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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwimmwesten für Erwachsene und Kinder



Sunny85
07.01.2017, 18:23
Hi,

wir suchen fürs Packraften noch Schwimmwesten, für uns Erwachsene habe ich die Anfibio Buoy Boy im Blick.

Für die Kinder suche ich noch nach einer bequemen ohnmachtssichere Feststoff-Rettungsweste.

Jemand Tipps und Erfahrungen hierzu.

Wo habt ihr die im Rucksack, außen?

Liebe Grüße
Sandra

Martin206
07.01.2017, 20:58
Was soll damit abgehen?
Gemütlich Fahrt und nur mal bei ausversehen reinfallen etwas Hilfe beim Schwimmen?
Oder geht es um Action, Wildwasser, häufiges "Retten", Abseilen mit Weste, usw.?

Es gibt da nämlich - ganz bewußt - sehr untersch. Schwimmwesten...

Sunny85
07.01.2017, 21:26
Erstmal fürs gemütliche.

Martin206
07.01.2017, 22:32
Gut, diese Westen sind dann meist auch nicht so sperrig und leichter.
Einfach mal in den niedrigen Preiskategorien der versch. Hersteller schauen.
Je mehr daß an SchnickSchnack dran ist, desto schlechter lassen sich die Westen falten und desto schwerer sind sie.
Natürlich gibt es auch untersch. bei den Schäumen, aber das geht eher in Richtung "anschmiegsamer" als hin zu einem deutlichen Gewichtsunterschied.

Achtung: Schwimmwesten sollte man nicht "quetschen", auch nicht als Sitzkissen "mißbrauchen". Es ist und bleibt Sicherheitsequipment und das gilt es vor mögl. Schäden zu schützen. :oldman:

Alternativ - wenn es keine Preisfrage ist - selbstaufbasende Westen (sogenannte Automatik-Westen (https://www.ecosia.org/images?q=automatik+schwimmweste)) nehmen, die sind zumind. vom Packmaß unschlagbar klein und sollten auch vom Gewicht akzeptabel bis gut sein. Eigentlich für Dein vorhaben technisch betrachtet nahezu unschlagbar.

Wegen Transport kann ich nichts weiter sagen, da ich beim "Wandern" im Boot sitze und dann meine Schwimmweste stets trage. ;-)

Ergänzung:
Die von Jobe "könnten" weniger starr sein ...genaues kann man nur sagen wenn man die direkt vergleicht ...evtl. bei Globetrotter oder auf einer Freizeit/Wassersport-Messe wie der FREE Ende Feb. in München.
[/URL]
Jobe Combat men (http://www.ebay.de/itm/Jobe-Progress-Stretch-Vest-Women-Damen-Neopren-Weste-grey-pink-/391452868958?var=&hash=item5b2468c15e:m:m1r-vldHCsmv02PAh2M4aYg)
Jobe Secure side entry (http://www.ebay.de/itm/Jobe-Secure-Side-Entry-Vest-Jetskiweste-Bootsweste-Jetski-Rettung-Schwimm-Weste-/132036196899?var=&hash=item1ebdf87a23:m:mNvY1E9iUI-6kz54GiDEA5g)
Oder für den Anfang eine oder [URL="http://www.ebay.de/itm/JOBE-Universal-Schwimmweste-Blau-/121268596455"]auch die hier. (https://www.wassersportland.de/produkte/westen/unisex-westen/jobe-promo-vest-universal-schwimmweste-rot/a-240406002/)

markrü
08.01.2017, 01:49
Wo habt ihr die im Rucksack, außen?

Packraften ist ja ein eher minimalistischer Ansatz zur eher kurzzeitigen Fortbewegung auf dem Wasser... Zwei Erwachsene, ein Paar Kinder und dann mit 1-3 Packrafts, Paddeln Schwimmwesten usw. loswandern, geht vielleicht in eine andere Richtung?
Für (kleinere) Kinder sollten Schwimmwesten ohnmachsttsicher sein(!).

Oder ich verstehe da etwas falsch(?).

Gruß,
Markus

Ziz
08.01.2017, 09:17
Für (kleinere) Kinder sollten Schwimmwesten ohnmachsttsicher sein(!).

Ich denke, dass kommt auch darauf an, ob und wie gut es Kind schwimmen kann. Und natürlich das Alter. Wir hatten am Anfang günstige Schwimmwesten von Secumar (Erwachsenenmodell) mit Schrittgurt. Erfüllt gut ihren Zweck und das Kindermodell haben wir oft bei anderen gesehen. Ist halt nicht ohnmachtssicher.

