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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kinder - Trinken - Warme Regionen



Matthzi
28.05.2017, 22:27
Hallo Zusammen,
wir werden im Sommer 1 Woche in Südfrankreich wandern gehen. Es wird also warm.
Wir, das sind zwei Väter, ein 5-jähriger Junge und ein 8-jähriges Mädchen...

Die Väter haben Trinkblasen dabei, habt ihr sowas auch schon für Kinder eingesetzt?
Die beiden Kinder haben den Vaude Puck 10l bzw. 14l dabei, wo das Kuscheltier ud andere leichte Sachen rein sollen. Bei den beiden Rucksäcken ist ein Trinksystem nicht vorgesehen, aber es gibt ein Rückenfach für das Sitzkissen, was dann natürlich zu hause bleiben könnte...

Wie sind eure Erfahrungen mit der Trinkwasserversorgung der Kinder bei mehrtägigen Zelttouren in warmen Gegenden? Habt ihr eine Empfehlung für 1L-System, mehr passt bestimmt nicht in das Fach. Abends werden wir immer an Zeltplätzen ankommen, es geht also "nur" um die Tagestour.

Danke und lieben Gruß,
Matthzi

hyrek
28.05.2017, 22:42
Klassisch Flasche? Man muss ja eh häufiger Pause machen.

qwertzui
28.05.2017, 22:52
Wir hatten immer zwei Thermoskannen mit Eiswürfeln und Orangina aufgegossen. Das wirklich sehr eisige Getränk lies sich dann mit warmen Trinkwasser sehr gut strecken. Wenn man nur pisswarmes Wasser dabei hat, haben meine Kinder immer zu wenig bis gar nicht getrunken.

Vegareve
28.05.2017, 22:58
Einfach Plastikflaschen oder Thermos mitnehmen. 1 Liter ist sowieso zu wenig, wenn ihr wirklich den ganzen Tag unterwegs seid.

Matthzi
28.05.2017, 23:07
Einfach Plastikflaschen oder Thermos mitnehmen. 1 Liter ist sowieso zu wenig, wenn ihr wirklich den ganzen Tag unterwegs seid.

Das stimmt, der Gedanke war, dass die Beiden "lernen" nen Rucksack über den Tag zu tragen und regelmäßig zu trinken ohne zu stoppen...wir würden dann immer nachfüllen.

Trinkflasche ist halt immer ne Aktion. Dran denken, rausholen, wieder wegpacken...Daher der Gedanke denen auch ein Trinksystem in den Rucksack zu packen. Aber soll halt nicht zu groß sein.

Lieben Gruß,
Matthzi

Matthzi
28.05.2017, 23:09
Wir hatten immer zwei Thermoskannen mit Eiswürfeln und Orangina aufgegossen. Das wirklich sehr eisige Getränk lies sich dann mit warmen Trinkwasser sehr gut strecken. Wenn man nur pisswarmes Wasser dabei hat, haben meine Kinder immer zu wenig bis gar nicht getrunken.

Klingt gut mit den Eiswürfeln...weiß aber nicht wie die Verfügbarkeit da sein wird. Aber werde ich mir auf jeden Fall merken!
Danke!

Matthzi
28.05.2017, 23:13
Klassisch Flasche? Man muss ja eh häufiger Pause machen.

Hallo,
ist das deine Erfahrung? Darum geht es mir eigentlich...
Welche Erfahrungen mit Flaschen contra Trinksystem vorliegen.
Finde das Trinkblasenystem praktischer für ein kontinuierliches trinken, weiß halt nur nicht, ob das mit den Kids auch klappt.
Lieben Gruß,
Matthzi

StepByStep
28.05.2017, 23:32
Ich finde übrigens besser Trinken "lernt" man mit der Flasche, da hat man immer nen Überblick, wieviel man schon getrunken hat und wieviel schon weg ist. Gerade in eher Wasserarmen Gegenden ist das ein wichtiger Skill...

