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  1. Anfänger im Forum

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    Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #1
    Hallo liebes Forum,

    ich plane für nächsten Sommer eine Tour durch Norwegen. Ich möchte mit meiner Freundin mit dem Rad auf eine Fähre und dann mit der nach Norwegen um dort dann zwei bis drei Wochen zu radeln. Und da stellen sich auch schon meine Fragen. Was empfiehlt sich in Norwegen für ein 2-3 wöchige Radtour mit viel Abwechslung? Würden im Zelt übernachten und alles was man so braucht in Radtaschen mitnehmen. Außerdem würde mich interessieren ob es Fähren gibt die von zB. Norddeutschland nach Norwegen fahren.
    Würd mich über eure Erfahrungen in Norwegen freuen.

  2. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #2
    Ihr seid richtig fit, wollt viel bergauf und bergab fahren und schlechtes, kühles Wetter stört Euch nicht? Ihr wollt fantastische (Berg-)Landschaften? Dann ist Norwegen richtig...
    Ich fand die Gegend um den Sognefjord und nördlich davon sehr schön.

    Google mal nach Color-Line Kiel-Oslo.

    Gruß,

    Claudia
    Mein Blog zum Draußensein mit allen Sinnen: www.wanderluchs.de

  3. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #3
    Bin kein Reiseradfahrer. Ich weiß nur, daß ich nicht in Norwegen damit anfangen würde.

    Fähren: Color Line Kiel-Oslo. Teuer, aber ein Erlebnis für sich.

    Hirtshals- Kristiansand mit der Schnellfähre: kurze Fahrt und schnell.

    Hirtshals -Stavanger- Bergen: wenn man in den Westen möchte nach Fjord- Norwegen.

    Hier sind sie alle zu sehen:

    http://www.faehren-nach-norwegen.de/virthos.php?-pg=101

    Bis auf Hirtshals- Langesund bin ich alle schon gefahren.

    Früher gab es noch Hanstholm-Egersund. Mehrfach benutzt, da günstig. Leider gestrichen.

    Ich würde die Fähre wählen, die Euch Eurem Reiseziel in N am nächsten bringt. In N Strecke machen, ist schon mit dem Auto mühsam.

    Ditschi

  4. Dauerbesucher
    Avatar von HAL 23562
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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #4
    Meine Norwegenerfahrungen liegen schon einige Jahre (1999) zurück, aber der positive Eindruck dieser Reise ist heute noch sehr lebendig.
    Ich bin damals mit Color-Line nach Oslo rüber (Liegesitz - empfehle ich nicht). Allein die morgendliche Einfahrt in den Oslo-Fjord bei strahlendem Sonnenschein war schon ein Erlebnis.
    Von Oslo gings quer durchs Land Richtung Geilo, denn ich hatte vor, über den Rallarvegen die Hardanger Vidda zu durchqueren. Bei Haugastol bog ich dahin ab und bin dann bei bestem Sommerwetter über den damals noch recht holperigem Weg gefahren. Er führt praktisch durch zuweilen grandiose Hochgebirgslandschaft nahe am Hardanger Jokulen vorbei immer entlang der Bergenbahn, deren alte Baustraße er war. Ich war Ende Juni dort und musste mein Rad einige Male durch tauende Schneefelder schieben. Wie ich in Finse erfuhr, hatte es in der Vorwoche einen Schneesturm mit 1 Meter Schneehöhe gegeben. Besagte Schneefelder waren nur der kümmerliche Rest.
    Irgendwann gings wieder hinunter Richtung Voss und dann meist entlang von Fjorden nach Bergen. Manchmal mußte ich durch kilometerlange Tunnel hindurch. Damals meist einfach in den Fels gesprengte, unbeleuchtete Röhren. Das war kalt und gruselig. Die Dunkelheit "fraß" ein paar Meter vor dem Rad förmlich das Licht und selbst das kleinste Auto machte einen Höllenlärm. Heute dürfen Radfahrer die Tunnel oft nicht befahren (wichtig für die Streckenplanung) und die meisten Tunnel dieser Gegend scheinen inzwischen verputzt und beleuchtet (2017).
    Kurz vor Bergen musste ich aus Zeitgründen abbiegen und fuhr über etliche Inseln/Fähren über Stavanger entlang der Küste Richtung Süden. Dies in der naiven Vorstellung Küste = flach. Weit gefehlt! Pausenlos gings runter zum Fjord und an der anderen Seite wieder - meist richtig! - hoch. Spektakulär war die Abfahrt, ich glaube zum Jössingfjord hinunter. Die Straße war in eine senkrechte Felswand gesprengt mit engsten Serpentinen. Irgendwann kam ich bei der Fähre Kristiansand an und fuhr durch Dänemark zurück nach Lübeck.
    Nach Norwegen hatte ich das Gefühl in einer anderen, irgendwie kleineren und engeren Welt zu sein.
    Ich war ungefähr 3 Wochen bei super Sommerwetter ohne Regen unterwegs und braun gebrannt wie frisch aus der Karibik. Kaum jemand glaubte mir, dass diese Radfahrer-Bräune einem Norwegenurlaub entstammte.

