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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bitte um Schuhempfehlung



PeterPAn
21.09.2002, 22:59
Hallo,
ich habe mein vorheriges Thread geschlossen, da ich der Meinung war, dass mein eigentliches Anliegen – die Suche nach Schuhempfehlung – nicht Richtig zur Geltung kam.
Also noch einmal.
Ich bin auf der Suche nach Wanderschuhen die ich für Wanderungen
im flachen Terrain sowie in Bergen bis ca. 3000m benutzen kann.
Es wird sich wahrscheinlich meistens um 2-4 Wochen/Jahr mit mehreren 1-3 Tage Touren (auch hintereinander) mit Daypacks meist in der wärmeren Jahreshälfte in Europa handeln.
Ich habe schon mehrer Schuhe anprobiert wobei mir größtenteils die Schuhe der Fa. Meindl zugesagt haben (ich habe breite Füße).

Die Schuhe die mir passten waren:

-Meindl Ortler,
-Meindl Air Revolution 3.0
-Hanwag Alaska (gibt es die auch in einer anderer Farbe als „Altsofabraun“ ?)
-Meindl Zugspitz

Leider konnte ich die Air Revolution 5.0 oder Air Revolution 7.0 PRO nicht anprobieren da kein Landen in der Nähe (Bielefeld) die Schuhe am Lager hatte.
Den Meindl Himalaya oder Makalu wollte ich ebenfalls noch anprobieren.

Ferner habe ich Meindl Perfekt anprobiert dabei kam ich mir doch ziemlich lächerlich vor.
Ist wohl ein wenig oversized für mein Einsatzbereich, oder?
Da ich wenig Erfahrung mit derartigen Equipment habe.
bin ich für alle Ratschläge dankbar!

Außerdem habe ich noch Fragen zu den Schuhkategorien.
Die oben genannten Schuhe befinden sich in den Kategorien B/C bzw C.
Beide Kategorien sind für mich ungewöhnlich Steif, d.h. das gehen erweist sich als recht mühsam (in vergleich zu Straßenschuhen) Wird sich dieses Gefühl ändern? Habe ich überhaupt die richtigen Kategorien gewählt?


Danke im Voraus für Eure Antworten!

Gruß

Peter

Jens
21.09.2002, 23:58
Hi.

Ich gehöre zu den Leuten die Stiefel so oder so nicht mögen. Ich habe es gern, wenn ich meine Füsse so bewegen kann, wie das von Natur aus vorgesehen ist. Mit Wanderschuhen habe ich immer das Gefühl, ich wäre in Schuhkartons unterwegs - oder in Schraubzwingen. Ausserdem finde ich das Gewicht von Stiefeln einfach zu hoch.
Stiefel, die die Bewegung des Knöchels einschränken, machen nach meiner Erfahrung immer dann Sinn, wenn das Risiko besteht, umzuknicken. Das war bei mir bisher: Schotter- und Geröllflächen, Strände, vor allem aus groben Kieseln, in Gegenden, in denen sich 50 cm Totholz übereinander türmten, bedeckt von einer fetten Schicht Moos und Flechten. Und natürlich wenn man dann noch viel Gepäck schleppt...
Stiefel sind auch von Vorteil, wenn irgend etwas über das Schaftende des Schuhes eindringen könnte: Tannennadeln, Sand, Schnee, Kiesel oder Wasser.
Wenn ich mir ansehe, dass die Mehrzahl der Skandinavier auf normalen Wanderungen gute Gummistiefel anziehen oder bei warmen Wetter Turnschuhe, wenn ich mir überlege, dass mir kein Bergvolk bekannt ist, dass in Stiefeln unterwegs ist, und wenn ich mich dann auch noch daran zurück erinnere, dass ich nach 15 Monaten in Kampfstiefeln zum Orthopäden musste, weil meine Knöchel "ausgeleiert" waren, dann muss ich sagen, dass ich am Sinn von Stiefeln bei normalen Wanderungen zweifele...
Ganze Seniorengruppen sind mit Daypacks und Mephistoschuhen dabei, die Lüneburger Heide oder den Harz zu terrorisieren. In den Alpen habe ich auch bei schlechtem Wetter Dreitausender in Halbschuhen bestiegen... Na gut, ist gelogen -> erwandert. Man konnte so rauflatschen...
Klaro, wer sich durch Geröll und Schutthalden kämpft, wer über Gletscher muss und dabei auch noch viel Gepäck schleppt, ist mit Bergstiefeln bestens beraten, dafür sind Bergschuhe ja auch eines lieben Tages dem menschlichen Genius entsprungen...
Hier also mein Rat: Bevor du dir irgend etwas kaufst, das du eigentlich gar nicht brauchst, check doch erst mal aus, WAS du brauchst. Mit einem Daypack auf dem Rücken würde ICH erst über Stiefel nachdenken, wenn ich anfange, alle Viere zu benutzen, speziell in Mitteleuropa...

