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    [IS] ISLAND! – Südliches Hochland

    #1
    Mitreisende: blackteah
    Oder: "ihr seid aber braun geworden"


    Reiseziel: Island
    Reisedauer: 12. - 28. August 2017
    Trekkingtourdaten: 9 Tage: Langisjór, Eldgja Trail, Struttstigur, Laugavegur bis Landmannalaugar
    Autoreise: 5 Tage: Golden Circle, Haífoss, Kirkjubaejarklaustur, Reykjavik
    Teilnehmer: Mein Freund (Nachfolgend mit „Michi“ betitelt ) und ich


    Unsere Tour hatte leider keinen guten Start, es lief so ziemlich alles schief was konnte oder hat uns zumindest einige Nerven gekostet… Aber wir haben uns nicht unterkriegen lassen und wurden mit einer grandiosen Zeit belohnt!



    Viele Bilder aus dem Bericht gibt es übrigens in Groß hier: Island Flickr Album

    Aber zuerst ein bisschen langweilige Einleitung:

    Hier der Link zu meiner Packliste für die 9 Tage Island (ich liebe Packlisten und packen generell)
    Das war für mich ein ganz guter Mittelweg zwischen Komfort und leichtem Gepäck. Im Endeffekt war es dann doch noch ein bisschen leichter, weil ich Essen vergessen habe und das Knäckebrot nicht mehr in den Rucksack passte und zu Michi kam. Ergab dann vermutlich 14 kg Startgewicht mit 1l Wasser.
    Die gemeinsame Ausrüstung haben wir folgendermaßen aufgeteilt:
    Ich: Kocher & Brennzeug, 1. Hilfe, Kulturbeutel, Karte, 4x Abendessen
    Michi: Zelt, Wanderführer, Powerbank, Klopapier, 5x Abendessen, Knäckebrot
    Wir versuchen da eine Balance zwischen größtmöglicher Gerechtigkeit und andererseits eine kräftemäßig sinnvolle Aufteilung zu finden.

    Durch den Umstieg auf Daunenschlafsack und die NeoAir Luftmatratze habe ich es dann tatsächlich geschafft, mein ganzes Zeug in meinen 38l Rucksack zu quetschen. Yessss



    Und weil ich das in anderen Reisberichten liebe, hier noch meine gesammelte Ausrüstung:



    Und das Essen mit Kochzeug für 9 Tage (Knäckebrot und Spiritus fehlt):



    Vorspiel

    Seit Jahren träume ich von Island. Dieses Jahr haben wir beschlossen, dass es keinen Sinn macht noch länger zu träumen und haben im Frühjahr einen Flug gebucht. ENDLICH! Wir haben uns sogar einen Reiseführer gekauft, aber schnell war klar dass wir die meiste Zeit trekken wollen. Und natürlich, dass 2 Wochen leider viel zu kurz für dieses großartige Land sind.

    Die Vorfreude ist besonders groß, da ich seit 2 Jahren mit Hüftproblemen kämpfe, durch die zuerst generell gehen und später dann zumindest längere Wanderungen mit Rucksack kaum möglich waren. Letzten Herbst habe ich bei einer Woche auf dem Malerweg die Grenze deutlich gemerkt, doch dieses Frühjahr in Südtirol war der Test bestanden: Kaum Probleme mehr! Auch nicht von Seiten meines Fußes, der seit einigen Monaten rumzickt.
    Nach ewigem hin und her hatte ich dann auch die perfekte 9-Tages-Tour ausgeklügelt (die Planung übernehme immer ich) und eine Unterkunft in Reykjavik gebucht, wo wir unser Gepäck für die Autoreise lagern konnten.

    Die letzten Wochen vorm Abflug waren ziemlich stressig, da es bei uns beiden in der Arbeit super dicht war, wir eine Woche vorm Urlaub umgezogen sind und außerdem fast eine „Rundumerneuerung“ der Ausrüstung vorgenommen haben.

    Einige Sachen wurden ausgetauscht, Anderes wollten wir komplett neu ausprobieren und unser Zelt mussten wir sozusagen zwangserneuern, da wir das Zeltgestänge im letzten Urlaub vergessen haben. Dadurch verbrachten wir die letzten Feierabende bei diversen Fachhändlern, in Webshops oder im Forum. Und dann gab es natürlich noch ein paar Verwirrungen, weil wir eine Fernbeziehung haben und manche selten gebrauchten Outdoorsachen dank ständiger berufsbedinger Umzüge noch im elterlichen Keller lagern. Da kann es manchmal schon spannend werden, alles wieder aufzutreiben…

    Letztendlich hatten wir aber dann wundersamer Weise fast alles beisammen und haben nur noch nervös auf ein Päckchen für Michi gewartet, das jetzt schon 5 Tage unterwegs war. Inhalt: Schlafsack, Isomatte, Handtücher, Trinksystem und Kleinzeug.

    Am Freitag Abend vorm Abflug nach der Arbeit (Freitags bis 18:00 Uhr ist manchmal echt unpraktisch) gibt es noch viel zu tun: ewig die GPS-Eckpunkte für den Notfall in komoot speichern, das Auto reservieren, das restliche Abendessen abfüllen und die Taschen packen. Es ist alles ein bisschen chaotisch und um 2 oder 3 Uhr fallen wir dann endlich totmüde ins Bett. Ich war ja dann doch überrascht, dass wir alles im Umzugschaos gefunden haben.


    Tag 0, 12.08. – Flug

    Das Paket kommt nicht. Dadurch entsteht ein Rucksackproblem (der Große ist an einen Freund verliehen, mit altem Kufa-Schlafsack passt aber nicht alles in den kleinen 44l Rucksack). Michi ist maximal demotiviert. Schließlich kann ich ihn davon überzeugen, dass mein großer 65l Trekkingrucksack ganz hervorragend ist, ihm passt (schonmal 1 Tag lang ausprobiert) und ein gelungener Urlaub schließlich nicht (nur) von der Ausrüstung abhängt.
    Also packen wir nochmal um, machen einige Ubahn-Umwege da Michi Isartor und Stachus verwechselt, streichen deswegen den Globetrotter und kommen rechtzeitig am Flughafen an. In dem nicht angekommenen Paket war nämlich auch ein Trekkinghandtuch für mich. Mein altes habe ich anscheinend zusammen mit dem Zeltgestänge in Südtirol vergessen . Der Urlaub wurde dadurch echt zu einem teuren Spaß für uns…

    Jedenfalls könnte man sagen, dass wir schon mal einen besseren Start in den Urlaub hatten.

    Mit dem Flug klappt aber alles, wir lernen beim Gepäck abgeben ein nettes älteres Paar kennen. Er will in Reykjavik den Marathon mitlaufen. Wir sind ziemlich beeindruckt. Die Frau imponiert uns mit ihrer detaillierten Reiseplanung ebenfalls, da will ich mir ein paar Sachen für die Zukunft abschauen.

    Beim Anflug auf Island haben wir einen wunderbaren, beeindruckenden Blick auf die Insel.

    Jökulsárlón



    Eine schwarze Gletscherzunge (Skeiðarárjökull). Ich glaube hier musste ein User letztes Jahr umkehren und seine geplante Tour abbrechen. (Toller Reisbericht: klick)



    Und ein Wahnsinnsfluß



    In Keflavik kommen wir gleich in den Bus, die letzten zwei Plätze. Es gibt sogar W-lan…
    Um 18:00 Uhr (20:00 Uhr nach deutscher Zeit) kommen wir endlich in Reykjavik an und sind natürlich mega hungrig, da wir vorm Flug nur einige Nussecken gegessen haben. Also gleich in die Wohnung (ca 30 min Fußmarsch), dann in einen Supermarkt und was Essen.

    Und danach beginnt unsere Odyssee durch die Stadt:
    1. 30 min Spaziergang nach Reykjavik (wir wohnen im Süden) und Outdoorläden abklappern, für mein Outdoorhandtuch und Raudspritt (Spiritus). Michi will außerdem nach Schlafsäcken und Isomatten gucken, findet aber nix passendes
    2. Mehr Läden für den Raudspritt, wir fragen uns durch. Ich google, wo man Spiritus überhaupt kaufen kann.
    3. Gezielte Suche nach Tankstellen, die Erste von google maps existiert nicht (Im Osten)
    4. Supermarkt im Nordosten für Wasser & Skyr
    5. Tankstelle im Norden nahe der Harpa, Raudspritt ausverkauft
    6. Tankstelle im Süden (am BSI Busterminal), es gibt Raudspritt! Ich merke, dass ich meine Visa Karte verloren habe. Große Panik!
    7. Zurück zum Supermarkt im Nordosten. Der nette Verkäufer erkennt mich gleich und gibt mir grinsend die Karte
    8. Endlich heim, in den Süden! Duschen und packen
    9. Endlich schlafen! Es ist nach 2 Uhr… (und natürlich beschweren sich nach etlichen km Asphalt meine Problemstellen an Hüfte und Fußballen)

    Was ein schöner, entspannter erster Abend in Island

    Immerhin haben wir Reykjavik von allen Seiten kennengelernt. Und zwei süße neugierige Hunde getroffen:



    (der zweite hat durchs hintere Tor durchgeschaut und sich beim fotografieren verkrümelt)


    1. Tag, 13.08. – Busfahrt, Start auf der Piste

    Um 6:00 Uhr klingelt der Wecker, urgs!

