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  1. Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #1
    Afrikanische Schweinepest (ASP) - Tote Wildschweine in Wald und Flur:
    Erkennen + Handeln für Wanderer, Pilzsammler, Hundebesitzer, Jogger, Biker u. a.

    Die ASP steht vor den deutschen Grenzen. Die Verbreitung nach und in Deutschland ist nur noch eine Frage des „Wann“, nicht des „Ob“.
    Diese Seuche tritt nur bei Schweinen, also sowohl Hausschweinen als auch Wildschweinen auf - nicht bei Menschen, Hunden, Rindern, Katzen oder Pferden. Der Mensch selbst kann infiziertes Fleisch von Haus- oder Wildschweinen ohne jede gesundheitliche Schädigung essen.
    Es gibt keine ASP-Impfung. Die Bekämpfung erfolgt durch Tötung und Beseitigung verseuchter Schweinebestände mit dutzenden oder hunderten Tieren - bei einem ASP-infizierten Schwein werden alle Schweine der Mastanlage mit 50 oder 2.000 Schweinen getötet, nicht nur das einzelne Schwein mit Infektionssymptomen. In Deutschland werden 27 Mio. Schweine gehalten, die Hälfte davon in Betrieben mit 1.000 bis über 5.000 Schweinen.

    Hauptüberträger dieser Seuchenkrankheit ist der Mensch mit seinen Fahrzeugen, Gerätschaften und Abfall - also nicht die Wildschweine.

    Bei Auftreten der ASP werden Seuchenbezirke mit 15 km Radius = 30 km Durchmesser und eingeschränktem Personenverkehr eingerichtet und öffentlich ausgewiesen.
    Der regionale oder nationale Schweinefleischmarkt kann in der Folge zusammenbrechen - dies kann für betroffene Landwirte und Wildhändler sowie deren Mitarbeiter zur sofortigen Existenzvernichtung und für alle Käufer zur Preisexplosion führen. Bei Einrichtung von Seuchenbezirken werden alle dortigen Tourismusunternehmer wie Gastwirte, Hotels, Pensionen und viele Fleischereien und Wildhändler allein wegen Rufschädigung direkt betroffen sein.
    Damit haben über ihre Stellung als Verkäufer, Käufer, Mitarbeiter, Verwandte praktisch eine Vielzahl selbst von Städtern ein erkennbares Risiko bei Weiterverbreitung der Infektion.

    Woran erkennt man eine ASP-befallene Wildsau?
    Im Wald liegen eine oder mehrere tote Wildschweine ohne erkennbare äußere Verletzungen wie aus Verkehrsunfall oder mit Schussverletzung.
    Typisch für ASP-Befall sind
    - Blutungen aus Nase oder Haut,
    - Rötungen an Ohren, Schwanz, unteren Extremitäten und am Unterbauch,
    - Erbrochenes oder/und blutiger Durchfall um die Sau herum oder an dieser,
    - schleimige Schmiere auf dem Erdboden um die Sau/Sauen herum,
    - sichtbare Abmagerungen.
    Bei noch lebenden Schweinen mit ASP-Befall sind neben obigen Merkmalen typisch
    - keine oder verringerte Fluchtbereitschaft (Sau rennt nicht weg, sondern bleibt stehen oder in der Suhle/Schlammloch bzw. am Wasserlauf liegen, bewegt sich aber noch),
    - Desorientiertheit (wirres Umherlaufen),
    - Bewegungsstörungen (Sau wankt, fällt hin und steht unsicher wieder auf),
    - hörbare Atemprobleme, Husten, Röcheln.

