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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Empfehlung Alpinrucksack ?



Schraegleger
21.09.2005, 13:14
Servus zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem Alpinrucksack. Bisher wackel ich mit einem 35l Teil ohne Tragesystem bzw. echtem Hüftgurt / Gestell durch die Gegend und hab dadurch oft schmerzende Schultern. Daher suche ich etwas in der Grösse um 50 Liter mit einer möglichst guten Lastübertragung auf die Hüfte.

Ich weiß, man muss ihn vor dem Kauf probetragen. Da ich aber meine Zeit nicht gestohlen habe, möchte ich die Zahl der infragekommenden Modelle einschränken.

In die engere Wahl gerückt sind bisher
Osprey Ceres 50
Gregory Chaos
Deuter Guide 45+
VauDe Expedition Rock 50
Berghaus Crag
Black Diamond Shadow (eigentlich zu teuer)
The North Face Prophet 45 (dto.)
Bach / MacPac / Lowe stellen eine ganze Reihe von interessanten Teilen her, ich überblick aber nicht ganz die Vielfalt...
Arcteryx soll gut sein, aber ich hab leider keinen Farbkopierer für Geldscheine

wichtig sind mir (in absteigender Reihenfolge)
Lastübertragung auf die Hüfte
geringes Gewicht / wenig Schnickschnack

unwichtig sind
absolute Robustheit (ich kann auf meine Sachen aufpassen)
die letzten 10 Euro

Als „Grossen“ verwende ich einen mehrere Jahre alten Gregory, an den ich mich langsam gewöhnt habe. Grundsätzlich ist mir aber der Hüftgurt da zu hart, ich bekomme fiese Schmerzen an den Hüftknochen.

Vielen Dank für Eure Erfahrungen / Tips !
A

chrysostomos
21.09.2005, 14:19
Hallo Schrägleger

nach "schräg" kommt flach... :bg:

Ich bin mit meinem Lowe Alpine Mountain Attack 35 sehr zufrieden. Das Teil ist robust und verfügt über einen recht festen Hüftgurt. Wie bei allen Rucksäcken halt: unbedingt selber (mit Gewicht) ausprobieren! Da Du offenbar in der Nähe von Bern wohnst, lohnt sich ein Blick bei Bächli oder Globetrotter immer!

Grüsse, Marc

http://www.lowealpine.com/Images/ProductPhotos/mnt_attack30_yellow.jpg

Taube
21.09.2005, 14:32
Ich kann dir nur den Bach Gravity(40 Liter) empfehlen. Der Rucksack trägt sich wirklich super. Das Tragesystem besteht aus einer Plastikplatte und einer mittigen Aluminiumschiene.
Der Hüftgurt ist für Leute mit größerem Umfang warscheinlich zu klein.
Ich habe ihn auf einer 9-tägigen Alpenewanderung mit ca. 17kg getragen, ging einfach super, obwohl der Rucksack laut Hersetellerempfehlung nur bis 12kg ausgelegt ist.
Ich habe ihn so gut wie nur auf der Hüfte getragen und die Ruckenpolsterung ist auch ein Traum.

Taube

lupold
21.09.2005, 15:13
moin²
den (http://www.lauche-maas.de/hauptartikel2/4AB3F834B3609949A62271F69E089C42/staL/75/Rucks%E4cke.html) hier hat letzte woche ein Kollege von mir gekauft. Machte einen guten Eindruck, hat allerdings ein Paar Features die auf puristische Naturen "verspielt" wirken können.

Schraegleger
21.09.2005, 16:05
Sollte ich vielleicht noch dazusagen: mein Körperbau ist extrem "Hänfling"-Style... :wink:
Bei 180 cm muss ich gerade mal 65 magere Kilos den Berg hochschleifen.

Danke schon mal für die bisherigen Antworten!
Zum Thema LOWE: besitze seit schlappen 15 Jahren einen Daypack, der schon so ziemlich alles mitgemacht hat - im Stich gelassen hat er mich noch nie! (nur ein bisschen stinken tut er mittlerweile... :( )

Taube
21.09.2005, 21:58
Was ich noch zum Gravity sagen kann:
Mit deiner Figur müsster er dir gut passen, aber natürlich vorher probieren.
Ich glaube er wiegt 1600g.
Wenig Schnickschnack hat er auch und ich finde ihn super robust.

