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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lavu oder leichtes Expeditionszelt zum Kanu wandern ?



Pirate of North
25.07.2016, 00:25
Hallo,
bisher wollte ich unbedingt das Helsport Finnmark für unsere erste Tour zu viert in Schweden.
2 Erwachsene und 2 Kids 4 und 7 Jahre . Habe mir allerdings schon Gedanken gemacht ob man an vielen Stellen das Lavu wegen der Felsen im Boden nicht gut auf stellen kann da man ja so viele Häringe braucht.
In den letzten 15 Jahren ohne Kids gab es öfter einen Platz wo man keine Häringe in den Boden bekommen hat
Meine Frau hatte nun die Idee ein leichtes Expeditionszelt
Zu nehmen was in etwa so groß ist und alleine durch die Kuppelform schon steht und nur etwas mehr Gewicht und Packmaß hat.
Was haltet ihr von der Idee?
Hatte ihr auch schon öfter Probleme das Lavu ordentlich auf zu bauen weil nicht überall die Häringe gehalten haben.
Außerdem ist es sicher nicht leicht einen so großen 4x 5 m großen Ebenen Platz zu finden wo auch noch keine Felsen sind wir mussten als schon ganz schön suchen für 2x 3m.

Gruß Simon

lutz-berlin
25.07.2016, 10:01
4 kurze Personen würden ins Wechsel Conqueror passen

Trapper
25.07.2016, 10:24
...Platzprobleme hatte ich mit dem 7er Tentipi noch nie; Häringsprobleme beim Kanuwandern auch noch nicht! Da wo die Familie mit war, gab es bisher immer eine Möglichkeit auf Plätzen die öfter benutzt werden. Allerdings nutzen wir kein Innenzelt und da kann auch mal ein Felsen mit ins Zelt und zB. als Tisch dienen. :bg:

cast
25.07.2016, 11:33
Die Skandinavier hatten offensichtlich noch nie Probleme ein Lavvu aufzustellen.

Einzig im Schärengarten würde ich was selbststehendes mitnehmen.
Auf einem Granitkklotz lässt sich auch kein Tunnel aufbauen......

in einem Lavvu wohnt man, in einem "Expeditionszelt" überlebt man.

Waldhexe
25.07.2016, 11:46
Ich finde Deine Überlegungen richtig, würde aber von einem 4er-Kuppelzelt abraten. Das wird dann so groß, dass es wieder schwierig wird mit der Lagerplatzsuche.
Wir haben das damals ( zu Beginn die Kinder 3 und 5) in Dalsland und den Schären so gelöst, dass wir zwei Zelte dabei hatten und jeweils ein Elternteil mit einem Kind geschlafen hat. Für zwei kleinere Zelte findet sich viel leichter was. Das müssen auch keine Geodäten sein, weitgehend freistehende Kuppelzelte reichen. Die Apsis bekommt man eigentlich immer irgendwie an Steinen, Wurzeln ö.ä. festgebunden und aufgespannt.
Zwei Zelte haben auch eine langfristigere Perspektive, da die Kinder früher oder später eh lieber im eigenen Zelt hausen. Die Lavuu könnt Ihr ja im Auto (nehm ich an?) lassen und für den "Campingurlaub" vor und nach der Kanutour benutzen.

Warum muss das Zelt/die Zelte leicht sein?
Ansonsten würde ich Zelte in Richtung Vaude Mark II, Exped Orion, Exped Venus etc. empfehlen.

Gruß,

Claudia

Trapper
25.07.2016, 13:15
Einzig im Schärengarten würde ich was selbststehendes mitnehmen.
Auf einem Granitkklotz lässt sich auch kein Tunnel aufbauen......

