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  1. Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kanada?

    #1
    Liebe Menschen,

    wir möchten im kommenden Sommer zu zweit das erste Mal die USA bereisen und sind doch noch etwas orientierungslos. Es wäre deshalb großartig, wenn Ihr uns bei der Planung ein wenig unter die Arme greifen könntet. Damit Ihr uns helfen könnt, versuche ich einmal kurz unsere Voraussetzungen, unser Zeitfenster, unsere Wunschvorstellungen und ersten Ideen zu schildern.

    Erfahrungen und Voraussetzungen

    Bisher sind wir (35 und 33) vor allem in Skandinavien unterwegs gewesen und haben hier auch bereits durchaus anspruchsvolle Trekkingtouren unternommen (z.B. haben wir unser Ally Faltkanu zum Kaitumälven hochgeschlürt, um den bis Kaitum runterzupaddeln). Wir wissen, was es bedeutet, über mehr als zwei Wochen die komplette eigene Ausrüstung mit sich zu führen, wir sind körperlich einigermaßen fit und können zu zweit ohne Probleme mehr als 40 Kg die Berge rauf und runter tragen. Allerdings sind wir nicht wirklich alpin erfahren (das skandinavische Fjäll ist da insgesamt eher zurückhaltend in den Anforderungen), wir verfügen über keine weitreichenden Kletterfähigkeiten und sind nicht beide komplett schwindelfrei.

    Zeitfenster

    Uns stehen insgesamt ca. vier Wochen zu Gebote, und zwar die zweite Juli- und die erste Augusthälfte. Die ersten vier Tage sind für einen Besuch in New York eingeplant. Es bleiben etwas mehr als drei Wochen für eine Tour durch den Westen der USA, die zu etwa zwei Teilen aus Trekking / Wandern und zu einem Teil aus Nationalparkbesuchen und evtl. etwas Sightseeing bestehen soll.

    Wunschvorstellungen / erste Ideen

    Zunächst zum Trekking-Teil: Hierfür haben wir etwa 15 Tage Zeit. Wir möchten gerne auch in den USA authentische Trekkingerfahrungen sammeln, d.h. abseits größerer Menschenmengen mehr oder weniger unberührte Natur erleben, zelten (am Liebsten wild), Wasser aus Flüssen trinken, im Idealfall auch mal die Fliegenrute zum Angeln nutzen, wandern, exklusive Aussichten genießen… Wir mögen Wälder, Flüsse, Seen, Gebirge (gerne auch mit Schnee auf den Gipfeln) und haben weniger Angst vor Bären als vor Skorpionen im Schlafsack. Der Norden liegt uns also wahrscheinlich eher, was den Trekkingteil betrifft. Um unser Spektrum ein wenig zu erweitern und um einen wenigstens ansatzweise repräsentativen Blick auf die verschiedenen Abschnitte zu gewinnen, möchten wir uns aber auch auf Tipps einlassen, die weiter südlich gelegene Strecken empfehlen.
    Die Idee ist bis jetzt, von New York aus nach Vancouver zu fliegen, um sich in zwei oder drei voneinander entfernten Trekking-Etappen in Richtung von San Francisco zu bewegen. Die Etappen müssten wir natürlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbinden, um die Strecke zu schaffen. Vielleicht bieten sich Teile des PCT an? Welche kämen da unseren Vorstellungen auch von der Dauer her (Drei- bis Zehn-Tagestouren) am Nächsten? Welche schönen Wander- / oder Trekkingstrecken zwischen Kanada und San Francisco lassen sich generell gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zur Not Trampen verbinden? Welche Besonderheiten sollten wir ausrüstungstechnisch beachten?
    Von San Francisco aus soll der zweite Teil der West-Tour beginnen: Hier könnten wir ein Auto mieten und z.B. Yosemite ansteuern, vielleicht Sequoia und möglicherweise auch zwei, drei Tage am Strand in der Nähe von LA verbringen, von wo aus wir dann zurückfliegen möchten. Hättet Ihr hier noch dringende Empfehlungen parat?

    Soweit erstmal... Ich bin gespannt auf Eure Antworten und für jede Hilfe dankbar!