Gerade beim Wandern trinkt man so viel kontrollierter und solange man keiner von den Menschen ist, die glauben nicht mal ne halbe Stunde bis Stunde ohne Trinken zu überleben, muss man auch nicht ständig Pause machen. Einmal in der Stunde muss man mit Keiner eh mindestens stoppen..

Vegareve
29.05.2017, 00:06
Ich benutze nie ein Trinksystem, warum soll man kontinuierlich trinken und warum sollte man nicht stoppen? Auch Erwachsene freuen sich über Trinkpausen, mit 5 jährigen durchwandern, naja..

lina
29.05.2017, 00:13
Sommer, Südfrankreich, Wasser ... puh, 1 l ist krass zu wenig. Ich hatte an einem Tag 2 l dabei, das war auch zu wenig. So ein 1-l- System ist in spätestens einer Stunde leer.

Matthzi
29.05.2017, 00:23
Ich benutze nie ein Trinksystem, warum soll man kontinuierlich trinken und warum sollte man nicht stoppen? Auch Erwachsene freuen sich über Trinkpausen, mit 5 jährigen durchwandern, naja..

Hallo Vegareve,
kann es sein, dass du mich falsch verstehen willst? Ich hab doch nichts von durchwandern geschrieben, oder?
ICH persönlich habe die Erfahrung geacht, dass ICH seit der Trinkblase auf Tour mehr trinke und vor allem rechtzeitig (also bevor der Durst sich meldet). Ein Durstgefühl habe ich seitdem selten gehabt. Also, einfach dadurch dass ich immer mal einen Zug nehme... Ich hab das "Sprichwort" im Kopf "wenn man den Durst spürt ist es schon zu spät", also, dass man schon vorher hätte trinken sollen...
In der Pause (oder eher den Pausen) nochmal nen kräftigen Schluck aus irgendeiner Flasche zu nehmen, ist doch völlig klar.
Wir werden auf keinen Fall unsere Kinder in irgendeiner Form (Länge, Höhenmeter, Tempo,...) überfordern.

Wie gesagt, ich bin daran interessiert, wie andere Eltern das in ähnlich warmen Regionen gelöst haben, bzw was sich da bewährt hat und was nicht. Es geht nicht um eine generelle Diskussion Flasche/Trinksystem.

Lieben Gruß,
Matthzi

Matthzi
29.05.2017, 00:28
Sommer, Südfrankreich, Wasser ... puh, 1 l ist krass zu wenig. Ich hatte an einem Tag 2 l dabei, das war auch zu wenig. So ein 1-l- System ist in spätestens einer Stunde leer.
Liebe Lina,
Der Liter wird ja nicht das gesamte "Tageswasser" sein (das das zu wenig ist sollte ja jedem klar sein), sondern nur das, was wahrscheinlich in den Rucksack passt und die Kids wahrscheinlich ohne Murren tragen würden. Wir Väter tragen den Rest und füllen nach...

Es geht mir, wie gesagt um ein gutes Setup unter den genannten Umständen (Region/Alter/Rucksäcke).
Vielleicht hat da je noch jemand Erfahrunge gesammelt?!

Lieben Gruß,
Matthzi

lina
29.05.2017, 00:32
Ich habe das schon gelesen, dass Ihr nachfüllen wollt, das soll auch nur eine Anmerkung aus (einer fiesen) Erfahrung sein. Man unterschätzt das leicht und ist nicht notwendigerweise gefeit, auch wenn man Wandern im Sommer in Südfrankreich als Situation kennt.

