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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Labortest Wasserfilter



cephalotus
16.12.2016, 23:37
Hallo,

da ich in den "Fachzeitschriften" keinen brauchbaren Wasserfiltertest gefunden habe, sah ich mich genötigt, das selber mal zu versuchen.

Ich habe daher 10 Wasserproben von diversen Outdoor-Filtersystemen ins Labor geschickt und dort auf Trübung, Koloniezahl, Coliforme und teilweise E. coli testen lassen.

Rohwasser habe ich mir selbst angemischt aus diversen Quellen (Teich, Drainagewasser aus meinem Vivararium, daher wohl auch die starke Färbung durch Tannine, eine Handvoll Kompost, etwas Drainagewasser aus meinem Wurmkomposter und dann noch ein paar Zutaten aus meiner Kloschüssel und das mangels ausreichend großem Gefäß über Nacht in der Badewanne bebrütet...

Freiwillig würde man die Brühe niemals benutzen, ich wollte aber einen Härtetest.

Die Probenahmegefäße waren angeblich steril, ich hab sie trotzdem nochmal ca. 1h lang bei 80°C in den Backofen gestellt.

Die Ausgänge aller Filter wurden mit Alkoholtüchern entkeimt.

Die 1l Trinkflaschen für den Test mit Steripen wurden in kochendem Wasser sterilisiert, ebenso der Verbindungsschlauch von Katadyn Pocket zu nachgeschaltetem Aktivkohlefilter. Auch dieser Add-on Filter wurde leer in kochendem Wasser sterilisiert, diese Aktivkohle kam frisch aus dem original Katadyn Päckchen. (Leider hatte sich etwas Aktivkohle in der Dichtung eingeklemmt und ich hatte mangels Erfahrung damit, des Problem unterschätzt so dass das Teil nicht ganz dicht war, aber im Grunde hatte das für den weiteren Test keine Relevanz)

Alle Filter wurden vor Gebrauch mit demineralisiertem Wasser aus meiner Umkehrosmoseanlage gespült. Dieses Wasser hatte ich zuvor im großen Topf zum Kochen gebracht habe und danach logischerweise wieder abkühlen lassen. Es war somit frei von jeglichen Mineralstoffen und Keimen.

Der schon gebrauchte Sawyer Mini war mir leider eingetrocknet und dadurch nicht mehr durchlässig. Diesen musste ich daher vor dem Test zuerst mit Essigsäure spülen.

Die Proben wurden erst entnommen, nachdem eine gewisse Menge Wasser gefiltert war, typischerweise so 1 Liter. Der alte Sawyer sowie der Aquamira Frontier Pro wurden nach dieser Menge bereits sehr schwergängig.

Alle Proben wurden im Kühlschrank auf ca. 4°C gekühlt und zum Versand ins Labor gemeinsam mit gefrorenen Kühlakkus verpackt. Bei Ankunft lag die Temperatur der Proben zwischen ca. +3°C und +6°C.

Die Bilder zeigen das angemischte Probenwasser in der Badewanne, die Filtersysteme auf einem Haufen, die Probengefäße mit den Kühlakkus sowie einen optischen Vergleich der gefilteren Proben (aus zwei Einzelbildern zusammen gefügt, ich besitze nicht ausreichend viele identische Gläser).
Keine der Proben hätte ich freiwillig getrunken, hätte ich mich mit der Pistole am Kopf entscheiden müssen dann die vom MSR Guardian.

Außerdem angehängt sind die Laborergebnisse als Tabelle und als Grafik (Achtung, logarithmische Darstellung)

Ich empfehle die Ergebnisse in einem zweiten Tab anzeigen zu lassen, die folgenden Beiträge beziehen sich darauf

Da hier im Forum aus mir unbekannten Gründen nur png Bilddateien zugelassen sind musste ich die Bilder aus Speicherplatzgründen leider stark verkleinern. :-(

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Zu den Resultaten:

Test #1:
Die Referenz: Starke Trübung und übel belastet, wie zu erwarten war


Test #2.
Katadyn Kombi (inkl. Aktivkohle): Relativ trüb, aber keine Keimbelastung. Als Trinkwasser geeignet, wobei die Trübung schon nahe dem Grenzwert lag.

Als Aktivkohle verwende ich welche aus dem Lebensmittelbereich (wird für Weine benutzt), die ist einen Tick gröber als die von Katadyn, kostet dafür nur 1/100stel. Nach jeder Tour tausche ich die Aktivkohle wieder gegen eine neue aus.

Beim Katadyn Combi ist die Aktivkohle dem Keramik-Filterelement vorgeschaltet.

Wie man aus den Detailaufnahmen sehen kann verschmutzte der Filter bei diesem Wasser bereits nach kurzer Zeit recht stark. Man sieht in der Makroaufnahme auch, dass der Filter auch größere Poren enthält, das schadet seiner Wirkung allerdings nicht.

Der Combi brauchte hier ca. 1:40 Minuten um 1 Liter Wasser zu filtern, der Kraftaufwand dafür war ok.

Mit Aktivkohle wiegt mein Katadyn Combi so wie gezeigt in trockenen Zustand ca. 630g. Der Schlauch mit Vorfilter wiegt weitere 80g.
Mich selbst stört an dem Filter noch, dass man die Kartusche manchmal nur etwas mühsam heraus geschraubt bekommt, weil die es dafür unten am Filter nur diese 2mm dünne Riffelung gibt, an der man drehen muss.

Bisher war das mein Filter im Rucksack wenn ich es mit üblem Wasser tu tun hatte. Wie man sieht kommt er damit zurecht, zumindest droht keine Gefahr durch Bakterien. Man muss den Filter regelmäßig reinigen und man muss ihn vor Frost schützen, was aufgrund der Größe unangenehm werden kann. Es dauert ca. 3 Tage bis die Filterkerze richtig durchtrocknet, am besten mit Luftzufuhr lagern, damit sie nicht schimmelt.
Auch die Aktivkohle kann schimmeln, ich kippe die benutzte daher weg.

Die Bilder zeigen den Katadyn Combi und Details dazu, außerdem die gebrauchte Kartusche vor der Reinigung sowie eine Makroaufnahme der Filteroberfläche nach Reinigung.

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Test #3+#4:

Katadyn Pocket. Den hat mir jemand geliehen (Danke!) und mir fehlte die Erfahrung mit dem Gerät. Leider kam es bei dem Filter zu einen Bypass. Das war mir im Grunde schon bei der Färbung klar, aber da waren die Proben schon im Gefäß. Die Ursachen dafür sind mir unbekannt. Flasch herum angeschlossen kann ich ausschließen.
Mir fällt auf, dass man Ober- und Unterteil des Filters ohne Gehäuseschale weiter ineinander schrauben kann als mit Gehäuse und an diesem Gewinde im Unterteil keine Dichtung vorhanden ist. Siehe Bild. Ich dachte das wäre die Ursache, allerdings ist gemäß Internetbildern hier tatsächlich keine Dichtung vorgesehen. Die Kartusche des Pocket hat außerdem einen kleinen "Riss". Wie tief er reicht ist nicht erkennbar. Dass sich alles Wasser da durch so schnell gequetscht hat kann ich mir aber fast nicht vorstellen. Die Probe war ja wie komplett ungefiltert.
Auch die Kartusche meines Kombi hat "Krater" in der Nahansicht, aber eben keinen vergleichbaren "Canyon"... (angesichts dieser Vertiefungen in denen sich Rückstände sammeln kann man die Keramikkartuschen niemals nur rein mechanisch wirklich sauber bekommen)
Möglichkeit drei ist schlichtweg ein Bedienfehler. Ich wüsste aber nicht was. Ich hab ihn nur handfest zusammen geschraubt, wär's mein eigener hätte ich vielleicht etwas stärker zugedreht. Aber nach außen hin war er definitiv dicht.

Test #4 war noch mit vorgeschaltener Aktivkohle, das hat aber keinen Unterschied gemacht.
Ein Bild zeigt die beiden Filterkartuschen im Vergleich, die länglichere ist die vom Pocket. Man sieht auch die Aktivkohlekartusche mit original Katadyn Kohle in trockenem Zustand (die Wassertropfen sind von der Desinfektion des leeren Gehäuses in kochendem Wasser)

Der Katadyn Pocket braucht ca. 1:20 Minuten für 1 Liter Wasser bei wenig Kraftaufwand (naja, ging ja auch nicht durch die Kartusche durch). Kein nennenswerter Unterschied ob mit oder ohne Aktivkohle.

Der Katadyn Pocket wiegt trocken ca. 540g. Die Zuleitung mit Vorfilter weitere 80g. Die gefüllte Aktivkohlekartusche in trockenem Zustand ca. 50g.

Von der Verarbeitung her hat mir der Pocket am besten von allen Pumpfiltern gefallen Auch die schlanke Form und den kleinen Pumpgriff finde ich angenehmer als beim Katadyn Combi.

Bei diesem Test war mir auch ohne Labor aufgefallen, dass hier etwas nicht stimmen kann. Bei etwas besserem Wasser hingegen hätte ich nicht bemerkt, dass der Filter hier im Test bei mir keinerlei Funktion hatte.

Neben den Kontamination des Ausgangs ist das eins der Hauptprobleme bei Wasserfiltern, man merkt meist nicht wenn sie versagen bzw wenn man Bedienfehler macht.

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Teil 2 folgt...

cephalotus
16.12.2016, 23:44
Test #5:

Sawyer Mini gebraucht. Der Filter war erstmal verstopft. Vermutlich "Kalk"ablagerungen, weil er ausgetrocknet ist. Mir war lange nicht bekannt, dass der Filter niemals austrocknen darf. Nach Spülung mit Essig wurde er aber wieder halbwegs brauchbar, zumindest hat das für den Geschwindigkeitstest und die Probe gereicht. Das Laborergebnis ist einwandfrei (hat mich positiv überrascht)

Den Filter habe ich mehrmals mit deionisiertem Wasser und Micropur Forte rückgespült und nach ein paar Tagen mal aufgeschnitten.
Ich hatte bisher vermutet, dass sich in diesen Filtern viel sichtbarer Dreck ablagern müsste, aber das ist zumindest bei meinem Filter nach dem Rückspülen zu meinem Erstaunen gar nicht der Fall. Die größeren "Brösel" im Bild stammen vom Aufsägen.
Die sichtbaren Faserbögen sind die Eingangsseite des Filters, am Ausgang sieht man die Innenseiten der verklebten Hohlfasern. Die Poren sind zu klein um sie auf dem Foto erkennen zu können.

Beim gebrauchten Sawyer war es mir nicht möglich einen ganzen Liter zu filtern, da er zu schnell verstopfte. Für den ersten halben Liter dauerte es ca. 1:50 Minuten und es war bereits nach kurzer Zeit eine ziemliche Anstrengung erforderlich.

Der gebrauchte Sawyer wog vor dem Rückspülen 40g, genauso wie ein neuer trockener.

Test #6.
Sawyer Mini neu.

Bei dem ging es deutlich schneller, auch hier ist das Ergebnis einwandfrei.

Die Zeit für 1 Liter Wasser betrug 1:10 Minuten, allerdings wurde es dann schon deutlich langsamer und anstrengender

Neu wiegt so ein Filter 40g, gut ausgeschüttelt aber noch feucht dann ca. 60g. Er sollte nie austrocknen, mir erscheint daher sehr sinnvoll, den Filter stets vor dem lagern mit Micropur zu spülen um Bakterienwachstum im Inneren des Filters zu unterbinden.


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Test #7.
Ein gebrauchter Aquamira Frontier Pro.

Dieser wird nur mit 2 Mikron Porengröße beworben, ich hätte aber gedacht, er würde die Bakterienfracht zumindest reduzieren, das tut er aber keineswegs. Das Ergebnis bleibt recht trüb.

Wenn man den Filter öffnet erkennt man im Grunde nur eine Röhre aus gepresster Kohle, zumindest sieht das für mich an der Bruchstelle so aus.

Die Filterzeit betrug ca. 2 Minuten für einen halben Liter. Dazu war bereits eine gewisse Anstrengung nötig, einen weiteren Liter konnte/musste ich aber noch für Test #8 filtern.

Der Frontier Pro wiegt mit dem Kleinkram drum herum ca. 60g, der nackte Filter (was ausreicht) kommt auf 40g.
Im Vergleich zum Sawyer Mini trocknet der Filter erheblich schneller, mir ist nicht bekannt dass ihm das schaden würde.

In meinen Augen ist das Teil als "Trinkfilter" (siehe Mundstück!) vollkommen untauglich oder aber die meinen sind Fakes. Auch als Vorfilter fand ich zumindest in diesem Fall das Ergebnis eher enttäuschend.



Test #8. Das Wasser aus dem Aquamira noch zusätzlich mit dem Steripen UV behandelt. Das dauert 90s für 1 Liter mit reichlich umrühren. Da mir der Steripen zwischendrin versehentlich ausgegangen ist beim Foto knipsen waren es in der Summe sogar eher 120 Sekunden. Es gibt zwar tatsächlich eine messbare Reduzierung der Keimzahlen, aber das Ergebnis ist leider trotzdem völlig inakzeptabel und wäre so auf gar keinen Fall trinkbar.

Den Steripen hatte ich nach diesem Test nur sauber gespült aber nicht desinfiziert. Würde ich in der Praxis ja auch nicht tun.

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Test #9. MSR Guardian.

Der Filter war ganz neu aus der Packung. Dieser Filter filtert schnell und mühelos, einwandfreies Ergebnis, geringste Trübung und auch das optisch beste Ergebnis von allen.

1 Liter zu filtern dauerte ca. 1:10 Minuten und ging mühlos. Ein Nachlassen der Filterleistung war bei meinem Test nicht erkennbar.

Der MSR Guardian wiegt trocken aus der Packung ca. 380g. Ca. 140g wiegt der Doppelschlauch mit Vorfilter und Schwimmer. Im feuchten Zustand nach Gebrauch mit etwas Luft durch pumpen und Schütteln muss man mit ca. 100g mehr Gewicht rechnen.

Auch dieser Filter darf laut MSR einmal im Gebrauch nicht mehr austrocken.

Gut gefallen hat mir der Verschluss beim Ausgang. Somit sind alle Stellen an denen Kontamination droht im Transport gut geschützt und die eingebaute Dichtung sollte ein Austrocknen verhindern.

Ein Reinigen und Rückspülen des Filters soll nicht nötig sein, habe ich auch nicht gemacht. ich hab aber Wasser mit Mikropur durchgepumpt.

Die Ersatzkartusche kostet derzeit ca. 150 Euro. Somit entfallen 200 Euro auf den Rest des Filters und ich sehe nicht ganz, wo da das Geld drin steckt.
In meinen Augen ist es aber trotzdem der beste Filter von allen hier probierten, ob er wirklich Frostfest und Fallsicher ist wie beworben hab ich nicht testen wollen, ich gehe mal davon aus. Vor allem von der Selbstreinigung verspreche ich mir sehr viel und ihn nicht wegwerfen zu müssen wenn er mal einfriert gefällt mir auch. Der Filter wird nun mein Standardfilter.


Test #10.
Aktivkohle-Vorfilter + MSR Guardian und danach noch mit dem Steripen hinterher.

Den Steripen von Versuch #8 hatte ich bewusst nicht desinfiziert, sondern nur mit dem keimfreien Wasser geputzt. Scheinbar habe ich dadurch zumindest 3 Koloniebildner in die Probe eingeschleppt die auch noch die UV Behandlung überlebt haben. Es wäre trotzdem als Trinkwasser nutzbar. Der Grenzwert sind 100 Koloniebildner.
Die Bilder zeigen auch Nahaufnahmen vom Kartuscheneingang. Im Vergleich zu Sawyer ist es genau umgekehrt, das Schmutzwasser dringt ins Innere der Hohlfaser und geht dann von dort aus durch die Faser. Wie die Selbstreinigung funktioniert weiß ich nicht, 100%ig funktioniert sie nicht, die sichtbaren schwarzen Brösel sind von der Aktivkohle aus Test#10, die ich vor dem Filter gesetzt habe.
Möglicherweise werde ich sie im realen Einsatz dann hinter den Filter packen, man muss aber höllisch aufpassen, dass man sich in der feuchten Kohle dann keine Kulturen heran zieht.

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Zusammenfassung in Stichpunkten:


Das mit dem Katadyn Pocket muss man prüfen/diskutieren, wo hier die Ursache des Bypasses lag.
Der Aquamira Frontier Pro war für mich eine große Enttäuschung, ich hatte mir zumindest eine Reduzierung der Fracht erwartet. Ich werde diesen Filter nicht mehr benutzen, höchstens als Aktivkohle-Vorfilter.
Beim Steripen könnte man sagen das Wasser war halt zu trüb, aber dass er nicht mal die selbst eingeschleppten Keime im relativ klaren Wasser vom MSR abgetötet hat ist in meinen Augen nicht ok.

Keiner der Filter hat klares, farbloses Wasser produziert. Die Aktivkohlen waren bei diesem Test scheinbar ohne jede (positive) Wirkung. Die Färbung kommt wohl primär von Gerbstoffen aus dem Torf und von organischen Stoffe aus den Kompostern.

Einen Geschmackstest habe ich mir nicht getraut. Hätte ich (vor den Laborergebnissen) trinken müssen dann von der MSR Guardian Probe.

Auch positive Schlüsse lassen sich ziehen: Wenn man mal keine Alternative hat kann man mit dem richtigen Filtersystem und sorgfältigem Umgang tatsächlich auch aus der größten Drecksbrühe noch Wasser erzeugen, das zumindest mikrobiell völlig problemlos trinkbar sein wird.

Interessant wäre für mich, ob UV bei klarem Wasser besser funktioniert und wo da der Grenzwert liegen soll. In diesem Zusammenhang sehe ich SODIS auch erstmal sehr kritisch.

Und wenn man sich mal das Ergebnis vom Aquamira mit seinem gepressten und verklebten Kohleröhrchen anschaut, dann kann man sich leicht ausmalen, was diese Selbstbau Filter aus Kohle, Sand, T-Shirt und PET Flasche wohl bringen werden in Bezug auf Bakterien: Meiner Einschätzung nach absolut garnichts.


Noch zuletzt aus eigenem Interesse für die, die bis hierher gelesen haben:

Dieses Experiment hat mich ca. 300 Euro gekostet (Kaufpreise für Filter nicht enthalten),

Es würde mich freuen, wenn mir der ein oder andere der diesen Test für hinreichend sinn- bzw. gehaltvoll gehalten hat mir via Paypal "Freunde" (sonst kostet es Gebühr!) einen einstelligen Eurobetrag an die Email mmr22@gmx.de schickt.

Ich habe noch einige Ideen für ein zweites Experiment (Sodis, UV mit klarem Wasser, Billigfilter aus China, strohhalmfilter, etc...), das mache ich aber auch davon abhängig, wie hier die Resonanz ausfällt. Auch auf Leihgaben von Filtern wäre ich dann angewiesen.

Fragen, Anmerkungen und Kritik sind willkommen.

JonasB
17.12.2016, 10:37
Wow, super!
Irre das der Guardian und der Saywer trotz ihrer so unterschiedlichen Preise und Machart so gut sind.

Beide dürfen nicht austrocknen!? Was heißt das in der Praxis? Mit Micropur durchspülen und dann die Öffnungen luftdicht verschließen? Auch wenn die Filter dann mehrere Monate rumliegen?


5,-€ via paypal sind raus!

AlfBerlin
17.12.2016, 10:57
Sehr gut: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Ich selber habe hier noch zwei wenig genutzte Keramikfilter rumliegen. Meistens sind mir die Schlepperei und Schwergängigkeit zu umständlich. Außerdem traue ich den Filtern nicht so ganz. Und ich habe keine Möglichkeit die aktuelle Funktion zu überprüfen. Einer der Filter wurde mit einer farbigen Testflüssigkeit geliefert. Die habe ich aber irgendwo verbummelt und sie hätte eh nur für ein oder zwei Anwendungen gereicht. Vielleicht habe ich sie auch verbraucht. Die Filter liegen schon lange rum.

Ich suche lieber klares Wasser und koche das ab. In Gewässern ohne landwirtschaftliche oder menschliche Einzugsgebiete trinke ich das Wasser auch ungekocht.

wilbert
17.12.2016, 11:01
dank dir für die daten!
(spende auch von mir)

lg. -wilbert-

MichaelH
17.12.2016, 12:47
Danke für den großartigen Test.
Cool, dass der MSR Guardian so gut abgeschnitten hat.
Der lag, als ich mir meinen Filter (MSR Waterworks EX) gekauft habe, etwas außerhalb meines Budget.
Falls du noch mal Testes, könnte ich dir den Waterworks EX zuschicken.

Spende ist unterwegs.

nimrodxx
17.12.2016, 13:32
Danke für den Test 5sterne :cool:


Scheinbar habe ich dadurch zumindest 3 Koloniebildner in die Probe eingeschleppt die auch
noch die UV Behandlung überlebt haben.

Wenn du nicht gerade eine Werkbank mit Luftfilteranlage hast, unter der du gearbeitet hast, lässt sich das leider nicht so genau bestimmen, es könnte auch sein, das dir in die Probe z.B. zufällig ein Staubkorn gefallen ist...

Ändert meiner Meinung nach wenig an der Aussagekraft des Tests weil unwirksame Filter trotzdem ausgesiebt werden...

Im medizinischen Bereich werden gerne mal mehrere Tausend Proben genommen um einen kompletten Prozessschritt auch gegen zufällige Kontamination abzusichern. Ist bei dir, meiner Meinung nach, aber auch nicht nötig, da du kein 100% Ergebnis brauchst, sondern bereits eine Tendenz gute Ergebnisse liefert...

cephalotus
17.12.2016, 14:41
Wow, super!
Irre das der Guardian und der Saywer trotz ihrer so unterschiedlichen Preise und Machart so gut sind.


Ich war nie ein Freund des Sawyer Mini und setzte eher auf Aquamira + Streripen/Abkochen, muss aber wohl zugeben dass ich mich geirrt habe.



Beide dürfen nicht austrocknen!? Was heißt das in der Praxis? Mit Micropur durchspülen und dann die Öffnungen luftdicht verschließen? Auch wenn die Filter dann mehrere Monate rumliegen?


Beim Sawyer Mini hab ich das vor einigen Monaten das erst Mal gehört, beim Guardian steht es explizit so in der Anleitung, Zitat:
"...Die Filterpatrone NICHT auseinandernehmen und trocknen. Eine trockene Patrone funktioniert nicht zuverlässig. (Falls Sie Grund zur Annahme haben, dass der Filter ausgetrocknet ist, wenden Sie sich bitte an den Kundendienst von MSR)...."

Es dauert eine ganze Weile (Monate) bis der Sawyer Mini austrocknet. Früher hatte ich sogar darüber nachgedacht mir einen Exsikkator dafür zu bauen, weil ich das Ding einfach nicht trocken bekam und dachte, da wächst dann innen fröhlich der Schimmel vor sich hin.

Meine Vorgehensweise ist künftig wie von Dir beschrieben. Ich nehme zuhause demineralisiertes Wasser mit den alten Micropur Forte Tabletten (die sprudeln übrigens tatsächlich langsamer, wenn sie abgelaufen sind) und spüle die Filter damit kräftig rückwärts. Dann ein paar mal ausschütteln und die Ein- und Ausgänge verschließen.

Auf den Bildern sieht man, dass ja gewisse Rückstände schon in den Filtern zurück bleiben (und scheinbar auch manches unsichtbare, der gebrauchte Mini ist mir ja recht schnell wieder verstopft) und ich hoffe mal, dass die Silberionen da einen Teil des Wachstums unterbinden können.
Vor dem Gebrauch nach Lagerung lässt man halt den ersten halben Liter ungenutzt durchlaufen...

Das Problem mit dem Austrocknen ist wohl die "Kalkablagerung" im Filter, möglicherweise lässt sich das durch Spülen mit demineralisierten, evtl sogar leicht angesäuertem Wasser unterbinden, aber da ich mir die Micropur Forte Tabletten eh immer ablaufen (ich verbrauche keine 100 Stück in 2 Jahren) ist das eh vorhanden.

Beim MSR Guardian wird auch explizit auf ein notwendiges(!) Steriliiseren des Wasserfilters mit Haushaltsbleiche oder "MSR Aquatabs" hingewiesen, vor oder nach einer längeren Lagerung. Die empfehlen aber, am Ende nochmal mit "sauberem Wasser" klar zu spülen.

Unterwegs kann man sich den ganzen Zauber natürlich sparen...

Übrigens ist der Filter des MSR Guardian mit einer Lebensdauer von 10.000 Litern angegeben und der Sawyer Mini mit einer Lebensdauer von 360.000 Litern. Wenn man die beiden Filtersysteme offen vor sich sieht kommt schon der Verdacht auf, dass eine der beiden Zahlen ein Phantasiewert sein dürfte.

Mir erscheint sinnvoll, die neuen Filter trocken zu wiegen und das Trockengewicht zu notieren. dann kann man über wiegen sehr schnell erkennen, wie feucht der Filter noch ist.



5,-€ via paypal sind raus!

Danke.

Wer übrigens Ideen, Vorschläge für eine zweite Runde hat darf die gerne mitteilen.

Ich dachte beim nächsten Mal ein "normales" klareres Wasser aus einem Teich/Tümpel (diese herum hantieren mit dem E. coli verseuchten Wasser, Filtern und Gefäßen in der halben Wohnung ist auch nur mäßig lustig)
und dann einen Fokus auf UV Desinfektion, Strohhalmfilter, viellelicht ein paar neue Filtermodelle (je nachdem was ich in die Hand bekommen kann), v.a. würden mich auch billige Chinaimporte interessieren und vielleicht in einem separaten Test noch die diversen Aktivkohlesysteme auf ihre Wirkung bzgl "chemischer Verunreinigungen".

MfG

wilbert
17.12.2016, 16:33
mich würde die wirksamkeit vom "aquamira drops set" interessieren.
da ja bei dieser art der wasserentkeimung eine menge schwebstoffe drin bleiben, bin ich hierbei etwas skeptisch.
... und dann hätte ich noch den normal großen sawyer auf dem zettel.

JonasB
17.12.2016, 16:48
bei einem weiteren Test wären die Filter interessant welche in der Krisenvorsorge genutzt werden. Namen wollen mir gerade nicht einfallen.
Zudem gibt es Anleitungen zum Selbstbaum von Tropffiltern aus Keramik- Aquariumfiltern, deren Wirkweise ist auch zweifelhaft.

Ein gebrauchter MSR Waterworks oder Miniworks fehlt auch in der Reihe da hier ja immer gemutmaßt wird das die integrierte Aktivkohle eher schlecht ist..

AlfBerlin
17.12.2016, 17:22
... Vor dem Gebrauch nach Lagerung lässt man halt den ersten halben Liter ungenutzt durchlaufen. ...

Unbedingt! Einem Freund habe ich mal meinen Filter in die Hand gegeben als wir in einem Streinbruch zelteten. Er zog los zum Tümpel. Kurze Zeit später kam er wütend angerannt und fluchte und meinte, er müsse jetzt sterben, weil ich ihn nicht gewarnt hatte: Er war durstig und hatte gleich den ersten Schluck Wasser aus dem abgelagerten Filter getrunken! Das muss furchtbar geschmeckt haben! Es lag nicht am Tümpelwasser. Der zweite Liter schmeckte bestens.

blauloke
17.12.2016, 17:40
Danke für deinen Test!

Da hast du dir viel Arbeit gemacht, dafür aber nachvollziehbare Ergebnisse bekommen.



Ein gebrauchter MSR Waterworks oder Miniworks fehlt auch in der Reihe da hier ja immer gemutmaßt wird das die integrierte Aktivkohle eher schlecht ist..
Falls du einen neuen Test machen willst kann ich dir meinen MSR Miniworks zur Verfügung stellen. Natürlich reiner Egoismuss von mir, weil ich wissen will wie gut er filtert.:D

TeilzeitAbenteurer
17.12.2016, 19:50
Wow, ich die Ergebnisse jetzt nur überflogen, aber finde den Test sehr interessant. Auch von meiner Seite vielen Dank für die Mühe!
Ich würde dir auch gerne den einen oder anderen Euro spenden, hab allerdings kein Paypal.




Er sollte nie austrocknen, mir erscheint daher sehr sinnvoll, den Filter stets vor dem lagern mit Micropur zu spülen um Bakterienwachstum im Inneren des Filters zu unterbinden.


Sowas hab ich an anderer Stelle auch schon mal gelesen. Was ich nicht verstehe: Wie sollen in dem Ding Bakterien wachsen? Das Prinzip ist doch gerade, dass die Fasern zu klein sind, dass Bakterien durch passen würden. Wie sollen sie sich darin vermehren, wenn sie nicht hinein kommen? Kritischer wären Ein- und Ausgang des Filters. Da müsste es trocken sein, was natürlich eine gewisse Herausforderung ist, wenn das Innenleben nicht austrocknen darf.

rapidfire22
18.12.2016, 03:26
Toller Test, großes Lob! :cool:

Der wissenschaftlich-experimentelle Ansätze hat mir gut gefallen, beispielsweise, dass alle Filter (fast) vergleichbar - lässt man außer acht, dass nicht alle neu waren - zu Anfang kalibriert wurden.


Rohwasser habe ich mir selbst angemischt aus diversen Quellen (Teich, Drainagewasser aus meinem Vivararium, daher wohl auch die starke Färbung durch Tannine, eine Handvoll Kompost, etwas Drainagewasser aus meinem Wurmkomposter und dann noch ein paar Zutaten aus meiner Kloschüssel und das mangels ausreichend großem Gefäß über Nacht in der Badewanne bebrütet...

Freiwillig würde man die Brühe niemals benutzen, ich wollte aber einen Härtetest.


Die Mischung klingt recht gut; da Fäkalkeime bzw. E. coli eines der Hauptaugenmerke sind, hätte ich evtl. eher Proben aus diesem Spekturm dazu gezogen.

Eine Kelle aus Kanalisationsabwasser?


... Coliforme und teilweise E. coli testen lassen

Wenn, dann optimalerweise alle Proben vergleichbar testen lassen.


Die Probenahmegefäße waren angeblich steril, ich hab sie trotzdem nochmal ca. 1h lang bei 80°C in den Backofen gestellt.

Die Verwendung von steriler Laborware schließt das aus.

Obwohl die Probenanalyse kein Schnäppchen ist, sollte der Test dennoch sicherheitshalber mit dem gleichen Wasseransatz wiederholt werden.
Von größeren Stichproben kann zum Privatgebrauch wohl abgesehen werden, das das Ergebnis, wie bereits gesagt wurde, als Orientierung anzusehen ist.

Interessant wäre auch, wie eine Analyse des Kalibrierwassers ausfällt, beispielsweise zwei Durchgänge/Spülung.

Dazu: zwei verschieden gemischte Ausgangstestlösungen durch zwei gleiche Filter laufen lassen, um beispielsweise Fehlmessungen zu erkennen. (Bspw. Regen + Tümpelwasser im Vergleich zu Fäkalwasser + Kompost).



Scheinbar habe ich dadurch zumindest 3 Koloniebildner in die Probe eingeschleppt die auch
noch die UV Behandlung überlebt haben.

Das lässt sich so nicht sicher sagen. ;)



Wenn du nicht gerade eine Werkbank mit Luftfilteranlage hast, unter der du gearbeitet hast, lässt sich das leider nicht so genau bestimmen, es könnte auch sein, das dir in die Probe z.B. zufällig ein Staubkorn gefallen ist...

Um die Hygienezustände beim Befüllen/Filtern würde ich mir keine großen Gedanken machen (Alkoholdesinfektion ist da dennoch gut), da zum einen alle Proben gleich behandelt werden, und bei halbwegs vernünftigem Hantieren (Handschuhe, kein direkter Kontakt zum Gefäß außer des Deckels, Vermeidung von "reinrieseln" durch überfahren der Gefäßöffung in der Luft mit z.B. des Arms) eine Außenkontamination fast vernachlässigbar gering ist.

Meiner Meinung nach ist das "sichere Hantieren" teils wichtiger als eine Kontamination durch sich in der Luft befindlichen "Keime".

Kuma
20.12.2016, 01:52
Vielen lieben Dank für deine Mühen. Leider hab ich auch kein Paypal, gibt es ne Alternative? Würde dir auch gerne ne Kleinigkeit zukommen lassen.

Hoffe du bleibst nicht auf den kosten sitzen.


Bis bald

moeTi
20.12.2016, 11:42
Vielen Dank für den Test!
Werde heute Abend mal meine zwei Sawyers durchspülen damit die nicht austrocknen. Habe bisher immer nur gelesen dass sie auf keinen Fall gefrieren dürfen.

khyal
19.01.2017, 15:21
....Sawyer Mini....Mir war lange nicht bekannt, dass der Filter niemals austrocknen darf. ....Er sollte nie austrocknen, mir erscheint daher sehr sinnvoll, den Filter stets vor dem lagern mit Micropur zu spülen um Bakterienwachstum im Inneren des Filters zu unterbinden....

Hi cephalotus,

natuerlich darf der Sawyer Mini wieder trocknen, das machen wir alle mit dem Sawyer Mini und Squeeze so.
Auch ganz klare Rueckmeldung von Sawyer Europe, dass das von Dir Geschriebene eine Fehlinformation ist.

Waere gut, wenn Du das korrigieren koenntest.

Woher hast Du diese Information ?
Irgendwelche Links ? Waere ja ganz gut, so etwas evtl auch an der Quelle richtigzustellen...

Ich empfehle den Leuten halt vor Einlagerung des Filters, Diesen mit "Micropur-Wasser" zu spuelen, damit waehrend der Zeit, in der der Filter trocknet, nicht das "Restwasser" verkeimt, steht ja auch in meinem Testbericht zum Sawyer Mini...

Ansonsten klasse Idee, saubere Arbeit und ausfuehrlich dokumentiert (btw hast Du noch ein paar Bilder mehr von dem zerlegten Sawyer Mini ?) und natuerlich verdammt hoher Einsatz...waere toll, wenn es mehr Tests auf dem Niveau statt Unpacking im Garten gaebe :bg:

Habe Dir gerade auch etwas via Paypal ruebergeschickt, hoffe das letztendlich soviele etwas dazu tun, dass Du kein Minus machst.

Viele Gruesse

Khyal

Lateralus1871
20.01.2017, 08:01
Toller, aufschlussreicher Test. Mit sehr viel Aufwand.


Bei diesem Test war mir auch ohne Labor aufgefallen, dass hier etwas nicht stimmen kann. Bei etwas besserem Wasser hingegen hätte ich nicht bemerkt, dass der Filter hier im Test bei mir keinerlei Funktion hatte.

Das ist auch so ein Problem das ich noch habe. Lese mich gerade etwas in die Verwendung von Filtern ein und welche es auf den Markt gibt. Jedoch nirgends Belege für die Wirkung gefunden. Da habe ich persönlich schon ein paar Vertrauensprobleme. Wenn nun am Ende der Filter nix taugt oder durch falsche Bedienung nicht funktioniert (was ja auch unbemerkt bleiben kann), dann kanns einfach fatale folgen haben.

Auch ich schließe mich der Spende an und hoffe das noch weitere Tests kommen.

cephalotus
21.01.2017, 17:26
natuerlich darf der Sawyer Mini wieder trocknen, das machen wir alle mit dem Sawyer Mini und Squeeze so.
Auch ganz klare Rueckmeldung von Sawyer Europe, dass das von Dir Geschriebene eine Fehlinformation ist.

Waere gut, wenn Du das korrigieren koenntest.

Woher hast Du diese Information ?
Irgendwelche Links ? Waere ja ganz gut, so etwas evtl auch an der Quelle richtigzustellen...



Naja, austrocknen "darf" er schon, es besteht dann halt die Gefahr dass der Filter dann dicht ist. Zumindest bei meinem war das so.

Bist Dur Dir sicher, dass Dein Filter trocken war? Ein trockener Sawyer Mini wiegt 39g.

Da Du nach Quellen gefragt hast:

"...
Calcium deposits can form on the fibers if the water has high calcium content and the fibers are allowed to dry.
If the cap is placed on the filter after each use this will not be a problem as this prevents drying out. However, should the filter become fouled with calcium a simple cleaning (soaking) with household vinegar will dissolve it and restore the fibers to new condition..."

https://sawyer.com/wp-content/uploads/2013/12/UNC-Handout_2015-10-21.pdf :-)

MSR schreibt übrigens zum Guardian Filter der mit Hohlfasern nach ähnlichem Prinzip funktioniert in der Bedienungsanleitung:

"...Die Filterpatrone NICHT auseinandernehmen und trocknen. Eine trockene Patrone funktioniert nicht zuverlässig. (Falls Sie Grund zur Annahme haben, dass der Filter ausgetrocknet ist, wenden Sie sich bitte an den Kundendienst von MSR)...."



Ansonsten klasse Idee, saubere Arbeit und ausfuehrlich dokumentiert (btw hast Du noch ein paar Bilder mehr von dem zerlegten Sawyer Mini ?)


Was interessiert Dich? Die Poren der Hohlfasern kann ich mit der Technik hier nicht auflösen und die ist schon recht gut. Fürs Durchlichtmikroskop sind sie zu dick und Zugriff auf ein REM hab ich leider nicht ;-)



Habe Dir gerade auch etwas via Paypal ruebergeschickt, hoffe das letztendlich soviele etwas dazu tun, dass Du kein Minus machst.

Bisher sind es fast 200 Euro (danke übrigens), hatte das auch in ein paar Foren gepostet.

Die UV Entkeimung interessiert mich noch selber, ich denke da mache ich noch was, evtl auch noch ein paar andere Sachen, mal schauen....

MfG

cephalotus
21.01.2017, 17:49
Wenn nun am Ende der Filter nix taugt oder durch falsche Bedienung nicht funktioniert (was ja auch unbemerkt bleiben kann), dann kanns einfach fatale folgen haben...

Beim MSR Guardian kann man unterwegs einen "Funktionstest" durchführen:

https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=sh7sTMMdJSY

khyal
21.01.2017, 23:52
...Bist Dur Dir sicher, dass Dein Filter trocken war? Ein trockener Sawyer Mini wiegt 39g.
Bist Du Dir sicher, dass Du auch meinen Test gelesen hast ? :bg:
Da habe ich geschrieben "...trocken wiegt das Teil 38g, nach Benutzung ca 65g, durch Saugen am „Ausgang“ kann man etwas Wasser entfernen, aber das Teil trocknet extrem langsam, so dass es im praktischen Betrieb eben 50g sind..."


...Da Du nach Quellen gefragt hast:
"...
Calcium deposits can form on the fibers if the water has high calcium content and the fibers are allowed to dry.
If the cap is placed on the filter after each use this will not be a problem as this prevents drying out. However, should the filter become fouled with calcium a simple cleaning (soaking) with household vinegar will dissolve it and restore the fibers to new condition..."

https://sawyer.com/wp-content/uploads/2013/12/UNC-Handout_2015-10-21.pdf :-)

Ich habe schon mal mit den Teckies von Sawyer zu tun, von denen war auch die klare Rueckmeldung.

Naja dass ein Filter zurotzt, wenn man Wasser mit hohem Kalkanteil oder sonstigem Dreck durchjagt, ist ja klar.
Aber auch da hilft dekantieren etwas, bei Schwebeteilchen noch viel mehr.
Dass, wenn ich gerade Drecksbruehe durchgejagt habe und den dann in dem Zustand zum Trocknen weg packe, klar, natuerlich bleibt dann der Dreck drin, wenn das Wasser verdunstet.

Deswegen nun ueber einen langen Zeitraum da drin Wasser vor sich hin mocken zu lassen, ist ja wohl nicht die Loesung :bg:

Wenn man den Filter entsprechend meiner Empfehlung behandelt, ihn eben vor dem Trocknen / Einlagerung zuhause, mit sauberem Wasser, was mit Micropur versetzt ist, zu spuelen, hat man doch auch dieses Problem nicht...



...Was interessiert Dich? Die Poren der Hohlfasern kann ich mit der Technik hier nicht auflösen und die ist schon recht gut. Fürs Durchlichtmikroskop sind sie zu dick und Zugriff auf ein REM hab ich leider nicht ;-)

Nee, ich will´s nicht noch feiner, in der Richtung ist es schon prima, eher in die andere Richtung, normale Fotos vom aufgesaegten Filter und dessen kompletter Innerei :bg:


...Bisher sind es fast 200 Euro (danke übrigens), hatte das auch in ein paar Foren gepostet.
Schoen dass das ganz gut laeuft...dann kommt sicher auch noch der Rest zusammen...



Die UV Entkeimung interessiert mich noch selber, ich denke da mache ich noch was...
Dann aber wirklich auch mit aehnlicher Bruehe mit viele Schwebeteilchen, allerdings kann ich Dir das (negative) Ergebnis schon jetzt vorhersagen...UV ist, wenn ueberhaupt, nur etwas fuer sauberes, vorgereinigtes Wasser, aber jeder wie er will :bg:

Viele Gruesse

Khyal

nimrodxx
22.01.2017, 11:02
Dann aber wirklich auch mit aehnlicher Bruehe mit viele Schwebeteilchen, allerdings kann ich Dir das (negative) Ergebnis schon jetzt vorhersagen...UV ist, wenn ueberhaupt, nur etwas fuer sauberes, vorgereinigtes Wasser, aber jeder wie er will :bg:


Naja, praxisbezogen sollte es denn doch bleiben ;-)
Das ein UV Filter nichts gegen Dreckbrühe ausrichten kann, sollte selbsterklärend sein...

Interessant wäre ein Test der das berühmte "tote Tier flussaufwärts" nachstellt, also klares Wasser mit eventueller Kontamination... schön wäre auch ein Vergleich mit der SODIS Methode... wobei die für den mobilen Outdoorer eher weniger Praxisrelevant ist

khyal
22.01.2017, 12:44
Naja, praxisbezogen sollte es denn doch bleiben ;-)
Das ein UV Filter nichts gegen Dreckbrühe ausrichten kann, sollte selbsterklärend sein...

Interessant wäre ein Test der das berühmte "tote Tier flussaufwärts" nachstellt, also klares Wasser mit eventueller Kontamination... schön wäre auch ein Vergleich mit der SODIS Methode... wobei die für den mobilen Outdoorer eher weniger Praxisrelevant ist

Genau das klare Wasser ist aber imho ueberwiegend nicht praxisgerecht...

Nicht nur, dass Du im Wald haeufig Verfaerbungen durch Laub, in Baechen haeufig viele Schwebeteilchen drin hast, im Gebirge an Refugios hast Du bei den Pump-Zisternen haeufig einen hohen Rostanteil im Wasser (der zu meinem Erstaunen rel gut vom S. Mini ausgefiltert wurde).

Das Problem bei den Steripens ist halt auch, dass Du feinere Schwebeteilchen mit dem blossen Auge nicht siehst (wenn ich z.B. dran denke, wie haeufig das in Schweden so war, dass ich voellig klar aussehendes Wasser gefiltert habe und dann ratzfatz der Keramikfilter so dicht war, dass ich schrubben musste), diese Schwebeteilchen reichen aber u.U., dass eben das UV-Licht nicht in der erforderlichen Staerke durchdringt.

Wenn ich also auf Nummer sicher gehen will, dass ein Steripen auch wirklich das Wasser gesundheitlich unbedenktliich macht, muss ich entweder vorher mit staerkerer Vergroesserung das Wasser auf Schwebeteilchen untersuchen und dann gegebenenfalls mir einen anderen Bach suchen bzw mit Dekantieren und Vorfiltern die Schwebeteilchen auf ein unbedenkliches Mass reduzieren, oder generell halt das Wasser so fein vorfiltern, dass ich keine Schwebeteilchen mehr drin habe.

Btw hast Du dann im Wald haeufig das Problem, dass Du eine Verfaerbung durch Pflanzen im Wasser hast, die Du mit der ueblichen mechanischen Vor-Filterung nicht entfernt bekommst.

Und wenn ich eh anfange mit Vorfilterung rumzuhampeln, warum soll ich dann ueberhaupt noch eine Steripen benutzen, dann kann ich auch gleich statt Vorfilterung einen Membran bzw Keramikfilter benutzen und gut ist. :bg:

Dazu kommen auch noch Gewichtsgruende :
Der aktuelle Steripen Classic wiegt meines Wissens gut 80 g und schafft 100 Liter mit einem 4er Satz AA Eneloop.
Wenn ich nun mal rechne zu zweit 3 Wochen auf Tour, 4 l / Tag / Nase macht das 4 * 21 * 2 = ca 170 Liter, also 2 4er Saetze, die wiegen bei Eneloop gut 200 g, also sind wir insgesamt auf knapp 300 g, womit wir wieder bei gut dem doppelten Gewicht eines Sawyer Gravity-Systems waeren und da habe ich jetzt noch nicht mal die Nalgene o.A. Flasche gerechnet, die man sinnvollerweise fuer den Steripen bei hat und die natuerlich deutlich mehr wiegt, als eine kleine PET-Flasche oder Faltbeutel, den man wohl eher ansonsten bei haette.

Dazu kommt, dass ich als Elektroniker weiss, dass eine Elektronik immer mal ausfaellen kann, ohne dass sie das als Stoerung anzeigt.

Insgesamt halte ich deswegen den Steripen als Tourfilter fuer ungeeignet.
Ganz anders sieht das natuerlich aus, wenn man z.B. Hotel-Urlaub mit Lade-Steckdosen in Naehe und schwebeteilchenfreiem Wasser aus dem Wasserkran als Setting hat. Ich wuerde da allerdings auch lieber einfach den Tap Adapter (http://www.walkonthewildside.eu/Outdoor-Kueche/Wasseraufbereitung/Sawyer-Tap-Adaptor-Wasserhahnadapter::4355.html) fuer 20 € fuer meinen Sawyer kaufen oder jemand der noch nix hat, gleich den "All in One (http://www.sackundpack.de/product_info.php?products_id=6160)" empfehlen, dann ist man fuer alle Einsatzzwecke inkl stationaerem "Eimer-Einsatz" geruestet.

Wenn jemand auch Kohle-Filterung moechte, bietet sich natuerlich der Katadyn Kombi mit dem Plus Adapter an, wobei ich das aber etwas suboptimal finde, da viele Kraene nicht das passende Gewinde aufweisen und man dann z.B. mit dem Sawyer Tap Adapter tricksen muss.

nimrodxx
22.01.2017, 12:53
Genau das klare Wasser ist aber imho ueberwiegend nicht praxisgerecht...

Nicht nur, dass Du im Wald haeufig Verfaerbungen durch Laub, in Baechen haeufig viele Schwebeteilchen drin

Naja, vielleicht sollten wir "klar" genauer definieren ;-)

Eine gewisse Trübung durch Schwebeteilchen oder gelöste Stoffe ist durchaus OK für UV-Filtermethoden, "Klares" Wasser ist das, was ich in einem (Berg-)Bach vorfinde und ja, da sind durchaus auch Schwebeteilchen drin... Solange ich durch das Wasser einer 1l PET Flasche noch durchgucken kann würde ich das jedenfalls noch als "Klar" bezeichnen, selbst wenn eine Trübung dabei erkennbar ist (und das ist dann praxisgerecht, jedenfalls da wo ich bisher Wasser aus Bergbächen genommen habe...)

cephalotus
22.01.2017, 13:52
Bist Du Dir sicher, dass Du auch meinen Test gelesen hast ? :bg:
Da habe ich geschrieben "...trocken wiegt das Teil 38g, nach Benutzung ca 65g, durch Saugen am „Ausgang“ kann man etwas Wasser entfernen, aber das Teil trocknet extrem langsam, so dass es im praktischen Betrieb eben 50g sind..."


Was ist für Dich ein "trockener" Filter? Einer mit 38g oder einer mit 50g?




Naja dass ein Filter zurotzt, wenn man Wasser mit hohem Kalkanteil oder sonstigem Dreck durchjagt, ist ja klar.
Aber auch da hilft dekantieren etwas, bei Schwebeteilchen noch viel mehr.
Dass, wenn ich gerade Drecksbruehe durchgejagt habe und den dann in dem Zustand zum Trocknen weg packe, klar, natuerlich bleibt dann der Dreck drin, wenn das Wasser verdunstet.


Ich kann nur schreiben wie es bei meinem war.

Den hatte ich seinerzeit mit klarem Leitungswasser + Micropur forte gespült und dann so eingelagert und nachdem er getrocknet war (auf 39g!), war er blöderweise auch dicht. Wobei dicht wirklich dicht meint, da ging nichts mehr durch...



Deswegen nun ueber einen langen Zeitraum da drin Wasser vor sich hin mocken zu lassen, ist ja wohl nicht die Loesung :bg:


Mir gefällt das auch nicht, aber das ist nun mal ein Nachteil der Hohlfaserfilter. Mein derzeitiger Ratschlag wäre, den Filter VOR der Benutzung, also wenn man den Rucksack für die Tour packt, nochmal mit Micropur Forte rückzuspülen. Und auf der Tour dann eben alle paar Tage...

Ich denke, Sawyer ist bei solchen Dingen bisweilen nicht so ganz ehrlich. Ähnlich sehe ich ihre Werbeausagen zu den x hundertausend Litern, die ich für freiweg erstunken und erlogen halte. Außer vielleicht man "filtert" damit nur destiilliertes Wasser...



Wenn man den Filter entsprechend meiner Empfehlung behandelt, ihn eben vor dem Trocknen / Einlagerung zuhause, mit sauberem Wasser, was mit Micropur versetzt ist, zu spuelen, hat man doch auch dieses Problem nicht...


bei mir ist genau das passiert. Mein Leitungswasser ist mittelhart. Bei letzten Test habe ich sogar mit deoniiseertem Wasser aus der Umkehrsosmoseanlage rückgespült.
Nochmal die Frage: War Dein Filter wirklich trocken? Es ist extrem schwer einen Sawyer Mini zu trocknen. Ich hatte ursprünglich sogar mal nachgedacht einen Exsikkator zu verwenden als ich dachte, dass man das Ding doch irgednwie trocken bekommen müsste.



Nee, ich will´s nicht noch feiner, in der Richtung ist es schon prima, eher in die andere Richtung, normale Fotos vom aufgesaegten Filter und dessen kompletter Innerei :bg:


Hab nur eine Seite aufgesägt, aber die Teile liegen noch rum.

Bedauerlich ist, dass man in diesem Forum die Bilder nicht als jpg einbinden darf. Deshalb sind sie hier auch wesentlich kleiner als geplant.

Hier mal die jpgs von externer Quelle: (edit: auch die verkleinert die Forensoftware)

[IMG-L]http://fs5.directupload.net/images/161217/v9fuy8he.jpg[/IMG-L]

[IMG-L]http://fs5.directupload.net/images/161217/p5zrwnj8.jpg[/IMG-L]

Das schwarze und weiße sind Brösel vom Sägen, die bräunlichen Gebilde sind Rücckstände, die auch das Rückspülen nicht beseitigen konnte...




Dann aber wirklich auch mit aehnlicher Bruehe mit viele Schwebeteilchen,...

Ne, das mit so einer Brühe mache ich nicht nochmal. Es ist ja auch nicht super lustig und hygienisch, in der Bude mit so einer E. coli versuchten Brühe herum zu hantieren und herum zu tröpfeln...

Beim nächsten Mal nehme ich halbwegs klares Wasser aus Teich und Bach, so wie man es halt auch unterwegs verwenden würde...

MfG

khyal
22.01.2017, 14:01
Naja, vielleicht sollten wir "klar" genauer definieren ;-)

Eine gewisse Trübung durch Schwebeteilchen oder gelöste Stoffe ist durchaus OK für UV-Filtermethoden, "Klares" Wasser ist das, was ich in einem (Berg-)Bach vorfinde und ja, da sind durchaus auch Schwebeteilchen drin... Solange ich durch das Wasser einer 1l PET Flasche noch durchgucken kann würde ich das jedenfalls noch als "Klar" bezeichnen, selbst wenn eine Trübung dabei erkennbar ist (und das ist dann praxisgerecht, jedenfalls da wo ich bisher Wasser aus Bergbächen genommen habe...)

Also natuerlich Jeder wie er will und waere ja langweilig, wenn wir alle dieselbe Meinung haetten...:cool:

Nur, weil Du die Schwebeteilchen mit blossem Auge nicht siehst, heisst es ja nicht, dass keine Schwebeteilchen drin sind, die das UV-Licht brechen.

Was nun Truebung betrifft, sieht das wohl Steripen anders als Du, da sie ja bei jeder Truebung das Vorfiltern empfehlen.

Desweiteren wird ja auch noch das Umruehren empfohlen.

Die 100 Liter mit Eneloop scheint auch mehr eine Ideal-Angabe des Herstellers zu sein, wid in div Reviews vermerkt.

Das Ausfall-Risiko eines Steripens duerfte auch deutlich hoeher liegen, als bei einem Sawyer, neben der Elektronik ist ja auch die mechanische Belasbarkeit nicht so hoch.

Wenn ich nun mal vergleiche, bei durchschnittlichem Wasser, was ich auf Tour vorfinde...

Steripen - Vorfiltern, Umruehren, immer wieder die max 1 L Nalgene auffuellen
Sawyer Gravity-System - nacheinander meine 2 Evernew-Beutwel aufhaengen - fertig
Dazu billiger und ein Bruchteil des Gewichts...naja hat ja seinen Grund, dass ich mich so entschieden habe...obwohl ich ja nun wirklich immer offen bin fuer elektronische / technische Spielereien :bg:

Achja wo der Steripen natuerlich punkten kann, ist bei tiefen Minusgraden (insofern man Eneloop verwendet), den braucht man dann nicht mit in den Schlafsack zu nehmen, um den Filter gegen Einfrieren zu schuetzen und bei kurzen Touren ist er dann leichter als der frostsichere MSR Miniworks.

Aber es bliebe auch bei einem derartigen Einsatz bei mir das Unbehagen, darauf zu vertrauen, dass die Elektronik & UV-Licht 100% funktioniert (bin halt Elektroniker), die Kontrol-Led zeigt ja nur den Ablauf der Zeit an...ohne UV-Licht Kontroll-Messung auf der anderen Seite des Gefaesses waere das nix fuer mich...

Aber da muss jeder das waehlen, was fuer ihn passt...

cephalotus
22.01.2017, 16:56
Das Licht das der Steripen abgibt hat sehr wohl auch sichtbare Bestandteile, in der Hinsicht hat man also sehr wohl eine Kontrolle.

Einen Bypass im Sawyer z.B. durch Frostschaden würde man hingegen wohl nicht bemerken.

Erdenbewohner
16.04.2017, 11:14
Hallo und Danke für den Test!

Der MSR Guardian scheint wohl sehr gut zu sein, jedoch wäre es toll wenn er wie der Miniworks Aktivkohle hätte.
Aktivkohle holt doch soweit ich weiß auch Schwermetalle und Chemikalien aus dem Wasser. Und nebenbei üblen Geschmack. Gibt es für den Guardian ein Aktivkohle Add-on?

Interessant wäre noch ein Test mit dem First Need Deluxe Filter, der soll ja angeblich auch Viren herausfiltern. Doch das man den Filtern nicht wirklich trocknen kann stört mich schon gewaltig. Auch wenn ich den FND vor einlagerung mit MicropurForte-Lösung spühlen würde, wäre mir irgendwie unwohl nach nem halben Jahr oder gar Jahr aus dem Ding zu trinken.

VG. Erdenbewohner

sunchild
16.04.2017, 13:53
Mit dem MSR hab ich ja auch geliebäugelt. Der Verzicht auf zig Wasserkanister wäre, gerade beim Reisen mit Kindern, schon toll, was das Transportgewicht und -Volumen angeht. Aber wenn man solche Tests so liest klingt das alles wieder ein bisschen ernüchternd 😐

Erdenbewohner
16.04.2017, 14:22
Was findest du ernüchternd?

Serienchiller
17.04.2017, 00:24
Das Testergebnis war für mich nur beim Katadyn Pocket überraschend. Ob da etwas kaputt war?

Vor dem Aquamira Frontier Pro habe ich schon immer gewarnt und nie verstanden wie ein Hersteller so etwas ernsthaft auf den Markt bringen kann. Wenn es um die Gesundheit geht, sollte man nicht versuchen seine Kunden zu verar***en, das finde ich unverantwortlich. Auf der Packung steht ganz groß: "Removes 99,9% of Giardia and Cryptosporidium", wobei der Durchschnittskunde ganz sicher nicht weiß, dass es sich hierbei um vergleichsweise große und leicht zu filternde Protozoen handelt. Die Gefahr bei verseuchtem Trinkwasser geht meistens aber von sehr viel kleineren Bakterien aus. Wie viele Leute haben diesen Filter gekauft, im Glauben Wasser damit wirksam entkeimen zu können?

Die anderen Filter haben doch genau das geliefert was sie versprechen.

Erdenbewohner
17.04.2017, 14:12
Hab mir heut den Guardian bestellt. :) Dazu noch Nalgene Pillid "Adapter" aus denen ich einen Aktivkohlefilter bauen werde. Das ganze Teil schraub ich dann unter den MSR und kann nach jeder Tour die Aktivkohle wechseln. So habe ich imho DEN Filter.

3× https://www.google.de/search?q=nalgene+pillid&client=ms-android-samsung&source=android-browser&prmd=sivn&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjVstyvu6vTAhWNYlAKHbRRBcIQ_AUICCgC&biw=640&bih=239 ...zwei feine Siebe/Filterpads.. etwas Werkzeug und Aktivkohle und ich hab nen MSR Guardian Kombi ;-)

khyal
17.04.2017, 16:22
Hab mir heut den Guardian bestellt. :) Dazu noch Nalgene Pillid "Adapter" aus denen ich einen Aktivkohlefilter bauen werde. Das ganze Teil schraub ich dann unter den MSR und kann nach jeder Tour die Aktivkohle wechseln. So habe ich imho DEN Filter.

3× https://www.google.de/search?q=nalgene+pillid&client=ms-android-samsung&source=android-browser&prmd=sivn&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjVstyvu6vTAhWNYlAKHbRRBcIQ_AUICCgC&biw=640&bih=239 ...zwei feine Siebe/Filterpads.. etwas Werkzeug und Aktivkohle und ich hab nen MSR Guardian Kombi ;-)

Warum so kompliziert, es gibt doch von Katadyn einen Kohlefilter, den man in den Schlauch klemmen kann ?

Die Schwermetall-Filterung usw halte ich auf Touren fuer rel unwichtig, wenn man die Wasserquellen mit eingeschaltetem Gehirn aussucht :bg:, im Gegensatz zu Krankheits-Erregern, bei denen ein einmaliger Kontakt ausreichen kann, um krank zu werden, geht es bei Schwermetallen um die Langzeit-Wirkung.

Auf "Outdoor"-Reisen, wo man meist am naechsten Tag weiter zieht und eine andere Wasserquelle benutzt, halte ich die Bindung fuer nicht so wichtig.

Fuer mich waere es nicht "der Filter", ca 400 € halte ich fuer sehr viel und alleine der Guardian wiegt fast 500 g, dazu dann noch der Kohle-Vorfilter, dann waere es bei jeder Tour wie z.B. auch beim Miniworks, der ja noch etwas leichter ist, ein abwaegen, ob man aufgrund der Wasserqualitaet das Ding wirklich mitschleppen muss.

So nutze ich den Sawyer Squeeze, feucht < 100 g mit Kappe und dem Cleaning Coupling Adapter fuer Backflushing und ein geschlossenes Grsavitationssystem, kann mir also auch die Pumperei sparen. Der ist einfach immer dabei und fertig.

Was Anderes waere natuerlich ein Filter fuer stationaeren Einsatz oder wenn man auch z.B. in Afrika in den Staedten das Chlor aus dem Wasser haben will, dann geht an Kohle kaum ein Weg vorbei, dafuer habe ich noch meinen Miniworks.

Erdenbewohner
17.04.2017, 16:32
Weils mir gefällt wie man das einfach aneinanderschrauben kann. Hätte fast den Katadyn genommen

khyal
17.04.2017, 16:58
Weils mir gefällt wie man das einfach aneinanderschrauben kann. Hätte fast den Katadyn genommen

Das ist echt der Vorteil bei MSR gegenueber Katadyn, auch den Miniworks kann man ohne Werkzeug komplett zerlegen und da ist die Kohle schon mit drin.

Viele sind halt einen aehnlichen Weg wie ich gegangen, alle moeglichen Filter gehabt, bei mir u.A. Katadyn Mini mit beiden Kartuschen (Kohle gibt es nicht mehr), Katadyn Combi, Pocket, die Vario-Kruecke, dann schon etwas leichter den Miniworks und dann ueber den Sawyer Mini (der fuer die Meistwen hier ausreichen wuerde) beim Sawyer Squeeze gelandet.
Fuer europaeische / nordamerikanische Verhaeltnisse auf Reisen reichen die Sawyer und die wiegen halt nix.

Harachteh
09.05.2017, 09:49
Soweit ich weiß tötet das UV Licht des SteriPen Bakterien nicht sondern verändert ihre DNA und macht sie damit reproduktionsunfähig. Eventuell scheinen sie trotzdem beim Labortest auch noch auf. Das würde zumindest das extrem schlechte abschneiden erklären.

gonathras
10.05.2017, 15:55
Falls du hier mal noch eine weitere Testreihe machst wär es toll wenn du einen Katadyn BeFree Filter testen könntest.

Ich hatte kürzlich Kontakt mit Sawyer und hatte da auch nochmal wegen dem austrocknen und der Langzeitlagerung gefragt, habe mir die Erlaubnis geholt die Nachricht auch hier zu posten:

"The fact is that there are no biodegradable parts to our filters, and therefore, although it is good practice to sanitize your filter, it is not absolutely necessary, as the filter itself cannot get damaged. Even if you store it full of dirt, and the dirt solidifies, the filter can still be recovered by soaking it in hot water <60C and then backflushing several times. The main thing to remember is to sanitize AFTER long term storage by backflushing with some water with purification tablets in, or some diluted bleach. Then squeeze 2 or three Litres of tap water through to clear the bleach ouit and its good to go. If you do want to sanitize before Long Term Storage, then this is the best I have seen:

“BackFlush With Chlorinated Tap Water
Next, filter a few litres of chlorinated tap water flowing in the normal direction. Chlorinated city water is sufficiently purified to kill off any bacterial blooms or mould from growing in your filter/purifier when it’s stored away. If you don’t have chlorinated water where you live, make some using the normal concentration of Aqua Mira or Bleach, per the manufacturer’s directions for making chlorinated water using household bleach.
Drying and Storage
Let your filter/purifier dry out slowly and naturally by placing it in a warm and well ventilated location, out of direct sunlight. After a week, move it to a drawer or closet in the heated part of your home. Come spring, it will be ready to use”.
"

Erdenbewohner
13.05.2017, 00:17
So.. hab einen Aktivkohlefilter für den Guardian gebastelt. Er funktioniert. Wenn ich die Dichtung gegoßen habe werde ich ihn euch vorstellen.

Den Katadyn Aktivkohlefilter hab ich am Guardian ebenfalls erfolgreich getestet.

Ich pumpe mit Altivkohle einfach etwas langsamer um den Guardian nicht zu sehr zu belasten.

Bei beiden habe ich eine starke Chlorbrühe durchgepumpt und Geruch und Geschmacksneutrales Wasser erhalten.

Grüßle

khyal
13.05.2017, 08:40
...Den Katadyn Aktivkohlefilter hab ich am Guardian ebenfalls erfolgreich getestet.

Ich pumpe mit Altivkohle einfach etwas langsamer um den Guardian nicht zu sehr zu belasten.

Bei beiden habe ich eine starke Chlorbrühe durchgepumpt und Geruch und Geschmacksneutrales Wasser erhalten.

Grüßle

Yes, Aktiovkohle kann unterwegs Sinn machen, wenn man sich in Staedten aufhaelt, wo das Wasser staerker gechlort ist.

Ich hatte z.B. als ich mit dem Motorrad in der Sahara unterwegs war, eine Aktivkohle-Kartusche fuer den Katadyn Mini (fuer den gibt es inzwischen nur noch die Keramik) bei, um in den Staedten das Chlor rauszubinden.
Ich bin da rel empfindlich, hat gut funktioniert.

"Normal unterwegs" d.h. ich ziehe mein Wasser aus natuerlichen Quellen, wie Baeche, Quellen usw, sehe ich da keinen Sinn drin.

Erdenbewohner
13.05.2017, 16:21
Ich bin auch öfters mal in Zivilisationsnähe und entnehme aus Flüßen und Bächen Wasser. Da möchte ich bisl Vorsicht walten lassen wegen diverser Chemikalien. Wenn ich in den Bergen bin lass ich die Aktivkohle eher weg.

Wenn ich so sehe das geklärtes Wasser in den Fluß fließt.. naja.. da bin ich froh um meine Aktivkohle. Mir ist auch bewußt dass die nicht alles filtert. Da ich Kohle aus dem Aquarienberei h verwende die sehr günstig ist, wechsle ich die auch nach fast jeder Tour.

VG

BernddasBrot
11.06.2017, 16:04
So.. hab einen Aktivkohlefilter für den Guardian gebastelt. Er funktioniert. Wenn ich die Dichtung gegoßen habe werde ich ihn euch vorstellen.

Den Katadyn Aktivkohlefilter hab ich am Guardian ebenfalls erfolgreich getestet.

Grüßle

Hallo, hast Du ein paar Fotos und Informationen für uns?
Hatte diesen gefunden, der müsste doch auch auf den Guardian passen bzw. zwischen Flasche & Guardian?

https://www.amazon.de/Adapter-Katadyn-Flaschenadapter-Aktivkohle-schwarz/dp/B0007U0184
https://www.katadyn.com/de/de/268-8013450-active-carbon-bottle-adaptor

Dankeschön!

cephalotus
30.06.2017, 23:11
Ja, die sollten auch gehen. Ist vor allem eine Frage des passenden Schlauches.

Die für mich sapnnende Frage zur Aktivkohle ist, ob man die besser vor oder hinter dem Filter platziert.

Vorne dran ist die lebensdauer deutlich reduziert, weil ja der ganze Dreck erstmal in der Aktivkohle landet.

Hinten dran hat man das Problem, dass eine über kurz oder lang verkeimte Aktivkohle einem dann das eigentlich gute Wasser wieder verkeimt.

Ich tendiere derzeit zu hinten dran und die benutzte Aktivkohle nach jeder Tour weg werfen.

MfG

cephalotus
30.06.2017, 23:16
Falls du hier mal noch eine weitere Testreihe machst wär es toll wenn du einen Katadyn BeFree Filter testen könntest...

Mal schauen, vielleicht kommt im Herbst noch ne Runde mit klarerem Rohwasser und anderen Filtern.

Bei den Filtern wäre ich dann auf Leihgaben angewiesen, zumindest dort wo der Kaufpreis deutlich über 2x Versandkosten liegt.

Außerdem finde ich es spannender, Filter zu testen, die schon etwas realen Einsatz hinter sich hatten und nicht nagelneu aus der Packung kommen.

Funner
04.08.2017, 10:39
Wir fliegen Morgen nach Finnland. Habe gerade gelesen, dass in dem Gebiet aktuell geraten wird Wasser abzukochen, da es in letzter Zeit Krankheitsfälle gab.


Kevon kanjonin retkeilyreitillä kulkevia kehotetaan keittämään talousvesi. Alueelta palanneet retkeilijät ovat poteneet vatsatautia. (päivitetty 2.8.2017)

Ich weiß noch nicht ob wir den MSR Miniworks oder Sawyer Squeeze einpacken, aber bei beiden kann ich davon ausgehen, dass sie Keime min. so gut filtern wie sie durch das Abkochen getötet würden?

derMac
04.08.2017, 10:57
Ich weiß noch nicht ob wir den MSR Miniworks oder Sawyer Squeeze einpacken, aber bei beiden kann ich davon ausgehen, dass sie Keime min. so gut filtern wie sie durch das Abkochen getötet würden?
Pauschal nein, das kommt auf die Keime an und was du unter Abkochen verstehst (welche Temperatur, wie lange - wobei du in Finnland die 100 °C ganz gut schaffen solltest). Manche Erreger sind so klein, dass sie sich sehr schlecht herausfiltern lassen, manche sind recht Temperaturunempfindlich. Der Filter kann also schlechter oder besser sein. Ist denn bekannt, um was für Erreger es geht? "Im Allgemeinen" reichen aber die Filter in Mittel- und Nordeuropa sicher sehr gut aus, das sind wohl beides recht zuverlässige Modelle.

Mac

Funner
04.08.2017, 11:21
Ist denn bekannt, um was für Erreger es geht?

Mehr als den bereits zitierten Hinweis konnte ich leider nicht finden.

Funner
04.08.2017, 11:31
Hier steht noch was: https://yle.fi/uutiset/3-9753941 Google Translate sagt dazu:


Einige Leute haben mit Gastroenteritis Kevo Utsjoki entlang der Route krank geworden. Lappland Rettungsdienst, der Grenzschutz Hubschrauber sind gezwungen worden, um die Kranken zu evakuieren, weil das Gelände zu rau ist krank für den Transport.

Rescue Department am Montag und Dienstag wurde das Gelände für sechs Personen angewandt. Mittwoch soll insgesamt sieben Menschen evakuieren.

Ist erkrankte kevo Route Gruppe neben anderen Wanderern. Die Umgebung Wanderer werden gebeten, Wasser zu kochen trinken.

derMac
04.08.2017, 11:41
Hier steht noch was: https://yle.fi/uutiset/3-9753941 Google Translate sagt dazu:
Also noch völlig unklar wo es herkommt und was für ein Erreger. Nicht mal sicher, ob es aus dem Wasser kommt. Ich würde wohl den Filter nehmen und darauf "hoffen", dass er reicht (was er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch tut). Und ich würde wohl auch nur am Kevo filtern.

Mac

Funner
04.08.2017, 11:53
Nicht mal sicher, ob es aus dem Wasser kommt.

Wovon dann, auf dem Weg gepflückte Blaubeeren? Da es sich wohl um verschiedene Gruppen von Wanderern handelt, dürfte es nicht am Essen liegen und kann ja nur das Wasser sein. Schade das da nicht genauer steht wo die Leute bereits lang gelaufen sind bevor sie evakuiert wurden.
Soweit ich es verstanden hab gibt es dort an jedem Zeltplatz auch Feuerholz, sodass wir zumindest Abends was abkochen können. Unterwegs muss dann der Sawyer Squeeze+Micropur Forte reichen.

CarWut85
04.08.2017, 13:04
Mal schauen, vielleicht kommt im Herbst noch ne Runde mit klarerem Rohwasser und anderen Filtern.

Bei den Filtern wäre ich dann auf Leihgaben angewiesen, zumindest dort wo der Kaufpreis deutlich über 2x Versandkosten liegt.

Außerdem finde ich es spannender, Filter zu testen, die schon etwas realen Einsatz hinter sich hatten und nicht nagelneu aus der Packung kommen.

Der Miniwell L610 (https://www.wasserfilter-experten.de/outdoor-wasserfilter/miniwell-l610-outdoorwasserfilter.html) würde mich mal interessieren... damals bei meiner Suche auf den gestoßen und das klang mir alles "zu schön um wahr zu sein"! (habe mir dann ja den Miniworks geholt)
Wenn der sich bewähren sollte, wäre er natürlich tatsächlich mal einen Blick wert, da er laut Anzeige, sich ein wenig als ELWMS darstellt!
Und da man auf Suche nach Filtern schnell zu dem verlinkt wird, wäre hier ein objektiver Test eine feine Sache!

derMac
04.08.2017, 13:29
Wovon dann, auf dem Weg gepflückte Blaubeeren? Da es sich wohl um verschiedene Gruppen von Wanderern handelt, dürfte es nicht am Essen liegen und kann ja nur das Wasser sein.
Das mit den verschiedenen Gruppen war mir nicht so ganz klar. Aber beim nochmaligen lesen waren es wohl 6 + 7, also unwahrscheinlich, dass es eine Gruppe war. Da geb ich dir Recht, da kommt eigentlich nur das Wasser in Frage.

Mac

Funner
04.08.2017, 14:27
Die lokale Touristeninformation hat auch nicht mehr Infos woran genau die Leute erkrankt sind. Die meinen wenn der Filter Bakterien filtert sollte es gehen, sonst aber besser abkochen. Naja.

CarWut85
04.08.2017, 14:42
In dem Artikel stand ja eh noch, dass es dort zuletzt auch Überschwemmungen gab... da sollte man ohnehin mit Verunreinigungen im Wasser rechnen und dementsprechend vorsorgen!

khyal
04.08.2017, 21:39
Wir fliegen Morgen nach Finnland. Habe gerade gelesen, dass in dem Gebiet aktuell geraten wird Wasser abzukochen, da es in letzter Zeit Krankheitsfälle gab.



Ich weiß noch nicht ob wir den MSR Miniworks oder Sawyer Squeeze einpacken, aber bei beiden kann ich davon ausgehen, dass sie Keime min. so gut filtern wie sie durch das Abkochen getötet würden?

Klar sind Beides gute Filter.

Wenn ihr wandert, wuerde ich aus Gewichtsgruenden den Squeeze nehmen, falls Ihr paddelt und viel direkt aus Fluessen filtern wollt, ohne zu warten, wuerde ich den Miniworks nehmen, da er fixer von Schwebeteilchen zu reinigen ist.

Funner
04.08.2017, 21:59
Wenn ihr wandert, wuerde ich aus Gewichtsgruenden den Squeeze nehmen, falls Ihr paddelt und viel direkt aus Fluessen filtern wollt, ohne zu warten, wuerde ich den Miniworks nehmen, da er fixer von Schwebeteilchen zu reinigen ist.

Wir gehen wandern, der Squeeze ist schon eingepackt. Zusätzlich kommt immer Micropur Forte rein, hoffe damit können wir alles abtöten und kriegen keinen Freiflug. Abends können wir dann vermutlich ja auch abkochen da es dort Feuerholz auf den Zeltplätzen gibt.
Aus größeren Flüssen haben wir auch in Norwegen und Schweden nie getrunken, immer nur auf den kleinen Bächen die da reinfließen. Bisher hatten wir so ganz ohne Filter nie Probleme.

smok
05.08.2017, 20:33
Der Miniwell L610 (https://www.wasserfilter-experten.de/outdoor-wasserfilter/miniwell-l610-outdoorwasserfilter.html) würde mich mal interessieren... damals bei meiner Suche auf den gestoßen und das klang mir alles "zu schön um wahr zu sein"! (habe mir dann ja den Miniworks geholt)
Wenn der sich bewähren sollte, wäre er natürlich tatsächlich mal einen Blick wert, da er laut Anzeige, sich ein wenig als ELWMS darstellt!

Geh mal in das Impressum einer der aeiten ausser Amazon, die den Miniwell in Deutschland anbieten. Und dann Google doch mal nach dem Geschäftsführer... Oder der firmenadresse... Dann weisst du zumindest schonmal welchen Seiten man nicht trauen sollte.
Der Herr hat wasserfiltervergleichsseiten, test Seiten und noch n paar weitere.
Ich selbst konnte nichts unabhängiges darüber finden.

CarWut85
06.08.2017, 08:15
Geh mal in das Impressum einer der aeiten ausser Amazon, die den Miniwell in Deutschland anbieten. Und dann Google doch mal nach dem Geschäftsführer... Oder der firmenadresse... Dann weisst du zumindest schonmal welchen Seiten man nicht trauen sollte.
Der Herr hat wasserfiltervergleichsseiten, test Seiten und noch n paar weitere.
Ich selbst konnte nichts unabhängiges darüber finden.
Ist ja auch eher so ein China-Ding... soweit schon klar!
Ein anderer Miniwell wurde aber auch schon mal getestet... glaube das war entweder sowas wie der GravityWorks oder der Squeeze... habe ich nicht mehr ganz genau im Gedächtnis.
Dennoch ein Test dazu fänd ich schon interessant... und wie gesagt... es klingt ja auch zu schön um wahr zu sein und man wird schnell auf der Suche nach Filtern dahin verlinkt... das macht einen Test ja zum einen spannend zum anderen hat man dann eine objektive Aussage, ob der etwas taugt oder nicht!

smok
06.08.2017, 18:05
Hersteller ist wohl: Guangzhou Lanquan Household Electric Appliance Co., Ltd. die verkaufen das ding wohl nur über alibaba. stellen aber wohl noch einiges anderes im filterbereich her.
liest sich bei näherer betrachtung nicht so uninteressant, wenn man objektive laborwerte außerhalb chinas finden würde.

Dominik
06.08.2017, 19:50
Ich habe kürzlich die Aussage erhalten, dass der Sawyer Filter nur bei optisch klarem Wasser verwendbar sei.
Kann das jemand bestätigen?

Meiner Ansicht nach dürfte es sich bei trüben Wasser v.a. um Schwebestoffe und größere Partikel handeln, welche den Filter höchstens verstopfen könnten. Ausspülen (Spritze) und weiter machen. Nach meiner bisherigen Kenntniss war dies auch der Vorteil von einem mechanischen Filter gegenüber Chemie, UV oder Abkochen. Es handelt sich schließlich um einen Filter.

Das Testwasser in diesem Thread würde ich auch eher als trübes als optisch klares Wasser bezeichnen. Die Ergebnisse sprechen letztlich für sich.

Weiß jemand mehr?
Danke und Grüße
Dom

LihofDirk
07.08.2017, 04:22
Ich habe kürzlich die Aussage erhalten, dass der Sawyer Filter nur bei optisch klarem Wasser verwendbar sei.
Kann das jemand bestätigen?

Meiner Ansicht nach dürfte es sich bei trüben Wasser v.a. um Schwebestoffe und größere Partikel handeln, welche den Filter höchstens verstopfen könnten. Ausspülen (Spritze) und weiter machen. Nach meiner bisherigen Kenntniss war dies auch der Vorteil von einem mechanischen Filter gegenüber Chemie, UV oder Abkochen. Es handelt sich schließlich um einen Filter.

Das Testwasser in diesem Thread würde ich auch eher als trübes als optisch klares Wasser bezeichnen. Die Ergebnisse sprechen letztlich für sich.

Weiß jemand mehr?
Danke und Grüße
Dom

Die Sawyer Filter sind Hohlmembran Filter, d.h. die Membran ist aufgebaut wie ein Strohhalm, eventuell auch mit mehreren Kanälen in einem Röhrchen (aufgeschnitten habe ich noch keinen, weiss aber, wer die Membranen liefert ...). Im Endeffekt ist es aber ein end-of-pipe aufbau, d.h. alles Wasser was reinkommt muss durch die Membran. Schwebstoffe können jetzt auf zwei Arten die Membran verstopfen:
1.) an der Oberfläche anlagern und die Membranporen mit einer Schicht überziehen. Das ist ein schleichender Prozess, die Filterleistung geht langsam in den Keller.
2.) einen Pfropfen in den Membrankanälen bilden. Das kann schnell gehen, und je nach Vordruck des Wassers das gefiltert werden soll kann dann sogar ein Druck auftreten, der die Membran beschädigt (womit dann ungefiltertes Wasser incl. Bakterien durchlaufen kann). Auch beim Rückspülen, wo ja Wasser mit Druck durch die Poren gepresst wird.

Aus Fall 2 dürfte die Warnung vor trübem Wasser herrühren.

Persönliche Einschätzung: mittleres Risiko, wenn man öfter rückspühlt, die Filterleistung beim Filtern permanent beobachtet und versucht möglichst alle groben Stoff durch ein Vorfilter (Socke) oder schnödes Absetzenlassen zu reduzieren.
Aus Gewährleistungsgründen kann ich aber verstehen, wenn Sawyer oder Händler vor "trübem" Wasser warnen.

Becks
07.08.2017, 09:18
Ich habe kürzlich die Aussage erhalten, dass der Sawyer Filter nur bei optisch klarem Wasser verwendbar sei.
Kann das jemand bestätigen?



Ist mir unbekannt und unser Ausgangswasser im letzten Urlaub war alles andere als optisch klar. :ignore: Wir haben dann eben einfach alle 1-2 Liter den Filter gespült, da dann die Leistung in den Keller ging. Das Prozedere hat er problemlos überlebt.

Bei mir stellt sich eher die Frage, wann der nächste Einsatz naht und ob es dann nicht einfacher ist, für 30 Euro einen neuen Filter zu kaufen, anstelle den jetzigen aufwendig zu desinfizieren und frostfrei einzumotten.

Was ich jedoch kann, ist das Teil zu empfehlen. Klein, kompakt, billig, mit wichtigsten anderen Ausrüstungsgegenständen kompatibel dank PET-Pullen kompatibler Verschraubung, idiotensicher in der Anwendung und effektiv.
Wir haben in Tadschikistan die ganze Zeit über damit für zwei Leute Trinkwasser gefiltert, da das Wasser unterhalb von 3700m stark durch die Weidewirtschaft und Hinterlassenschaften der Trekker verschmutzt ist. Eine unfreiwillig agierende Vergleichsgruppe, bestehend aus 7 Trekkern aus Deutschland sowie einer zweiten fünfköpfigen Gruppe aus Estland, kamen zum Resultat, daß 11 der 12 Leute nach einmaligem Genuß von ungefiltertem Mutnye-See Wasser zwischen eingigen Tagen bis zu einer Woche mit fiebrigem Brechdurchfall ausfielen. Wir waren drei Tage am See und haben zudem noch Wasser für die anschließenden Touren daraus entnommen - grob geschätzt 30 bis 40 Liter - und hatten keinerlei Beschwerden.

khyal
07.08.2017, 11:18
....2.) einen Pfropfen in den Membrankanälen bilden. Das kann schnell gehen, und je nach Vordruck des Wassers das gefiltert werden soll kann dann sogar ein Druck auftreten, der die Membran beschädigt (womit dann ungefiltertes Wasser incl. Bakterien durchlaufen kann). Auch beim Rückspülen, wo ja Wasser mit Druck durch die Poren gepresst wird..

Das ist imho so eine theoretische Annahme, die dann bei Verbreitung ueber Foren dazu fuehrt, dass den Leuten die Filter zurotten...:bg:

Da man, um wirklich den Filter via Backflushing freizuspuelen, kurzfristig sehr hohen Druck aufbauen solle, da man ansonsten nur ein paar Kanaele freigerspuelt bekommt, hatte ich mich u.A. genau ueber dieses Thema laenger mit den Sawyer-Teckies in den USA unterhalten.

Klare Ansage war, Du wirst es niemals mit der Spritze hinbekommen, egal wie schnell und fest Du spuelst, den Filter zu beschaedigen, auch nicht, wenn Du Arnold Schwarzenegger bist :bg:

Die Details erspare ich jetzt mal, habe bei 35 Grad im Schatten hier nicht so eine Lust, meine ueblichen Romane zu schreiben :bg:

Der Witz beim Backflushing ist nach meiner praktischen Erfahrung, dass Du direkt mit sehr hohem Druck spuelen must, solange der Filter noch gut zusitzt, ansonsten spuelst Du nur ein paar Poren frei und der Filterdurchsatz bleibt gering und wenn Du dann weiterspuelst, bekommst Du nicht mehr so easy den hohen Druck aufgebaut, da ja ein paar Poren frei sind.

Kenne das aus der Beratung / Service "und dann brauche ich noch einen neuen Squeeze / Mini" "Warum, verloren ?" "Nee, der sitzt wohl echt zu, alles Backflushing hat nix geholfen" "Hast Du wirklich, wie ich Dir beschrieben habe, richtig kraeftig mit hartem Impuls gespuelt ?" " ja etliche Liter, etliche Male versucht" "Hast den bei ?......gib mal her" verschwind damit fuer 1 min ins Bad..."kommst Du mal....was funktioniert jetzt nicht, der laeuft doch prima..." "wie hast Du denn das gemacht...?" "Wie ich Dir beschrieben habe, es kommt auf den starken Impuls nicht die Wassermenge an.."
xfache Auffuehrung im Service, bis jetzt noch jeden Filter wieder frei bekommen, da waren btw auch Kollegen vom Fach dabei, die sich eigentlich mit dem Kram auskennen...



....Bei mir stellt sich eher die Frage, wann der nächste Einsatz naht und ob es dann nicht einfacher ist, für 30 Euro einen neuen Filter zu kaufen, anstelle den jetzigen aufwendig zu desinfizieren und frostfrei einzumotten.

Ist schoen, dass von Dir da auch ein positives Feedback zum Sawyer kommt, ich weiss, dass Du sehr objektiv ran gehst, den Kopf frei ohne vorgefasste Meinung hast und auch ueberhaupt keine Probleme damit hast, heilige Kuehe zu schlachten :bg: z.B. auch in div Threads im UL-Forum...

Ich habe da eigentlich noch nie Aufwand gehabt, wenn ich nun mal den Filter fuer laengere Zeit wegpacke (eigentlich nur 2* im Jahr, wenn ich laenger nach TerraNonna fahre), die Evernew-Faltflaschen spuele ich ja eh aus, bevor ich sie trockne / wegpacke, ob ich dann eine davon mit etwas Wasser ne halbe std mit ner Micropur Tablette auf der Spuele stehen lasse, ist ne Sache von 5 sec, dann eben Filter draufgeschraubt, den halben Liter Wasser durchgejagt, ca 15 sek, Filter Restwasser rausgeschuettelt:bg:, 20 sek, 2 Wochen in der Kueche zum trocken liegen lassen (staubfreister Raum im Haus), 0 sek :bg:, dann in meine Wasserfilter / Wassertransportkiste in die Outdoorregale im Keller gepackt, wenn ich extra dafur runterginge 10 sek, macht in der Summe 50 sek, wenn ich beim NP nicht von meinem Squeeze, sondern vom preiswerteren Mini ausgehe, komme ich da umgerechnet auf einen Stundenlohn von 2100 €, mal davon abgesehen, dass der Neukauf eines Filters wahrscheinlich mehr Zeit als die 40 sek in Anspruch nimmt...

LihofDirk
07.08.2017, 15:26
Sagen wir Mal so: ich habe auf meinem Schreibtisch etliche Hohlfasermembranen liegen, die nach mehreren Rückspülzyklen unterschiedlicher Intensität den Geist aufgegeben haben
Sind nicht nur theoretische Überlegungen. Und die benötigten Drücke sind auch von Hand hinzubekommen.

khyal
07.08.2017, 22:13
Sagen wir Mal so: ich habe auf meinem Schreibtisch etliche Hohlfasermembranen liegen, die nach mehreren Rückspülzyklen unterschiedlicher Intensität den Geist aufgegeben haben
Sind nicht nur theoretische Überlegungen. Und die benötigten Drücke sind auch von Hand hinzubekommen.

Also Du hast mehrere geknackte Sawyer Mini oder Squeeze da liegen ?
Um die ging es ja...

Da wuerden mich echt Blder interessieren...

LihofDirk
08.08.2017, 01:38
Also Du hast mehrere geknackte Sawyer Mini oder Squeeze da liegen ?
Um die ging es ja...

Da wuerden mich echt Blder interessieren...

Nur die Membranen, sowohl im Sawyer verbaute als auch andere. Keine Anschlüsse, Gehäuse, etc.
Und Bilder gibt es nicht (zu mindest ausserhalb der Firma)

basstardo
14.08.2017, 09:27
Bei mir stellt sich eher die Frage, wann der nächste Einsatz naht und ob es dann nicht einfacher ist, für 30 Euro einen neuen Filter zu kaufen, anstelle den jetzigen aufwendig zu desinfizieren und frostfrei einzumotten.

Die Frage hab ich mir auch gestellt und dann in Zürich im Abverkauf einen für 30 CHF ergattert. Sonst halt für um die 27-30 Euro im Netz bestellen.

Gruss,
Westi

Funner
15.08.2017, 19:13
Sind zurück und nicht krank geworden. Habe aber auch nicht davon gehört, dass noch mehr Leute betroffen waren als die 13 die zuvor evakuiert wurden. Teils wurde uns gesagt es soll das Norovirus sein, viele andere meinten aber nur es hätte wohl ein Bär ein Rentier im Fluss abgelegt. Es soll übrigens doch nur eine Gruppe betroffen gewesen sein, die halt an zwei unterschiedlichen Tagen evakuiert wurden.

Wir haben unser komplettes Wasser mit dem Sawyer Squeeze gefiltert und danach abgekocht.

Ich habe hier noch jede Menge Micropur Forte Tabletten die ihr Verfallsdatum bald erreicht haben, wie kann ich den Filter damit desinfizieren? Tablette in den Beutel, dort 20 Minuten einwirken lassen und dann das Wasser durch den Filter drücken? Ist die Einwirkzeit im Filter dann nicht zu kurz wenn man es nur durchdrückt?

Leitwolf
15.08.2017, 20:26
Hoffe ich habs nicht überlesen: Warum shat Du nur Einige der proben Auf Coli tetsten lassen? So richtig aussage kräftig ist das dann doch nicht oder?

khyal
15.08.2017, 21:19
[....Ist die Einwirkzeit im Filter dann nicht zu kurz wenn man es nur durchdrückt?

Nein, da es beim Micropur nur darum geht, zu verhindern, dass waehrend des Trocknungsprozesses das Wasser im Filter das Keimen anfaengt, gut ausschuetteln nicht vergessen...

Funner
15.08.2017, 21:22
Nein, da es beim Micropur nur darum geht, zu verhindern, dass waehrend des Trocknungsprozesses das Wasser im Filter das Keimen anfaengt, gut ausschuetteln nicht vergessen...

Also erst mit der Spritze Wasser rückwärts durch den Filter drücken und dann nochmal Vorwärts mit Micropur Forte behandeltem Wasser?

khyal
15.08.2017, 22:07
Also erst mit der Spritze Wasser rückwärts durch den Filter drücken und dann nochmal Vorwärts mit Micropur Forte behandeltem Wasser?

Mach es nicht so kompliziert, Backflushing brauchst Du generell nur zu machen, falls sich der Filter mal zugesetzt hat.

Einfach etwas Wasser mit normalem (blauen) Micropur ansetzen (wenn man, wie Du gerade Forte (rotes) hat, kann man das auch nehmen), kurz durchjagen, Filter ausschuetteln, fertig.

Direkt vor der naechsten Tour oder unterwegs, den ersten Liter gefiltertes Wasser wegkippen, falls man "Chlorgeschmack" vom Micropur nicht mag, that´s all.

sunchild
16.08.2017, 07:18
Was macht ihr mit den Filtern wenn sie längere Zeit nicht genutzt werden? Speziell bei den Hohlfaser wie zB MSR Guardian? Die Anleitung schweigt sich ja dazu aus :(
Zerlegen und Trocknen? Spülen mit xxx ?

khyal
16.08.2017, 13:30
Was macht ihr mit den Filtern wenn sie längere Zeit nicht genutzt werden? Speziell bei den Hohlfaser wie zB MSR Guardian? Die Anleitung schweigt sich ja dazu aus :(
Zerlegen und Trocknen? Spülen mit xxx ?

Klasse :bg:

Wie waere es mit Lesen im Thread, oder natuerlich in den x Anderen, die dasselbe Thema schon behadelt haben z.B. direkt oberhalb Deines Beitrages geht es um die Behandlung der Hohlfaserfilter Squeeze und Mini vor Einlagerung, im Testhread zum Mini von mir steht z.B. auch so Einiges dazu, in x verschiedenen Threads zu x verschiedenen Filtern und das kann man mit ein ganz klein bisschen Nachdenken auch auf einen Filter "uebertragen", der nicht explizit genannt wird :bg:

Der Foerster
22.04.2018, 14:32
Ich hole den (tollen) Faden mal wieder hoch. Ich bin in ein paar Wochen mal wieder dienstlich in Kenia. Dort gibt es die Empfehlung, dass man mit dem Leitungswasser nicht mal die Zähne putzen soll. Da das extrem nervig ist, wollte ich dies mal ein Wasserentkeimungsmittel auf Chlor-Basis mitnehmen um mir selber Trink- bzw. zumindest Zähneputz-Wasser herzustellen.

Wie "sicher" wirkt so eine Mittel gegen Koli-Bakterien und ähnlichen Kram (optisch ist das Wasser aus dem Hahn ja klar)? Gibt es da Erfahrungen?

Ich dachte an dies Mittel: http://www.lauche-maas.eu/outdoorkueche/wasser/chemische-wasseraufbereitung/certisil-combina-cc-10000-p-1g-fuer-100-ltr-inhalt-100g

Moltebaer
22.04.2018, 21:57
Das Irgendwashypochlorid (Natrium/Calcium) zerlegt die Zellwände von Bakterien und tötet sie dadurch ab.
In klarem Wasser laut Dosierungsanleitung anwenden, gut vermischen und einwirken lassen (mind. 30 min, für bestimmte Erreger schreibt Micropur was von 2h). Danach ist das Wasser absolut unbedenklich und schmeckt minimal nach Chlor bzw. leicht salzig. Das läßt sich leicht ertragen. Viel Spaß im Süden ;-)

Der Foerster
28.04.2018, 09:39
Danke!:D