    Fazit: Ein superschöner Radurlaub durch teilweise grandiose Landschaften. Aber zuweilen wirklich anstrengend!

    HAL
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  5. Dauerbesucher
    Avatar von HAL 23562
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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #5
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    ... In N Strecke machen, ist schon mit dem Auto mühsam ...
    D'accord! Es war meine erste große Radtour und danach war ich um einiges fitter.

    HAL
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  6. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #6
    OT: Seit 1999 hat sich viel getan. Tunnel mit Kreisverkehr



    Ditschi

  7. Anfänger im Forum

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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #7
    Cool. Danke schon einmal für die vielen Antworten! Sind letzten Sommer vom Bodensee zum Lago Maggiore geradelt. Hinweg über den Gotthard Pass, Rückweg dann den San Bernadino. Jeweils ca.2200m. Die Berge in Norwegen sind dann ungefähr vergleichbar oder doch sogar anspruchsvoller? Die Fähren werd ich mir mal in Ruhe anschauen. Denke das könnte ein guter Start in den Urlaub sein.

    Lg

  8. Gerne im Forum

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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #8
    Wir waren diesen Sommer in der Hardangervidda wandern und sind auch anfangs ein gutes Stück den Rallarvegen entlang. Das ist eine tolle Strecke und mit etwas Kondition sicher gut zu schaffen. Allerdings gab's Ende Juni noch reichlich Schnee Felder, da hatten die Radfahrer ganz schön mit dem nassen weichen Schnee zu kämpfen. Aber landschaftlich sehr schön erst das Hochland und der Gletscher dann wird es immer grüner bis man schliesslich unten am Fjord ankommt. Gute Verkehrsverbindung mit Bergenbahn und Flåmbahn. In der Hauptsaison muss aber ganz schön viel los sein. Ende Juni war es noch recht ruhig.

  9. Fuchs
    Avatar von Fernwanderer
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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #9
    Syklist Velkommen ist bekannt?
    In der Ruhe liegt die Kraft

  10. Dauerbesucher
    Avatar von HAL 23562
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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #10
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    OT: Seit 1999 hat sich viel getan. Tunnel mit Kreisverkehr



    Ditschi
    OT: Haben wir diesen Sommer auch mehrere von gesehen. Sogar noch größere und auch fantastisch blau beleuchtet. Unser Eindruck: Die Norweger investieren schon seit Jahren Unsummen, vermutlich aus dem Ölgeschäft, in ihre Verkehrsinfrastruktur.
    Und wenn man sieht, wieviel E-Autos da schon rumrollen, dann kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, das unsere Automotive-Branche die Entwicklung total verschnarcht hat.

    HAL
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  11. Erfahren
    Avatar von gaudimax
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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #11
    Servus!

    Die Küstenstraße Fv17 war mit die schönste Strecke die ich jemals geradelt bin. Nach Norden (Lofoten) und Süden lassen sich da beliebig viele Verlängerungen einbauen.
    Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
    Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,
    Darum, Mensch, sei zeitig weise!
    Höchste Zeit ist\'s! Reise, reise!
    Wilhelm Busch

  12. Erfahren
    Avatar von Borgman
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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #12
    Eine dreiwöchige Radtour, an die ich heute noch voller Begeisterung zurückdenke, war für mich vor nunmehr 22 Jahren auch die "Einstiegsdroge". Seitdem zieht es mich immer wieder nach Norwegen, mittlerweile nur noch wandernd. Natürlich hat sich vor allem im Fjordland einiges verändert, wie etwa die erwähnten Tunnel, von denen nur manche auf den alten Wegen umfahren werden können und viele für Radfahrer gesperrt sind. Aber es gibt immer noch tolle Strecken, wo Radfahren Spaß macht, man kann vielleicht in einigen Gegenden nicht mehr so einfach drauflosfahren, wie ich es damals getan habe.

