PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Planung Sarek und die Fragen dazu



mrburnes99
28.04.2017, 11:53
Hallo Sarek-Reisende,
wir planen zu zweit im August im Zeitraum 12.08.-27.08. eine Tour im Sarek. Ausreichend Erfahrung von anderen Mehrtagestouren ist eben so wie die erforderliche Ausrüstung vorhanden, die Risiken sind uns hinlänglich bekannt. Für die Planung benötigen wir aber Informationen von euch, da nicht alles so einfach ermittelbar ist.

Unsere Rahmendaten:

Anreise mit dem Auto
Parkplatz für die Zeit im Sarek benötigt
8 Tage geplant + 2 Tage Reserve für ungeplante Ereignisse
der Skierffe muss in der Tour enthalten sein



Könnt ihr uns zu einem geeigneten Startort Empfehlungen geben? In Unkenntnis der Bodenbeschaffenheit wie Sumpf, Geröll etc. lässt sich für uns die tägliche Reichweite schwer einschätzen. Welches Marschtempo ist bei guter bis sehr guter körperlicher Verfassung zu erwarten? Ist in bestimmten Arealen der Zutritt verboten? Ich habe auf der Karte Bereiche gesehen, wo das der Fall zu sein scheint. Gibt es Flüsse bzw Abschnitte, die unmöglich zu furten sind? Habt ihr Empfehlungen für Ziele auf der Route, die man unbedingt gesehen haben muss? Eine Fjällkartan haben wir vom Gebiet. Wir sind für alle Vorschläge und Empfehlungen dankbar.

Grüße Thomas

Meer Berge
28.04.2017, 20:37
Hallo Thomas!

Vielleicht ist hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/88547-SE-Im-Sarek-NP-August-2015) etwas an Infos drin für dich?

Ich habe zwar 14 Tage gebraucht, bin aber weder sehr noch besonders fit. Man kann die Tour auch sicher abkürzen.
Auf dem Skierffe war ich unterwegs auch gestanden.

Mit nicht zu furtenden Flüssen musst du immer rechnen. Bzw. damit, länger nach einer Furt suchen zu müssen. Du kannst auch Glück haben und kaum nasse Füße bekommen beim Queren.
Für den großen Rapa-Fluss gibt es nur 2 Möglichkeiten: Die Tielma-Furt am Raubtierplatz (dem großen Delta), wenn der Wasserstand das zulässt, und die Skarja-Brücke im Zentrum des Sarek.

Neben dem Skierffe gefielen mir besonders das Snavvavagge mit dem Aussichtspunkt über dem Rapaädno/Rapaselet, mein Zeltplatz im Laptavagge und das Njoatsosvagge, außerdem die Bootsrundfahrt mit Björn im Kvikkjokk-Amazonas.
Alkatj- und Parte-Massiv waren leider wegen der Verhältnisse noch nicht so recht zugänglich und ich habe sie ausgelassen.

Rechne damit, deine Pläne vor Ort zu ändern ...

Start und Ziel waren Kvikkjokk, wo du dein Auto gut für die Zeit stehen lassen kannst.

Viel Freude beim weiteren Planen!
Sylvia

Vintervik
29.04.2017, 05:09
Ist in bestimmten Arealen der Zutritt verboten? Ich habe auf der Karte Bereiche gesehen, wo das der Fall zu sein scheint.

Welche Areale meinst Du denn?!?
Oder meinst Du die Hinweise "Förbjudet område för terrängfordon" in der Fjällkarte?
Wenn das gemeint ist: das ist ein Verbot für geländegängige Fahrzeuge.

