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  1. Moderator
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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #21
    Mitreisende: natureride
    Grossartig...

  2. Dauerbesucher
    Avatar von rockhopper
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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #22
    Spannend geschrieben!
    Ist abonniert !
    VG rockhopper

  3. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #23
    Haha, das mit den Igeln kenne ich! Bei mir war es ein Dünenhäschen, das mich nach meinem Messer greifen ließ

    Sehr schön zu lesen, und vieles kommt mir bekannt vor. Nicht die Strecke, aber die Gedanken ...
    Kalender *Papageitaucher 2019*
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  4. Moderator
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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #24
    Vermutlich hat jeder hier eine Horrorigelstory. Die können aber auch grunzen, gerade zu zweit.

    Ich bin gespannt auf die Fortsetzung, schöner Schreibstil. Bilder hab ich hier am Handy eh nich.
    Wo kämen wir hin, wenn jeder sagen würde
    „Wo kämen wir hin?“
    aber niemand ginge, um zu schauen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?

  5. Fuchs
    Avatar von Mus
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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #25
    Ich hätte mich ja an dieser Stelle
    Radfahren in Deutschland ist im allgemeinen super einfach. Überall gibt es gut ausgeschilderte Radwege und die Supermarkt Infrastruktur ist ausgezeichnet. Hinzukommt das ich fließend deutsch spreche.
    Wer hätte das gedacht.
    wegschmeißen können vor Lachen, so furztrocken wie das rüberkommt.
    Ja, kann ich gut nachvollziehen, die Argumente. Das macht's manchmal doch wohltuend entspannt.

  6. Anfänger im Forum

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    AW: [DE] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #26
    Bayern

    Endlich ist der Regen vorbei.
    Mittlerweile bin ich in Bayern angekommen. Alles läuft erstaunlich reibungslos. Mein Rad funktioniert hervorragend.
    Dadurch, dass ich schon vor anderthalb Jahren mein Auto verkauft habe, bin ich konditionell ausreichend fit und mein Hintern beschwert sich auch (noch) nicht.



    Die Kompassnadel zeigt genau Richtung Süden. Die Sonne scheint mir direkt ins Gesicht.

    Seit elf Tagen bin ich schon unterwegs und so langsam fällt die Last des Alltags von mir ab.
    Draußen sein, ist jetzt mein neuer Alltag. Und so viel liegt noch vor mir.



    Alles was ich zum Leben brauche befindet sich in meinen Packtaschen an meinem Rad verteilt.
    Mehr brauche ich gar nicht zum Leben. Keinen meter großen Fernseher. Nicht zwei Autos, Playstation, Blu-Ray Player, 4K Blu-Ray Player und 4K Blu-Ray Player mit 3D Funktion.

    Wie war das noch bei Fight Club?
    Man geht arbeiten, um sich Dinge zu kaufen, mit denen man Leute beindruckt, die man nicht leiden kann?
    So ähnlich zumindest.
    Nur ein cliche belasteter Katzenbild-Poster Spruch der auf Facebook von Sesselpupsern geteilt wird die auch regelmäßig „Lebe jeden Tag, als wäre es dein Letzter“ posten.
    Aber verdammt nochmal. Da ist schon was Wahres dran.

    Umso mehr ich mich von diesem ganzen Konsum Schwachsinn löse, umso zufriedener werde ich.
    Die Fokussierung auf den unteren Part der Bedürfnispyramide, (Sicherheit, Nahrung, Wärme) wirkt sich absolut positiv auf meine Stimmung auf, und wird von Oscar, einem Schweden den ich später noch treffen werde, mit:
    „From time to time, you need to get grounded“ kommentiert.






    Aber ich schweife mal wieder ab.

    Die Kette liegt auf dem großen Ritzel auf und surrt. Immer noch in Bayern. Die Landschaft ist viel flacher als ich es mir hier vorgestellt habe.

    Auf dem Kopfhörer läuft Shpongle - eine Band, die so etwas wie den Soundtrack für den gesamten Trip liefern wird.