    Bis wir im richtigen Bus sitzen gibt es aber noch ein paar Hürden zu bewältigen (wie könnte es auch anders sein):
    Wir gehen zum BSI, ich merke unterwegs dass der Bus erst um 8 und nicht um 7:20 Uhr fährt. Dieses Jahr ist meine ganze Planung durch den Umzug durcheinander geraten und ich bin echt schlecht vorbereitet… Aber das gut: wir haben noch Zeit für einen Kaffee!
    Eine halbe Stunde vor Abfahrt mache ich mich dann auf, die Tickets zu kaufen. Der Verkäufer meint, das Unternehmen fährt nicht zur Eldgja. Was?? Ich zeige ihm meinen Ausdruck des Fahrplans von ihrer Website. Er meint, ich wäre die Erste, die dort hin will und muss übers Skaftafell fahren. Er ist sehr überzeugt und will mir schon ein Ticket andrehen. Ich sage ihm aber dass das nicht geht, weil wir da ja dann über Nacht bleiben müssten, da der Bus nach Landmannalaugar dann erst wieder morgens fährt. Er sucht ewig rum und meint dann, er habe einen Bus gefunden – genau meine Verbindung. Na also, geht doch. Wir kaufen das Ticket nach Landmannalaugar, das zur Eldgja müssen wir dann im Bus vor Ort noch lösen. Was ein Nervenkitzel

    Danach gibt es noch ein paar Komplikationen mit freien Plätzen, vom falschen Fahrer eingeheimste Tickets und Rucksäcken in einem anderen Bus, aber letzten Endes sitzen wir dann doch etwas geschafft mitsamt Rucksack und abgesegneten Ticket im Bus nach Landmannalaugar…

    Die Landschaft ist zuerst noch ganz normal schön und wird irgendwann total abgefahren und überwältigend. Ich hänge nur noch am Fenster und gaffe raus.

    Hier ein kleines Beispiel, natürlich kann man es nie so schön einfangen wie es war:



    Kurz vor Landmannalaugar kommt der Höhepunkt. Wir fahren um eine Kurve und der ganze Bus macht „OHHH!“. Leider gibt es von der Stelle kein Foto, da das wahre Highlight beim gegenüberliegenden Fenster zu sehen war. Hier würde ich wirklich gerne aussteigen und etwas länger bleiben. In meinem Kopf formen sich schon Pläne für eine Tagestour am letzten Tag.
    Dann kommt Landmannalaugar: Der absolute Wahnsinn! Unglaublich schön. Ich hatte davor Angst, dass es mich nicht mehr beeindrucken könnte, weil ich so viele Fotos gesehen habe. Aber die Berge und die Farben sind total überwältigend. Sowas hab ich echt noch nie gesehen. Das Wetter ist wechselhaft mit Sonne & Regen, es ist kalt. Wir wollen eine kleine Tour auf den blauen Berg unternehmen, auch um dem vollen, nicht so wirklich schönen Camp zu entgehen. Also Rucksäcke zur Hütte unters Dach und los.



    Absolute Seltenheit: Ein Selfie von uns

    „Blauer“ Berg:



    15 min später fängt es an zu Hageln, Michi ist ohne Regenjacke sofort nass und wir treten denn Rücktritt an. Lektion gelernt. Also Regenklamotten an, Wanderung verwerfen, Hot Pot besichtigen, Kaffee im Bus kaufen, gemütlich trinken und ratschen und Leute beobachten. Es ist arschkalt.

    Der Fluß der heißen Quelle hat interessante Algen:



    Wir reden kurz mit einem älteren Ehepaar die gerade von einer Bustour durchs Hochland zurückkommen. Sie sind total begeistert. Ich finde das sehr süß, sie meinen sie machen sonst immer ganz anderen Urlaub und wollten mal was neues ausprobieren. Ich stelle mir zwei Pauschalurlauber vor, die sonst in der Türkei am Strand liegen. Schön, dass sie von der Natur hier so begeistert sind.



    Für dieses Foto hat er extra ein kleines Kind vom Fahrersitz vertrieben

    Wir lungern noch ein wenig im Camp rum. Ich fühle mich mit meinem Bändchen wie auf einem Festival, es ist lustig die Leute zu beobachten die sich für den Laugavegur fertig machen. Einer läuft mit zwei Tetra-Paks Milch am Rucksack los.

    Es folgt eine abenteuerliche, fantastische Fahrt zur Eldgja. Diese Landschaft! Ich bin absolut begeistert, das toppt den Weg nach Landmannalaugar bei weitem! Die Straße ist aber auch viel schlechter und ich bewundere den Busfahrer. Hinten sitzt eine Gruppe, manchmal hört man wie sie lauter werden. Ein Blick zurück zeigt sie weit unter mir und ich kann mir vorstellen, wie es ist da hinten zu sitzen und den ganzen Bus über sich aufragen zu sehen. Die Straße ist manchmal nämlich etwas steil…

    Aber schön:



    Schließlich lässt uns der Busfahrer abspringen.



    Endlich. Jetzt, hier am Anfang unseres Weges zu Fuß, fängt für mich der Urlaub an. Davor war Stress, Planung, Organisation. Ab hier gibt es nur noch Freiheit, Natur, ich kann alles hinter mir lassen. Das Tal ist wunderschön. Eigentlich ist alles wunderschön, egal wohin ich mich drehe.
    Wir wandern los ins Tal rein, auf der Piste entlang. Schon bald kommt eine erste Furt. Von der Ferne beobachten wir eine Frau in einem SUV, die hin und her fährt und einen Mann, der fleißig dabei Fotos macht. Das Ganze ist recht unterhaltsam. Wir wechseln freudig-gespannt zu unseren Neoprensocken, unserem Furtschuh-Ersatz. Wir haben sie noch nicht ausprobiert und sind gespannt. Das ganze klappt wunderbar und ist wie eine Masssage für die Füße.
    Die Landschaft ist grandios und ich bin total begeistert. Allerdings hatte ich mir den Kontrast vom schwarz zu grün stärker vorgestellt, ich schiebe das auf die starke Sonnenstrahlung.

    So stark wie hier hat es fast nirgendwo geleuchtet:



    Kleiner Wüstenabsschnitt:





    ausgetrocknetes Bachbett, im Hintergrund sieht man, wie das Grün normalerweise an dem Tag aussah:



    Wir laufen noch ca 1 Stunde bis meine Füße und Ballen anfangen zu schmerzen, unsere gestrige mehrstündige Asphalt-Wanderung durch Reykjavik macht sich bemerkbar. Also schlagen wir in einem alten Bachbett oder besser in einer Moos-Erosionsrinne unser erste Lager auf. Sehr schön. Der Ausblick ist super, wir machen viele Fotos, kochen und essen.

    Hier bleiben wir heute!



    Grün, so grün. Oder besser Orangegrün, denn die Sonne geht schon unter.



    Puschelblume:





    Essen bei Sonnenuntergang vor einem lapprigen Zelt



    Soooo schön!



    Um 9 Uhr legen wir uns zum schlafen hin. Es ist ziemlich hell mit dem grauen Zelt und weißem Innenzelt, aber ich benutze mein Buff als Schlafmaske.
    Nachts ist es mir in meinem neuen Schlafsack ein bisschen kalt, aber ich schlafe auch nur in meiner langen Unterwäsche.

    Achja: Wir sind natürlich restlos begeistert von unserem neuen Zelt! So viel Platz! So schön! So hell! So eine schöne kleine Stellfläche! Unser neues Heim wird brav von allen Seiten fotografiert und dokumentiert.




    2. Tag, 14.08. – REGEN. Piste bis zur Sveinstindur-Hütte (the rainy day)

    Wir wachen bei Regengetrommel aufs Zeltdach auf. Aber nach einem Blick nach draußen sind wir begeistert: Alles leuchtet! Das Schwarz ist richtig tief und dunkel, das Grün hebt sich wunderbar davon hab. Die Wolken und der Nebel sorgen für eine tolle Stimmung. Fantastisch.



    Frühstück



    Zeltausblick



    Wir laufen beglückt los. Vor uns sieht es so aus, als könnte der Regen bald aufhören und der Himmel aufreißen. Die folgenden Bäche wollen wir nicht furten und suchen uns immer einen Weg mit Steinen drüber, einmal, als es nicht zu tief ist, renne ich auch einfach durch und vertraue darauf, dass meine Hose das Wasser daran hindert, von oben in den Schuh zu laufen. Yeah! Es macht richtig viel Spaß und wir machen immer wieder Fotos. Die Schuhe halten gut dicht und wir sind total glücklich, endlich unterwegs zu sein, nur wir, die Natur und unsere Rucksäcke.

    Schwierigkeiten mit der Wegfindung hatten wir jedenfalls nicht:



    Diese Kontraste!



    Making of...



    Relativ früh überholen uns einige Riesenjeeps aus Hamburg. Ich frage Michi ob wir versuchen sollen ob sie uns mitnehmen, aber er will alles laufen. Ich ja auch. So schön ist alles.



    Wir überqueren todesmutig reißende Flüsse



    Nach ca 4h im mittlerweile recht starken Dauerregen und einigen Bachquerungen merke ich langsam, wie die Nässe in meine Schuhe kriecht. Die Handschuhe sind schon seit längerem undicht. Wir haben mittlerweile die grünen Moosflächen hinter uns gelassen und laufen über schwarze Sandhügel. Ich erinnere mich vom Reiseführer, dass der letzte Teil des Weges etwas hügeliger ist. In der Ferne meine ich immer wieder, den See zu erkennen. Ich schätze, dass es noch ca 30 min sind, bis wir ankommen. Es regnet zu stark, als dass wir die Karte rausholen wollen. Verlaufen können wir uns ja nicht. Hinter jeder Hügelkuppe erwarten wir den Langisjór.

