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  1. Erfahren

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    AW: [AR] aconcagua, die klassische polengletscherüberquerung 1989

    #21
    Mitreisende: danobaja
    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Danke für den spannenden Bericht. Die Fotos kommen mir besser vor, einige sind sehr ausdrucksstark.
    meine art zu fotografieren hat sich mit meiner inneren haltung verändert. besser schlechter, das kommt auf die erwartungshaltung an, die der betrachter hat.

    anfangs war ich immer alleine unterwegs und hab landschaftsaufnahmen gemacht. da hab ich die leute immer aus dem bild gescheucht, weil ich die nicht drauf haben wollte. waren ja fremde, nur gelegentlich auch mal n begleiter. ein rotes zelt war ein störfaktor, dann lieber kein bild von der stelle aus...

    später wollte ich dann auch mal meinen partner auf dem bild haben, einfach weil ich nen partner hatte. und irgendwann fand ich es spannend auch mal ein gesicht zu knipsen.
    danobaja
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    AW: [AR] aconcagua, die klassische polengletscherüberquerung 1989

    #22
    Seh ich ähnlich ....

    beim (viel) späteren betrachten der Bilder sind oftmals solche Details, wie ein Mitwanderer, oder zufälliger Anwesender, ein Zelt oder irgenein anderes Trum, genau die Dinge an die man schon gar nimmer gedacht hat und die einem dann eine tolle Erinnerung wiederbringen.

    Die Landschaft selber (grad in unserer Zeit) finde ich oft bei Tante Google deutlich schöner und handwerklich 1000X besser Fotographiert.

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    AW: [AR] aconcagua, die klassische polengletscherüberquerung 1989

    #23
    Ich meinte das qualitativ bezüglich der Scannerei. Die Farben sind teils sehr ausdrucksvoll (ob sie im Original anders waren, kann ich natürlich nicht beurteilen).
    Die Motivwahl tut ihr übriges dazu, interessant, wie sich Gesichter unter Strapazen verändern. Und die Serie Blick zurück, Mark am Gipfelgrat wirkt auf mich geheimnisvoll, mystisch und bedrohlich zugleich. Aber im Grunde braucht es bei Deinem Bericht keine Fotos, der Text war spannend genug.
    Das Tragische an jeder Erfahrung ist, dass man sie erst macht, nachdem man sie gebraucht hätte. F. W. Nietzsche

    Nordlicht bleibt Nordlicht und Tüdelkram is Tüdelkram.

  4. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [AR] aconcagua, die klassische polengletscherüberquerung 1989

    #24
    Cool als du die Tour da durchgezogen hast, hab ich noch in die Windeln geschissen.

    Finde es schön so einen Bericht aus einer anderen Generation zu lesen.

  5. Erfahren

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    AW: [AR] aconcagua, die klassische polengletscherüberquerung 1989

    #25
    Krasse Tour! Ich bin beeindruckt und habe mitgelitten und mitgejubelt. Danke für's Mitnehmen!

    LG Sylvie


  6. Administrator
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    Avatar von sudobringbeer
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    AW: [AR] aconcagua, die klassische polengletscherüberquerung 1989

    #26
    Absolut geniale Tour und wunderschöner Bericht!

    Ich bin immer wieder beeindruckt wie einsam und im Moment man früher noch Bergsteigen konnte und auch musste. Wenn ich daran denke wie häufig ich den mittlerweile sehr präzisen Wetterbericht in den Alpen checke und mich am Gipfeltag auch danach richte, ist für mich die Vorstellung keinen zu haben wirklich seltsam. Da hockste nun auf >6000m im Sturm und Schnee und hast keine Ahnung ob das morgen vorbei ist oder ne Woche bleibt. Eine ganz Bekenntnis zu echtem Risiko als heutzutage.

