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  1. Dauerbesucher
    Avatar von ApoC
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #21
    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    [...]
    Survival beginnt (für vernünftige Menschen) da, wo das unkalkulierbare Restrisiko, das bei jeder umfassenden und vernünftigen Planung existiert, anfängt.
    Dann muss man jetzt erstmal definieren wie wir "das" Survival worüber wir hier gerade sprechen nennen. Dass Survival sicher schon woanders beginnt ist klar. Allerdings beschäftigt sich wohl niemand der hier "Survival" trainiert damit in einem türkischen Gefängnis zu überleben sondern eher wie er im Wald überlebt bzw. sich das Leben dort verträglich macht. Das macht sicherlich Spaß. Hat aber in den meisten Fällen objektiv betrachtet wenig Sinn sondern macht einfach "nur" sehr viel Spaß! Ist aber wie oben beschrieben eine der Spielarten vom Outdoor die am meisten Ressourcen benötigt (s.o.).

  2. AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #22
    Es gibt nur einen Survivalbegriff in diesem Zusammenhang. Und der bedeutet schlicht: überleben. Egal wie, und mit welchen Mitteln.

    Richtig frei übersetzt: das Beste aus einer unangenehmen und/oder schwierigen Situation zu machen. Und Du denkst schon wieder zu weit voraus. Zuerst beginnt es im Kopf bei sich selbst.
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  3. Dauerbesucher
    Avatar von ApoC
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #23
    Ja du reitest jetzt auf dem Begriff Survival rum und was er genau bedeutet. Ich denke hier wissen aber alle welcher Spielform des Survival hier gemeint ist nämlich Survival im Wald. Ist für jemanden der sich damit etwas beschäftigt etwas nervig, verstehe ich. Mir stellen sich auch immer die Nackenhaare hoch wenn jemand von Stundenkilometer oder Stromverbrauch redet. Muss man aber mit leben.

  4. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #24
    Ich denke, das Problem ist, dass "Survival" nicht genau definiert ist bzw. der Begriff einen Wandel erfuhr. Ich für mich persönlich unterscheide zwischen "Lederstrumpf-Spielen für Große", ohne dass es um Bedrohung und Überleben geht, und "Plan C" oder Notfallvorsorge. Darunter verstehe ich die vorsorgliche Beschäftigung mit nie ausschließbaren Notfallsituationen auf Reisen generell bzw. Übung der notwendigen Fähigkeiten, evtl. Zusammenstellen einer entsprechenden Ausrüstung.
    Hier steht für mich z.B. gute Outdoor-Erste-Hilfe-Ausbildung an erster Stelle. Plan C heißt für mich Notfallausrüstung wie sinnvolles Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke, Medikamente (z.B. starke Schmerzmittel), helle Kleidung und Ausrüstung wo möglich, Notfallabsprachen in der Gruppe, Signalmittel (Handy, Spot etc.), Dinge wie Schwimmweste, Lenzpumpe, Wurfsack; Besprechung von möglichen Gefahren und Verhaltensmaßnahmen in der Gruppe.
    Garantiert schadet es auch nicht (je nach Reiseziel), sich allgemein mit Sicherheit und Notfällen auf Reisen zu beschäftigen. Hier fand ich Rüdiger Nehbergs Buch "Überleben ums Verrecken" durchaus hilfreich, wo Tipps für alle möglichen Situationen und auch Prävention derselben (z.B. auch Überfall, Entführung) gegeben werden.

    Verhaftung gehört für mich in den Bereich "Plan C", da geht es sicher um Überleben, das würde ich aber mit "Survival", wie es überwiegend heutzutage verstanden wird, meiner perönlichen Meinung nach nicht in Verbindung bringen.

    Gruß,

    Claudia

    Edit: andere waren schneller...
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  5. Fuchs

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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #25
    Zitat Zitat von Bambus Beitrag anzeigen
    Blödsnn, bitte lesen UND verstehen - es war an keiner Stelle die Rede von einem Lehrbuch.
    Der Satz bezog sich darauf, das in der Wand einer der beiden stürzt und nicht mehr ansprechbar ist. Der Sichernde hängt mit ihm fest, es sei denn er.....