..geht mit ein paar Steinen oder zwischen den Booten auch!
ZB. hier:http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.liquidmedicine.de%2Fhtml_data%2FTouren_HTMs%2Fseekajak_o%2Fgryts_2008%2Fgryts-web%2Ftent_drey_2.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.liquidmedicine.de%2Fhtml_data%2FTouren_HTMs%2Fseekajak_o%2Fgryts_2008%2Foest_skaergard_2008.htm&h=400&w=600&tbnid=CCyVmGr45JYS2M%3A&docid=M__a9noYZAb2FM&itg=1&ei=QeaVV6X_DsGsUZKhrbAL&tbm=isch&client=firefox-b&iact=rc&uact=3&dur=1286&page=1&start=0&ndsp=42&ved=0ahUKEwjlo6TFsI7OAhVBVhQKHZJQC7YQMwgeKAAwAA&bih=931&biw=1920

rumpelstil
25.07.2016, 14:13
Auch ich rate (wie immer) zu zwei kleineren Zelten. Wenn man "wohnen" will, kann man ergänzend ein Tarp nutzen. (In einem 4er Lavu hat man nicht mehr Platz als in einem 4er Kuppelzelt, durch die Form eher weniger.) Da ist man sehr variabel in der Standplatzsuche und hat doch "Wohnraum".

Ich fand es oft mühsam, einen geeigneten Platz für ein Lavuartiges Zelt zu finden. Man braucht ja nicht nur die Möglichkeit, Heringe zu setzen, sondern diese müsse auch noch im richtigen Abstand gesetzt werden. Passende Steine gab's auch nicht immer. Und eben, es braucht einen eher grossen, runden Platz (bei mir ging es abeer bei derartigen Zelten immer um eher grössere, so 8 Personen)

Pirate of North
25.07.2016, 15:19
Danke schon mal für eure Antworten.

Dachte schon an ein 6 Personen Zelt.
Das Lavuu hätte dann 4,20 m Durchmesser und das Expeditionszelt 5,30 x 4,20 m .
Daher die Problematik einen Platz zu finden.

Gruß Simon

rumpelstil
25.07.2016, 22:40
An was für ein Expeditionszelt denkst du den?
DAs ist natürlich schon riesig finde ich.

cast
25.07.2016, 23:13
Einen Zeltplatz zu finden ist mit einem großem Zelt nie einfach. Wrr allerdings mal in mehreren kleinen Zelten schlechtes Wetter erlebt hat wünscht sich ein Finnmark. Und wenn man dann noch einen Ofen dabei hat.....

ein großer Geodät für 3 und mehr Personen ist auch locker über 4 m lang.

Pirate of North
25.07.2016, 23:34
Eigentlich möchten wir keine 2 kleinen Zelte nehmen wenn es dann doch mal länger regnet ist es im großen Zelt sicher gemütlicher als getrennt in zwei kleinen oder unterm Tarp mit den Mücken.
Dass es schwieriger ist einen großen Platz zu finden ist mir klar aber wenn man dann einen hat und das Lavu nicht stellen kann weil an einer Seite Fels ist ist es sicher noch ärgerlicher.
War eigentlich so begeistert vom Finnmark bis meine Frau den berechtigten Einwand mit den vielen vielen Häringen hatte.
Klar ist auch dass wir nicht gleich ganz oben in Lappland starten :cry::cry::cry: (würde so gerne wieder sofort hoch).
Ist mir aber mit so kleinen Kids ne Nummer zu heftig.
Wir werden also wie vor 18 Jahren wieder in Dalsland starten. ( hoffe ich bin nicht ganz so geschockt von den Zuständen dort)
Dachte an sowas in der Art hier wobei mich die Farbe noch etwas abschreckt.
Habe es eigentlich gerne etwas unauffälliger.
https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/35889-Mountain-Hardwear-Satellite-6
Gruß Simon

dahardy
26.07.2016, 09:42
Das MH würde es hier gerade günstige geben
https://www.bergfreunde.de/mountain-hardwear-satellite-6-6-personenzelt/

MfG dahardy

Becks
26.07.2016, 10:02
Bei dem Preis würde uich zuschlagen, hätte ich das Teil nicht schon in der Garage. Abgesehen von der Standplatzproblematik, welches jedes große Zelt hat (Sat 6 braucht etwa 4m x 4m), steht das Ding frei. Heringe braucht man aber schon, denn bei starkem Wind kann es das Zelt auch mal würfeln. Ist mir am Wintertreffen passiert, schade um den ganzen Schnaps, der ausgelaufen ist, und Schande war das eine Sauerei da drin danach.