rumpelstil
29.05.2017, 08:25
Ich sehe auch nicht ein, warum Kinder beim Gehen trinken sollen. Trinkflasche von aussen zugänglich aufbewahren, kurz anhalten, Schluck trinken, gut ist. ME muss man auch nicht trinken, wenn man noch gar keinen Durst spürt.
Kinder trinken schon, wenn man ihnen Gelegenheit dazu gibt. Es sind eher Erwachsene, denen es wichtig ist "weiterzugehen" und deswegen kurze Trinkhalte auslassen. Mich würde bei Kindern eher Dauergenuckle beim Wandern stören. Und dann muss man das ganze "Trinksystem" ja auch immer wieder ordentlich auswaschen und zusammenbauen, sonst hat man ratzfatz Schimmel drin (vom Nuckeln der Kinder - kenne es von Camelbackflaschen, die haben wir auch wieder abgeschafft).

hyrek
29.05.2017, 10:02
Hallo,
ist das deine Erfahrung? Darum geht es mir eigentlich...
Welche Erfahrungen mit Flaschen contra Trinksystem vorliegen.
Finde das Trinkblasenystem praktischer für ein kontinuierliches trinken, weiß halt nur nicht, ob das mit den Kids auch klappt.
Lieben Gruß,
Matthzi

ich wuerde die mir bekannten kinder (eigene, freunde, jugendgruppen) so einschaetzen, dass trinkblasen nicht funktionieren. und ich habe noch nie erlebt, dass ein kind gewollt dehydriert ist, d.h. die haben immer recht frueh gequengelt, dass sie durst haben. an eine kleine flasche (~0.5l) im eigenen rucksack kommen die problemlos dran und trinken dann auch. man muss aber auch ein auge drauf haben und darf nicht kilometer bolzen.

Waldhexe
29.05.2017, 10:34
Ich benutze kein Trinksystem mehr, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass der Vorrat nicht eingeteilt werden kann. Natürlich trinkt man mit dem Trinksystem mehr, allerdings kann bei den meisten Wanderungen unterwegs nicht nachgefüllt werden und die 2l sind dann z.B. bis zum Mittag weggenuckelt.
Es ist wichtig, regelmäßig zu trinken, aber ich denke, eine Trinkpause von 5 Minuten in der Stunde ist vertretbar. Ich glaube auch, dass Kinder das so eher lernen und mit Trinksystem aus Langeweile nuckeln, vor allem wenn auch noch was leckeres drin ist. Meiner Meinung nach tut es ganz normales Wasser.

Ganz persönlich halte ich nichts davon, dass Menschen angeblich ständig so viel wie möglich Wasser brauchen (ich komme im Alltag nur mit Mühe auf 2l, auf Tour/bei Hitze eher 3l) und auch ohne Durst, weil es sonst zu spät sei... Wenn das so wäre, hätten Menschen nicht die Welt besiedeln können.

Gruß,

Claudia

Fritsche
29.05.2017, 10:49
Durchwandern ohne Pause? Mit Kindern? Mach ich ja noch nicht mal alleine wenn ichs nicht muss. Und wenns warm ist schon gar nicht. Und mit unseren Kindern geht das erst recht nicht.

Überhaupt halte ich persönlich diese Trinksysteme für unnötig. Flaschen, in die man reinschauen kann sind besser. Verschiedenes zum Aromatisieren dabei haben. Die Eiswürfelidee weiter oben ist sehr gut. Und: viele Pausen machen.

Torres
29.05.2017, 11:33
Es gibt auch Trinkflaschen, die man außen befestigen kann: Klick (https://www.bergfreunde.de/nalgene-everyday-grip-n-gulp-kinder-trinkflasche/). Problem ist die Hitze, die werden schnell warm, das würde für die Trinkblase sprechen, der Rucksack könnte ein wenig kühlen. Ist das Wasser aber auch warm, finde ich Trinkblasen noch ekliger.

Letztlich musst Du einfach ausprobieren, ob sie das Trinksystem nutzen würden. Ich trinke auch lieber aus Flaschen, vor allem, weil es eben auch eine kleine Pause ist, und ich gar nicht das Bedürfnis habe, ständig zu nuckeln.

