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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trekkingtour Norwegen



Uwe88
18.08.2016, 07:27
Hallo,

habe mich hier im Forum angemeldet, damit ich einige Informationen zum Trekking allgemein erhalte, sowie zu Touren in Norwegen.

Bin 28Jahre alt und plane eine Trekkingtour nach Norwegen (mit 5 weiteren freunden, alle zwischen 26 und 29 Jahre alt) für nächsten Jahr Ende Juli/ Anfang August.

Dazu habe ich natürlich ein paar Fragen:
Welche Einsteigertouren könnt ihr dort empfehlen? Tour sollte ca. 6 oder 7 Tage dauern.
Ob wir in Hütten oder im Zelt schlafen, ist noch nicht geklärt. Was ist da zu empfehlen?
Welche Ausrüstung wird für so eine Tour benötigt?
Wie sollte die Vorbereitung aussehen? Fit sind wir alle, aber sollte man vorher in Deutschland mal eine mehrtägige Tour starten?
Mit welchen Kosten ist für diese Tour zu rechen? Abflughäfen wären: Frankfurt, Köln, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt-Hahn, Luxembourg
Auf was wäre sonst noch in Norwegen zu achten?

Weiteres Wird mir wahrscheinlich in nächster Zeit noch einfallen...

Vielen Dank schonmal

Gruß
Uwe

MrsLausS
18.08.2016, 09:09
Hallo Uwe88,

Erstmal willkommen im Forum!

Aus deinem Eingangspost wird leider nicht deutlich, wieviel Erfahrung ihr mit Mehrtagestouren schon gesammelt habt...
Leider kann ich zu Norwegen nichts beitragen, da gibt es aber genügend Erfahrene, die euch/dir weiter helfen können und sicher noch posten, wenn du euren Ausrüstungs- und Erfahrungsstand kurz skizzieren könntest.
Vor unserer ersten Trekkingtour (nach Schottland) haben wir einfach Stunden mit Reiseberichten hier im Forum verbracht und -zig Packlisten gesichtet. Das gibt schonmal einen guten Eindruck und deine Fragen werden automatisch gezielter.

LG,
MrsLausS;-)

Uwe88
18.08.2016, 09:27
Hallo Uwe88,

Erstmal willkommen im Forum!

Aus deinem Eingangspost wird leider nicht deutlich, wieviel Erfahrung ihr mit Mehrtagestouren schon gesammelt habt...
Leider kann ich zu Norwegen nichts beitragen, da gibt es aber genügend Erfahrene, die euch/dir weiter helfen können und sicher noch posten, wenn du euren Ausrüstungs- und Erfahrungsstand kurz skizzieren könntest.
Vor unserer ersten Trekkingtour (nach Schottland) haben wir einfach Stunden mit Reiseberichten hier im Forum verbracht und -zig Packlisten gesichtet. Das gibt schonmal einen guten Eindruck und deine Fragen werden automatisch gezielter.

LG,
MrsLausS;-)

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich lese schon paar Tage hier im Forum und auf anderen Seiten, was zu beachten ist. Will mich da aber nochmals genau erkundigen :)
An Erfahrungen bringen wir mit mehrtägigen Wandertouren gar nichts mit. Immer nur Tagestouren bis jetzt, daher auch die Frage ob wir in Deutschland eine mehrtägige Wandertour unternehmen sollen. z.B. trekking-pfalz.de

Hapi
18.08.2016, 09:50
...als Einstieg würde ich die Runde um den Hardangerjokulen empfehlen. Die Anreise ist bequem: Flieger nach Bergen, mit der Bergenbahn nach Finse und los gehts. Karte, GPS braucht man eigentlich nicht, es reicht ein Ausdruck aus dem Netz. Wasser überall reichlich vorhanden.

http://www.ut.no/kart/

DerNeueHeiko
18.08.2016, 13:27
An Erfahrungen bringen wir mit mehrtägigen Wandertouren gar nichts mit. Immer nur Tagestouren bis jetzt, daher auch die Frage ob wir in Deutschland eine mehrtägige Wandertour unternehmen sollen. z.B. trekking-pfalz.de

Deine Fragen sind sehr unkonkret, daher tue ich mich schwer, darauf konkret zu antworten...

Bis auf die Frage nach der Erfahrung - körperlich hätte ich da keinerlei Bedenken (ich bin in den letzten zwei Jahren zwischen meinen letzten beiden Wanderurlauben sehr unsportlich unterwegs gewesen, insgesamt vielleicht 3000km auf dem Fahrrad gesammelt, sonst keinerlei Sport). Psychisch kann es aber helfen, schonmal in unkritischer Umgebung erlebt zu haben, wie z.B. die Füße am dritten Tag der Tour, mit noch schwerem Rucksack, schmerzen können, oder wie man durch vier Stunden Regen und Wind zum nächsten guten Zeltplatz kommt. Auch der Gruppendynamik kann es gut tun, wenn man schonmal weiß und akzeptiert, wer morgens am längsten schläft und wer das Essen immer verbrennt ;) und wer sein Zelt schneller aufbauen kann und seinen Rucksack schon richtig eingestellt hat, hat in Norwegen sicher auch mehr Spaß als jemand, der das am ersten Tag alles ausprobieren muss.

