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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : GPS Navigation mit dem Smartphone



rausundweg
09.11.2016, 15:03
Nachdem mein altes Garmin GPS den Geist aufgegeben hat, habe ich mich gefragt, ob sich nicht genau so gut mit dem Smartphone beim Wandern navigieren lässt.
Das Angebot an Apps erscheint mir ein wenig unübersichtlich, kann jemand da was empfehlen?

Für die App sollte gutes Kartenmaterial verfügbar sein (entweder OSM oder auch kommerziell), die Karten sollten offline speicherbar sein und man sollte einen hochgeladenen GPX track nachwandern können.

Experimentiert habe ich mit Komoot, das funktioniert halbwegs, allerdings hapert es beim GPX hochladen und nachwandern...

TanteElfriede
09.11.2016, 15:25
...komisch, ich habe keinen Stress mit Komoot und GPX hochladen.. wo klemmt das bei Dir?

Bielefelderin
09.11.2016, 20:55
Ich benutze auf dem Samsung S5 mini Locus (https://play.google.com/store/apps/details?id=menion.android.locus.pro&hl=de) (in der Bezahlversion) mit OSM-Karten. Wunderbar. Das beste am Smartphone überhaupt. Jederzeit wissen, wo man grad ist, und wo der Weg lang geht, den man eigentlich gehen wollte - und genussvoll davon abweichen.

thomas79
09.11.2016, 22:32
Ich nutze dafür GPS-Tracks (https://play.google.com/store/apps/details?id=com.GPSTracks&hl=de). Allerdings nur für Tagestouren. Bei längeren Trekkingtouren bevorzuge ich die gute alte Papierkarte :-)

Byrnisson
10.11.2016, 09:19
+1 für LocusPro. Ich kenne keine bessere und umfangreichere Karten-App.

Hinnerk
10.11.2016, 09:39
+2 für LOCUS
habe die PRO-Version.

Super App, mit anhaltendem Support und steten Verbesserungen.

Kostenfreie Offline-Karten in großer Auswahl, bitte die Erweiterung Map-Tweak nicht vergessen!

z.B. Kompass-Wanderkarten im Angebot, z.B. für den bunten überblick

man kann auch verschiedene Luftbilder (Google, ESRI, Bing) offline speichern, wenn man sowas will.

Gibt ansonsten für viele Wandergebiete (z.B. Schweden, Norwegen) und eben auch OSM

Manche KArten auch gegen geringe Gebühr, wie Swisstopo und outdooractive

Spartaner
10.11.2016, 09:48
+3 für Locus Pro

Komme allerdings kaum hinterher, alle (neu hinzukommenden) Funktionen zu erlernen.

rausundweg
10.11.2016, 11:31
Super, vielen Dank! Hab mir gestern Locus mal heruntergeladen. Auf den ersten Blick sieht das ganz gut aus. Ich werd aber wohl noch ein klein wenig Zeit brauchen, mich in die Funktion einzuarbeiten....

flyingscot
10.11.2016, 11:52
Ich nutze Apemap Pro (30 Euro). Für 20 Euro mehr kann man hier alle Kompasskarten nutzen und auch offline speichern. Aber natürlich auch andere Kartenquellen, z.B. OSM.

Dazu kommen bei mir noch die Karten des DAV, allerdings "nur" offline.

Hinnerk
10.11.2016, 13:41
Ich nutze Apemap Pro (30 Euro). Für 20 Euro mehr kann man hier alle Kompasskarten nutzen und auch offline speichern.

Geht bei locusmaps mit dem kostenfreien addon MAPTWEAK auch komplett kostenfrei

flyingscot
10.11.2016, 14:30
-

Hinnerk
10.11.2016, 15:27
??? Illegal?

flyingscot
10.11.2016, 17:58
Wo findet man denn im Locus Free die Kompasskarten?

Hinnerk
10.11.2016, 18:18
so, habe gerade nochmal locus free installiert...


du musst erst das locus add-on "Locus MAP Tweak" installieren.
und das add-on dann starten und ausführen.

danach kannst du unter "online" karten die Kompass karte finden...

bei offline speichern der karte kannst du nur 10.000 tiles pro tag gerunterladen. der Downloadjob bricht aber nicht ab, sondern wird nur unterbrochen. kannst dann am nächsten tag weiterladen.

da die zoom-stufe bei den Kompasskarten aber eh nicht so dolle ist, kannst du mit 10.000 tiles schon eine mehrtagestour abdecken.

sag mal, ob es klappt.

flyingscot
10.11.2016, 18:31
Ja, hat jetzt funktioniert. Vor einem Jahr waren die Kompasskarten meines Wissens noch kostenpflichtig...

Hier ist auch die Aussage, das Map Tweak sich eher in einer rechtlichen Grauzone bewegt (aus dem Support Forum von Locus):



Map Tweak add-on is not officially supported by Asamm Software (because it allows to use maps against their 'terms of use'), so we do not provide any help here.

HAL 23562
10.11.2016, 19:09
Ich nutze schon lange Locus Pro, habe aber auch andere Apps wie Orux intensiv genutzt. Locus ist für mich mit Abstand die beste App derart, bedarf aber aufgrund des enormen Funktionsumfangs ein wenig der Einarbeitung. Wird zudem ständig verbessert.

Die besten Offline-Karten plus erstklassiger Themes habe ich bisher bei Openandromaps (http://www.openandromaps.org/installation) gefunden. Basieren auf OSM und werden ständig aktualisiert.

GPX-Tracks gibts auf allen möglichen Seiten. Habe ich meist gezielt gegoogelt.

HAL

rausundweg
16.11.2016, 07:50
Vielen Dank nochmal! Habe Locus mit Locus MAP Tweak auf einer Dreitagstour im Südlichen Odenwald ausprobiert. Einfach super, beste App, die ich bis jetzt gesehen habe. Mehrere Karten offline gespeichert, GPX Track zum abwandern kein Problem, Track aufzeichnen und anschließend exportieren auch ganz einfach.
"Two thumbs up!" :-)

surferin
16.11.2016, 08:10
Falls du mal in der Schweiz wanderst, möchte ich wanderland.ch empfehlen. Da sind alle topografischen Karten der Schweiz kostenlos online. Es gibt auch eine App, wo man für 20CHF/Jahr auch offline-Karten herunterladen kann.

Prachttaucher
16.11.2016, 08:29
Orux fand ich früher gut, weil ich da auch die ReiterOSM-Karte nehmen konnte. Da das mittlerweilen aber wohl nicht mehr geht eben auch "Locus". Eigene Tracks verwenden fand ich nicht so schwierig, Routing funktioniert bei mir aber nicht - Fehlermeldung.

Ja...man müßte sich mal sehr gründlich damit beschäftigen, aber solange es nur als Back-Up dient.

Interessant wäre ja in dem Zusammenhang wie viele Akkus da nötig sind um wie beim Etrex 30 auf 20-25 h Laufzeit (Display kontinuierlich an) zu kommen, z.B. mit einem S5. Damit habe ich unterwegs immer mal wieder so Späßchen wie plötzliche Akkuentleerung. Mag sein, daß es nach aufrufen des Wetterberichtes auftritt oder.... Solange das nicht stabil läuft.

iwp
16.11.2016, 08:41
Wozu muß ein Display ständig an sein ? Es muß doch nur etwas anzeigen, wenn ich drauf schaue...

rausundweg
16.11.2016, 09:45
Mein Akku (LG G5) hat einen komplette Wandertag gehalten - Karte offline gespeichert und Track mitgeschrieben. Im Schnitt wahrscheinlich alle 10 bis 15 Minuten draufgeschaut.

Prachttaucher
16.11.2016, 12:28
Wozu muß ein Display ständig an sein ? Es muß doch nur etwas anzeigen, wenn ich drauf schaue...