    Ich bin von einer magischen Aura umgeben.
    Na zumindest scheint es im Supermarkt, als ich mich mit Brot, Bananen und -natürlich- Schokolade eindecke, das die Leute aufgrund eines Kraftfeldes Abstand zu mir nehmen.
    Vielleicht sollte ich auch mal eine richtig Waschmaschine und Dusche zur Anwendung kommen lassen. Ich versuche sogut es geht auf Seife an öffentlichen Gewässern zu verzichten, da ich auch bei ökologischer Outdoorseife etwas skeptisch bin was die Verträglichkeit betrifft

    Kurz kommt mir die Idee eines Stickers „Ich rieche nach Abenteuer, und nicht nach Obdachlos“
    Dann fällt mir ein: Ich bin gerade Obdachlos.



    Also, der nächste Campingplatz wird angesteuert.
    Und wie es so kommt wie es kommen muss, Google verrät mir, das sich in den nächsten 50 km kein Campingplatz befindet.
    Gestern bin ich mindesten an drei Stück vorbeigekommen.




    Zum Ausgleich finde ich einen schönen Übernachtungsplatz in einer heiligen Schutzhütte.



    Ist es blasphemisch, als nicht Katholik hier einzukehren?


    Der nächste Tag gestaltet sich ähnlich wie die davor. Alles ganz entspannt.
    Ein Teil meiner Entspanntheit kommt auch sicherlich dadurch, dass ich mein Reisetempo nach jeder Reise weiter reduziert habe. War es am Anfang mit täglich 120km+ eher die sportliche Herausforderung, die mich gereizt hat. Bin ich mittlerweile bei mickrigen 50km am Tag angelangt. Mir ist bewusst, dass das im Vergleich zu anderen Radreisenden super langsam ist. Aber warum soll ich mich hetzen. Zeit habe ich satt. Ich mache gerne Pausen , sitze am Fluss und spiele Ukulele. Ich sehe mich mehr als Entdecker anstatt Rennfahrer.





    Auf dem Weg zum Campingplatz komme ich an einer Eierklappe vorbei. Man lässt ein bisschen Geld da und kann sich selbst bedienen.



    Da weiss ich schon was es heute Abend zu essen gibt. Mal ne schöne Abwechslung zu Nudeln mit Sauce.



    Der Campingplatz den ich ansteuere, ist eigentlich nicht schlecht. An einem See gelegen, saubere Sanitäranlagen und eine separate Wiese für Zelte ohne Wohnmobil.
    Jetzt ist es allerdings so, mit Campingplätzen werde ich einfach nicht warm. Warum soll ich für ein bisschen Wiese Geld bezahlen, wenn ich das auch umsonst haben kann? Waschen kann man auch im Fluss oder See. Und den Rest gut im Wald erledigen.
    Hinzu kommt noch das ich seltenst einfach soziale Kontakte knüpfen konnte. Vielleicht liegt das ja auch an mir, aber irgendwie habe ich das Gefühl, es funktioniert nur, wenn man etwas länger vor Ort ist, und den Leuten öfter über den Weg läuft. Hostels funktionieren da ganz anders.

    Das ist aber nur meine persönliche Meinung. Von vielen habe ich auch gehört, das sie sich unwohl beim wildcampen fühlen, besonders wenn man solo unterwegs ist.
    Und sind wir nicht alle irgendwo dazwischen. Zwischen Bushcrafter, High End Gear Slut, No money Hippie. Hedonist und Weltverbesserer. Jeder kann seinen Platz finden, und damit glücklich sein.

    Abends komme ich dann mit meinem Nachbarn ins Gespräch:
    „Wo willst du hin?“
    „In den Balkan?“
    „Aber fahr Bloß nicht nach Bulgarien. Da klauen Sie dir alles vor der Nase weg.“
    „Ich hab nen Onkel, puh, der war schon mal da.“
    „Da ist es gefährlich.“
    „Mafia, die gibt’s da.“

    Daraufhin nehme ich mir seinen weisen Ratschlag zu herzen, packe meine Sachen zusammen und fahre unverzüglich wieder nach Hause, froh der Gefahr entgangen zu sein.