    Ron

  2. AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #2
    Hallo Ron,

    erstmal sei mein Neid mit Euch. Ich würde auch gerne mal wieder fahren, warte aber lieber erst auf den nächsten Präsidenten...

    Ich kann jetzt keine konkrete Tipps für eine Wanderung geben. Ich war dreimal in den Rocky Mountains und habe ein paar Touren gemacht, aber eher kürzer von je 2 bis 4 Tage. Was ich aber sagen kann:

    1. Ihr unterschätzt die Entfernungen. Erst New York und dann von Vancouver bis LA ? Viel zu viel Fahrten, viel zu wenig Zeit. Zudem ein Grenzübertritt. Wenn die Flüge noch nicht feststehen, würde ich mich beschränken, entweder vom gleichen Flughafen zurück oder meinetwegen von Seattle nach Portland oder maximal Idaho oder so.

    2. Wollt Ihr wirklich mit Öffis reisen ? Amerika ist ein Autoland und wenn Ihr in abgelegene Gebiete wollt, wird es echt schwierig. Wenn es unbedingt Busse etc sein müssen, würde ich mir erst gute Verbindungen mit Halt nahe eines Parks suchen und danach die Wanderung(en) aussuchen. Wandern kann man überall gut, wo Parks sind.

    3. Ihr fahrt in der Hauptreisezeit. In den Nationalparks ist es da besonders voll (und ohnehin reglementiert). Schaut Euch stattdessen die Wilderness Areas und National Forests an. Da darf man meist frei zelten, manchmal (mit entsprechender Vorsicht) ein Feuer machen, ggf angeln etc. Was geht, findet sich auf den offiziellen Webseiten der Forests. Im Grunde reicht, sich mit Google Maps ein paar Gebiete vorauszuwählen und dann einfach etwas weiter zu googeln. Da finden sich unheimlich viele Fotos und Touren. Es gibt auch sehr gute Hiking-Führer, habe ein Dutzend im Keller. Ich könnte auch mal ein paar Touren kopieren, wenn Ihr mir sagt, wo es hingehen soll :-)

    4. Mir haben besonders gut gefallen in Washington die North Cascade Mountains (gibt es auch außerhalb des gleichnamigen Nationalparks), die Bob Marshall Wilderness in Montana, das Gebiet westlich des Yellowstone und die Berge der Hells Canyon Recreational Area an der Grenze zwischen Oregon und Idaho. Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen. Da haben wir im September eigentlich nie jemanden getroffen, zur Hauptsaison wird es sich auch in Grenzen halten.

    5. Vergesst Sequoia und Yosemite. Da stand ich schon im März im Stau...

    6. Auch wenn Ihr keine Angst vor Bären habt, bindet auf jeden Fall alles Essen immer hoch in einen Baum, habt also entsprechendes Seil dabei. In manchen Gebieten ist ein Bärenkanister Pflicht (In den Wilderness Areas aber nur selten). Mir hat psychologisch ein Pfefferspray geholfen, kann man in den Ausrüstungsläden in den USA überall kaufen. Auch wenn die Meinungen da auseinander gehen.

    Jetzt hör ich erstmal auf, vielleicht hilft das ja schonmal

    Jürgen

  3. AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #3
    Vielen Dank, Jürgen, für Deine ausführliche Antwort!!! Das hilft uns schon mal enorm weiter. Ich probiere mal, auf die einzelnen Punkte zu reagieren...