Mein Etrex30 habe ich auf der Fototasche vor mir. Ich schaue zwar nicht permanent drauf, aber sehr häufig um gleich mitzubekommen, wenn ich einen falschen Weg einschlage.

HAL 23562
16.11.2016, 16:03
Wozu muß ein Display ständig an sein ? Es muß doch nur etwas anzeigen, wenn ich drauf schaue...
Also, bei mir nicht. Hängt wohl ein wenig von den individuellen Gewohnheiten ab. Ich z.B. schau aufs Display, orientier mich, dann schalte ich das Display aus und erst wieder an, wenn ich mich wieder orientieren will/muss. Dank Fingerabdrucksensor geht das sehr schnell. Wie oft ich einschalten muss hängt von etlichen Faktoren ab: Topographie, Erkennbarkeit Weg, Ausschilderung etc.

Das Smartphone ist immer im Flugmodus und es laufen nur Locus und die Foto-App. Im Fjell war ich nicht ganz zwei Wochen von Abisko bis Ritsem unterwegs. Mit meinem damaligen Sony Xperia Z habe ich viele Fotos gemacht und das Teil hat mit Aufladen aus einer 5000er Powerbank die ganze Zeit funktioniert. Mit meinem jetzigen Huawei G8 dürfte das noch besser sein.

HAL

Prachttaucher
16.11.2016, 16:45
...Hängt wohl ein wenig von den individuellen Gewohnheiten ab....Im Fjell war ich nicht ganz zwei Wochen von Abisko bis Ritsem unterwegs....

Naja eher davon, wo man unterwegs ist. Im Fjäll habe ich das Teil natürlich auch nicht permanent an, manchmal brauche ich es tagelang nicht. Den Nachteil von Smartphones sehe ich dort dann eher in den nicht vorhandenen Garmin-Karten für diese Gebiete...aber das wird zu sehr OT.

Bei heimischen Touren im Wald kann es ggf. schon nett sein, gleich den richtigen Weg zu erwischen.

Hinnerk
16.11.2016, 17:17
Naja eher davon, wo man unterwegs ist. Im Fjäll habe ich das Teil natürlich auch nicht permanent an, manchmal brauche ich es tagelang nicht. Den Nachteil von Smartphones sehe ich dort dann eher in den nicht vorhandenen Garmin-Karten für diese Gebiete...aber das wird zu sehr OT.

Bei heimischen Touren im Wald kann es ggf. schon nett sein, gleich den richtigen Weg zu erwischen.

ich habe auch eigentlich zusätzlich immer Papierkarten dabei. Falls mehrere Tage in einsamerer Gegend dann sowieso, rein aus der Sicherheit heraus!

mache gerne bei dem OT mit...
Sind die GARMIN-KArten nicht eh gar nicht so dolle???
Habe ja kein Garmin, aber z.B. für Norwegen oder Schweden gibt es ja die "öfentlichen" 50.000er Wanderkarten zum download für LOCUS...
da kommt doch die garmin-Karte nicht mit, oder täusche ich mich da!?

Prachttaucher
16.11.2016, 19:57
:roll:Hab ich denn geschrieben daß ich keine Papierkarten mitnehme ????

Die Garmin-Karten basieren ja auf den offiziellen Fjäll-Karten. Wenn die Details/ das Layout auch nicht komplett der Papierkarte entsprichen....ich bin damit im Norden immer gut zurecht gekommen. Und einmal vor ca. 10 Jahren gekauft relativiert sich der Preis ebenfalls.

Wenn es da mittlerweilen vergleichbare und dazu kostenlose Lösungen für´s Smartphone gibt ist das natürlich für Neueinsteiger die bessere Lösung - soweit das Akku-Problem keine Rolle spielt. Ich würde übrigens bei der Smartphone-Lösung ggü. Etrex + Gurkenhandy theoretisch 60 g einsparen - würde mich das ohne Ersatz-Akku aber nicht trauen. Bei der anderen Lösung habe ich Strom ohne Ende - Handy eh und Etrex wird ja nur selten angestellt. Ausschalten ist natürlich wichtig !

Was mich an Locus allerdings stört ist daß man es nicht so einfach am PC installieren kann und deswegen ein Tablet kaufen ist auch übertrieben. Wenn ich vorplane möchte ich das aber schon zu Hause am Monitor machen können wie mit Mapsource/ Basecamp.

Byrnisson
16.11.2016, 20:26
Die Trackaufzeichnung verbraucht nach meiner Erfahrung schon einiges Strom. Da lässt sich aber in den Aufzeichnungsoptionen noch ein bisschen was optimieren. 25m und 15-30sec ist immer noch sehr gut brauchbar.

Prachttaucher
16.11.2016, 21:40
Habe ich beim Etrex auch runtergestellt (seltener), was mir aber noch gut ausreicht. Wenn ich mir das bei einem Track anschaue könnte das 1 Punkt/ 20 m sein.

Clouseu
18.11.2016, 17:14
Ich habe mich da noch nicht viel mit beschäftigt, zur Zeit nutze ich "myTrails" vielleicht kennt das ja noch jemand,
finde ich ganz ok.

ViviKimi
18.11.2016, 21:54
Ich finde outdooractive prima. Bisher keine Probleme gehabt, und Routen lassen sich sehr gut am Rechner planen, ändern etc.

Bielefelderin
18.11.2016, 23:28
Bei outdooractive.com hatte ich das Problem, dass da veraltete Routenführungen bereitgestellt werden (zumindest für den E1 südlich von Hamburg).

gaudimax
25.11.2016, 01:28
Servus!

Bin seit Jahren äußerst zufrieden mit Oruxmaps (https://play.google.com/store/apps/details?id=com.orux.oruxmaps&hl=de) unterwegs. Nutze die Android-App dabei sowohl beim Bergsteigen, Radln, Mountainbiken und Trekken. Die App ist kostenlos und werbefrei, für die tolle Arbeit des Entwicklers hab ich mir jedoch die 1,99 € teure Spendenversion der App gegönnt (ansonsten kein Unterschied zur freien Version).

Meine Offlinekarten stammen dabei von http://www.openandromaps.org/. Fürs Offline-Routing empfehle ich noch zusätzlich die App BRouter (https://play.google.com/store/apps/details?id=btools.routingapp&hl=de).

Locus hab ich selbst noch nie getestet da ich mit Oruxmaps eben schon eine App gefunden habe mit der ich sehr zufrieden bin. Bisher hab ich aber immer auch nur gute Kritiken zu Locus gelesen. So nebenbei: Letztes Jahr gab es Locus, ich glaube es war zur Weihnachtszeit, eine zeitlang deutlich günstiger als die normalen 8,50 €. Vielleicht ists ja bald wieder soweit :-)

Etwas Zeit zum einarbeiten sollte man sich für beide Apps nehmen!

feuerland
27.12.2016, 00:23
Bei der Frage, ob ein Smartphone ein "richtiges" GPS wie ein Garmin ersetzen kann, stellst Du dir am bestem im dunklen, tiefen Wald oder in einer Schlucht :)

Wenn Du dann noch ein Signal auf dem Handy hast, hast du ein "gutes" handy oder einfach nur glück :)
Wichtig ist auch, zu sehen, wie der GPS Empfang auf dem Handy ist, wenn Du kein Netz hast!

Das würde ich erstmal austesten bevor du Dich mit Karten verrückt machst.

Ein Garmin empfängt besser und genauer als jedes Smartphone!

Wenn Du nur was grobes suchst ... vielleicht ok, aber z.B. für Geocaching ... da ist jeder Meter Abweichung entscheiden :)

HAL 23562
27.12.2016, 13:18
@ Feuerland: Ich finde es toll, dass Du mit deinem Garmin so zufrieden bist. Und Tröts zum Thema Garmin vs. Smartphone gabs schon reichlich.
Klink Dich doch bitte da ein. Denn hier bist Du offenkundig OT, ebenso wie im Thread "Locus und Tachometerfunktion". Ich wäre Dir dankbar und vielleicht auch diejenigen, die zum Thema was zu sagen haben und wollen.

