hause.

  15. Erfahren
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    #35
    Fifty Shades of Spessart Forests oder wie ich mich an einem Wochenende über den Eselsweg quälte... - Part One

    Die Saisoneröffnung fürs Wandern mit Draußenübernachten führt mich auch dieses Jahr wieder in den Spessart. Letzten Samstag früh morgens machte ich mich mit wenig Gepäck (8,6 kg Gedöns, inkl. Wasser, Essen und allem was ich sonst noch so dabei und an mir hatte) auf den Weg nach Wächtersbach...



    ...wo ich mich um kurz nach sechs zunächst auf den Weg in Richtung Bad Orb begab...



    ...und nach ein wenig Sightseeing durch das Gradierwerk im Kurpark spazierte...



    Dort probierte ich noch etwas von der Solelösung, welche hier angeboten wird: maximale Verzehrsempfehlung 200 ml im Rahmen einer Kur. Ich probiere einen Schluck. Ist wohl mehr was für Sadisten. Die Salzdosis reicht wohl locker für die ganze Tour. Ein Schluck mehr und in fünf Kilometern ginge mir meine Wasservorrat zu Ende. Und der ist gut und genau kalkuliert. Es geht schließlich hoch auf die Eselshöhe und auf den Eselsweg. Hier wurde früher (also vor Erfindung der Eisenbahn) das Salz aus eben diesem Ort nach Miltenberg bzw. an den Main zur Verschiffung gebracht. Wasserquellen am Weg sind rar und wenn man nicht Öfter mal in die Täler absteigen möchte, dann plant man seine Wasserversorgung hier lieber etwas genauer. Erfreulicherweise trägt das Wetter an diesem Wochenende nach Ostern dazu bei, dass mein Wasserkonsum moderat ausfällt.

    Meine Wanderung führt mich zunächst entlang der Orb in Richtung Wildpark und danach wähle ich den Aufstieg in Richtung Wegscheide/Roßkopf. Hier treffe ich auf den Eselsweg - welcher offiziell in Schlüchtern anfängt, es fehlen mir also ein paar Kilometer für‘s „ich bin den Eselweg komplett gewandert“-Stempelbuch...



    ... auf der Höhe angekommen geht es die nächsten Stunden nur noch moderat auf und ab. Kammweg eben. Dafür kann ich mich an den verschiedenen Schattierungen des frischen Grüns der Wälder (viel, ganz viel) und Wiesen (eher weniger) erfreuen. Auch für Fans von Grenzsteinen gibt es hier viel zu sehen...



    Nach knapp fünf Stunden Wanderzeit (rund 25 km) erreiche ich den Wiesbüttsee und genehmige mir mal einen kleinen Happen. Frankfurter Kranz natürlich. Während der Wiesbüttsee in Hessen liegt, liegen das Gasthaus und der Campingplatz in Bayern...



    ...und die kommenden zwei Kilometer Eselsweg liegen direkt auf der Bundeslandgrenze. Zahlreiche Grenzsteine bezeugen das...



    Am Dr.-Karl-Kihn-Platz (folgendes Bild links oben), verlasse ich dann endgültig Hessen und „wandere“ ganz ohne Visum und Grenzkontrolle in Bayern „ein“



    Und weiter geht es durch unendliche Wälder...



    ...am frühen Nachmittag setzt dann der angekündigte Regen ein und so nutze ich bei km 39 die nächste Einkehrgelegenheit direkt am Weg: das Gasthaus Engländer. Nach kurzem Aufenthalt in gut geheizter Stube mache ich mich auf auf die Restetappe. Es geht natürlich weiter durch, leicht zu erraten, zahlreiche Wälder...



    Nach etwas mehr als einer Marathondistanz zwickts so langsam etwas in den Oberschenkeln, aber so ein Halbmarathon oben drauf steht für heute schon noch auf dem Restprogramm. Es gibt also keine Ausreden für mich. Es wird weiter marschiert, durch endlose Wälder. Aber Halt: am Pollaschplatz bei Heigenbrücken gibt es sogar ein klein wenig Abwechslung mit Ausblick...



