Seite 3 von 3 ErsteErste 123
Ergebnis 41 bis 51 von 51
  1. Moderator
    Liebt das Forum
    Avatar von Becks
    Dabei seit
    11.10.2001
    Ort
    St. Gallen
    Beiträge
    14.286

    AW: Basisausrüstung für Neuling

    #41
    Zitat Zitat von derray Beitrag anzeigen

    Einen Glaubenskrieg würde ich das nicht nennen. Daune hat definitiv seine Berechtigung, wenn man es mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Aber hier geht es darum was man einem Neuling ohne Erfahrung uneingeschränkt empfehlen kann.

    [...]

    Ich war 13 Monate lang in Osteuropa, Südeuropa und Vorderasien unterwegs. Also in allen Jahreszeiten und in etlichen Klimata.
    *Achselzuck* und ich treibe mich seit k.A. wieviel Jahren draußen rum (was sinds? 30?), war in Nordeurope im Winter, in ganz Europa im Sommer, ganzjährig in den Alpen und im Sommer noch sonstwo (Südamerika, Asien) unterwegs.

    Ich würde mir niemals einen KuFa-Sack holen, da die Dinger schlichtweg zu schwer und sperrig sind. Wenn es ein günstiger Einsteigerschlafsack sein soll würde ich bei Roberts vorbeischauen, wenn ich für Frühjahr bis Herbst im europäischen Raum exakt eine Tüte besorgen sollte wäre es ein WM Ultralite oder WM Alpinlite und wenn ich exakt eine einzige Tüte dürfte nutzen (Sommer wie leichten Winter) wäre es ein WM Antelope.

    Aber da ich immer noch der Meinung bin (siehe eins drüber) man soll sich erst einmal herantasten denn eventuellst verschiebt sich das, was man so machen möchte nach den ersten paar Touren. Daher würde ich wohl bei den Penntüteen einen Roberts holen, der einfach mal die Hälfte von dem kostet, was so ein WM kostet. Den kann man dann immer noch für den Strandurlaub nutzen wenn er ein "Fehlkauf" war.

    Die Idee mit den membranlosen Schuhen kannste auch in der Pfeife rauchen. Funktioniert in warmen Gefilden, aber nicht unbedingt in Nordeuropa. Kauf Dir n Sack Torf, kipp Wasser drauf, stell dich 5 Tage lange jeden Tag für 8 Stunden mit Schuhe rein. So fühlt sich Norwegen bei schlechtem Wetter an. Ohne den Zusatz "wasserdichte Socken" verwandeln sich die Hufe unten in Moorleichen.


    Das Spielchen können wir jetzt mit allem durchspielen. Vom Zelt über Kocher/Küche, Kleidungskonzepte bis hin zu den Schuhen. Da dürfte ich schon so ziemlich das Meiste angetestet haben, was sich insofern niederschlägt daß hier grob 10 Schlafsäcke (WM, Feathered friends, Roberts, Valandre,...), ein halbes Dutzend Zelte, ein halbes Dutzend Kocher und k.A. was sonst herumfliegt. Alles in allem ein dreistöckiges 60cm tiefes Regal mit 3m Breite in der Garage, ein Doppelschrank nur für Kleidung, zig sonstige Ablagen für die Isomatten und dann noch einen ganzen Raum voll mit Schlafsäcke. Die Schuhe gehen extra, die haben einen weiteren Schrank für sich.

    Ich bleib dabei. Testen, lernen, Entscheidung treffen, kaufen.
    Geändert von Becks (28.02.2018 um 18:25 Uhr)
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  2. Vorstand
    Moderator
    Alter Hase
    Avatar von Ziz
    Dabei seit
    02.07.2015
    Ort
    Dresden
    Beiträge
    4.718

    AW: Basisausrüstung für Neuling

    #42
    Zitat Zitat von ranunkelruebe Beitrag anzeigen
    Ich würde die "Angst" vor Daune, die hier im Forum häufig dazu führt, Anfänger von Dauen ab und zu KuFa hin zu raten, gerne verstehen.