    Ne, jetzt mal Butter bei de Fische. So ein Stuss wurde mir vor jedem Land genannt.
    In Bulgarien Taschendiebe, in Rumänien Gypsys, in Bosnien Minen in der Türkei Erdogan.
    Ich geb schon mal nen Spoiler raus. Nichts davon hat sich bewahrheitet bzw. wurde mir gefährlich.
    Was ist nur mit den Leuten los?

    Die einzige Situation, die Grenzwertig war, habe ich selbst verursacht und beruhte auf absoluter Dummheit meinerseits.
    Da komme ich aber später noch drauf zurück.




    Dieses war der erst Teil,
    doch der zweite folgt sogleich...




    Fast zwei Wochen war ich jetzt alleine unterwegs

    Die ganze Reise habe ich in Episoden eingeteilt. Jeder Abschnitt war mit einer gewissen Stimmung, einer bestimmten Landschaft oder Bekanntschaften behaftet.
    Ein bisschen Selbstfindung, ein bisschen Outdoorabenteuer, neue Kulturen kennenlernen, neue Menschen, und auch mal etwas über die Stränge schlagen.
    .
    Dieser Teil war das Vorwort. Es ging darum Distanz zu meinem Alltag zu schaffen.
    Wie sang es schon das Jeans Team so treffend: Schüttel die Grütze aus der Mütze.

    Nichts spannendes ist passiert. Deutschland ist ein Land das ich kenne, und ich war bewusst alleine unterwegs.
    Der nächste Abschnitt folgt dem Via Claudia Augusta nach Venedig. Durch die Alpen. Ich freu mich schon richtig drauf.

    Eine Sache muss ich aber noch anmerken, bevor es morgen mit dem Claudia Augusta weitergeht:
    Wow. Wie geil ist denn bitteschön nach so einer Zeit eine warme Dusche???!!!



    Ende Teil 1
    Geändert von natureride (25.02.2018 um 20:24 Uhr)

  7. Dauerbesucher
    Avatar von Igelstroem
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    AW: [DE] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #27
    Zitat Zitat von natureride Beitrag anzeigen
    Zum Ausgleich finde ich einen schönen Übernachtungsplatz in einer heiligen Schutzhütte.



    Ist es blasphemisch, als nicht Katholik hier einzukehren?
    Nein, ist es nicht.

    Danke für den unterhaltsamen Bericht.
    Lebe Deine Albträume und irre umher

  8. Dauerbesucher
    Avatar von grenzenlos
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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #28
    Mir gefällt der Bericht

    Dein Igel war bei mir ein Käfer + habe es auch überlebt

    Hast Du eine Lieblingschokolade? Ich liebe die mit den ganzen Nüssen.

    Freue mich auf die Fortsetzung
    Unsere Webseite: http://www.grenzenlosabenteuer.de

    Gruß, Wi grenzenlos

  9. Erfahren
    Avatar von HO
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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #29
    Klasse Bericht! Danke!

  10. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #30
    Ja, erfrischend geschriebener Bericht.

    Zitat natureride:

    Ist es blasphemisch, als nicht Katholik hier einzukehren?
    Antwort Igelstroem:

    Nein, ist es nicht.
    @ Igelströem: Weißt Du es, oder ist das Deine Meinung ?

    Mich als norddeutschen Protestanten darfst Du nicht fragen, was es mit Heiligenhäuschen, Wegkapellen und ähnlichen religiösen Bauwerken auf sich hat. Daher kenne ich auch die Antwort auf die Frage nicht. Meine Vorstellung wäre aber, daß die Frage nur beantworten kann, wem eine solche Stätte aus religiösen Gründen etwas wert ist. Daher hätte ich mich fern gehalten, um keine religiösen Gefühle zu verletzen. Kann es sein, daß naturrides Frage von mehr Einfühlungsvermögen zeugt als Deine Antwort?