HAL

feuerland
27.12.2016, 13:55
Denn hier bist Du offenkundig OT, ebenso wie im Thread "Locus und Tachometerfunktion". Ich wäre Dir dankbar und vielleicht auch diejenigen, die zum Thema was zu sagen haben und wollen.

HAL

So ein Forum ist doch dazu da, dass jeder zu Wort kommt - also auch ich - um dem TS neue Möglichkeiten / Gedanken auf zu zeigen.


TS fragt: ob sich nicht genau so gut mit dem Smartphone beim Wandern navigieren lässt.

Und bevor irgendwas mit karten etc. sollte nachgefragt werden, ob er ein gutes GPS Modul in seinem Handy hat oder nicht. Da gibts ganz extreme Unterschiede auf dem Markt. Sowohl in Städten (wo meist ein guter Empfang ist) und schlimmer in der Natur, wo der TS das Handy einsetzen will.

Einfach sachlich bleiben :roll:

Byrnisson
27.12.2016, 17:37
Um mal beim Sachlichen zu bleiben...

1. Der GPS-Empfang ist wohl eher in der Stadt am problematischsten und nicht in der "Natur", außer du befindest dich in einer tiefen Felsschlucht.
2. Der GPS-Empfang hat nichts mit dem Handy-Empfang zu tun.

Tapio
16.06.2017, 10:58
Ich habe Anregungen für Euch, da ich Navigation mit Smartphone ganz gut im Griff habe. Traut Euch! :D

Ich benutze ein Sony Z1 mit Locus Pro (http://www.locusmap.eu/) und Karten und Themes von Openandromaps (http://www.openandromaps.org/downloads/deutschland). Es geht nichts über Locus Pro - nur ist es sehr komplex, man kann es drehen und wenden wie man will, am Ende braucht man Erfahrung, um die Funktion/Option zu finden, die man gerade braucht :D Aber ohne Locus Pro kann ich nicht mehr leben...
Als erste Amtshandlung solltet Ihr Locus erstmal so konfigurieren, dass die externe Micro-SD benutzt wird. Die kann man dann nach herzenslust mit Karten. SRTM-Daten etc. vollrümpeln.

1. Mein Smartphone habe ich weit oben am Rucksack über der Brust. So kann ich Navigationsanweisungen hören. Die freundliche Stimme flüstert mir also Abbiegehinweise ins Ohr, ausserdem gelegentlich die Dauer und Entfernung vom Start. "Trainingsprofile" heißt das glaube ich bei Locus.
2. Ich habe ein Tasker-Profil, das mir alles fürs Wandern einstellt (korrekte Lautstärken, Abschalten aller stromfressenden Dinge).
3. Das Z1 steckt in einer Munitionshalterung: klick (https://www.amazon.de/VIPER-QUICK-RELEASE-MAG-POUCH-SINGLE/dp/B003K766WQ). Irgendwann mal bin ich darauf gekommen, ist eine super Sache. So kann man das Smartphone leicht entnehmen und wieder einstecken. Ich habe es so gemacht, dass es oben 1 cm rausschaut, was perfekt ist, da das Sony den GPS-Sensor vorne oben hat.
Man muss immer mal auf die Karte schauen, wenn Abbiegungen unklar sind etc... Locus Pro kann ja auf dem Lockscreen ausgeführt werden.
4. Es gibt neue, präzisere SRTM-Höhendaten! http://data.opendataportal.at/dataset/dtm-germany. Falls SRTM-Dateien schon benutzt werden (in Locus/Data/SRTM/), überschreibt man die alten mit diesen präziseren, neuen.
5. Mit Locus verwende ich Brouter (App im Playstore (https://play.google.com/store/apps/details?id=btools.routingapp&hl=en)). BRouter ist dann in Locus integriert, und zwar mittlerweile richtig gut. Planungen mache ich aber lieber an einem größeren Gerät. Ich speichere meine Touren gerne bei GPSies (GPsies.com).
6. Richtig super fürs Planen ist brouter-web, und zwar die neue Version. Toll ist, dass in URLs alle Details als Parameter vorkommen, so kann man Planungen leicht verbreiten. Habe mal etwas zurechtgeklickt, schaut Euch das mal an! brouter-web (https://brouter.damsy.net/#map=13/51.3081/7.8161/OpenStreetMap&lonlats=7.74416,51.315593|7.738667,51.276307|7.83205,51.260089|7.904513,51.295377|7.817502,51.341082|7.744814,51.315915&nogos=7.879279,51.312642,661|7.864151,51.33029,1168&profile=hiking-beta). Eine komplette Route mit Wegpunkten und NoGo-Area als URL - ich finde sowas toll. Ich verwende gerne das hiking-beta-Profil, es vermeidet größere Strassen und nimmt auch gerne Berge mit.

Selbst organisierte Wanderungen mache ich in den deutschen Mittelgebirgen, meist so 20-30 km am Tag. Als Vorbereitung fürs Alpenwandern, mit realistischer Ausrüstung (also 8kg Rucksack und so). Da hat mich die Smartphone-Lösung eigentlich nie verlassen. Als Backup, falls es ausfällt, was nie passierte, habe ich mein altes etrex vista hcx mit. Man will ja den Parkplatz des Autos wiederfinden.

Ich bin froh, solche Lösungen zu haben. Mal eben unterwegs bei Gewitter die nächstgelegene Schutzhütte finden, mal einfach Strecke umplanen... sowas ist mit so einem etrex einfach... friemelig/unmöglich.

Ich fasse kurz zusammen:
Wir leben in einer geilen Zeit.

Mein Smartphone-Fokus wird künftig immer bei guter Akkulaufzeit liegen. Was den GPS-Sensoren angeht, gibt es ja leider meist wenig Infos der Hersteller. Bzgl. Akku, mein Z1 ist meist so halbvoll nach so einem 5-6 Stunden Wandertag.

khyal
19.06.2017, 14:27
...Mal eben unterwegs bei Gewitter die nächstgelegene Schutzhütte finden, mal einfach Strecke umplanen... sowas ist mit so einem etrex einfach... friemelig/unmöglich....

Quark, natuerlich geht so etwas mit einem Garmin GPS auch easy, aber man muss sich halt, genau wie mit jedem anderen technischen Geraet, damit auseinandersetzen...

DXManiac
19.06.2017, 15:04
Quark, natuerlich geht so etwas mit einem Garmin GPS auch easy, aber man muss sich halt, genau wie mit jedem anderen technischen Geraet, damit auseinandersetzen...

Das macht smartphoneverwöhnten Leuten eventuell keinen Spaß, weil das Scrollen so unglaublich langsam ist.
Mich hatte mein Garmin spätestens dann überzeugt, als ichs beim Aufzeichnen einer Paddeltour nicht abgeschaltet hab und es mit einem Satz AA-Akkus relativ entspannt 24h lang aufgezeichnet hat.

Ja, wild Rumzoomen und -scrollen ist eher lästig, weil das neu berechnen der Kartenansicht langsam ist, aber wirklich oft GEBRAUCHT hab ichs bisher nicht(was nicht heisst, dass ich das am Telefon nicht ab und zu trotzdem gern tue). Ich bleib meist bei einem zu meiner Geschwindigkeit passenden Zoomlevel und auf der geplanten Route.. Man muss ja nicht unbedingt auf die unwahrscheinlichen Fälle optimieren, sondern auf den Normalfall.