Blahake
29.04.2017, 13:21
Hallo Thomas,
neben zahlreichen guten Tipps hier aus dem Forum war mir vor allem das Buch von
Claes Grundsten - "Reise Know-How Wanderführer Sarek"
eine große Hilfe für die Planung. Bietet eine hervorragende Übersicht über viele Tourenvorschläge nebst Einordnung zu Schwierigkeitsgrad, Dauer, Details zum Gelände und Tipps zu schönen Zeltplätzen. Ich hatte es sogar auf Tour dabei und habe dann vor Ort die Beschreibung der kommenden Abschnitte und möglicher Alternativen nachgelesen.
Vor allem aber für die Planung vorab - wo lang soll's gehen, wieviel Zeit brauche ich dafür... - fand ich es absolut super.
Viel Spaß im Sarek!!!
Gruß,
Anne

bourne
29.04.2017, 21:13
Noch eine Empfehlung für Claes Grundsten, ich schätze seine Bücher sehr!

ad. Skierrfe: ich mag ihn sehr, wirklich toll dort oben - aber: ich würde meine Tour nicht krampfhaft so planen, dass ich dort vorbeikomme, wenn Dir eine andere Sarek-Variante mehr zusagt, dann nimm sie, der Skierffe ist von Aktse aus leicht erreichbar, das ergibt sich schon irgendwann.

mrburnes99
30.04.2017, 14:52
Hallo Thomas!

Vielleicht ist hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/88547-SE-Im-Sarek-NP-August-2015) etwas an Infos drin für dich?

Ich habe zwar 14 Tage gebraucht, bin aber weder sehr noch besonders fit. Man kann die Tour auch sicher abkürzen.
Auf dem Skierffe war ich unterwegs auch gestanden.

Mit nicht zu furtenden Flüssen musst du immer rechnen...

Rechne damit, deine Pläne vor Ort zu ändern ...

Start und Ziel waren Kvikkjokk, wo du dein Auto gut für die Zeit stehen lassen kannst.

Viel Freude beim weiteren Planen!
Sylvia

Danke Sylvia,
Deine Berichte habe ich mit Spannung und sehr amüsiert gelesen. Du bekommst da noch dein verdientes Feedback von mir.

Weitere Recherchen lassen uns jetzt überlegen, das Auto in Vietas abzustellen, einen Heli-Transfer nach Aktse nehmen und dann den Bogen nach Vietas zurück zu schlagen.

Wilde Wasser erwarten wir, Plan A, B, C.... liegen im Gepäck und werden zur Not vor Ort weiter angepasst.


Welche Areale meinst Du denn?!?
Oder meinst Du die Hinweise "Förbjudet område för terrängfordon" in der Fjällkarte?
Wenn das gemeint ist: das ist ein Verbot für geländegängige Fahrzeuge.

Oh oh, da war wohl mein mangelhaftes Schwedisch verantwortlich. Danke für die Aufklärung. Genau diese Hinweise meinte ich.


Hallo Thomas,
neben zahlreichen guten Tipps hier aus dem Forum war mir vor allem das Buch von
Claes Grundsten - "Reise Know-How Wanderführer Sarek"
eine große Hilfe für die Planung. Bietet eine hervorragende Übersicht über viele Tourenvorschläge nebst Einordnung zu Schwierigkeitsgrad, Dauer, Details zum Gelände und Tipps zu schönen Zeltplätzen. Ich hatte es sogar auf Tour dabei und habe dann vor Ort die Beschreibung der kommenden Abschnitte und möglicher Alternativen nachgelesen.
Vor allem aber für die Planung vorab - wo lang soll's gehen, wieviel Zeit brauche ich dafür... - fand ich es absolut super.
Viel Spaß im Sarek!!!
Gruß,
Anne

Hallo Anne,
Ich werde die Anschaffung des Buchs in Erwägung ziehen. Klingt ja sehr interessant.


Noch eine Empfehlung für Claes Grundsten, ich schätze seine Bücher sehr!

ad. Skierrfe: ich mag ihn sehr, wirklich toll dort oben - aber: ich würde meine Tour nicht krampfhaft so planen, dass ich dort vorbeikomme, wenn Dir eine andere Sarek-Variante mehr zusagt, dann nimm sie, der Skierffe ist von Aktse aus leicht erreichbar, das ergibt sich schon irgendwann.

Grundsten ist zur Anschaffung vorgemerkt.

Der Skierffe war das Initial für diese Tour. Erst die Bilder haben mich zu diesen Planungen bewogen. Meinen Kumpel konnte ich damit ganz leicht überzeugen. Deshalb käme ein Verzicht nur bei miesesten Bedingungen in Frage ;) Vielleicht ist es die einzige Chance im Leben und die möchten wir gern nutzen.