  7. Erfahren

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    AW: [AR] aconcagua, die klassische polengletscherüberquerung 1989

    #27
    hi sudo,

    ich schreib da noch was dazu, muss nur bissl nachdenken wie ichs formulier. wird aber sonntag werden, muss nach dortmund was arbeiten.
    danobaja
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  8. Erfahren

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    AW: [AR] aconcagua, die klassische polengletscherüberquerung 1989

    #28
    ...darf ich derweil?
    In den Anden, allerdings Peru/Bolivien, habe ich den Wetterbericht im Grunde nicht vermisst. Wir sind durchaus mal in schlechtes Wetter geraten, mal haben wir uns drauf verlassen, daß es aufmacht, mal sind wir zurück...Ich fands ok, sich nur nach den aktuellen Bedingungen an der frischen Luft zu richten...Von den 6000er dort kommt man aber auch eingermaßen schnell wieder runter, die Aconcagua-Traverse ist sicher nochmal eine andere Hausnummer.
    Ich finds andererseits auch gewagt, wenn man sich, nur weil einem das satphone eine kurze Wetterlücke ankündigt, in eine Situation begibt, die man selbst im Grunde nicht im Griff hat.
    Danke für den tollen Bericht!!!

  9. Erfahren

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    AW: [AR] aconcagua, die klassische polengletscherüberquerung 1989

    #29
    hi sudo und tilmann,

    das mit der einsamkeit in den bergen gibts heut auch noch. in den anden und in alaska, sicherlich auch in den anderen gebirgen der welt gibts noch jede menge dinge die man tun kann ohne leuten zu begegnen. allerdings fallen dann die hohen ziele raus. aber die ganzen gipfel die wir am reinweg zum denali gesehen haben sind sicherlich immer noch unbestiegen, da interessiert sich keiner dafür. anmarsch beschwerlich, gipfel namenlos. auf anderen kontinenten und in den anden gibts das auch noch. im hinterland auf feuerland zb. 2 pferde kaufen beladen, reinmarschieren, basecamp errichten und alles drumrum besteigen... einfach losgehen und tun und die zeit zum bergsteigen nutzen. aber man kann natürlich auch ein halbes jahr damit zubringen sich eine versicherung zu suchen die den heliflug organisiert und bezahlt, sich mit krankenkasse und allem möglichen zeugs ausseinandersetzen. sich aufregen, dass das handy dort evtl. keinen empfang hat und das gps nicht funzt.

    das wetter ist wie es ist. mit und ohne satphone. ich geh zuhause mitm hund raus wenns regnet, und wenns trocken ist. da hab ich nicht viel wahl. in den bergen seh ich das nicht viel anders. allerdings ist die zielsetzung eine andere. der hund muss raus. entweder ich geh, oder ich muss das wohnzimmer sauber machen. da geh ich lieber, auch bei -20 und sturm, oder bei starkregen. in den bergen muss ich nicht raus. da ists auch nochmal bissl heftiger als auf dem thüringer wald oder den voralpen. und ja, manchmal kann man auch nicht raus. da plant man halt ruhetage ein und legt die aufs schlechte wetter. man kehrt um wenn man das ziel nicht mehr vor augen sieht (zu wenig zeit, essen, schlechtes gefühl, was auch immer).

    aber bleiben wir bei der aconcagua tour. was hilft mir denn ein wetterbericht? zelt auf und rausschauen, hirn aus und in sich reinschauen und -fühlen muss reichen. das wetter ist wie es ist, dem ist der kachelmann völlig wurscht. wetter ist wetter, der tv mann ist dem wetter ***egal. damals gabs die möglichkeit gar nicht nen wetterbericht abzurufen. hätte ich deswegen daheim bleiben sollen? ich wollte da hoch, das geht nicht von daheim aus. undenkbar! also.... was tun?

    in den anden ist das wetter stabiler wie in alaska zb., klar. aber ändern kannst dus eh nicht. wozu den ganzen kram? das ist für mich wie eine besteigung im tv anzuschauen. ist interessant, aber sonst? ICH bin ja nicht dabei. bilder im kopf, kopfkino! unwichtig, lediglich ein netter zeitvertreib. hat seine berechtigung, ja. aber mehr nicht. der schneesturm um 16.00 ist doch ein gutes beispiel. hätts was geändert wenn wir gewusst hätten dass er regelmässig und zuverlässig kommt? nein ganz sicher nicht. und wenn wir täglich erfahren hätten, dass heute um 4 schneesturm ist, wären wir im zelt geblieben? hätt es was geändert?

