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  1. Fuchs

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    Leichter 2-Mann-Biwaksack für Island

    #1
    Ich spiele mit dem Gedanken, mir einen Biwaksack für Island zu nähen
    und wollte mal fragen, welche Bauform sich für 2 Personen empfiehlt
    und welche Stoffe man am besten nehmen sollte.

    Es geht mir nicht um Komfort, sondern nur ums Überleben. Der Biwaksack
    sollte gegen Wind über 120 km/h und Regen schützen. Wenn der Biwaksack
    nach ein- oder zweimaliger Benutzung kaputt ist, wäre mir das auch egal.
    Nur eben diesen einen Notfall muss er halten. Bezüglich des Gewichts wäre
    es mir am liebsten, er würde nicht mehr als 300 g wiegen.

    Bei Extremtextil bekommt man z.B.

    Ripstop-Nylon, 40den, TPU-beschichtet, 70 g/m² (Art.-Nr. 71622) für den Boden und
    Ripstop-Nylon, 40den, silikonbeschichtet, 55g/m² (Art.-Nr. 70773) für die Oberseite.

    Bei 130 cm Breite käme man auf gut 300 g.

    Was meint Ihr dazu? Gibt es leichtere Materialien? Käme Dyneema in Frage ?

    Danke für alle Tipps !

    Jürgen

  2. Fuchs
    Avatar von wilbert
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    AW: Leichter 2-Mann-Biwaksack für Island

    #2
    ... Soll das ein Bivi zum liegen oder ein Bothy zum sitzen werden?
    https://www.ultralightoutdoorgear.co...-2-bothy-p2924

    Das finde ich ein sehr interessantes Material:
    https://www.extremtextil.de/dyneema-...er=71712.WEISW
    Atmungsaktivität: 50.000 g/m²-24h
    VG. -Wilbert-
    Geändert von wilbert (11.03.2018 um 19:03 Uhr)

  3. Erfahren
    Avatar von gaudimax
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    AW: Leichter 2-Mann-Biwaksack für Island

    #3
    Von Mountain Equipment gibts einen UL-Biwaksack zu kaufen: Link zu Globetrotter.

    Hab den gleichen für eine Person und dabei, wenn eigentlich kein Biwak geplant ist sondern nur etwas für den Notfall dabei sein soll. Wenn ich mich recht erinnere ist das Material ähnlich dem der Silber/goldenen Rettungsdecken aus dem Erste-Hilfe-Set.
    Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
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    Wilhelm Busch

  4. Fuchs

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    AW: Leichter 2-Mann-Biwaksack für Island

    #4
    Zitat Zitat von wilbert Beitrag anzeigen
    ... Soll das ein Bivi zum liegen oder ein Bothy zum sitzen werden?
    Ich denke eher zum liegen, weil man vermutlich nicht stundenlang oder
    einen ganzen Tag sitzen kann. Ich dachte, man legt sich mit den Füßen
    gegen die Windrichtung und hat am Kopfende eine Öffnung zum Atmen.

    Ich hatte das Szenario noch nicht, aber nehmen wir mal an, es weht von
    jetzt auf eben mit 120 km/h oder man ist stundenlang in einem Gelände
    unterwegs, in dem man kein Zelt aufbauen kann und in dieser Zeit hat
    es sich auf 120 km/ gesteigert.

    Ich stelle mir das so vor, dass man das Bivi am Fußende befestigt mit
    Heringen (oder Eisschrauben) und dann die Rucksäcke reinlegt, Isomatte
    und Schlafsack auspackt, alles richtet und sortiert und sich dann in den
    Schlafsack legt.

    Nehmen wir mal an, es schüttet dann noch bei 120 km/h, dann sollte der
    Schlafsack trocken bleiben.

    Danke für den Hinweis auf das Dyneema ® composite fabric, atmungsaktiv
    m. ePTFE-Membran, CTB1B3-1.0/H2 I, 40g/qm. Weißt Du zufälligerweise
    was die Angaben zur Reissfestigkeit konkret bedeuten? Ist das Zeug fester
    als Kerlon 1800 (Hilleberg) oder nicht?

  5. Fuchs

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    AW: Leichter 2-Mann-Biwaksack für Island

    #5
    Zitat Zitat von gaudimax Beitrag anzeigen
    Von Mountain Equipment gibts einen UL-Biwaksack zu kaufen: Link zu Globetrotter.
    Danke für den Tipp! Das Gewicht stimmt ja schon mal. Meinst
    Du das Ding übersteht Wind mit Orkanstärke? Wenn ich das
    richtig interpretiere ist eine Seite offen und am Fußende sind
    zwei Schlaufen?