Taube

tiejer
21.09.2005, 22:49
Wieviel möchtest Du denn in dem Rucksack transportieren?
Ich habe den Osprey Ceres 50 - geiles Teil- das sich auch gut komprimieren läßt. Habe auch den Berghaus Crag probiert( hab ihn meiner Freundin geschenkt und auf ein paar Touren getestet.) Auch hervorragend, hatte aber hier nur um die 10-14 kg dabei. Die Lastübertragung war hierbei superkomfortabel.
Den Osprey hatt ich schon mit über 20 kg auf Tour.
In welchem Schwierigkeitsgrad willst Du dich mit dem Sack bewegen?
Welche alpinistischen Disziplinen willst Du mit welchem Komfort bestreiten und was ist Dir dabei wichtig-(z.B. Skibefestigungsmöglichkeiten etc) Materialschlaufen am Gurt (kann man auch selbst anbringen) etc.
Den Expedition Rock fand ich beim Kurztest von der Lasübertragung her vergleichsweise weniger überzeugend.

Becks
22.09.2005, 09:29
Hab den Gregory Chaos, würde mir für leichteres Gepäck mal den Gregory Advent Pro ansehen. Der Chaos ist ein Lasttier, mit dem hab ich auch schon 25-30kg rumgeschleppt, was mir keinen Spaß mehr machte aber den Rucksack nicht völlig überforderte.

Für Puristen ist zu viel Schnickschnack an den Dingern dran, aber ich benutz den Rucksack ganzjährig, und da kommt eben n wildes Sammelsurium zusammen was angeschnallt werden will. Skier, Eisbeile, Stöcke, n Zelt, Schneeschuhe - war alles schon dran und kann geschleppt werden. Nachteil: 1.9 kg wiegt der Bursche weswegen der Advent Pro sicher eine interessante Alternative ist.

Alex

Schraegleger
22.09.2005, 09:35
Hallo Tiejer,

merci für deinen Bericht zum Osprey.

Meine bisherigen Touren waren ohne Ski (kann aber noch irgendwann kommen) und vom Klettern her höchstens im Bereich 2-3.
Bei dem Rucksack gehts mir hauptsächlich um die Lastübertragung auf die Hüfte.
Gibt es bei der "Beweglichkeit" große Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen? Ich habe gehört daß es bei den "erwachsenen" Rucksäcken (80 l und mehr) solche mit beweglichen (Macpac, Berghaus, Skandinavier) und solche mit recht steifen Hüftgurten (Gregory,etc. ) gibt.

Ich habe mir auch gestern abend im Laden mal verschiedene Säcke angeschaut und war erstaunt, wie dünn die Polsterung bei Osprey, Arcteryx, NorthFace und Co. im Vergleich zu Deuter und Mammut ausfällt. Der Verkäufer meinte aber, dass die Stärke der Polsterung egal wäre...
Wenn ich ein bisschen mehr Zeit habe, werde ich die Dinger mal mit 15 kg beladen und vergleichen.

Merci für alle Tips und Kommentare!

Bodenhafter
22.09.2005, 11:32
Auf Nachfrage wurde mir von Osprey mitgeteilt, dass die Modelle der Ceres-Reihe nicht mehr hergestellt werden. Als Ersatz wird die neue Exposure-Serie empfohlen, die mir aber deutlich weniger gefällt.

Karsten

Cooly25
22.09.2005, 14:31
tach,

da ich mich in dem Bereich auch neu eindecken will (mein Tatonka Invert verabschiedet sich jetzt langsam) bleibt die Frage wie die Black Diamond Säcke abschneiden - besitzt jemand Shadow, Sphinx oder Revelation?



Daniel

Schraegleger
22.09.2005, 15:34
Habe mir gestern abend den Sphynx mal im Laden angeschaut und kann mir ehrlichgesagt nicht vorstellen, daß der Hüftgurt sonderlich viel Last auf die Hüfte überträgt. Die Bewegungsfreiheit dürfte aber gross sein!

ABER: das sind "optische" Erkenntnisse, ich habe den Sack (noch) nicht mit Gewicht auf dem Rücken gehabt. Geschweige denn 5h den Berg hochgeschleift.
Ansonsten sieht das Material sehr glitzernd/plastikmässig aus.

Nicht übertreiben
22.09.2005, 16:00
Wie wäre es mit Lightwave (http://www.lightwave.uk.com/rucsacs.html)? Das einzige, was mir auf den ersten Blick nicht gefällt, ist die fehlende zweite Pickelschlaufe

Outdoor sagt:

Lightwave S-48


Die Marke Lightwave dürfte hierzulande noch unbekannt sein. Nur ein Fachgeschäft führt sie derzeit, doch dahin lohnt die weiteste Anreise, zumindest, wenn man einen Ultraleicht-Tourenrucksack braucht: Der Lightwave S-48 wiegt nämlich nur 995 Gramm – und das bei einem Volumen von 42 Litern. Dabei wurde weder am Material (robustes Nylon) noch am Tragesystem gespart. Hervorragend flexibel sitzt der S-48 am Rücken und verlagert Lasten von bis zu 20 Kilo bequem auf die Hüfte. Hierfür sorgen weiches Meshgewebe, perfekt vorgeformte Schulterträger sowie ein Alurohr-Tragegestell. Und die Ausstattung? Pickelhalter, Kompressionskordeln, Deckelfach und Netzseitentaschen – alles, was man braucht. Bei dieser Leistung zahlt man 135 Euro gerne.