Danke für eure zahlreichen Tipps!

Hat jemand Erfahrung mit den Helis?

Grüße Thomas

Gundhar
30.04.2017, 19:44
Der Skierffe läßt sich am schnellsten von Tjamotis aus erreichen. Mit dem Auto am Tjaktjajaure vor bei bis zur Sitosbrücke. Ab da zu Fuß weiter bis zum Laitaure und dort mit dem Boot abholen lassen. https://www.google.de/url?sa=i&rct=j&q=&esrc=s&source=images&cd=&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjO1tSI0MzTAhUBzxQKHRc-BWkQjRwIBw&url=http%3A%2F%2Fwww.alamy.com%2Fstock-photo-fjell-landscape-with-laitaure-lake-and-the-mountains-tjakelli-nammatj-58095030.html&psig=AFQjCNFlOwf1mqReeurYaCLE3pW_c4drKg&ust=1493656993353659
Diese Version hat den Vorteil daß man auf den Punkt genau das passende, d.h. gute Wetter abwarten kann. Zeltplatz in Arrenjarka.

Gundhar
04.05.2017, 12:03
Hier ist die Karte für die Anfahrt mit PKW: https://www.google.de/maps/dir/66.9121614,18.5672566/67.0788236,18.5806203/@67.0624501,18.316856,39858m/data=!3m1!1e3!4m2!4m1!3e0
Bei "Aktse 3134" beginnt der Bootstransport nach Aktse: https://www.google.de/maps/dir/67.1186717,18.4141616/67.0783464,18.5789544/@67.092389,18.4462337,10096m/data=!3m1!1e3!4m2!4m1!3e2

Taffinaff
04.05.2017, 12:49
Grundsten ist zur Anschaffung vorgemerkt.


Sehr empfehlenswert. Ich kenne zwar nur den Wanderfuehrer "Abisko-Kebnekaise" (in der aktuellen schwedischen Version), aber den konnte ich ausfuehrlich mit den lokalen Verhältnissen vergleichen.

Zwei Punkte möchte ich anmerken: Nach meinem Eindruck sind seine Beurteilungen nix fuer Weicheier. Wenn er "schwierig" schreibt, dann heisst das: "schwierig fuer trainierte und erfahrene Wanderer", und wenn er "Vorsicht" schreibt, heisst das: "fuer gewöhnliche Sterbliche nur unter allerguenstigsten Voraussetzungen zu versuchen". Und seine Beschreibungen beziehen sich zum grossen Teil auf eigene Erfahrungen aus vierzig Jahren. Hinsichtlich der hochalpinen Regionen mit Gletschern, Schneefeldern usw. kann sich da wegen Klimaveränderung einiges geändert haben.

Taffi

mrburnes99
05.05.2017, 20:57
Der Skierffe läßt sich am schnellsten von Tjamotis aus erreichen. Mit dem Auto am Tjaktjajaure vor bei bis zur Sitosbrücke. Ab da zu Fuß weiter bis zum Laitaure und dort mit dem Boot abholen lassen. https://www.google.de/url?sa=i&rct=j&q=&esrc=s&source=images&cd=&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjO1tSI0MzTAhUBzxQKHRc-BWkQjRwIBw&url=http%3A%2F%2Fwww.alamy.com%2Fstock-photo-fjell-landscape-with-laitaure-lake-and-the-mountains-tjakelli-nammatj-58095030.html&psig=AFQjCNFlOwf1mqReeurYaCLE3pW_c4drKg&ust=1493656993353659
Diese Version hat den Vorteil daß man auf den Punkt genau das passende, d.h. gute Wetter abwarten kann. Zeltplatz in Arrenjarka.

Danke Gundhar hat,
Route ist vorgemerkt. Momentan arbeiten an einem möglichen Heli-Transfer. Der würde uns extrem flexibel machen. Zeitlich wird abwarten nicht drin sein. Da dreht mein Kumpel auch am Rad 


Sehr empfehlenswert. Ich kenne zwar nur den Wanderfuehrer "Abisko-Kebnekaise" (in der aktuellen schwedischen Version), aber den konnte ich ausfuehrlich mit den lokalen Verhältnissen vergleichen.

