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  1. Anfänger im Forum

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    Rückenplatte stabilisieren (Osprey Tempest/Talon 30)

    #1
    Hallo zusammen,

    mit meinem Osprey Tempest 30 bin ich nun eigentlich sehr zufrieden und oft unterwegs - das einzige was wirklich stört, ist die sehr unstabile Rückenplatte. Ist der Rucksack nicht ganz voll oder schlecht gepackt, knickt der Rücken in der Mitte förmlich ein. Das wurde hier im Forum glaub ich auch schon in einigen Threads geäußert.

    Also würde ich gerne versuchen, die Rückenplatte auszutauschen oder stärker zu stabilisieren. Zum Austausch durch eine Kunststoffplatte hatte ich hier schon mal was gelesen - das klingt aber doch noch relativ kompliziert. Wie die Platte sich mit einfachen Mitteln zuschneiden und anpassen lässt, verstehe ich nicht so ganz.
    Aber vielleicht gibt es ja auch eine simplere Lösung. Im UL-Bereich wird die TAR Z-Lite ja gerne als Rückenpolster verwendet. Könnte man die hier nicht auch einbauen? Und an alle evtl. MYOG-Erfahrenen: Ist das wirklich stabil/ bequem genug auch für längere und anspruchsvollere Touren? Ich verwende den Rucksack beim Wandern, Skitouren und Klettersteigen als 1-2-Tagesrucksack.
    Ansonsten wäre mir noch eingefallen, Streben zu Verstärkung einzubauen. So behält man auch das ursprüngliche Rückensystem mit dessen Atmungsaktivität usw., und viel schwerer dürfte das ja auch nicht sein -z.B. mit GFK.

    Oder liege ich da komplett falsch? Mit MYOG jeglicher Art kenne ich mich in der Praxis überhaupt nicht aus, deswegen berichtigt auch gerne.
    Über Meinungen oder Vorschläge freu ich mich immer!

    Viele Grüße

  2. Dauerbesucher

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    AW: Rückenplatte stabilisieren (Osprey Tempest/Talon 30)

    #2
    Zitat Zitat von Loz Beitrag anzeigen
    ... das einzige was wirklich stört, ist die sehr unstabile Rückenplatte. Ist der Rucksack nicht ganz voll oder schlecht gepackt, knickt der Rücken in der Mitte förmlich ein.
    ...
    Über Meinungen oder Vorschläge freu ich mich immer!
    Dann mach ihn voll, packe richtig und so wird der Zweck eines Leichtgewichtsrucksacks erfüllt.

    (Schwere) Rucksäcke mit stabilen Tragesystemen bleiben dennoch auf ihr Zielgewicht ausgelegt, deswegen haben Rucksacktragende i.d.R. mehrere Modelle mit verschiedenen Leergewichten und Packvolumina.

    Stabile i.S. von "fest aufgespannten" Rückenteilen gibt es seit Generationen zu kaufen, die Inneneinteilung ist dann das andere Blatt, schlampig gepackt rutscht alles nach unten und der Tragekomfort leidet, je nach Sportart/Bewegungsprofil wenig bis stark.

    Einfachste Abhilfe ohne Gebastel ist der Kauf eines Zweirucksackes.

    Willst du die MYOG Lösung, dann bitte ausbauen, exakt vermessen und das alternative Material ebenso planen. Sonst baust du dir in Stunden für relativ viel Geld eine Individuallösung, aber das Ergebnis ist (a) vom Gewicht her und (b) vom Tragekomfort her schlechter. Positiv: Erfahrung gesammlt.

    Ein (sehr) steifes Material kann die Hölle sein beim Versenken in den alten Rucksack, je nach Zuschnitt, du belastest die Nähte, riskierst Risse oder machst das Teil zu klein, es entstehen neue Verspannungen, wofür der alte Sack, Aufnahmepunkte nicht ausgelegt sind. Undsoweiter. Entweder richtig und passend machen (in vielen Stunden Arbeit) oder fertig kaufen. So meine Meinung.

    Viel, viel einfacher: richtig packen.

  3. Alter Hase
    Avatar von Schmusebaerchen
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    AW: Rückenplatte stabilisieren (Osprey Tempest/Talon 30)

    #3
    Das liest sich schon wieder so:
    "Der Rucksackhersteller muss den Rucksack so bauen, wie ich ihn packe." Wäre es nicht viel sinnvoller den Rucksack so zu verwenden (packen) wie es sich der Rucksackhersteller gedacht hat? Isomatte oder Klamotten an den Rücken und gut is.