Entscheidend: Niemand mit bekannten Krankheiten (oder mit dem Arzt abgestimmt) dabei und niemand, der schon im Alltag Probleme hat, drei Stockwerke Treppen zu gehen (nicht auf Zeit, sondern überhaupt). Und dann: Passende Wanderschuhe, passender Rucksack, warmer Schlafsack und sicherer Regenschutz, das sind IMHO die wichtigsten Dinge.

Insofern: Wenn ihr die Zeit findet, macht eine Tour. Wenn nicht, geht die Tour in Norwegen so an, dass ihr euch trennen oder die Tour abbrechen könnt, falls die Gruppe nicht mitspielt. Wobei das bei sechs Leuten sowieso eine gute Idee ist, die Vidda ist was ganz anderes als der Pfälzer Wald.

MfG, Heiko

dingsbums
18.08.2016, 14:00
Entscheidend: Niemand mit bekannten Krankheiten (oder mit dem Arzt abgestimmt) dabei und niemand, der schon im Alltag Probleme hat, drei Stockwerke Treppen zu gehen (nicht auf Zeit, sondern überhaupt). Und dann: Passende Wanderschuhe, passender Rucksack, warmer Schlafsack und sicherer Regenschutz, das sind IMHO die wichtigsten Dinge.
Volle Zustimmung. Ich hatte vor meiner ersten Tour in Lappland auch noch keine mehrtägige Wanderung gemacht. Interessanterweise habe ich mich nie gefragt, ob das ein Problem ist. Da mir meine (eher wenigen) Tageswanderungen bis dahin Spaß machten und mein Lebensgefährte schon Tourerfahrung hatte, bin ich halt einfach mit. In der Woche vorher bin ich immerhin 3 Stunden in schon mehrfach getragenen neuen Wanderschuhen mit vollem Rucksack (im schönen Pfälzer Wald) gewandert, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Ich hatte einige Flaschen mit Wasser dabei, so hätte ich einfach Gewicht verlieren können, falls nötig. Holger hatte mir (auf meinen Wunsch hin) wirklich 23 kg in den Rucksack gepackt.

Anderes Beispiel: Meine Schwester meinte letztes Jahr auf dem Jakobsweg so schön "Ich glaube, ich bin noch nie 20 km am Stück gelaufen." Und siehe da, ohne Probleme schaffte sie das 8 Tage hintereinander. Meist muss man nur wollen.

Die Abflughäfen klingen ja nach Eifelnähe, da gibt es jetzt auch Lagerplätze (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/91816-Naturlagerpl%C3%A4tze-in-der-Eifel-outdoorseiten-net-e-V-ist-dabei), wäre vielleicht sogar noch einfacher als Pfälzer Wald. Einfach mal übers Wochenende zwei Tage wandern.

Hütte oder Zelten - für viele gehört Zelten einfach dazu. Dazu ist es günstiger und man ist flexibler. Der Vorteil von Hütten: weniger Gepäck. Der größte Nachteil: Man muss die Hütte erreichen. Wenn nicht grundsätzlich Abneigung gegen Zelten besteht, würde ich mit unterwegs sein. Man kann (wegen Regen, wegen Kälte, wegen Bequemlichkeit, wegen Gemütlichkeit, ...) dann immer noch in einer Hütte übernachten, wenn man mag.

Funner
18.08.2016, 14:16
Hütte oder Zelten - für viele gehört Zelten einfach dazu. Dazu ist es günstiger und man ist flexibler. Der Vorteil von Hütten: weniger Gepäck. Der größte Nachteil: Man muss die Hütte erreichen. Wenn nicht grundsätzlich Abneigung gegen Zelten besteht, würde ich mit unterwegs sein. Man kann (wegen Regen, wegen Kälte, wegen Bequemlichkeit, wegen Gemütlichkeit, ...) dann immer noch in einer Hütte übernachten, wenn man mag.

Ein Zelt sollte dabei sein. Wir sind auf der Tour auch jemandem begegnet, der in Zeitnot kam das letzte Boot zu erreichen. Der durfte dann noch eine 3 stündige Wanderung dranhängen, fand er nicht so witzig.
So kann man sich einfach da niederlassen wo es schön ist oder wenn man eben keine Kraft mehr hat. Allerdings haben wir die Hütten auch zu schätzen gelernt. Dort kann man seine Sachen trocknen, evtl. sogar duschen.