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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [SE] Tjustleden - Solo 2005 + Bilder



Kanem
17.08.2005, 19:59
Region/Kontinent: Nordeuropa

Ich bin wieder da!
Nach 2 wunderschönen, wenn auch recht feuchten Wochen auf dem Tjustleden.
Dieser Wanderweg führt ca 160 km weit einmal quer durch Småland.

Hier mal die Kurzfassung meiner Tour, ein ausführlicher Bericht kommt, versprochen.

1.8. Ryanair, Flygbuss nach Linköping - Übernachtet auf Parkplatz gegenüber vom Bahnhof
2.8. Anreise nach Mörtfors, wo der Leden beginnt. - Stugan für Ostkustenledenwanderer :roll:
3.8. Erster Wandertag. Etappe 1 (http://www.vastervik.se/fritid/tjuled1.htm) - 21 km gelaufen- Skärmskydd am See Getgöl
4.8. Etappe 2 (http://www.vastervik.se/fritid/tjuled2.htm) - 18 km - Skärmskydd am Svarteström
5.8. Versorgung sichern. Ankarsrumsslinga (http://www.vastervik.se/fritid/tjuled2.htm) - 12 km - Skärmskydd am Svarteström
6.8. Regentag. Etappe 3 (http://www.vastervik.se/fritid/tjuled3.htm) - 20 km - Skydd am Mjösjön
7.8. Etappe 4 (http://www.vastervik.se/fritid/tjuled4.htm) - 12 km - Skydd am Mösjön
8.8. Durchhänger. Trotzdem: Etappe 5 (http://www.vastervik.se/fritid/tjuled5.htm) - 21 km - Övernattningsstuga Källtorpet
9.8. Pause. - 0 km - Övernattningsstuga Källtorpet
10.8. Die halbe Etappe 6 (http://www.vastervik.se/fritid/tjuled6.htm) - 10 km - Skydd am Sixgöl
11.8. Einkaufen in Odensvi, der Rest von Etappe 6 (http://www.vastervik.se/fritid/tjuled6.htm) - 16 km - Skydd am Kyrksjön
12.8. Etappe 7 (http://www.vastervik.se/fritid/tjuled7.htm) - 20 km - Skydd am Stora Vrången
13.8. Etappe 8 (http://www.vastervik.se/fritid/tjuled8.htm) - 15 km - Skydd am See Lermon
14. 8. Die letzte! Etappe 9 (http://www.vastervik.se/fritid/tjuled9.htm) - 13 km - Zunächst per Zug nach Linköping, dann weiter nach Stockholm - Vandrarhem Zinkensdamm in Södermalm
15.8. Stadtbesichtigung - 15 bis 20 km - Vandrarhem Zinkensdamm
16.8. Museen besichtigt - 10 km - Park bei der Skeppsholmskyrkan
17.8. Heimflug

Kanem

Kanem
29.08.2005, 22:42
Die ersten Tage meiner Reise sind fertig:

1.8. Anreise
Dieses Jahr etwas umständlich, aber dank Ryanair wenigstens billig.
Gegen 13:20 Abfahrt ab Durlach mit dem Hahn-Express, um 17:00 bin ich in Frankfurt-Hahn.
Nach diesen 3 1/2 ereignislosen Stunden darf ich nun am Flughafen weiter Zeit totschlagen.
Um 7 einchecken, und nochmal anderthalb Stunden freie Zeit.
Wenigstens sitze ich im Flugzeug am Fenster, die Landschaft ist einfach toll, die vielen Seen in Schweden machen mich schon ganz kribbelig.
22:10 berühren meine Füße schwedischen Boden.
Und wieder heißt es: Zeit rumbringen, bis der Bus nach Linköping fährt.

Hütte: Das beste was eben in Reichweite war. Laut.


2.8. Anreise, die 2.
Gegen halb 2 nachts bin ich endlich in Linköping. Todmüde schaffe ich es gerade noch auf einen Parkplatz gegenüber vom Busbahnhof. Da hats leere Häuschen für Einkaufswägen, für heute Nacht wird es genügen.
Ich schlafe nicht besonders, schon gegen 5 bin ich wieder wach. Ich kann nicht mehr schlafen, also packe ich zusammen und latsche durch die Stadt, auf der Suche nach einer Toilette sowie einem Sportgeschäft. Ich brauche noch Gas. Ich finde tatsächlich einen Outdoorladen namens "UTELIV". Toll der macht erst um 10 auf, viertel nach 10 geht mein Zug nach Västervik. Könnte knapp werden...
Zunächst gehe ich zurück zum Bahnhof. Langsam bin ich im warten richtig gut.
Um 9 habe ich meine Fahrkarte, kurz darauf ein zweites Frühstück mit Zimtschnecke.
Ich muss vor dem Schaufenster ziemlich ungeduldig ausgesehen haben, jedenfalls lässt mich der nette Verkäufer im UTELIV schon 9:45 Uhr in den Laden. Ein Problem weniger.
Schnell zum Zug, dann gleich weiter im Bus nach Mörtfors.
Sieht irgendwie genau aus, wie ich es in Erinnerung habe. Für heute quartiere ich mich im Übernachtungshaus für Ostkustenledenwanderer ein. :roll:
Dann erstmal schwimmen gehen. Der Badplatz hat sogar Sandstrand und der See ist angenehm, fast wärmer als die daheim.
Ich trinke gerade Tee und lese das Gästebuch, als ein deutsches Pärchen ankommt, die vorher 3 Tage lang um einen Baum getanzt sind und jetzt zur Abwechslung noch etwas den Ostkustenleden laufen.