    vielleicht ist das auch der tatsache geschuldet dass wir einfach bequem geworden sind. aber hauptsächlich passt das in die zeit der vollkaskomentalität. das zeitalter der schuldzuweisung ist angebrochen vor einigen jahrzehnten. wobei wir immer eine klitzekleinigkeit geflissentlich übersehen. wenn ich sage du (zb, der falsche wetterbericht!) bist schuld und mit dem finger auf ihn zeige, dann vergessen wir immer, dass unsere hand 5 finger hat, nicht nur den ach-so-wichtigen zeiger. der weist die schuld dem gegenüber zu, aber gleichzeitig deutet einer nach oben zum "lieben gott", und ganze 3!!! finger zeigen auf mich selber.

    es geht niemals um schuld. jeder bekommt vom leben das was er verdient. das hat nichts mit riskiomanagement zu tun. bein ab ist bein ab, egal wer "schuld" ist. ich muss leben ohne bein, ich alleine muss sehen wie ich klar komme. wenn leute meinen es hilft wenn der andere ne million berappen muss, prima, nimm das geld, das macht das leben leichter. aber das bein ist trotzdem ab. und du wirst nie wieder so schnell laufen wie früher. das ändert kein euro, keine million euros! und du wirst in der zunkunft nur glücklich sein können wenn du dich selbst änderst.

    dass das leben gefährlich in sich ist, das vergessen wir alle. die kinder werden vom tod ferngehalten in unserer gesellschaft, sie leben einen tagtraum vom ewigen leben. in vorgespielter perfekter sicherheit. und wenn doch mal was passiert, dann verklagt man irgendjemanden (oder ist froh dass es das nachbarskind erwischt hat und sagt laut, das tut mir aber leid). nur sich selber will keiner an der nase packen. das risiko sollen die anderen haben.

    wenn ich eine entscheidung treffe, dann muss ich wissen dass sie mich umbringen kann. wenn ich mich ins auto setze, dann muss ich das tun im bewusstsein, dass ich von dieser fahrt nicht mehr zurückkommen könnte. das gleiche gilt wenn ich aufs klo gehe. wenn ich meine frau küsse, dannn könnte es das letzte mal gewesen sein.

    mir bringt dieses wissen um die endlichkeit des lebens eine intensität und damit eine lebenqualtiät, die sich niemals beschreiben lässt. jetzt küsse ich meine frau aus voller inbrunst. jedesmal wenn ich gehe. ich werf ihr keinen handkuss zu, ich ruf nicht: bis nachher! ich will sie spüren, erleben, ich will wissen dass ich ihr das beste gegeben hab, das ich geben konnte in dem moment.

    und in den bergen ist das nicht anders. hingehen und mit einem auge aufs smartfon schielen raubt mir die intensität. den sos-knopf dabei haben nimmt mir die konzentration, die intensität, die quälität. es ruiniert mir die tour. aber ich bin auch bereit den kopf hinzuhalten für eine falsche entscheidung. wenn mich der knopf gerettet hätte. ja vielleicht. mir wärs lieber beim versuch "50 km zu kriechen" zu sterben weil ichs nicht schaffe, als den knopf drücken zu können und das die ganze tour im hinterkopf mitzutragen. das würd mir die tour mehr versauen als zu sterben. was nun nicht heissen soll, dass ich nen helfer wegschicken würde. aber losgehen im bewusstsein dass ich ihn jederzeit zu hilfe kommen lassen kann, das würde ich nicht wollen. ich würd meine schei*** lieber selber regeln wollen.

    wenn ich unterwegs bin möchte ich wissen wie gut ich bin. ich will wissen ob ichs kann. mit allen konsequenzen. ich geh natürlich nicht nackt. manche dinge muss man nicht machen, ausser man will sich umbringen. aber ich brauch auch nicht jeden schnickschnack den salewa verkaufen will. manchmal geh ich mit seil, manchmal ohne. aber beide male im bewusstein dass beides mich evtl. weder umbringen, noch retten wird. manche dinge mache ich, manche dinge lasse ich.

    so wie jeder. muss jeder selber wissen. ich liebe qualität, besonders die des lebens. quantität? ach die ist gut bei einem 5 gänge menü. aber ehrlich. ich ess lieber gute, reife äpfel bis ich satt bin, wie mich täglich an space-ig verziertem steak vom 10-sternekoch mit karamellisiertem salat und 50 weiteren raffinierten zutaten voll zu fressen.

