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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #21
    Mitreisende: blackteah
    Hallo Blackteah,

    Du bist so positiv und voll der Freude und schreibst auch so- zum Abbusseln.
    Superschöne Landschaft , in die du auch sehr gut hineinpasst

    Zu den Handschuhen:
    Probier`s mal mit "Schladminger Lodenfäustlingen"
    ich geh seit vielen Jahren Skitouren und habe damit die besten Erfahrungen.

    d.h. anziehen nach Zwiebelprinzip

    1.Lage: dünne Fleecefingerlinge
    2.Lage: Schladminger (die dicken grauen z. B. https://www.bergfex.at/sommer/prugge...-gernot-huber/) hier im Detail
    http://www.huberwalk.at/index.php?op...d=3&Itemid=119
    3.Lage: " wasserdichter" Überhandschuh

    Damit kannst du dann variieren und solltest gerettet sein.
    Geändert von tizzano1 (07.11.2017 um 15:36 Uhr)

  2. Dauerbesucher
    Avatar von blackteah
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    AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #22
    Danke

    Bei der Natur kann man doch nur voller Freude sein .
    Gegen Ende des Urlaubs ist die Freude zwar noch ein bisschen abgesoffen... Aber erst mal gehts mit Sonne satt weiter!

    Danke bzgl des Handschuh-Tipps, das werde ich mir mal genauer anschauen. Zwiebelprinzip ist auf alle Fälle gut




    7. Tag, 16.08. – bis zum Ende der einen Ebene mit den vielen Flüssen


    Wir schlafen schön gemütlich aus. Nach dem Frühstück gehts ab in die Quelle! Die Sonne scheint, das Wasser ist warm, die Aussicht ist super, wir sind sehr glücklich. Heute ist das untere Becken perfekt warm.


    Die Quelle

    Wir bleiben ewig in der Quelle. Irgendwann besuchen uns drei Schafe. Sie kommen ganz nah ran, vielleicht erkennen sie uns nicht als Mensch, weil nur der Kopf aus dem Wasser guckt…


    Man badet natürlich nicht direkt in der Quelle, sondern in den abgekühlten Becken...

    Nach dem baden trinken wir mit tollem Blick auf die Hólmsárbotnar Kaffee und machen Brotzeit. Es ist absolut windstill, es fühlt sich merkwürdig an nach den letzten zwei windigen/stürmischen Tagen.



    Bis wir loskommen ist es viertel nach 2. Es geht zuerst an der Ebene und dann über die Hügel am Strútur entlang, es ist wunderschön.

    Hinter der Strútur Hütte gehts den Berg hoch, oben hat man einen grandiosen Blick auf die Landschaft. Riegel-Time! Wunderschön.

    Michi reicht sein Pulli...



    ...und ich brauche Fleece und dicke Jacke



    Auf dem weiteren Weg hat man einen tollen Blick auf den Gletscher.



    In der Ferne kann man aufgewehten Sand in der Mælifellssandur gegen das Licht sehn. Wunderschön. (Ich wiederhole mich)


    Wir nutzen nur Michis Kamera mit dem Teleobjektiv und es entsteht ein kleines Gerangel um die Kamera

    Nach einem kleinen Abstieg geht es nacheinander durch zwei Ebenen, zuerst Hrútagil – ein kleiner Bach, ohne Furt – dann folgt eine Ebene mit schwarzem Sand (Mælifellssandur). Man sieht immer wieder Spuren: zum einen frische von zwei Wanderern, dann noch von einigen Pferden und außerdem ominöse Reifenspuren (die nicht von einem Fahrrad stammen, da man bei Kurven nur eine Reifenspur sieht). Leider hab ich kein Foto davon gemacht.



    In der Ferne Richtung Gletscher stehen große, groteske schwarze Felsen. Am Ende der Ebene geht es wieder über einen kleinen "Pass", auf der Anhöhe liegen große Felsbrocken, sie sehen aus wie angespült und halb im Meeressand versunken.


    Hier hat sich wohl mal ein Drache zum schlafen hingelegt und wurde dann vom Sand zugeweht... Es schaut nur noch der Rückenkamm raus.

    Dann entdecken wir hinter dem Minipass ein rotes Zelt mit einem Pärchen, die beiden grüßen nett. Aber sie sind zu weit weg zum reden. Eigentlich habe ich gerade auch gar keine Lust auf Menschenkontakt…
    In der Ebene vor uns sieht man schon viele Flussarme funkeln. Wir wollen noch ans andere Ende, es ist wieder eine tolle Abendlichtstimmung. Die Berge vom Torfajökull rechts leuchten rot. Toll!



    Hier ist es nicht so feucht wie anfangs befürchtet, über die kleinen Bäche können wir springen ohne unsere Schuhe ausziehen zu müssen. Dann kommt ein sehr breiter Fluss mit vielen Flussarmen. Wir sehen es als Herausforderung, mit den Wanderschuhen durchzukommen, suchen lange nach Möglichkeiten, springen mit Anlauf und Stockeinsatz und kämpfen uns so immer weiter in den Fluss hinein. Michi sagt irgendwann nach einem Sprung: „so, nächstes Level“ und wir fühlen uns wirklich wie in einem Computerspiel. Es wird immer ein bisschen schwieriger. Irgendwann wird es uns aber dann doch zu riskant mit den Rucksäcken gewisse Distanzen zu springen und wir ziehen unsere Neos an. Der Boden ist teilweise recht steinig und überall liegt Gänsekacke.

    Bald sind wir aber am Ende der feuchten Ebene angelangt und suchen einen guten Platz am Hang des Berges, etwas erhöht. Gegenüber ist der Gletscher, unter uns die Ebene, alles im goldenen Licht. Ich schnappe meine Kamera und renne den Hang hoch um Fotos von der schönen Kulisse zu machen, bevor das Licht weg ist. Und dann fällt natürlich mein Akku aus… Michi hat schon mit dem Zeltaufbau angefangen, dann helfe ich ihm eben anstatt zu fotografieren…


    Für eines hat der Akku noch gereicht...