Philipp
29.05.2017, 11:41
Unsere Kinder trinken auch nur aus Flaschen, und auch nur dann, wenn wir Eltern es erlauben. Ständige und unnötige Trinkpausen sind uns ein Gräuel, ebenso, wie das dauerhafte Zuführen von was auch immer, sei es Wasser, Gummibärchen, Würstchen usw. Ich finde, daß man als Kind früh lernen muß, daß nicht alles zu jeder Zeit verfügbar oder gar notwendig ist. Wenn unsere Kinder schon kurz nach der letzten Trinkpause wieder trinken wollen, dann geben wir noch eine Zeit X oder eine Strecke Y vor, ab der wieder getrunken werden kann. Und das klappt in aller Regel auch prima.

Ich vestehe auch diesen merkwürdigen Satz, daß man trinken solle, ehe sich der Durst meldet, denn dann sei es schon zu spät, nicht. Für was ist es beim Eintreten von Durst zu spät? Für's Trinken? Für's Weiterleben? Stehen wir bei Durstgefühl schon an der Schwelle des Todes? Welche Bedeutung hat dann das Durstgefühl eigentlich noch? Muß man essen, ehe sich der Hunger meldet? :o
Aus meiner Sicht sind solche Aussagen unbelegte Panikmache der Getränkeindustrie, für die wir unsere Kinder nicht sensibilisieren wollen.

Falls Ihr ein Problem habt, das benötigte Wasser mitzuführen und falls der Weg es erlaubt, dann könntet Ihr über die Mitnahme eines Pilgerwagens nachdenken. Hier im Forum gibt's genug Info dazu.

Gruß, Philipp

lina
29.05.2017, 11:52
Ich vestehe auch diesen merkwürdigen Satz, daß man trinken solle, ehe sich der Durst meldet, denn dann sei es schon zu spät, nicht. Für was ist es beim Eintreten von Durst zu spät? Für's Trinken? Für's Weiterleben? Stehen wir bei Durstgefühl schon an der Schwelle des Todes? Welche Bedeutung hat dann das Durstgefühl eigentlich noch? Muß man essen, ehe sich der Hunger meldet? :o
Aus meiner Sicht sind solche Aussagen unbelegte Panikmache der Getränkeindustrie, für die wir unsere Kinder nicht sensibilisieren wollen.

Guxtu unter dem Stichwort "Dehydrierung", beispielsweise hier (http://de.wikihow.com/Dehydrierung-behandeln), ob Du zu einer der genannten Risikogruppen gehörst oder welche der genannten Situationen zutreffen.

Philipp
29.05.2017, 12:13
Guxtu unter dem Stichwort "Dehydrierung", beispielsweise hier (http://de.wikihow.com/Dehydrierung-behandeln), ob Du zu einer der genannten Risikogruppen gehörst oder welche der genannten Situationen zutreffen.

Der Begriff der Dehydrierung ist mir tatsächlich bekannt; ich ziehe nur in Zweifel, daß eine solche bei normalgesunden Menschen gleich vorliegt, nur weil's mal warm ist und sich noch kein Durst eingestellt hat.

Aber jeder, wie er kann.

lina
29.05.2017, 12:19
Ich finde die Auswirkung der Kombination Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit interessant, das trifft auf Südfrankreich zu und ist bzgl. hiesiger Gefilde ungewohnt. Alltagsdurstigkeit mittelalter Menschen wird ja im verlinkten Artikel auch nicht thematisiert (wofür eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr auch wirklich unnötig wäre), sondern eine Veränderung der gewohnten Verhältnisse.

