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  1. AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Sagen wir es mal so: Die Survivaltrainer, die was taugen, haben keinen militärischen Hintergrund.
    Hast Du schon so viele Survivalkurse bei diversen Ausbildern gemacht, dass Du das beurteilen kannst?

  2. AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    Zitat Zitat von Schneeball Beitrag anzeigen
    Hast Du schon so viele Survivalkurse bei diversen Ausbildern gemacht, dass Du das beurteilen kannst?
    Daran scheitert die ganze Diskussion.

    Es wird wohl niemand hier bei den verschiedensten Anbietern Kurse gemacht haben und eine wirklich neutrale Bewertung gemacht haben.
    Es gibt noch keine "Restauranttester" für Survivalkurse.

    Was bleibt sind Mutmaßungen und Geschwätz wo jeder noch seinen Tüpfel aufs I setzen kann. Wie üblich in solchen Laberthemen.

  3. AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Sagen wir es mal so: Die Survivaltrainer, die was taugen, haben keinen militärischen Hintergrund.
    Was soll man denn überhaupt trainieren?

    In geschätzt 90% der Fälle hat man die Option sich retten zu lassen und muss nur drei Dinge können:
    1. Die Retter informieren (via Satellit)
    2. Die eigene Position mitteilen
    3. Die Zeit bis zur Rettung überbrücken (und sich ggf sichtbar machen)

    Dafür braucht es wenig Training sondern schlichtweg die notwendige Ausrüstung und das Wissen sie zu bedienen. Was einen in unseren "outdoor-Wirkungskreisen" in der Zeit bis zur Rettung am ehesten umbringt ist Unterkühlung, Blutverlust, Vergiftung und in heißen Regionen evtl. Dehydrierung/Überhitzung.

    Dann gibt es die Szenarien wo man die Zeit nicht hat auf Rettung zu warten, weil man in den reißenden Fluss fällt oder von einem Tier oder einem Menschen angegriffen wird...

    In so einem Fall braucht man Glück und muss um sein Leben kämpfen können und wollen. In einem Kurs trainieren kann man das meiner Meinung nach nur sehr bedingt.


    Zuletzt die Szenarien wo schnelle Rettung durch Dritte nicht möglich ist. In erster Linie ist das Krieg, denkbar auch noch unzugängliche Regionen, z.B. Antarktis im Winter. Das ist aber so speziell, dass man da auch ganz spezielles training bräuchte.
    Im Krieg ist auch viel Glück im Spiel. Wenn dem Befehlshaber am Checkpoint Deine Nase nicht gefällt hast Du Pech gehabt, wenn Dich ein Scharfschütze erwischt bist Du schon tot, bevor Du den Knall hörst. Tarnen ist im Krieg so 20. Jahrhundert. Heute musst Du davon ausgehen, dass der "Feind" wahrscheinlich Wärmebildgeräte verwendet. Im Krieg hilft einem auch kein survival-training weiter.

    Das ganze andere Zeug, wie baue ich mir aus Ästen einen Unterschlupf und wie finde und esse ich Larven und wie filtere ich Wasser mit meinen Socken ist doch nur survival-spielen (das ist per se nix schlechtes), hierzulande braucht das niemand zum Überleben, da genügt ein Sat-Telefon mit vollem Akku.

    Wenn man im Alltag wirklich Leben retten will ist ein 1. Hilfe Kurs weitaus besser geeignet.

    MfG
    Geändert von cephalotus (20.12.2017 um 13:28 Uhr)

  4. AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    Zitat Zitat von cephalotus Beitrag anzeigen

    ...

    Zuletzt die Szenarien wo Rettung nicht möglich ist. In erster Linie ist das Krieg, denkbar auch noch unzugängliche Regionen, z.B. Antarktis im Winter. Das ist so speziell, dass man da auch ganz spezielles training bräuchte.
    Im Krieg ist auch viel Glück im Spiel. Wenn dem Befehlshaber am Checkpoint Deine Nase nicht gefällt hast Du Pech gehabt, wenn Dich ein Scharfschütze erwischt bist Du schon tot, bevor Du den Knall hörst... Hier hilft kein training der Welt.

    ...


    Editiert vom Moderator
    Krieg ist hier kein Thema. War es nie, und wird es nie sein. Bitte beachten, wenn nicht der ganze Beitrag verschwinden soll! Markus K.

    Bei Nachfragen bitte eine PN an den Moderator senden. Dein Team der
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    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  5. AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    Ich sage nur dass es diese Bedrohung für das eigene Leben gibt bzw. geben kann (reine Statistik) und will nicht diskutieren wie man damit umgeht. Dazu fehlt mir auch die Kompetenz.