    In welchem Szenario KONKRET siehst du denn die Daunenprobleme?
    Ist nicht so, dass sich die Frage noch nie jemand anderes gestellt hätte. Da hast du ein paar Erfahrungen: https://www.outdoorseiten.net/forum/...efallene-Daune Ich denke, da sind sie auch besser aufgehoben als hier. Ich denke, wir haben dem TO einen guten Überblick an Meinungen und Erfahrungen zu dem Thema gegeben.

    Ich gebe aber generell zu bedenken, dass die eigenen Erfahrungen – auch über Jahre oder Jahrzehnte – keinen wirklichen, allgemeinen Aussagewert haben. Viele Faktoren wie Wetter, Erfahrung, Nachtschweiß, Zelt, Kondens, Temperatur, Kosten oder auch Ungeschicklichkeit oder Pech spielen da rein und jede Erfahrung ist interessant, kann aber nicht allgemeingültig sein.
    Wo kämen wir hin, wenn jeder sagen würde
    „Wo kämen wir hin?“
    aber niemand ginge, um zu schauen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?

  3. Anfänger im Forum
    Avatar von DerSchulle
    Dabei seit
    25.02.2018
    Beiträge
    15

    AW: Basisausrüstung für Neuling

    #43
    Hier mal wieder was vom TO ...

    Vielen lieben Dank schon einmal für die vielen, hilfreichen Rückmeldungen!

    Ich werde die nächsten Monate intensiv nutzen, um Klarheit darüber zu bekommen, was für Anschaffungen in meiner Situation wirklich Sinn machen. Im Herbst wird dann Geld unter die Leute gebracht ...

    Ich bin mir allerdings noch ziemlich unsicher, ob ich bei einigen Ausrüstungsgegenständen direkt in die Richtung "ultraleicht" oder zumindest "sehr leicht" schauen sollte, da mein Fokus beim Wandern unter anderem auf Geschwindigkeit und "Strecke machen" liegen wird. Ich komme bekanntlich vom Laufsport und das Bewegen an der Grenze meiner persönlichen, körperlichen Limitierung wurde in den letzten 20 Jahren irgendwie verinnerlicht.

    In meiner Eingangsinfo habe ich ja bereits angesprochen, dass ich zur Zeit im Bereich der Nonstop-Langwanderung aktiv bin.

    Bei diesen Sachen (100 km oder auch 150 km am Stück) ohne Schlaf bekommt man irgendwann nicht mehr so viel vom Drumherum mit (z.B. was die Natur und Landschaft zu bieten hat), da man ab einem gewissen Punkt genug mit sich selber und seinem inneren Schweinehund zu tun hat.

    Daher wuchs nun der Gedanke, dass ich mir beim Wandern halt mehr Zeit für die schönen Dinge nehme, die sonst immer zu kurz kommen und zukünftig z. B. 150 km (wie den WHW) mit mehreren Übernachtungen im Zelt absolviere. Mir schweben ca. 40 bis 50 km Strecke pro Tag vor (zumindest, wenn es nicht alpin ist). Dann schnell das Zelt aufbauen, nötige Energie (vor allem für die nächtliche Regeneration) zuführen und ab ins Bettchen. Morgens kurz frühstücken, das Zelt abbauen und schnell weiter ziehen.

    Hier kommt nun der Gedanke an leichtes Gepäck ins Spiel, denn mit 10 kg auf dem Rücken läuft es sich sicher angenehmer als mit 15kg oder mehr.