    was man selbst für gut, nützlich, notwendig hält, das empfindet jeder anders. jeder hat ein anderes risikobewusstsein, jeder muss für sich selbst abwägen. wer den knopf will, der soll ihn mitnehmen. das werf ich ihm nicht vor, das geht mich nichts an. das ist seine quälität, die er selbst bestimmt.

    ein partner relativiert das risiko, ein seil, ne gute jacke, helm, ein extra paar socken, ne flasche schnapps ebenso, auch ich relativiere für mich. vielleicht ist es für die heutige "jugend" das volle risiko mit wetterbericht, sos-knopf , bergrettung, und eingeplantem helikopterflug, etc. und sie geniesst das vielleicht in vollen zügen. ich weiss es nicht. wenn dem so ist, dann ist ja alles gut. denn dann stimmt die qualität für sie.

    mir (für mich selber) kommt das vor wie strip-poker zu spielen und dann, wenn man verloren hat die unterhose nicht auszuziehen.

    ***klugscheiss ende!***
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    AW: [AR] aconcagua, die klassische polengletscherüberquerung 1989

    #30
    Du stehst da in guter Tradition und Gesellschaft mit Messner und Habeler die auch sagen ihre Everest Begehung ist unwiderholbar wegen dem jetzt verfügbaren Wetterbericht und der Menge Leute am Berg.

    Ich kann deine Argumentation sehr gut nachvollziehen und finde die Konsequenz wie du sie vertritts auch sehr gut auch wenn ich sie nicht nachleben werde. Während ich gerne Touren ohne und mit Seil, ohne Sicherung oder mit bolts klettere, werde ich auf Wetterbericht und Telefon für eine mögliche Rettung nicht verzichten. Ganz einfach weil mir mein Leben und das anderer wichtiger als mein Stolz ist.

    Bei deiner Expedition damals hat sich die Option Telefon und Wetterbericht ja gar nicht gestellt, da wäre ich vielleicht auch ohne los. Heutzutage würde ich mir die Entscheidung ohne Wetterbericht dorthin zu gehen wo Wetter Konsequenzen hat die Nass und krank werden übersteigen schwer machen.

    Das hat mMn nichts mit einer Vollkasko Mentalität zu tun sondern reduziert Risiken, die man sonst hätte. Ja es ist wahrscheinlich heldenhafter bei einer Schreckhorn Lauteraarhorn Überschreitung einen Schneefall und Gewitter zu überleben, die Tour ist ohne das aber auch nicht verkehrt.

    Und ja wenn man etwas vom Wetter versteht kann man für so eine Tour auch ohne Wetterbericht erkennen ob das Wetter stabil genug ist oder nicht..
    Dir immer gutes Wetter und dass das Glück auf deiner Seite ist

  11. Erfahren

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    AW: [AR] aconcagua, die klassische polengletscherüberquerung 1989

    #31
    hyoh! (hike your own hike)

    in diesem fall halt "kletter deine eigene tour".

    es ist dein leben, deine qualität, dein spass. das musst du (und jeder andere auch) so gestalten dass es ihm spass macht. dann ist alles gut. mit stolz hat das nichts zu tun. man kann auch auf ne gesicherte route weit unter seiner leistungsgrenze stolz sein.

    ich bin früher jeden oktober einmal auf die zugspitze durchs höllental und ich hab jedesmal den garmischer getroffen der barfuss ohne gepäck in 3-4 stunden hochgelaufen ist. ich war jedesmal stolz oben zu sein. an ihm gemessen wär das schwierig gewesen. aber er zählt nicht, meine leistung zählt für mich. gipfel (schön, aber nicht zwingend wichtig), heil wieder runter, geiler tag! grund genug stolz zu sein.

    was den reinhold angeht, den hab ich das nie sagen hören, aber der hat soviel gesagt... man kanns vielleicht nicht direkt vergleichen, aber auch er war immer mit der bestmöglichen ausrüstung unterwegs. die zeiten haben sich schon geändert, damit auch die ansätze und der stil. aber er ist ganz gutes beispiel für risikomanagement. einer der besten bergsteiger zu seiner zeit, in dem was er tut immer noch einer der besten weil er sich immer voll einbringt. und dann hauts ihn von der schlossmauer weil er ein glas zuviel intus hat und nicht ganz bei der sache ist...

