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  1. Anfänger im Forum

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    Jakobsweg-Routen in Spanien

    #1
    Für meine kommenden September angedachte dreiwöchige Jakobswegtour, würde ich im Vorfeld gerne eine Karte mt den unterschiedlichen Jakobswegen checken. Den Startpunkt würde ich am liebsten in der Bereich der französisch-spanischen Grenze legen.
    Für die Groborientierung ist keine Topokarte erforderlich. Ich dachte so in etwa an einen Maßstab, wie in der Generalkarte für Autofahrer. Wenn sich da eine attraktive Mischung aus weniger frequentierten Wegen und eingestreuten Dörfern/Städten herauslesen ließe, wäre ich happy. Ich würde die vorhandenen Wege/Varianten gerne mit einander vergleichen können. Ob ich den Weg meiner Wahl dann schließlich zu Fuß oder vielleicht mit dem MTB zurücklege, möchte ich von der Jakbswegvariante abhängig machen. Wenn ihr hier einen Tipp oder auch einen Link habt, wäre das eine große Hilfe für mich.

    Vielen Dank im Voraus,
    Andreas

  2. AW: Jakobsweg-Routen in Spanien

    #2
    Papierkarte oder online?
    .

  3. Fuchs
    Avatar von Wafer
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    AW: Jakobsweg-Routen in Spanien

    #3
    Hallo Staubteufelchen

    Was für einen Maßstab stellst du dir denn da vor? Wenn du Wege und Dörfer als Alternative zum Hauptweg zu finden willst wird das sicher nicht unter 1:100.000 gehen. Hast du dir da mal die digitalen Karten vom spanischen Geografischen Amt angesehen? Die habe ich benutzt um die Via de la Plata und meinen Jakobsweg von zuhause aus zu planen und auch zu laufen. Ich hatte die Karten dann auf dem Smartphone. Die, die ich damals verwendet habe, sind aber Bitmaps und sind für GPS-Geräte nicht verwendbar.
    Ich kenne deinen angestrebten Reisemodus nicht aber bitte bedenke, dass wenn du in Spanien von den Hauptwegen abweichst wird die Infrastruktur, besonders die günstigen Übernachtungsmöglichkeiten, deutlich dünner!

    Gruß Wafer

  4. Anfänger im Forum

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    AW: Jakobsweg-Routen in Spanien

    #4
    Hallo Werner und Wafer,

    vielen Dank für eure Rückmeldungen!
    Mir würde vorerst eine Übersichtskarte der Caminos in Spanien reichen. Von vielen Reisezielen gibt Kartenmaterial der Touristeninformationen. So in etwa 1:200.000 oder bei wenig Besiedelung auch etwas ein gröber Maßstab.

    Ich möchte mir einfach vorab ein Bild der möglichen Varianten machen. Wenn ich mich erst entschieden habe, wird für die weitere Planung dann auch detaillierteres Material genutzt. Ich habe schon immer gerne Papierkarten als Basis genutzt und dann digital weiter geplant. So habe ich (zumnindest gefühlt) eine bessere Übersicht.

    Gruß, Andreas

  5. Fuchs
    Avatar von Wafer
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    AW: Jakobsweg-Routen in Spanien

    #5
    Hallo Andreas,

    ich bin der Meinung, dass es bei dem spanischen Amt damals auch den Maßstab 1:200.000 gab. Habe aber schon lange nicht mehr reingeschaut. In Karten dieses Maßstabes sind aber Wanderwege in der Regel nicht mehr eingezeichnet. Was du natürlich machen kannst: Lade die die möglichen Routen als GPX-Dateien runter und nimm dir ein Onlineprogramm, mit dem du über eine Karte einen GPX-Track legen kannst. Ich denke hier z.B. an OpenTopoMap. Da gibt es links den Button "GPX" und dann kannst du sehen wo der Weg entlang geht. Was ich nicht probiert habe: Wenn du aus 2 GPX-Track, z.B. mit der Nordroute und dem Camino Frances, einen machst und eben in der Datei dann 2 Track-Segmente hast, und dir das dann anzeigst, ob er das sauber darstellen kann. Müsstest du mal probieren. Oder du gehst gleich auf GPSies.com und gehst über "Erweiterte Suche" und gibst Spanien und Jakobsweg ein. Dann zeigt er die die Via de la Plata, den Camino Frances und die Nordroute an. Dann kannst du reinzoomen und dir die Wege ansehen. Der basiert übrigens auch auf OSM-Daten. Ähnlich könnte man mit Outdooractive.com und gehst da analog vor.