    Verstanden?
    Ich finde auf jeden Fall gut dass du nicht mein Seilpartner bist.
    Geändert von Murph (27.11.2017 um 12:05 Uhr)
    "Als wir fertig waren mit Reflektieren war es schon zu windig, um das Zelt aufzustellen."

  6. Neu im Forum

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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #26
    ich denke, dass die Grundidee des Survivals, dazu gehört unter anderem vorbereitet sein, sich mit ungewöhnlichen Situationen schon mal auseinandergesetzt zu haben und sei es nur durch Lesen eines passenden Buchs.
    Dazu gehört evtl. auch, sich das ein oder andere Tool, Package, Hilfsmittel usw. zusammenzusammeln, einen Notfallplan oder Erste-Hilfe-Unterricht genommen, sich persönlich über Gefahren und deren Abwehr Gedanken gemacht zu haben.
    Ich vergleiche das mal mit dem Aufbau eines Zeltes.
    Hat man das noch nie gemacht, dauert es lange, kommt da noch Stress, starker Regen und Kälte hinzu, wird es schon ungemüdlich.
    Wir lernen doch nicht nur auf Arbeit und bilden uns dort weiter.

    Medien greifen gern Themen auf, verunstalten diese und führen div. Gegebenheiten ad absudum. Kommerzielle Gedanken treiben Sender und Händler zu immer ungewönlicheren Sachen und verhunzen eine gute Sache. Das Thema wird ausgeschlachtet bis es keiner mehr sehen will. Dann stürzen sie sich auf ein anderes, aus deren Sicht bitte noch viel spektakuläreres Thema.

    Es gibt z.B. bei Youtube sehr sehr gute Kanäle, die mit helfen, meinen "Horizont des Überlebens" oder die Vorbereitung auf mögliche Szenarien zu erweitern.
    Mein Vorteil ist, das ich English beherrsche und somit ein viel breiteres Spektrum erkunden kann.

    Ich bereite mich weder auf eine Zombieapokalypse noch vor Invasionen von Außerirdischen vor.

    Ich möchte z.B. wenn das Haus brennt, mit einigen wichtigen Sachen das Haus verlassen. Wenn ich mir erst Gedanken mache was ich so einpacken und mitnehmen muss wenn die Küche brennt, etwas zu spät, denke ich.

    Survival als Produkt ist für mich unwichtig.

  7. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von Ziz
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #27
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    Ihr könnt ja gerne überlegen, was vom Surviveln " bleibt, wenn man alles ausklammert, was die genannten Begriffe ausfüllt. Mir fällt nicht recht etwas ein.
    Für mich bleibt dann irgendwie Bushcraft. Aber dann sollte man es auch so bezeichnen und dagegen spricht ja erstmal nichts, außer natürlich dem richtigen Einwand, dass wenn jeder anfängt aus der Natur Rohstoffe zu entnehmen, unsere Birken bald ziemlich nackig sind. Sparxx' Beitrag geht schon sehr Richtung "Vorbereitung auf das Überleben während oder nach einem möglichen bewaffneten Konflikt.". Tut mir Leid, dein Feuer-Szenario nehme ich dir nicht ab. Wenn meine Wohnung abbrennt, gibt es zich Anlaufstellen, die mir weiterhelfen, da muss ich nicht in den Wald mir eine Hütte schnitzen.
    Wo kämen wir hin, wenn jeder sagen würde
    „Wo kämen wir hin?“
    aber niemand ginge, um zu schauen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?