    Heute koche zur Abwechslung mal ich, Michi sucht beim Fluss aus dem Berg nach einem Platz zum Wasser holen, ohne die Gefahr auf Gänsekackekontamination. Heute Abend nach dem Essen gibt es sogar noch Tee!





    Da irgendwann gegen Ende unserer Tour Neumond sein sollte (so genau hab ich mir das natürlich nicht gemerkt ) stelle ich mir den Wecker auf 1 Uhr nachts, in der Hoffnung auf Nachtfotos von unserem beleuchteten Zelt mit schönem Sternenhimmel, vielleicht sogar mit Milchstraße. Wobei ich natürlich keine Ahnung habe, wann, wo und ob überhaupt die Milchstraße zu sehen ist. Der Himmel ist jedenfalls klar, immerhin . Leider ist es auch arschkalt.

    Vorm einschlafen lauschen wir noch der Stille, es ist windstill und man hört nur das Rauschen in den Ohren. Sonst nichts. Der Urlaub ist einfach so wunderschön!

    Um 1 (wir gehen erst um 12 schlafen) reisst es mich voll und ich checke erst mal nichts. Dann, als ich mich endlich aus dem Schlafsack gekämpft habe, strecke ich blinzelnd den Kopf aus dem Zelt. Es ist ziemlich hell, ich sehe kaum Sterne und es hängen ein paar Schleierwolken am Himmel. Na toll. Es ist so kalt, ich will echt nicht raus. Alibimäßig stelle ich die Kamera in die Apsis und mache ein Foto nach draußen, um mir selbst zu beweisen, dass es sich nicht lohnt jetzt raus zu gehen.

    Und siehe da: Der ganze Himmel ist grün! Nordlichter!!!! Jetzt werde ich schnell, springe aus dem Schlafsack, ziehe mir Fleece und Jacke an, taumel aus dem Zelt und versuche, neben dem zum-Himmel-starren, das Stativ aufzubauen. Es ist unglaublich (in meinem Tourtagebuch steht sogar „bombastisch“, das Wort benutze ich eigentlich nie…). Die Nordlichter ziehen sich hell leuchtend quer über den ganzen Himmel, von Horizont zu Horizont. Sie sind wirklich stark, ich kann es kaum fassen, es ist wunderschön. Ich rufe Michi zu er soll auch rauskommen. Dann fange ich an zu fotografieren, nach 2 Fotos ist natürlich der Akku leer, er war ja gestern Abend schon leer. Also rein ins Zelt, Michi richtig wachrütteln, ungeduldig warten und gucken während er eeeewig im Schlafsack nach seinem Akku sucht (den er dort warm gehalten hat). Dann bin ich wieder draußen beim staunen und fotografieren. Das Nordlicht hat jetzt eine Schlaufe über unserem Zelt gebildet. Michi sucht drinnen mit Lampe sein Zeug, jetzt ist das Zelt zu einem tolles Motiv geworden. Ich rufe ihm zu er soll erst mal rauskommen und schauen, nicht dass das Spektakel gleich vorbei.

    Irgendwann ist Michi jedenfalls auch endlich raus gekommen, wir fotografieren beide und am Schluss schauen wir dann nur noch. Es nimmt gar kein Ende und ist einfach so schön. Ich bin absolut beglückt und kann es immer noch nicht richtig fassen. Michi ist ein bisschen grummelig, er ist müde und ihm ist kalt.



    Kleine Anmerkung: So wie auf dem Foto sah es natürlich in Echt nicht aus. Aber es weckt in mir das Gefühl, das ich in der Nacht hatte. In Echt war es natürlich noch 1000 mal schöner, auch wenn der Himmel schwarz und das Nordlich weiß war. (wieso gibt es hier kein Herzchen-Emoji?)

    Nach über einer Stunde treibt uns die Kälte wieder nach drinnen. Wir sind völlig ausgekühlt und frieren beide die ganze Nacht erbärmlich. Es ist wirklich unglaublich kalt. Um 6 wache ich auf und zittere am ganzen Körper. Ab 9 fängt die Sonne endlich an, das Zelt richtig aufzuheizen und uns wird endlich warm.
    Aber kein Wunder dass uns (bzw mir) so kalt war: ich war eine Stunde draußen, nur mit langer Unterhose, Merinolongshirt, Fleece und Primaloft-Jacke. Ohne Handschuhe. Ich frag mich bis jetzt wie ich das ausgehalten habe. (Es hatte irgendwas bissl über 0°)

    Am nächsten Tag zahl ich dann die Rechnung: ich bekomme einen Ausschlag auf den Handrücken. Ich hatte das schonmal bei großer Kälte in Norwegen beim trekken und vermute, dass es eine allergische Reaktion auf die Kälte ist. Anfangs ist es noch nicht so schlimm, nach ein paar Tagen werden die kleinen Pusteln dann zu Blutblasen und schmerzen sehr stark bei Berührung (richtig schön, wenn man z.B. was in seinem Rucksack suchen muss...). Echt unheimlich nervig! Ab jetzt sind die Handschuhe nicht nur Kältes- sondern auch Berührungsschutz .


    Unterwegs: 14:15 - 19:30 Uhr
    insgesamt: 5h 15 min




    8. Tag, 20.08. – nach Álftavatn

    Die Nacht war kalt und dadurch echt unerholsam. Michi ist kaum wach zu kriegen, ich fange schon mal an zu frühstücken. Sehr ungewöhnlich diese Konstellation.