Vegareve
29.05.2017, 13:53
Ich finde die Auswirkung der Kombination Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit interessant, das trifft auf Südfrankreich zu

Passt nicht zum Thema, aber als ich in der Provence war, fand ich es genau so trocken wie in Rumänien, nämlich sehr...Trockene Hitze kenne ich sehr gut.

lina
29.05.2017, 14:02
In den Seealpen geht die Luftfeuchtigkeit im Sommer > 80%

Matthzi
30.05.2017, 23:16
Hallo Zusammen,

erstmal Danke für die rege Teilnahme hier. Schön, dass sich nun auch Eltern mit den entsprechenden Erfahrungen gemeldet haben.

Also, um allen einzeln zu antworten fehlt mir leider die Zeit, daher versuche ich meine Erkenntnisse und meine Meinungen aus/zu den Antworten zusammenzufassen...

Erstens möchte ich nochmal betonen, dass wir sicher nicht "durchwandern" und die Kinder auch mehr als genug Pausen bekommen werden. Unsere letzte 7 km-Tour hat mehr als vier Stunden gedauert, da muss man schon fast im Handstand laufen um das ohne (die in dem Fall 2,5 richtigen) Pausen zu schaffen. Das Ziel der Wanderung ist, dass die Kinder das positiv im Kopf behalten und in (naher/ferner) Zukunft sowas öfter (mit uns/ohne uns) machen möchten. Für ergeizige Projekte (in meinem bescheidenen Rahmen) geh ich ohne Kind los.

Zweitens, ich (und meine Wander/Kletterfreunde) finde die Trinkblasen für uns sehr praktisch, daher die Überlegung ob dass für die Kids vielleicht auch was ist und mein Drang hier mal nach Erfahrungen zu fragen. Dafür ist ein Forum ja da :-)
Die Erfahrungen von euch zeigen bisher, dass man wohl mit Flaschen ganz gut klar kommt. Vieleicht werden wir einen Mix daraus versuchen und später berichten!? Vielleicht kann man ja auch mit den Kindern ein Spiel daraus machen nach dem Motto: "Was meinst du, wieviel ist noch übrig...Upps, gut, dass wir noch ne Extraflasche dabei haben weil du schon wieder alles ausgesüppelt hast :hahaa:...!"

Drittens, dieser Satz (Trinken bevor,...) habe ich halt so im Kopf und finde es auch nachvollziehbar, dass wenn man Durst bekommt bereits die Körperfunktionen (vielleicht noch nicht merkbar) runtergehen. Meine kurze Recherche bei der großen Glaskugel zeigte mir, dass das einkomplexes Thema ist. Das möchte ich hier aber nicht weiter diskutieren. Aber ich habe noch einen Satz der dazu gut passt und in direktem Wirkungs-Zusammenhang zum ersten steht:" Das Gehirn muss schwimmen!" :bg:

Ich hör jetzt auf mit den Nummern...
-Den Wunsch zu trinken würde ich nie verbieten/auf später verschieben, auch nicht direkt nach ner Pause. Da würde ich eher sagen:"Dann mach und sieh zu, dass du hinterher (gerannt) kommst!" So lernen die Kleinen das hoffentlich schneller "Prioritäten" zu setzen.

-Während des Tages gibt es erstmal nur Wasser, die eisgekühlte Orangina ist ja schon als "Druckmittel" für die letzten Kilometer eingeplant :D, aber als zusätzliche Geheimwaffe ist die Eiswürfel-orangina vorgemerkt.

- Waldhexe, ich habe mit der Einteilung des Vorrats eher mit Flaschen schlechte Erfahrungen gemacht. Mein Sohn ext dann erstmal ddreiviertel der Flasche und beschwert sich dann , wenn nichts mehr da ist.

- Einen Pilgerwagen werden wir nicht mitnehmen, dafür einen dritten Esel der hoffentlich auch was tragen wird neben Esel 1 und Esel 2 (uns Vätern).

Soweit erstmal von mir, hoffe ich habe nichts vergessen.
Vielleicht melden sich ja nochEltern die positive Erfahrungen mit Trinkblasen und Kindern gemacht haben.