Hütte: Sehr geräumig. leider kein Kamin.


3.8. Endlich auf dem Leden
Ein kurzes Stück auf dem Ostkustenleden führt mich zum Anfang des Tjustleden.
Ich sehe den Stora Ramm wieder, in dem ich vor Jahren meinen ersten Barsch geangelt habe *schwelg*. Auch hier ist noch alles beim alten: die Badklippor sind unverändert, der Aussichtspunkt, das Schwingseil über den See, der Steg inklusive Thermometer (20 °C Wassertemperatur), das Boot. Dann an unserem alten Ferienhaus vorbei - Kindheitserinnerungen werden wach.
Mittagspause auf einem weiteren Felsen an einem anderen See.
Es gibt massenhaft Zecken. In jeder Pause suche ich erst mal meine Hose ab. Das bewährt sich, auf dem gesamten Tjustleden werde ich nicht gebissen.
Immer wieder komme ich zu "Torpruinen". Viel zu sehen gibts da allerdings nicht.
Inzwischen drückt der Rucksack schwer, der Weg scheint kein Ende zu nehmen. Leichter Nieselregen setzt ein. Da stellt man sich doch die Frage, warum man sich das eigentlich antut.
Aber dann: die Skärmskydd! Mit Stockbetten :D. Direkt am See.
Und nach einer Suppe, als das Lagerfeuer brennt, die Wolken aufbrechen, da weiß ich: genau deswegen! Einfach nur herrlich.

Weg: Wald in Variationen, einige Seen, relativ eben.
Hütte: einfach genial


4.8. Etappe 2
Zum Glück sind auf der Weide um die Hütte keine Kühe in sicht. Und bis auf ab und zu ein paar Tropfen von oben schönes Wetter.
Erstaunlicherweise spüre ich nichts von den Anstrengungen von gestern.
Und mit einem zweiten Wanderstock läuft es sich tatsächlich nochmal so gut. Fürs nächste Mal gibts Trekkingstöcke...
Ich bin flott unterwegs. Durch einen Abstecher nach Hjortet kann ich nach meiner Mittagspause ein Eis als Nachtisch genießen.
Der Weg führt heute unter anderem über riesige Kuhweiden. Die Bewohner machen sich zum Glück meist rar.
Aber zumindest eine Ringelnatter und viele Schmetterlinge genießen wie ich die Sonne.
Später treffe ich einen einheimischen Wanderer, der hier für eine größere Tour im Herbst probt. Er erzählt mir von einer Schwedin, die er vor kurzem für die hiesige Lokalzeitung interviewt hat. Die ist auf einer 10-Monate-Solotour durch Skandinavien: Im Januar mit Ski in Südnorwegen gestartet, bis rauf ans Nordkap, dann mit dem Rad quer durch Finnland, mit dem Kanu rüber nach Schweden und jetzt zu Fuß zurück zum Ausgangspunkt. (Wär das nicht was für die Freaks unter uns? ;) )
Kurze Zeit später: Svarteström.
Ich geh baden, dann Feuerholz suchen und waschen. Ich esse gerade Suppe, als zwei Schwedinnen ankommen. Langsam glaube ich, die Leute machen das absichtlich. Trotzdem hab ich die Skydd für mich alleine. Aus Angst vor Schnaken bauen die zwei ihr Zelt auf. Ich jedenfalls wurde bis jetzt noch nicht von Stechmücken belästigt.
Vor dem Abendessen gehe ich nochmal schwimmen. Dabei die Entdeckung: In diesem See wohnen Krebse. Und zwar ziemlich viele. Wir sind drauf und dran, ein zweites Abendessen zu fangen, als Lotten anmerkt, dass wir ja keinen Dill hätten. Der scheint zum kochen obligatorisch zu sein. ;)
Und außerdem ist es gar nicht so einfach die blöden Viecher zu erwischen. Dann eben nicht.

Weg: Wald, Weiden, Forstwege
Hütte: Sehr schön, aber der Zugang zum und der Blick auf den See könnten noch etwas besser sein :bg: .