  6. Erfahren
    Avatar von gaudimax
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    AW: Leichter 2-Mann-Biwaksack für Island

    #6
    Zitat Zitat von Juergen Beitrag anzeigen
    Das Gewicht stimmt ja schon mal. Meinst
    Du das Ding übersteht Wind mit Orkanstärke?
    Hab den Biwaksack ehrlich gesagt noch nie ausgepackt, da ich nicht weiß ob ich den wieder schön verpackt bekomme, deswegen spektakuliere ich hier auch nix.

    Gibt aber ein paar Videos in denen der vorgestellt wird - vielleicht hilfts ja, z.B. hier: Link zu youtube. Bei amazon gibts auch ein paar Bewertungen dazu.
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    AW: Leichter 2-Mann-Biwaksack für Island

    #7
    Nein. Das Ding ist ne bessere Alufolie.
    Ich würde soetwas wie den Vango Storm Shelter mitnehmen. Da kann mehr mit machen. https://m.youtube.com/watch?v=SEVb0euco2Y. Bei 120 km/h in einem engen, flattrigen Biwaksack seine Sachen auszupacken, darin essen und trinken, kann ich mir schwer vorstellen. Da würde ich eher einen Storm Shelter umrüsten und die Seiten mit Gurtband verbinden, damit man sich auch hinlegen kann.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  8. Erfahren

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    #8
    Die wichtigste Überlegung ist m.M. nach, auf welchem Boden du den Sack verwenden willst/musst:
    Bei nassem Boden brauchst du mehr Wassersäule, als Silnylon bietet, da würde sich Wasser durchdrücken.
    Bei spitzsteinigem Boden brauchst du eine gewisse Durchstichsicherheit, wenn du Schlafmatten mit Luft verwendest.
    Die Oberseite halte ich für weniger kritisch, würde aber auch hier nicht zu leicht werden, da die Stoffe im Sturm nicht einfach still aufliegen sondern durch den Wind ständig in Bewegung sind. Bei zu leichten Stoffen hätte ich Bedenken, dass sich diese aufscheuern.

    Ich würde daher als stabilen Ausgangspunkt den 90g Zeltboden mit dem 50g Silnylon sehen, dann würde es etwa 600g mit ein paar Verstärkungen wiegen. Ist halt nicht atmungsaktiv, aber irgendwann ist aller Sturm vorüber. Von hier ausgehend könnte man nun Gewicht einsparen, aber immer mit Verringerung der Haltbarkeit. Wenn man in seiner Notunterkunft absäuft, hat man auch nichts gewonnen.

    Zum Dynema-Material: Ist laut Beschreibung anfällig für Abrieb, für den Boden also ungeeignet.

    Ich würde den Kopfbereich so ausführen, dass die Oberseite mit einem ganz eingefahrenen Trekkingstock etwas angehoben werden kann und gleichzeizig dort der Boden etwas hochgeführt ist, so dass kein Wasser hereinläuft. Beim schlimmsten Wind sollte man vielleicht den stock rausnehmen, aber bei nur starkem Wind freut man sich wahrscheinlich über einen kontrollierten Atemraum.
    grüße, wulxc

  9. Fuchs

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    AW: Leichter 2-Mann-Biwaksack für Island

    #9
    Wie das halt in Island so ist mit dem Boden: Es gibt u.a. spitzes Vulkangestein
    und grüne feuchte Wiesen. Feucht ist es sowieso überall.

    Selbstgenähte Footprints mit dem 90g Zeltboden hatte ich stets in Island
    dabei, die sind nach wie vor unbeschädigt trotz Vulkangestein. Daher dachte
    ich für einen "Einwegbiwaksack" könnte man es auch mal mit leichterem
    Zeltboden versuchen (70g).

    Die Idee mit dem Trekkingstock ist gut: Jeweils oben und unten eine kleine
    Befestigung für den eingefahrenen Trekkingstock.

  10. Erfahren

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    AW: Leichter 2-Mann-Biwaksack für Island

    #10
    Ich hab keine Erfahrung mit einem 70g Zeltboden. Wenn er stabil und dicht genug ist - warum nicht. Anderseit ist der Unterschied beim ganzen Boden etwa 60g, da wäre für mich schon die Frage, ob die eigene positive Erfahrung das Mehrgewicht aufwiegt. Mit einer EVA-Matte würde ich mehr Risiko eingehen.
    grüße, wulxc

  11. Fuchs

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    AW: Leichter 2-Mann-Biwaksack für Island

    #11
    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Nein. Das Ding ist ne bessere Alufolie.
    Nein, das ist aus Polyethylen. Die Innenseite ist aluminiumbedampft.

    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Ich würde soetwas wie den Vango Storm Shelter mitnehmen.
    Aber nicht bei 120 km/h. Da sitzt man nicht stundenlang im Sturm.
    Das Ding hat eine so große Angriffsfläche, dass es Dich wegbläst.
    Bei 120 km/h muss man etwas auf den Boden legen mit der Öffnung
    nach Lee. Denn sobald der Wind reinbläst, ist das Ding weg.

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