Jens

gi
22.09.2002, 09:41
flachen Terrain sowie in Bergen bis ca. 3000m benutzen kann.

Also, ich bin eigentlich mit den Bergen aufgewachsen (wohne in den Voralpen) und kann dir sagen, soetwas geht nicht! Zumindest nicht gut. Für 3000er brauchst du anständige Schuhe, mit einer sehr festen Sohle (schwer) wenn du flach gehst, oder kleinere Berge genügen dir sogenn. Trekkingschuhe! Sonst kann ich dir keinen Schuh empfehlen, weil jeder Fuß anders ist. Anprobieren! Meindl ist bestimmt keine schlechte Marke. Wenns dich interessiert, meine Marke heißt Lowa.

flying-man
22.09.2002, 11:49
Also nix für ungut aber das halte ich doch für eher gewagt....:

Stiefel, die die Bewegung des Knöchels einschränken, machen nach meiner Erfahrung immer dann Sinn, wenn das Risiko besteht, umzuknicken. Das war bei mir bisher: Schotter- und Geröllflächen, Strände, vor allem aus groben Kieseln, in Gegenden, in denen sich 50 cm Totholz übereinander türmten, bedeckt von einer fetten Schicht Moos und Flechten.

- wer garantiert denn auch auf "einfachen" wegen gutes wetter während der tour????? selbst eine ausgetretene treppe kann bei regen zur bösen stolperfalle werden.... in anderen foren wird hier über sinn von survivalkits diskutiert weil man ja vorbereitet sein will aber schlechtes wetter, vielleicht den abstieg der nicht geplant war.... den hast du nicht in der rechnung???? also ich habe lieber auch ne reserve auch an meinen füßen.....

Und natürlich wenn man dann noch viel Gepäck schleppt...
Stiefel sind auch von Vorteil, wenn irgend etwas über das Schaftende des Schuhes eindringen könnte: Tannennadeln, Sand, Schnee, Kiesel oder Wasser.

- also eigentlich immer!

Wenn ich mir ansehe, dass die Mehrzahl der Skandinavier auf normalen Wanderungen gute Gummistiefel anziehen oder bei warmen Wetter Turnschuhe, wenn ich mir überlege, dass mir kein Bergvolk bekannt ist, dass in Stiefeln unterwegs ist, und wenn ich mich dann auch noch daran zurück erinnere, dass ich nach 15 Monaten in Kampfstiefeln zum Orthopäden musste, weil meine Knöchel "ausgeleiert" waren, dann muss ich sagen, dass ich am Sinn von Stiefeln bei normalen Wanderungen zweifele...

tja die bundeswehr stiefel.... die sind echt zum :kotz: aber nicht zu vergleichen mit ein paar guten bergstiefeln... villeicht noch mit einlagen.