Kanem

Kanem
05.09.2005, 22:41
Meine Bilder sind online!

http://www.stud.uni-karlsruhe.de/~uhbez/

Viel Spaß beim ansehen.

Kanem

DerMitDemBärSteppt
09.09.2005, 21:44
Ist zwar nicht direkt zum Thema, aber schöne Bilder hast du gemacht. An viele Stellen vom Bohusleden hab ich genau die gleichen Fotos gemacht ;-)

Alexander

Elch
10.09.2005, 22:11
Hallo Kanem,

schöne Bilder! Haben mich neugierig auf den Tjustleden gemacht. Vielleicht habe ich ja auch mal Zeit dafür.

Christian

Kanem
11.09.2005, 11:33
Danke. :D
Leider ist die Kamera dann ausgefallen, sonst hätte ich vielleicht noch ein paar mehr gemacht...
Im Moment bin ich ein bisschen im Lernstress. Deswegen lässt der Rest des Reiseberichtes etwas auf sich warten.

Kanem
29.09.2005, 14:02
5.8. Ankarsrumsslinga
Heute gehts nach Ankarsrum zum einkaufen. Da müssen die beiden Schwedinnen auch hin, wir laufen zusammen.
Dort finde ich auf Anhieb einen ICA. Ich arbeite mich einmal durch das Regal mit Tütensoßen und -suppen, da wohl die nächsten Tage keine Möglichkeit mehr zum Einkaufen kommen wird.
Mittagspause in einem Park am Fluss. Dort erfahre ich, dass es hier kein Turistbyro gibt. Naja, die grobe Karte habe ich ja, das muss reichen.
Inzwischen alleine mache ich mich auf den Rückweg. Dieser ist oft durch große Waldarbeitsmaschinen zerfurcht. Der Abstecher auf den Aussichtspunkt lohnt sich aber allemal. Elche scheinen ein Faible für hohe, exponierte Stellen zu haben, den Hinterlassenschaften nach zu urteilen.
Kurz vor der Skydd finde ich noch eine Riesenraupe. Was aus sowas wohl schlüpft, wenns fertig ist?
Der Himmel hat sich zugezogen, daher gleich nach der Ankunft Holz sammeln, damit ich nacher wenigstens ein kleines Lagerfeuer zu stande bringe. Und tatsächlich: kaum bin ich fertig fängt es an, zu regnen. Zum Glück ist das nicht von dauer.
Dann Suppe, Lagerfeuer, baden, Abendesse. Das übliche Programm.
Die Krebse scheinen wir gestern zu sehr geärgert zu haben, heute lässt sich keiner blicken.
Später gibt Popcorn vom Lagerfeuer. Das war ne geniale Idee!

Weg: Viele Reifenfurchen, mäßig interessant.
Hütte: siehe gestern


6.8. Wasser!
Jede Menge Wasser:
Als ich aufwache: Regen. Als ich zwei Stunden später aufstehe: Regen. Während Frühstück und Packen: Regen. Und auch als ich loslaufe: nichts als Regen.
Dadurch fällt es geringfügig schwerer, irgendetwas, zum Beispiel die schöne Landschaft, zu genießen. Nicht einmal die Pausen machen Spaß, weil eben alles nass ist.
Also laufen, laufen, laufen.
Gegen Mittag hört der Dauerregen auf und geht in einen Wolkenbruch über. Zum Glück kommt wie gerufen ein Bauernhof vorbei. Ich mache unter dem Vordach einer Scheune Mittagspause. Aber: Wer steht wird kalt. Deshalb gehts recht bald weiter.
Das schlimmste ist überstanden, nach einer Weile linst sogar die Sonne vorsichtig durch die Wolkendecke. Aber was von oben kam muss jetzt unten auf dem Boden wieder weg. Der Pfad gleicht stellenweise Bächen und Seen. Meine größte Sorge ist allerdings, dass im Rucksack alles trocken ist.
Nach 10 Kilometern komme ich an eine alte Mine. Hier stehen auch die Funkmasten, die ich gestern aus der Ferne vom Aussichtspunkt aus gesehen habe. Da kann man sich die zurückgelegte Strecke gleich viel besser vorstellen.
Irgendwann komm eich endlich an die Skydd. Netterweise hat jemand ein paar trockene Kiefernzweige hinterlassen. Das Lagerfeuer ist gerettet.
Heute ist Großwaschtag angesagt.
Als ob ich nicht genug Wasser gehabt hätte gehe ich vor dem Abendesse noch schwimmen. Aber der See ist auch zu einladend.

Weg: Nass! :D Ansonsten ok.
Hütte: Ein paar Meter oberhalb des Sees -> anstrengend wenn man öfter ans Wasser will. Trockenklo umgestürtzt, nicht benutzbar.