    ...und weiter geht es durch noch mehr Wald. Irgendwann wurde dann aus dem stärker werdenden Regen ein leichter Graupelschauer und die Temperatur sinkt ins unangenehme... so wollte ich es wohl haben. Hilft alles nix. Bis zum Trekkingplatz Rothenbuch zwei sind es immer noch gute zehn Kilometer. Zunächst aber verlasse ich östlich von Rothenbuch den Eselsweg in Richtung Hafenlohrtal (es fehlt hier also noch ein Abschnitt fürs Stempelheft...tststs). Es geht rund 200 hm nach unten. Dafür lichtet sich im Tal der Wald und auch das Wetter wird wieder freundlicher...


    (Hier fahren sogar recht regelmäßige Busse, aber aussteigen ist keine Option heute...)

    ...für den Schlussanstieg, es geht die 200 hm wieder hoch, lässt sich sogar die Sonne wieder blicken. Es könnte ein schöner Abend am Lagerfeuer werden. Um kurz nach halb acht erreiche ich den Trekkingplatz und sondiere erst mal die Lage, um ein schönes Plätzchen für mein Zelt zu finden. Zwei Zelte stehen schon auf Premiumplätzen und der halbe Platz wurde von Wildschweinen durchpflügt. Das wird spannend. Derweil gratuliert mir meine Uhr zu der sechsstelligen Anzahl von Schritten heute...



    ...to be continued...
    Geändert von Taunuswanderer (30.04.2019 um 21:10 Uhr) Grund: Gewicht nachgerechnet und um 100g erhöht

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    #36
    sechsstelligen Anzahl von Schritten heute
    Wow!
    Irgendwas ist immer ...

  17. Erfahren
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    #37
    Fifty Shades of Spessart Forests oder wie ich mich an einem Wochenende über den Eselsweg quälte... - Part Two

    ...am Trekkingplatz angekommen erzeuge ich doch etwas Verwunderung, ob meines schmalen Gepäckes... „das passt alles in so einen kleinen Rucksack?“
    ...ich zaubere mal schnell mein Tarptent aus dem Rucksack, welches dann auch schnell aufgebaut ist und befülle es mit meiner aufblasbaren Matte und Schlafsack. Gleich danach ist das Essen dran und als dieses gerade fertig ist, fallen die ersten Tropfen. Da erinnere ich mich an meine Gedanken eine halbe/Dreiviertelstunde zuvor...

    Zitat Zitat von Taunuswanderer Beitrag anzeigen
    ...lässt sich sogar die Sonne wieder blicken. Es könnte ein schöner Abend am Lagerfeuer werden....
    Es könnte...wird es aber nicht. Bevor ich mich recht bei den Mitbewohnern des Trekkingplatz vorstellen kann, verschwinden wir alle wieder in unsere Zelte. Es fängt an zu schütten. Ich esse im Liegen, schließlich hat meine Behausung keine Sitzhöhe und ist zudem einwandig - also immer schön vom Außentextil weg bleiben. Es kommen jetzt auch ein paar leichtere Windstöße und da rächt sich dann, dass ich nur mit den vier Standardheringen losgezogen bin. Eigentlich wollte ich noch vier längere Aluheringe mitnehmen. Das Zelt hält, aber es kommt mehr Feuchtigkeit rein. Zudem müsste ich mal raus zum nachspannen - lasse ich aber bleiben, habe ich keinen Bock mehr zu. Erfreulicherweise habe ich meinen Wasserkonsum so gestaltet, dass ich wenigstens nachts nicht raus muss. Dafür stellt sich die nächste spannende Frage: was soll sich von der Grenztemperatur meines Cumulus X-Lite 200 von 3 Grad bei diesen Konditionen halten? In der Wetterprognose standen zuletzt eben diese 3 Grad. Leicht angefroren bin ich durch den Graupelschauer schon und auch sonst ist schon jede Menge Feuchtigkeit im Zelt... mal schauen...