  8. Dauerbesucher

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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #28
    Ditschi: Hobby ist imo der problematische Begriff. Wie ist denn das mit Bergsteigen oder Seekajakfahren? Potentiell lebensbedrohlich, ggf bringt man sogar noch andere in Gefahr, nicht als Gedankenspiel sondern ganz in echt...
    Wie ist denn das jetzt mit der Seilschaft wo einer bewustlos unten hängt, sollte man sich mit den menschlichen Abgründen dieser Situation nicht befassen (#THE VOID)? Ist Bergsteigen kein Hobby?

  9. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #29
    Zitat Zitat von Ziz Beitrag anzeigen
    Für mich bleibt dann irgendwie Bushcraft. Aber dann sollte man es auch so bezeichnen und dagegen spricht ja erstmal nichts, außer natürlich dem richtigen Einwand, dass wenn jeder anfängt aus der Natur Rohstoffe zu entnehmen, unsere Birken bald ziemlich nackig sind. Sparxx' Beitrag geht schon sehr Richtung "Vorbereitung auf das Überleben während oder nach einem möglichen bewaffneten Konflikt.". Tut mir Leid, dein Feuer-Szenario nehme ich dir nicht ab. Wenn meine Wohnung abbrennt, gibt es zich Anlaufstellen, die mir weiterhelfen, da muss ich nicht in den Wald mir eine Hütte schnitzen.
    Ich glaube, da hast Du Sparxx missverstanden. Er meinte - so meine ich - dass "Survival" insofern sinnvoll ist, dass man sich gedanklich (z.B. Buch lesen, Liste machen) oder praktisch (z.B. Erste-Hilfe-Kurs besuchen) auf Notfallsituationen vorbereitet. Das Beispiel mit dem brennenden Haus meint, dass ich mir mal Gedanken machen sollte, was ich tue und eventuell mitnehme, sollte das Haus brennen (z.B. Feuerlöscher haben und damit umgehen können, wichtige Papiere zusammen und relativ griffbereit) und das nicht erst, wenn es in der Küche brennt. Als Vergleich zu Notfallsituationen draußen.

    Ansonsten stimme ich Ditschi voll zu. "Survival" oder Notfallplanung alsHandwerkszeug, um bei meinem Outdoorhobby möglichst immer heil nach Hause zu kommen ja, als Selbstzweck nein.


    Ich finde die Diskussion sinnvoll. Es soll zwar jeder nach seiner Fasson glücklich werden, aber ich persönlich sehe "Survival" wie es allgemein verstanden wird im Outdoorforum kritisch.

    Gruß,

    Claudia
    Mein Blog zum Draußensein mit allen Sinnen: www.wanderluchs.de

  10. AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #30

    Editiert vom Moderator
    Ich habe einige Beiträge entfernt, da sie an der Threadintention und dem Eingangsbeitrag meilenweit vorbei gehen. Reißt Euch am Riemen und setzt Euch mit diesem Thema auseinander. Markus K.

    Bei Nachfragen bitte eine PN an den Moderator senden. Dein Team der
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

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  11. Dauerbesucher

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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #31
    Warum muss man immer auf die nächstgrößere Gruppe verallgemeinern, wenn sich jemand wie ein Assi verhält? Geht es ohne Schublade nicht?

    ----

    Ich kaufe mir einen 3 Tonnen Benz Geländewagen, wegen der Sicherheit meiner Familie. Da drin überlebt es sich besser, als in einem Fiat Seicento.

    Wenn der Seicentofahrer und ich in einen Auffahrunfall geraten, dann ist der Typ platt wie ne Briefmarke, weil ich es nicht fett genug haben konnte. Meine Sicherheit auf seine Kosten. Autofahren ist nicht mein Hobby.

    Ich wechsle in eine private Krankenkasse. Mehr Leistung für weniger Geld, weil die sich nur die Rosinchen unter allen Menschen rauspicken. Der kranke Rest bleibt mit weniger Geld und schlechterer Behandlung übrig. Meine Gesundheit auf Kosten der Gesundheit anderer. Krank sein ist auch ein doofes Hobby.