Danke euch nochmals,
Matthzi

qwertzui
31.05.2017, 09:16
Ja, zum unterwegs nuckeln, gibt es Wasser. Eisgekühlte Orangina ist dann schon mehr bei der großen Rast am Wendepunkt der Tour.
Wir hatten mal Fahrradrucksäckchen mit Trinksystem vom Discounter. Ich könnte jetzt gar nicht sagen, warum wir das nach einer Testtour nicht mehr vewendet haben. Es hat schon funktioniert, hat für uns aber keinen Vorteil gegenüber Wasserflaschen in den seitlichen Netztaschen gebracht.

Nur erlaubte Trinkpausen und dann erst nach einer Stunde bei körperlicher Anstrengung und Hitze halte ich auch für eine sehr schlechte Idee. Ich kann z.B. in einer kurzen Trinkpause maximal 100- 200 ml trinken. Bergauf bei Temperaturen von 30 C reicht das bei mir dann nur für 20 Minuten. Bei einem Kind kann dann je nachdem auch mal alle zehn Minuten ein Schluck erforderlich sein. Solange es nicht geanausoviele Bieselpausen fordert, würde ich das Uch nicht verhindern.

Wanderzwerg
31.05.2017, 12:26
Hallo,

Ich würde nichts neues auf einer Wanderung mit Kindern ausprobieren (wenn dann nur als "Backup" zum Ausprobieren zusätzlich), die Provence ist zwar warm, aber eben kein wüsten oder tropisches Klimat, daß völlig andere Verhaltensweisen als in Deutschland erfordert. Wenn der gewohnte Rythmus Pause-Trinken aus der Flasche- Weitergehen ist wird man so auch am einfach sicherstellen können, daß genug getrunken wird. Die meisten Kinder werden schon Trinken einfordern wenn sie durstig sind (zumindestend bei den Eltern, bei Kindergruppen, die ich geleitet habe habe ich schon beobachtet, daß einige Kinder sich in den Trinkpausen sehr aufs Wasser gestürtzt haben wenn ich die Trinkintervalle wohl falsch eingeschätzt hatte). Es gibt "Problemfälle" wie zum Beispiel meine Tochter, die das Trinken einfach vergessen und wenig Durstgefühl haben. In solchen Fällen würde ich mich mich mit Flasche wohler fühlen, weil ich etwas mehr Kontrolle habe. Also ehr ein "Hier Trink" als der fruchtlose Dialog "hast Du genug getrunken?" "JaJa!"

Ansonsten ist Dehydration ein m. E. ehr massiv überschätzes Problem, wenn man denn genug Wasser dabei hat und sich Zeit zum trinken nehmen kann. Ich habe den Eindruck, daß oft tips aus dem Ausdauersport (Marathon, Radtouristik) bzw. Reisen in heiße oder tropische Klimate verallgemeinert werden.
Gruß
Zwerg

lina
31.05.2017, 14:03
Der TE hat nichts von "Provence" geschrieben, sondern "Südfrankreich".

Wo geht es denn hin?

Fritsche
31.05.2017, 14:33
Unsere letzte 7 km-Tour hat mehr als vier Stunden gedauert, ....

- Einen Pilgerwagen werden wir nicht mitnehmen, dafür einen dritten Esel der hoffentlich auch was tragen wird neben Esel 1 und Esel 2 (uns Vätern).



Also wenns um solche Distanzen geht, habe ich mit „Spiel und Spaß“ gute Erfahrung gemacht. Letzten Sommer bin ich mit zwei Kindern (5 und 8) und zwei Kumpels von mir eine etwa solche „Mammutdistanz“ gewandert. An einem Felsen haben wir übernachtet und nächsten Tag gings zurück.

Für die Jungs (groß wie klein) gabs Wurfsterne, Darts und Zwillen sowie Messer zum Schnitzen von Abwehrwaffen gegen Zombies. Ich war selber überrascht, wie man aus dieser Endzeitgeschichte einen Heidenspaß für die Kleinen wie die Großen machen konnte! Keine Sekunde Langeweile oder Genöle, und als während der Pause der Alarmruf „die Zombies kommen von hinten, wir müssen weiter zu unserem Felsen und den sichern und halten“ ertönte, waren die Kleinen die ersten, die losgelaufen sind.

Und was das Trinken angeht: wenn die Kleinen Spaß haben und sich verausgaben, ohne dass es sie annervt, dann merken die ihren Durst rechtzeitig. Trinkverweigerung tritt nach meiner Erfahrung eher auf, wenn denen langweilig ist (also wenn die Mütter dabei gewesen wären und diese Zombiegeschichte aus PC-Gründen nicht funktioniert hätte) und die sich den fehlenden Spaß durch Rumgezicke holen wollen.

sunchild
31.05.2017, 14:37
Wurfsterne, Darts und Zwillen :o

Matthzi
31.05.2017, 14:52
Der TE hat nichts von "Provence" geschrieben, sondern "Südfrankreich".

Wo geht es denn hin?

Wir haben uns von dem Reisebericht des Users elbspitze inspirieren lassen und werden auch an der Ardeche eine Eselwanderung machen.
Alle anderen Anbieter, z.B. in den Cevennen, die wir gefunden haben waren eher auf feste Unterkünfte in Herbergen und Hotels ausgelegt und dadurch deutlich teurer.

bluesaturn
31.05.2017, 14:57
Warum probierst du denn deine Idee mit den Trinkblasen eigentlich nicht ma zuhause bei einer Wanderung aus? Es ist ja gerade schoen warm.

speckbaron1409
31.05.2017, 16:21
Hi ,

bei meinen beiden waren / sind Trinkblasen das Ideal . "Nuckeln" und "Saugen" wie einst bei Mutters Brust kommt immer gut an . Junior 9 J. hat 1 L. Volumen und Tochter 12 J. hat 2 L. Volumen .

Wanderzwerg
31.05.2017, 16:47
Hallo,


Der TE hat nichts von "Provence" geschrieben, sondern "Südfrankreich".

Wo geht es denn hin?

Hast Recht, die Provence kam wohl nur in irgendeinem Folgepost vor, aber da es an die Ardeche geht passt es ja doch so mehr oder weniger.

Gruß
Zwerg

ranunkelruebe
03.06.2017, 12:24
Nehmt doch einfach 2 Trinkblasen für die Kinder mit und probiert es aus!
Oder noch besser das Convertube System von Source.
Sollte es nicgts für die Kiddies sein, dann schraubt ihr halt den Schlauch wieder ab und benutzt die Flaschen solo.


Ich bin großer Trinksystem Fan!

Canyoncrawler
07.06.2017, 18:06
Wir sind im Sommer (September) regelmässig in Kroatien unterwegs, mit Hitze haben wir da auch zu tun.
Unser Sohn (5 Jahre) trinkt dann wenn wir Eltern auch trinken.
Er hat eine 0,5 L Nalgene Flasche die er beim Wandern selbst am Rucksack trägt und die wir Eltern nachfüllen wenn leer.

Die Nachfüllflaschen tragen wir.

Für Kinder, insbesondere für einen 5jährigen!, finde ich das Trinken bzw. Einteilen eines Trinksystems zu schwierig und ich sage, dass unser Sohn sich einen Trinkbeutel sicher nicht einteilen könnte.
Und wir als Eltern müssten Pack regelmässig rauszunehmen, damit wir einen Überblick darüber haben, wieviel er trinkt bzw. nicht trinkt. Dann sehe ich die Nalgene vorteilhafter, wo man mit einem Blick sieht, wieviel drinnen ist.

Trinkbeutel nutzen wir selbst derzeit nicht, weil 1. unsere momentanen Touren nicht von der Art sind, wo ein Trinkbeutel vorteilhafter wäre gegenüber Trinkflache und 2. wir früher bei sehr langen Tageswanderungen den Source Pack auch schlecht einteilen konnten (ich hatte meinen regelmässig leer, während mein Mann kaum was rausgezogen hatte und gelgentlich Kopfschmerzen bekam weil er bei grosser Hitze schlichtweg zu wenig getrunken hatte).
Um den Überblick zu halten, hatte ich einen 2 L Pack und den - wenn leer - nur literweise nachgefüllt, damit der Vorrat nicht vor dem Tourende ausgeht.
Mit Flaschen (eine oder zwei 1 L Nalgene Flasche(n) + 1 L PET-Flaschen als Nachflüllflüssigkeit) habe ich persönlich einen besseren Überblick über die eigene Trinkmenge.

Matthzi
08.06.2017, 12:03
Hey Ranunkelrübe und Canyoncrawler,

vielen Dank für das Teilen eurer Erfahrungen!

Diese Trinkflaschenaufsätze von Source kannte ich noch gar nicht. Ist vielleicht eine gute Zwischenlösung.

Wir werden beides (Schlauch/Flasche) hier vor Ort noch mal ausprobieren und dann danach entscheiden.

Grüße,
Matthzi

OutdoorMutter
22.06.2017, 10:20
Wenn wir Touren in wärmeren Gebieten unternehmen frieren wir auch gerne die kleinen Sprudelflaschen ohne Kohlensäure ein. Die tauen dann schön langsam im Rucksack auf und man hat stundenlang erfrischendes, kaltes Wasser.

Matthzi
05.08.2017, 21:58
Hallo Zusammen,

nochmals vielen Dank für eure Ideen, Erfahrungen und Anregungen!

Wir sind zurück und ich möchte ein kurzes Feedback geben...

Also, wir haben uns ja für die Trinkblasen entschieden. So hatten die beiden Kinder auch einen Grund einen Rucksack zu tragen und sich daran zu gewöhnen...Neben der Trinkblase war dann noch das Kuscheltier und das Taschenmesser darin.
Bei meinem Sohn (5 Jahre) waren das zusammen circa 4 kg, bei meiner Nichte (8 Jahre) etwas mehr, da größerer Rucksack und größerer Trinkblase. Die beiden haben den Rucksack ohne auch nur einmal darüber zu murren getragen. Und das bei wirklich heißen 30-35 Grad.

Das Trinken über die Trinkblase hat gut funktioniert, es wurde nicht dauernt daran genuckelt, sondern wirklich bei Bedarf getrunken oder wenn wir Erwachsenen eine allgemeine "Trinkblasenrunde" eingeläutet haben.
Da es ja wirklich heiß gewesen ist hatte ich 5 Liter dabei, 3 l in meiner Trinkblase und 2 l in Extraflaschen.
Bei unserern Pausen habe ich meinem Sohn dann immer zu "Kamelschlucken" aus den Extraflaschen "verdonnert", weil ich keine Lust hatte seine Trinkblase zu kontrollieren. Hat er auch immer gerne angenommen, ist ja vom Trinkgefühl auch irgendwie schöner. Was Kamelschuck bedeutet hat er direkt kapiert :-)
Bei meiner Nichte hat ihr Vater das Trinken in ihre Eigenverantwortung gelegt und öfter nachgefragt, wieviel sie wohl noch in der Trinkblase hat/schon getrunken hat, um ihr so ein Gefühl für den Verbrauch zu vermiteln.

Insgesamt hat es also gut geklappt und die Kinder haben genug aber nicht zuviel getrunken. Mein Sohn hat meist "besser" getrunken als ich.
Ich fand die Kombination Trinkblase/Flasche für Gehen/Pause zweckmäßig und gut für die Kinder.

Lieben Gruß,
Matthzi

bluesaturn
05.08.2017, 22:50
Vielen Dank.