Mus
08.01.2017, 10:13
Bei kleinen Kindern ist ein kräftiger Griff am Rücken der Weste ganz sinnvoll.
Die selbstaufblasenden wären zumindest bei unseren Kindern keine Option gewesen, zu viel (auch absichtlichen) Wasserkontakt.

Martin206
08.01.2017, 13:27
Für Kinder die nicht SICHER schwimmen - auch mit leichtem Schreck kombiniert - auf jeden Fall ohnmachtssichere RETTUGNSwesten. Gerne mit nem stabilen Gurt, wo man die mal greifen kann, wichtiger ist aber, daß die richtig sitzen, einstellbar sind so daß die nicht zuviel rutschen (trotz Schrittgurt).
Denkt mal an eine Situation, wo alle reinfallen und Ihr erst mal selbst schaun müsst wo Ihr bleibt, dann noch auf die Kinder achten und diese aktiv retten "müssen" und das Boot nicht verlieren (unwichtig(er), aber mach hat's halt im Kopf).
Da ist es Gold wert, wenn die Kinder "maximal sicher" sind...

Automatikwesten dachte ich nur für die Erwachsenen. Für Kinder geht das schon auch, dann aber mit Handauslösung und Übung(!).
(Voll-)Automatikwesten können z.B. sehr sinnvoll sein wenn jemand ein Handicap hat (z.B. Epilepsie, ...).

Ziz
08.01.2017, 14:14
Automatikwesten dachte ich nur für die Erwachsenen. Für Kinder geht das schon auch, dann aber mit Handauslösung und Übung(!).
(Voll-)Automatikwesten können z.B. sehr sinnvoll sein wenn jemand ein Handicap hat (z.B. Epilepsie, ...).

Bei den Erwachsenen liebäugelt die Threadstarterin ja mit den aufblasbaren vom Packraftingstore. Solange sie nicht vorhaben die Weste erst im Kenterfall aufzublasen, denke ich, sie fahren damit ganz gut. ;-)

markrü
08.01.2017, 20:49
Da ist es Gold wert, wenn die Kinder "maximal sicher" sind...

Automatikwesten dachte ich nur für die Erwachsenen. Für Kinder geht das schon auch, dann aber mit Handauslösung und Übung(!).

Den ersten Satz würde ich bedenkenlos unterschreiben. Der zweite (über Kinder) widerspricht diesem aber in meinen Augen...

Gruß,
Markus

Sunny85
08.01.2017, 22:38
Hi. Für unsere kids soll es definitiv eine ohnmachtssichere sein.

Für uns packbar. Daher meine Idee der Antifibio...

qwertzui
08.01.2017, 23:02
Für die Kinder gibt es ohnmachtsichere Feststoffwesten bei Compass. Die gibt es in 5 Größen für Kinder und die Westen sind so günstig, dass man immer die passende Größe verwenden kann.

Buno
08.01.2017, 23:20
wir haben diese hier:
https://www.decathlon.de/rettungsweste-lj-100n-kinder-id_8303518.html

wichtig ist das training davor. Mein Sohn hatte Panik das er ertrinkt. Wahrscheinlich normaler reflex. Das ruhig liegen auf dem Rücken muss trainiert werden!

Gruß Buno

Martin206
08.01.2017, 23:46
Den ersten Satz würde ich bedenkenlos unterschreiben. Der zweite (über Kinder) widerspricht diesem aber in meinen Augen...

Gruß,
Markus

Es muß eine Weste von der Größe auch passen ...soll man für die Kinder da spät. alle 2 Jahre eine neue Automatikweste kaufen? (Gut, wenn die im Jahr 40-50x damit unterwegs sind...)
Und ist eine Automatikweste sicherer als eine ohnmachtssichere Rettungsweste? Ok ...evtl. das Modell mit dem "Überkopf-Schutz" (oder wie der Schutz der auch gegen Gischt helfen soll sonst heißt) ... wenn es das für Kinder gibt.

markrü
09.01.2017, 10:21
Ich glaube, wir haben uns da etwas verwirrt. ;-)

Für Kinder, die noch nicht sicher schwimmen können, halte ich eine ohnmachtssichere Feststoffweste für das beste. Das Trainieren, wie es sich mit Weste im Wasser anfühlt, ist ein weiterer Sicherheitspluspunkt. Dadurch kann im Ernstfall die Handlungsfähigkeit besser werden.
Unser Kind wollte das allerdings nie gerne trainieren. Jetzt lernt es gerade schwimmen... :grins:


Gruß,
Markus

Mus
09.01.2017, 10:29
wir haben diese hier:
https://www.decathlon.de/rettungsweste-lj-100n-kinder-id_8303518.html

wichtig ist das training davor. Mein Sohn hatte Panik das er ertrinkt. Wahrscheinlich normaler reflex. Das ruhig liegen auf dem Rücken muss trainiert werden!