Zwei Punkte möchte ich anmerken: Nach meinem Eindruck sind seine Beurteilungen nix fuer Weicheier. Wenn er "schwierig" schreibt, dann heisst das: "schwierig fuer trainierte und erfahrene Wanderer", und wenn er "Vorsicht" schreibt, heisst das: "fuer gewöhnliche Sterbliche nur unter allerguenstigsten Voraussetzungen zu versuchen". Und seine Beschreibungen beziehen sich zum grossen Teil auf eigene Erfahrungen aus vierzig Jahren. Hinsichtlich der hochalpinen Regionen mit Gletschern, Schneefeldern usw. kann sich da wegen Klimaveränderung einiges geändert haben.

Taffi

Danke Taffi,
So lässt sich die Tragweite seiner Aussagen gut einordnen. Für Weicheier halten wir uns nicht. Leichtsinnig sind wir aber auch nicht und wissen solche Hinweise sehr zu schätzen.

@All:
Wäre eine Route an der Nordkante des Rapadalen ab Skierffe möglich? Wir könnten so den verwilderten Talpartien entgehen. Die Frage ist, lässt sich das auch so durchführen oder lassen die Hänge das nicht zu? Gibt es oben flachere Partien?

Habt ihr auch schon Gletscher aufgesucht und lohnt sich das? Das sieht stellenweise interessant aus. Aber Sat-Bilder können täuschen.

Bei Vietas gibt es von Süden her eine Landbrücke. Ist die passierbar oder müssen wir nach Vietas via Suorva über den Damm?

Grüße Thomas

DerNeueHeiko
06.05.2017, 12:04
Wäre eine Route an der Nordkante des Rapadalen ab Skierffe möglich?

Ja, bis ungefähr zum Alep Vássjájågåsj. Dort muss man wohl absteigen ins Rapadalen. Oben an der Kante hat man aber keinen Schutz vor schlechtem Wetter/Wind/Gewitter... wenn es danach aussieht, sollte man früher absteigen.

2014 haben wir dort ein paar Schweden getroffen, die meinten: "Nur Deutsche quälen sich durch das Tal" :D Allerdings nerven auf der Strecke die Helikopter ziemlich...

MfG, Heiko

Gundhar
06.05.2017, 19:00
...
@All:
Wäre eine Route an der Nordkante des Rapadalen ab Skierffe möglich? Wir könnten so den verwilderten Talpartien entgehen. Die Frage ist, lässt sich das auch so durchführen oder lassen die Hänge das nicht zu? Gibt es oben flachere Partien?

Habt ihr auch schon Gletscher aufgesucht und lohnt sich das? Das sieht stellenweise interessant aus. Aber Sat-Bilder können täuschen.

Bei Vietas gibt es von Süden her eine Landbrücke. Ist die passierbar oder müssen wir nach Vietas via Suorva über den Damm?

Grüße Thomas

Ob es oberhalb der Täler leichter zu laufen ist hängt stark vom dortigen Gelände ab. Es kann wunderbar einfach sein übers Hochfjäll zu laufen, es können aber dort riesige Blockfelder sein, die deutlich schwieriger sind als das Tal.
Gerade nördlich vom Rapadalen hatte ich mal eine solche Strecke - lange her - frag mich also nicht wo das genau war. Zelten war dort noch unmöglicher als das Laufen, also war ich ziemlich lange unterwegs bis ich eine halbwegs zum Zelten geeignete Stelle gefunden habe.

Das Rapadalen von Aktse, bzw. von dort wo der Bootstransport endet habe ich (mit ausnahme einiger Schlammlöcher) nicht als besonders anstrengend empfunden.

Gletscher würde ich ohne Kenntnisse und spezielle Ausrüstung unbedingt meiden!

mrburnes99
07.05.2017, 22:36
Ja, bis ungefähr zum Alep Vássjájågåsj. Dort muss man wohl absteigen ins Rapadalen. Oben an der Kante hat man aber keinen Schutz vor schlechtem Wetter/Wind/Gewitter... wenn es danach aussieht, sollte man früher absteigen.