    Um 11 brechen wir auf, das rote Zelt auf der anderen Seite der Ebene ist schon seit heute morgen weg. Man sieht die markante Felsnase, zu der wir als nächstes müssen, deutlich am anderen Ende der nächsten Ebene. Die Spuren führen zwar nach rechts den Berg entlang, wir wollen aber direkt ohne Umweg gehen und gehen gerade aus. Haha. Nach einer Stunde checken wir, dass wir auf die falsche Nase zulaufen und müssen in einem großen Bogen zum richtigen "Pass" gehen.
    Michi gehts heut richtig schlecht, er schleicht hinter mir her und ist sehr ungesprächig. Ich fürchte, dass eine Erkältung im Anflug ist...
    Zur Stärkung machen wir Salamipause und ich übernehme das Zelt, das restliche Abendessen und den Wanderführer.



    Die Landschaft ist schön, allerdings nicht so spektakulär wie die letzten Tage. Da wir uns von der Etappe Álftavatn - Landmannalaugar viel erwarten, fotografieren wir nur mit dem Handy um den letzten verbliebenen Akku zu schonen.

    Nachdem wir umgepackt haben geht es den Pass hoch und ins Tal bis nach Hvanngil. Die Gewichtserleichterung und die Salami tun Michi gut und es geht ihm schon deutlich besser, er läuft schon bald wieder fast im normalen Tempo. Trotzdem beschließen wir, heute nur bis nach Álftavatn zu gehen und nicht bis nach Hrafntinnusker.

    Mal wieder ein grün-overflow:



    Die Sonne brennt vom Himmel und es ist schön warm. Ab Hvanngil geht es auf den Laugavegur: Extrem ausgetrampelter Pfad, Pflockmarkierungen, andere Menschen. Der Weg ist definitiv mehr Piste als Wanderweg.

    Schon bald erreichen wir Álftavatn. So viele Menschen! Es ist uns auf Anhieb unsympathisch. Niemand grüßt, alle schauen einen irritiert an wenn man „hej“ sagt. Ich will hier weg!
    Wir gehen trotzdem nicht weiter, auch wenn es Michi mittlerweile wieder ganz gut geht. Es hat auch seine Vorteile: warme Duschen! Haare waschen! ein riesiger Muffin! Kaffee! (und eine offensichtlich interessante Kette)





    Wir kochen am Fluss und verschwinden im Zelt, weil es schon wieder so kalt wird. Ich brauch dringend eine wärmere Jacke. Mein Wecker ist auf 1:00 Uhr gestellt, ich bin gespannt !




    Um eins sieht man dann ein ganz ganz schwaches Nordlicht als Streifen am Himmel. Ich mache noch ein Bild von den Sternen und dem See. Diese Nacht ist zum Glück nicht so kalt wie die Letzte und uns ist im Schlafsack warm genug. Wir entwickeln außerdem noch ausgeklügeltere Systeme, wo welche Kleidung für optimale Wärmeergebnisse hin muss.





    Da das Nordlicht heute nicht so hell ist sieht man mehr Sterne
    Und ich glaube dass ich da eine Sternschnuppe erwischt habe, Flugzeuge blinken ja


    Unterwegs: 11:00 - ca 15:00
    insgesamt: 4h

  3. Fuchs

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    AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #23
    Wow::

  4. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #24
    Das erste Aurora Borealis - Motiv: Wow, tolles Foto!
    So eines hätte ich auch gerne noch.
    My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

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    AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #25
    Danke ihr beiden

    Hier noch zwei Nordlicht Bilder in etwas besserer Qualität, da über flickr eingebunden (da gibts auch einige der anderen Fotos in groß):

    Northern light by black tea

    Northern lights by black tea

    Ich wollte eigentlich die restlichen Tage alle auf einmal einstellen, aber da ich einfach nicht zum Fotos sortieren komme werde ich erst mal nur den Tag bis Landmannalaugar hinzufügen, dann ist zumindest mal unsere Trekkingtour abgeschlossen ;)

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    AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #26
    9. Tag, 21.08. – nach Landmannalaugar

    Wir stehen um 9:00 Uhr auf und denken wir sind ganz gut in der Zeit. Aber Überraschung: die meisten Zelte sind schon weg! Wir können das Frühaufstehertum nicht ganz nachvollziehen und starten um 11:00 Uhr gemütlich unsere Tour. Der Laugavegur ist wie gestern echt gut ausgetrampelt. Es ist wieder diesig und sonnig. Bald geht es steil hoch, das erste richtig anstrengende Stück der ganzen Tour. Wir überholen ein Mädchen mit schlimmer Höhenangst, die sich teilweise nur auf allen vieren weitertraut. Sie schlägt sich dafür aber wirklich tapfer.

    Der Blick zurück ist außergewöhnlich:





    Wir suchen uns einen Stein als Windschutz und machen erst mal Mittagspause, weil uns mittlerweile immer mehr Leute entgegen kommen (und wir natürlich mal wieder Hunger haben). Es sind wirklich viele Menschen.

    Dann kommt ein unheimlich beeindruckendes und schönes Stück, über ein paar Kämme und Erosionsrinnen aus Rhyolitgestein. Überall dampft und brodelt und stinkt es. Wow!





    Es geht oben auf dem Hochplateau weiter über die bunten Berge, das hier ist völlig anders als unsere bisherige Tour. Das Schwarz-Grün ist einer rot-orangen Farbenpracht gewichen.





    Schon bald sieht man die Hütte (ich schätze mal wieder noch so ca 30 min), aber bis dahin brauchen wir doch noch über 1h. So langsam habe ich das Gefühl, das Wegzeiteinschätzung nicht so mein Ding ist.

    Bei der Hütte ist es total schön, alles sehr karg, kurz vorm Gipfel, kalt, Schnee und schwarzer Obsidianboden. Überall funkelt es:



    Und qualmt:



    Wir machen eine halbe Stunde Riegelpause und treffen ein paar nette Inder. Sie fragen uns nach der Wegzeit bis Àlftavatn, wir antworten ca 4h. Sie lachen und meinen, wenn wir aus München kommen können sie sich eh nicht mit uns messen, weil wir Bergerfahren sind. Wir grinsen nur und klären sie mal besser nicht über die Wahrheit unseres [bzw meines] Fitnesstandes auf .