    Man kann sich jetzt mit den dahinterliegenden moralischen Aspekten beschäftigen, oder man kann es lassen. Wer sich damit beschäftigt, wird imo eher in der Lage sein eine sozialverträgliche Entscheidung zu treffen, die über die Frage von Legalität weit hinausgeht.

    Die Begriffe preparedness, survival, bushcraft tauchen in einem größeren Kontext zusammen auf, weil es thematische Überschneidungen gibt. Das sezieren zu wollen ist imo Unsinn.

    Die Seriösität eines dieser Bereiche anzuzweifeln ist imo ebensogut, wie die Seriösität des Prinzips Solidargemeinschaft oder von Autos im allgemeinen anzuzweifeln.

    Es kann nur von Einzelfällen unzulässig verallgemeinert werden. Lasst es doch einfach.

  12. Neu im Forum

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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #32
    richtig, Waldhexe.
    Mir geht es darum, im Vorfeld einige Szenarien durchdacht zu haben.
    Wenn ich weiß, was ich in bestimmten oder eben ähnlichen Situationen zu tun habe, kommt weniger Panik auf. Ich weiß wo der Löscher steht, ich weiß wo die Tasche, Rucksack, Koffer mit den Unterlagen steht usw.
    Dass mir staatliche Stellen, die Ämter oder Nachbarn und Freunde helfen, ist klar.

    Eine echte Notsituation läuft sowieso nicht nach den erdachten Vorgängen ab. Wenn man jedoch einiges an Wissen und Können erlernt hat, sollte es einfach glimpflicher ablaufen.
    Wenn man präverntiv etwas geändert hat und das zum Erfolg führt, z.B. Gurtschneider und Glashammer im Auto, dann ist allen Beteiligten in einer misslichen oder bedrohlichen Situation geholfen.

    Die Facetten zwischen Survival, Bushcraft und Vorbereitung gehören alle irgendwie zusammen.
    Ein Teil davon zu bemängeln ist nicht zielführend, denn sie sind alle miteinander verwoben.

  13. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #33
    Zitat Waldhexe:

    "Survival" oder Notfallplanung als Handwerkszeug, um bei meinem Outdoorhobby möglichst immer heil nach Hause zu kommen ja, als Selbstzweck nein.
    Ich glaube, das trifft es ganz gut. Sicherheitsbedenken sind uns allen nicht fremd. Vorsorge auch nicht. Einen Gurtschneider und Nothammer habe ich auch im Auto. Wenn man jetzt dazu kommt, jede banale alltägliche Verrichtung unter den Begriff " Survivel" zu subsummieren, um dessen Notwendigkeit zu dokumentieren, dann sind alle Menschen Survivler. Schon das Brötchen morgens wirkt dem Verhungern entgegen. Das kann es also nicht sein, was das Hobby Survivel ausmacht.
    Abgesehen von den geschilderten ethischen Grenzüberschreitungen, schön nachzulesen im Inhaltsverzeichnis jeden Survivelforums, kann man gleiche Verrichtungen unter " Survivel" verbuchen oder eben nicht. Da kommt es wohl auch auf die Motivation an. Drauf gekommen bin ich, weil ich grade Holz spalte und aufschichte. Bei 12 Bäumen mittlerweile ein beachtlicher Haufen. Ich mache das, weil ich -- mit Unterbrechungen -- seit 6 Tagen draußen bei strömendem Regen " im Holz" bin, mich körperlich betätige, etwas Geld spare und die Betätigung noch einen praktischen Nährwert hat.
    Ich habe das Gefühl, daß mir das gut tut und deshalb mir Spaß macht. . Oder es macht mir Spaß und tut deshalb gut. Die Sorge vor der Zukunft treibt mich dabei jedenfalls nicht um.
    Mit dem Anlegen eines Holzvorrates könnte ich auch ins Survivelforum gehen: die Große Krise kann kommen! Ich sorge vor.
    Die gleiche Tätigkeit, aber ein völlig anderer Impetus. Mir fehlt dazu die schlicht die Paranoia.