Umnavigieren zu einem anderen Ziel ist hingegen auch mit dem Garmin kein nennenswertes Problem.

khyal
19.06.2017, 15:42
Das macht smartphoneverwöhnten Leuten eventuell keinen Spaß, weil das Scrollen so unglaublich langsam ist.
Mich hatte mein Garmin spätestens dann überzeugt, als ichs beim Aufzeichnen einer Paddeltour nicht abgeschaltet hab und es mit einem Satz AA-Akkus relativ entspannt 24h lang aufgezeichnet hat.

Ja, wild Rumzoomen und -scrollen ist eher lästig, weil das neu berechnen der Kartenansicht langsam ist, aber wirklich oft GEBRAUCHT hab ichs bisher nicht(was nicht heisst, dass ich das am Telefon nicht ab und zu trotzdem gern tue). Ich bleib meist bei einem zu meiner Geschwindigkeit passenden Zoomlevel und auf der geplanten Route.. Man muss ja nicht unbedingt auf die unwahrscheinlichen Fälle optimieren, sondern auf den Normalfall.

Umnavigieren zu einem anderen Ziel ist hingegen auch mit dem Garmin kein nennenswertes Problem.

Yes Laufzeit, Robustheit, dass mann notfalls irgendwelche AA verwenden kann, Ausfall-Sicherheit nur ein paar Vorteile gegenueber Android / Smartfone...

Haengt mit der CPU zusammen, die verglichen mit anderen aktuellen Geraeten etwas schwach auf der Brust ist, da dauert das Zoomen oder Scrollen im Vergleich zum 62/64, Oregon 600, Etrex Touch ca die 2,5-3 fache Zeit, evtl Details runterschalten, dann geht es fixer.

DXManiac
19.06.2017, 16:01
Haengt mit der CPU zusammen, die verglichen mit anderen aktuellen Geraeten etwas schwach auf der Brust ist, da dauert das Zoomen oder Scrollen im Vergleich zum 62/64, Oregon 600, Etrex Touch ca die 2,5-3 fache Zeit, evtl Details runterschalten, dann geht es fixer.

Irgendwo muss der Strom ja eingespart werden.. Ok, das Display macht da sicher auch einiges aus, mit seinen 3x3 Pixeln Auflösung(gefühlt, im Vergleich zum Smartphone).. Dafür kann man es auch ohne Beleuchtung noch lesen...
Das ist halt so ein Fall von "Tut nur eine Sache, die aber ziemlich gut" :) So ein reines GPS-Gerät ist nicht besonders atemberaubend, dafür funktionierts halt genau dann, wenn man es braucht(z.B. weil man eine Schutzhütte sucht) zuverlässig.

Aber vielleicht ist es auch das alter.. in nem anderen Thread tat ich ja auch schon kund, dass ich mir meine Netzwerkfestplatte lieber fertig gekauft hab, statt sie selbst zu basteln :)

Ein Stück weit ist es aber auch unangenehm, mit ZUVIEL Technik rumzulaufen.. Beim Autofahren hab ich selten eine Idee davon, wo ich gerade bin, weil ich eigentlich nur der Frauenstimme aus dem Navi hinterherfahre und da ist das auch gewollt, weil ich mich so mehr auf den Verkehr konzentrieren kann. Zu Fuß oder auf dem Rad oder im Boot ist das deutlich entspannter, da bin ich langsam genug, um auch mal einen Wegweiser zu lesen oder mir Gedanken zu machen, ob ich jetzt rechts oder links abbiegen will. Da möchte ich aber auch nicht ums Erleben gebracht werden, da ist das Teil vom Ganzen.

Allerdings krieg ich so nen externen Akku fürs Telefon auch leichter mit der Solarzelle aufgepustet, um damit das Telefon zu laden.. Strom für den Garmin würde ich vorab in Form von Akkus sicherstellen.

Vielleicht ist das aber auch eine Frage des Umfelds.. Wenn ich so drüber nachdenke, würde ich auf einer zivilisationsnäheren Tour mit dem einen oder anderen Campingplatz am Weg auch eher das Telefon als Navi benutzen, weil die Stromversorgung sichergestellt ist und die Chancen größer sind, dass ich mal vom Weg abweiche..

Irgendwo im schwedischen Fjäll heisst eine Wegänderung ja schnell mal "rauf auf den Berg, über den Berg"... Auf den "normalen" Routen beschränkt sich die Navigation meist nur auf "nehm ich das rechte oder das linke Tal?".. Auf Flüssen läuft das ähnlich, da brauch ich die Flexibilität nicht so richtig.

Tapio
04.07.2017, 05:33
Das macht smartphoneverwöhnten Leuten eventuell keinen Spaß, weil das Scrollen so unglaublich langsam ist.
Scrollen/Zoomen auf dem Vista Hcx - Das hat mir noch nie Spaß gemacht. Relativ zum Smartphone ist die Bedienung eine Katastrophe. Und wenn man den Aspekt "Überblick" ins Spiel bringt... dann lieber eine Karte.

Während der Tour den Weg suchen/planen/analysieren als Teil des Erlebnisses contra "einer Frauenstimme folgen" ist natürlich ein Aspekt.

blackteah
11.08.2017, 19:18
Hi,

ich nutze eigentlich komoot zur Planung und Aufzeichnung.

Jetzt bin ich allerdings an Grenzen gestoßen: Ich möchte mir für eine Tour ca 20 Wegpunkte speichern. Diese liegen aber auf keinem komoot bekannten Wegenetz und ich kann sie dadurch nicht speichern.

Ich brauche die Wegpunkte allerdings als Notfallabsicherung.

Ist es bei Locus möglich, Wegpunkte ohne erzwungene Routenführung zu speichern oder sich eine Route selbst zu zeichnen? Oder gibt es eine andere App fürs Smartphone die das kann?

Wäre super wenn mir jemand helfen könnte :)

Langhals
11.08.2017, 22:18
Ist es bei Locus möglich, Wegpunkte ohne erzwungene Routenführung zu speichern oder sich eine Route selbst zu zeichnen? Oder gibt es eine andere App fürs Smartphone die das kann?

Wäre super wenn mir jemand helfen könnte :)

Ja, Locus kann das.
Hier (etwas unübersichtlich) beschrieben:
http://docs.locusmap.eu/doku.php?id=de:manual:user_guide:tracks:planning

Es gibt auch ein Video auf YouTube darüber. Da kann man sehen, wie einfach das geht.
Leider kann ich es grad nicht für Dich raussuchen, weil mein DSL kaputt ist und mein Handyhotspot so langsam wie mein Fahrrad bergauf;-)
Einfach mal googeln

Gruß
Langhals

waldradler
11.08.2017, 22:22
Ich nutze seit vielen Jahren OsmAnd (OSM for Android). Das ist ein gutes Programm, man kann die auf OSM basierenden Karten offline herunterladen, fertige Routen speichern, Routen berechnen lassen, usw. Nur mal so als eine weitere Anregung.

blackteah
11.08.2017, 22:22
Ja, Locus kann das.
Hier (etwas unübersichtlich) beschrieben:
http://docs.locusmap.eu/doku.php?id=de:manual:user_guide:tracks:planning

Es gibt auch ein Video auf YouTube darüber. Da kann man sehen, wie einfach das geht.
Leider kann ich es grad nicht für Dich raussuchen, weil mein DSL kaputt ist und mein Handyhotspot so langsam wie mein Fahrrad bergauf;-)
Einfach mal googeln

Gruß
Langhals

Dankeschön!

Die Seite habe ich auch gefunden, aber war wohl zu blöd das umzusetzen. Habe keine Möglichkeit gefunden, die Koordinaten einzugeben.

Hab mich jetzt mittels eines Tricks beholfen: Hab in Komoot Anfangs- und Endpunkt eingegeben, er hat die Strecke selbst (unbrauchbar) berechnet, dann habe ich meine Wegpunkte eingetragen. Dort wo es möglich war, hat Komoot das jetzt als "Abstecher" der eigentlichen Route angezeigt. Wenn ich jetzt aber nur auf die Wegpunkte und nicht auf die komische Route achte, sollte es einigermaßen klappen.