    1. Die Flüge stehen noch nicht fest. Aber in New York besuchen wir Freunde, und irgendwie möchten wir uns danach durchaus einen kleinen Überblick über die Westküste verschaffen - wenn wir da zwischendurch einen halben Tag in der Bahn oder im Bus sitzen, ist das zwar nervig, aber vielleicht nehmen wir das in Kauf... Wenn wir z.B. einen weiter südlich gelegenen Ausgangspunkt wählen, befürchte ich nur, schöne Gegenden im Norden zu verpassen? Andererseits - wenn wir (siehe 5.) auf die Nationalparks verzichten - vielleicht können wir ja sogar im Osten bleiben und den dafür sinnvoll erkunden ?
    2. Die Idee, die Trekkingstrecken mit Öffis zu verbinden, rührt daher, dass es sich komisch anfühlen würde, ein Mietauto zu bezahlen, um das an 12 von 15 Tagen irgendwo in der Walachei herumstehen zu lassen... Außerdem möchten wir ja durchaus vom Norden in den Süden, d.h. dass es mindestens möglich sein müsste, die Karre woanders abzugeben als am Ausgangspunkt... Letztlich ist das immer auch eine Kostenfrage...
    3. Das ist ein Spitzentipp! Es scheint sehr viel dafür zu sprechen, dass wir uns auf die Wilderness Areas und National Forests kaprizieren.
    4. Alles klar, die Gegenden nehme ich mir als erste für die Recherche vor. Da müsste ich dann ja auch gucken, wie die sich verbinden lassen. Haben Andere noch weitere Empfehlungen?
    5. Diesen Rat werden wir hoffentlich befolgen! Ich muss noch mit meiner Frau verhandeln, die nicht ganz auf die vermeintlichen "must-see-attractions" verzichten möchte... Wenn wir Yosemite, Sequoia und Co auslassen, sind wir natürlich zeitlich ein bisschen flexibler... Andererseits scheint San Francisco als Endpunkt einer Mischung aus Roadtrip und Trekking im Westen immer noch ziemlich reizvoll zu sein... Oder? Gibt es reizvolle Alternativen?
    6. Jau - ich wollte auch keinen Leichtsinn im Umgang mit Bären propagieren. Angst nein, Respekt ja . Mein Zelt möchte ich mit keinem Grizzly oder Schwarzbären teilen. Ich habe aber den Eindruck, dass man beim richtigen Umgang mit der Gegenwart der Gesellen wenig zu befürchten hat.

  4. AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #4
    Yosemite - fährt man da mit dem Bus rein, passiert man den Stau bequem auf der rechten Spur... Kalifornien hat durchaus sowas wie öffentliche Verkehrsmittel. Da reglementiert ist, gibt sich das wohl nicht so viel mit dem Andrang, wenn es nicht absolute Randsaison ist, vielleicht meidet man noch ein langes Wochenende oder so. Sooo klein sind diese Parks nun auch wieder nicht und dann muss man sich eben von den "must-sees" etwas wegbewegen. Zumindest, ich würde Nationalparks wo geht nicht mit Auto ansteuern - und oft geht das wohl. Bei anderen Ecken sieht das eher anders aus. Da ja alle wissen, es gibt keinen Bus, wird man als gemeiner Hiker auch mal mitgenommen, falls der Bus gerade nicht passt; es gibt keine positivere Figur als den Fußgänger mit Rucksack. Wichtig dabei nur meist, je nachdem, was man macht: Reservierungen.

  5. AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #5
    Hallo,

    ich kann leider keine Tipps geben, habe im Sommer aber änliches vor – Westküste ohne Auto mit 3-8 tägigen Trekkingtouren.

    Ist es ok, wenn ich hier auch Fragen stelle? Da wir so ziemlich das gleiche vorhaben könnte es für euch ja auch interessant sein.

    Bzgl NP's: Ist des überall wirklich so übervoll oder verläuft sich das, sobald man die Hotspots verlässt und mal ungewöhnliche Wege geht? Z.B. der John Muir Trail verläuft durch den Yosemite, muss man damit rechnen dass dieser auch sehr stark frequentiert ist?

    Weiß jemand, ob es einen guten Dienst wie blablacar gibt? (Klar habe ich auch schon gegoogelt, aber persönliche Erfahrungen sind ja immer besser)

    Danke schonmal.

  6. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #6
    Wenn ich „nur“ vier Wochen Zeit hätte, und noch ein paar Tage New York Pflicht wäre, würde ich mir den John Muir Trail herauspicken, anstatt Mailen runterzuspulen.
    Ihr kommt, wie genannt, gut mit dem Bus hin.
    Es gibt hier auch einen Bericht drüber mit allerlei Links.

    https://www.outdoorseiten.net/forum/...ohn+muir+trail
    Geändert von Pielinen (07.11.2017 um 10:10 Uhr)
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  7. AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #7
    @Blackteah: Klar, ist ja sinnvoller als wenn die hilfreichen Geister hier ihre Antworten doppelt posten. Schön, dass Du dabei bist ;)!