7.8. Etappe 4
Am Morgen scheint die Sonne. Das nutze ich gleich und gehe noch vor dem Frühstück baden. Es ist halb 12 bis ich los komme. Macht aber nichts, heute habe ich es nicht so weit.
Ich merke die gestrige Etappe noch in den Beinen, es läuft einfach nicht so recht. Der Weg bis auf einige Pfützen angenehm. Leider finden sich im hinteren Teil nur noch sehr spärlich schönen Plätze zum Rasten.
Den ganzen Tag ballen sich über mir Quellwolken zusammen. Auf den letzten anderthalb Kilometern liefere ich mir einen Wettlauf gegen die heranziehende Regenfront, werde aber trotzdem eingeholt. Wenn ich schon nass werde kann ich auch noch einen kleinen Abstecher machen, um die Kirche von Törnsfall zu besichtigen. Die schwedischen Friedhöfe gefallen mir irgendwie viel besser als unsere.
Zur Skärmskydd ists jetzt nicht mehr weit. Und bis ich was trockenes an, etwas gegessen und mich häuslich eingerichtet habe hört der Regen wieder auf, die Sonne scheint wieder.
Leider ists nix mit baden, dieses Ende des Sees ist eine Flachwasserzone mit Schilfbewuchs. Dafür gibts direkt hinter der Skydd Blaubeeren. Dumerweise komme ich bei 200 mit dem Zählen durcheinander, weil ich über die dichteste Blaubeerpackung nachdenke.
Ich streife etwas durch den Wald, auf der Suche nach einem Elch, schnitze Rindenschiffchen, esse Cous-Cous und später die Blaubeeren. Der Himmel erstrahlt in hübschen Pastellfarben, Nebel steigt aus dem See, es wird kalt.

Weg: Nichts spektakuläres, aber ganz hübsch. Stellenweise viele umgefallene Bäume.
Hütte: Der See ist leider zu flach zum baden.


8.8. Etappe 5
Zu viele Blaubeeren! Nachts bekomme ich zuerst Bauchschmerzen, später wird mir schlecht. Auch am nächsten Morgen noch leichte Übelkeit. Ich bringe nur ein wenig Müsli runter. Trotzdem beschließe ich, die 21 km in angriff zu nehmen.
Ob das die weiseste Entscheidung war...?
Anfangs ist der Weg in einem schlechten Zustand: Überwuchert und mit vielen umgestürzten Bäumen.
Dann wechseln sich Passagen über Stock und Stein mit kurzen Strecken auf der Landstraße ab, bevor sich der Leden für 10 Kilometer von jeglicher menschlicher Bebauung fernhält. Das erweist sich in meinem Zustand als recht anspruchsvoll. Einem schnellen Fortkommen ist es jedenfalls nicht förderlich. Ich muss viele Pausen machen, um einigermaßen bei Kräften zu bleiben. Daher bin ich wirklich froh, als ich endlich wieder auf eine Straße komme.
Es sind vielleicht noch 2 Kilometer, aber da mir das Wasser schon vor einer ganzen Weile ausgegangen ist, fülle ich bei einem hilfsbereiten Schweden meine Flasche wieder auf.
Mit letzter Kraft schaffe ich es bis an die Hütte. Es handelt sich um ein altes Bauernhaus, welches über 250 Jahre alt ist, wenn ich die schwedischen Informationen richtig deute.
Beim den netten Nachbarn bekomme ich Wasser. Dass es eine Wasserstelle in der Nähe gibt entdecke ich erst, als ich diesen Ort verlasse.
Zu Tode erschöpft falle ich dann erst mal auf ein Bett. Gegen 10 Uhr stehe ich noch mal kurz auf, um etwas Müsli zu essen, dann gehts gleich wieder schlafen.

Weg: In meinem Angeschlagenen Zustand verdammt anstrengend. Sonst ganz nett.
Hütte: Kein See, geschlossenes Häuschen mit Kamin und zwei Betten. Nice.


9.8. Ruhetag
Mit so einer Magenverstimmung ist scheinbar nicht zu spaßen. Ich bin immer noch nicht ganz wiederhergestellt. Deswegen bleibe ich heute in diesem bequemen Häuschen. Der einzige Nachteil daran ist, dass die Decke so niedrig ist, dass ich kaum aufrecht drin stehen kann. Da ich jedoch eh die meiste Zeit im Schlafsack verbringe stört mich das nicht weiter.
Bis auf die Bullen, die morgens die Hütte umzingelten, verläuft der Tag völlig ereignislos.
Hoffentlich sind die weit weg, wenn ich morgen weiter will.
Falls ich weiter kann. Ansonsten müsste ich mir ernsthafte Gedanken über einen Tourabbruch machen...

Kanem

Corton
30.09.2005, 11:12
Nach 2 [...] recht feuchten Wochen auf dem Tjustleden.
Fragt sich Corton, wie sich denn der TNF Hightail dabei geschlagen hat.