Gruß Buno
Was für einen Vorteil hat es, dass die Auftriebskörper nur vorne sind? Ist es bei einem Kind, das prinzipiell Schwimmen kann nicht besser, wenn sie gleichmäßig verteilt sind?



Es muß eine Weste von der Größe auch passen ...soll man für die Kinder da spät. alle 2 Jahre eine neue Automatikweste kaufen? (Gut, wenn die im Jahr 40-50x damit unterwegs sind...)
Beim Segeln oder Yachteln mag die Automatikweste auch für Kinder einen Sinn machen. Bei Kindern im besten Welpenalter kann ich fürs Kanu aus eigener Erfahrung nur abraten. Zumindest wenn es warm ist, haben sie einen großen Spaß am Wasserkonkakt, blöd wenn dann immer wieder das Ding losgehen oder man sie ständig daran hindern muss.
Außerdem üben wir regelmäßig(an passender Stelle) "Kind über Bord", ich will das nicht im Ernstfall das erste mal machen müssen. Bei einer Automatik würde das ganz schön teuer werden.
Auch die Badepausen sind an manchen Stellen deutlich entspannter, wenn zumindest die unsicheren Schwimmer dazu die Weste anlassen.

Ziz
09.01.2017, 11:26
Was für einen Vorteil hat es, dass die Auftriebskörper nur vorne sind? Ist es bei einem Kind, das prinzipiell Schwimmen kann nicht besser, wenn sie gleichmäßig verteilt sind.
Wenn das Kind gut schwimmen kann, ist eine Schwimmweste vielleicht besser. Diese Rettungswesten sind ja dafür gedacht auf den Rücken gedreht zu werden, damit man atmen kann.

markrü
09.01.2017, 11:43
Diese Rettungswesten sind ja dafür gedacht auf den Rücken gedreht zu werden, damit man atmen kann.
Das trifft übrigens auch auf diese selbstaufblasenden Westen zu. Mit so einem Schwimmkörper vor dem Bauch dürften Schwimmen und andere aktive Rettungstätigkeiten etwas behindert werden... :-? Diese Westen sind für einen anderen Anwendungszweck gedacht (Meer und ggf. tagelanges Treibenlassen). Das ist auf kleinen Seen und Flüssen u.U. suboptimal.

Gruß,
Markus

qwertzui
09.01.2017, 12:23
Die Kinder Rettungswesten von Compass kosten nicht mehr als die von Decathlon, sind aber ohnmachtsicher und haben vorne und hinten Auftriebskörper. Damit kamen unsere Kinder auch beim ersten Kind über Bord Training schon gut zu recht. Eine Schwimmweste mit der man vorher üben muss,um damit zurechtzukommen hört sich für mich ein wenig gefährlich an, obwohl ich das Üben mit Rettungswesten natürlich auch befürworte.

Mus
09.01.2017, 12:27
Wenn das Kind gut schwimmen kann, ist eine Schwimmweste vielleicht besser. Diese Rettungswesten sind ja dafür gedacht auf den Rücken gedreht zu werden, damit man atmen kann.
Wirklich nur bei "gut schwimmen" und "vielleicht".

Das trifft übrigens auch auf diese selbstaufblasenden Westen zu. Mit so einem Schwimmkörper vor dem Bauch dürften Schwimmen und andere aktive Rettungstätigkeiten etwas behindert werden... :-? Diese Westen sind für einen anderen Anwendungszweck gedacht (Meer und ggf. tagelanges Treibenlassen). Das ist auf kleinen Seen und Flüssen u.U. suboptimal.