Ganze Seniorengruppen sind mit Daypacks und Mephistoschuhen dabei, die Lüneburger Heide oder den Harz zu terrorisieren. In den Alpen habe ich auch bei schlechtem Wetter Dreitausender in Halbschuhen bestiegen... Na gut, ist gelogen -> erwandert. Man konnte so rauflatschen...

super echt toll gemacht!!! und bei einem wettersturtz kann dich dann die bergwacht unter beträchtlichem risiko rauziehen..... solche fälle hört man immer wieder! klar bei sonnenschein und trockenem weg kommt man fast überall mit sandalen hin aber..... dafür hab ich kein verständnis wer sich oberhalb von 1800 bewegt ohne bergstiefel der sollte sofort in den nächsten zug nach holland gesetzt werden!

mein rat daher: immer stiefel wenns in die berge geht. der heutige mensch ist halt nur noch planen asphalt gewöhnt. lieber ein bischen fester als zu weich. auch damit man ne reserve hat wenn man mal höher hinaus will (z.b. ne leichte gletschertour mit leichtsteigeisen). immer den stiefel für den max. einsatz! d.h. für 3000 m eine C-sohle!!!

stiefel dafür sint etwa:

air revoltion 7.0
meindel nepal pro
meidel makalu
lowa zugspitz
meindel jorasse
hanwag rocky gore
hanwag super fricton
meidel guffert
hanwag bergell

flying-man

Jens[/quote]

Silke
22.09.2002, 18:03
Hi,

also ich renne immer in meinen Meindl Wales rum, Kategorie B. Die finde ich super angenehm, sowohl vom Laufgefühl als auch vom Fussklima her.
Sind eben noch einigermassen weich, bieten trotzdem in einfacherem Gelände super Halt. Normalerweise trage ich sie auf Waldwegen sehr locker geschnürt, wenns dann mal holprig wird, werden die Schnürsenkel eben etwas fester gespannt.
Da sie komplett Leder sind gefallen sie mir auch besser als die für meinen Geschmack zu bunten Air Revolution.
Aussen Leder, innen Leder und dazwischen GoreTex.

Vielleicht schau sie dir doch auch mal an.

Viele Grüße,
Silke

gi
22.09.2002, 19:00
Jo, wie gesagt: Glaube nicht, dass man wie bei Zelten oä empfehlungen geben kann, es hilft einem kein GoreTex 200,- € Schuh, wenn sie dir nicht passen! ;)

Kater
22.09.2002, 20:15
Ich habe die Hanwag Alaska Gtx und bin sehr zufrieden damit! :)

Shirkan
22.09.2002, 21:10
Woran erkennt man die Kategorie bei besagten Schuhen ???
An den bunten Symbolen auf der Sohle ???

Meine Meindl (?) Trondheim (?) haben glaube so blaues Ding drunter !
Ab wann sind sie dann für Steigeisen zu gebrauchen !

btw: hab noch nie (glaub ich zumindest) Steigeisen gesehn ! :D :o

flying-man
22.09.2002, 23:20
@shirkan

an den schuhen kann man das eignetlich nicht erkennen. meist ist jedoch so ein fähnchen am schuh.

steigeisenfest sind die teile ab sohle c (für riehem) oder ab d für kipphebel. problem bei den "nicht steigeisenfesten" teilen ist die stabilität der kappe und die mangelde steifigkeit der sohle.

ob ein schuh für seteigeisen tauglich ist merkt man aber auch wenn ,man reinsteigt. die sind meist so steif wie ein skischuh.... :-?

flying-man

Becks
23.09.2002, 10:05
Mooogäään :)

Zu "steigeisenfest":
Steigeisenfeste Schuhe haben eine steife Sohle, meist Carbonfaser und/oder Glasfibergewebe. Man kann sie zudem oft an den "Nasen" vorne und hinten erkennen an denen die Kipphebelbindungen angesetzt werden (wie bei Skistiefeln auch). Allerdings sind sie bei weitem nicht so steif wie Skistiefel, wer also glaubt damit im Winter auf die Piste gehn zu können landet sehr schnell im aus. Habs ausprobiert und weiß wovon ich rede *g*
Typischerweise läuft man in den steigeisenfesten Schuhen nicht ganz so rund wie ind en leichteren Genossen da die Sohle nicht federt oder abrollt, allerdings kann man auch damit problemlos auf normalen Wegen gehen (man kommt nicht an wie ein Roboter, außer man schnürt sie falsch). Die Beweglichkeit in den Gelenken ist auch gegeben da solche Schuhe auch zum Eisklettern angezogen werden und man da auch mal die Haxen verbiegen muß.