2014 haben wir dort ein paar Schweden getroffen, die meinten: "Nur Deutsche quälen sich durch das Tal" :D Allerdings nerven auf der Strecke die Helikopter ziemlich...

MfG, Heiko

Danke Heiko!

Klar ist man der Witterung stärker ausgesetzt. Im Moment sehen wir das aber als Komfortgewinn gegenüber der Wegbarkeit im Tal und der zu erwartenden Maltretierung duch Moskitos und Knotts. Das kann sich ja durchaus noch ändern ;) Tatsächlich werden wir wohl oder übel am Alep Vássjájågåsj absteigen müssen. Das Gebiet ab diort sieht nicht unbedingt einladend aus. Irgendwann müssen wir eh runter, da wir in das Sarvesvagge abbiegen wollen.

Fliegen da echt so viele Helis? Btw habe ich die schon zum 2.Mal angeschrieben und immer noch keine Antwort :/


Ob es oberhalb der Täler leichter zu laufen ist hängt stark vom dortigen Gelände ab. Es kann wunderbar einfach sein übers Hochfjäll zu laufen, es können aber dort riesige Blockfelder sein, die deutlich schwieriger sind als das Tal.
Gerade nördlich vom Rapadalen hatte ich mal eine solche Strecke - lange her - frag mich also nicht wo das genau war. Zelten war dort noch unmöglicher als das Laufen, also war ich ziemlich lange unterwegs bis ich eine halbwegs zum Zelten geeignete Stelle gefunden habe.

Das Rapadalen von Aktse, bzw. von dort wo der Bootstransport endet habe ich (mit ausnahme einiger Schlammlöcher) nicht als besonders anstrengend empfunden.

Gletscher würde ich ohne Kenntnisse und spezielle Ausrüstung unbedingt meiden!

Danke Gundhar!

Wir werden uns wohl von der Beschaffenheit überraschen lassen müssen ;) Bist du das Rapadalen immer am Fluss gelaufen? Irgendwie haben wir echt Manschetten vor dem "Dschungel" und den Moskitos. Nach sowas suchen wir nicht wirklich.

Wir wollen nur an den Fuß eines oder mehrerer Gletscher. Betreten ist tabu mangels Ausrüstung der von dir erwähnten Erfahrung. So etwas gesehen zu haben, steht mit auf unserem Plan.

@All:
Kann jemand etwas zur Passage des Niedjdariehpvagge sagen?

Weiterhin steht die Frage, ob die Passage vom Rapadalen nach Vietas via Bierikjavrre am Ende möglich ist, wo Stora Lulevatten beginnt.

Grüße Thomas

Blahake
07.05.2017, 23:50
@All:
Wäre eine Route an der Nordkante des Rapadalen ab Skierffe möglich? ...

Da bin ich 2015 bei schönem Wetter lang, das ging teilweise über Blockfelder, war aber insgesamt sehr gut zu gehen. Den Tipp hatte ich übrigens auch von Heiko :D
Text und Bilder dazu:

https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/90540-SE-Kvikkjokk-%C2%84behindertengerecht%C2%93-und-ein-Angsthase-im-Sarek/page2

ab Beitrag #34

Helis waren zu der Zeit wenige unterwegs.

Gruß,
Anne

Meer Berge
09.05.2017, 17:15
Ich bin vom Skierffe auch oben entlang gelaufen. Ging wirklich gut. Klar, gegen das Queren von ein paar Ansammlungen von Steinchen und Bächlein sollte man nicht allergisch sein - sonst sollte man sich eine andere Gegend zum Wandern aussuchen.
Ich habe oben auch im Regen gezeltet, gestürmt hat es allerdings nicht.
Rentiere gab es viele, Mücken keine. An Helis kann ich mich auch nicht erinnern - dann kann´s so schlimm nicht gewesen sein.


Grüße,
Sylvia

Fjaellraev
09.05.2017, 21:28
Bei Vietas gibt es von Süden her eine Landbrücke. Ist die passierbar oder müssen wir nach Vietas via Suorva über den Damm?
Du meinst hier (https://kso.etjanster.lantmateriet.se/?e=642349&n=7488164&z=10&profile=default_fjallkartan_noauth)? Auch wenn der Stora Sjöfallet (Grosser Seefall) nur noch ein Schatten seiner selbst ist, da kommt man nicht durch, der einzige Übergang befindet sich bei Suorva.