Ich bin spät dran, morgen geht der Flieger und übermorgen startet die Tour :baetsch:

Wenn ich zurück bin werde ich mich aber mal genauer mit dem Thema Smartphone-GPS auseinander setzen....


Edit: und danke waldradler. Das werde ich mal testen wenn ich zurück bin :)

Nic87
11.08.2017, 23:06
Hey,


Diese liegen aber auf keinem komoot bekannten Wegenetz und ich kann sie dadurch nicht speichern.

das Probleme kenne ich, würde gerne eine Überquerung über eine Anhöhe frei planen, kann aber nur das Wegnetz darum herum nutzen. Habe deswegen mal bei komoot in der Community geguckt bei Feedback und Wünsche + Anregungen.

Gute Nachricht: komoot kennt das Problem und möchte es beheben (also freie Planung hinzufügen)
Schlechte Nachricht: kann noch etwas dauern.


Schöne Grüße,
Niclas

Pit80808
23.01.2018, 21:23
Eine App die sich dafür eignet, wäre Navigon. Gibts für Android und Apple.

mfG

Meer Berge
24.01.2018, 18:38
Ich nutze auch Locus mit OsmAndroid für Routenplanung, querfeldein wie auch an vorhandenen Wegen orientiert.
Ich würde behaupten, es ist ziemlich einfach, denn selbst ich habe das schnell verstanden. :grins:

blackteah
24.01.2018, 20:44
Ich würde behaupten, es ist ziemlich einfach, denn selbst ich habe das schnell verstanden. :grins:

Das hat gesessen :bg:

Planst du das am Handy oder am PC/Mac/wasgrößeresalshandy?

Dragamor
26.01.2018, 09:12
Passend zum Thema

http://support.komoot.de/forums/164264-ideen/suggestions/3295937-planung-au%C3%9Ferhalb-des-wegenetzes-offroad-planung?tracking_code=1f2b6491b8efdb2dd90f34662f95c4bc

Da kommt auf Dauer endlich die Lösung.

Tapio
10.06.2018, 14:11
Die Wanderszene ist, so meine Erfahrung, ziemlich rückständig. Vielleicht wandern technikaffine, jüngere Leute auch nicht.

Wir haben OSM, Openandromaps, Locus Pro, so ein extremes Multitalent, aber Komplexität hat ihren Preis. Komoot ist eher wie Apple, kann nicht viel, ist aber für jedermann sehr gut zu bedienen sowohl für Planung als auch Routing. Wir haben Brouter als Algorithmus, dem man Parameter mitgeben kann, vielleicht steckt er auch hinter Komoot. All das funktioniert erstaunlich gut.

Und wen treffe ich immer wieder? Leute, die mit Karten bewaffnet irgendwelche immergleichen/vordefinierten Wanderwege abschreiten.

Seltsam.

TilmannG
10.06.2018, 15:12
Seltsam was du an software benötigst, um auf immergleichen/vordefinierten Wanderwegen alte Säcke zu treffen, die dort nur mit Papier unterwegs sind.

thomas79
10.06.2018, 15:47
.

Tie_Fish
10.06.2018, 17:58
Und wen treffe ich immer wieder? Leute, die mit Karten bewaffnet irgendwelche immergleichen/vordefinierten Wanderwege abschreiten.

Seltsam.

Vielleicht liegts daran, dass die Papierkarte nicht einfach dunkel macht oder sowieso nach n Stunden Abhängigkeiten aufzeigt, die man eigentlich wandernden Fußes loszuwerden versuchen könnte? Und zur Not kann man sich mit der Karte den Hintern abputzen, das würde ich bei den Eifon-Juppies zu gerne mal sehen... :grins:

Fangt doch denselben Quatsch nicht immer wieder an! Das eine ersetzt doch nicht das andere, beides zusammen ist eine gute Sache. :roll:

m8r
10.06.2018, 18:11
Bergfex hat wohl inzwischen eine App mit ordentlichen Karten, die Offline speicherbar sind. Allerdings nur per Abo. Das Kartenmaterial ist Openstreetmap plus Höhenlinien/Schattierungen. Aktualität habe ich noch nicht überprüft.

Bambus
10.06.2018, 21:52
@Tapio, Rückständig ist ein nicht sehr kluger und zudem wertender Begriff... warum versuchst du nicht mal zu verstehen, warum viele Leute Karten verwenden?

Karten ....
- braucht keinen Strom, funktioniert auch noch nach 3 Wochen in der Pampa
- kann man mit mehreren gleichzeitig lesen/bewerten (beim Smartphone ist das ein Krampf...)
- haben eine Größe und Auflösung, an die kein Tablett rankommt, von einem Smartphone nicht zu sprechen
- gleichzeitig Überblick und Detail - kann keine Smartphone-App
- wiegen weniger und sind meist robuster
- bekommst du(ein wenig Suche vorrausgesetzt) für praktisch die gesamte Erdoberfläche als Detailkarten (e.g. mapstor)

Elektronische Helfer
- können die Strecke sehr gut protokollieren
- Karten bzw. Höhenmodelle gibt es inzwischen (aber seit sehr wenigen Jahren) für praktisch die ganze Erde
- wenn vorhanden können weitere Informationen eingepflegt sein
- die Karten können aktueller sein

Du siehst, es gibt ein "für und wieder".

Papier-Karten generell als rückständig zu bezeichnen ist, wie gesagt, nun ja ... nicht gerade klug...

TanteElfriede
11.06.2018, 09:50
...danke für den Tipp mit der Komoot off-grid Planung.... gleich mal getestet... ich hatte in einer Strecke die ich demnächst gehe eine Brücke, die Komoot nicht kennt, die aber wohl da ist. Nun mit off grid geht es da einfach über den Bach ohne das Komoot mit x-km umweg leiten will... feine Sache das. Danke nochmal.

Und zu Karte, die ist schon echt schön. Thema übersicht wurde genannt. Nur auf der Karte kann ich fix mal den Überblick über ein großes Gebiet gewinnen.. aber die Stimme aus dem Rucksack die mich abbiegen lässt finde ich halt auch schön...

LihofDirk
11.06.2018, 10:40
Erfahrungs up-date zu OSMAnd:
In alten Versionen musste für lange (Auto- oder Motorradstrecken) alle ca. 250km ein Zwischenpunkt eingefügt werden. Das war kein Problem, weil mein Mopped eh in den Abständen an die Tränke will.
Letztes Wochendend dann zwei Feststellungen gemacht:
1.) das Programm kann jetzt längere Strecken berechnen
2.) die Übersichtskarte Welt taugt nicht zur Navigation, noch nicht mal entlang der eingezeichneten Autobahnen. Dank einer Lücke in den heruntergeladenen Kartenm wurden wir dann von Holland über Belgien nach RLP gelotst (NRW war leider nicht auf dem Handy). Also obacght, und die berechnete Route vor dem Losfahren noch mal kontrolieren ;-)

Pfiffie
11.06.2018, 10:54
Der wichtigste Vorteil für elektronische Helfer @Bambus hast du aber nicht aufgeschrieben. Und zwar die ziemlich genaue GPS Ortsbestimmung was ich auf der Papierkarte nicht habe. Wenn ich bei Papier nicht weiß wo ich bin nützt die Karte nix! Aber dann hab ich dort wahrscheinlich auch nix verloren :)

Was die Auflösung betrifft steht die dem der Karte nix nach, außer das ich vll nicht so weit aufblättern kann und ggf. eine ganze Region in 1:10000 sehe. Für eine normale Navigation, wo bin ich wo will ich hin reicht das aber völlig aus. Wenn ich mir vor Ort gedanken mache wo es lang geht, hat man doch was falsch gemacht? Das sieht man auch auf keiner Papierkarte dann!