    Blick zurück



    Hier in den schwarzen Hügeln überholt uns auch ein Radfahrer. Wir bemitleiden ihn ein bisschen. Radfahren im Regen ist viel unangenehmer als Wandern.
    Schließlich kommt uns eine Rangerin entgegen, sie hält an und verwischt ihre Reifenspuren im Sand neben der Straße (wieso verstehe ich nicht). Sie grüßt uns mit „Hello on that rainy day“ und ich schließe sie gleich ins Herz. Wir unterhalten uns ein bisschen, sie ist sehr nett.

    Es ist trotz Regen einfach so wunderschön:



    Etwas später schlage ich vor, dass wir ja zur Sveinstindur-Hütte gehen könnten, die wäre trocken, aber Michi will zum See.
    Schließlich kommen wir am Wegweiser „Skaelingar“ vorbei. Uh Oh. Das wäre ja erst die Hälfte der Strecke! Wir sind etwas entsetzt. Aber ich erinnere mich, dass die Abzweigung zur Hütte recht weit weg von derselben ist. Aber so wissen wir jetzt, dass es wirklich mindestens noch 30 min bis zum See sind.

    Zwischendurch machen wir mal eine Riegelpause im Stehen, hinter einem Fels im Windschatten. Sofort wird uns kalt und wir laufen schnell weiter.

    Mittlerweile ist es auch etwas nebelig



    Dann kommt die Abzweigung „Uxatindar“. Ich erinnere mich, dass auch das noch ganz schön weit weg ist und erhöhe den Weg zum See auf erneute mindestens 30 min. Dann kommt der Abzweig „Hvanngil“. Ich erinnere mich nur dunkel, wo das auf der Karte ist. Es folgen noch die Abzweigungen zu irgendeinem Berg und zum See Blautulon, dann wird ein Aussichtspunkt ausgeschildert. Jedes Mal erwarten wir die Abzweigung zum Sveinstindur und revidieren dann unsere Zeiteinschätzung auf „Jetzt ist es aber wirklich nur noch mindestens eine halbe Stunde“. Obwohl wir völlig nass und durchgefroren sind, gehen wir noch auf den Aussichtspunkt hoch, ich kann Michi überreden ein paar Fotos zu machen. Meine Handschuhe kann ich mittlerweile auswringen und meine Hände sind so kalt, steif und gefühllos, dass ich mir die Kamerabedienung nicht wirklich antun will. Bei ihm ist es wohl noch nicht ganz so schlimm.
    Wir holen schließlich 2 Scheiben Knäckebrot und etwas Salami aus den Rucksäcken, wir haben ziemlich Hunger, und essen im gehen. Uns ist zu kalt, um stehen zu bleiben.

    Ab hier haben wir keine Fotos mehr gemacht. Spricht für sich

    Michi ist mitllerweile echt nicht mehr gut drauf. Er ist kalt und nass und schlecht gelaunt. Ich fürchte schon, er findet den ganzen Urlaub scheiße und fühle mich verantwortlich, weil ich alles geplant habe. Aber fürs Wetter kann ich ja nichts…

    Mir läuft das Wasser vom Bund der Regenjacke und den Handschuhen den Ärmel hinauf. Ich merke, wie ich bis zu den Ellbogen langsam aber sicher nass werde. Jetzt könnte echt bald mal die Hütte kommen. Michi hat endlich zugegeben, dass es wohl besser ist, heute Nacht in einer Hütte zu schlafen. Ich frage ihn: „Denkst du, es wäre besser gewesen, wir wären bei den Hamburgern mitgefahren?“. Er schweigt kurz. „Vielleicht“. Es macht ihm wohl echt keinen Spaß.

    Endlich, nach so einigen 30 min, kommt die Abzweigung zur Hütte, sogar mit großer Karte. Wir schauen uns die Wege an und entscheiden uns, die Piste entlang zu laufen, auch wenn das etwas weiter ist. In unserer Verfassung haben wir keine Lust auf Experimente und wer weiß, wie gut der Wanderweg ausgeschildert ist. Ich schätze, dass der Weg diesmal echt nur etwas mehr als eine halbe Stunde sein wird.
    Es zieht sich unheimlich und es kommen noch ein paar kurze, aber steile Aufstiege. Ich merke dass Michi seinen Tiefpunkt erreicht hat und immer miesepetriger wird. Ich versuche ihn ein bisschen aufzuheitern und abzulenken und mache ein paar Witze, versuche die schöne Landschaft hervorzuheben. Komischerweise macht mir das Ganze viel weniger aus als ihm. Meine Versuche fruchten nicht so wirklich, die meisten Antworte sind kurze „hm“s oder „ja toll“s.

    Nach ca 2 x 30 min kommt die Hütte endlich in Sicht. Wir sind echt ziemlich am Ende. Als wir die Tür öffnen sieht es erschreckenderweise erstmal so aus als ob sie voll belegt ist, weil alles voller Zeug hängt, aber es sind nur drei Personen da: Martin, Mirjam und der Spanier. Wir ziehen uns aus und jetzt erst merken wir, dass wir keine richtig regendichten Klamotten dabei haben: Meine Schuhe sind komplett nass (ok, ich habe schon unterwegs gemerkt dass es bei jedem Schritt laut schmatzt und das Wasser hin und her schwappt), die Leggins unter der Regenhose ist nass, mein Fleece und das Shirt darunter sind an den Ärmeln und an den Schultern bis weit unter die Achseln nass und ich kann die Handschuhe und die Überhandschuhe auswringen. Immerhin, die Haare sind trocken.
    Aber das ist kein Vergleich zu Michi: Seine Regenjacke hält überhaupt nicht. Er ist komplett bis auf die unterste Schicht überall Klatschnass und hat es nichtmal gemerkt, weil es sich dank wärmender Merinowolle nicht nass angefühlt hat. Blöderweise hatte er drei Schichten darunter an. Auf die Regenhose hatte er verzichtet („meine Wanderhose hält Regen gut ab und es hört ja bald auf“), und er hatte auch noch seine lange Unterhose drunter. Also schlüpft er erst mal in seine einzigen restlichen Klamotten, die Regenhose und warme Jacke, und zittert die nächsten 15 min vor sich hin, bis er Dank Gasofen wieder etwas warm geworden ist. Er ist ziemlich deprimiert und sieht wettertechnisch schwarz für die nächsten Tage. So brauchen wir nicht weiterwandern, meint er.

    Bei mir ist es etwas besser, ich habe immerhin noch meine Wanderhose und meine warmen Schlafklamotten plus warme Jacke als trockene Reserve dabei. Aber wenn die Hütte voll oder das Gas leer gewesen wäre oder wenn wir in einem Gebiet ohne Hütten unterwegs gewesen wären, wären wir jetzt ganz schön am Arsch. Fast alles ist nass. Ich fürchte, dass allein die Schuhe in diesem Urlaub nicht mehr trocken werden. Ich ärgere mich ziemlich über unsere Blödheit und Verbissenheit. Wir hätten schon viel früher unser Zelt aufschlagen sollen, damit wir nicht komplett durchweicht werden.

    Ich mache an diesem Abend eine Liste mit Dingen, die ich brauche bzw ersetzen muss und Michi meint treffend: „Da wird die Packliste schnell zur Einkaufsliste“.

    Wir unterhalten uns mit Mirjam und Martin und die beiden werden mir immer sympathischer. Sie sind die letzten zwei Tage den Eldgja-Trail gelaufen, den wir übermorgen machen wollen.
    Martin und Michi kochen, dann essen wir und fallen in die Schlafsäcke. Was für ein Tag.

    Unterwegs: von ca 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr, 5 min Riegelpause
    Insgesamt: 7h
    Geändert von blackteah (21.12.2017 um 20:55 Uhr) Grund: Fotos neu hochgeladen

  2. Dauerbesucher
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #2
    3. Tag, 15.08. (Pausentag) – Tageswanderung zum Langisjór

    Eins Vorneweg: Heute ist im Nachhinein mein Lieblingstag. Er war voller Abenteuer, netten neuen Menschen, spontanen Aktionen und vor allem wunderbaren Landschaften. Ich will normalerweise nie irgendwohin wo ich schonmal war, aber zum Langisjór und zur Skaftá will ich unbedingt nochmal. :-)


    Wir stehen um 11:00 Uhr auf, nachdem ich höre dass Martin und Mirjam auch langsam wach werden. Wenn alle anderen noch schlafen seh ich immer keinen Grund um aufzustehen. Wir frühstücken gemütlich, sortieren unsere Sachen und lassen es nach den gestrigen Strapazen einfach schön ruhig angehen. Michi packt seine Kamera aus, macht zwei Fotos und dann hört man nur noch ein absterbendes Elektronik-Geräusch. Ihm wird ganz schlecht, er öffnet das Batterie-Fach. Alles Nass. Auch unter dem Display hat sich richtig viel Feuchtigkeit gehalten. Die Kamera ist wohl gestern doch ziemlich nass in ihrem Beutel geworden und er hat es nicht gemerkt. SuperGAU! Er holt Akku und Speicherkarte raus, klappt alles auf und legt sie zum trocknen hin. Seine Laune ist verständlicherweise noch tiefer gesunken. Es läuft echt alles schief! Ich bewundere ihn aber wirklich, ich wäre in der Situation glaube ich völlig ausgeflippt.
    Aber oh Wunder: unsere Schuhe sind fast trocken und die restliche Kleidung ist eigentlich ganz trocken.

    Und vor allem, die Landschaft um die Hütte herum ist heute noch 1000 Mal schöner als gestern. Da waren wir aber auch nicht mehr so aufnahmefähig...

    Iceland Skaftá

    Iceland

    Martin fragt, ob wir heute zusammen zum Langisjór wollen. Wir zögern erst kurz da wir im Urlaub gern unter uns sind, stimmen dann aber zu. Zumindest zum See wollen wir zusammen gehen, dann sehen wir weiter. Eigentlich wollte ich auf den Sveinstindur, der hüllt sich aber in Wolken.