Becks
26.07.2016, 10:12
Da es die Bilder im testbericht gefetzt hat, hier noch ein paar:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC_00336.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=152205&title=dsc-00336&cat=500)
Das Zelt in den Taschen. Nicht einlullen lassen, die beiden Säcke wiegen zusammen 16kg

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC_03541.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=152208&title=dsc-03541&cat=500)
Die Grundfläche mit einer Isomatte (Normalgröße) zum Vergleich

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC_00462.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=152206&title=dsc-00462&cat=500)
Innenzelt mit einem der drei Eingänge, die je um 120° verschoben angebracht sind.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC_00621.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=152207&title=dsc-00621&cat=500)
Erster Aufbau neben der damaligen Wohnung

Also: leicht und platzsparend kann man da eher vergessen. Zur Optik: ich finde sie klasse. :bg:
Pluspunkt: Auf dem Campingplatz ist man damit der King, und ich wurde jetzt schon mehrfach von anderen Campern angesprochen, die allesamt ihre Badavis und ähnliche Großzelte verflucht haben, weil diese recht schnell von einem Unwetter in Kleinteile zerlegt wurden und dann der Urlaub im Eimer war.

Waldhexe
26.07.2016, 11:57
Ich wünsche viel Spaß damit in Dalsland bei der Lagerplatzsuche... Nimm Ohrstöpsel mit, damit das Gequengel der Kinder, die endlich aus dem Boot wollen, nicht so nervig wird.
Ok, Zynismusmodus aus: ich rate von so einem großen Zelt in Dalsland, Schären o.ä. dringend ab. Wenn Ihr bei Regen zusammensitzen wollt, kauf ein Dreier und ein Zweier. Als Dreier für so was habe ich ein Exped Pegasus, da kann man auch zu viert super drin sitzen.

Gruß,

Claudia

Pirate of North
26.07.2016, 12:10
HM, danke für deinen Hinweis aber es braucht mit einem Radius von 4 m weniger Platz als das Lavu mit 4,20 m Durchmesser.
Ist also schon die kleine Variante . Und ich muß nicht rund rum die Häringe rein bekommen, sondern kann es auch am einem Baum ab spannen.
Schwierige Entscheidung.
Gruß Simon

Benzodiazepin
26.07.2016, 12:23
bedenke aber, dass du beim lavu einen weniger ebenen boden brauchst. für das satellite 6 muss der schon anständig eben sein.

dahardy, musstest du den link hier posten? das zelt für den preis... da würd ich gleich schwach werden, wenn ich doch nur innert nützlicher frist mal eine verwendung dafür hätte :p

mitreisender
26.07.2016, 14:52
Ich verstehe das Anliegen von Anfang an nicht so richtig. Groß, aber wenig Stellplatz, leicht soll es sein. Klar will man Komfort mit Kindern, aber ich sage mal ganz rigoros: dann Wohnwagen- oder Camperurlaub. Kanuwandern mit Zelt ist ein Kompromiss und das MH Zelt ist vom Packmaß groß, vom Gewicht hoch und vom Aufbau her sicherlich kniffelig.

Da würde ich jederzeit zwei Zelte bevorzugen, so hat man sogar ein Notzelt, wenn eins kaputt / verloren geht. Im besten Fall zwei identische, dann klappts auch mit Ersatzteilen. In einem 3 Personenzelt kann man sicher auch zu viert gut drin sitzen und Karten spielen, zum Schlafen gehen dann zwei ins andere Zelt.

Das MH Zelt ist ein Basislagerzelt. Da swillst Du nicht jeden Tag auf- und wieder abbauen.

Ich bin da mit Waldhexe (und anderen) einer Meinung.