    Ditschi

  11. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #31
    Danke. Sehr unterhaltent zu lesen.
    Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott....ist ein geflügeltes Wort.
    Aber Balkan? - Alleinreisend? Keinen Kontakt zu den Bewohnern? Das geht doch gar nicht!
    Na schaun wir mal....

  12. Dauerbesucher
    Avatar von Igelstroem
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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #32
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    @ Igelströem: Weißt Du es, oder ist das Deine Meinung ?

    Mich als norddeutschen Protestanten darfst Du nicht fragen, was es mit Heiligenhäuschen, Wegkapellen und ähnlichen religiösen Bauwerken auf sich hat. Daher kenne ich auch die Antwort auf die Frage nicht. Meine Vorstellung wäre aber, daß die Frage nur beantworten kann, wem eine solche Stätte aus religiösen Gründen etwas wert ist. Daher hätte ich mich fern gehalten, um keine religiösen Gefühle zu verletzen. Kann es sein, daß naturrides Frage von mehr Einfühlungsvermögen zeugt als Deine Antwort?
    Es ist ja aus christlicher Sicht eigentlich ganz einfach: Die Kinder Gottes begehen keine ›Blasphemie‹, wenn sie im Haus ihres Vaters schlafen.
    Lebe Deine Albträume und irre umher

  13. AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #33
    Im und mit dem Rheinischen Katholizismus aufgewachsen, stellt sich die Frage, ob und wer zur Not unter dem Dach eines Sakralbaus pennen darf, nicht.

    @ Igelstroem

    Bist du sicher, dass eine Kapelle "ein Haus des Vaters" ist? Steht das nicht allein Kirchenbauten zu? Das Haus Gottes = Gotteshaus = Kirche? Außerdem sind Kapellen sehr oft bestimmten Heiligen gewidmet, sozusagen als Hausherr/in.

    Viele Kapellen sind in Privatbesitz, weil sie von Familien oder einer einzelnen Person errichtet wurden. Das geschieht auch heute noch. Nicht weit von hier steht ein Bildstock, der noch keine 30 Jahre alt ist und aus Dankbarkeit gespendet wurde. Im Kraichgau hatte ich 2004 das Vergnügen, mit einem Mann zu reden, der die treibende Kraft bei einem Kapellenneubau war. Obwohl Campingplatzbetreiber, hätte der bestimmt nichts gegen eine Notübernachtung unter dem Kapellendach gehabt.

    stoeps hat mit Begleitung vor Jahren in der Nachbarkapelle geschlafen.
    Geändert von Werner Hohn (25.02.2018 um 19:04 Uhr)
    .

  14. Gerne im Forum

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    AW: [DE] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #34
    Zitat Zitat von natureride Beitrag anzeigen
    Bayern

    Zum Ausgleich finde ich einen schönen Übernachtungsplatz in einer heiligen Schutzhütte.



    Ist es blasphemisch, als nicht Katholik hier einzukehren?
    Wenn dir Gott oder irgendein Schutzengel einen so schönen Platz anbietet, wäre es fast eine Sünde, ihn abzulehnen!
    Im übrigen glaube ich, dass sich solche Fragen in Zeiten der überall gelebten und gelungenen Ökumene gar nicht mehr stellen sollten.
    Ich bin auch - als Protestantin - schon viele katholische Pilgerwege gegangen und da wird kaum mehr nach der Glaubensrichtung gefragt. Man ist meist herzlich willkommen.
    ---
    Danke für den wunderbaren Bericht, den ich mit Begeisterung verfolge! Bin selbst auch immer wieder mit einem Uraltfahrrad und Minimalausrüstung auf längeren Strecken unterwegs (wenn auch in viel kleinerem Umfang) und geniesse die Reduktion aufs Wesentliche. Je älter ich werde (jetzt schon 70 plus ) umso mehr entdecke ich die Vorteile des Zeithabens und der Langsamkeit! Sehe und erlebe jetzt noch viel mehr und intensiver als früher, als ich noch schnell unterwegs war. Kann dir da also nur beipflichten!