    Anschließend geht es über eine Steinwüste und Schneereste, dann führt der Weg wieder durch bunte Berge. Die Landschaft ist wirklich total abgefahren. Das beschreibt es einfach am besten (neben schön, wunderschön, toll, herrlich und beeindruckend, versteht sich )









    Wir machen nochmal Pause um die Landschaft etwas zu genießen:



    Langsam wird das Licht auch so schön Orange, da es wieder mal spät geworden ist.









    Von oben sehen wir irgendwann ein riesiges Lavabecken (es sieht aus wie ein Krokodil), kurz darauf führt der Weg hindurch. Wir vermuten, dass es ca. 2m tief bzw hoch ist. Nach ca. 45 min sehen wir unverhofft Landmannalaugar vor uns. Die Lava ist der Berg direkt hinter dem Camp und ca. 20m hoch, wenn nicht mehr! Wir sind ziemlich geplättet und beeindruckt und sehen die Landschaft jetzt mit ganz anderen Augen.



    Auch die Berge zeigen in Island Flagge und solidarisieren sich mit lgbt :



    Langsam schmerzen meine Füße mal wieder, es war ein langes Wegstück heute. Ich bin wirklich froh über mein leichtes Gepäck.

    Vor dem Camp treffen wir noch einen Deutschen, wir unterhalten uns eine ganze Weile mit ihm. Er ist den Laugavegur vor 20 Jahren mit Freunden gegangen und ist jetzt mit ihnen hier, um eine damals abgeschlossene Wette einzulösen. Sehr cool.

    In Landmannalaugar suchen wir einen nicht-matschigen Zeltplatz und treffen zuerst den Spanier und dann Martin und Miri wieder. Der Spanier kann kaum Englisch, versucht uns aber immer wieder Tipps zu geben, da er schon seit 20 Jahren in Island wandert. Das wichtigste Wort das er kann ist „beautiful“, er verwendet es oft und ich glaube ihm zu 100%. Er erklärt, zeigt Orte auf der Karte, nickt, schaut einen an und dann: „beautiful“. So eine stille und zufriedene Begeisterung, super . Außerdem erzählt er, dass er letzte Nacht Nordlichter in der heißen Quelle liegend gesehen hat. Sehr beneidenswert.

    Wir verabreden uns mit M&M im Pool und verbringen einen schönen Abend miteinander. Schließlich gehen wir raus (nach dem heißen Pool ist es draußen kaum kalt) und sehen noch ein sehr schönes und klares einzelnes Nordlicht. Zwar nicht im Pool aber trotzdem wunderschön! Beautiful!

    Um halb 1 fallen wir ins Bett. Hier endet unsere wunderschöne Trekkingtour, im Moment sind wir aber zu müde und zu glücklich, um darüber traurig zu sein.

    Unterwegs: 11:00 – ca 20:30 Uhr, 2 länger Pausen 1 kurze
    insgesamt: 9,5 h




    Abschließend noch kurz eine kleine Zusammenfassung:

    Wetter: Wie man wahrscheinlich rauslesen konnte hatten wir bis auf den zweiten Tag unheimliches Glück mit dem Wetter. Ich hätte nie gedacht, dass wir die Tour ohne Regenjacke wie geplant abschließen können. Nach ein paar Tagen hatten wir einen ziemlich starken Sonnenbrand im Gesicht, trotz Sonnencreme.
    An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an den Wettergott.

    Die Kehrseite der warmen Tage (geschätzt so 18°, wenn der Wind nicht gewesen wäre) und klaren Nächte war, dass es Abends und Nachts arschkalt war, um die 0°. Dafür ist meine Isolationsjacke nicht ausgelegt.

    Route: Unsere gewählte Route war perfekt und ich würde sie genau so jederzeit nochmal gehen. Der Laugavegur ist zwar schon voller als der Rest, aber landschaftlich wirklich außergewöhnlich und durchaus lohnenswert.

    Kartenmaterial: Wir hatten den Wanderführer "Südliches Hochland" von Uwe Grünwald dabei und ich kann ihn nur empfehlen! Erleichtert die Navigation ungemein. Für den Überblick hatten wir noch eine große 1:100.000 Karte dabei, haben sie aber unterwegs nicht benutzt.

    Essen: Da ich einen Teil meines Mittagessens im Reykjavik vergessen hatte, wurde es ein bisschen knapp bei mir. Das nächste Mal plane ich ohne Käse und mit etwas mehr Reserve beim Studentenfutter. Ansonsten hat aber alles ungefähr gepasst. (100g Müsli ist zu wenig. Die ersten Tage 300g Couscous und die letzten Tage 250-300g Trekkingnahrung für 2 Personen ist gut)

    Die Tour war ein bisschen zu kurz, unsere nächste Tour wird definitiv länger. Wir wären am liebsten weiter gelaufen, aber das Auto war reserviert und wir hatten nicht mal mehr Mittagessen für den nächsten Tag. Michis eiserne Pemmikan-Reserve hat uns dann gerettet




    ...Und bald geht es hier mit einer kurzen Zusammenfassung und mit ein paar Fotos unserer Autoreise weiter.
    Geändert von blackteah (23.11.2017 um 22:49 Uhr)

  7. AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #27
    Hi

    ein fettes "Danke schön" für den ausführlichen Bericht.

    Gruss,
    Andreas (von FlickR)

  8. Dauerbesucher
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    AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #28
    Danke Andreas

    So, nun geht es weiter mit dem Autoreiseteil.

    Vorneweg: Wir haben uns leider ein bisschen von Reiseführern und schönen Pinterest- und Instagrambildern blenden lassen. Das war das erste Mal, dass ich/wir so einen geplanten Urlaub mit "Sehenswürdigkeiten" gemacht haben und wir hatten das Gefühl, wir müsssten die ganzen bekannten Orte anschaun. Sonst könnte man ja was verpassen. Jetzt im Nachhinein sind wir schlauer und ich hoffe, dass wir das beim nächsten Mal besser einschätzen können.