Waldhexe
26.07.2016, 15:03
Zur Verdeutlichung: Die Lagerplazusuche in Dalsland ist ätzend, da jeder geeignete Platz von "Dauercampern" belegt ist.
Schau Dir die Fotos an, das sind ein paar typische Plätze. Sie sind zum Teil sehr schön, manche wurden aber erst nach stundenlanger Suche gefunden.
Überlege Dir, auf wieviele davon ein 4x4m Zelt passen würde.
Du schränkst Dich damit extrem ein!

Gruß,

Claudia

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/image428.jpeg

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/image427.jpeg

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/image426.jpeg

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/image424.jpeg

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/image425.jpeg

Pirate of North
26.07.2016, 17:11
Danke für eure Meinungen, ich weiß ihr meint er alle nur gut mit mir,
Hach nun weiß ich langsam gar nicht mehr was richtig ist.
Warum brauche ich denn für ein Lavu einen weniger Ebenen Platzt ?
Wollen auf jeden Fall eins mit Innenzelt wegen der Mücken.
Dachte das Sattelite 6 wäre die beste Lösung für unser vorhaben und das Häringsproblem.
War schon lange nicht mehr so weit südlich unterwegs meist in Lappland da war das Hauptproblem eben die Felsen im Boden.
Danke auch für deine Bilder Claudia, sieht doch eigentlich ganz geräumig aus für ein größeres Zelt.
Nur der eine wirkt auch etwas felsig .
Hast du nicht auch ein Tentipi?

Meine Frau meint sie will auf keinen
Fall in zwei Zelten schlafen. Also muß eine Lösung mit einem Zelt für alle her und Stehhöhe ist eine feine Sache

Gruß Simon

mitreisender
26.07.2016, 17:36
Das Problem müsst ihr wohl selber lösen. Meinungen wurden ja geäußert. Da Du Dir Stehhöhe wünschst, die überbewertet wird, da dies eh nur im höchsten Punkt des Zeltes stattfinden kann, ist das Zelt ja fast klar. Ein Zelt, das ständig auf- und abgebaut wird, sollte diesbzl. unkompliziert sein. Beim Helsport dauert der Abbau einfach, zumal man die Abspannleinen sorgsam aufwickeln sollte und es derer viele gibt. Plant ihr aber Standzeiten von ein paar Tagen, ist das Helsport sicher ein tolles Familienzelt. Was bestimmte Sorgen wie Standfläche, harter Boden etc. betrifft. Kein Zelt ist optimal, ihr müsst halt die Hauptanwendung als Kriterium nehmen. Warum ein aufwändiger Geodät mehr von einem ebenen Boden abhängig ist, liegt daran, dass die Kontruktion durch schiefes stehen natürlich nicht optimal steht. Im Gegensatz zu dem Tipi/Pyramide/Mid hast Du eben ein eher fixes Korsett(Skelett).

Kann es einfach sein, dass Du und Deine Frau da verschiedene Vorstellungen habt und sie eher Richtung Camping denkt? Oder hat Deine Frau mit dir früher auch schon Touren unternommen?

Edit. Ansonsten Gemini IV wäre für mich ein tolles Family geht auf Tour Zelt. Simple Konstruktion, recht geräumig, gut belüftbar, aber eben keine Stehhöhe für Erwachsene. Kann man noch durch Tarp oder Exped Vorraum erweitern, sodass das Bootsgepäck überdacht steht.

Becks
26.07.2016, 18:00
Zur Verdeutlichung: Die Lagerplazusuche in Dalsland ist ätzend, da jeder geeignete Platz von "Dauercampern" belegt ist.


Dann das Space Station. Das hat kein Problem mit dem Boden (weil offen) und das mit den belegten Plätzen juckt nicht. Man stülpt das Zelt einfach über alle andere Zelte vor Ort drüber.

Nachteil?

Über 6 Meter Durchmesser, noch schwerer und sicherlich im Aufbau etwas komplexer. Das Sat 6 stelle ich bei guten Bedingungen alleine in etwa 20 Minuten auf und baue es in unter 10 Minuten wieder ab. Jeden Tag das Ding umbauen wöllte ich aber auch nicht.