    bei meinem ersten rad hat noch gummi auf reifen (fast nicht!) gebremst, dann kam die felgenbremse mit immer besseren wirkungen, und heute fahr ich scheibenbremse. mein erstes ultraleichtzelt wog über 2 kilo für 1 person, mein jetziges 760 gramm bei genausoviel platz drin. aber hey, mir macht das neue mehr spass.

    genauso wie man sich selbst verändert verändert sich alles um einen herum. das problem ist halt:

    "he´s an old hippie and he dont know what to do. should he hang on to the old, should he grab on to the new...."
    https://www.youtube.com/watch?v=MzdvQOXxRD4

    da muss jeder durch und jeder muss seinen eigenen weg finden. happy trails! stay safe!
    danobaja
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  12. Erfahren

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    AW: [AR] aconcagua, die klassische polengletscherüberquerung 1989

    #32
    hi, wie oben schon gesagt, in den Cordilleras Blanca und Vilcanota sowie auf den 6000ern Boliviens fand ich es ziemlich ok ohne Wetterbericht zugange zu sein. Ich weiss auch nicht, ob es für dort wirklich brauchbare Prognosen gibt, wann denn genau die fast täglichen Wolken aus dem Amazonasbecken die Gipfel erreichen, wieviel Niederschlag die bringen und ob sie nicht doch mal ein paar Tage bleiben.
    Auf den mehrwöchigen Touren in Grönland hatten wir zwar ein satphone tief im Rucksack dabei, haben es aber sehr genossen, ohne täglichen Kontakt zur Aussenwelt uns nach den aktuellen Gegebenheiten zu richten. Unsere Zeitpläne hatten genug Puffer, mal ein Wetter auszusitzen oder eben noch einen Gipfelabstecher einzubauen. Kann man auch anders machen...und wenn es jetzt sicherheitmäßig angesagt ist, sich per Sateliten die notwendige Informationen zu besorgen, würde ich das natürlich auch machen.
    Ich weiß aber genau, dass das moderne Höhenbergsteigen, bei dem alle im Lager hocken und auf das Startsignal aus Innsbruck warten, sicher nicht mein Ding ist. Dann lass ich das aber auch ganz bleiben und mache andere Touren.
    Die Aconcagua-Traverse hat sicher ihren eigenen Chrakter - zwischen Charly Gabl Stil (lange Belagerung, Einrichten von Fixseilen, Wetterbericht per sat) und den kürzeren 6000er Trips (1. Tag hin, 2. Tag Hochlager, 3. Tag Gipfel mit Abstieg, 4. abends wieder pollo und cerveza). Ich könnte mir schon vorstellen, diese Traverse auch heute noch in letzterem Sinne durchzuführen, so Permitreglungen und Gletscherzustand dies zulassen.
    Grüße von Tilmann

  13. Erfahren

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    AW: [AR] aconcagua, die klassische polengletscherüberquerung 1989

    #33
    die polengletscher traverse wird ja sehr selten, aber dann meist vom normalen basecamp aus gemacht. es gibt ne querung oberhalb.

    ich behaupte mal, dass, wenn man sich ein "hoch"lager einrichtet am querungsabzweig, das ganze in einem tag gut machbar ist. egal wie der gletscher aussieht. der variiert stark von links nach rechts, von flacher nach steiler. wer steiler kann nimmt den kurzen weg rechts, aber selbst wenn man weiter links hochgeht und dann länger aufm grat ist, ist das in einem tag machbar. fixseil wirst du nirgends brauchen. wenn man mal aufm gipfel ist ist es ja nur noch bissl dauerlauf runter, und man kann je nach verfassung das lager einpacken und noch bis bc absteigen.

    lediglich um 4 nachmittags möcht ich nicht am gipfel stehen. dort wars ohne sturm schon verdammt kalt im mässigen wind. aber vielleicht gibts den zuverlässigen 4 uhr sturm ja gar nicht mehr.
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