    Was ist nun zu tun?
    1. Sofort das im jeweiligen Landratsamt vorhandene Veterinäramt anrufen - mit jedem IPhone/Smartphone über Google auch im Wald herauszufinden. Dabei konkrete Fundstelle mit Beschreibung der Situation (eine oder mehrere Sauen, Merkmalen wie oben je nach Vorhandensein) angeben.
    Außerhalb der Bürozeiten über 112 die Rettungsleitstelle rufen - die organisiert das Weitere.
    Unnötige Aufmerksamkeit vermeiden. Gaffer vom Betreten der Fläche abhalten - das Wort „Seuche“ schreckt ab. Sonst Risiko unnötiger Weiterverbreitung des Virus über Schuhsohlen.
    2. Eigene Schuhe nach Möglichkeit außerhalb der Fundstelle und vor Betreten des Autos zur Heimfahrt wechseln. Am Fundort benutzte Schuhe und Kleidung in zwei getrennte Müllbeutel o.ä. packen. Schuhe zuhause desinfizieren. Kleidung (auch lange Unterhosen und Socken) bei 60 Grad über 20 Minuten oder bei 40 Grad über 90 Minuten waschen.
    Auto-Fußmatten desinfizieren.
    Am Fundort benutzte Gerätschaften wie Messer, Hundeleine noch am Fundort in dritten Müllbeutel packen und zuhause desinfizieren. Hund isolieren und desinfizieren - die Tierarztkosten spart man bei Umsetzung des sowieso gebotenen Leinenzwangs.
    3. Desinfektionsmittel für Menschen müssen viruzid (virusinaktivieren machend) sein.
    Beispielhaft: für die Hände Sterillium classic pure (100 ml = 2,01 €), für Schuhe, Automatten Bacillol AF (500 ml = 3,80 €) sind in jeder Apotheke frei erhältlich - mit beiden Mitteln Hände bzw. Schuhe/Matten satt benetzen und 30 Sekunden einwirken lassen. Oder WOFAS-TERIL bzw. allgemein Mittel mit Peressig-Säure.
    4. Bei Fund kurz vor Einbruch der Dämmerung oder bei notwendigem Verlassen der Fund-stelle aus anderen Gründen Stelle deutlich direkt vor Ort und am nächsten Weg markieren: mit Taschentuch, Papier, Farbband am Baum in Augenhöhe bzw. auf den Weg am Rand le-gen und mit Steinen beschweren. Fotos der Fundstelle und der Sau/Sauen an Veterinäramt senden.
    5. Kontaminierte Müllbeutel offiziell entsorgen oder sofort zulässig verbrennen.
    Achtung: Das Virus ist sehr überlebensfähig - 11 Tage im Kot bei 20° C, wochenlang im Kadaver (übersteht den Verwesungsprozess), 18 Monate im Blut bei 4° C, in blutkontaminiertem Erdboden auch bei intensiver Sonneneinstrahlung bis 205 Tage, im Blut bei Zimmertemperatur mehr als 4 Monate, in gekühlten Schlachtkörpern 7 Monate, in Parmaschinken 399 Tage, in Gefrierfleisch 6 Jahre. Deshalb ist die Desinfektion immer notwendig.

    Was soll man nicht tun?
    1. An noch lebende oder schon tote Sau herantreten - der Boden um die Sau herum ist kontaminiert.
    2. Die noch lebende oder schon tote Sau mit Händen oder Schuhen berühren - also kein Test, ob ein Totfund vorliegt oder die Sau noch lebt. Sonst Weiterverbreitung der Infektion.
    Eine noch lebende Sau kann auch plötzlich beißen oder mit den Hauern/Eckzähnen schwere bis tödliche Verletzungen der Arterie im menschlichen Oberschenkel verursachen - man kann an Ort und Stelle selbst verbluten (WILD-Schwein).
    3. Tiere im Wald werden nicht gestreichelt - der Wald ist kein Zoo. Kinder aufklären.
    4. Die Sau wird weder noch lebend noch tot ins Auto geladen und „ordnungsgemäß“ im Kofferraum zum Jäger transportiert - der ist dann nicht mehr euer Freund. Wie das Auto die nötige folgende Komplett-Desinfektion übersteht, ist vom Typ und Bezugsmaterial der Sitze abhängig.

    Die Empfehlungen sind für die in der Überschrift genannten „Normalbürger“ als Waldgänger in deutscher Sprache ohne Jägerlatein und ohne Schuldzuweisungen.
    Dass neben Menschen auch Wolf, Fuchs, Dachs, Katze, Krähe als Raubtier, Raubzeug oder Aasfresser/Fleischfresser und damit als andere Überträger der Seuche in Frage kommen, sollte beachtet werden, ist hier aber nicht Thema. Thema ist auch nicht die notwendige Änderung der Feldbewirtschaftungen oder des Jagdrechts.Wer allerdings Wildschweine durch Komposthaufen mit Fleischabfällen in seinen Garten oder Hof einlädt oder diese ach so niedlichen Tiere gar füttert, muss sich jedoch nicht über die vorhersehbaren Folgen wundern.