Vg Maik

Zwander
11.06.2018, 11:03
Sicher gibt es viele Funktionen auf dem Smartphone, die eine Hilfe sind oder zumindest eine gute Spielerei bei der Auswertung. Ganz darauf würde ich mich aber nicht verlassen wollen. Also eine Papierkarte muss bei mir schon immer auch mit. Mit dem Smartphone kann einfach zu viel passieren um sich darauf zu verlassen. Die Karte funktioniert immer und ich brauche keinen Akku dafür.
Also auf der Karte sollte man sich schon immer zurechtfinden bzw. vorher schon wissen wo es ungefähr hingeht.

Pfiffie
11.06.2018, 11:14
Auf jeden Fall. Ich für mein Teil werd zumindest im Ausland immer auch eine Papierkarte dabei haben! Also im prinzip dann beides!

lina
11.06.2018, 11:15
Für eine gute Übersicht schätze ich inzwischen die App Pocket Earth sehr.
Papier-Backup ist für unbekannte Gegenden natürlich immer empfehlenswert.

Spartaner
11.06.2018, 12:10
Wenn ich mir vor Ort gedanken mache wo es lang geht, hat man doch was falsch gemacht?

Das passiert mir ständig, dass ich mir erst vor Ort Gedanken mache, wo es lang geht. ;-)

Umgekehrt kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es Spaß macht, wenn ich mich beim Wandern sklavisch an die Angaben eines Navis halten soll, das mich entlang einer exaktest im Voraus ausgeplanten Route führt.

Pfiffie
11.06.2018, 12:17
@spartaner: Ja das ist sicher für jeden individuell. Ich für mein Teil habe lieber eine selbst zusammengestellte feste Rute, welche durchaus auch mal abweichen darf. Bin aber auch noch recht neu in dem Gebiet :).

Ich muss wissen wie lang und wieviel Höhenmeter meine Rute hat. Durch meine gesundheitlichen Voraussetzungen, um ein zu schätzen ob ich sie schaffen kann! Ich geh dann aber auch gern mal anders (abgewogen vor Ort), das sind dann kaum Umwege. Blöd ist manchmal grade bei Komoot, das Wege nicht da sind oder einfach aufhören :(

Thoronestel
11.06.2018, 22:21
Der wichtigste Vorteil für elektronische Helfer @Bambus hast du aber nicht aufgeschrieben. Und zwar die ziemlich genaue GPS Ortsbestimmung was ich auf der Papierkarte nicht habe. Wenn ich bei Papier nicht weiß wo ich bin nützt die Karte nix! Aber dann hab ich dort wahrscheinlich auch nix verloren :)

Vg Maik

Dafür gibts doch die gute alte Kreuzpeilung :D

Trischter
11.06.2018, 23:13
Mit dem Smartphone kann einfach zu viel passieren um sich darauf zu verlassen.

Was denn beispielsweise?


Die Karte funktioniert immer und ich brauche keinen Akku dafür.

Das ist im Prinzip richtig.
Problem ist: wer findet sich heute noch zuverlässig damit zurecht (oben angesprochenes Stichwort 'Kreuzpeilung', Planzeiger, Höhenmesser...)?

Ich hab den Umgang mit Karte und Kompass von der Pike auf gelernt und jahrzehntelang mangels Alternativen praktiziert, nutze Smartphone seit ca. 6 Jahren, anfangs mit Papierkarte als Backup, aber auf -zig Touren nie benötigt, so dass ich mir (Mut zur Lücke) das Mitschleppen mittlerweile spare.
Soooo exotische Wege nutze ich nie, dass in den Alpen, Mittelgebirgen oderm Flachland nicht innerhalb eines Zeitraums, den ich mit Notriegel und Biwaksack überbrücken kann, nicht jemand mit Plan vorbeikommen würde und das Gewichtsargument lass ich nicht mehr gelten.
Smartphone (bei mir im Lifeproof-Case) mit Powerbank ist nicht schwerer als
-Nothändi
-Landkarte/n
-Kompass
-ausgedruckte Route(-nbeschreibung) und weitere Informationen
-Reiseführer.

Ausser Acht gelassen ist die Möglichkeit, für langweilige Stunden nen Schmöker als eBook dabeizu- und für endlose Anstiege mitm MTB Musik gespeichert zu haben, ggf. je nach Job per Email erreichbar zu bleiben (spar mir per Eintragung von 'Mobile Office' statt 'Urlaub' n paar hübsche Urlaubstage...), interessante Reisebekanntschaften direkt und ohne Zettelwirtschaft abspeichern zu können, ne Kamera (naja, kann je nach Modell grottig sein) inklusive zu haben, Aufwecken tut einen ne Karte auch nicht und n Kompass dito, per Smartphone ist die Heimreise mit der Bahn buchbar wenn feststeht, wann man am Bahnhof sein kann, ich seh, wer daheim oder in der Firma angerufen hat (wär mir natürlich auch lieber, das könnt mir wurscht sein) oder n paar Geocaches unterwegs einzusammeln und und und...

Für mich in meinem Wirkungskreis (grob: Zentraleuropa und Alpen) keine Frage mehr, definitiv nicht.

BTW: nu hab ich schon über 20 Beiträge und immer noch keinen Link zu zwielichten Quellen untergebracht.
Von Anfang an nutze ich maps3D (gibbet nur für iPhone/iOS), seit kurzer Zeit zunehmend begeistert MapOut.

Ok, wieder kein Link. Wens interessiert, der/die findets schon.

TanteElfriede
12.06.2018, 09:31
Erfahrungs up-date zu OSMAnd:
In alten Versionen musste für lange (Auto- oder Motorradstrecken) alle ca. 250km ein Zwischenpunkt eingefügt werden. Das war kein Problem, weil mein Mopped eh in den Abständen an die Tränke will.
Letztes Wochendend dann zwei Feststellungen gemacht:
1.) das Programm kann jetzt längere Strecken berechnen
2.) die Übersichtskarte Welt taugt nicht zur Navigation, noch nicht mal entlang der eingezeichneten Autobahnen. Dank einer Lücke in den heruntergeladenen Kartenm wurden wir dann von Holland über Belgien nach RLP gelotst (NRW war leider nicht auf dem Handy). Also obacght, und die berechnete Route vor dem Losfahren noch mal kontrolieren ;-)

...ich hab mit OSMAnd in der Autonavigation derzeit auch ein Problem... Autobahn sind immer "ein Stück"... sprich er zeigt mir zwar an, dass ich von der einen auf die andere muss, sagt aber nix dazu.. bei Landstraßen wird jede Abbiegung anmoderiert.. noch ist mir nicht klar was da falsch läuft...

LihofDirk
12.06.2018, 10:03
...ich hab mit OSMAnd in der Autonavigation derzeit auch ein Problem... Autobahn sind immer "ein Stück"... sprich er zeigt mir zwar an, dass ich von der einen auf die andere muss, sagt aber nix dazu.. bei Landstraßen wird jede Abbiegung anmoderiert.. noch ist mir nicht klar was da falsch läuft...

Das Problem habe ich explizit nicht, jedes Autobahnkreuz wurde klar moderiert, incl Spurassistent. Eventuell ein Problem im Kartenmaterial, oder irgend etwas in den Spracheinstellungen.

Tapio
13.06.2018, 16:30
@Tapio, Rückständig ist ein nicht sehr kluger und zudem wertender Begriff... warum versuchst du nicht mal zu verstehen, warum viele Leute Karten verwenden?
Ich bin ja auch nicht klug.