    Ditschi

  14. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #34
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen

    Mit dem Anlegen eines Holzvorrates könnte ich auch ins Survivelforum gehen: die Große Krise kann kommen! Ich sorge vor.
    Die gleiche Tätigkeit, aber ein völlig anderer Impetus. Mir fehlt dazu die schlicht die Paranoia.

    Ditschi
    hm, ganz ehrlich finde ich deine Kommentare zu Survival und Bushcraft doch etwas grenzwertig. anderen Leuten eine Paranoia zu unterstellen, weil sie wie du meinst andere Motive haben als du.
    abgesehen davon gibt es genauso viele unterschiedliche Arten von survival/Bushcraftern wie bei Wanderern, Radlern etc. "Spinner" hast du überall.
    Ich kenne Leute, die nicht aus Spaß an der Freude Holz klein machen sondern, weil das ihr überwiegender Brennstoff für den Winter ist... Und zu wissen, wie so etwas geht, kann nicht wirklich schaden oder?
    ich kenne etliche Leute aus der Bushcrafterszene, keiner von denen nietet Bäume um oder ist paranoid, ich wäre ein wenig vorsichtiger mit meinen Verallgemeinerungen.
    Two roads diverged in a wood, and I—
    I took the one less traveled by,
    And that has made all the difference (Robert Frost)

  15. Erfahren
    Avatar von Kuma
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #35
    Leute, bitte.

    Es geht mir nicht darum Survival als Hobby zu- oder abzuwerten. Es geht mir aber um das "Produkt" wenn es gegen Geld angeboten wird. Wenn jemand etliche Euro für teure Notnahrung im Keller ausgeben will bitte, ich kann dazu meine Meinung haben, muss sie aber nicht im Netz herausposaunen oder diesen jemand angehen.

    Aber wenn jemand sich EXPERTE nennt für Outdoor Survival (eigentlich nennt er sich Experte für alles erdenkliche, Krisen, Vorrat, Krieg, Polizei, Expedition, achwasweissich...) und Leuten gegen Geld SO EINEN MUMPITZ verkauft, ist das nicht eigentlich schon grob fahrlässig?
    Ich bin kein Bergsteiger, aber ich bin mir sicher das Ausbilder dort etwas vorweisen müssen oder für das was sie lehren verantwortlich gemacht werden können.
    Gleiches bei Tauchlehrern, Skilehrern, etc.pp..
    Aber wer bitte unterrichtet das man durch BÄRENGEBIET SCHLEICHEN SOLL? Das habe ich echt noch nie gehört (Ich rede nicht von Jägern! Er redet explizit von Wandern!)

    Sowas gehört doch öffendlich angesprochen und kommentiert oder sehe ich das falsch?

    P.s.: Es geht mir auch nicht darum den Begriff Survival zu definieren, es geht lediglich um die "Produkte" die die dazugehörige Branche anbietet.
    Ich meine ich hole mir gerne Tipps zum wandern in z.B. Finnland bei Leuten die bereits in ähnlichen Gefilden Erfahrungen gesammelt haben. Aber warum kann kaum ein Anbieter solcher Kurse auch nur Ansatzweise eine zusammenhängende Vita mit Ausbildung, Touren oder Erfahrungen vorlegen.
    Ein Andrew Skurka im Bereich Hiking legt die Karten auf den Tisch, Tada. Aber es wirkt immer alles so "aufgesetzt" bei vielen Anbietern dieses Bereiches, so gekünzelt.

    Und so jemand soll dann Überlebens- und Sicherheitstechniken weitergeben? Ich mach meinen Führerschein ja auch nicht bei einem Fahrlehrer ohne Führerschein...
    Oder sehe ich das alles falsch und übertreibe?
    Vos, qui domini orbis terrarum vocamini, domos non habetis.

    Si naturam sequeris, numquam errabis.