    Aaaaber immerhin kamen ein paar ganz schöne Fotos bei raus

    Nun aber der Reihe nach, meist in Stichpunkten:

    11. Tag, 23.08. – Golden Circle (Thingvellir, Geysir, Gullfoss)

    Wir kommen erst spät los, da wir unser Auto mit 2h Verspätung bekommen und das ganze Packen und Einkaufen irgendwie recht lange dauert. Wir kaufen auch für mich und meinen ominösen Ausschlag auf Hand und Nase eine Kortisonsalbe (die nicht wirklich viel hilft).

    Thingvellir: sehr touristisch, ganz anderes als vorgestellt. Allerdings ist der See ganz hübsch für die Mittagspause:







    Geysir: sehr beeindruckende Fontäne und blaue tiefe heiße Wasserlöcher.



    Es stinkt und dampft:





    Ich mag den Humor der Isländer:



    Gullfoss: Ich glaube mittlerweile, dass ich einfach nicht so der Wasserfalltyp bin....
    Das schönste am Gullfoss ist der Sonnenuntergang, als wir davon wegfahren




    Insgesamt ist der„golden Circle“ nicht unser Ding und wir schauen, dass wir Strecke machen.

    In der Nacht will ich noch einen Versuch starten, Nordlichter zu fotografieren und dabei kann ich etwas ungewöhnliches beobachten.

    1. Foto um 23:50 Uhr: im Hintergrund sehe ich ein kleines Licht und halte es für eine Fabrik.



    2. Foto um 01:50 Uhr: ich bin überrascht, wie viel heller die Fabrik jetzt zu sehen ist, da es dunkel ist.



    3. Foto um 03:10 Uhr: das kann keine Fabrik sein. Ich rätsel was es ist, jetzt im Nachhinein danke ich dass es eigentlich nur ein Feuer sein konnte. Auf den Fotos sieht man auch, dass es leicht von links nach rechts wandert. Gerochen hat man aber nichts, Rauch war auch nicht wirklich zu sehen (Das im letzten Bild waren ja ziemlich sicher Wolken...). Irgendwie ganz schön gruselig.



    Leider habe ich am nächsten Morgen nicht drangedacht, nochmal aufmerksam oder mit dem Teleobjektiv in die Richtung zu sehen.


    12. Tag, 24.08 –Haífoss

    Ausschlafen, um 12:00 Uhr weiter.

    Fahrt nach Gjain (bei Ström). Die Landschaft auf der Fahrt ist jetzt schöner.
    Zu den Wasserfällen muss man 1h über wüstenartige Dünenlandschaft wandern. Links ist die Hekla, das erklärt die viele Lava und die wenige Vegetation. Das Wetter wird besser und wir kriegen Sonne. "Hier soll irgendwo Wasser sein??" Denken wir uns.
    Dann kommt unverhofft ein grünes Tal, wie eine wunderschöne Oase mit Wasserfällen. Wir bleiben für die Mittagspause, hier sind nur ein paar Leute unterwegs, es ist echt schön.










    Dann Fahrt zum Haífoss, über abenteuerliche Schotterstraße. Der Haífoss ist sehr schön und beeindruckend. Wir kochen Abendessen, machen eine lange Fotosession und beschließen danach, dass wir Langzeitbelichtung von Wasserfällen einfach langweilig finden.









    Wir machen gefühlte 200 Fotos von der Stelle und jedes sieht anders aus. Einfach wunderschön:












    13. Tag, 25.08. –Wasserfalltag (Haífoss, Seljalandsfoss, Skogafoss)

    Wir lassen uns Zeit, ein richtig gemütlicher Urlaubsmorgen. Eine Frau sagt uns, dass hier in der Gegend ab 4:00 Uhr Regen angesagt ist. Wir fahren los.



    Coole Stromtrasse:



    Lauter Maulwurfshügel:



    Bald dämmert uns, dass wir dem Regen entgegenfahren.

    Nächster Stopp ist der Seljalandsfoss. Tolles Erlebnis! Da es regnet und gefühlte 2.000 Menschen unterwegs sind, schauen wir uns den Wasserfall erst mal mit Brotzeit vom Auto aus an



    Danach gehts zum Skogafoss. Auch hier kann man den Wasserfall hervorragend während eines kleinen Snacks aus dem trockenen Auto heraus beobachten

    Von der Ringstraße aus:





    Michi hat ein richtig cooles Foto vom Skogafoss gemacht
    Das gibt die Stimmung schön wieder. Aber keine Ahnung wie er es geschafft hat, dass da keine Menschen mit drauf sind




    Von der weiteren Strecke sieht man leider nichts, alles ist dick im Nebel. Wir streichen also den schwarzen Sandstrand bei Vík und beschließen, heute nach Kirkjubaerjarklaustur zu fahren, um möglichst nah am Gletschersee zu sein, zu dem ich unbedingt hin will.

    In Vík schauen wir kurz in den Outlet von Icelandwear (oder wie der Outdoorladen dort heißt), aber leider sind alle Regenjacken immer noch recht teuer. Jetzt könnten wir langsam mal welche gebrauchen.
    Ich mache aus Trotz ein Foto von der bekannten Kirche und mit dem Raw Converter kann man tatsächlich noch ein ansehnliches Foto draus machen :



    Es ist alles Nebel und Regen.
    Links und rechts: Wüste, Lava, Moos, Weiden, Fluss, Sanderfläche, Lava, Moos, Lava, Sanderfläche, Lava. Ich bin mir mittlerweile sicher, ganz Island besteht nur aus Lava. Die Straße geht nur gradeaus mit Tempo 90. Echt anstrengend für Michi, der wegen meiner schmerzenden lädierten Hüfte fahren muss.. Ich träume in der Nebellandschaft vor mich hin.



    14. Tag, 26.08. – Jökulsárlón

    Regen.