Wenn ich dann schon wetterfest "wie Sau" (sprich Expeditionszelt) suchen würde, dann wären da wohl zwei Trango 3.1 angesagt, oder ein Trango 3.1 und ein Trango 4.


@Benzo:
ich hatte auch keine echten Gründe für den Kauf, ausser dass ich einfach kein Standardcampingplatzzelt haben wollte. Ich habs aber echt nicht bereut, das Ding zu bestellen. Ach ja, Bergfreunde schicken auch nach .CH, dann fallen da die 19% Märchensteuer weg...

Alex

Pirate of North
26.07.2016, 23:54
Hallo, meinte natürlich ein Lavu mit Innenzelt wegen der Mücken.
Ich hätte noch mein 3 Mann Vaude da könnten dann schon mal 2 drin schlafen und die Anderen beiden dann im Sattelite falls der Boden dort nicht durchgehend eben ist. :bg:
Meine Frau war übrigens bei allen Touren in Nordschweden mit dabei nur ganz früher zu Beginn in Dalsland noch nicht.
Ich fände es allerdings auch schöner wenn wir alle im selben Zelt wohnen würden zumindest bis die Kids etwas größer sind.
Ich habe mit den Kids auch nicht geplant jeden Tag weiter zu fahren so alle 3-4 Tage ein Platzwechsel ist zu Beginn angedacht. Ich werde dann wohl auch erst mal solch ein Dauercamper aber alles andere macht mit kleinen Kindern in meinen Augen wenig Sinn wir wollten uns Zeit lassen so dass sie Spaß daran finden. Dachte in Dalsland ist es eben recht warm. Dann nach und nach wieder weiter in den Norden hoch. Ich liebe eigentlich die Einsamkeit. (Mir war es im Rogen schon zu voll.)
Wir müssen eh mal schauen wie es sich entwickelt wenn es in Dalsland eh so schlimm mit den Reiseanbietern ist fahren wir vielleicht doch gleich etwas höher.
Gruß Simon

Benzodiazepin
27.07.2016, 00:12
@Benzo:
ich hatte auch keine echten Gründe für den Kauf, ausser dass ich einfach kein Standardcampingplatzzelt haben wollte. Ich habs aber echt nicht bereut, das Ding zu bestellen. Ach ja, Bergfreunde schicken auch nach .CH, dann fallen da die 19% Märchensteuer weg...

Alex

ich hab auch schon bei den bergfreunden bestellt, minus 19%, + schweizer steuern + einfuhrgebühr ergibt ungefähr 1 Euro = 1 CHF. ungefähr. wär ein unglaublich guter preis. aber halt doch zu teuer für den keller :ignore:

on topic: zwei zelte und dazwischen ein tarp ergibt beinahe ein klassisches familienzelt. mit der möglichkeit, das zelt bei ungenügendem standplatz zu teilen. aber wenn ihr eh länger an einem ort bleibt, lohnt es sich auch, länger nach einem geeigneten ort zu suchen. wie lustig die platzsuche mit zwei quengelnden kindern ist, lass ich mal offen :bg:

rotkohl
12.08.2016, 00:53
Ich gehöre auch zur "wir brauchen unbedingt ein Zelt für alle" warte mal.... "nee, zwei gehen doch auch" Fraktion. ;-) Unsere Kinder waren ähnlich alt, als die Überlegung anstand, und ich bin den ganzen Gedankenweg, den ihr wahrscheinlich jetzt auch geht, auch gegangen. Was ich nie gemacht hätte, wäre zwei Zelte mit jeweils einem Erwachsenen und einem Kind zu bestücken. Das ist nicht so meins. Aber unser damals auch vierjähriges jüngstes Kind kam ganz toll mit dem Kinderzelt klar. Unser größeres Zelt ist übrigens ein Helsport Fjellheimen Camp 4. Das dürfte so grob etwas über 2m x 2m Innenzeltfläche haben. Und da passen wir zu fünft noch ganz bequem zum Essen oder Kartenspielen rein. Anfangs standen die Zelte dann sehr nah mit Tür zu Tür, inzwischen bleibt da mehr Platz dazwischen. Ich fahre übrigens mit dem Rad und nächtige auf Campingplätzen, von daher kann ich nicht so wirklich zu den Bedingungen in Nordeuropa beitragen. Da fahren wir meist 3-4 Tage und machen dann einen Pausentag, das klappt gut. Vielleicht hilfts ja am Rande noch bei der Planung.