  16. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #36
    @ Kuma, ich nehme jetzt auf, daß es Dir um etwas anders geht als mir.
    Mir ging es darum, genau passend zur Überschrift, aus dem Gesamtpaket " Survivel" herauszufiltern, was ich kritisch sehe. Und ich habe ausdrücklich gefragt, was bleibt? Neben den von mir kritisierten Themen und Tätigkeiten, die ich als zu ernsthaft ansehe, um sie unbedarft als Hobby zu betreiben, sind das auch die paranoiden Ansätze, die mir jedenfalls fehlen, wenn ich Holz aufschichte. Das mache ich aus Freude, nicht aus Angst von einem Meteroiten, einem Bürgerkrieg, dem dritten Weltkrieg oder dem kurz bevorstehenden Weltuntergang schlechthin. Und diese Motive habe ich mir nicht ausgedacht, sondern in Survivelforen gelesen. Mir ist das Leben zu kurz und zu wertvoll, um es in Angst zu verbringen.
    Wer Survivel betreibt, ohne von den von mir aus dem Gesamtpaket herausgezogenen Verhaltensweisen und Motiven tangiert zu werden, muß sich nicht angesprochen fühlen. Und wer sich angesprochen fühlt, mit dem stelle ich mich gerne der Diskussion.

    Ditschi

    Aber ich es ja oft so in einem Forum:

    A: " Es gibt Menschen, die alles, was man sagt und schreibt, sofort auf sich beziehen."

    B: " Meinst Du mich ? Da muß ich widersprechen. Ich tue das nie!"

  17. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #37
    Nein Kuma, das siehst Du nicht falsch. Aus diesem Grund gibt es im Weiterbildungsbereich Zertifizierungen und Akkreditierungen, um Scharlatanerie auszuschließen.

    Die Frage ist halt, ob das von der Branche gewollt ist. Von den erfolgreichen Trainern sicher, von den weniger erfolgreichen Trainern eher nicht, da zu teuer und von den Kunden? Das wäre die spannende Frage. Ich könnte mir vorstellen, dass sich bei denen Glaubwürdigkeit eher aus dem medialen Auftritt speist, als aus Zertifikaten.

    Grundsätzlich machen kann man dagegen wenig, sondern hoffen, dass die Leute gar nicht losziehen. Und geht es dann schief und es gibt dann Überlebende, ist es vielleicht ein Fall für das Gericht.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #38
    36 Posts und wir wissen immer noch nicht, um welchen Mediathek-Beitrag es geht.
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
    Das Leben ist reine Gewohnheit
    (Anna Achmatowa)

  19. AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #39
    Zitat Zitat von Sarekmaniac Beitrag anzeigen
    36 Posts und wir wissen immer noch nicht, um welchen Mediathek-Beitrag es geht.
    Berechtigte Frage. Es geht um Anton Lennartz. Hier ist der Link: http://anton-lennartz.com/blog/2017/...-und-so-nicht/

    Es darf sich jeder selbst ein Bild machen. Es wäre natürlich schön, wenn wir das Ganze differenziert betrachten könnten. Und Survival nicht als eine Art "Geisteskrankheit" ansehen, mal überspitzt formuliert. Und sich vielleicht die etwas zurückhalten, die Survival nur aus Foren kennen.

    Es gibt durchaus Trainer, die haben eine akademische Ausbildung, und die weisen auch unter anderem auch auf rechtliche Belange hin.

    Danke für Euer Verständnis.
    Geändert von Markus K. (28.11.2017 um 08:59 Uhr)
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

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  20. Vorstand
    Liebt das Forum
    Avatar von Torres
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    meine Perle
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    #40
    Der Beitrag ist doch egal. Es geht um das Selbstverständnis einer Branche, die Weiterbildungsbranche Survival. Und dort gibt es eben gute Leute und Blender, wie überall in diesem Bereich. Daher hat man in anderen Weiterbildungsbranchen Qualittätsmanagement eingeführt. Anscheinend ist das hier noch nicht nötig, der Rubel rollt.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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