    Ich kaufe keine Rucksäcke mehr mit Rückenplatte oder Aussteifung, weil bei richtigem packen völlig unnötig. Selbst bei 20 kg.
    Nützliche Wiki Seiten: Leitfaden für Einsteiger, Packlisten
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  4. Fuchs
    Avatar von dominiksavj
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    AW: Rückenplatte stabilisieren (Osprey Tempest/Talon 30)

    #4
    Beim Talon kann man in das Trinkblasenfach eine aussteifende Platte oä einführen.
    Oder eine Osprey Trinkblase, die erfüllt beide Zwecke
    freedom's just another word for nothing left to lose

  5. Anfänger im Forum

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    AW: Rückenplatte stabilisieren (Osprey Tempest/Talon 30)

    #5
    Zitat Zitat von woodcutter Beitrag anzeigen
    Dann mach ihn voll, packe richtig und so wird der Zweck eines Leichtgewichtsrucksacks erfüllt.

    (Schwere) Rucksäcke mit stabilen Tragesystemen bleiben dennoch auf ihr Zielgewicht ausgelegt, deswegen haben Rucksacktragende i.d.R. mehrere Modelle mit verschiedenen Leergewichten und Packvolumina.

    Stabile i.S. von "fest aufgespannten" Rückenteilen gibt es seit Generationen zu kaufen, die Inneneinteilung ist dann das andere Blatt, schlampig gepackt rutscht alles nach unten und der Tragekomfort leidet, je nach Sportart/Bewegungsprofil wenig bis stark.

    Einfachste Abhilfe ohne Gebastel ist der Kauf eines Zweirucksackes.

    Willst du die MYOG Lösung, dann bitte ausbauen, exakt vermessen und das alternative Material ebenso planen. Sonst baust du dir in Stunden für relativ viel Geld eine Individuallösung, aber das Ergebnis ist (a) vom Gewicht her und (b) vom Tragekomfort her schlechter. Positiv: Erfahrung gesammlt.

    Ein (sehr) steifes Material kann die Hölle sein beim Versenken in den alten Rucksack, je nach Zuschnitt, du belastest die Nähte, riskierst Risse oder machst das Teil zu klein, es entstehen neue Verspannungen, wofür der alte Sack, Aufnahmepunkte nicht ausgelegt sind. Undsoweiter. Entweder richtig und passend machen (in vielen Stunden Arbeit) oder fertig kaufen. So meine Meinung.

    Viel, viel einfacher: richtig packen.
    Ok ok, überzeugt ;) Dann werd ich mal einen Pack-Workshop machen.

    Nein, ernsthaft: Ich seh´s auf jeden Fall ein - wobei man sich nach dem Motto natürlich auch einfach einen Sack an den Rücken schnallen kann, also einen Rucksack ohne Rückenplatte, wie Schmusebaerchen auch schreibt. So ul bin ich aber gar nicht unterwegs (und hab auch nicht den Anspruch). Ich fand es einfach nervig, wenn z.B. beim Klettern ganz am Ende noch ein Seil oben drauf kommt und der komplette Rücken einknickt. Vielleicht probier ich deshalb das mit der Trinkblase echt mal aus, das ist ja eigentlich sinnvoll wie einfach. Danke @dominiksavj! Ansonsten wohl einfach komprimieren und mit jacken ausstopfen, wie ich das gelernt hab.

    Vielen Dank euch

  6. Dauerbesucher

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    AW: Rückenplatte stabilisieren (Osprey Tempest/Talon 30)

    #6
    Je nach Gepäck kann es sich lohnen ein aufblasbares Etwas, also z.B. ein Kopfkissen, Nackenkissen etc., mitzunehmen. Nimmt minimal Platz und Gewicht, aber im Falle des Falles kann man damit "packen helfen", teilweise isoliert diese Luftummantelung brauchbar gegen kaltes/heißes Wasser bzw. verhindert unerwünschten Wärmeübertrag. Hat man eine (un)geeignete Form gefunden lässt sich diese gar mit Schnüren unterteilen, knickbar machen > dieses Mal dort wo gewünscht und dem Verstauen förderlich.

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