Pielinen
12.08.2016, 10:00
Ich wäre auch ein Anhänger der "Alle-in-einem-Zelt" Fraktion.
Da wo ein Tunnelzelt hinpasst, geht auch dieser 3Stangen Tunnel:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/47/DSC_4123.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=110935&title=tantonka-comfort-camp-st&cat=47)

https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82142-Tatonka-comfort-camp-st

-Die Grundfläche ist etwas größer als bei einem Hilleberg Keron 4GT oder Nallo 4GT
-Stehhöhe
-in waldigen Gegenden sollte die Windstabilität reichen

Alternativ würde ich eher ein einfaches großes Kuppelzelt nehmen, wie das Vaude Campo Family XT 5P
http://www.vaude.com/de-DE/Produkte/Zelte/5-Personen-Zelte/Campo-Family-XT-5P-terracotta.htmlL

Oder etwas kleiner, Campo Grande XT 4P:
http://www.vaude.com/de-DE/Produkte/Zelte/4-Personen-Zelte/Campo-Grande-XT-4P-terracotta.html

Lavus mag ich wegen der vielen Häringe, der Schrägen und des ungeschützten Eingangs nicht mehr so gerne, außer als Großraumaufenthaltszelt für viele Personen mit Feuerungs/Grillmöglichkeit.

Große Geodäten sind mir zu fummelig und langwierig im Aufbau. Im Fjäll oder Island dann doch lieber Lavu mit 30 Häringen zu verankern.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/DSC_01863.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=105904&title=dsc-01863&cat=500)

Rechts das Vaude Campo 5P, hinten eine Helsport Varanger 12-14, links ein Tatonka Tatonka 3 DLX, hinten ein Eureka El Capitan 4

Als Häringe sind ein Paket Zimmermannsnägel und große einfache Stahl V-Häringe ideal, plus Hammer!!!

FlorianHomeier
12.08.2016, 10:07
Bin auch eher der alle in ein Zelt Typ. In Dalsland hatten wir letztes Jahr als Familie eine Kothe mit, und in der einen Hälfte eine Innenzelt in dem wir zu viert geknackt haben (Kinder 2 und 4, wäre für Euch jetzt zu klein) als Heringe hatte ich 310er Stahl- Sparrennägel mit, die gehen auch mal in übelsten Schotter oder klemmen in einer Ritze. Es ist etwas Kreativität gefragt, mal ist ein Fels oder ein Baum mit im Zelt, bei einer Kothe geht das ja, war aber lustig und hat gefunzt.

Sturmkobold
13.08.2016, 09:48
Huhu,

als wir in der Gegend Kanufahren waren, waren wir zu siebent, vier Erwachsene und drei Kinder (ca. 8-10 evt. auch etwas jünger). Davon die größere Familie noch ohne Zelt-Erfahrung. Es war Hochsaison, also schon entsprechend bevölkert, trotzdem haben wir unsere beiden Zelte trotz zum Teil Massenbelegung der Rastplätze durch Jugendgruppen immer gut unterbringen können, was wohl auch daran lag, dass wir frühzeitig wieder angelandet sind.

Wir hatten zwei Geodäten mit, ein Vaude Division Dome für die Erwachsenen und ein Tatonka Sherpa Dome für die Kinder. Beides nicht gerade leicht, aber beim Kanufahren eher unbedeutend. Wir haben jeden Tag woanders übernachtet und sind trotzdem sehr gemütlich unterwegs gewesen. Den Kindern hat es eher weniger etwas ausgemacht, dass sie ihr eigenes Zelt hatten. Man ist ja sowieso immer in Hörweite.