    Irgendwann wache ich vom eigenen Schnarchen auf Meine Nase ist verstopft. Ich habe Instant-Schnupfen war wohl nachmittags doch zu feucht-kalt...
    Interessanterweise löst sich dieser nach ner Stunde oder zwo wieder auf und ich kann einigermaßen schlafen, rutsche nur hin und wieder etwas mit meiner Matte umher. Eben ist die Liegefläche nicht. Irgendwann nach sechs, also kurz nach Sonnenaufgang stehe ich auf und stelle verwundert fest, dass ich weder Verspannungen, noch Muskelkater, noch Blasen an den Füßen habe. Und das nach 65 km am Vortag. Entweder wirken hier noch die Endorphine oder aber meine Kondition hat sich die letzten Jahre doch gut verbessert.

    Mache mir dann erst mal ganz gemütlich Frühstück und packe dann meine Sachen...





    ...gegen halb acht geht es dann weiter auf dem Höhenzug in Richtung Wiedereinstieg Eselsweg. Völlig überraschenderweise geht es auch hier durch Wald...



    ...zunächst über den Wanderweg „roter Balken“ und alsbald über den Heunweg, bis ich nach ca. 6 km auf eine moderne Lasteselstation treffe, wo ich meine Flüssigkeits- und Nahrungsmittelvorräte auffülle...



    ...selbige verlasse ich zügig durch die Unterführung auf die andere Seite der Autobahn, wo mich der Heunweg nach wenigen Metern direkt zurück zum Eselsweg führt. Zunächst muss ich aber mal das „H“ suchen...



    Nach ein paar Metern Eselsweg verlaufe ich mich dann das erste Mal. Irgendwie will ich schneller von der Autobahn weg und folge dem Weg, wo ich hätte abbiegen müssen. Nach gut 400 m merke ich, dass etwas nicht stimmt, schaue auf mein Handy und ...

    Zurück zum Abzweig und da sehe ich auch den Grund für das Nichtabbiegen:



    Welcher Hk kam auf diese Idee? Nevermind. 0,8 Bonuskilometer werde ich wohl verkraften können. Es geht weiter durch schöne Spessartwälder...



    Allerdings schwinden so langsam meine Kräfte. Die ersten zwei Stunden waren ja ok. Aber seitdem mache Päuschen im Stundentakt. Die Knie zwicken und die Beinmuskulatur fängt an zu brennen. Nach jeder Sitzpause benötige ich erst mal mehrere hundert Meter, bis ich wieder einigermaßen rund laufe...


    (Ausnahmsweise mal wenig Wald)

    Nachdem es gestern sehr, sehr, sehr ruhig auf der Strecke war, sind heute schon ein, zwei Hände voll Wanderer unterwegs und mindestens doppelt so viele MTBler. In Richtung Main nimmt die Quote sogar noch zu...



    ...nach wie vor bewege ich durch mehr oder minder abwechslungsreiche Wälder. Was auffällt ist, dass auf diesem Abschnitt deutlich mehr Schutz- und Grillhütten stehen als am Tag zuvor...



    ...und Näher am Main wird es auch zunehmend steiniger bis felsiger...



    ...ich quäle mich zunehmend über den Eselsweg, aber so kurz vor dem Ziel aufgeben? Kommt nicht in Frage. Ich muss sogar unbedingt noch auf den Hunnenstein hoch. Lohnt sich zwar nicht - da sieht man auch nur Wald von etwas weiter oben, aber es muss sein, auch wenn ich mit beiden Händen am Geländer halten muss. Meine Trittsicherheit lässt so langsam zu wünschen übrig. Das wundert mich auch nicht, schließlich habe ich mir gerade meinen hundertundersten Kilometer an diesem Wochenende erwandert...

    ...der „Endspurt“ liegt vor mir. Der Abstieg über Kloster Engelberg...



    ...wo es für wahre Masochisten nochmals ein kleines Bonbon gibt: die Engelstreppen. Schöne zum Teil genormte (die renovierten), zum Teil recht unförmige (die historischen) Treppenstufen hinunter nach Großheubach. Das geht nochmals richtig in die Oberschenkel...



    ...um kurz nach sechs Uhr abends verlasse ich dann den Naturpark Spessart und überquere den Main nach Kleinheubach (Naturpark Odenwald), wo es für mich zum Bahnhof geht und ab zurück nach Frankfurt...