    Allerdings darf auf keinen Fall der Schlafkomfort dem Gewicht zum Opfer fallen, denn gute Laune behält man bei 50 km pro Tag nur mit einem gut ausgeruhten Körper. Wie ich mich kenne, benötige ich dafür eine relativ weiche Unterlage (also eher Luft-Matte) und mir darf nachts nicht kalt werden (das geht mit Schlafsäcken aus Kufa oder Daune). brauche wahrscheinlich auch das Gefühl eine geschlossenen Raumes um mich herum, daher auch ein Zelt und eher kein Tarp.

    Wenn ich mir bisher Ultraleicht Gegenstände angeschaut habe, so waren diese doch teilweise aus recht dünnem Material hergestellt (Zelt, Matte, Rucksack). Ich gehe davon aus, dass man solche Sachen dann auch sehr behutsam behandeln und korrekt benutzen muss, was wahrscheinlich Vorerfahrung voraussetzt.

    Da sind wir dann wieder bei dem Punkt, dass ich in Sachen "Handling" von Zelt und Co. absoluter Neuling bin.

    Ist Ultraleicht-Material für Anfänger wie mich eventuell auch der falsche Einstieg?

    Könnt Ihr mir Gewichtsangaben für Zelt, Schlafsack, Iso-Matte (mindestens 5 cm dick), Rucksack und Kocher nennen, die als Erstanschaffung für mein Vorhaben vertretbar wären und Sinn machen?

    Viele Grüße vom nicht mehr ganz so kalten Niederrhein.

  4. Fuchs
    Avatar von ranunkelruebe
    Dabei seit
    16.09.2008
    Ort
    Köln
    Beiträge
    1.854

    AW: Basisausrüstung für Neuling

    #44
    Ich würde vielelleicht nicht gerade nach UTRALeicht schauen, aber definitiv nach LEICHT.

    Ich finde auch nicht, dass leichte Ausrüstung mehr KnowHow vorraussetzt.
    Im UL -Bereich mag das so sein, im leichten bereich reicht meiner Meinung nach ein bißchen allgemeine Rücksicht auf's Material beim Handling.

    Ich als verfrorenen Frau käme bei deinen Szenarien gut mit einem Dauensack knapp unter einem Kilo hin. (Western Mountaineering Apache). Vielen Männern mit einem anderen Kälteempfinden reicht ein deutlich leichterer Sack aber aus. Ist sehr individuell.
    Ne Standard-Prolite 3 wiegt 500 gramm und gehört schon zu den schwereren Matten. Das geht leichter!
    Rucksäcke in nicht UL und um die 50-60 l gibt es um 1300-1500 g. Osprey Exos zum Beispiel.

    Das sind jetzt alles keine UL Sachen und in keinster Weise Nischenprodukte. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob sie wirklich als LEICHT durchgehen würden.

    1-Mann-Zelt hab ich gerade keine Übersicht, aber du könntest mal bei Tarptents vorbeischauen, die haben recht leichte gut durchdachte Zelte. ich denke, mit 1-1,5 kg mit allem kommst du da gut hin ohne was exotisches zu haben oder massive Abstriche machen zu müssen

  5. AW: Basisausrüstung für Neuling

    #45
    Nein, für dich ist das vermutlich nicht der falsche Einstieg. Meine Meinung ist: Man muss wissen, was man will.

    Will man leichtes Gepäck tragen und schnell unterwegs sein und ist man dafür bereit, Abstriche bei Komfort und Robustheit zu machen, dann ist das mE kein Problem. Nur solltest du eben herausfinden (=erfahren), welche Abstriche du machen kannst, um dich noch wohlzufühlen.

    Was ich aber nicht als sinnvoll erachte: Jetzt nachdenken, lesen und beraten - und dann im Herbst kaufen und gleich eine grosse Unternehmung anstreben.
    Ich würde eher mit etwas simplerer Ausrüstung anfangen und mal Wanderungen mit einer Übernachtung ausprobieren. Dann wirst du erfahren, auf welchen Komfort du zugunsten leichteren Gepäcks verzichten kannst und was für dich für das Wohlbefinden wichtig ist.