    @ Katun und Pielinen: Danke für die Tipps! Der John Muir Trail sieht genial aus! Ich werde leider erst Ende der Woche wieder intensiver in die Gebiete hineinrecherchieren können, aber die North Cascades und der John Muir Trail sehen momentan nach echten Favoriten aus...

  8. Erfahren
    Avatar von rtwhiker
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    AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #8
    +1 für den JMT
    Achtung: für den JMT braucht ihr z.T. ein Permit, das nicht ganz leicht zu bekommen ist – der Andrang ist groß! Ja, auf dem JMT ist in der Hochsaison viel los, aber der Trail ist halt auch Megaschön!

    Ihr könntet nach Reno fliegen und von dort aus mit dem Bus nach South Lake Tahoe fahren. Von dort per Anhalter nach Echo Lakes, dort 2 Tage nach Norden in die Desolation Wilderness und zurück (Lake Aloha!) wandern. Bzw. direkt von Echo Lakes nach Süden den PCT bis Tuolomne Meadows (=Yosemite NP) laufen. Schöner Abschnitt, weniger los als weiter südlich, weil kein JMT… Ab TM kann man dann per Anhalter oder Bus runter in Yosemite Valley (Wasserfälle angucken etc) und dann per Anhalter ggf. Bus nach San Francisco.

    Oder von Tuolomne bis nach Kearsage Pass/Independence. Oder von Kearsage bis nach Horseshoe Meadows/Lone Pine (ein echtes Highlight). Das sind beides PCT/JMT Abschnitte, denn für den ganzen Trail braucht man mehr als 15 Tage.
    Schaut einfach mal unter Craig´s PCT planner, da kann man sich selbst eine Route zusammenstellen (km, Tagesleistung, Höhenprofil).

    Den Nordwesten (Washington/Oregon) würde ich bei dem Zeitbudget weglassen, bzw. dort dann wirklich ein Auto mieten und Tagestouren laufen. Die Ähnlichkeit zu Skandinavien ist hier größer als in der Sierra.


    @blackteah
    Ohne Auto in einzelnen Nationalparks abseits der Highlights jeweils 3 Tage wandern – das dürfte schwer zu organisieren sein. Vielleicht wäre da eine organisierte Tour mit einem Anbieter (Hauser Exkursionen, Wikinger Reisen) was für dich?

    Wenn du dich auf die o.g. Abschnitte beschränken würdest, ginge ggf auch was, da die Interstate parallel zur Sierra verläuft und es dort einen regelmäßigen Busverkehr gibt. Allerdings musst du dann immer erst einen Tag aufsteigen (Zeit…).
    Happy trails!

  9. AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #9
    Yosemite/Transport:

    In den Yosemite Nationalpark kommt man relativ einfach mit dem Bus von Fresno aus. Von dort aus könnte man nach Tuolumne Meadows hochfahren und dort oben ein Stück wandern und danach ins Yosemite Tal zurückwandern. Es ist dort wenigerer los, bis man zu den Wasserfällen kommt.
    Alternativ/zusätzlich kann man z.B. auf den Glacier Point eine Tagestour machen.

    Sequoia/Transport:
    Zum Sequoia NP kommt man auch von Fresno aus mit dem Bus über Visala. Es gibt einen Shuttle Bus, der z.B. zum General Sherman Baum fährt.

    Transport generell:
    Man ist mit dem Auto sehr viel mobiler/flexibler. Z.B. kann man auch andere Sachen (Death Valley) anschauen.

    Mit den anderen Teilen (nördlich von Yosemite), Kanda Westküste, westlich der Rockies habe ich keine Erfahrung.