    Unterwegs

    Skaftá

    Es dauert ca 2h bis wir endlich am See sind, länger als erwartet. Die erste Stunde nieselt es nur und Michi ist schon wieder am ganzen Oberkörper nass. Er überlegt niedergeschlagen umzukehren, will es aber noch 10 min probieren und dann hört zum Glück der Regen auf und die Sonne kommt raus.

    Hier überlegen wir ernsthaft, unsere Tour abzubrechen. Das Wetter ist ja unberechenbar und ohne Regenklamotten wäre es grob fahrlässig, weiterzugehen. Ich habe schon einen Plan im Kopf wie wir nach Vík kommen um neue Regenjacken zu kaufen und anschießend zumindest noch den Laugavegur laufen könnten. Aber dann haben wir eine bessere Idee: Wir funktionieren eine unserer Plastiktüten zu einem Regencape/Poncho mit Kopfloch um, den Michi sich bei Regen über die Schultern hängen kann. Damit würde er einigermaßen trocken bleiben und wir würden die Tage bis zur jeweiligen nächsten Abbruchmöglicheit (2 Tage Eldgjá Trail, 3 Tage Strútstigur) gut überbrücken können. Wir beschließen, ab jetzt bei Regen konsequent im Zelt zu bleiben. Einen Puffertag haben wir ja eingeplant. Wir sind beide froh, unsere Route erstmal wie geplant weitergehen zu können.

    Zurück zum Langisjór: Er ist ein Highlight auf der Tour und ich habe extra hier einen Pausentag eingeplant, damit wir ihn erkunden und ganz viele Fotos machen können. Klar, dass ich mich den ganzen Weg unheimlich darauf freue und schon viel fotografiere (Das Skaftatal ist eh der Wahnsinn!).

    Skafta River

    Endlich kommt der See in Sicht.



    Man sieht sogar den Gletscher in der Ferne!

    Vatnajökull

    Ich bin total verzückt, es sieht so schön aus. Ich leihe mir von Michi sein Teleobjektiv und hole den Gletscher ganz nah ran. Und dann schwarzer Bildschirm: Der Akku ist ohne Vorwarnung leer. Ich könnte heulen, ich habe natürlich keinen Ersatzakku mitgenommen!
    Ich überlege kurz ob ich umkehre, aber es ist schon halb 4 und ich will nicht allein zurück und dann den ganzen Weg wieder zum See laufen. Also weiter. Zum Glück hat Martin eine Kamera dabei und macht Fotos für mich.

    Wir steigen auf einen Berg östlich des Langisjór und machen Mittagspause. Ich will eigtl eher zurück und auf die andere Seeseite, eine kleine Tour machen, auch weil ich nach der anstrengenden gestrigen Etappe heute meine lädierten Beine schonen möchte. Meine Hüfte schmerzt ein bisschen und eine erneute Entzündung in Hüfte oder am Ballengelenk kann ich hier echt nicht gebrauchen.

    Aber M&M&M, die Sonne und die tolle Aussicht überzeugen mich dann doch für eine längere Tour. Man hat eine fantastische Aussicht. Ich bin vor allem von dem Blick auf die Skafta beeindruckt. Absolut überwältigend, sowas hab ich noch nie gesehen. Ich kitzele noch ein Fotos aus meiner Kamera heraus. Wir entdecken einen Pfad der Richtung Hütte führt und beschließen dummerweise, den später zurück zu nehmen. (Das sollte dann unser letzter grober Fehler der Tour werden…)

    Skaftá

    Am Ende unserer Rundtour suchen wir uns einen Abstieg, es ist sehr steil und abenteuerlich und wir stoßen bald auf einen Weg. Vermutlich die Langisjór Umrundung, ab jetzt ist es schön einfach zu gehen. Da es beim Thröskuldur wieder anfängt zu regnen gehen wir unten am See entlang, zwischendurch gibt es noch einen Riegel zur Stärkung.

    Irgendwann kommt die Sonne wieder raus und da wir direkt am Wasser stehen, beschließen wir zu baden. Oh Gott!!! Es ist so unglaublich kalt!! Ich schreie und jaule und versuche mich kurz abzuschrubben, es klappt nur so einigermaßen, es ist einfach viel zu kalt. Ich muss schnellstmöglich wieder raus. Wenigstens ist es da jetzt erstmal schön warm. Das tat gut! Wir fühlen uns erfrischt und glücklich.
    Mirjam geht gleich drei mal baden, zuerst alleine zur Erkundung und zum Überreden von uns drein, dann mit Michi und mir und dann nochmal mit Martin. Harte Sau! Ich bin tief beeindruckt. Und das alle ohne einen kleinsten Kältejauler.

    Das Wetter ist immer noch gut, also laufen wir in einer steinigen Erosionsrinne direkt vor uns quasi senkrecht den steilen Hang hoch. Ich finde das sehr abenteuerlich, muss ständig meine Höhenangst bekämpfen und bin dadurch die Schnellste (dass das mal vorkommt…). Oben hat man eine tolle Aussicht und ich entlocke meiner Kamera drei weitere Fotos. Das Licht ist perfekt. Ein wirklich magischer Moment.

    Langisjór

    Mein Lieblingsbild der ganzen Tour. Perfektes Licht, perfekter Ort, tolle Situation. Und es ist etwas wirklich besonderes, da ich sonst keine Fotos vom See habe…

    Außer dieses hier von dem kleinen Inselchen:

    Langisjór Island

    Übrigens: die kleine Landbrücke zwischen dem Fagralón und dem kleineren See existiert nicht mehr, das ist jetzt ein großer See. Ich konnte leider kein Foto mehr machen... Die Stelle kannte ich aus anderen Reisberichten und ich war sehr überrascht, sie nicht vorzufinden. Sollte ich irgendwann von Martin die Fotos von dem Tag bekommen, schau ich mal ob es eines von der Stelle gibt und poste es noch.

    Wir kehren zum Weg zur Sveinstindur Hütte zurück, der an der Skafta entlang führt. Wir laufen gut 1,5h, dann ist plötzlich Ende Gelände: Vor uns fallen die Klippen steil nach unten, da gehts nicht durch. Mittlerweile ist es schon spät, 8 oder 9 Uhr und das Abendrot ist schon fast am verblassen, die Sonne geht unter. Wenn wir den Weg zurück gehen, schaffen wir es nicht mehr im Hellen zur Hütte.
    Ich drehe mich zu den andern um: „Ich habe meine Stirnlampe nicht dabei“. Jeder gibt zur Antwort: „Ich auch nicht“. Mir wird mulmig. Ich will hier echt nicht im dunkeln festsitzen, der genaue Weg war im hellen schon manchmal nicht so leicht zu finden.
    Also laufen wir den Hang hoch. Es ist echt extrem steil, teilweise krabbeln wir auf allen vieren nach oben. Wir verlassen uns komplett darauf, dass das Moos uns hält. Martin stößt (mit Absicht) einen großen Stein den Hang hinab. Wir sehen zu wie er schwerfällig bergab kullert, immer wieder gegen den Boden schlägt, wegfliegt und wieder dagegenschlägt bis er schließlich in der Skafta landet. Barumm, barumm, barumm, barumm, barumm, barumm, barumm, barumm, PLATSCH. Wie in Moria, wo Pippin den Stein runter wirft. Mirjam spricht aus was ich denke: „Gut, jetzt weiß ich wie es aussieht, wenn ich abrutsche“. Ich drehe mich um und sehe zu, dass ich so schnell wie möglich den Hang hochkomme. Angst verleiht Flügel, besser als jeder Kaffee oder Energietrunk. Ich bin den anderen um einiges voraus. Endlich sind wir oben, ich bin gelinde gesagt erleichtert. Drohende Dunkelheit in unbekanntem Gelände und steiler Aufstieg war dann doch zu viel, eines hätte ich wegstecken können…
    Wir schauen ab jetzt ziemlich oft auf die Karte und stellen sicher, dass wir auf den richtigen Weg kommen. Schließlich finden wir unsere Fußspuren vom Hinweg wieder und folgen ihnen. Um viertel vor 11 kommen wir endlich völlig fertig in der Hütte an, der Spanier wartet schon auf uns. Um 11 ist es bereits stockdunkel, wir kochen schnell Essen und fallen in die Schlafsäcke. Mirjam trifft es ganz gut: „Ich brauche Pause vom Pausentag“. Und morgen soll unsere Wanderung ja erst so richtig losgehen.

    Unterwegs: 13:30 Uhr bis ca 22:45, eine Mittagspause ca 30 min, Badepause, viele steile Höhenmeter
    Insgesamt: über 8h
    Geändert von blackteah (21.12.2017 um 20:59 Uhr)

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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #3
    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, das liest sich sehr nett!
    Kann es sein, dass die Bilder etwas überscharf sind?

  4. Fuchs

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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #4
    Endlich sagt mal jemand, wie schön Island bei Regen ist! Ich frag mich nur, wieso du immer noch glaubst, andere Handschuhe würden es richten.

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    Avatar von blackteah
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #5
    Zitat Zitat von Pedder Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, das liest sich sehr nett!
    Kann es sein, dass die Bilder etwas überscharf sind?
    Danke

    Ich weiß nicht genau was mit den Bildern ist, habe sie verkleinert und danach sahen viele ziemlich ...naja... aus . Ein paar habe ich minimal nachgeschärft, aber die meisten nicht. Aber es sind so viele, ich wollte dann nicht nochmal alle anfassen und nachbearbeiten, vor allem weil ich ja nicht mal weiß was man genau machen sollte.

    Vielleicht binde ich bei den nächsten Tagen mehr über Flickr ein, aber eigtl ist es ja besser das über die Forensoftware zu machen. Mal schaun.