    Fahrt zum Jökulsárlón. Ganz kurzes Sonnenloch auf der Fahrt bei einer Gletscherzunge. Wow! So habe ich mir Island vom Wetter her eigentlich vorgestellt






    Jökulsárlón ist sehr toll! Robben!! Leider ziemlich viel Nebel und Regen.



    Ja, das Foto ist zu stark bearbeitet, aber ich finds geil



    Das trifft es besser:





    Sie waren sooooo süß!!!



    Der schwarze Eis-Strand ist auch sehr schön:




    Wir bleiben wegen Regen nur kurz und fahren total nass zum Fjallsárlón ins Restaurant zum trocknen und Kaffee trinken. Ich gehe noch allein zum See, Michi hat genug (und immer noch keine Regenjacke). Man sieht nur ein paar Eisbrocken im Wasser schwimmen, der Rest verschwindet im Nebel. Dann höre ich aus dem weißen Nichts ein lautes Grollen und Rumpeln. Es klingt total imposant und mächtig, wie das Eis außer Sichtweite abbricht.
    Nach ca 20 min wird die Sicht kaum merklich besser. Es sieht total toll aus, sehr mystisch wie sich die Landschaft langsam immer stärker herausschält. Zuerst kann man nur wenig erahnen, dann kommt immer mehr zum Vorschein. Mir gegenüber ist eine große breite Gletscherzunge die im See endet. Von links schwingt sich eine zweite Gletscherzunge elegant zum See. Wie schön das ist! Was mir bisher verborgen war!

    Im Restaurant treffen wir dann noch das nette ältere Paar vom Münchner Flughafen wieder. Zufälle gibts…

    Ein weiterer Gletschersee auf der Fahrt zurück:







    Wir fahren zurück nach Kirkjubaejarklaustur und baden im Schwimmbad, es gibt ein herrlich warmes Becken mit ca 40°. Die Welt ist wieder in Ordnung.

    Die Wiese des Campingplatz steht mittlerweile quasi unter Wasser, wir haben gestern bei unserer Ankunft im Dunkeln einen ungünstigen Platz erwischt und jetzt drückt es uns das Wasser von unten durchs Zelt. Gut, dass wir ein Auto zum Schlafsack trocknen haben und ihn nicht komprimieren müssen…


    15. Tag, 27.08. – Pferdereiten und Rückfahrt nach Reykjavik

    Ausnahmsweise mal etwas Sicht bei der Fahrt:



    Fahrt zum Pferdestall Skálakot. Ich rede die letzten Tage hauptsächlich von Isländern (Pferde) und ob ich jetzt einen Ritt buchen soll oder nicht (Ich bin in meiner Jugend auf einem Isländerhof geritten), aber schließlich denke ich mir "man gönnt sich ja sonst nichts" und buche einen 2h Ritt für ca. 90€. Was mir auch zu schaffen macht ist dass es diesen Pferden ja oft nicht sonderlich gut geht, aber der Hof sieht ordentlich aus. Die Pferde sind zumeist draußen auf den riesengroßen Weiden.

    Ich habe Glück und bin die Einzige, die um diese Uhrzeit eine Tour will, also bin ich mit der Führerin nur zu zweit! Das Mädchen aus Deutschland ist nach der Schule für 3 Monate hier auf dem Hof.



    Wir essen Kuchen ohne auf den Preis zu schauen und merken dann, dass die zwei Stück 35!! € kosten. Uff. Wir streichen das geplante Essen im Restaurant heute Abend.

    Nach dem Kuchenschock geht es zurück nach Reykjavik, mir tut mein Hintern ziemlich weh vom Reiten. Wusste gar nicht mehr, dass es im Sattel so unbequem wird. Danach steht noch bummeln an. Wir gönnen uns sogar zwei Bier .





    Es folgt eine unglaublich anstrengende und ungemütliche Nacht auf dem Flughafen. Mir schießt beim betreten zuerst „Wie in einem Obdachlosenheim“ durch den Kopf, sorry für den Vergleich… Ich hab schon die ein oder andere Nacht auf einem Flughafen verbracht, aber in Reykjavik würde ich das nächste Mal auf jeden Fall ein Zimmer irgendwo buchen!


    Beim Heimkommen dann ein kleiner Schreck: Ein Küchenregal ist rausgebrochen und es liegt alles voller Scherben. Zuerst denke ich, die Balkontür ist eingeschlagen worden. Das ist echt keine schöne Begrüßung. Aber nach dem Wegräumen gehts sofort ab auf den Balkon und den restlichen Tag wird nur noch entspannt und ein bisschen Wäsche sortiert. In Gedanken laufe ich durch schwarz-grüne Landschaft und spüre die Sonne im Gesicht.


    Ende!








    Fazit Autoreise

    Wir waren am Ende ziemlich fertig und gestresst von der Autoreise. Anfangs wussten wir nicht so recht warum, schön war es ja schon. Aber wir haben vermutlich das Ganze falsch aufgezogen und wollten zu viel und zu weit. Es wäre viel sinnvoller gewesen, zuerst mit dem Auto rumzufahren (dann kann man auch ganz entspannt die fehlende Ausrüstung besorgen) und anschließend zu wandern. Wir waren von der Trekkingtour so voll mit Erlebnissen und Landschaften und haben uns danach in das menschenüberfüllte, touristisch ausgebaute Island geworden, so dass wir gar nicht alles verarbeiten konnten. Und wir hatten einfach auch nach der tollen Wanderung keine Lust auf Menschen, die ausgebaute Wasserfälle oder Eisschollen anstarren und fotografieren.
    Also nächstes Mal lassen wir die Touri-Hotspots aus (die sehen auf Fotos eh meist schöner aus als in echt), planen weniger „Attraktionen“ und mehr Wanderungen ein und machen so eine Rundreise vor dem richtigen Outdoorurlaub.