  10. AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #10
    Ich rate dringend zu "weniger ist mehr".
    Empfehlung: Bleibt im Gebiet Banff/Jasper und Waterton Lakes/Glacier (und eventuell noch Yellowstone). Es gibt überall kurze Tagestouren, wo viele Leute unterwegs sind, und es sind auch Mehrtagestouren möglich. In Yellowstone kan man hervorragend trampen. Allein dort kann man locker drei Wochen verbringen ohne Langeweile und in unterschiedlichen Landschaften.

    Meine Empfehlung ist der Berg Lake Trail ganz im Norden bei Jasper eventuell mit "Verlängerung":
    http://www.env.gov.bc.ca/bcparks/exp...bson/berg.html

    San Francisco und Umgebung lieber bei einer zweiten Reise und außerhalb der Hochsaison.
    Geändert von robert77654 (10.11.2017 um 13:04 Uhr)

  11. AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #11
    Es wäre auch noch wichtig zu beachten, um welche Zeit im Sommer die Tour stattfinden soll.

    Es gibt Routen in und um die Nationalparks in CA die teils weit bis in den Juni wegen Schneeresten gesperrt sind und die man dann eben nicht mit einem Bus bzw. Mietwagen passieren kann.

    Gerade im Yosemite sind das die hochgelegenen Punkte wie der Glacier Point und speziell auch die Tioga Road wo der JMT auf Zivilisation trifft und wo man dann nicht mit dem vom Parkservice angebotenen kostenpflichtigen Shuttlebus zum Glacier Point hingelangen kann bzw. den Bus nimmt, der von Lee Vinging via Tioga Road in den Park hinein- und auch wieder hinausfährt (falls dieser private Shuttlebus nicht wieder eingestellt wurde, seitdem wir das letzte Mal im Yosemite waren (2007).

    Will man die Ostseite der Sierra erwandern hat man faktisch keine Chance mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Trailheads zu gelangen. Da muss man Shuttleanbieter bezahlen, Mietwagen oder Autostopp.
    Die Amerikaner sind grundsätzlich aufgeschlossen jemanden mitzunehmen.
    Insbesondere wenn man einen Rucksack trägt und nach Europäer/Abenteurer aussieht ist man schnell in ein Gespräch verwickelt und aus Hilfsbereitschaft bzw. auch aus Neugier fahren die Amerikaner auch schon mal einen Umweg von ein paar Meilen um einen german tourist vom Trailhead zu dessen abgestellten Fahrzeug/Campground o.ä. zu bringen.

    Man kann auch auf einem belebten Aussichtspunkt / einem belebten Wanderweg mit Amis sehr leicht ins Gespräch kommen und sich so im Gespräch eine Mitfahrgelegenheit zu einem anderen Punkt im Park organisieren.

    Falls ihr im Yosemite auf einem der offiziellen Campingplatz übernachten wollt (kein Wilderness Camp) müsst ihr euch statt um ein Permit rechtzeitig um eine Reservierung kümmern. Wenn das Buchungsportal freigeschaltet wird, sind die CAmpingstellplätze für Zelte und Fahrzeuge binnen 15 Minuten für Plätze des Valleys ausgebucht und binnen weniger Stunden für die restlichen Campgrounds die man reservieren kann.

    Ohne Reservierung wird es ganz schwierig und man kann täglich zu einer Zeit im Vergabebüro antreten, wo man normalerweise auf Wanderung in schöner Natur sein will und sich nicht mit anderen bei einer Verlosung um frei werdende Campsites balgen will.
    Gruss Kate

    "May your trails be crooked, winding, lonesome, dangerous, leading to the most amazing view. May your mountains rise into and above the clouds." (Edward Abbey)

  12. Anfänger im Forum

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    AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #12
    Anbei ein paar wichtige links für den JMT

    http://yarts.com/ der ÖPNV in Kalifornien
    https://www.fs.usda.gov/main/inyo/passes-permits/recreation für Campgrounds permits u.ä. dort findet man alles wichtige
    https://www.recreation.gov/memberSignInSignUp.do über die Anmeldung kann man die Permits reservieren

    Ich plane im Sommer von reds meadow Richtung Norden 5 Tage in den Yosemite reinzuwandern und dann mit dem yarts bus Richtung Merced und AMTRAK zurück nach SFO

    LG
    Robau

  13. AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #13
    Hallo, hier findet Ihr einige Reiseberichte, vielleicht ist da was brauchbares darunter.

    http://www.nwhikers.net/forums/viewforum.php?f=3

    Gruss Solopaddler

  14. AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #14
    Hej ihr,

    danke für die gesammelten Infos . Da ist auf jeden Falle einiges Nützliches dabei.