Corton

Kanem
18.04.2006, 17:16
Nachdem die Fortsetzung zunächst auf unbestimmt verschoben wurde ist sie bei mir irgendwie in Vergessenheit geraten. (Verdrängung? :bg: )
Aber besser spät als nie. Mein Werk ist vollendet! :D

10.8. Weiter geht's
Mir geht's wieder ganz gut. Dafür ist das Wetter nicht so toll. Zum Glück habe ich mir gestern die Beschreibung der 6. Etappe nochmal genau angeschaut: etwa auf halber Strecke gibt es eine zusätzliche Skydd! Eine kurze Etappe: genau das, was ich heute brauche. Ich habe also jede Menge Zeit. Ich bleibe noch ein bisschen im trockenen Wohnzimmer und warte darauf, das der Regen aufhört. Vorsichtshalber verpacke ich trotzdem alles so wasserdicht wie möglich.
Und der Himmel hat ein einsehen: es hört tatsächlich auf zu regnen, es kann los gehen.
Aber schon nach ein paar Metern führt der Leden durch wucherndes Dickicht. Der Weg ist so gut wie nicht zu erkennen, man ist froh wenn man in all dem Grün mal wieder eine Markierung findet. Und eine Machete wäre hilfreich. Nach ein paar Schritten bin ich tropfnass. Aber mit Glück und meinen inzwischen für die kleinste Spur geschärften Augen finde ich durch.
Danach wird der Weg angenehmer, er führt zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten: "Jättegryttor" (Riesentöpfe), kreisrunde Höhlungen im Fels, und eine "Varggrop" (Wolfsgrube). Hier mache ich Pause und sehe einer Fliege zu, die aussieht, als hätte sie Angst vorm Fliegen. Ich komme an ein kleines Moor, dessen Schönheit ich nicht so recht würdigen kann, weil gerade ein Wolkenbruch niedergeht. Die nächste "Fornborg utsikt" spare ich mir und erreiche bald darauf die Skydd: Sehr willkommen und idyllisch am kleinen See Sixgöl gelegen. So muss es sein! :D
Erst mal ein paar Kekse. Da sie eh nass ist, wasche ich meine Hose. In dem Moment biegt eine Feriengruppe aus Germersheim um die Ecke. Die Kids haben aber nicht vor zu bleiben, sie wollen nur etwas Angeln. Ich hab zwar meine Zweifel, bei dem Tara, dass sie veranstalten, aber es ist doch eine willkomene Abwechslung.
Inzwischen ist das Wetter wieder schön, ich gehe baden.
Dann gibts das übliche Abendprogramm, leider ohne Lagerfeuer. Dafür am See sitzen. Ich beobachte kleine Wasserkäfer, die wie verrückt herumflitzen, wenn man sie erschreckt. Mir fällt auf, dass ich die alten deutschen Lieder nur noch bruchstückhaft zusammenbekomme. Es wird merklich früher dunkel.

Weg: Anfangs unübersichtlich, sonst gut.
Hütte: Unbedingt einplanen!


11.8. Etappe 6, die Zweite
Die Abende sind herrlich!
Man sitzt auf einem Felsen am See. Der Wind schläft ein. Der See wird fast spiegelglatt, bis auf die kleinen Kreise, die die steigenden Fische machen. Die Sonne beleuchtet das gegenüberliegende Ufer, geht dann unter. Der Himmel durchwandert sämtliche Pastellfarben.
Und dann eine Tasse Tee oder eine Schüssel Popcorn, das Lagerfeuer knistert leise, und ab und zu der Ruf eines unbekannten Vogels.
Genau dafür komme ich her. Das Wandern ist nur ein Zeitvertreib über den Tag.

Diesen Tag beginne ich mit einem Bad im See, mit langsamem Packen, mit loslaufen.
Der "Hängesten" ist wirklch sehenswert. Dummerweise gibt der Akku meiner Kamera genau in dem Moment den Geist auf, in dem ich ihn fotografieren will. Pech... Ansonsten verläuft der Weg ruhig, zum Teil durch hohes Gras. Ich biege nach etwa 8 km ab Richtung Odensvi, mir drohen die Müsliriegel auszugehen. Und tatsächlich: Es gibt dort einen Landhandel. (Mo-Fr bis 18:00 Uhr, Sa bis 13:00 Uhr geöffnet)
Wunderbar! Schokoriegel, Kekse, Tunnbröd, Schokolade, ein Apfel und ein süßes Stückchen.
Direkt unterhalb der Ladens liegt der "Badplats". Dort setzte ich mich und genieße das Törtchen.
Jetzt "nur noch" um den See rum zur Skydd. Gleich zu Beginn lande ich beim Versuch, den Weg etwas abzukürzen, in einem Feld. Zum Glück ist die Straße nicht zu verfehlen. Der Weg am Seeufer entlang ist weiter als gedacht. Ich fürchte schon, ich sei versehentlich an der Schutzhütte vorbeimarschiert, als sie auftaucht.
Baden, Wäsche waschen, essen, Lagerfeuer. Danach sitze ich am See und mir kommen so poetische Gedanken wie oben. :)
Ich bin inzwischen ca. 120 km gewandert und werde, wenn alles gut geht, nur noch 2 Abende wie diesen auf dem Tjustleden genießen dürfen.