    Weiterführende Fachinformationen:

    https://rp-giessen.hessen.de/sites/r...uli%202016.pdf

    https://www.landkreismittelsachsen.d...CZ_07_2017.pdf

    https://www.tierseucheninfo.niedersa...21709.html#wie

  2. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #2
    Zitat Zitat von reinergeorg Beitrag anzeigen
    Tiere im Wald werden nicht gestreichelt - der Wald ist kein Zoo.
    Kinder aufklären. [/url]
    Gilt unabhängig von ASP.

    Thomas

  3. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #3
    Danke für die Mühe, reinergeorg. Gute und sehr wichtige Hinweise grade für Outdoorer, die ja viel draußen unterwegs sind.
    Ditschi

  4. Lebt im Forum
    Avatar von Homer
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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #4
    ein tip fehlt noch:
    wildschweine essen!
    die tierchen werden derzeit so fleißig bejagt, daß die jäger absatzprobleme haben.
    einfach mal das forstamt anrufen - ist günstig und saulecker

    EDIT: wildschwein aus dem supermarkt eher nicht
    Geändert von Homer (17.01.2018 um 13:21 Uhr)
    "Then it doesn't matter which way you go", said the Cat.

  5. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #5
    Den Satz aus Reiners längerem Text wollte ich noch mal hervorheben:

    Hauptüberträger dieser Seuchenkrankheit ist der Mensch mit seinen Fahrzeugen, Gerätschaften und Abfall - also nicht die Wildschweine.


    Gerade die Ausbreitung erfolgt entlang der Transportrouten, sicher nicht von Wildschweinrotte zu Wildschweinrotte.

    Und um die Ausbreitung zu verhindern oder zumindest zu verzögern gilt (nicht nur) in betroffenen Gebieten: keine Speisereste in die Landschaft entsorgen. Gerade in Fleisch/ Wurst kann sich der Erreger halten und dann die Wildwutzen infizieren.

    Nur weil vereinzelt schon Massaker an Wildscheinen gefordert werden (von den üblichen Verdächtigen aus der Agrarwirtschaft)

  6. AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #6
    Der Vollständigkeit halber hier noch der Link des Friedrich-Loeffler-Instituts zum Thema ASP: https://www.fli.de/de/aktuelles/tier...-schweinepest/

    Mit Empfehlungen, Statistiken und Informationen.
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  7. Dauerbesucher

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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #7
    Thema ist auch nicht die notwendige Änderung der Feldbewirtschaftungen oder des Jagdrechts.Wer allerdings Wildschweine durch Komposthaufen mit Fleischabfällen in seinen Garten oder Hof einlädt oder diese ach so niedlichen Tiere gar füttert, muss sich jedoch nicht über die vorhersehbaren Folgen wundern.
    ...die größten "Fütterer" sind die Landwirte mit ihren Monokulturen selber. Den "Normalbürger" kann man da absolut vernachlässigen. Ich kann dieses Gewäsch der Bauernverbände,besonders in Bezug auf Jäger und Naturnutzer,nicht mehr hören.Heutzutage reichen die Maisschläge bis an die Aussiedlerhöfe heran! Dort muß mit Prävention angefangen werden!

  8. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #8
    Zitat Zitat von Trapper Beitrag anzeigen
    ...die größten "Fütterer" sind die Landwirte mit ihren Monokulturen selber. Den "Normalbürger" kann man da absolut vernachlässigen. Ich kann dieses Gewäsch der Bauernverbände,besonders in Bezug auf Jäger und Naturnutzer,nicht mehr hören.Heutzutage reichen die Maisschläge bis an die Aussiedlerhöfe heran! Dort muß mit Prävention angefangen werden!
    Sicher war, aber die Siedlungen reichen auch immer weiter an die Waldsäume ran.
    Und was manche „Tierfreunde“veranstalten bricht halt auch alle Barrieren. Da muss man nicht den einen oder den Anderen mehr verteufeln.
    Und Speisereste übertragen den Erreger halt eher als Maismonokulturen. Darum geht es hier halt.

  9. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #9
    Wie verbreitete sich die ASP
    https://www.tierseucheninfo.niedersa...est-21709.html
    Wo kommt die Afrikanische Schweinepest vor?