    Natürlich hat der dreitägige, ununterbrochene Regen auch ganz schön dazu beigetragen, dass wir uns (ohne richtigen Regenschutz) eingesperrt gefühlt haben. Es wäre viel besser gewesen, spontan darauf zu reagieren (bzw überhaupt mal den Wetterbericht anzusehen), als stumpfsinnig das geplante Programm durchzuziehen.
    Aber wettertechnisch war es natürlich schon besser, in der Sonne zu wandern

    Und natürlich waren die Preise auch sehr nervig, das muss man einfach ehrlich sagen. Man spart und spart (nimmt das meiste Essen von Deutschland mit, zahlt dank Zelt wenig für Übernachtungen, geht nie essen) und zahlt sich trotzdem dumm und dämlich (Pferdetour ist nicht in den normalen Urlaubskosten mit eingerechnet)... Aber mei, das weiß man ja irgendwie auch schon vorher


    Insgesamt war es aber superfantastisch und vor allem ich will wieder hin! Michi will erst mal was warmes und weniger teures. Der ist es einfach nicht gewöhnt zu frieren. Aber ich überrede ihn schon noch . Derweil feile ich an einer guten Route für eine Hochlandquerung


    (Ich weiß übrigens immer noch nicht, was für ein Ausschlag das war. Ich habe in Deutschland keinen Hautarzttermin bekommen, eine Apothekerin meinte, es wäre eine allergische Reaktion auf irgendwas. Nach 2-3 Wochen ab der Nordlichtnacht war er dann auch endgültig weg, jetzt sieht man nur noch von einer Blutblase einen leichten Fleck am Finger.
    Ich tippe ja auf Kälte. Echt nervig.)


    Als Ausgleich für den ganzen Text hier noch ein Haífoss Bild:

    Haífoss auf Flickr

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #29
    ich schaue nach längerem "wenig da sein" von außen in deinen Bericht und muss mich gleich anmelden, um zu schreiben, wie sehr mir dein Bericht gefällt. Geniale Fotos teilweise, echt!
    Wenn es nicht so enorm voll wäre und auch vor allem so teuer, wäre Island ein großes Wunschziel für mich!

    danke dir, BlackT - fürs Mitnehmen!
    Two roads diverged in a wood, and I—
    I took the one less traveled by,
    And that has made all the difference (Robert Frost)

  10. Alter Hase

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    AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #30
    Da waren wir tatsächlich gleichzeitig unterwegs. Der dreitägige Regen hielt tatsächlich eine gute Woche an und die 1,5 weiteren Wochen, die wir dort waren, enthielten drei trockene, annähernd sonnige Tage. Die anderen überraschten immer mal wieder mit heftigen Schauern. Was nicht schlimm ist. Aber die Wolken hingen meist so tief, dass man nicht viel sah.

    Habt ihr mit eurem Auto tatsächlich im Islandmoos neben der Straße und den Campingplätzen übernachtet? Oder sieht das nur so aus?

  11. Dauerbesucher
    Avatar von blackteah
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    AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #31
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    Wenn es nicht so enorm voll wäre und auch vor allem so teuer, wäre Island ein großes Wunschziel für mich!
    Danke dir!
    Ja das stimmt leider. Aber bezüglich voll: Es gibt schon auch leere Ecken, und es wird besser wenn man sich von den Hauptplätzen mal ein paar Meter wegbewegt! Wir hatten nur die letzten Tage so ein straffes Programm, dass dafür eigentlich gar keine Zeit mehr blieb
    Was nicht ist kann ja noch werden Vielleicht verschlägt es dich bei deiner Europatour ja doch auch nach Island!


    Zitat Zitat von Enja Beitrag anzeigen
    Habt ihr mit eurem Auto tatsächlich im Islandmoos neben der Straße und den Campingplätzen übernachtet? Oder sieht das nur so aus?
    Ja da haben wir echt das gleiche Wetter erwischt...
    Nein natürlich nicht! Wir sind mit dem Auto nie von der Straße runter und sind nur da lang gefahren, wo es auch mit unserem kleinen Wagen erlaubt war. Wir haben natürlich auch auf dem Campingplatz im See ähh ich meine der Wiese übernachtet

  12. Erfahren
    Avatar von Dieter
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    AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #32
    Hallo,

    ... das kann keine Fabrik sein. Ich rätsel was es ist, jetzt im Nachhinein danke ich dass es eigentlich nur ein Feuer sein konnte. Auf den Fotos sieht man auch, dass es leicht von links nach rechts wandert. Gerochen hat man aber nichts, Rauch war auch nicht wirklich zu sehen (Das im letzten Bild waren ja ziemlich sicher Wolken...). Irgendwie ganz schön gruselig.
    Das sehr wahrscheinlich wirklich kein Rauch, sondern Dampf. Das passt auch für die Erklärung des Lichts: keine Fabrik sondern Gewächshäuser! Die brauchen nämlich eine Unmenge an Licht. Die Wärme kommt zwar umsonst aus dem Boden, aber nicht das Sonnenlicht. 1 Hektar Gewächshauskultur braucht in Island gleich viel Strom wie eine Gemeinde mit 2000 Einwohner!

    Übrigens schöner Bericht!
    Und Ihr habt richtig erkannt - erst Highlights abhaken und dann in die Natur!