Kann jemand etwas zur Passage des Niedjdariehpvagge sagen?
Grundsten kaufen und lesen. (Tour 10 ab Seite 188)

Weiterhin steht die Frage, ob die Passage vom Rapadalen nach Vietas via Bierikjavrre am Ende möglich ist, wo Stora Lulevatten beginnt.
Ähm, das ist einer der Standardzugänge (Grundsten Tour 16 ab Seite 228), sofern ich deine Umschreibung richtig zugeordnet habe.

Gruss
Henning

Meer Berge
11.05.2017, 01:09
Niejdariepvagge:
Was möchtest du denn dazu wissen?
Ein Bild von dort im oben schon verlinkten Reisebericht bei #5 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/88547-SE-Im-Sarek-NP-August-2015)
Ziemlich viele Steine, bei mir lag noch viel Schnee, was besonders bergab Richtung Sarvesvagge sehr praktisch war zum absurfen. Oben ziemlich schmal und windig bei mir. Aber schöner Blick!
Ich mochte den Übergang gerne und fand nichts Schwieriges dran. Kommt natürlich wie immer auf die Verhältnisse an.

Grüße,
Sylvia

mrburnes99
11.05.2017, 13:24
Da bin ich 2015 bei schönem Wetter lang, das ging teilweise über Blockfelder, war aber insgesamt sehr gut zu gehen. Den Tipp hatte ich übrigens auch von Heiko :D
Text und Bilder dazu:

https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/90540-SE-Kvikkjokk-%C2%84behindertengerecht%C2%93-und-ein-Angsthase-im-Sarek/page2

ab Beitrag #34

Helis waren zu der Zeit wenige unterwegs.

Gruß,
Anne

Danke Anne!
Deinen Bericht habe ich schon teilweise durchstöbert. Du bekommst noch ein Feedback von mir ;)


Ich bin vom Skierffe auch oben entlang gelaufen. Ging wirklich gut. Klar, gegen das Queren von ein paar Ansammlungen von Steinchen und Bächlein sollte man nicht allergisch sein - sonst sollte man sich eine andere Gegend zum Wandern aussuchen.
Ich habe oben auch im Regen gezeltet, gestürmt hat es allerdings nicht.
Rentiere gab es viele, Mücken keine. An Helis kann ich mich auch nicht erinnern - dann kann´s so schlimm nicht gewesen sein.


Grüße,
Sylvia

Danke Sylvia!
Vor den Steinen ist uns nicht bange. Es geht mir vor allem darum, durch eure Erfahrungen ein wenig besser vorbereitet zu sein, als auf blauen Dunst dort rein zu gehen.


Du meinst hier (https://kso.etjanster.lantmateriet.se/?e=642349&n=7488164&z=10&profile=default_fjallkartan_noauth)? Auch wenn der Stora Sjöfallet (Grosser Seefall) nur noch ein Schatten seiner selbst ist, da kommt man nicht durch, der einzige Übergang befindet sich bei Suorva.

Grundsten kaufen und lesen. (Tour 10 ab Seite 188)

Ähm, das ist einer der Standardzugänge (Grundsten Tour 16 ab Seite 228), sofern ich deine Umschreibung richtig zugeordnet habe.

Gruss
Henning

Danke Henning!
Genau diesen Punkt meinte ich. Damit kann ich jetzt die Richtung für den Ausstieg auch sicher planen.

Der Grundsten liegt seit heute in der Packstation. Den hole ich nachher gleich.


Niejdariepvagge:
Was möchtest du denn dazu wissen?
Ein Bild von dort im oben schon verlinkten Reisebericht bei #5 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/88547-SE-Im-Sarek-NP-August-2015)
Ziemlich viele Steine, bei mir lag noch viel Schnee, was besonders bergab Richtung Sarvesvagge sehr praktisch war zum absurfen. Oben ziemlich schmal und windig bei mir. Aber schöner Blick!
Ich mochte den Übergang gerne und fand nichts Schwieriges dran. Kommt natürlich wie immer auf die Verhältnisse an.