"Bedingt steigeisenfest" bedeutet: Man kann Steigeisen mit Riemenbindung anbringen (reicht für die meisten Gletschertouren lockerst aus), die in der Mitte ein Gelenk besitzen. Starre Steigeisen verkraften das nicht ganz so gut da der Schuh dann das Gewicht sehr ungünstig auf die Eisen überträgt und diese das nicht aushalten.

Zu den Kategorien (A, B usw.)
Die hat Meindl meines Erachtens eingeführt, ihre Schuhe tragen jedenfalls alle diese blauen Schildchen mit dem Kennbuchstaben.
Grob kann man sagen: A sind meist Halbschuhe oder Stofftrekkingschuhe. Leicht gebaut, auf maximale Belüftung ausgelegt, nicht wasserdicht. Also Zeugs für den kurzen Wandertripp im Flachland. B sind leichte Trekkingstiefel mit einer relativ fein gegliederten Sohle - so das typische für Trekking im Flachland. Kat. C sind die typischen Bergstiefel. Kennzeichnend sind eine grobe Sohle, wenig Nähte und ein stabiler Schutz für die Knöchel. Verwindungssteifer als Kat. B, weniger belüftet (als die leichteren). Kat D letztendlich sind vor allem dann interessant wenn man sich jenseits der 3000er-Grenze bewegt und viel in Schnee und Eis unterwegs ist. Sind noch etwas steifer (klaro, vor allem die Sohle) als Kat. C und oftmals noch stärker gefüttert (wärmer).
In der Hinsicht würde ich mir einfach mal bei Meindl.de die Übersichtsseite aufrufen auf der die Kategorien abgebildet sind und die Modelle dazu betrachten. Wichtige Merkmale sind:
verwendetes Material (Stoff, Leder), Anzahl der Nähte, angebrachte Schutzkappen und -leisten, Schuhform und das Profil der Sohle. Daran kann man schon viel ablesen.


Zu "Knöchelfrei" eine kleine Story:
wandertag meiner ag letzten dienstag. unsere exsekretärin in halbschuhen ist mit dabei. läuft sehr unsicher und ist konditionell nicht gut drauf. es kommt eine 3 m lange passage mit schlamm. da die schuhe zu flach sind (oben läuft dreck rein) versucht sie über die steine zu balancieren. rutscht ab, landet im dreck, es knackst - wadenbeinbruch.
ich bin direkt hinter ihr gelaufen, meine meinung: mit trekkingstiefel wär das nicht passiert. sie hätte in den dreck treten können und hätte halt gehabt. Oder die stiefel hätten auf den steinen gehalten. Dazu braucht es nicht mal Berge - ein Weg mit Schlamm reicht.

ich war an dem Tag mit den leichten Trekkingstiefel unterwegs - kein problem - aber ich hab schon deutslich den Unterschied zu den dicken Schuhen gemerkt. Diesen "Schraubzwingengriff" (wie Jens ihn nannte) vermißte ich doch, speziell wenn es etwas rutschiger wurde. Mit den dicken Stiefeln hab ich da einfach ein besseres und sicheres Gefühl in den Füßen.


So, und nun zu den Schuhtipps *g*:

Das Allerwichtigste ist: Der Schuh der paßt ist der Ideale ! Laß Dir nix einreden oder schau auf den Preis. Wenn der Stiefel paßt nimm den und nicht einen der vielleicht n paar Euro billiger ist (und nicht ganz so gut paßt) !
Von der Meindl-Kategorie her würd ich es mal davon abhängig machen ob Du mehr im Flachland oder in der knapp 3000er-region unterwegs bist. Bei eher Flachland würde ich so B/C genauer betrachten, bei eher 3000er und manchmal Flachland die Kategorie C.
Probier nach Möglichkeit mehrere Marken aus, bestell Schuhe zur Ansicht (bei Globe o.ä.) und mach dann folgendes:
Die Socken anziehn, die nacher auch getragen werden und dann möglichst lange im Laden oder daheim in der Wohnung rumgehen. Sind die Schuhe ok, auch mal einen Abend lang damit vor den Fernseher liegen usw. - wenn sie dann nicht drücken sind wahrscheinlich ok.
Dann mal die Schuhe binden und ein paar mal mit der Spitze gegen eine Wand treten - die Zehen sollten dann nicht vorne anstehen oder gar weh tun (sonst sind se zu klein).