    Ich freu mich schon auf die nächste Fortsetzung!

    LG Meerlie

    https://unterwegsmitdemoldtimerrad.wordpress.com

  15. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #35
    Ich denke, die christliche Nächstenliebe hat ein beiden Konfessionen ein Herz für Notfälle. Nur ist der Notfall ein neuer Aspekt, den ich dem Reisebericht bislang nicht entnehmen konnte. Dem TO diente die Unterkunft wörtlich als Ersatz für einen fehlenden Campingplatz. Aus Interesse eines Norddeutschen: bieten derartige Gebäude auch ohne Not eine Übernachtungsmöglichkeit, die man z.B. gleich in eine Tourplanung einbeziehen kann ? Zum Beispiel beim Wandern ohne Zelt? Oder könnte es sein, daß damit religiöse Gefühle verletzt werden ? Oder daß jemand der Übernachtung dort aus sonstigen Gründen widerspricht ? Mir sind derartige Sakralbauten und der Umgang damit halt fremd.
    Ditschi

  16. AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #36
    Ditschi, das ist natürlich auf die Spitze getrieben. Ich kenne niemand, der Kapellen oder Sakralbauten als Übernachtungsmöglichkeit von vorneherein einplant. Es ist auch schwer zu erkennen, ob man ein Dach über dem Kopf hat. Karten, Google Maps und OSM geben das nicht her. Die meisten sind eh vergittert.

    Übernachtungsmöglichkeiten wirst du manchmal in Klöstern finden. Ich schaue auf zwei. Das eine hat ein Hotel dabei, bei dem anderen würde man dich auf diese Unterkunft verweisen.

    Früher, also vor der Jahrtausendwende, haben Pilger auf den spanischen Caminos angeblich oft unter Kirchen(vor)dächern gepennt. Gesehen habe ich das mehrmals. 2004 war ich auf der Via Gebennensis (Frankreich) unterwegs. Damals war die noch neu, so dass sich viele der dortigen Pilgerfreunde bereit erklärt hatten, Übernachtungsmöglichkeiten anzubieten. Pfarrhäuser, Kirchen, Klöster waren nicht dabei. Daraus schließe ich, dass sie sich auf die Hinterbeine gestellt hätten, wären ihre Sakralbauten als Schlafstätten missbaucht worden.

    Religiöse Gefühle werden bestimmt verletzt, wenn die Übernachtung unterm Kirchenvordach Standard wird. Es dauert dann nicht lange, bis der Eingang vergittert ist.

    Ob jemand widersprechen wird *puuh*, ich erinnere ans Wasser vom Friedhof. Wo kein Kläger ... Widerspruch, sogar heftigen wird es geben, wenn's sich häuft.

    Aus Spanien kenne ich Kirchen auf dem Land mit Übernachtungsmöglichkeiten für reisende Obdachlose (nicht für reisendes Volk mit Fahrzeug). Oft gibt es (gab es, weil heute vielfach mangels Betreuung geschlossen) einen Raum mit Betten an oder in der Kirche, der immer offen steht. In zweien dieser Kirchen habe ich schon geschlafen. Die Gemeinden hatten kurzerhand diese Unterkünfte auch für Pilger geöffnet. Obwohl ich noch nie gepilgert bin, geschweige obdachlos war/bin habe ich dort geschlafen, ohne die Frage zu stellen, ob es statthaft ist oder ich religiöse Gefühle verletzte.
    .

  17. Anfänger im Forum

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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #37
    Herzlichen Dank an alle die hier mitlesen. Es ist schön zu sehen das mein Bericht auf Interesse stösst.
    Für mich selbst ist es toll beim schreiben der Etappen wieder in die Reise zurückversetzt zu werden.