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    Avatar von blackteah
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #6
    Zitat Zitat von Katun Beitrag anzeigen
    Endlich sagt mal jemand, wie schön Island bei Regen ist! Ich frag mich nur, wieso du immer noch glaubst, andere Handschuhe würden es richten.
    Hihi, wurde das sonst immer unterschlagen?
    Ich habe die Hoffnung, dass es doch irgendwo wasserdichte Handschuhe gibt. Und trocken = warm = glücklich

  7. Fuchs

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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #7
    Vergessen:
    sie hält an und verwischt ihre Reifenspuren im Sand neben der Straße (wieso verstehe ich nicht)
    Ganz einfach, Leave no trace. Macht sich dann besser auf Fotos.
    Wie hat der Mooshang nach euren Kraxelaktionen ausgesehen - der Sprung über das Bächlein ist eigentlich auch fragwürdig - immer mal umdrehen, wenn man durch das schöne Grün gegangen ist. usw. - - bin nur um etwas content bemüht.

  8. Erfahren

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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #8
    Schöne Tour und stimmungsvolle Bilder, danke fürs Teilen! Ich find auch, Island ist bei jedem Wetter schön
    www.lustwandler.at
    Trekking in Schweden, Norwegen und Island
    Letzte Tour: Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

  9. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #9
    Wow - was für ein prima - chaotischer Start! Ich habe schon auf deinen Bericht gewartet. Deine Begeisterung für die isländische Landschaft wirkt schon sehr ansteckend, und das trotz des vielen Regens. Dann hat dich der Island - Virus also jetzt auch endgültig befallen.
    Wirklich schön, den Langisjór noch einmal durch dein Kamera - Objektiv wiederzusehen.
    ( Deinen Handschuh - Optimismus kann ich leider auch nicht teilen. ).
    Tolle Fotos, geschrieben mit einer Prise Esprit - weiter so. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
    My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

  10. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #10
    Himmel, das fängt ja chaotisch an! - Aber scheint dann ja doch noch alles gut gegangen zu sein!?
    Schöner Bericht! Und ganz tolle Bilder! Dieser Grün-Schwarz-Kontrast ist einfach sensationell!
    Irgendwann schaffe ich es auch noch nach Island.

    Bin gespannt auf die Fortsetzung!
    Kalender *Papageitaucher 2021* Familienplaner
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  11. Dauerbesucher
    Avatar von blackteah
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #11
    Danke für eure lieben Worte . Ich werde gleich mal weiter schreiben...

    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Himmel, das fängt ja chaotisch an! - Aber scheint dann ja doch noch alles gut gegangen zu sein!?
    Chaotisch trifft es in der Tat ganz gut . Aber ja, ab dem nächsten Tag lief alles mehr als perfekt .
    Ich kann Island wirklich nur jedem (mit dem nötigen Kleingeld) empfehlen. Ich würde am liebsten nächstes Jahr gleich wieder hin, aber der Geldbeutel will was günstigeres und der Freund was wärmeres .

    Zitat Zitat von evernorth Beitrag anzeigen
    Deine Begeisterung für die isländische Landschaft wirkt schon sehr ansteckend, und das trotz des vielen Regens. Dann hat dich der Island - Virus also jetzt auch endgültig befallen.
    ( Deinen Handschuh - Optimismus kann ich leider auch nicht teilen. ).
    Oh ja, ich bin eindeutig befallen . Heilung ist noch keine in Sicht...
    Also, mit geeigneter Ausrüstung hätte es uns im Regen bestimmt sogar noch besser gefallen ... Und bzgl Handschuhe: Meine Hände werden einfach irgendwann taub und gefühllos wenn sie kalt werden, und das spätere auftauen tut dann richtig weh. Kennt das sonst keiner von euch ?

    Zitat Zitat von bourne Beitrag anzeigen
    Ich find auch, Island ist bei jedem Wetter schön
    Oh ja, absolut!

    Zitat Zitat von Katun Beitrag anzeigen
    Vergessen:
    Ganz einfach, Leave no trace. Macht sich dann besser auf Fotos.
    Wie hat der Mooshang nach euren Kraxelaktionen ausgesehen - der Sprung über das Bächlein ist eigentlich auch fragwürdig - immer mal umdrehen, wenn man durch das schöne Grün gegangen ist. usw. - - bin nur um etwas content bemüht.
    Generell stimme ich dir bzgl leave no trace zu, aber das war ja auf einer "Straße" (Piste). Deswegen hat es uns ja so verwundert.
    Bezüglich dem anderen: Im Bericht ist dafür wenig Platz, aber wo möglich, sind wir natürlich immer auf den Wegen unterwegs. Die Bäche/Flüsse kann man nur nicht an den Pisten überqueren, weil die Stellen oft 3-4m breit und bis zu einem halben Meter tief werden – 4m vor oder nach der Straße kann man aber super drüber. Oft geht es mit einem großen Schritt auch nicht, da das Moos direkt am Bach sehr empfindlich und halb im Wasser ist. Großflächig drüber springen ist da meist die bessere Wahl. Ok, bei dem Foto hätte etwas weniger Schwung vielleicht auch gereicht, aber (ich habe tatsächlich nachgesehen) das Moos was nicht dauerhaft beschädigt. Dass es beim auftreten eingedrückt wird und der Schuh dann noch so 10 min sichtbar ist, ist normal.
    Zur Kraxelaktion: Das hat mich tatsächlich ziemlich geärgert. Man soll bei den bemoosten Steilhängen wirklich nicht von den Pfaden runter. Im Wanderführer wurde ausdrücklich davor gewarnt, weil es nicht fest mit dem Boden verankert ist und es sich sehr leicht löst. Die ganze Aktion war also nicht so ganz ungefährlich. Aber wenn man die Wahl zwischen einem fragwürdigen Anstieg (freiwillig wäre ich da allein schon wegen meiner Höhenangst nie hoch) und wenns blöd läuft einer Nacht ohne Schlafsack & Co im Freien hat, dann wähle ich doch den Anstieg . Gibt weniger Erfrierungen.
    Der frühere Anstieg auf den du dich beziehst war in einer Erosionsrinne. Da gab es kein Moos und kaum anderen Bewuchs, nur sehr viel Geröll.

    Sorry für die lange Erklärung, aber ich will auf keinen Fall dass es so wirkt, als hätten wir nicht auf die Umwelt Acht gegeben. Ich komme mir in meinem Umfeld manchmal eher wie die übertriebene Umweltpolizei vor, wenn es um so Themen geht (leave no trace, Wege verlassen...)

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    Avatar von Sternenstaub
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #12
    hi blackT - ein schöner Bericht, da würde ich auch gern mal hin. Ist aber zurzeit außerhalb meiner finanziellen Reichweite. Außerdem habe ich eh noch so viele Pläne, die eher zu verwirklichen sind.
    Aber es ist ja auch wirklich schön, von Gegenden zu lesen, wo man vermutlich eher nicht hin kommt.

    Takk fyrir! - Kathi
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    Avatar von blackteah
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #13
    4. Tag, 16.08. – bis kurz vor die Skælingar Hütte

    Wir schlafen wieder aus. Schließlich schäle ich mich aus dem Schlafsack und stehe auf, beinahe falle ich gleich wieder hin. Meine Fußsohlen tun abartig weh. Ich humpel zu unseren Schuhen, sie sind erstaunlicherweise fast trocken. Ich schlüpfe rein und gehe zum Klo, durch den Halt der festen Sohle lässt der Schmerz langsam nach. Immerhin, es scheint die Sonne.

    Als ich zurück komme gibt es eine weitere gute Nachricht: Michis Kamera hat den Waschgang von vorgestern überlebt und ist wieder voll funktionstüchtig! Er ist super gut drauf, springt rum, macht Fotos und verbreitet gute Laune.
    Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von M&M und hoffen, dass wir sie vielleicht in Landmannalaugar wieder sehen werden, wenn sie dort einen Tag Pause machen. Mirjam schenkt uns zum Abschied ein bisschen von ihrem Zeitungspapier für unsere Schuhe. Die beiden haben echt alles dabei!

    Anfangs geht es die Piste auf dem gleichen Weg entlang, den wir vor zwei Tagen gekommen sind. Heute scheint aber die Sonne, es sieht viel freundlicher aus. Schon bald geht es zum Glück runter von der Piste und an der Skafta einen schönen grünen Hang entlang, man hat eine tolle Sicht in alle Richtungen. Zwischendurch kommen wir an einer beeindruckenden Schlucht vorbei. Man sieht richtig gut, wie der Fluss sich hier tief in den Fels gegraben hat.

    Neben der Schlucht, im Hintergrund der Uxatindar. Oft ging es ohne Pfad über sandige Lava wie hier.



    Kurz darauf gehts wieder über Moos dahin. Die schwarzen "Wände" sind das Skaftáufer in der gegrabenen Schlucht.



    Obwohl wir unglaublich glücklich über die Sonne sind: Die Farben waren bei dem Regenwetter schon um einiges brillianter und schöner...

    Ich muss mich erst noch ans Kartenlesen gewöhnen, ich denke immer wir sind schon viel weiter als wir tatsächlich sind, aber Michi kann es gut einschätzen und behält immer recht beim Standpunkt-raten. Schnell komme ich aber wieder rein und nach 2h liege ich auch immer richtig.

    Der Weg verläuft immer mal wieder durch Sand & Steinflächen und ist dann nicht so leicht zu finden, bzw verschwindet er dann ganz. Wir sind stets auf der Suche nach den Fußspuren von M&M und finden sie auch immer wieder. Es ist irgendwie schön, ihnen 2 Tage später quasi entgegen zu laufen.