    Die Afrikanische Schweinepest wurde erstmals 1921 in Kenia beschrieben und ist in Afrika südlich der Sahara weit verbreitet. Dort bilden Warzenschweine, die über längere Zeit infiziert bleiben, jedoch klinisch nicht erkranken, das natürliche Erreger-Reservoir.

    In Europa wurden sporadische Ausbrüche z. B. aus Frankreich (1974), Belgien (1985), den Niederlanden (1986), Spanien (1994) und Portugal (1999) berichtet, die alle erfolgreich bekämpft werden konnten. In 1978 wurde die Seuche nach Sardinien (Italien) eingeschleppt. Dort konnte sie bis heute nicht getilgt werden.

    Seit 2007 kommt es zur Ausbreitung der ASP im Kaukasusgebiet und in Russland. Ausgehend von Georgien (Juni 2007), wo die Seuche vermutlich durch Verfütterung von unsachgemäß behandelten Speiseabfällen von internationalen Schiffen eingeschleppt wurde, breitete sie sich über Armenien (seit 2007), Aserbaidschan (2008) und Russland (seit 2007) bis in die Ukraine (Juli 2012) und Weißrussland (Juni 2013) aus.


    Ende Januar 2014 wurde die ASP auch bei Wildschweinen in Litauen nachgewiesen und hat somit nun die EU erreicht.


    Die Frage ist, welche Maßnahmen nun getroffen werden, um die ASP einzudämmen also ob auch mit Behinderungen im Reiseverkehr abzusehen sind.

  10. Dauerbesucher

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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #10
    Sicher war, aber die Siedlungen reichen auch immer weiter an die Waldsäume ran.
    Und was manche „Tierfreunde“veranstalten bricht halt auch alle Barrieren. Da muss man nicht den einen oder den Anderen mehr verteufeln.
    Und Speisereste übertragen den Erreger halt eher als Maismonokulturen. Darum geht es hier halt.
    Tierbestände auf ein vernünftiges Maß reduzieren, große Monokulturen vermeiden, Schlachttiertourismus verbieten, Futtermittel lokal herstellen, das sind die vernünftigen Maßnahmen gegen solche Epidemien. Den Bürgern vorzubeten was sie bitte beachten sollen, ist da eher eine billige Ausrede.
    Die gescholtene Wildschweinpopulation hat sich ziemlich parallel zum Energiepflanzenanbau entwickelt. Die Auswirkungen sollen natürlich andere beseitigen....

  11. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #11
    https://www.welt.de/vermischtes/arti...en-lassen.html
    Der Mensch ist der Haupt-Überträger, nicht das Wildschwein.

  12. Gerne im Forum
    Avatar von JokkmokkA
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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #12
    Zitat Zitat von Abt Beitrag anzeigen


    In Europa wurden sporadische Ausbrüche z. B. aus Frankreich (1974), Belgien (1985), den Niederlanden (1986), Spanien (1994) und Portugal (1999) berichtet, die alle erfolgreich bekämpft werden konnten. In 1978 wurde die Seuche nach Sardinien (Italien) eingeschleppt. Dort konnte sie bis heute nicht getilgt werden.
    Da meinst du aber die Normale Schweinepest und nicht die ASP...

  13. Dauerbesucher
    Avatar von Baciu
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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #13
    Mal aus Interesse: Können Kirrungen auch ein Übertragungsherd der ASP sein?

  14. AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #14
    Klar. Wenn dort kranke und gesunde Sauen aufeinandertreffen, kann der Virus übertragen werden. Über Körperkontakt, Tröpfcheninfektion oder kontaminierte Gegenstände (in dem Sinne, dass der Jäger z.B. die Virusinfektion durch mangelnde Hygienemaßnahmen dort hin verbringt.)

    Das Kirrgut selbst darf nur aus Mais bestehen und der sollte eigentlich nicht kontaminiert sein. Es sei denn die Transportbehälter sind verunreinigt.
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  15. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #15
    Zitat Zitat von JokkmokkA Beitrag anzeigen
    Da meinst du aber die Normale Schweinepest und nicht die ASP...
    Ich meine nicht, denn da steht eindeutig Afrikanische Schweinepest.