    Beispiel:
    Kaufen: Luftmatte, Schlafsack (ev. leihen?) und ein "mittelleichtes" Zelt wie das Quickhiker UL (oder eins leihen). Dann mit vorhandener Kleidung bei nicht zu kalter Witterung (z.b. im Mai) für eine Übernachtung in deiner Nähe losziehen. Essen kannst du z.B. mit Heisswasser aus der Thermos zubereiten.

  6. Fuchs
    Avatar von ranunkelruebe
    Dabei seit
    16.09.2008
    Ort
    Köln
    Beiträge
    1.854

    AW: Basisausrüstung für Neuling

    #46
    DerSchulle, verrat uns doch mal wo du wohnst. Vielelicht findet sich ja jemadn in deiner Nähe, von dem du dir mal für ein paar Tage was ausleihen und testen kannst.

  7. Erfahren

    Dabei seit
    05.12.2011
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    326

    AW: Basisausrüstung für Neuling

    #47
    Mit dem geplanten Tagespensum: Unbedingt UL!
    Solltest Du ihn noch nicht kennen (Leidensfähigkeit und Strecke und so
    https://andrewskurka.com

    Ein bisschen schmökern im UL Forum ist sicherlich auch ganz informativ
    https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/

  8. Anfänger im Forum
    Avatar von DerSchulle
    Dabei seit
    25.02.2018
    Beiträge
    15

    AW: Basisausrüstung für Neuling

    #48
    ranunkelruebe
    DerSchulle, verrat uns doch mal wo du wohnst. Vielleicht findet sich ja jemanden in deiner Nähe, von dem du dir mal für ein paar Tage was ausleihen und testen kannst.
    Ich komme aus 46499 Hamminkeln.

    Das wäre natürlich spitze, wenn sich in meiner Nähe ein netter Kontakt auftun würde ...

  9. Vorstand
    Alter Hase
    Avatar von derray
    Dabei seit
    16.09.2010
    Beiträge
    2.837

    AW: Basisausrüstung für Neuling

    #49
    Zitat Zitat von DerSchulle Beitrag anzeigen
    Ich bin mir allerdings noch ziemlich unsicher, ob ich bei einigen Ausrüstungsgegenständen direkt in die Richtung "ultraleicht" oder zumindest "sehr leicht" schauen sollte, da mein Fokus beim Wandern unter anderem auf Geschwindigkeit und "Strecke machen" liegen wird. ...
    Wenn ich mir bisher Ultraleicht Gegenstände angeschaut habe, so waren diese doch teilweise aus recht dünnem Material hergestellt (Zelt, Matte, Rucksack). Ich gehe davon aus, dass man solche Sachen dann auch sehr behutsam behandeln und korrekt benutzen muss, was wahrscheinlich Vorerfahrung voraussetzt.

    Da sind wir dann wieder bei dem Punkt, dass ich in Sachen "Handling" von Zelt und Co. absoluter Neuling bin.

    Ist Ultraleicht-Material für Anfänger wie mich eventuell auch der falsche Einstieg?

    Ich denke UL ist die richtige Richtung für dich.

    UL-Gegenstände sind nicht grundsätzlich aus dünneren Materialien. Eigentlich geht es ja bei UL in erster Linie ums Weglassen. und das spiegelt sich auch in der Ausrüstung wieder. Bei Rucksäcken werden zum Beispiel Deckeltaschen, Rahmen, Fachunterteilungen, Regenhülle, Reißverschlüsse, Futterstoffe, ... weggelassen. Dadurch werden die Rucksäcke erheblich leichter ohne viel am Material drehen zu müssen.
    Bei Zelten ist das teilweise anders. Hier wird auch viel weggelassen, aber auch das Material wird dünner. Die Hauptbelastung für solche Zelte ist dann UV-Strahlung. Das ist bei deiner Nutzung (Spät aufbauen, früh abbauen) aber unerheblich.
    Leider gibt es allerdings einige Zelte von großen Herstellern, die ohne UL-Herangehensweise einfach traditionelle Zelte aus leichteren Materialien bauen, um sie dann unter dem Label UL doppelt so teuer verkaufen zu können. Diese Zelte haben dann teilweise echte Konstruktionsfehler.
    Bei echten UL-Produkten muss die Handhabung also gar nicht so behutsam sein.