Alex

Shirkan
23.09.2002, 18:50
danke für eure Hinweise !

noch ne Frage:
womit pflegt ihr eure Meindl-Schuhe (mit Gore-Tex) ??

danke schon im voraus

Becks
23.09.2002, 19:29
Oh, Schuhpflege :)
Wurde zwar auch schon angesprochen, aber was solls.

Methode 1 - Ich will die Dinger wasserdicht kriegen und pfeif auf 100% Atmungsfähigkeit:
SnoSeal. Dazu den Schuh und das Wachs leicht erwärmen, großzügig auf dem Schuh verteilen und einreiben, abkühlen lassen. Wachsreste entweder mit einem Lappen entfernen oder einfach ignorieren (gehn beim Wandern von allein weg).

Methode 2 - Fast 100% wasserdicht (sprich: für Regen etc. locker ausreichend), aber etwas atmungsaktiver:
Meindl Wet Proof-Spray. Imprägniert auch ganz gut, hab jedenfalls gute ergebnisse damit erzielt.

Ansonsten:
erstmal rausfinden aus was für Material die Schuhe gemacht werden. Bei Nikwax oder Hersteller dann spezielle Imprägnierungsanleitungen besorgen.
Bei mir kam z.B. nach etwas Rumsucherei raus: Ich hab gar kein Goretex in den Stiefeln drin (AHA) und es ist auch kein normales Leder was da verwendet wurde. Meine La Sportiva haben außen silikonimprägniertes Leder und irgendeine Membran von 3M drin, die neben den Goreeigenschaften auch noch etwas wärmeisolierend sein soll. Dann in den Tipps bei La Sportiva rumgewurstelt und Nikwax gefunden. und die ham n spezielles Mittel für silikonimprägniertes Leder. Bingo, bestell ich demnächst :)

Alex

PeterPAn
23.09.2002, 20:47
Hi,
leider kann ich nirgendwo etwas über Meindl Guffert finden.

Was ist das für Schuh?

Ich finde merkwürdig, dass ich bis jetzt keine Person gefunden habe, die die Meindl
Air Revoltion 7.0 Pro hätte. Immer diese ominösen NachbarsTochterFreundesBekannten die die Schuhe haben sollten.
:roll:


Gruß
Peter

Becks
23.09.2002, 21:51
Zum Air Revolution hab ich in der "Klettern" n paar Bemerkungen bei Tourenbeschreibungen gefunden. Ist ziemlich neu das Modell, deswegen dürften die Erfahrungen eher etwas dürftig ausfallen. Den guffert von Meindl find ich nicht einmal auf der HP von Meindl selbst - sieht nach einem Auslaufmodell aus, soll jedenfalls ähnlich wie der Ortler sein (nur etwas fester).

Alex

flying-man
24.09.2002, 11:11
@becks

stimmt schon dass der guffert ähnlich wie der ortler ist. nur mit c sohle. es ist auch kein auslaufmodell sondern ein aktuelles modell.
nur gehen die modelle in den letzten jahren nicht mehr so gut. deshalb vielleicht auch nicht auf der homepage.

flying-man

Silke
24.09.2002, 11:36
Oh, Schuhpflege :)
Methode 2 - Fast 100% wasserdicht (sprich: für Regen etc. locker ausreichend), aber etwas atmungsaktiver:
Meindl Wet Proof-Spray. Imprägniert auch ganz gut, hab jedenfalls gute ergebnisse damit erzielt.

Alex

Hm, also ich habe ja den Hang, meine Meindl zu nutzen wie Gummistiefel. Rein damit in den Bach und da schön mit dem Hund toben, natürlich nur so tief rein wie der Schaft hoch ist. 20 Minuten Wasser pur machen sie bisher mit Wetproof-Spray locker mit. Regen gar kein Problem. Die Nähte kann man ja immer noch zusätlich mit Wax abdichten.