    Typische Wüstenblume:



    Die Generelle Richtungsfindung ist im übrigen aber ziemlich einfach, weil es immer rechts der Skaftá entlang geht und man außerdem unser Zwischenziel, den Uxatindar, schon von weitem sieht:



    Schließlich erreichen wir die Schlucht Hvanngil. Es geht mal wieder über schwarzen Sand, die Spuren verlaufen sich im Nichts.



    Es sieht von der Ferne so aus, als würden wir auf eine Kante/Klippe zugehen und ich bin irgendwie total aufgeregt und verunsichert, will dauernd auf die Karte sehen, denke es geht nicht weiter und überlege mir schonmal mögliche Alternativrouten. Michi ist schon recht genervt von mir. Als wir dann endlich vorne mit Blick nach unten sind findet sich der richtige Weg ziemlich schnell. Es ist steil, aber einfacher als der Aufstieg am Langisjór. Ich beschließe, ab jetzt entspannter zu sein.

    Hier gehts runter:



    Unten furten wir die Hellnaá mehrmals, die in einigen Armen durch die Schlucht läuft. Von oben haben wir zwar schon eine gute Stelle zum Aufstieg rausgesucht, aber trotzdem laufen wir noch diversen Fußspuren nach, um vielleicht bessere Stellen zu finden. Der Boden ist total toll, man sinkt tief in den Schlamm. Das fühlt sich mit den Neoprensocken wirklich toll an. Schließlich gehen wir zu dem ausgetrockneten Bachbett, das wir schon von oben gesehen und als geeignet für den Aufstieg erachtet haben. Und hier entdecken wir doch tatsächlich Holzpflöcke! Ab jetzt ist der Weg also markiert und er wird uns auch zuverlässig bis zum Eingang in die Eldgja Schlucht den Weg weisen.
    Es geht steil hoch, davor stärken wir uns noch mit einem halben Oatsnack.

    Rückblick zur Schlucht, hier sieht man deutlich den Pflock, der den Abstieg markiert:



    Oben angekommen geht es weiter über Sand, aber dank der Markierung müssen wir keine Fußspuren mehr suchen.

    Schon bald überblicken wir den See vor der Uxatindar Schlucht. Der Uxatindar Gipfel war ja schon den ganzen Tag imposant im Blick. Ich leuchte mit der Landschaft um die Wette:




    Der See & der Fluß sind wunderschön.



    Wir genießen ein bisschen die Aussicht und machen uns dann an den steilen Abstieg. Ich finde verblasste Fußspuren, denen ich folge.



    Da die Sonne scheint und es so schön ist, beschließen wir zu baden. Das tut gut! Das Wasser ist viiiieel wärmer als der Langisjór, aber immer noch sehr kalt. Anschließend machen wir Mittagspause auf einem großen Stein mit tollem Blick in alle Richtungen. Der Himmel zieht zu und jetzt wird es ziemlich kalt...



    Wir umrunden den See, beneiden M&M ein bisschen um ihren schönen Übernachtungsplatz vor 2 Tagen auf dem kleinen Hügel und laufen dann in die Schlucht.



    Anfangs ist sie noch breit und grün, bald jedoch ragen links & rechts steile schwarze (Lava?) Hänge auf. Es ist total schön und beeindruckend.





    Man muss dauernd über den Bach hüpfen, weil eine Seite unpassierbar ist. Langsam wird die Schlucht oben breiter, unten läuft sie spitz zu und es bleibt schmal. Als der Bach nach rechts läuft, der Weg aber nach links, füllen wir unsere Flaschen mit 5l Wasser, falls wir es heute nicht mehr bis nach Skaelingar und zum nächsten Fluss schaffen.

    Nach der Schlucht geht es weiter bergauf, bald wieder über schwarze Sandhügel. In der Ferne sieht man den Vatnjakökull:



    Und wir beschließen, nochmal eine kurze Rast einzulegen



    Dann kommt, viel schneller als gedacht, die Piste. Wir denken, dass wir es doch noch locker bis nach Skaelingar schaffen. Allerdings merke ich schon nach kürzester Zeit, dass meine Füße beim Gehen auf der harten Piste sehr stark zu schmerzen anfangen. Bald kann ich gar nicht mehr richtig gehen und schlurfe so vor mich hin. Wir suchen also eine geeignete Stelle auf einem Berg (schöne Aussicht auf Skaftá und Lakikrater) und ich schaffe es gerade noch bis zum Lagerplatz. Meine Füße tun so weh. Sobald wir von der Piste abbiegen ist es etwas besser, da der Boden weicher ist.

    Das Zelt ist zum Glück schnell aufgebaut und eingeräumt. Wir testen heute eine Abspannmethode die ich auf Youtube entdeckt habe: Man nimmt seine Trekkingstöcke als „Erhöhung“ und Umlenkung. Angeblich ist das besser bei Wind, es erschien uns durchaus recht stabil. Dadurch haben wir praktischerweise auch gleich eine Wäscheleine.



    Abendlichtstimmung. Im Hintergrund schaut der neugierige Berg hervor. (Wir haben ihn so genannt, weil er heute den ganzen Tag über jede Hügelkuppe gespäht hat. Er will wohl immer wissen, was so in der Gegend los ist )



    Während Michi die Gegend erkundet fange ich schonmal an zu kochen. Und jetzt passiert mir was richtig richtig dummes, vermutlich weil ich so fertig bin: Da ich Depp das Moos nicht richtig beiseite geräumt habe, kokelt es ziemlich schnell an und wir benutzen 2l Wasser um alles ausgiebig zu löschen und zu bewässern. Michi verscheucht mich ins Zelt und übernimmt ab jetzt, er ist zu recht ein bisschen sauer.
    Es gibt Chicken Fajita von Summit to eat, das ist sensationell lecker! Mit Mais und Bohnen! Wir verkriechen uns gleich nach dem Essen in die Schlafsäcke, es wird schön warm und der Ausblick auf die roten Wolken und die Berge bei Sonnenuntergang ist fantastisch!





    Michi liest, ich schreibe, dann ist es auch schon schlafenszeit. Heute Nacht ist uns beiden schön warm, allerdings ist der Wind sehr laut. Unser Zelt halt Befestigungsriemen für zwei weitere Gestängebögen, diese flattern fröhlich die ganze Nacht auf und ab, wecken mich ein paar mal und sorgen für unruhige Träume…

    Heute musste ich auch feststellen, dass unsere Powerbank den Kameraakku nicht lädt. Super ärgerlich aber auch selten blöd, da wir es zu Hause nicht getestet haben… Dadurch hat jetzt jeder 3 Kameraakkus für 9 Tage. Normalerweise hält ein Akku 1,5 Tage. Die Rechnung geht eindeutig nicht auf…

    Unterwegs: 11:00 - 20:00 Uhr, 1 Mittagspause mit Baden, 2 kurze Riegelpausen
    insgesamt: 9h



    5. Tag, 17.08. – bis kurz vor die Hólaskjol Hütte

    Um 8 schau ich kurz raus, es sieht so schön aus! Orangene Wolken über dem Skaftá Tal. Wir dösen noch, dann gibt es Frühstück und wir packen zusammen. Es ist ziemlich windig, aber wir stehen auch mitten auf dem Berg in exponierter Lage. Das Zelt steht trotzdem gut und ist wirklich super schnell abgebaut. Und das schöne ist, es ist wieder richtig sonnig –wir werden auch die restliche Zeit bis Landmannalaugar Glück haben und keinen einzigen Regentropfen mehr sehen (auch wenn wir stetig Angst davor haben... )

    Der Ausblick von hier oben ist aber sehr schön, man sieht die Laki-Krater (durchs Teleobjektiv)



    Da ich bzw meine Füße gestern schlapp gemacht haben, nimmt Michi die restlichen zwei Abendessensportionen von mir in seinen Rucksack und wir trinken nur bei ihm, meine Wasserflasche bleibt leer. Ich fühle mich deswegen ein bisschen schlecht, andererseits macht es keinen Sinn, wenn ich dann schon viel zu früh fertig bin und wir eigentlich noch weiter wollen. Wir möchten nämlich unbedingt eine Nacht an der Strútslaug Quelle verbringen, und da wir aber unseren Pausentag für etwaigen Regen aufheben müssen, müssen wir jetzt Strecke machen um die Quelle morgen Abend zu erreichen.

    Zum Glück geht es aber heute meinen Füßen viel besser. Wir starten um 10:00 Uhr und brauchen ca 45 min zur Skælingar-Hütte, wo wir erst mal trinken und waschen. Die Hütte liegt wirklich schön am Fluß, zwischen den hohen Lavatürmen und viel Puschelblumen.



    Bis wir nach der Furt des Flusses endlich wieder startklar sind und es weiter geht ist es viertel vor 12… Der Vormittag ist einfach nicht so unsere Zeit.

    Es geht gut bergauf, erst auf der Piste, dann wieder „querfeldein“ den Markierungen hinterher. Ein paar müssen wir wieder aufrichten, da sie entweder durch sich kratzende Schafe oder durch den Wind umgefallen sind.

    Die Sicht wird aber immer besser. In der Ferne, ganz klein, kann man die Reihe der Lakikrater sehen:



    Immer wieder blicken wir zuürck. Links sieht man den Vatnajökull, rechts erkennt man einen anderen Gletscher, ich vermute den Torfajökull. Es ist wunderschön. Und echt krass windig. Zum Glück kommt er von der Seite und nicht von vorn. Deswegen suchen wir uns für die Mittagspause ein windgeschütztes, ausgetrocknetes Bachbett. Die Rucksäcke funktionieren auch sehr gut aus Windschutz und mit der Sonne ist es dann richtig gemütlich.