    Gruß Wafer

  6. AW: Jakobsweg-Routen in Spanien

    #6
    Andreas, eine Papierkarte wäre ideal. Leider gibt es keine mit allen Jakobswegen. Bleiben die Online-Karten. Grobe Übersichten (eher Skizzen) bieten die hier:

    http://caminodesantiago.consumer.es/

    http://www.mundicamino.com/

    Ein sehr gute detailierte Übersicht über die meisten Pilgerwege in Spanien gibt es bei Waymarked Trails. Viele Pilgerwege werden erst beim Reinzoomen als solche sichtbar. Die Karte basiert auf OSM.

    https://hiking.waymarkedtrails.org/#?map=3!34.6!-7.9
    .

  7. Anfänger im Forum

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    AW: Jakobsweg-Routen in Spanien

    #7
    Hallo Wafer und Werner!

    Vielen Dank euch beiden für die Links!
    Als analog aufgewachsener, tue ich mich immer ein bischen schwer mit digitalen Karten. Aber wenn ich anhand der Etappenanfangs- bzw. Endpunkte das Terrain besser einschätzen kann, ist dies schon eine gute Hilfe.

    Euch ein schönes Wochenende,
    Andreas

  8. AW: Jakobsweg-Routen in Spanien

    #8
    Hola (Ola) Stabteufelchen,
    drei Wochen für je nach Abstechern 710 - 840 km auf dem Hauptweg im September dürften SEHR hart werden. das wären im Schnitt ca. 40 km am Tag. Also JEDEN Tag und das ohne sicher notwendige(n) Ruhetag(e). Eventuell je nach vorhersehbarer Kondition, dem Wetter(!) und Interessen zu Religion, Kultur, Kunst und Region eher in Burgos oder Leon anfangen. Für die Compostela muss man die letzten 100 km durchziehen - was vorher war, wäre dafür unrelevant. Oder wie der Hape unterwegs bis vor die letzten 100 km immer mal den Bus oder Zug für Teil-Etappen nehmen.
    Bitte einfach bei Michael Kaiser seinen Bericht auf www.meinejakobswege.de für 35 Tage ab der Grenze oder die Beschreibung auf www.fernwege.de/e/jakobsweg/etappen zu Gemüte führen.
    Uns hat die offizielle Pilgerkarte praktisch mit Tagesetappen auf je einem Blatt geholfen.
    Den Pilgerausweis in jedem Fall vorher beschaffen - sonst gibt es keine Compostella, eingeschränkte Möglichkeiten der Übernachtung und auch eine Erinnerung zum Hervorkramen und Sinnieren weniger.
    Im September ist mindestens gleich an der Grenze Frankreich/Spanien, dann hinter Foncebadon hoch zum Cruz de Ferro und nach Villafranca hoch zum O Cebreiro mit kaltem Regen und auch massivem Schnee zu rechnen. Im September sollte die Regenkleidung wirklich insgesamt absolut wasserdicht, nicht nur wasserhemmend oder ähnliche blumige Umschreibung verkaufsfreudiger Werbebotschaften sein. Die mindestens knöchelhohen Schuhe und ein Hut oder sonstige Kopfbedeckung und Handschuhe (!) natürlich auch.
    Im September sind mindestens zwei Paar Ersatzsocken und Gamaschen sind nötig - sonst hat man ab zweiten Tag keine trockenen Strümpfe mehr, reibt sich die Füße wund und der Schlamm oder/und die Kuhscheiße laufen in die Schuhe. Wandersocken für die Wanderstiefel sind dort kaum oder eher gar nicht zu kaufen.