Die Argumente für Karten sind mir weitgehend bekannt. Ich behaupte (ACHTUNG! "ICH BEHAUPTE" - das heißt nicht, dass ich DIE WAHRHEIT kenne - und Allaussagen sind sowieso schlecht): viele Leute wissen nicht um ihre Möglichkeiten - und das ist eher eine Mischung aus Technikferne, Bockigkeit und Oldskoolismus. Dornröschenschlaf. Manchmal bemerke ich, dass durchaus Technik benutzt wird, aber sehr verkümmert ist, oder es wurde schlechte Software rausgesucht.
Wir haben doch OSM, OSM-basierte Karten, Themes, Brouter fürs (offline)-Routing, Locus/Orux/was weiß ich, die genaueren ***** Höhendateien als Verbesserung der bisherigen SRTM... etc. etc.

Es ist doch wie mit den Navigationsgeräten im Auto. Wie bequem ist es denn, sich von einer Stimme leiten zu lassen? Die sogar einen neuen Weg raussucht, wenn man sich verfährt? Ist doch total entspannend. Dies ist unabhängig von der Frage nach einer Backup-Lösung. Die habe ich ja auch (brauchte sie übrigens nie), denn Computer versagen nun mal gelegentlich, darüber muss man nicht diskutieren.

Was mich nervt: erwähne eine computergestützte Routing-Lösung in einem Wanderforum, kommen schon die ersten um die Ecke, die feststellen, dass Karten eine gute Sache sind. Dann muss das Für und Wider erstmal ausgestanden werden... pffft.

Ich bin auch überrascht. Dafür, dass wir Computerzeug schon so lange haben, ist es relativ wenig verbreitet, zumindest unter den Wanderern. Vielleicht mehr unter Radfahrern.

Meer Berge
13.06.2018, 17:08
Ich habe mich bis letztes Jahr erfolgreich gegen den Besitz eines Handies gewehrt. Mit Händen und Füßen, quasi.
Ausschlaggebend für die Anschaffung waren dann tatsächlich die Navigationsmöglichkeiten. Besonders in Schlechtwetter-Gegenden ohne Wege (letztes Jahr die Long Range Mountains in Neufundland) ist es wirklich klasse, eine Offline-Karte zu haben, in der ich sogar jederzeit sehen kann, wo ich mich gerade befinde. In der ich sogar vorher eine gewünschte Route einprogrammieren kann. In den ersten Tagen gab es so viel Nebel, dass ich ohne das GPS mit Karte im Handy nicht losgelaufen wäre. Rolling Hills mit vielen Seen, Schluchten und undurchdringlichem Busch - da wäre ich nur mit Karte und Kompass verloren gewesen, wenn man kaum seine Schuhspitzen sieht.

Ich bin wirklich total begeistert von der einfachen Navigation mit dem Gerät.

Jetzt denke ich mir jedesmal umgekehrt, dass ich lästigerweise wohl doch auch noch Papierkarte und Kompass mitschleppen sollte - falls die Technik aus irgendeinem Grund versagt.

Dabei habe ich allerdings noch, in Bergen und auf See, das Arbeiten mit der Karte gelernt.
Wenn junge Leute heute als Navigator nur oder hauptsächlich das GPS/Handy kennen lernen und benutzen, kann ich mir vorstellen, dass die dann Probleme haben, wenn das Gerät mal nicht funktoniert ...

Katsche
13.06.2018, 17:12
Das wäre mal wieder ein spannendes Thema für die Soziologie des Outdoors! Warum verweigern manche die Technik?

Meine Anfangsvermutung wäre, dass es Menschen, die in ihrer Freizeit mal einen Break von dem Technikzeug mit seinem Geblinke und Generve haben wollen. Karte und Kompass können nicht viel, aber das können sie richtig. Ein zweite Vermutung wäre, dass manche nicht ihren Orientierungssinn verlieren wollen.

Meer Berge
13.06.2018, 17:24
Mein Grund gegen ein Handy auf Tour war, dass ich auch keines zu Hause haben wollte.
Und überhaupt ziemlich wenig Technik um mich herum mag.
Mein Auto hat noch Fensterkurbeln und keinen Fernseher im Cockpit, einen Fernseher habe ich auch nicht, ...

Tie_Fish
13.06.2018, 19:15
Ich bin auch überrascht. Dafür, dass wir Computerzeug schon so lange haben, ist es relativ wenig verbreitet, zumindest unter den Wanderern.

Als Elektroniker und Software-Mensch kann ich dir sagen: Ich bin auch immer wieder überrascht, dass wir das Computerzeugs schon so lange haben und es immer noch so beschissen funktioniert. Wer Spaß daran hat, sich damit zu beschäftigen, dem wird es gefallen und dann soll er/sie mal machen - mich hat es auch lange fasziniert und ich habe mir jeden Nerdscheiss draufgeschafft, bis ich merkte, dass mich das nur in einem Taumel aus Geschäftigkeit seiner selbst willen festhält und dann habe ich losgelassen. Was nicht geradeaus funktioniert, geht in die Tonne. Zack.

Eventuell ist dieses rückständige Wandervolk hier ähnlich schräg drauf wie ich...

2ct (neudeutsch für "Senf")

Trischter
13.06.2018, 23:30
Vielleicht mehr unter Radfahrern.

GPS im Sinne von Fahrradcomputer mit GPS-Funktion, Routing und Tracking, ja, aber Navigation mitm Smartphone? Nur im Ausnahmefall.
Akku, zu schnell leer (Garmin Edge hält ne Stunde länger...), Display bei Sonneneinstrahlung nicht ablesbar (geht ja unmöglich, es abzuschatten...);- irgendwas iss immer.
Dann lieber fürn Alpencross n paar Sätze Batterien mitschleifen, Nothändi ja sowieso, eh im Normalfall ein Smartphone, schliesslich muss man von der Hütte aus bei FB und sonstwo die Entfernung und Höhenmeter des Tages sowie natürlich das Abendessen posten, die Pocketknipse und am besten noch ein extra Ladegerät dazu, denn der Spannungswandler Steckdose-akkubetriebene Stirnlampe hat ja nen anderen Anschluss... https://cheesebuerger.de/images/smilie/froehlich/c040.gif

Welch glorreiche Zeiten, als es zur Karte als Alternative nur ne andere Karte gab.
Ich werd ewig dran denken, wie ich meine Blume beauftragte, fürn Notfall Kopien von den Landkarten fürn Urlaub zu machen.
Wir hatten dann, als sie mich abends freudestrahlend damit begrüsste, Marokko in dreifacher Ausführung in Farbe zu nem Preis, für den wir die vorhandenen Karten noch fünfmal hätten kaufen können und wahrscheinlich noch diverse andere...:bg:

Heute läd sich jeder die Kartenkacheln aus Telefon, die Tracks dazu, Powerbank in den Rucksack, am Bike Nabendynamo mit Spannungswandler;- welch ein Segen!

Bambus
14.06.2018, 09:03
Ich bin ja auch nicht klug.

Die Argumente für Karten sind mir weitgehend bekannt. Ich behaupte (ACHTUNG! "ICH BEHAUPTE" - das heißt nicht, dass ich DIE WAHRHEIT kenne - und Allaussagen sind sowieso schlecht): viele Leute wissen nicht um ihre Möglichkeiten - und das ist eher eine Mischung aus Technikferne, Bockigkeit und Oldskoolismus. Dornröschenschlaf. Manchmal bemerke ich, dass durchaus Technik benutzt wird, aber sehr verkümmert ist, oder es wurde schlechte Software rausgesucht.
Wir haben doch OSM, OSM-basierte Karten, Themes, Brouter fürs (offline)-Routing, Locus/Orux/was weiß ich, die genaueren LiDAR Höhendateien als Verbesserung der bisherigen SRTM... etc. etc.

Es ist doch wie mit den Navigationsgeräten im Auto. Wie bequem ist es denn, sich von einer Stimme leiten zu lassen? Die sogar einen neuen Weg raussucht, wenn man sich verfährt? Ist doch total entspannend. Dies ist unabhängig von der Frage nach einer Backup-Lösung. Die habe ich ja auch (brauchte sie übrigens nie), denn Computer versagen nun mal gelegentlich, darüber muss man nicht diskutieren.