  16. AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #16
    Imho sehr interessante und informative Doku, auch über die Hygienemaßnahmen zum Thema ASP auf Arte: https://www.arte.tv/de/videos/079475...ine-in-gefahr/
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  17. Erfahren

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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #17
    Zitat Zitat von reinergeorg Beitrag anzeigen
    ...

    4. Die Sau wird weder noch lebend noch tot ins Auto geladen und „ordnungsgemäß“ im Kofferraum zum Jäger transportiert - der ist dann nicht mehr euer Freund. Wie das Auto die nötige folgende Komplett-Desinfektion übersteht, ist vom Typ und Bezugsmaterial der Sitze abhängig.
    ...
    Außerdem erfüllt das eindeutig den Straftatbestand der Wilderei!!!

  18. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #18
    Ich stelle mal eine Frage: Und warum (muss man) die wahrscheinlich an ASP verendeten Wildschweine erst quer durchs Land fahren und verbrennt sie nicht an Ort und Stelle, wo das möglich ist?

  19. AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #19
    Zitat Zitat von Gundhar Beitrag anzeigen
    Außerdem erfüllt das eindeutig den Straftatbestand der Wilderei!!!
    Gundhar - Wilderei gemäß § 292 StGB wäre das wohl nicht. Es würde schon an einer Rechtswidrigkeit in Form der Zueignungsabsicht fehlen, da es ja zum (bekannten) Jäger geschafft werden würde, der das Aneignungsrecht (nicht: die Aneignungspflicht) des an sich herrenlosen Wildes hat. Ansonsten käme hier auch Notstand nach § 34 StGB, § 228 BGB in Betracht.
    Das Beispiel ist im übrigen aus der praktischen Sicht von Waldbesuchern angeführt worden - eine falsch verstandene "Tierliebe" kann objektiv zur Seuchen-Verbreitung führen.

  20. AW: Afrikanische Schweinepest - Erkennen und Handeln

    #20
    Zitat Zitat von Abt Beitrag anzeigen
    Ich stelle mal eine Frage: Und warum (muss man) die wahrscheinlich an ASP verendeten Wildschweine erst quer durchs Land fahren und verbrennt sie nicht an Ort und Stelle, wo das möglich ist?
    "Muss" weil es so in einem Hygiene-Gesetz stand und steht - vorher "Tierkörperbeseitigungsgesetz(TierKBG)", nun "Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz(TierNebG)" vom 25.01.2004, Fassung 04.08.2016 auf Grundlage der EG-Verordnung Nr. 1069/2009.
    Die Bundesländer haben dazu jeweils eigene Ausführungsgesetze beschlossen - im für "den alten Hasen" zunächst relevanten Sachsen das Sächsische Ausführungsgesetz zum TierNebG als SächsAGTierNebG vom 09.12.2004. In ganz Sachsen gibt es eine (EINE) zugelassene Tierkörperbeseitigungsanstalt bei Riesa-Großenhain und verschiedene Sammelstellen dafür.
    Ansonsten ist wildes offenes Feuer im Wald auch waldrechtlich nicht zulässig.
    Im übrigen müssen solche Tierkörper eben einer fachlich geeigneten Untersuchung unterzogen werden.

    Die außerordentliche Brisanz des Themas beginnt selbst deutschen Fachleuten erst zu dämmern - bei nur 3 oder 4 örtlich verschiedenen ASP-Fällen wird neben den drastischsten Auswirkungen in der Landwirtschaft (nicht nur den Schweinehaltern)auch der gesamte Tourismus in grenznahen Gebieten zu Tschechien oder Polen wie mecklenburgisch-vorpommersche Ostseeküste, Bayerischer Wald, Erzgebirge oder Sächsische Schweiz schlagartig zusammenbrechen, weil dann pro Fall Betretungsverbote in Wald und Flur mit Radius von jeweils eben 15 km drohen - das sind jeweils 30 km Durchmesser.
    Das bisherige kleinliche politisch-behördliche bloße Herumdiskutieren an "Taschenlampenverbot" oder "Nachtzielgeräteverbot" für Jäger wird zum bösen Erwachen führen "das konnten wir nicht vorhersehen". Dass die Landwirte selbst ihre Feldwirtschaft umstellen sollten, bleibt in der bisherigen Diskussion nur in der Nebenrolle, wäre jedoch sehr wesentlich.

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