    Hier mal kurz die Eckdaten meiner ersten Tour, die dürfte heute noch genauso gut machbar sein:
    Anreise Fähre Kiel-Oslo.
    Durch die Nordmarka nach Hønefoss, weiter nach Noresund und am Norefjell entlang nach Eggedal.
    Auf Seterwegen nach Rødberg und am Tunhovdfjorden (das ist ein Stausee) nach Geilo.
    Rallarvegen nach Myrdal, Abfahrt nach Flåm am Aurlandsfjord und über die Passtraße nach Lærdalsøyri.
    Lange Straßenetappe durch Lærdalen und Mørkedalen nach Hemsedal.
    Schöne, ruhige Schotterstraße nach Fagernes, danach weiter bis zum Synnfjell und dem Dokkfløyvatnet.
    Nach Süden bis Dokka und am Westufer des Dokkfjorden (wieder ein See) bis Jevnaker.
    Dann wieder durch die Nordmarka zurück nach Oslo.

    Alles sehr entspannt in drei Wochen machbar, mit genügend Einkaufsmöglichkeiten zwischendurch. Gezeltet habe ich nur wild, das war nie ein Problem.

    Für die Planung empfehle ich die Karte von ut.no: https://www.ut.no/kart/

    Viel Spaß!

  13. Erfahren
    Avatar von Biki
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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #13
    Bei der Planung aufpassen: manche Tunnel sind für Fahrradfahrer gesperrt. Dann muss man z.B. in den Bus.
    Ich hatte immer Glück, einmal hat mich ein Pickup mitgenommen, einmal ein kroatischer Kleinbusfahrer.

  14. Dauerbesucher
    Avatar von Ljungdalen
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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #14
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    In N Strecke machen, ist schon mit dem Auto mühsam.
    Mühsam (geschwindigkeitsmäßig, meist) ja, aber trotzdem empfehlenswert IMVHO.

  15. Dauerbesucher

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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #15
    https://www.amazon.de/Fjorde-Gletsch.../dp/3937452117

    Vielleicht als Einstimmung.
    Mit dem Rad durch Norwegen....
    Schön zu lesen.

    VG

  16. AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #16
    Ich hänge mich mal dran.

    Zitat Zitat von Biki Beitrag anzeigen
    Bei der Planung aufpassen: manche Tunnel sind für Fahrradfahrer gesperrt. Dann muss man z.B. in den Bus.
    Ich hatte immer Glück, einmal hat mich ein Pickup mitgenommen, einmal ein kroatischer Kleinbusfahrer.
    Für mich geht das gar nicht. Noch heute, 3 Jahre danach, ärgere ich mich über eine Zugfahrt zurück über den Brenner. Ist es tatsächlich so, dass man urplötzlich vor einem für Radfahrer gesperrten Tunnel steht, ohne das es vor Ort eine alternative Route gibt? Kann auch großräumig sein. Gibt es eine Liste mit den gesperrten Streckenabschnitten? Auf der von Fernwanderer verlinkten Seite wird empfohlen, sich vor Ort bei den lokalen Touri-Infos schlau zu machen. Das macht spontane Routenänderungen problematisch.
    .

  17. Erfahren

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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #17
    Ich bin nur Autofahrer deshalb achte ich nicht so bewusst drauf aber ich hab schon öfters gesehen das schon frühzeitig (also bevor man an der Fähr/Busverbindung vorbei ist ) darauf hingewiesen wurde das ein weiterkommen mit Fahrrad nicht möglich ist und auf entsprechende Fähr/Busverbindungen hingewiesen wurde.

    Aber grundsätzlich würde ich sagen, ja es kann passieren das man vor einem Tunnel stet der keine umfahrung für Rad oder zu Fuss anbietet.
    Wenn du mit grossräumig allerdings so 0-500km Umweg meinst ist ein umfahren meistens möglich

    Das gilt insbesondere für Tunnel die neue Strecken erschliessen und keine alternative für vorhandene Pass oder Fjordstrecken sind.
    Für letztere sind meist die alten Strecken als Rad/Fussweg geöffnet, können aber teilweise etwas "abenteuerlich" sein...
    Geändert von findkfn (24.12.2017 um 15:17 Uhr)

  18. Erfahren
    Avatar von Borgman
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    AW: Fahrradtour Norwegen Sommer 2018

    #18
    Zitat Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
    Gibt es eine Liste mit den gesperrten Streckenabschnitten?
    Eine Karte mit kurzen Beschreibungen fast aller Tunnel für Radfahrer gibt es hier:
    http://www.cycletourer.co.uk/maps/tunnelmap.shtml

    Die gesperrten sind rot. Lediglich über die in der Karte weiß markierten Tunnel gibt es keine Infos.

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