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  1. Neu im Forum

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    Erste Trekkingreise in Peru

    #1
    Hallo zusammen,

    ich fliege Ende April für 4 Wochen nach Peru und Bolivien. Zuerst hatte ich Trekking gar nicht eingeplant jedoch gibt es eine Treks die mich sehr interessieren. Z.B. der Choquequirao und der Salkantay Trek. Ich würde diese Touren organisiert unternehmen, jedoch zweifele ich noch an den körperlichen Voraussetzungen. Ich selbst bin 32 Jahre alt und fahre täglich 20km mit dem Rad (Arbeitsweg). Mit Trekking selbst habe ich noch kaum Erfahrungen.
    Im letzten November war ich 3 Tage auf der Insel Yakushima und habe dort Tageswanderungen unternommen. Es würden mich aber noch andere Ziele u.a. fürs Trekking interessieren, z.b. Nepal, Neuseeland oder Patagonien.

    Was würdet ihr als Vorbereitung empfehlen? Von meiner Arbeit aus sind es knapp 10km bis zum Möhnesse und dort könnte ich sicher etwas wandern nach der Arbeit. Lässt sich in 2 Monaten genug Kondition und Muskulatur für die Reise antrainieren?


    Gruẞ Jiji

  2. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Erste Trekkingreise in Peru

    #2
    Willkommen im Forum!
    Zitat Zitat von Jiji3 Beitrag anzeigen
    Ich würde diese Touren organisiert unternehmen, jedoch zweifele ich noch an den körperlichen Voraussetzungen. Ich selbst bin 32 Jahre alt und fahre täglich 20km mit dem Rad (Arbeitsweg).
    Ich glaube nicht dass Du überhaupt groß was machen mußt.
    Das sind ja keine extremen Treks, weder von der Höhe noch von der Etappenlänge.
    Scheitern kann man bei sowas, indem man sich den Magen verdirbt, die Füße an schlecht sitzendem Schuhwerk blutig latscht oder in der Regenzeit plant.

    Bisschen spazierengehen würde ich trotzdem, Schuhe einlaufen und das verschneite Sauerland genießen
    Meine Reisen (Karte)

  3. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: Erste Trekkingreise in Peru

    #3
    joggen gehen kann zwar nie schaden und ist auf jeden Fall förderlich für die Fitness, aber ich stimme Flachlandtiroler zu:
    du musst nicht unbedingt was zur Vorbereitung machen.

    Sowohl der Choquequirao als auch der Salcantay Trek sind beides leicht begehbare und vielbegangene Standardrouten.
    Für die Überquerung des 4600 m hohen Abra Salcantay Passes muss du dich ein wenig an die Höhe anpassen und auf dem Choquequirao Trek sind einiges an Höhenmetern zu überwinden (von Cachora zunächst 1500 m Abstieg in den Apurimac Canyon und auf der anderen Seite 1600 m wieder hoch nach Choquequirao, dann das gleiche wieder zurück oder Weiterweg nach Yanama.).
    Auf beiden Treks verlaufen gut ausgebaute Pfade mit sehr langgezogenen Serpentinen, so dass der Steigungsgrad nie hoch ist. Und wenn du sowieso organisiert gehen willst, musst du dein Gepäck auch nicht selber tragen.
    Also begrab deine Zweifel und geh einfach los

  4. Neu im Forum

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    AW: Erste Trekkingreise in Peru

    #4
    Vielen Dank.
    Naja ich bin eigentlich nicht der Typ für Gruppenreisen aber auf dem Salkantay und dem Choquequirao habe ich ja keine Alternative. Auf dem Treks in Neuseeland gibt es ja oft Berghütten oder Campingplätze (habe ich zumindest gelesen), so dass man auch alleine trekken kann und Abends eine Unterkunft hat. In Peru ist das aber wohl nicht so. Auf meinem ersten mehrtägigen Trek möchte ich auch nicht alleine in der Wildnis campen.

  5. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: Erste Trekkingreise in Peru

    #5
    Zitat Zitat von Jiji3 Beitrag anzeigen
    Naja ich bin eigentlich nicht der Typ für Gruppenreisen aber auf dem Salkantay und dem Choquequirao habe ich ja keine Alternative. Auf dem Treks in Neuseeland gibt es ja oft Berghütten oder Campingplätze (habe ich zumindest gelesen), so dass man auch alleine trekken kann und Abends eine Unterkunft hat. In Peru ist das aber wohl nicht so.
    das klingt ja fast so daß du eigentlich nicht organisiert gehen willst, es aber dennoch tust, weil es deiner Meinung nach keine andere Möglichkeit gibt
    Da irrst du dich. Auch auf dem Salcantay- und Choquequirao Trek findest du ausreichend offizielle Campingplätze. Meist neben bewohnten Hütten, mit Kiosk nebenan und kleinem Betrag, den du fürs campen zahlen musst.
    Es ist aber so daß Individualtrekking in Peru und Bolivien eher unüblich ist und die allermeisten Trekker nur organisiert gehen.
    Es ist aber dennoch problemlos möglich auch alleine zu gehen, auch wenn es in diesen beiden Ländern nicht allzuviele Leute machen.