    Meine Kernaussage ist, dass Survivalkurse fürs Überleben hierzulande bzw. in typischen outdoor-Szenarien nicht sonderlich helfen, sondern halt eher survival-spielen und bushcraft-spielen sind.

    Das ist nichts Schlechtes, wenn man seine Erwartungshaltung dementsprechend anpasst.

    Unseriös wäre, falsche Erwartungen zu wecken. Ich würde mir z.B. wünschen in einem Survivalkurs das korrekte Einweisen eines Hubschraubers bei Wind zu lernen. Vermutlich kommt das aber nicht vor.
    Geändert von cephalotus (20.12.2017 um 14:38 Uhr)

  6. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    Krieg und andere Scheußlichkeiten sind hier im Forum zum Glück kein Thema qua Forenregel. Gut so. Im Produkt " Survival" sind sie natürlich Thema, wie ein Blick in jedes Survivalforum belegt. Deshalb kann man das Thema, ob " Survival" als " Produkt" seriös ist, eigentlich hier im Forum gar nicht behandeln. Gegen ein auf die Anfertigung von Kräutertees kastriertes Survival kann man eigentlich nichts haben.
    Ditschi
    Geändert von Ditschi (20.12.2017 um 14:49 Uhr) Grund: Man entdeckt immer mal wieder Schreibfehler

  7. AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    Der verallgemeinernden These das militärische Survivallehrer nix taugen widerspreche ich. Vor einigen Jahrzehnten dürfe ich an militärischen Lehrgängen Überleben auf See, Leck- und Brandbekämpfung teilnehmen. Es gab durchaus kompetente Instruktoren die über einen großen praktischen Erfahrungsschatz verfügten und diesen auch verantwortungsbewusst mit den Lehrgangsteilnehmern trainiert haben. Allerdings waren die Lehrgangsteilnehmer auch sehr motiviert. Seesurvial ist hier bislang kein Thema, allerdings auch heute noch ein Bestandteil der Ausbildung von zivilen Seeleuten.
    Meine damaligen Ausbilder waren im persönlichen Stil weit von dem Vorgehen vieler heutiger Survivaltrainer entfernt. Es waren Profís die ihr Erfahrungen z. T. in schlimmen Zeiten gemacht haben. Mehr Seeleute wie Kommisköppe. Keiner von denen wäre nach seiner aktiven Dienstzeit auf die Idee gekommen Survivalkurse anzubieten.
    O. T. Es gab im Kreis der Ausbilder Typen die haben gestickt, gestrickt oder Zinnfiguren bemalt.
    Gelernt habe ich u. a. das Licht (z. B. eine Taschenlampe) sehr wichtig werden kann.
    Survivalfindet halt nicht nur in der City oder im Wald statt.

  8. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    Professionelle Sicherheitsinstruktionen und Sicherheitslehrgänge sind ja kein Hobby. Ich weiß nicht, ob man die unter das Produkt " Survival" überhaupt subsummieren sollte ?
    Ditschi

  9. Moderator
    Fuchs
    Avatar von Lobo
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    Es gibt doch mannigfaltige Betätigungsfelder welche professionell und hobbymäßig ausgeführt werden können, warum sollte man das beim Thema "Überleben" nicht auch tun?

  10. AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    Schliesse mich Lobo an.

    Der letzte Ersthelferkurs fand an einem Freitag Mittag (Arbeitszeit) und am darauffolgenden Samstagvormittag (Freizeit) statt. In der Einladung meines Arbeitgebers stand auch drin:

    ...da Sie das erworbene Wissen auch in der Freizeit nutzen können, werden wir Ihnen für den Samstag keine Stunden gutschreiben.
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  11. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von Ziz
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    AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Der letzte Ersthelferkurs fand an einem Freitag Mittag (Arbeitszeit) und am darauffolgenden Samstagvormittag (Freizeit) statt. In der Einladung meines Arbeitgebers stand auch drin:
    ...da Sie das erworbene Wissen auch in der Freizeit nutzen können, werden wir Ihnen für den Samstag keine Stunden gutschreiben.
    Das tolle ist ja: Das kannste von allem behaupten.
    Wo kämen wir hin, wenn jeder sagen würde
    „Wo kämen wir hin?“
    aber niemand ginge, um zu schauen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?

  12. AW: Ist Survival als "Produkt" überhaupt seriös?

    Überlebenstechniken o.ä. haben nix mit Beruf oder Freizeit zu tun. Es gibt da keine Abgrenzung. Beispiel: Viele Menschen hätten den Untergang der Estonia überlebt wenn sie bei ausgefallener Beleuchtung mit eigener Lampe dem weg gefunden hätten. Wer mit Feuer umgehen kann und friert weniger. ........ ich habemein Leben nie nach Broterwerb und Freizeit sortiert.

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