    mfg
    der Ray
    "The greatest threat to the planet
    is the belief someone else will take care of it"
    Robert Swan

  10. Gerne im Forum

    Dabei seit
    27.01.2017
    Beiträge
    61

    AW: Basisausrüstung für Neuling

    #50
    Zitat Zitat von derray Beitrag anzeigen
    Ja. Ich hatte einige Nächte in denen ich richtig gefroren hab, weil entweder ein Teil der Daune richtig verklumpt ist (zum Beispiel am Fußende, durch Kondenswasser) oder weil der gesamte Schlafsack nicht richtig geloftet hat (zum Beispiel durch hohe Luftfeuchtigkeit, Tau, ...) und auf der gesamten ersten Tour hat der Schlafsack immer mehr an Gesamtleistung verloren,
    Komisch.
    Da machst du definitiv etwas falsch.
    Was für einen Schlafsack benutzt du denn? Und wie?!? Legst du ihn zum Trocknen in strömenden Regen?
    Selbst bei mehrwöchigen Wanderungen in Schottland (nässestes Gebiet in Europa) und Nordskandinavien, Übernachtung ausschließlich in einem Tarptent Squall und einem Alpkit Dreamirgendwas-Schlafsack mit 600g Daunen hatte ich noch keine einzige Nacht, in der der Schlafsack verklumpte oder ich fror. Selbst bei Minusgraden nicht.
    Wenn man mal mit dem Schlafsack ans Zelt kommt, wird das Außenmaterial halt mal ein wenig feucht, deshalb verklumpen die Daunen aber nicht. Überhaupt ist mir bisher lediglich das Fußende ein wenig feucht geworden, aber das Material saugt sich doch schon lange nicht mehr voll, die Zeiten sind vorbei.
    Ansonsten kommt der Schlafsack in einen wasserdichten Beutel von Exped und gut ist.

    Schuhe: die Idee von dir, in Mesh-Schühchen herumzutapern weil da das Wasser wieder herausströmt, ist ja lustig.
    Ich ziehe Schuhe vor, in denen das Wasser erst gar nicht hereinkommt oder wenn doch, dann eben nur wenig.
    Mit Mesh-Schuhen in Schottland und Nordskandinavien bedeutet das nämnlich: komplett nasse Füße vom ersten Tag bis zur letzten Wandersekunde. Viel Spaß damit. Und das mitunter bei ein paar Grad unter Null.
    Dieses Wassereindringen bei GTX-Schuhen an Knickfalten ist doch uninteressant, da sehr wenig. Nichts im Vergleich mit anderen Schuhen, vor allem Mash-Plastikschuhen, wo man beim durchwandern von feuchtem Gras schon klitschnasse Füße bekommt.
    Gut gebaute Schuhe mit GTX sind auch vom "Innenklima" besser. Jedenfalls schwitze ich mit meinen Hanwag Alaska-Schuhen selbst im Hochsommer nie, wobei ich mit den üblichen Turnschuhen ähm Trailrunnern grundsätzlich immer deutlich feuchtere Strümpfe habe (auch bei absolut trockenem Wetter).