Grüße,
Sylvia

Hallo Sylvia,
kann man vom Niejdariepvagge aus einen Fuß der umliegenden Gletscher erreichen? Am ehesten sieht mir das auf der linken Seite machbar aus.

Unser Einstieg ist jetzt per Heli in Aktse abgesichert. Damit steht auch die Route fest, die wir nehmen werden. Dank Henning ist jetzt auch der Ausstieg klar.

Grüße Thomas

Taffinaff
15.05.2017, 17:24
@All:
Wäre eine Route an der Nordkante des Rapadalen ab Skierffe möglich? Wir könnten so den verwilderten Talpartien entgehen. Die Frage ist, lässt sich das auch so durchführen oder lassen die Hänge das nicht zu? Gibt es oben flachere Partien?


Hier (https://www.utsidan.se/cldoc/vandring-pa-rapadalens-norra-sida-nagra.htm) hat jemand gerade eine auesserst ausfuehrliche Beschreibung gegeben. Falls euch der schwedische Text nicht abschreckt...

Taffi

mrburnes99
16.06.2017, 14:40
Hier (https://www.utsidan.se/cldoc/vandring-pa-rapadalens-norra-sida-nagra.htm) hat jemand gerade eine auesserst ausfuehrliche Beschreibung gegeben. Falls euch der schwedische Text nicht abschreckt...

Taffi

Danke Taffinaff,
der Text ist echt interessant.

Hat schon mal jemand versucht, das Rapadalen bis zum Raubtierplatz nördlich zu umgehen? Ich habe mal eine theoretische Route im Planer versucht und das mit Google Earth abgestimmt. Ist die Route Schwachsinn oder machbar? Kann das jemand beurteilen?http://harzer-bergwald.de/images/Rapadalen-Umgehung-nrdlich-1.jpghttp://harzer-bergwald.de/images/Rapadalen-Umgehung-nrdlich-7.jpg

JustMe79
17.06.2017, 19:32
Danke Taffinaff,
der Text ist echt interessant.

Hat schon mal jemand versucht, das Rapadalen bis zum Raubtierplatz nördlich zu umgehen? Ich habe mal eine theoretische Route im Planer versucht und das mit Google Earth abgestimmt. Ist die Route Schwachsinn oder machbar? Kann das jemand beurteilen?http://harzer-bergwald.de/images/Rapadalen-Umgehung-nrdlich-1.jpghttp://harzer-bergwald.de/images/Rapadalen-Umgehung-nrdlich-7.jpg

Also ich tendiere stark in Richtung 'Schwachsinn'. Du tauschst ne entspannte (feuchtfröhliche) Talwanderung gegen viele hunderte Höhenmeter extra in steilem Blockgelände mit ungewisser Machbarkeit, Nebelrisiko usw. - wozu? Angst vor nassen Füssen bzw. Schuhen oder den lieben Mücken?

bourne
17.06.2017, 20:44
Du hast beim Raubtierplatz (beim Laddebakte) 2 Möglichkeiten, im Tal oder höher zu gehen, davor bist Du im Tal, das Gelände oberhalb sieht nicht sehr freundlich aus auf der Karte. Kann mich nicht erinnern, schon mal von einem Pfad dort gelesen zu haben.

Du könntest ev. ganz anders gehen, früher nach Norden abbiegen und zum Basstavágge.

Hast Du schon den Grundsten "Sarek" (Verlag Reise Know-How). Wenn was dort nicht drin ist, wär ich vorsichtig :grins:

Meer Berge
19.06.2017, 18:35
Irre ich mich oder hast du deinen Umgehungs-Weg durch das Snavvavagge geführt?
Dort bin ich hinauf gestiegen. Traumhafte Landschaft da oben! Sowohl hinunter auf den Raubtierplatz (Delta des Rapaädno) als auch in die Gletscher des Alkatj-Massives. Jo, geht ein bisschen steil rauf, ist aber ein gut ausgetretener Pfad. (Wenn man ihn einmal gefunden hat ;-) )
Oben gleich am ersten See zelten und auf eine Aussichtsklippe über dem Flussdelta laufen. Toller Blick!
Der Abstieg auf der Nordseite am Spukstein ist recht steil und z.T. etwas ausgesetzt. Bei kräftigem Regen oder dickem Nebel nicht ideal. Landschaftlich und auch vom Weg her aber sonst echt klasse!