Also bisher finde ich das Wetproof absolut ausreichend. Bin aber mal gespannt, was die Schuhe zum Winter und zu salzgestreutem Schneematsch sagen...

Grüße,
Silke

Alpenkönig
27.09.2002, 10:14
Also für "Wanderungen" den Air Revolution 7.0 zu empfehlen ist ein Witz: viel zu schwer, da der 7.0 ein hochalpiner Schuh ist. Der 3.0 reicht vollkommen. Das ist auch ein typischer Fehler: viel zu schwere Schuhe zu kaufen. Die sollen so leicht wie möglich und so schwer wie nötig sein! Da erspart man sich viele Fußprobleme. Nur der Schuh ist ok der auch passt, da kann man keine Empfehlung nach Marke oder Modell geben. Kategorie AB oder B reicht vollkommen.
Zur Pflege: nur Wetproof zu nehmen ist auch falsch: trocknet den Schuh zu sehr aus auf Dauer, also mit Wetproof einsprühen und mit Wachs eincremen.

Finn
27.09.2002, 10:32
benutze sno seal zu hause da creme und auf tour wetproof, da ich es als spray habe. habe damit bisher keine schlechten erfahrungen gehabt...

Finn

flying-man
27.09.2002, 21:07
@alpenkönig

die ansage war aber einen schuh für bis zu 3000 m. deshalb die steiferen schuhe! außerdem mit gepäck auch mit 10 kilo lieber etwas härter.
mit nem a/b oder nem b schuh kannste auch keine steigeisen (bei 3000 m u.u. schon mal sinnvoll zum queren von schneefelder etc.) draufschrauben.
außerdem ich kenne keinen a/b schuh der im vorderfußbereich ohne nähte ist, genau das ist aber wichtig für haltbarkeit und im nicht-gore schuh für wasserdichtigkeit.
klar ists besser nen schuh für den hochalpinen bereich einen für den alpinen bereich einen für den schwarzwald und einen fürs gassigehen mit dem hund im weinberg zu haben. aber wer käuft sich schon 4 paar schuhe? deswegen immer den schuh fürs maximale!
hab auch jahrelang mit nem d-schuh von lowa alles gemacht und nach 2 jahren sind die teile eh schon weicher.
und so steif ist der 7.0 auch nicht. hab ihn schon mal im laden anprobiert.

flying-man

Jens
27.09.2002, 23:33
Öhhhh...

Also bei Schuhen von 0 - 3000 m ü. 0, da böte sich das doch evtl. an, zwei Paar Schuhe zu kaufen, oder nicht? :wink:

Jens

flying-man
27.09.2002, 23:52
@ jens

stimmt das ist wirklich immer das beste - mach ich ja auch so.... aber wer halt geld sparen will und sich nur ein paar leisten....

Canyoncrawler
01.10.2002, 20:18
Ich würde Meindl Island Pro oder Hanwag Alaska wählen.

Wenn der Schwerpunkt eher auf Touren über 1500 m liegen sollte: Meindl Makula oder Hanwag Alaska Top.

Mit Meindl-Schuhen der Klasse B bin ich unvernünftigerweise bisher schon öfters im Gebirge rumgeturnt, u.a. in den Brenta-Dolomiten, in den Kanadischen Rockies und in der Sierra Nevada in Kalifornien. Das Resultat dieser Wandertouren mit mittelmäßigem Schuhwerk waren fast immer unangenehme Fußschmerz. Ab Mittags waren die Füße wie "durchgetreten". Ich weiß gar nicht wie die Amis das machen, laufen die doch fast überall mit weißen Tennisschuhen rum.
Eines steht für mich jedenfalls fest: vom Weihnachtsgeld werde ich mir wahrscheinlich Hanwag Alaska Top GTX zulegen, falls dieser nicht paßt den Meindl Makula und dann im nächsten Jahr hoffentlich wenig schmerzenden Fußes im Gebirge rumkraxeln.