    107 km stehen nach nicht ganz 36 1/2 Stunden auf der Uhr. Eine interessante Erfahrung. Brauch ich aber wohl nicht alle Tage

    The End

    Noch ein paar Eckdaten als Abspann

    Strecke:

    Maximize
    Minimize
    GPX-Track
    Für mehr Informationen, fahre mit der Maus über das Höhenprofil.
    Download GPX




    Nettowanderzeit:
    22 Stunden und 13 Minuten

    Höhenmeter laut Uhr (Barometer mit GPS):
    1.952 m hoch und 1.991 m runter

    Startgewicht:
    1,125 dt
    davon entfallen auf
    Rucksack (Montane dragon 20) 391 g
    Trinkflaschen (Soft Flask 0,5 4 Stück) 122 g
    Regenschutz (Montane Minimus) 259 g
    Zelt (TT Protrail) 882 g
    Matte (Exped Synmat HL LW) 482 g
    Schlafsack (Cumulus X-Lite 200 L custom)469 g
    Erste Hilfe 99 g
    Kälteschutz (Merino Leggings 3/4) 184 g
    Merino Socken 80 g
    Merino Buff 56 g
    Taschentuch 17 g
    Küche (Kocher mit Becher und Gas, Feuerzeug) 431 g
    Windschutz 21 g
    Löffel 18 g
    Papiernavi (Karten und Koordinaten Trekkingplatz) 151 g
    Strom (Powerbank, Kabel, Ersatzbatterien) 154 g
    Licht (Petzl e+) 47 g
    Geld, Ausweis, Schlüssel 98 g
    Swisscard 26 g
    iPhone 190 g
    Hygiene (Zahnbürste, Tabs und Klopapier, wasserdesi, handdesi) 70g
    Wasserdichter Beutel für Elektronik 33 g
    Zwischensumme Rucksack 4.280 g

    Trailrunner 678 g
    Socken 35 g
    Unterhose 33 g
    Unterhemd LS 154 g
    Hemd 202 g
    Hose mit Gürtel 342 g
    Käppi 52 g
    Uhr 80 g
    Taschentuch 17 g
    Zwischensumme Kleidung Startkonfiguration 1.593 g

    Wasser 2.000 g
    Tütenfutter und Riegel (ca. 2.350 kcal) 699 g
    Kaffee samt Dose 33 g
    Zwischensumme Essen und Trinken 2.732 g

    Taunuswanderer (restliches Gewicht )

    Geändert von Taunuswanderer (01.05.2019 um 13:49 Uhr) Grund: Formatierung am Ende

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    #38
    Wirklich top Leistung! Hut ab!
    Und ein klasse Bericht!
    Danke!
    Irgendwas ist immer ...

  19. Erfahren
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    AW: [DE] Taunuswanderers Trekkingtouren in deutschen Mittelgebirgen

    #39
    Zitat Zitat von blende8 Beitrag anzeigen
    Wirklich top Leistung! Hut ab!
    Und ein klasse Bericht!
    Danke!
    Gerne. Ich war auch selbst von mir überrascht. Klar hatte ich das so geplant. Aber ich hatte auch diverse Abbruchoptionen und Abkürzungen als Plan B oder Plan C in Reserve (Bus, Hotel statt Zelt, ...). Erstaunt war ich auch, dass es bei null Blasen blieb und auch mein Rücken diese 4-7 kg Gewicht auf den Schultern problemlos wegsteckte. Lediglich meine Knie hatten sich die beiden letzten Tag doch etwas mehr „gemeldet“. Passenderweise konnte ich die Regenerationsphase gestern und vorgestern für diesen Bericht nutzen.

    Der Eselsweg könnte übrigens eine sehr schöne Trekkingstrecke sein, gäbe es 3-5 Plätze verteilt über den Weg, entweder direkt oder zumindest etwas näher am Weg...

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    #40
    Hammer!!
    Ich hätte die Strecke auf einige Tage mehr verteilt – d.h. Du musst gut in Training sein!

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