Findest du auch im Grundsten.

Viel Spaß!
Sylvia

JustMe79
19.06.2017, 19:07
Irre ich mich oder hast du deinen Umgehungs-Weg durch das Snavvavagge geführt?
Dort bin ich hinauf gestiegen. Traumhafte Landschaft da oben! Sowohl hinunter auf den Raubtierplatz (Delta des Rapaädno) als auch in die Gletscher des Alkatj-Massives. Jo, geht ein bisschen steil rauf, ist aber ein gut ausgetretener Pfad. (Wenn man ihn einmal gefunden hat ;-) )
Oben gleich am ersten See zelten und auf eine Aussichtsklippe über dem Flussdelta laufen. Toller Blick!
Der Abstieg auf der Nordseite am Spukstein ist recht steil und z.T. etwas ausgesetzt. Bei kräftigem Regen oder dickem Nebel nicht ideal. Landschaftlich und auch vom Weg her aber sonst echt klasse!

Findest du auch im Grundsten.

Viel Spaß!
Sylvia

Du irrst dich, und zwar gewaltig. Er hat seinen Weg über den südlichen Teil des Skoarrki-Massivs geführt, was eine ziemliche Schnappsidee ist. :roll:

Meer Berge
19.06.2017, 22:54
Du irrst dich, und zwar gewaltig. Er hat seinen Weg über den südlichen Teil des Skoarrki-Massivs geführt, was eine ziemliche Schnappsidee ist. :roll:

Ah. Ok, ja richtig, ich hatte das "bis" überlesen, "bis zum Raubtierplatz", nicht "am Raubtierpaltz".
Danke.
Nee, dann ist das klar.
Da läuft sich das eigentlich recht gut unten durch den Wald. Sind eine Menge Elch-Ren-Bären-Trails, denen man folgen kann.
Bei mir war´s ein bisschen schwierig, weil der Rapaädno so hoch über die Ufer getreten war, dass ich an manchen Stellen nach oben ausweichen musste. Aber ich bin immer wieder runter gekommen, weil es oben sehr mühsam war, selbst über der Vegetationsgrenze.

mrburnes99
06.09.2017, 10:00
Hallo,
ich wollte mich nochmal herzlich für eure zahlreichen Tipps bedanken.

Kurzes Fazit:
Grundsten war nur bedingt eine Hilfe, da die Saison scheinbar ziemlich besonders ist/war.
Das Sarvesvagge konnten wir uns knicken, durch den Rapa wollten wir lieber nicht bei diesen Bedingungen.
Heliflug ab Vietas der Hammer! Sonne auf dem Skierffe, was will man mehr?
Das Rapadalen im Tal zu laufen ist was für Liebhaber, ich zähle mich nicht dazu :lol:
Ab Bielovalde Mückenterror. Moskitohüte dauerhaft bis Suorva getragen.
Querung des Njabbejahkka war eine harte Nummer und man lernt, dass man sogar im Sarek Ars....er treffen kann.
Einmaliges Erlebnis, das unbedingt nach Wiederholung schreit. Dann hoffentlich mit besseren Bedingungen.
Bericht kann ich nach Wunsch mal einstellen.

Grüße an alle
Thomas

vobo
06.09.2017, 22:16
Ich wünsche mir schon mal den Bericht.

Meer Berge
08.09.2017, 18:32
Ich äußere auch den Wunsch nach dem vollständigen Bericht!
Das klingt doch schon nach vielen Erlebnissen ;-)

mrburnes99
09.09.2017, 18:22
Ich gucke mal. Ein normaler Bericht wird das aber nicht 🤣 Ich liebe die Dramatik. Entsprechende Berichte zu jedem Tag habe ich schon für Facebookfreunde gepostet. Die könnte ich als Grundlage nehmen.