    Unter 20kg selbst mit Futter für 10 Tage kann man recht leicht kommen, ohne allzu große Kompromisse einzugehen.
    Bei mir waren das der Kauf eines Tarptent Squall, als Rucksack Lightwave Wildtrek und als Schlafsack einen mit 600g Daunenfüllung um die 1000g (reicht dann auch bis ein paar Grad unter Null, ideal für Wanderungen in Schottland (ganzjährig) und Skandinavien innerhalb der normalen Zeiten. Als Kocher benutze ich meist einen Traildesigns Sidewinder und 1.3l-Topf.
    Geändert von Munzelchen (05.04.2018 um 16:24 Uhr)

  11. Vorstand
    Alter Hase
    Avatar von derray
    Dabei seit
    16.09.2010
    Beiträge
    2.837

    AW: Basisausrüstung für Neuling

    #51
    Zitat Zitat von Munzelchen Beitrag anzeigen
    Was für einen Schlafsack benutzt du denn? ...
    Cumulus Tenequa 700 mit Pertex Endurance als Außenmaterial.
    Rein theoretisch sollte die Hülle also sogar wasserdicht sein. War sie nur nicht besonders lange. Ich glaube, dass die Beschichtung nicht wirklich Federkiel-resistent ist. Das Zeug saugt sich sehr schnell voll!
    Zum Trocknen habe ich den Sack immer auf Links, mit der schwarzen Innenseite, in die Sonne gelegt. Wenn ich am gleichen Tag aber noch ein paar Stündchen wandern wollte reichte das nicht, wenn die Daunen mal komplett verklumpt waren.
    Das dir bei Minusgraden noch keine Daunen verklumpt sind glaube ich gerne. Bei Minusgraden ist ja auch die Luftfeuchtigkeit viel geringer als bei Plusgraden. Und die Atemluft kondensiert nicht als Wasser am Zelt, sondern als Eis. Das saugt sich nicht in die Daunen.
    Ansonsten scheinst du entweder schon viel Erfahrung im Umgang mit Daunentüten zu haben, oder du musst durch Zufall immer alles richtig gemacht haben. Von beidem kann man aber nicht sicher ausgehen, wenn die Überschrift "Basisausrüstung für Neuling" heißt.


    die Idee von dir, in Mesh-Schühchen herumzutapern weil da das Wasser wieder herausströmt, ist ja lustig.
    Ich ziehe Schuhe vor, in denen das Wasser erst gar nicht hereinkommt oder wenn doch, dann eben nur wenig.
    Du scheinst davon auszugehen, dass ich hier Sachen empfehle, die ich selber noch nie getestet habe?! Ich war tatsächlich noch nie in Schottland oder Skandinavien, aber auch in anderen Regionen der Welt gibt es etliche Regentage am Stück bei um die 0°C.
    Die Illusion, dass es Schuhe gibt, in die kein Wasser reinkommt oder wenn dann nur wenig, hatte ich auch lange. Daher bin ich auch die ersten zig tausend Wanderkilometer im Meindl Island GTX und ähnlichen verbracht. Die Membran brach immer ziemlich schnell und durch die Knickfalten kam immer Wasser rein und nicht nur wenig. Außerdem ist auch immer Wasser von oben rein geflossen, sei es durch horizontalen Regen oder beinhohe, nasse Vegetation. Der Unterschied zu Trailrunnern ist bei mir also marginal. Was aber einen Unterschied macht, ist die Trocknungszeit. Trailrunner sind bei mir in Bewegung nach etwa 2 Stunden wieder trocken. Die alten dicken Treter haben immer 2 bis 4 Tage gebraucht. Und nein, auch die habe ich zum Trocknen nicht in den Regen gestellt. Das bedeutet, zu den nassen Füßen von der ersten bis zur letzten Wandersekunde kommen noch die nassen Füße bei der Rückreise. Viel Spaß damit!
    Zum Glück habe ich einfach keine Probleme mit nassen Füßen beim Wandern.


    Unter 20kg selbst mit Futter für 10 Tage kann man recht leicht kommen...
    War das hier die Frage?


    mfg
    der Ray
    "The greatest threat to the planet
    is the belief someone else will take care of it"
    Robert Swan

Seite 3 von 3 ErsteErste 123

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)