    Zu Fuß ist zu empfehlen, da man dann unterwegs im wahrsten Sinne des Wortes laufend neue Bekanntschaften aus aller Herren Länder in verschiedensten Sprachen macht, schwatzen kann und neue Einsichten oder Ansichten und Kenntnisse gewinnt und bei Orientierungsproblemen eventuell einer dabei ist, der den Weg von früher kennt oder mit aktuellem(!) GPS zeigen kann.
    Der Hauptweg ist auch wegen der Orientierung unterwegs hilfreich - selbst dort hat man trotz Detail-Karte immer wieder Probleme, weil durch Baumaßnahmen o. ä. die Muscheln oder Initialen des Maurentöters fehlen oder selbst an Hauptabzweigungen einfach nie da waren. Wenn man dann wegen der Breite dem scheinbar "ausgelatschten Hauptweg" folgt, landet man in der Irre und muss zurück.
    Dass die Nebenwege und selbst "nur" die Abstecher vom Hauptweg weniger Möglichkeiten zum Einkaufen und vor allem zum Übernachten bieten, wurde vom Vorredner bereits beschrieben - das sollte ernst genommen werden.
    Die meisten nehmen viel zu viel Gepäck mit. Die 13,5 kg von Michael Kaiser sind deutlich (!) zu viel.
    Ein Hüttenschlafsack für 12 - 15 € in Größe einer 1-Liter-Flasche reicht beispielsweise zum Übernachten. Wichtig sind Badelatschen für die Herbergen - dabei wegen den zu erwartenden und sicher eintretenden Fußbeschwerden keine mit Gummi zwischen großem und zweitem Zeh, sondern solche mit Gummi über alle Zehen. In Galizien ab dem O Cebreiro braucht man aber einen leichten Topf zum Kochen, einen Kessel für den Tee und einen Teller - das ist bis dahin in den Herbergen da, dann jedoch nicht mehr. Einen Kocher braucht man nicht, Brennstoff auch nicht, da in den Herbergen Elektro- oder Gasherde stehen.
    In den Herbergen ist regelmäßig 22:00 Uhr Zapfenstreich. Viele stehen dann jedoch um 04:00 Uhr oder 05:00 Uhr auf und machen dabei Rabatz im Schlafsaal. An diese Tageseinteilung gewöhnt man sich schnell und macht sie einfach mit.
    Der Jakobsweg ist eine Erfahrung fürs Leben. Mach was draus und beste Wünsche.
    Reiner

  9. Anfänger im Forum

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    AW: Jakobsweg-Routen in Spanien

    #9
    Vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag Reiner!

  10. Meister-Hobonaut Alter Hase
    Avatar von Harry
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    AW: Jakobsweg-Routen in Spanien

    #10
    Von wo startest du hier in Deutschland wegen der Anreise?
    Ich bin vor ein paar Jahren bis Santander mit Ryanair glaube ich geflogen und bin dann dort die Nordroute gestartet.
    Die selbst druckbaren Roadbooks sind nicht schlecht mit den ganzen Infos.
    Geändert von Harry (11.11.2017 um 18:30 Uhr)
    Gruß Harry.
    Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen. (Johann Wolfgang von Goethe)

  11. AW: Jakobsweg-Routen in Spanien

    #11
    Es ist zwar grade nicht aktuell, doch bevor ich wieder mal den Link verliere, poste ich den hier. Ein öffentliches Lesezeichen sozusagen.

    Das spanische Instituto Geográfico Nacional hat für fast alle Caminos im Lande GPS-Tracks im KML-Format zum herunterladen.

    Für das gängige GPX-Format müssen die nur noch umgewandelt werden.
    .

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