Was mich nervt: erwähne eine computergestützte Routing-Lösung in einem Wanderforum, kommen schon die ersten um die Ecke, die feststellen, dass Karten eine gute Sache sind. Dann muss das Für und Wider erstmal ausgestanden werden... pffft.

Ich bin auch überrascht. Dafür, dass wir Computerzeug schon so lange haben, ist es relativ wenig verbreitet, zumindest unter den Wanderern. Vielleicht mehr unter Radfahrern.

Sorry, das ist schon ne seltsame Mischung aus zurückrudern und wieder vorpreschen...

Ok, du schreibst, du bist nicht klug ... und versteckst dich hinter "Nur eine Behauptung...", und dann bretterst du wieder los "Technikferne, Bockigkeit und Oldskoolismus. Dornröschenschlaf."... sorry, das ist nicht gerade Glaubwürdig. Vor allem weil dein ganzer Beitrag eine "Allaussage" ist....

Inhaltlich - ich selber habe mir für meine kommende längere Reise dazu sehr viel Gedanken gemacht, weil es eben keine aktuellen Papier-Karten zu der Gegen gibt, eine LadeInfrastruktur für das Smartphone/GPS jedoch kaum vorhanden ist. Die verfügbaren Karten (Papier wie als Datensätze) sind von ca. 1980 und kyrillisch beschriftet. Und ich werde sie digitalisiert auf dem Smartphone mitnehmen und auch die aktuellen Höhendatensätze (deutlich aktueller) verwenden - das Ganze auf Basis von Locus Map - du siehst, trotz 60 Jahren nur begrenzt "Oldschool und Technikfern", aber das hindert mich nicht daran, die Vorteile einer Papierkarte zu erkennen, wie es offensichtlich bei manchen technikgeilen Nerds der Fall ist... (du siehst, auch Oldschool können rüpeln... ;-) )

Warum du nicht das Format hast, auch die andere Seite sehen zu wollen und, auch wenn du ihr nicht folgen willst, sie zumindest zu akzeptieren ( "Dann muss das Für und Wider erstmal ausgestanden werden... pffft.") erschließt sich mir jetzt nicht, ist wohl ne Altersfrage.
Ich zumindest kann mit beidem Ansichten sehr gut leben und auch das Gute aus beiden Welten nutzen.

@Pfiffie, das Argument der exakten Positionsbestimmung mittels GPS ist völlig korrekt und richtig - wie auch das Argument der geringen Ausfallsicherheit eines (normalen) Smartphones. Wenn mir in den Bergen eine Karte aus der Hand fällt hat das i.d.Regel sehr viel weniger Folgen aus bei meinem Smartphone, von der Energiefrage nicht zu sprechen.

Tapio
15.06.2018, 20:31
[...]

xander42
01.10.2018, 12:09
Hi,
gibt es eine gute iOS Alternative zu Locus?
Sollte auf eine iPhone SE laufen und nicht zu kompliziert sein.

Trischter
01.10.2018, 13:56
Ich kenne Locus nicht näher, von den Möglichkeiten her denk ich aber, du solltest dir vielleicht 'Galileo Pro' mal anschauen.

Bambus
01.10.2018, 14:43
Ich hab jetzt mal 5 Wochen Navigation mit dem Smartphone hinter mir - und gute und schlechte Erfahrungen gesammelt.

Zuerst mal grundsätzlich - eine Papierkarte ist mit weitem Abstand die bessere Basis zur Diskussion mit Einheimischen. Selbst der größere Bildschirm eines 10" Tablets wird nicht akzepiert (geschweige denn ein Smartphone) - eine ausgedruckte Papierkarte (Maßstab 1:500000 !) aber immer, selbst wenn sich nicht so viel erkennen läßt.

Zur Feststellung der Position und der Einordnung im lokalen Umfeld ist ein Smartphone mit z.B. Locus unschlagbar. Falsche Wegführungen erkennt man sehr viel schneller als mit Papierkarten und auch kniffeligen Wegführungen kann man besser folgen.
Was schwierig ist mit Smartphone ist die Einordnung in den größeren Zusammenhang, da machen die Auflösung des Displays (und der Augen) sowie der Detaillierungsgrad der elektronischen Karten bei der jeweils gewählten Größe. Da ist eine Karte deutlich besser geeignet.

Die Anfälligkeit der elektronischen Lösung hat sich leider unterwegs gezeigt - auch ein nach IP67 zertifiziertes Smartphone bleibt in einem schnellfließenden Fluß zwischen Steinen und kleinen Stromschnellen nicht dicht. Ich hatte viel Glück, das am Ende nach guter Trocknung nur ein Teil des Displays nicht mehr regierte, aber als Photo und zur Navigation noch taugte.
Der Strombedarf hingegen war weniger ein Problem, der ließ sich immer sehr gut decken. Einziger Mako hier ist die begrenze Laufzeit bei häufigerem Gebrauch (der Bildschirm zieht halt Strom), ich mußte doch häufiger am Mittag nachladen, damit es Abends nicht knapp wurde.

Von daher - Smartphone wird immer dabei sein (ein Anderes und besser geschützt :D ), aber auch eine Übersichtskarte. Auf Karten zu verzichten, nur weil sie "oldschool" sind ... ist dumm.

urmeli
01.10.2018, 14:54
Hi,
gibt es eine gute iOS Alternative zu Locus?
Sollte auf eine iPhone SE laufen und nicht zu kompliziert sein.
Habe gute Erfahrungen mit Maps 3D (https://itunes.apple.com/us/app/maps-3d-pro-outdoor-gps/id391304000?mt=8) gemacht. Keine Angst, der Name ist nicht unbedingt Programm. Zwar ist die 3D-Ansicht ganz nett, man kann aber auch ganz normal mit einer 2D-Karte arbeiten und sich diese für Gegenden ohne Netzempfang offline speichern.

Juhla
01.10.2018, 15:46
Für den Alltag in der Zivilisation habe ich Galileo (gibt es in unterschiedlichen Versionen) drauf, für Wander- und Nordic-Touren in Norwegen lade ich mir die entsprechenden Topo-Karten in der App Norgeskart für den Offline-Gebrauch herunter.

xander42
01.10.2018, 22:30
ich hab jetzt Komoot, Maps 3D und Galileo geladen und werde das mal testen.

Das ganze ist für einen Ehemaligen Arbeitskollegen und seine Frau, sie muss ihn beschäftigen und in Bewegung halten.
Und möchte dazu neue Wanderwege gehen.
Ich werde ihnen die Touren laden und sie laufen sie dann ab.

Mit Papierkarten braucht man ihr nicht kommen und er kommt damit nicht mehr zurecht.

Am Anfang werde ich auch mitlaufen und schauen ob alles klappt.

Tie_Fish
02.10.2018, 08:36
Am Anfang werde ich auch mitlaufen und schauen ob alles klappt.

Das habe ich auch gedacht, als ich das las: "Hoffentlich geht einer mit und schickt die Leute nicht mit Elektronikspielzeug auf Tour, die sonst offenbar orientierungslos wären..." :roll:

xander42
02.10.2018, 12:29
Hi,

das klappt ganz sicher.
Im Moment brauchen sie halt Hilfe.

Bambus
02.10.2018, 15:09
Die Orientierung und Navigation mit Smartphone ist ja keine Hexerei oder Rocketsience (zumindest wie ich mit Locus erlebt habe), eine gewisse Einarbeitung braucht es aber trotzdem. Und wenn einer "zur Sicherheit" (und Freude) mitwandert, der da schon Erfahrung gemacht hat umso besser. Das erste Verlaufen beim Alleinewandern bleibt ihnen trotzdem nicht erspart :cool: