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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leichttrekking mal etwas anders



PWD
04.05.2017, 08:01
[/IMG-L]Auch wenn man leicht oder sogar ultraleicht für mehrere Tage unterwegs ist und zu einem Basisgewicht von 4 bis vllt. 6 kg noch Gas/Spiritus, Verpflegung/Wasser dazu rechnet, kommen doch leicht 10 kg und mehr zusammen. Die möchte ich nicht über Tage und die ganze Strecke schultern.

Grundgedanke dabei ist eigentlich die Frage: wie bekomme ich Gepäck auf eine Achse mit zwei Rädern (die sogar bis 50 kg tragen könnte) und wie läßt sich dann das Ganze ziehen und das möglichst ohne viel Materialaufwand und dementsprechend leicht?

Die nächste Anforderung: und wenn dann doch mal getragen werden muss? Ganz einfach: Trekkingstock (als Deichsel) entfernen, Auflagefläche nach unten u. hochklappen (der Rucksack „steht“ jetzt quasi auf der Unterseite der Auflagefläche).

Bei dem 50er Radstand kann man gut die Räder auf der Achse lassen beim Tragen; sie stören nicht und man muss sie nicht separat verstauen.

Basisgewicht liegt in dieser Kombination incl. Trailer bei ca. 7 kg und man benötigt nicht mal Befestigungsmaterial (Gurte/Schnur) weil die Achse durch die beiden D-Ringe des wasserdichten Leichtrucksacks geschoben werden kann (die normalerweise den Beckengurt aufnehmen) und man oben den Rollsteckverschluss um den Trekkingstock herum verschließen kann.


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Alprausch84
04.05.2017, 08:27
Wie ist der Stock an der Auflagefläche bei Verwendung als Deichsel befestigt?

PWD
04.05.2017, 08:35
Im Moment noch mit Kabelbindern. Die wiegen ja fast nix, wenn sie gewechselt werden müssen. Aber auf Dauer suche ich noch nach einer einfachen und leichten anderen Lösung (ohne Verbrauchsmaterial).

Philipp
04.05.2017, 08:54
Du hattest Deinen abgespeckten PIlgerwagen ja kürzlich schon in Deinem Thema vorgestellt. Ich muß zugeben, daß sich mir der Sinn nicht so ganz erschließt, obwohl ich Deinen ursprünglichen Wagen ja mit Abwandlungen nachgebaut und auf einigen Touren verwendet habe.
Für mich ist ein Pilgerwagen dann sinnvoll, wenn das Basisgewicht groß ist, z.B. wegen der Mitnahme von Wasser, und die Wegbeschaffenheit die Mitnahme eines Wagens erlaubt.
UL auf Rädern finde ich persönlich etwas widersprüchlich, weil das Basisgewicht doch eher gering und das Hängergewicht im Verhältnis allein der Räder wegen dazu immer noch recht hoch ist.

Mir ist unser Hänger auf schwierigen Wegen (schmale, durchwurzelte und mit Steinen versetzte Pfade im Hang) oft umgekippt. Ein UL-Sack wäre da im Nu kaputt gewesen. Klar, Du könntest Deinen Wagen in solchen Fällen recht schnell schultern und solche Pfade ohne Schaden am Gepäck gehen. Hat man aber solche Passagen recht häufig, dann würde ich es vorziehen, das Gepäck von vornherein zu tragen.

Was mich aber in diesem Zusammenhang interessiert: hast Du Deine Art zu wandern oder Dein Gepäck so stark umgestellt, daß der neue Wagen inkl. UL-Rucksack sinnvoll wurde? Benutzt Du Deinen alten Wagen inkl. großem Gepäck immer noch, oder hat Dich dieses große Gepäck auf Dauer so gestört, daß Du dazu übergegangen bist, auf UL-Rucksack, UL-Pilgerwagen und damit einhergehend insgesamt wesentlich weniger Gepäck umzusatteln?

Viele Grüße in die Kurpfalz!
Philipp

PWD
04.05.2017, 09:24
Hallo Nachbar über'm Rhein,

ich habe i.d.T. mein Gepäck umgestellt weil ich festgestellt habe, dass ich dazu neigte, eben weil ich ein Hilfmittel hatte, das Eine od. Andere doch mehr mit zu nehmen. Und egal wie, es kommen immer wieder Situationen, wo geschleppt werden muss. Ich bin zudem alleine unterwegs, meine Frau läßt sich dazu nicht bewegen und die Kinder sind längst aus dem Haus. Ok, mein Hund begleitet mich, aber der trägt nicht mal sein eigenes Futter.

Ich möchte einfach flexibler sein und auch mal außerhalb der "Spur" mich fortbewegen. Und selbst wenn schwierige Situationen häufiger sind, so möchte ich aber doch prinzipiell die Möglichkeit haben, das Gepäck nicht immer tragen zu müssen.

Der große Pilgerwagen wird von mir fast nicht mehr benutzt, allerdings ausgeliehen.

LG, Joachim

Philipp
04.05.2017, 10:33
Hallo Joachim,


ich habe i.d.T. mein Gepäck umgestellt weil ich festgestellt habe, dass ich dazu neigte, eben weil ich ein Hilfmittel hatte, das Eine od. Andere doch mehr mit zu nehmen.

Das ist sicherlich immer eine Gefahr, die einem solchen Hilfsmittel innewohnt. Uns hat allerdings "Dein" Wagen erst so einige längere Wandertouren mit den seinerzeit noch kleinen Kindern ermöglicht, wofür ich heute noch dankbar bin :D.


Ich möchte einfach flexibler sein und auch mal außerhalb der "Spur" mich fortbewegen. Und selbst wenn schwierige Situationen häufiger sind, so möchte ich aber doch prinzipiell die Möglichkeit haben, das Gepäck nicht immer tragen zu müssen.

Das klingt vollkommen nachvollziehbar. Hast Du auch Deine mitgeführten Wasservorräte verkleinert (die ja schnell der Hauptgrund für den Wunsch nach gezogenem und nicht getragenem Gepäck sind)?

Zu deinem Neuen Wagen und der Fixierung des Wanderstockes als Deichsel: vielleicht wäre es ja eine Idee, an die Grundplatte ein Stück Aluhalbrohr mit zwei Aussparungen in den Seiten anzunieten. In den Aussparungen liegen Klemmverschlüsse, ähnlich wie ein Kapodaster bei Gitarren oder Kistenschnallen. Du legst den Spazierstock in das Halbrohr ein und klemmst ihn mit diesem Schnallen fest.

Viele Grüße und immer schöne Wanderungen!
Philipp

PWD
04.05.2017, 11:06
Ja Philipp, da ich mich meist nicht Tage weit entfernt von Zivilisation bewege und die Wasservorräte beim "großen" Pilgerwagen hpts. auch der Gewichtsverteilung wegen mitführte, ist es jetzt weniger plus natürlich Wasserentkeimung.

An so eine wie, von Dir vorgeschlagene, Befestigung habe ich auch schon gedacht, z.B. so ein Klemmstück mit Exzenterhebel (https://rucksacktrailer.files.wordpress.com/2017/05/img_0893.jpg) oder einfach eine Kordel mit Kordelstopper um die Spitze herum. Sonst sitzt der Trekkingstock in der Führung ziemlich gut.

Übrigens, in Frankreich findet man deutlich häufiger solche Spinnerte wie mich mit z.T. sogar UL Anhängern.

Danke Dir für das Mitdenken;-).

LG, Joachim