    Ich kaper einfach mal den Thread ein bisschen . Ich habe insgesamt ca 2 Monate Zeit, voraussichtlich ab Mitte Mai, vielleicht aber auch erst ab Juni.
    Von meinem Plan, kurze Touren an verschiedenen Orten zu machen, bin ich aber wieder etwas abgekommen. Mir wäre es eigentlich viel lieber nicht so viel rumzufahren und dafür länger zu Fuß unterwegs sein zu können.

    Also konkret würde ich zuerst gern ca 2 Wochen am Grand Canyon und im Zion NP wandern/trekken. Ich hoffe, dass es im Mai da auch noch nicht zuuu heiß ist.

    Anschließend würde ich gerne noch bis zu 6 Wochen am Stück wandern. Hierfür würden sich vielleicht Teile des PCT anbieten, bin mir aber noch unsicher bezüglich Einsamkeit und Abgeschiedenheit. Am spannendsten fände ich den JMT, aber der gehört wohl auch zum anspruchvollsten Teil. Ich finde grad auch noch alles mit den Permits und Campingplätzen etwas verwirrend...


    Am liebsten wäre mir ein Trail, wo ein bisschen mehr los ist und man ab und an Menschen trifft. Ich wäre irgendwie ungern den ganzen Tag allein unterwegs.

    Westamerika ist groß und ich bin etwas überfordert
    Gibt es noch Langstrecken-Tipps, die eher waldlos und bergig sind? Z.B. in Washington?

  15. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von ronaldo
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    AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #15
    Zitat Zitat von blackteah Beitrag anzeigen
    ...

    Westamerika ist groß und ich bin etwas überfordert
    Gibt es noch Langstrecken-Tipps, die eher waldlos und bergig sind? Z.B. in Washington?
    Ne, Washington und Oregon sind komplett bewaldet (ich vereinfache), und wo es keinen Wald gibt, ist es zu hoch/kalt. Ostpazifisches Wetter eben, nicht umsonst gibts da Regenwaelder.
    Besonders beeindruckend fand ich die Kuesten. Check mal West Coast Trail auf Vancouver Island, ob es so was auf US-Seite gibt, weiss ich nicht.
    Persoenlich find ich Kanada sehr viel relaxter als US, kann aber an mir liegen.
    Wenn US, wuerde ich Oregon empfehlen, das ist von den Leuten her schon sehr speziell.

  16. Anfänger im Forum

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    AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #16
    Zitat Zitat von blackteah Beitrag anzeigen
    Anschließend würde ich gerne noch bis zu 6 Wochen am Stück wandern. Hierfür würden sich vielleicht Teile des PCT anbieten, bin mir aber noch unsicher bezüglich Einsamkeit und Abgeschiedenheit. Am spannendsten fände ich den JMT, aber der gehört wohl auch zum anspruchvollsten Teil. Ich finde grad auch noch alles mit den Permits und Campingplätzen etwas verwirrend...
    Ich denke für den JMT wird es Mai bzw. Anfang Juni zu früh sein. Aber das kann heute noch keiner vorhersagen wie die Schneesituation im nächsten Jahr sein wird. Ansonsten würde sich der JMT schon anbieten, denn er ist in der Saison ca. Mitte Juli bis Mitte September alles andere als einsam.
    Vielleicht hast Du ja Lust einen Teil des PCT südlich von Kennedy Meadows zu laufen. Zu der Zeit wärst du mitten in der "Herde" von PCT Wanderern, was mit Sicherheit seinen Reiz haben kann.