    Ach klasse finde ich dass es eine allgemeine Zustimmung zur ironischen Frage nach der Übernachtung in der Kapelle gibt.
    Bei sorgsamsten Respekt vor der Einrichtung selbst und den Ansichten anderer Menschen hat mir die Kapelle zur richtigen Zeit eine Unterkunft geboten, die ich dankend annahm.
    Die Übernachtung hier erwies sich als Zufall, und ich würde nie auf die Idee kommen, gezielt in einer Kirche ohne Not Unterschlupf zu suchen.

    Aber lassen wir doch die religiösen Diskussionen den Theologen die sich damit auskennen, und nicht uns armen Sündern des Halbwissens.

    @grenzenlos
    Zuhause mag ich gerne den maßvollen Genuss dunkler Schokolade.
    Unterwegs Schokolade in massen. Meinetwegen auch die billige Backschokolade. Hauptsache Kohlehydrate und Zucker.
    Geändert von natureride (25.02.2018 um 19:54 Uhr)

  18. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #38
    Zitat Naturinde:
    ....zur ironischen Frage nach der Übernachtung in der Kapelle gibt.
    Entschuldige, aber daß Deine Frage ironisch gemeint war, hat sich mir nicht erschlossen. Ich fand sie ohne Ironie berechtigt und war an einer Antwort interessiert. Die erste Antwort von Werner Hohn mit dem " im Notfall" hat mich nicht überzeugt, denn ein solcher lag nicht vor. Seine differenzierte Antwort post 36 liest sich überzeugender, denn so ungefähr habe ich mir auch gedacht, ohne es zu wissen.
    Ditschi

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    Avatar von Sternenstaub
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    AW: [DE] [AT] [HU] [RS] [BG] [TK] Von einem der auszog die Welt zu sehen

    #39
    erst einmal vielen Dank für diesen gut gelaunten Bericht, ich finde ihn sehr amüsant und freue mich auf mehr.

    btw - wer das Augenzwinkern von natureride hinter seiner Frage nicht erkannt hat, sollte sich vielleicht ein wenig in Empathie und Humor weiter bilden. nur mal so anmerke - und bitte - bitte - nicht wieder eine Friedhofswasserdiskussion, für Blutdruckpatienten wie mich ist das absolut gesundheitsschädigend.
    Two roads diverged in a wood, and I—
    I took the one less traveled by,
    And that has made all the difference (Robert Frost)

  20. Anfänger im Forum

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    #40
    Intermezzo I


    Sternzeit 2017.06.
    Logbucheintrag des Captains.


    Seit wir heute Morgen den sicheren Raumhafen verlassen haben, befinden wir uns auf vorprogrammiertem Kurs „VAI“ im unbekannten bayrischen Raumkluster.
    Der Maschinenraum meldet eine Warp Übersetzung von 3x4 und wir kommen zügig voran.

    Der Universalübersetzer weißt starke Defizite auf.
    Die Einheimische Lebensform lässt nur eine eingeschränkte Kommunikation zu.

    -W wuist du hi?
    -Drnk eastmoi a biear
    -Mid am g`päck?
    -Damisch

    Die Tech-crew arbeitet bereits daran die Neurotransmitter neu einzustellen.

    Der Erstkontakt mit dieser Lebensform lässt auf eine eigenwillige, aber auch gesellige Spezies schließen. Wir können wohl annehmen das sie uns nicht gefährlich werden.


    Erhöhte Photonenstrahlung zwingt uns zur Verstärkung der Aussenhülle um Lichtschutzfaktor 30.

    Die gute Nachricht:
    Unsere Nahrungsversorgung ist hinreichend gesichert. Die lokalen, energiereichen, Hopfen/Gerstenmalz Tinkturen des Klusters werden von der Crew hervorragend angenommen.

    Wir bewegen uns auf ein Riesiges Asteroidenfeld zu, welches aus massiven Stein besteht. Eins ist sicher. Die nächsten Tage werden deutlich turbulenter werden.

    Werden wir diese unbekannte Gegend überleben. Wird unser Schiff die Strapazen des Asteroidengürtels überstehen? Werden wir die angepeilte Raumstation „Venedig“ sicher erreichen?

    Captain Ende

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