Weg: Angenehm zu gehen, keine besonderen Vorkommnisse.
Hütte: Direkt an einer Ameisenstraße gelegen, sonst ganz nett.


12.8. Etappe 7
Sehr hübsche Etappe heute.
Ich bin früh wach, wahrscheinlich, weil die Sonne herein scheint. Bevors um 10:30 Uhr weitergeht spinge ich nochmal in den See, dann gehts los.
Es läuft sich angenehm: Straße, Feld, Wald, Pilze und jede Stunde eine Pause, alles sehr gemütlich.
Vorbei an Dalhem mit Kirche. Ich finde, schwedische Friedhöfe haben etwas.
Danach noch eine Fornborg utsikt, um 17:30 Uhr erreiche ich die Skärmskydd.
2 deutsche Radfahrer sind schon vor mir angekommen. Zum Glück ist die Hütte sehr geräumig, die zwei können sogar ihr Zelt als Schutz gegen Schnaken hineinstellen. Von denen gibt es hier ziemlich viele. Schade eigentlich, bisher bin ich von denen fast völlig verschont geblieben!
Noch kurz Baden vor dem Essen. Wir unterhalten uns noch eine Weile. Ich erfahre, dass die beiden letztes Jahr Abi gemacht haben und jetzt in den letzten Wochen einer 4-Monate Ostseeumrundung per Rad befinden.

Weg: Angenehm, ruhig
Hütte: Etwas oberhalb des Sees, viele Stechmücken.


13.8. Etappe 8
Regen. Mal wieder. Bis zum Frühstück hört er aber vorerst auf. Baden vom nahen Steg. Dort gibt es auch ein Thermometer: Wassertemperatur 18,5 °C, merklich kühler als zu Beginn meiner Wanderung.
Die anderen bleiben noch ein bisschen, ich gehe um halb 11 los.
Die nächsten zwei Kilometer sind die wohl interessantesten der bisherigen Tour. Es geht, zum Teil recht steil, auf einen kleinen Berg über dem See.
Danach wieder Standard-Leden mit vielen Feldwegen. Es beginnt auch wieder zu regnen. Na Toll! Aber die heutige Etappe hat nur 15 km, und bis ich bei der Skydd bin, bin ich schon halb wieder trocken. Das Wetter tut mir nämlich den Gefallen: die Wolken reißen auf, und einem schönen Abend steht nichts im Wege.
Dann erstmal Großwaschtag, bevor ich morgen jemanden durch meinen Geruch umhaue...
Danach gehe ich mal wieder schwimmen (dieser See kommt mir seltsamerweise wieder wärmer vor).
Heut gönne ich mir nochmal ein Lagerfeuer, und bei einer Tasse Tee bekomme ich noch einmal einen herrlichen Sonnenuntergang geboten.
Ich werde es vermissen!

Weg: Schön zu laufen. Interessant.
Hütte: Schöne Skydd, toller See.


14.8. Der letzte Wandertag?
Ich stehe heute eine Stunde früher auf als sonst, da ich nicht weiß, wann in Falerum ein Zug fährt.
Ein letztes Mal baden im See, dann packen, Abmarsch ca. 9:00 Uhr.
Und gleich das erste Problem. Eine Gruppe Kühe versperrt die Straße. Vor den Viechern habe ich einen Heidenrespekt. Aber ein kurzer Schlenker querfeldein durch den Wald umgeht es geschickt. Nach einem steilen Anstieg kurz nach dem Ort Kolsebro gibt es einige schöne Ausblicke ins Uknadalen. Warum denn nicht öfter so?
Ich beeile mich etwas, mit der Zeit werde ich immer schneller, aus Angst, den Zug zu verpassen, von dem ich nichtmal weiß, wann er abfährt. Dadurch bin ich gegen 12:40 Uhr am Bahnhof. Und siehe da: es war eine gute Idee, ein bisschen früher aufzustehen. Dadurch habe ich jetzt zwar fast eine Stunde Wartezeit, aber besser so als den Zug zu verpassen. Heute ist Sonntag, da kommt er nur 2 Mal.
Das Wetter, bisher Strahlender Sonnenschein, zeigt sich mir noch einmal von seiner typische schwedischen Seite: 5 Minuten, bevor der Zug kommt, fängt es an zu regnen.
Ich fahre zunächst nach Linköping, wo ich umsteige nach Stockholm. Dort komme ich gegen 17:30 an.
An der Tourist-Information dann der Schreck: Außen hängt ein Schild, dass alle Jugendherbergen ausgebucht sind. Die nette Dame drinnen schafft es aber, mir noch ein Bett in der Herberge am Zinkensdamm zu organisieren.
Das erste was ich dort nach dem Ankommen mache: eine heiße Dusche! Die beste Erfindung, die die Menschheit je gemacht hat. Den Abend verbringe ich in der Herberge. Wenn ich Pech habe, muss ich allerdings morgen wieder raus.