Fazit: Extrem leichter Tourenrucksack mit hervorragenden Trageeigenschaften. Dank sinnvoll gewählter Ausstattung lässt er nichts missen und ist zudem sehr robust.

gaudimax
22.09.2005, 20:11
Sers!

Bin vom Deuter Guide 45+ sehr begeistert. Trägt sich prima, ist ziemlich robust und sehr universell einsetzbahr mit Steigeisen und Pickelhalterungen, aber auch gute und stabile Befestigungsmöglichkeiten für Skier. Von der Größe her ist er für mehrtägige Touren ideal, notfalls kann man ihn ja auch noch um ein paar Liter ausziehen.

Und für den Preis von ca. 120 Euro kann man auch nicht wirklich was sagen.

Mischa
22.09.2005, 23:38
Hallo,

ich bin auch bald auf der Suche nach großen Rucksäcken, aber wieviel Liter braucht man wirklich? Es sollen Mehrtagestouren durchs Hochgebirge sein, Hüttentour, mit:

a) dünnem Daunenschlafsack, ThermArest, Zelt (vielleicht auf 2 geteilt)
b) ohne Zelt

Sollten 45 l reichen oder doch mehr? Schummeln die Hersteller mit Gewichtsangaben und Volumen?

Danke
Mischa

Becks
23.09.2005, 00:31
45 L reichen dicke, wenn man etwas Übung hat und weiß was man braucht gehn auch 35 L. Frag Ant, der rennt damit rum :)

Alex

Mischa
23.09.2005, 00:37
der Osprey Aether 65 scheint recht gut zu sein, Gewicht passt auch, aber ob der passt?
68 Liter sind mit ca. 2,1-2,2 kg angegeben. Die Qualität soll auch gut sein.

35 l sind schon heftig. Ich habe u.a. einen Deuter mit 27 l und würde nicht alles reinbekommen. Stelle ich mir die paar Liter mehr vor, so müsste man aber trotzdem außen mehr dranbasteln müssen.

Aber wenn 45 l locker reichen, auch super :-)

Danke
Mischa

PS: Wer hat diesen Osprey "Bio-Form Hüftgurt" - taugt dies was und was wird genau gemacht? Eine Anpassung an den Körper mit Wärme?

Nicht übertreiben
23.09.2005, 11:15
Jetzt wird es konfus...einer sucht einen Alpinrucksack, der andere einen Rucksack für Wanderungen mit Zelt etc.

Alpin/Hüttentouren/Klettern/Biwakieren: 35l reichen vollkommen, aber wie Becks schon sagt, man muss wissen, was man einpackt. Alustreben sind da imo unnötig, wenn man vernünftig packt, dann stabilisiert die Ladung den Rücken, ich hatte mit meinem Deuti Guide 35 noch nie Probleme und der war teilweise schon ziemlich schwer beladen.

längere Hüttentouren mit Selbstverpflegung/ Zelttouren etc.: Eher um die 65l und da sind eigentlich alle Modelle der einschlägigen Hersteller mit einem Tragesystem ausgestattet, das den Gewichten die bei alpinen Wanderungen zusammenkommen dürfen, gewachsen sind.

Generell gilt: Lieber ein einfaches Tragesystem, das passt, als ein aufwändiges, das man passend macht, ein 35l-Rucksack mit 1,6 kg ist einfach zu schwer...

Rajiv
23.09.2005, 11:38
Das was zu den Größen gesagt wurde, kann ich bestätigen. Ich persönlich nehme in den Alpen keinen Rucksack mehr ohne Tragesystem; weil sehr schlechte Erfahrungen mit einem 35l-Sack, obwohl der leicht war. Das Manko war auch durch geschicktes Packen nicht zu beseitigen. Mir persönlich sind 1,45kg als Gewicht eines 40l-Rucksacks mit ordentlichem Tragesystem nicht zu schwer. Einen ordentlichen Hüftgurt setze ich sowieso voraus, seit meiner 35l-Pleite.