Nach dem was Markrü schreibt - und ich kann das aus meiner, zugegebenerweise bescheidenen, Erfahrung bestätigen - müsste man vielmehr abwägen, wo es sinnvoller ist, den Auftriebskörper nur an der Brust und wo, ihn auch am Rücken zu haben. Einen Kragen haben ja alle Kinderwesten, soweit ich das überblicke.
Denn es reicht ja im Zweifelsfall, dass das Kind in der Lage ist, sich selbst in Rückenlage zu bringen und zu stabilisieren. Dazu ist nur eine gewisse Körperkoordination und die Souveränität das im Ernstfall auch zu tun. Das kann aber lange vor dem guten Schwimmen vorhanden sein.
Um mal so meine Erfahrung zu schildern:
Unsere beiden hatten ihren ersten "Platsch" deutlich bevor sie schwimmen konnten, der Große mit grade mal 20 Monaten und für uns alle sehr überraschend, die Kleine habe ich nach Vorwarnung selbst ins Wasser befördert (zum Üben). Beide haben instinktiv den Kopf hochgehalten und mit Händen und Füßen gestrampelt (so ne Art Hundepaddeln). In Kombi mit der passenden Weste hat das auch gut gereicht, um Nase und Mund deutlich über dem Wasser zu haben. Auf den Rücken drehen geht mittlerweile auch, hat aber am Anfang viel Überwindung gekostet in dieser Position länger zu bleiben. Sie löst eher Panik aus, weil man eben (fast) nix mehr sieht und (fast) nix mehr machen kann.

Ist es nicht vielleicht mehr ein Abwägen, ob wohl eine totale Passivität oder komplett falsches Verhalten zu erwarten ist oder zumindest etwas Aktivität und Versuche zur Selbstrettung.

Mus
09.01.2017, 12:43
Die Kinder Rettungswesten von Compass kosten nicht mehr als die von Decathlon, sind aber ohnmachtsicher und haben vorne und hinten Auftriebskörper.
Jetzt bin ich restlich verwirrt mit den Begriffen.
Wann gelten denn die Dinger mit Kragen als ohnmachtssicher?
Bedeutet das, dass sie die Person bei Passivität automatisch auf den Rücken drehen (wie schon geschrieben, meine versuchen immer aus dem Bauch bzw. steil im Wasser zu bleiben)?
Oder muss da an der Geometrie noch mal was besonders sein und wenn ja was?

derMac
09.01.2017, 14:10
Jetzt bin ich restlich verwirrt mit den Begriffen.
Wann gelten denn die Dinger mit Kragen als ohnmachtssicher?
Bedeutet das, dass sie die Person bei Passivität automatisch auf den Rücken drehen (wie schon geschrieben, meine versuchen immer aus dem Bauch bzw. steil im Wasser zu bleiben)?
Oder muss da an der Geometrie noch mal was besonders sein und wenn ja was?
Eine Weste mit Kragen (Rettungsweste, das sind (klein)Kinderwesten IMO immer) muss den Schwimmer immer in eine (leichte) Rückenlage bringen. In Bauchlage ist der Kragen ja eher störend als hilfreich. Das mit der Ohnmachtssicherheit ist so eine Sache, das hängt neben der Lage und der Höhe von Mund und Nase über dem Wasser auch von so Sachen wie Wellengang und Gischt ab. Ein allgemeines Prüfverfahren für garantierte Ohnmachssicherheit gibt IMO nicht (kann mir auch nicht vorstellen wie das gehen soll). Prinzipiell gilt wohl, je höher der Auftrieb desto ohnmachtssicherer (zuverlässigere Drehung, Kopf weiter über Wasser).

Mac

Ziz
09.01.2017, 14:22
Ein allgemeines Prüfverfahren für garantierte Ohnmachssicherheit gibt IMO nicht (kann mir auch nicht vorstellen wie das gehen soll).
Es gibt doch so Forschungswellenbäder, dort könnte man eine mit Sensoren bestückte DIN-genormte Puppe mit Weste ausstatten, ein paar "typische" Wellenbewegungen abspielen und den Wassereindrang oder die Feuchtigkeit im Mund- und Nasenbereich messen. Also ich denke, es GINGE schon. Aber am Ende macht es die EU im Alleingang und US- und bald UK-Westen dürfen nicht mehr importiert werden, wenn die nicht testen lassen. :roll:

KaiV
11.04.2017, 15:43
Wann gelten denn die Dinger mit Kragen als ohnmachtssicher?