Weg: Die erste Hälfte ist einer der schönsten Abschnitte des Ledens.
Hütte: Vandrarhem Zinkensdamm: Hübsch, recht modern, leider ziemlich weit weg vom Stadtzentrum


15.8. Stockholm
Ich kann doch bleiben. Allerdings muss ich zunächst auschecken und mich am Abend wieder anmelden. Zum Glück kann ich mein Gepäck dalassen.
Dann gehe ich zu Fuß los, Stockholm zu erkunden. Eher zufällig komme ich zum "Kungliga Myntkabinettet", ein Museum nur über Geld. Direkt gegenüber liegt das Schloss. Ich schaue nur die "Livrustkammaren" an, wo alte Kleider, Waffen und Kutschen der Royals ausgestellt sind. Danach will ich in ein Touristbyro. Da dieses aber üüberfüllt ist mache ich einen Abstecher zum Hauptbahnhof. Erstens gibt es da auch eines, und zweitens kann ich da gleich eine Karte für den Flygbuss kaufen.
Als nächstes laufe ich zur Bibliothek, weil ich hoffe, dort einen Internetzugang zu finden. Geht aber nicht. In der Nähe gibts die Techniska Högskolan. Die will ich mir mal ansehen. Man weiß ja nie... Sehr hübsch. Und außerdem gibts da kostenlose Toiletten...
Zurück in Richtung Stadtkern komme ich am Armeemuseum vorbei. Das hat Montags zu. Vielleicht morgen. In der Nähe liegt auch das Historiska Museet mit ein paar schönen Stücken über Wikinger und einer Sonderausstellung über Gold. Dafür, dass es keinen Eintritt kostet lohnt es sich auf jeden Fall.
Eigentlich will ich auch noch zum Nordiska Museet als es anfängt zu regnen. Ich stelle mich unter. Bis es aufhört lohnt es sich aber nicht mehr.
Stattdessen sonne ich mich etwas am Stadtshuset, dann wandere ich in einem großen Bogen am Norr Mälarstrand entlang über die Västerbron zurück zur Jugendherberge.
Puh, kaum ist meine Wanderung offiziell beendet fange ich an, richtig Kilometer zu machen. Geschätzte 15 dürften es schon gewesen sein. Dafür komme ich ziemlich billig weg.


16.8. Der letzte Urlaubstag
Auschecken gegen 9:15 Uhr.
Dann laufe ich zur Insel Skeppsholmen, wo ich mir das Architekturmuseum (mäßig interessant) und das Museum für moderne Kunst ansehe. Auch hier gilt: Eintritt frei. Trotzdem gibt es Werke von bekannten Künstlern wie Picasso, Miro, Dahli, und Mondrian zu sehen. Am besten gefällt mir jedoch die Sonderausstellung des schwedischen Künstlers Lars Englund.
Danach schaue ich noch ins Nationalmuseum - nicht so mein Ding, obwohl die Ausstellung zu Design nicht schlecht ist.
Ich habe viel Zeit und gehe zum Armeemuseum. Naja.
Zu guter Letzt bezahle ich doch noch Eintritt: Das Vasa-Museum muss einfach sein.
Die Vasa ist Beeindruckend. Und dazu gibt es so viele Hintergrundinformationen, dass ich die Zeit völlig vergesse.
Jetzt wirds knapp. Ich will den letzten Flygbuss für heute um 18:30 noch erwischen, um irgendwo am Flugplatz zu campieren. Ich habe beim Buchen nicht bedacht, wie früh man aufstehen muss, wenn man den den frühen Ryanairflug nach Hahn nimmt.
Als im Eiltempo zur Jugendherberge. Ich schnappe mein Gepäck, dann schnell in den nächsten ICA, um noch ein paar Kekse für daheim zu besorgen. Ich hetze in die T-Bana-Station, sofort kommt ein Zug - und alle müssen aussteigen! Es gibt ein elektrische Problem. Es scheint ewig zu dauern, bis der nächste ankommt. Der muss auf offener Strecke nochmals anhalten.
18:29 stürze ich in den Hauptbahnhof. Und muss feststellen, dass der Bus schon weg ist. :bash:
Jetzt ist guter Rat teuer. Frustriert vernichte ich erstmal die Packung Schokokekse, die für daheim gedacht war.
Dann wandere ich mit meinem Rucksack ziemlich ziellos durch die Stadt. Ich beschließe, einen Burger-King zu finden. Netter Zeitvertreib. Aber es ist nirgends einer zu sehen. Im Bahnhof gibt es einen. Dort mache ich es mir vorläufig auf einer Bank bequem, bis mich ein Securitymensch darauf hinweist, dass man nur sitzend (!) auf den Buss warten darf. Der Bahnhof macht sowieso um Mitternacht dicht, also gehe ich wieder. Am Stadshuset bewundere ich die Lichter am anderen Ufer. Das ist aber auch kein Platz, um dort die Nacht zu verbringen.
Auf Skeppsholmen bin ich heute Morgen an einem relativ unbeachteten Park vorbeigekommen. Das muss reichen. Ich packe Unterlage, Isomatte und Schlafsack aus und lege mich hin.