    Kurz vor dem Kamm, neben dem Gjátindur, sehen wir dann sogar einen Menschen. Er ist aber weit weg und wir begegnen ihm nicht mehr.

    Oben sind wir wieder in schwarzen Sanddünen, es geht auf einen Kamm und dann –WOW!!! Der Blick auf die Eldgjá ist unglaublich. Es ist wirklich sehr schön und beeindruckend. Und extrem windig, man kann kaum Fotos machen. Deswegen gehen wir leider schon bald weiter.





    Zu Hause habe ich gemerkt, dass die Fotos von dem Aussichtspunkt recht unspektakulär sind, sie werden der Schlucht nicht gerecht. Wir fanden beide, dass der Ausblick auf die Eldgjá einer der Höhepunkte der ganzen Tour war, doch auf den Fotos kommt es eher langweilig rüber. Es fehlt einfach ein kleiner Menschlicher Punkt als Größenverhältnis.

    Wir gehen den Weg oben an der Eldgjá entlang. Einerseits erhoffen wir uns bessere Ausblicke auf die Schlucht, andererseits denken wir dass es schneller geht. Die heißen Quellen rufen.





    Anfangs geht es auf schwarzen Sand und Lavabrocken auf der Klippe entlang, später auch ein kurzes Stück auf einer Piste, es wird immer windiger. Es bläst einen fast um, wir haben Schwierigkeiten gerade zu gehen. Ich habe ein bisschen Angst davor, über den Rand geweht zu werden…











    Hier mal ein Größenvergleich, der Boden nah herangezoomt mit Ameisen-Menschen:



    Beim fotografieren wackelt die Kamera immer stark im Wind und auf Höhe des Wasserfalls sind wir ganz froh, in die Schlucht absteigen zu können. Im Windschatten eines großen Steines gibt es erst mal einen Riegel zur Stärkung. Die Sonne scheint, es ist wirklich schön. Dann geht es weiter in der Eldgjá, es ist jetzt immerhin nur noch ein bisschen windig.

    Uns kommen dick eingepackte Menschen entgegen, alle mit sehr dunkler Sonnenbrille. Die ersten, denen wir seit der Sveinstindur Hütte begegnen. Ich grüße, bekomme aber keine Antwort. Nach dem Parkplatz geht es an der Nordari-Ófæra (Fluss) entlang, es ist wunderschön und idyllisch. Wir überlegen lange, ob wir hier übernachten wollen, rechnen rum und machen nochmal Pause. Aber wir wollen an der Stútslaug Quelle über Nacht bleiben. Also weiter und so weit wie möglich. Nach Hólaskjol. Meine Füße werden schon wieder müde und fangen ein bisschen an zu schmerzen.

    Es geht an der Piste entlang, aber zum Glück nicht auf der Piste sondern auf einem Pferdetrack. Zuerst führt der Weg schön durch Lavatürmchen, dann wird es flach und langweilig. Die Sonne scheint alles platt.



    Später geht es über einen kleinen Berg/Hügel. Das nächste Tal ist wunderschön, die Skaftá schlängelt sich mit vielen Armen entlang. Ich mag sie wirklich richtig gern. Auf der Suche nach der Hütte laufen wir etwas ziellos Richtung Piste und Skaftá und entdecken einen wunderschönen Einschnitt mit einem kleinen Bach ganz unten, der von der Abendsonne beschienen wird.



    Hier bleiben wir! Dort unten ist es auch nicht so windig. Schnell steht das Zelt, Michi kocht (an einem sicheren Ort wo nichts anbrennen kann), ich räume das Zelt ein, fotografiere, spanne nach, mache alles Windfest.



    Es wird schnell sehr kalt und ich verkrieche mich in den Schlafsack. Meine Jacke ist wirklich viel zu kalt, abends kann ich nur noch im Zelt und im Schlafsack sein.
    Wir hören oben den Wind wehen und fauchen, es klingt ziemlich krass. Hier unten rüttelt er auch ganz schön an unserem Zelt. Man weiß immer wenn die starken Böen kommen, weil es dann oben erst mal besonders laut faucht bevor der Wind unten ankommt.



    Ein Troll passt auf uns auf:



    Uns fällt jetzt auch auf, dass 4m Abspannschnur sehr wenig ist. Wir haben nur unsere eine Seite mit den Stöcken damit abgespannt. Hier ist das zwar ausreichend, aber auf einem ungeschützten Zeltplatz auf dem Laugavegur würde unser Zelt mit nur einer Schnur sicher nicht stehen bleiben. Es bleibt uns nichts anderes übrig als zu hoffen, dass entweder der Wind nachlässt oder man Zeltschnüre am Camp kaufen kann.

    Unterwegs: 10:00 Uhr bis ca 21:00 Uhr
    Insgesamt: 11 h



    6. Tag, 18.08 –Zur Strútslaug Quelle

    Morgens ist es immer noch stürmisch. Aber es ist immer noch supersonniges Wetter, die Sonne strahlt alles nieder (also die Farben) und wir werden uns heute einen ordentlichen Sonnenbrand holen .
    Um 9 schälen wir uns aus den Schlafsäcken und der Tag beginnt: Frühstück, Zähneputzen, waschen, Rucksack packen, Zelt abbauen. (Michi hat natürlich schon gegessen & Zähne geputzt als ich „aufstehe“, weil ich so eine Schlafmütze bin…)

    Um 5 nach 10 laufen wir los zur Hütte, das ist ein Schnelligkeitsrekord. Die Hólaskol Hütte ist echt nicht schön, hat aber ein richtig luxeriöses Klo. Mit Spiegel. Davorstehend bin ich froh, dass ich mich sonst unterwegs nicht sehen kann.

    Von der Hütte aus geht ein markierter ausgetrampelter Weg bis zu einem imposanten Wasserfall.


    Michi sieht auf Fotos oft so aus, als würde er betrunken, alle viere von sich streckend, durch die Gegend wanken




    Alles schön windsicher verpacken... Da hier ja im Reisebericht schon manchmal die Handschuhe angesprochen wurden: Ohne die winddichte Schicht (drunter waren nochmal Fleechandschuhe) wären mir wohl die Finger abgefroren . Und es hatte ohne Wind in der Sonne bestimmt 18°)

    Ab da an wird der Weg undeutlicher, es geht durch schöne Lavatürmchen. Dank diesen merkt man auch den Wind nicht mehr so stark. Langsam wird die Landschaft offener und der Weg undeutlicher, wenn ich mich recht erinnere kann man in der Ferne sogar den Uxatinder oder zumindest andere Berge bei der Eldgjá erkennen. Etwas demotivierend, dass wir den nervigen Weg gestern auf der Piste heute quasi wieder zuürck gehen, nur in schön.

    Schließlich erreichen wird die Furt der Syðri-Ófæra, sie ist kurz von einem Wasserfall, weswegen ich recht aufgeregt bin. Nach dem Fall fließt der Fluß nämlich in einer Schlucht weiter, aus der man nicht mehr wirklich rauskommen würde…
    Ich ziehe sogar meine Hose aus, es ist recht weit und ich laufe brav schräg gegen die Strömung. Diese ist zum Glück nicht stark, das Wasser reicht mir bist zur Mitte der Oberschenkel. Der Boden ist eben und gut zu gehen. Alles in allem schön leicht.
    Michi lässt seine Hose an und wird nass, sein Handy ist zum Glück Wasserdicht und sein Kamera Akku liegt in der Hosentasche knapp über der Wasseroberfläche. Beides hat er natürlich erst nach der Flussquerung in den Hosentaschen gefunden.


    Da hatte er die tiefste Stelle schon hinter sich.

    Der Weg verläuft weiterhin durch hügelige Landschaft mit interessanten Lavahügeln bis zum See Alftavötn, dem perfekten Brotzeitplatz (mit großem Windschutz-Stein). Da hier auch Reitgruppen entlang"wandern" ist der Weg so ausgetrampelt.



    Später erfahren wir dass es nördlich der Alftavötn Hütte ein interessantes Flussphänomen gibt: Der sehr breite Fluss verschwindet anscheinend komplett in einem großen Loch, nur um einige Meter weiter aus einem kleinen Loch wieder hervorzusprudeln. Das hätte ich ja echt gern in echt gesehen.

    Nach der Hütte laufen wir ein Stück auf einer Piste (ich habe in meinem Tagebuch „Forstweg“ geschrieben. Als ob es hier Bäume hätte, haha ) und wenig später führt der Strútstigúr laut Wanderführer querfeldein zu einem „Pass“ zwischen zwei Bergrücken. Es ist extrem windig, man kann die Karte (also das Buch) kaum offen halten.
    Mit Kompass suchen wir die richtige Richtung. Ich entdecke eine Stelle mit kleinem Wasserfall, die ich aus einem Reisebericht kenne. (Hier der Link dazu, ist auch ein sehr schöner Bericht: klick) Aber „Westen“ wie im Buch beschrieben liegt eigentlich deutlich weiter links… Wir vergleichen noch eine Weile die Landschaft mit der Karte und merken dann, dass dies nur der einzige richtige Weg sein kann. Also los!


    Über diesen (den ersten) Fluss kommen wir noch durch große Sprünge, aber dann müssen wir doch Furten. Rechts im Hintergrund sieht man das Zwischenziel, den "Durchgang" zwischen den zwei Bergrücken.



    Danach lassen wir einfach unsere Neoprensocken an, der Boden ist superweich dank Gras und Moos und es tut echt gut, barfuß zu gehen. Wir überqueren so die ganze Ebene. Aber natürlich haue ich mir zweimal meinen kaputten Zeh an einem Stein, jaule jedesmal auf und denke, ich kann keinen Schritt mehr gehn. Das legt sich zwar schnell, aber ist ja klar dass man sich nur an Stellen anhaut, die eh schon kaputt und schmerzhaft sind.