    Zitat Zitat von Jiji3 Beitrag anzeigen
    Auf meinem ersten mehrtägigen Trek möchte ich auch nicht alleine in der Wildnis campen.
    Das ist natürlich ein Argument und deine Entscheidung

  6. Neu im Forum

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    AW: Erste Trekkingreise in Peru

    #6
    @Berniehh: Bist Du den Trek schon selbst gelaufen? Man findet im Netz leider kaum Infos darüber.

  7. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: Erste Trekkingreise in Peru

    #7
    ja beide, Salcantay und Choquequirao, bin ich 2010 gelaufen.

    In den Kiosken entlang der Routen waren kalte Getränke (Coca Cola usw..), Kekse und Knabberzeug erhältlich.
    Wenn man nachgefragt hat, konnte man auch einfache warme Gerichte, wie Reis mit Spiegelei, bekommen.
    In Dörfern wie La Playa und Yanama gab es sogar Läden, aber die Auswahl war nicht sehr groß. (Stand 2010).

    Durchs Tal des Rio Santa Teresa (Salcantay Trek) führte 2010 allerdings schon eine Straße ganz hoch bis Collpapampa. Zwischen Collpapampa und La Playa führte auf der anderen Flussseite ein Pfad entlang, so daß man auf diesen Abschnitt die Straße größenteils meiden konnte, trotzdem war das Tal nicht mehr das was es einmal war.
    Heute führt die Straße schon über Collpapampa hinaus über den Yanama Pass bis ins Dorf Yanama.
    Außerdem führt heute eine häßliche Hochspannungsleitung das gesamte Tal des Rio Santa Teresa hoch bis über Collpapampa hinaus (die 2010 noch nicht da war!). Dieses Tal dürfte für meinen Geschmack heute nicht mehr für Trekking attraktiv zu sein
    Der Abschnitt Collpapampa - Abra Salcantay - Soray ist noch straßenlos, allerdings nur 2 Tage Trekking.

  8. Anfänger im Forum

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    AW: Erste Trekkingreise in Peru

    #8
    Ich bin 2005 mit einem Freund den Salkantay mit eigenem Gepäck gelaufen. Ich würde mich jetzt nicht als besonders fitten Menschen bezeichnen und hatte auch auf späteren Touren mit der Höhenluft zu kämpfen, da ich als Kind Asthma hatte und dadurch langfristige Beeinträchtigungen habe. An folgende Schwierigkeiten erinnere ich mich:
    - Am Anfang des Trails hinter Mollepata die richtigen Abzweigungen zu finden, da hier noch zahlreiche Bewässungsgräben und Feldwege kreuzen. Später ist der Track eine Muli-Autobahn und nicht zu verfehlen. Vielleicht geht auch mittlerweile die Straße weiter.
    - Die letzten 400 Höhenmeter bis zum Pass durch Neuschnee- wir mussten 200m unter dem Pass zelten und konnten wegen der Höhenkrankheit nicht schlafen. Laut den Guides der Gruppen kommt Schnee da aber recht selten vor und wir waren auch im Juni da.
    - Ab dem Tal unten wurde es langweilig, wir haben dann für kleines Geld einen Truck genommen und haben noch die heißen Quellen am Ende des Tals genossen.
    Ohne Guide sollte schon A2 Niveau Spanisch vorhanden zu sein, um nach dem Weg fragen. Immer wieder fragen und die Route dann aus der Mehrheitsmeinung erstellen oder die mittlerweile vorhandenen GPS-Tracks nutzen.
    Meine Tipps: Schuhwerk gut einlaufen, Equipment auf kleineren Touren zuhause testen, Ausgiebig sich auf die Höhe einstellen (Tageswanderungen, Übernachtungen über 3000m) und dann spricht nichts dagegen, den Track alleine zu laufen. Den Choquequairo würde ich auch noch gerne laufen, der soll aber deutlich stressiger sein. zu zweit ist die Verteilung von Zelt und Kochkram besser, wenn du Zeit hast, wird sich in Cusco sicherlich jemand finden. Du kannst auch vieles vor Ort mieten, ich würde aber immer eine gute Matte und den eigenen Schlafsack von zu Hause mitbringen.
    für weitere Bergtouren empfehle ich die Cordillera Blanca, dort bin ich den Santa Cruz gelaufen, etwas schwerer als der Salkantay.
    Edit: Der Salkantay Track geht überwiegend durch Kulturlandschaft.

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