Empfehlung ist schwer auf einen speziellen Rucksack zu begrenzen, da ich ihn gesehen habe, würde ich Doldy Alpinist 40(die 55l-Variante hat ein anderes Tragesystem) sagen. Dürfte aber in der Schweiz nur über'n Online-Shop zu kriegen sein.
Wenn größeres Volumen benötigt, dann kann ich den Doldy Pumori empfehlen(3 Größen: 55l-65l-75l).
Wer einen 40l-Rucksack für Touren mit viel "Gerassel" sucht(z. Bsp.: alpines Klettern, Ski-Touren...) da macht sich der Doldy Big Wall gut, aber der wiegt leer wohl 1,9kg(kein Leichtgewicht, aber jedes Gramm wert).
Für die Anhänger des durch Netz gespannten Bogens gibts den Doldy Hike VCS(4 Größen: 20l-30l-37l-46l), ich kenne aber nur die zwei mittleren Größen, sind so um die 1,5kg schwer.
Ich habe bisher mit keinem Doldy ein Problem gehabt, ihn auf meine Statur abzustimmen.
Einige Bekannte von uns sind mit Corazon Arco 35, Corazon Vertigo 45 und Corazon Eiger 55 sehr zufrieden. Die beiden größeren lassen sich recht gut mit den Doldy Alpinist und Pumori vergleichen.

Rajiv

gaudimax
23.09.2005, 18:45
45 Liter reicht für fast alles, auch wenn man eine größere Ausrüstnug mitschleppt. Und wenn man mal länger auf Selbstversorger aus ist, kann man ja notfalls die ersten Tage was drausen dran hängen, was ja dann aufgegessen wird oder, wie es viele Rücksäcke haben (z.B. mein Deuter 45+) diesen etwas ausziehen, da kommen dann auch schnel nochmals ein paar Liter Stauraum dazu.
Und Zelt, Isomatte und eventuell Schlafsack trägt man ja eigentich ausen dran, so dass die wirklich platzraubenden Sachen schon mal "weg" sind.

Aber manche Hersteller schummeln etwas bei den Angaben, hab da mal bei einem ca. 55l-Rucksack Vergleich in der Alpin gelesen, dass diese zwar vom Hersteller angegeben wurden, aber nachgemessen beim krassesten Beispiel knapp 10 Liter weniger waren! Und beim Gewicht können die Angaben auch schnell mal 500g nach oben gehen.

Schelli
27.09.2005, 15:05
Obwohl hier nicht erwähnt, kann ich ein Loblied auf den Mammut Extreme 45l singen.

Äusserst robust, kein Schnickschnack im Gegensatz zu Deuter (was gut oder schlecht sein kann, je nach Geschmack), gut zu tragen.

Für meine mehrtägigen Touren in den Ostalpen war der Rucksack immer ausreichend (z.B. Gletscherausrüstung).

LG
Schelli

tiejer
27.09.2005, 22:16
Habe mal den Mammut Everest und einige der Extrem Reihe probegetragen- das Tragesystem war vor allem beim Everest sehr weich und hat die Last äußerst schlecht übertragen - kein vergleich zum Berghaus Crag oder Osprey Ceres.
@nicht übertreiben:
wie bekommst Du die Biwakausrüstung für Hochtouren in den 35l sack?
Da hängt doch die Hälfte draußen -oder? da kann man doch nicht gescheit klettern und der Tragekomfort ist doch dan auch grauenhaft-oder? in meinem Deuter Explorer der ja sehr ähnlich ist vom Tragesystem her wie der alte Guide35 wirds schon mit normaler Kletterausrüstung mit Seil rasch unbequem.

Nicht übertreiben
27.09.2005, 22:44
Hochtourenausrüstung (Seil, Gurt etc.) + Biwakzeug (Schlafsack, Biwaksack, Tarp und Kochzeug) wird schwierig, da hängt das Seil dann außen dran. Ich gehe aber von 2 Leuten mit 35l-Säcken aus, alleine sind Hochtouren schwierig, bzw. man braucht kein Seil etc. Beim Klettern selbst ist das Seil usw. draußen.

Ansonsten schau mal oben im Forumsheader (jaja, ich bin berühmt) Das ist mit Schlafsack, Kochezeug, Klettersteigzeug und Müsliriegeln etc. für 2 Wochen, Essen für 2 Tage.

Mit dem ray-way-tarp sollte es nochmal etwas leichter werden.

Für Touren mit geplantem Biwak in Kombination mit einer Hochtour würde ich aber auch eher 45l nehmen

JC-N
16.02.2006, 21:11
Hi, ich gedenke mir einen Black Diamond Sphinx 45l zu kaufen, kann jemand was zu dem Stück sagen bzw. beschreiben was Pro und Contra is an dem Teil?

MfG JC-N