Hütte: Welche Hütte?!? Aber für "Mitten in der Großstadt" ein guter Schlafplatz.


17.8. Heimreise
Meine Sorge, zu verschlafen und dadurch den Flug zu verpassen, erweist sich als unbegründet. Zwar schlafe ich ungestört, aber auch nicht besonders gut.
Der Bahnhof hat noch zu, also habe ich Zeit, noch etwas zu Frühstücken. Danach mit dem ersten Flygbuss zum Flughafen. Nach dem Eincheken gebe ich meine letzten schwedischen Kronen für einen Kaffee aus und warte auf das Flugzeug.
In Hahn angekommen heißt es wieder warten, diesmal auf den Bus nach Hause. Mehr oder weniger zufällig treffe ich zwei Freunde, die heute in die Hardangervidda aufbrechen, was die Wartezeit erheblich verkürzt.
Die Busfahrt ist ereignislos. Endlich komme ich dazu, das Buch zu lesen, dass ich die ganze Zeit mitgeschleppt hatte.
In Karlsruhe erwartet mich schon meine Schwester, um mich abzuholen.
Ein toller Urlaub ist damit vorüber.


@Corton: Sorry für die lange Verzögerung, die Frage ist mir irgendwie entgangen.
Der Schlafsack hat sich sehr gut geschlagen.
Ich habe zwar nicht nachgemessen, aber ich konnte keinen größeren Loftverlust feststellen. Gefroren habe ich jedenfalls nicht.
Wobei der Hightail eher am oberen Ende der Temperaturskala war.
Und ich habe natürlich darauf geachtet, dass er kein Wasser abbekommt.

Kanem

Exonym
27.01.2007, 12:27
@ kanem:

wie lange hast du mim zug von linköping nach västervik gebraucht? un der bus nach mörtförs: fährt der regelmäßig oder weisst du bis wann die ungefähr fahren?! un wie lange die busfahrt ist?

will den tjustleden diesen sommer auch laufen. allerdings werd ich keine abendmachine von ryanair nehmen ;)

gruß

Rüdi

Fjaellraev
27.01.2007, 16:22
@Exonym: Bin zwar nicht Kanem, aber die Frage kannst Du dir selbst beantworten wenn du auf www.resplus.se nach den Verbindungen suchst.
Die Seite geht sogar auf Deutsch.

Gruss
Henning

Exonym
28.01.2007, 13:25
danke henning, aber du weisst doch noch vom letzten jahr, wie ich auf den schwedenseiten ja ünerhaupt net durchsteige. irgendwann bin ich verloren, aber wenns die ja auf D gibt, werd ich mal mein glück versuchen. ;)

aber danke

Gruß

Rüdi :lol:

duekchen
12.06.2008, 17:56
diese fahrplanseite kennt bei mir mörtförs nicht:( ... will eigentlich einfach nur wissen ob der vormittags fährt

dueki

Exonym
21.06.2008, 21:41
soweit ich mich erinner hatte ich den ersten bus um ca. 6 uhr morgens genommen..!

liadan
12.08.2008, 20:47
diese fahrplanseite kennt bei mir mörtförs nicht:( ... will eigentlich einfach nur wissen ob der vormittags fährt

dueki

möchtest du auch den tjustleden bewandern? bei mir gehts nämlich am 29.08. los und ich bin auch noch am sammeln von bus-infos


soweit ich mich erinner hatte ich den ersten bus um ca. 6 uhr morgens genommen..!

bist du mit der broschüre unterwegs gewesen oder hattest du auch eine karte dabei?

grüßchen dani

Lürbker
28.12.2008, 17:50
Bin dieses Jahr auch den Tjustleden gelaufen. FÜr Anfänger sehr praktisch wegen den Hütten, sodass man kein Zelt braucht. Nur mussten wir die Tour leider in Dahlem abbrechen da einer wirklich unschöne Füße bekommen hatte.