    Am Ende der Ebene furten wir nochmal die Syðri-Ófæra, diesmal ist es schwerer als Vormittags, obwohl sie nur Wadltief ist. Aber die Strömung ist stärker und der Boden voll mit fiesen Steinen.

    Bis zum Abend ist der Weg geprägt vom großen Berg links von uns. Wir wandern durch schwarze Hügel, es ist extrem diesig, die Sonne brennt, der Wind wirft uns auf den Hügelkuppen fast um. Die Landschaft ist größtenteils grau, aber die kleinen Flüsse in den Taleinschnitten sind leuchtend grün. Wunderschön! Ich versuche das Ganze fotografisch festzuhalten, aber durch die starke Sonnenstrahlung wirkt alles dumpfer als in Echt. Wir folgen grob einer alten Piste, laufen aber auch oft querfeldein. Andere Fußspuren sehen wir nur äußerst selten.







    Als Michi mal hinter mir läuft und von rechts eine große dunkle Wolke kommt (zusammen mit dem sturmartigen Wind), stelle ich mir vor wie es wäre, allein hier zu wandern. Gruselig! Man ist so einsam und der Natur ausgesetzt. Mir wird etwas mulmig und ich warte lieber, bis Michi mich wieder eingeholt hat. Ich bin echt ein Schisser. Es ist insgesamt sehr einsam, wir haben nur in der Eldgjá und bei der Hólaskjol ein paar Menschen gesehen. Zu zweit paradiesisch, aber allein wäre mir das zu extrem.




    Schließlich geht es runter in die Ebene der Syðri-Ófæra, auch hier suchen wir uns den besten Weg querfeldein. Wir laufen durchs große Flußtal, es ist wunderschön, grün, es liegen große Steinbrocken umher die vom Berg heruntergekullert sind. Erwartet hatten wir einen langweiligen Weg durchs Tal, aber das ist fast der schönste Abschnitt heute.







    Nach einem kurzen Anstieg überblicken wir plötzlich die Ebene Hólmsárbotnar. Atemberaubend! Wir sind ganz geflasht. Der Fluß glitzert im Abendlicht, die Stimmung ist fantastisch.





    Ich liebe es, im Abendlicht unterwegs zu sein. Alles ist dann gleich viel schöner, besonderer, stiller.



    Wir machen Fotos und natürlich ist genau jetzt mein 2. Akku leer… Der dritte ist im Rucksack, es ist spät, wir haben noch einen weiten Weg vor uns, es wird kalt – wir versuchen so viel wie möglich mit den Augen aufzusaugen und laufen runter.

    Unten angekommen geht es am Rand der Ebene entlang, es ist sehr nass. Dann entdecken wir oben etwas, könnte das die im Wanderführer angekündigte Brücke sein? Wir laufen hoch, es ist aber nur ein altes zerstörtes Haus. Toll, riesen Umweg mit einigen Höhenmetern war genau das, was uns nach der heutigen Strecke noch gefehlt hat.

    Ab hier gibt es aber einen Trampelpfad, er führt zwar wieder runter, ist jedoch wenigstens trocken. Ich werde ziemlich schnell, will nur noch ankommen. Und dann stehen wir endlich vor dem Fluss vor der Quelle. Wir sehen schon, wie zwei Menschen im Becken baden, aber vorerst trennt uns noch der wilde weiße Gletscherfluss vorm ersehnten Ziel, eine Brücke gibt es nicht. Da bleibt uns nichts anderes übrig als nochmal zu furten, ich bin sehr ungeduldig, wir bauen schnell das Zelt auf und ab gehts zur Quelle! Perfektes Timing: Das Pärchen ist gerade am gehen, sie schlafen in der Strútur Hütte und haben jetzt noch ca 1,5 h Weg vor sich.

    Bloß schnell ins Becken. So schön warm! Also, ca 5 Sekunden, dann friere ich und zittere am ganzen Körper. Nachdem Michi das heißere Becken für mich angetestet hat wage ich mich auch rein und endlich ist es wirklich warm und ich kann mich auch entspannt hinlegen. Es ist perfekt! Wir genießen den Ausblick auf die abendlich leuchtenden Berge und die Feuchtebene unter uns. Dieser Ort und der Moment sind wirklich mehr als Perfekt.

    Bald treibt uns der Hunger wieder raus, wir essen und fallen dann müde ins Bett.

    Der Wind hat mittlerweile ein kleines bisschen nachgelassen, weswegen wir trotz nicht so windgeschütztem Platz ganz gut schlafen können.

    Unterwegs: 10:00 –20:00 Uhr
    insgesamt: 10h
    Geändert von blackteah (07.11.2017 um 01:26 Uhr) Grund: zwei Tage ergänzt

  14. Dauerbesucher
    Avatar von blackteah
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #14
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    da würde ich auch gern mal hin. Ist aber zurzeit außerhalb meiner finanziellen Reichweite. Außerdem habe ich eh noch so viele Pläne, die eher zu verwirklichen sind. Aber es ist ja auch wirklich schön, von Gegenden zu lesen, wo man vermutlich eher nicht hin kommt.
    Hi Kathi, lieben Dank . Und ja, da kann ich dir nur zustimmen, ich lese (und träume dabei) auch super gern von Gegenden, die ich so schnell nicht bereisen kann/werde.
    Der Preis von Island ist wirklich etwas abschreckend, ich empfand es fast noch teurer als Norwegen. Würde man ausschließlich nur wandern und alles Essen aus Deutschland mitbringen, ginge es wohl. Allerdings finde ich es auch nicht schlecht, etwas Geld im Land zu lassen, wenn man schon 2 Wochen darin herumstiefelt. Aber wie du schon sagst, es gibt so viele schöne Orte. Und obwohl ich möglichst bald wieder nach Island will, müssen die nächsten Jahre erstmal andere Träume verwirklicht werden .

    Zitat Zitat von evernorth Beitrag anzeigen
    Ich habe schon auf deinen Bericht gewartet.
    Das habe ich vorhin ganz vergessen: Ich warte ja auch noch auf deinen Bericht . Im letztjährigen hast du mir schon den Mund wässrig gemacht mit "noch mehr Langisjór, noch mehr Gletscher, noch mehr Island" (oder so). Ich hoffe, wir dürfen auch dieses Jahr an deiner Reise (im Nachhinein) teilhaben?

  15. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #15
    Zitat Zitat von blackteah Beitrag anzeigen
    Das habe ich vorhin ganz vergessen: Ich warte ja auch noch auf deinen Bericht . Im letztjährigen hast du mir schon den Mund wässrig gemacht mit "noch mehr Langisjór, noch mehr Gletscher, noch mehr Island" (oder so). Ich hoffe, wir dürfen auch dieses Jahr an deiner Reise (im Nachhinein) teilhaben?
    Schon bald geht es los. Vermutlich starte ich am kommenden Wochenende und - so viel schon mal vorweg: Es wird wieder unfreiwillig spannend!
    My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #16
    Zitat Zitat von evernorth Beitrag anzeigen
    Schon bald geht es los. Vermutlich starte ich am kommenden Wochenende und - so viel schon mal vorweg: Es wird wieder unfreiwillig spannend!
    Oh, da freue ich mich aber!

  17. Alter Hase
    Avatar von Scrat79
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #17
    Hei super.
    Netter Bericht!
    Auch wenn ichs nicht versteh, wie man beim Anblick von Landmannalaugar nicht in Panik geraten kann.
    Der Rummel erinnerte mich an eine Mischung aus Festival, Everest-Basiscamp und Auto-Motor-Sport-Schau.

    Und klasse Bilder!
    Der Mensch wurde nicht zum Denken geschaffen.

  18. Erfahren
    Avatar von ParaMHN
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #18
    Das mit dem Laden der Kamera ist mir auch schon passiert. In dem Fall lag es nur an dem USB-Kabel, warum auch immer Richtig ärgerlich

  19. Dauerbesucher
    Avatar von blackteah
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #19
    Danke für die Blumen

    Zitat Zitat von Scrat79 Beitrag anzeigen
    Auch wenn ichs nicht versteh, wie man beim Anblick von Landmannalaugar nicht in Panik geraten kann.
    Der Rummel erinnerte mich an eine Mischung aus Festival, Everest-Basiscamp und Auto-Motor-Sport-Schau.
    Zum einen arbeite ich am Marienplatz in München, Menschenmassen können mich nicht mehr wirklich schocken . Und zum anderen habe ich schon viel über das superschreckliche Camp gelesen, dass ich gut drauf vorbereitet war (hatte es mir eher schlimmer vorgestellt). Und wir wussten ja, dass wir nur nen kurzen Zwischenstopp machen würden... Erst als wir dort gezeltet haben hat es mich echt genervt.

    Zitat Zitat von ParaMHN Beitrag anzeigen
    Das mit dem Laden der Kamera ist mir auch schon passiert. In dem Fall lag es nur an dem USB-Kabel, warum auch immer Richtig ärgerlich
    Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen.
    Aber mittlerweile habe ich einen Akkulader, der einen USB-Ausgang und keine Steckdosen-Stecker hat. Damit werde ich es mal vor der nächsten Reise probieren.

  20. Dauerbesucher
    Avatar von blackteah
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    AW: ISLAND! – Südliches Hochland

    #20
    Tag 5 & 6 sind jetzt im oberen Berichts-Post drin. Das Highlight der Tour kommt dann am nächsten Abend


    @zuständiger Mod: Ich habe leider den [IS]-Tag im Titel vergessen, kann man das noch irgendwie nachtragen? Hab es zwar im ersten Beitrag geändert, aber das hat im generellen Thread-Titel nichts verändert. Danke schonmal!

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