    Dieter

  13. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #33
    Moin blackteah,

    vielen Dank für deinen tollen Bericht. Ist natürlich immer schön, wenn bekannte Tour - Abschnitte mal aus einer anderen Perspektive beleuchtet werden.
    Mir gefallen auch deine/eure Fotos, denn da ist schon zu sehen ( und zu spüren ), dass ihr in der isländischen Landschaft
    " angekommen " seid. Gute Motiv - Wahl und oft eine spannende Umsetzung ( Nachtfotografie, Licht und Spiel mit den Perspektiven). Besonders gefallen mir die Fotos bei schlechtem Wetter und mit dramatischen Wolken.
    Ich freue mich auf deinen nächsten Island - Bericht.
    My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

  14. AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #34
    schließe mich meinen Vorschreibern an. Toller Text, tolle Bilder. Zum Mitleiden und Mitgenießen. Muss echt mal drüber nachdenken, das nächste Mal das Rad häufiger stehen zu lassen. Bin mir ziemlich sicher, dass es nach meiner Premiere 2016 (mindestens) eine Wiederholung geben wird. Und ja: die "touristischen" Highlights sind schon ziemlich erschreckend, wenn man erst mal ein paar Tage abseits davon erlebte



    Beste Grüße
    Dirk

  15. Gerne im Forum

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    AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #35
    Hallo, vielen Dank für den packenden Reisebericht. Die Beschreibung der Landschaft und die Fotos sind so toll! Das Bild mit dem Zelt und den Nordlichtern ist beeindruckend, da vergisst man doch glatt die Kälte. Seit unserer ersten Reise sind wir totale Island Fans, beobachten aber auch mit Sorge die derzeitige Entwicklung im Tourimus dort. Noch im Jahr 2010 standen wir mit 8 Leuten vorm Geysir und allein vorm Gullfoss. Nirgens eine Absperrung, kaum ein Tourist weit und breit. Heute sind wir froh, dass wir schon mal dort waren und ziehen uns lieber in die abgelegeneren Ecken zurück. Nach einer längeren Trekking Tour wieder zu den Touristenhotspots zu kommen, finden wir auch immer sehr krass. Da kommt man sich irgendwie "fehl am Platz" vor. Trotzdem zieht es uns immer wieder nach Island. Im Februar haben wir einfach mal nur eine Woche auf Reykjanes verbracht und viele Wanderungen gemacht. Da gab's noch so viel zu entdecken, die meisten düsen ja dort nur durch oder wollen in die Blaue Lagune.
    Island im Winter ist auch toll.
    Viele Grüsse Annichristine

  16. Dauerbesucher
    Avatar von blackteah
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    AW: [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #36
    Danke Euch für die lieben Antworten!

    Zitat Zitat von Dieter Beitrag anzeigen
    Das sehr wahrscheinlich wirklich kein Rauch, sondern Dampf. ... Gewächshäuser! 1 Hektar Gewächshauskultur braucht in Island gleich viel Strom wie eine Gemeinde mit 2000 Einwohner!
    Danke, darauf wäre ich wirlich nie gekommen! Ich bin wirklich beruhigt, dass da nicht in Sichtweite der halbe Berg abgefackelt ist, ohne dass wir das gecheckt hätten
    Unglaublich wie viel die brauchen, das erklärt dann auch die Preise vom Gemüse/Obst isländischer Herkunft.

    Zitat Zitat von evernorth Beitrag anzeigen
    Besonders gefallen mir die Fotos bei schlechtem Wetter und mit dramatischen Wolken.
    Ich freue mich auf deinen nächsten Island - Bericht.
    Ja, so geht es mir auch . Ich weiß nicht mehr genau inwieweit ich im Bericht darauf eingegangen bin, aber unterwegs habe ich schon oft gejammert dass die Sonne alles niederscheint und sich kein Wölkchen zeigt... Aber allzu laut wollte ich dann auch nicht verkünden, dass ich mit dem bombastischen Strahlewetter nicht 100% zufrieden war . Am Ende des Urlaubs hat es ja dann bisweilen mit der dramatischen Stimmung geklappt, auch wenn es dann meistens zu viel des guten war...
    Und ich freue mich auch schon seeeehr auf das Erleben meines nächsten Islands-Berichts, auch wenn der noch in unbekannter Zukunft liegt! (Ich freue mich auch schon auf das Ende deines Notrufberichtes und den Toffee-Bericht, im Moment ist aber zwischen Wintersport und Urlaubsplanung keine Zeit für Leseabende )

    Zitat Zitat von dirkpausk Beitrag anzeigen
    Muss echt mal drüber nachdenken, das nächste Mal das Rad häufiger stehen zu lassen. Bin mir ziemlich sicher, dass es nach meiner Premiere 2016 (mindestens) eine Wiederholung geben wird.
    Das ist eine äußerst gute Überlegung . Ich bin ja ehrlich gesagt nicht so der Rad-Fan. Also, nur wenn es gradeaus oder bergab geht. Dein Liegerad sieht zugleich sehr gemütlich und super anstrengend aus! Island schafft wohl Wiederholungstäter... ;)


    Zitat Zitat von Annichristine Beitrag anzeigen
    Noch im Jahr 2010 standen wir mit 8 Leuten vorm Geysir und allein vorm Gullfoss. ...
    Nach einer längeren Trekking Tour wieder zu den Touristenhotspots zu kommen, finden wir auch immer sehr krass. Da kommt man sich irgendwie "fehl am Platz" vor. ...
    Da gab's noch so viel zu entdecken, die meisten düsen ja dort nur durch oder wollen in die Blaue Lagune. Island im Winter ist auch toll.
    Wow, das kann ich mir gar nicht vorstellen! Wir waren ja abends am Gullfoss, aber es waren trotzdem noch recht viele Leute dort (wobei es sich dort besser verläuft als z.B. am Skogafoss).
    Ja, so geht es mir auch immer –man kommt ja doch manchmal, vor allem bei Touren in Deutschland, an gut besuchten "Attraktionen" vorbei, das ist dann immer ein richtiger Kulturschock .
    Das ist ja das schöne, dass man immer wieder neue Sachen entdecken kann! Reykjanes war bestimmt auch spannend. Mich würde beim nächsten Mal vor allem der Norden und das zentrale Hochland interessieren. Zu Fuß steht einem ja wirklich fast alles offen.
    Der Winter bzw das Frühjahr (März/April) würde mich auch wirklich mal reizen, aber dann eher als Fototour. Wobei das noch warten muss – wenn ich mir nochmal im Winter lange Urlaub nehme, dann steht eine Hütten-Langlauf-Tour in Lappland an

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