  17. AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #17
    Zitat Zitat von ronaldo Beitrag anzeigen
    Ne, Washington und Oregon sind komplett bewaldet (ich vereinfache), und wo es keinen Wald gibt, ist es zu hoch/kalt. Ostpazifisches Wetter eben, nicht umsonst gibts da Regenwaelder.
    Besonders beeindruckend fand ich die Kuesten. Check mal West Coast Trail auf Vancouver Island, ob es so was auf US-Seite gibt, weiss ich nicht.
    Persoenlich find ich Kanada sehr viel relaxter als US, kann aber an mir liegen.
    Wenn US, wuerde ich Oregon empfehlen, das ist von den Leuten her schon sehr speziell.
    Danke für deine Einschätzung
    Kanada scheidet aus verschiedenen Gründen aus und Küste & Wald wie beim West Coast Trail locken mich eigentlich nicht so (zum wandern). Ich habe mir ein paar Videos zu Oregon & Washington angeschaut und die Berge in Washington sind der absolute Wahnsinn! Vor allem bei feuchtem nebeligen Wetter . Wenn es zeitlich klappt, werde ich versuchen dort hin zu kommen. Irgendwie sind 2 Monate doch auch kurz
    Und eigentlich will ich ja nicht sooo viel Kontakt mit den Leuten . Oregon sieht lieblich und idyllisch aus, aber ich habe leider beim wandern einen "engen Horziont" was bevorzugte Landschaften angeht

    Zitat Zitat von Howy Beitrag anzeigen
    Ich denke für den JMT wird es Mai bzw. Anfang Juni zu früh sein. Aber das kann heute noch keiner vorhersagen wie die Schneesituation im nächsten Jahr sein wird. Ansonsten würde sich der JMT schon anbieten, denn er ist in der Saison ca. Mitte Juli bis Mitte September alles andere als einsam.
    Vielleicht hast Du ja Lust einen Teil des PCT südlich von Kennedy Meadows zu laufen. Zu der Zeit wärst du mitten in der "Herde" von PCT Wanderern, was mit Sicherheit seinen Reiz haben kann.
    Ich könnte frühestens ab Juni beim Walker Pass sein. So wie ich das jetzt recherchiert habe, ist das auch ca die Zeit, wo die PCT Thru-Hiker ungefähr am Anfang der Sierra sind.
    Ich würde mir dann so 15-20 Tage Zeit nehmen, um zum Yosemite Valley zu kommen. Ins "Hochgebirge" komme ich ja dann eher gegen Mitte Juni. Wenn von fleißigen PCTlern schon gespurt wurde, ist Schnee an sich ja auch nicht so schlimm .
    Man kommt vom Zion Nationalpark (St George) auch recht gut mit dem Greyhoundbus und zwei kleinen Bussen direkt bis zum PCT/Walker Pass.

    Danach werde ich denke ich spontan entscheiden, ob ich Lust auf weiterlaufen oder nicht habe^^. Entweder gehts dann die Nord-Sierra weiter, oder nach San Francisco, oder zu den Mammutbäumen an der Küste (!!) oder nach Washington in die Berge.

    Was auch vielleicht für andere interessant sein könnte: Bisher ist eigentlich alles was ich sehen will mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut machbar, bis auf das Monument Valley. Da könnte man zwar eine Bustour buchen, aber hätte halt auch nerviges Programm.
    Wenn man immer wieder einige Tage wandert ist Busfahren auch viel billiger, als sich für 2 Wochen allein ein Auto zu mieten.

  18. AW: Trekking im Westen der USA - welche Strecken zwischen San Francisco und Kana

    #18
    Colorado Trail. Der hat vielleicht weniger schneeige Abschnitte im Juni. Gehtechnisch ist das alles kinderleicht, nur wenn man in der Randsaison geht - wie das PCTler wohl machen müssen... kann genau Schneeschmelze sein, dann werden die Flüsse schwierig. Der Schnee kann die Orientierung schon auch erschweren, so zwischen den Bäumen. Ich finde die Gehrichtung nicht ideal, anfangen mit 4000 m. So entsteht dann wohl der Eindruck, das wäre alles unglaublich anspruchsvoll - dabei liegt es eher daran, dass die Verhältnisse sich dem Plan unterordnen sollen, wenn der Plan nicht zu den Verhältnissen passt. Oder so.
    Geändert von Katun (Gestern um 20:40 Uhr)

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