Zu den Dingern ist hier alles beschrieben:
https://www.canoeguide.net/ausruestung/schwimmweste-rettungsweste-schwimmhilfe

Ich würde für Nichtschwimmer und für Kinder U 10 Jahren immer eine Feststoffrettungsweste nehmen! Aufblasbare Teile haben in meinen Augen mehr Nachteile wie Vorteile für Kinder... Auf anderen Booten kann das ganze ganz anders aussehen, weil Z. B. der Abstand zum Wasser anders ist, es nicht spritzt, man sich nicht mal aus Spass nass spritzt etc. ;)

Können die Kinder gut schwimmen, dann Schwimmweste weil mehr Bewegungsfreiheit... Jede Rettungsweste sollte das angegebene Gewicht im Wasser tragen. Achtung auf Kleidung etc. achten ;)

Mit jeder guten Schwimm- und Rettungsweste kann man eine Person aus dem Wasser ziehen...

janhimp
11.04.2017, 16:01
Moin Mac, was glaubst Du, wie die Normierung, Zertifizierung und Weiterentwicklung von Rettungswesten zustande kommt? Einfach so? Aus dem Bauch heraus? Nein, einerseits durch genauestens protokollierte Versuche mit verschiedenen Dummies im Wellenbad und andererseits durch Unfalluntersuchungen. Letztgenannte haben die neuerdings für Hochsee-BG-Einsatz zum Standard gewordenen Sprayhoods zur Folge gehabt.
Gruß,
Janhimp

Martin206
12.04.2017, 01:36
Eine sogenannte "Rettungsweste" ist nicht wirklich "ohnmachtssicher" nur durch den Kragen.
Klar, diese Westen drehen einen Ohnmächtigen in der Regel auf den Rücken, so daß das Gesicht nicht im Wasser liegt.

Aber um atmen zu können sollte/müsste eben auch der Kopf nach hinten sein, damit die Zunge den Hals frei macht (wie man's bei der stabilen Seitenlage lernt). Ist das nicht der Fall, oder hat sich das Opfer gar übergeben, dann hilft der Kragen eben nicht um eine Atmung zuverlässig zu ermöglichen, zuverlässig vor dem Ersticken zu schützen.

Besser bei Ohnmacht als Schwimmweste, aber eben nicht wirklich das was mancher wohl erwarten würde.

Es gibt Westen die das auch "können" ...aber das ist eben nicht das was man üblicherweise als "ohnmachtssichere Rettungsweste" bezeichnet und die kann man auch nicht für nen Hunderter einfach überall kaufen.

(Diese Info hab ich recht frisch von einem der's sicher weiß, der beruflich sowohl mit Rettung/ErsteHilfe als auch mit Wassersport zu tun hat.)

janhimp
12.04.2017, 22:54
Moin!
Zur Klarstellung:
Jede Rettungsweste soll sicherstellen, dass der zu Rettende bis zum Zeitpunkt der Rettung durch andere möglichst nicht durch Einatmen/Verschlucken von Wasser zu Tode kommt. Bei ordnungsgemäßer Anwendung -die muss gelernt werden!- funktioniert das auch. Ergänzenden Kälteschutz bietet die aufblasbare Rettungsweste nicht. Deshalb wird in der seemännischen Berufsausbildung gelehrt: Nach dem Überbordgehen mit angelegter Weste so wenig wie möglich bewegen! Mehr dazu unter dem Stichwort: Pathophysiologie des Ertrinkungsunfalls mit Unterkühlung. Rettungswesten werden nach Auftrieb und Einsatzgebiet klassifiziert; die Kataloge der Ausrüster geben einen guten Überblick. Feststoffrettungswesten bieten zwar ergänzenden Kälteschutz, sind aber für Beschäftigte in der Berufsschifffahrt nicht mehr zulässig. Für Kinder halte ich sie nach wie vor für die bessere Wahl, denn beim Aufblasen der Aufblaswesten gibt es einen zusätzlichen Kälteschub vom Co2. Geübt werden muss der Umgang mit der Feststoffweste dennoch.

Jede Schwimmweste setzt Handlungsfähigkeit des Gekenterten voraus; sie erleichtert das Schwimmen mit Kleidung und bietet ergänzenden Kälteschutz. Die Handlungsfähigkeit des Gekenterten wird durch die Wirksamkeit des angelegten Kälteschutzes gegenüber der Wasser- und Lufttemperatur begrenzt - dress for water, not for air! Die Selbstrettung mit Schwimmweste muss trainiert werden.
Mit freundlichem Ahoi,
Janhimp