Für euch würde ja ein einzelner (vielleicht nicht zu) großer Geodät zum Schlafen reichen und wäre meiner Meinung nach auch auf den Plätzen unterzubringen. Ein Expeditionsbasislagerzelt fände ich allerdings etwas übertrieben ;), unser Division Dome hatte so einige Wetterchen (nicht in Dalsland) mitgemacht ohne zu mucken. Wenn ihr viel Wohnplatz braucht, würde ich das auch eher unter ein Tarp verlagern, als ins Zelt. Manchmal hat man auch Glück und man kann auch eine der Schutzhütten nutzen. Die Kinder fanden das toll.

BohnenBub
13.08.2016, 11:23
Weiterer Vorschlag: Heimplanet Nias.

4 Personen haben sehr luxuriös Platz. Das Gewicht liegt mit Pumpte bei ~7kg. Auf- und Abbau gehen super flott. Durch die gestreckte Form dürfte es auf mehr Plätze passen, als etwas kreisförmiges. Die vorher hier im Thread geposteten Bilder von Campsites am Zielort legen z.B. nahe, dass man es durch die langgestreckte Form auf jedem einzelnen der gezeigten Spots problemlos aufbauen könnte.

Die zwei Kabinen erzeugen zusammen mit dem mitten "Aufenthaltsraum" eine super gemütliche Kombination.

Ich kann mir vorstellen, dass das zumindest für die in naher Zukunft geplanten Touren deine Lösung sein könnte. Es ist gewiss nicht perfekt –aber ein verdammt cooles Familienzelt :-)

Viele Grüße

Pirate of North
22.08.2016, 22:41
Danke für eure Tipps,
Haben uns nun doch gegen das Satellite 6 entschieden.

Bin nun am Überlegen den Varanger Dome 4-6 von Helsport zu nehmen.
Hat jemand damit Erfahrungen.
Scheint für mich igendwie ne gute Kombi aus Lavu und Kuppelzelt zu sein bis auf die fehlende Stehhöhe aber 1.6m ist ja auch schon mal was. Den größten Vorteil sehe ich darin dass er von alleine steht und ich auch einen Felsen oder Baumstumpf mal mit ins Vorzelt nehmen kann.
Leichter und etwas kleiner von der Grundfläche ist er auch noch und vor allem nicht orange :bg: .
Gruß Simon

Pirate of North
22.08.2016, 22:47
Ach ja und ich kann ihn auch mal ohne Innenzelt nutzen .
Gruß Simon

cast
23.08.2016, 16:48
Habe mir allerdings schon Gedanken gemacht ob man an vielen Stellen das Lavu wegen der Felsen im Boden nicht gut auf stellen kann da man ja so viele Häringe braucht.


Den größten Vorteil sehe ich darin dass er von alleine steht und ich auch einen Felsen oder Baumstumpf mal mit ins Vorzelt nehmen kann.

Wie war das eigentlich vor der Erfindung der selbststehenden Zelte? Hat man da im freien geschlafen, wenn mal wieder kein Hering in den Boden ging???

markrü
23.08.2016, 17:19
Das Im-Freien-Schlafen wurde zum Glück erst nach den selbststehenden Zelten erfunden... :bg:

rumpelstil
23.08.2016, 21:20
Wie war das eigentlich vor der Erfindung der selbststehenden Zelte? Hat man da im freien geschlafen, wenn mal wieder kein Hering in den Boden ging???

Was mich betrifft: Nein, natürlich nicht. Aber nach Jahren mit Ärger und Problemen beim Aufstellen von First- und Pyramidenzelten in felsiger Gegend hatten wir fast ausschliesslich Berliner gebaut, wenn der Boden "unsicher" war.
Und die ersten Iglus (mit Bambusgestänge!) waren eine SO grosse Erleichterung! Die Zelte standen von selbst! Ein wunderbarer Innenraum! Platz, Raum, Luft....

Und ebenso: Nach Jahren mit Baumwollzelten und Militärblachen ist so ein Kunststoffzelt, wenn man unterwegs ist, einfach ein Traum!

markrü
24.08.2016, 10:35
... hatten wir fast ausschliesslich Berliner gebaut, wenn der Boden "unsicher" war.
Ich kenne den Begriff in diesem Zusammenhang nicht. Was soll das sein?!? Pfannkuchen werden es in diesem Fall ja nicht sein... :o


Und ebenso: Nach Jahren mit Baumwollzelten und Militärblachen ist so ein Kunststoffzelt, wenn man unterwegs ist, einfach ein Traum!
Auf Packmaß und Gewicht bezogen, ist das sicher richtig... Ich freue mich immer wieder auf das Klima eines Baumwollzeltes. :grins:

Gruß,
Markus

Pirate of North
24.08.2016, 11:39
Da wir uns ja schon die Schwierigkeit mit der geeigneten Stellplatzsuche selbst auferlegt haben indem wir alle in einem Zelt schlafen wollen denke ich einfach das ich es mit einem selbststehenden Zelt wieder ein bisschen leichter mache.

@ cast: Es ist sicher auch ein Unterschied wo und wie man unterwegs ist wenn es viele Ausweichmöglichkeiten gibt läuft oder paddelt man weiter bis man einen Platz findet wo die Häringe gut sitzen. Ist in meinem Fall wie oben geschrieben wurde wohl nicht immer so leicht.

Habe als Alternative noch von Vaude den Division Dome gefunden.
Preislich ist der noch etwas ansprechender als das Helsport.
Meint ihr der ist von der Qualität arg viel schlechter was den deutlich höheren Preis bei Helsport rechtfertigt. Ich werde nie einen Ofen im Zelt betreiben daher ist diese Option egal.
Das Vaude ist sicher schneller auf und ab gebaut.
Hat das jemand im gebrauch und kann was zu sagen?.
Gruß Simon

rumpelstil
24.08.2016, 14:03
Ich kenne den Begriff in diesem Zusammenhang nicht. Was soll das sein?!? Pfannkuchen werden es in diesem Fall ja nicht sein... :o

Berliner (https://de.scoutwiki.org/Berliner) ist ein Blachenzelt. Durch die Stöcke in den Ecken kann der sehr rudimentär abgespannt werden, wenn man ihn gut füllt ;-)

Für mich ist das Klima im Baumwollzelt unerheblich, ich setze mich bei heissem Wetter nicht ins Zelt und nachts fand ich es noch nie stickig (im Zweifel beide Eingänge auf). Aber natürlich sind das nur meine Zelt-Bedürfnisse, bei anderen sind Vorlieben anders, deswegen gibt es ja eine grosse Auswahl an Zelten!

cast
24.08.2016, 14:04
@ cast: Es ist sicher auch ein Unterschied wo und wie man unterwegs ist wenn es viele Ausweichmöglichkeiten gibt läuft oder paddelt man weiter bis man einen Platz findet wo die Häringe gut sitzen. Ist in meinem Fall wie oben geschrieben wurde wohl nicht immer so leicht.

Also ich war 1983 das erste mal in Schweden unterwegs und seit 25 Jahren jedes Jahr, von Smaland bis Lappland, ein Problem ein Zelt aufzubauen hatte ich noch nie.
Weder Platz noch Boden haben mich da gestört.

Seit 2010 im Lavvulight.

Nur im Schärengarten ist man aufgeschmissen, aber auch mit einem Tunnel oder Kuppel mit großen Apsiden.

markrü
24.08.2016, 16:05
Berliner (https://de.scoutwiki.org/Berliner) ist ein Blachenzelt.
Wieder was gelernt, danke!

Gruß,
Markus

Pirate of North
05.12.2016, 17:49
Hallo,
ist nun doch der Vau de
Division Dome geworden bin mal auf den ersten Einsatz gespannt hoffe ich bereue meine Entscheidung nicht.
werde berichten.
Danke an alle die mir geholfen haben.
Gruß Simon

atlinblau
05.12.2016, 18:37
Hallo,
ist nun doch der Vau de Division Dome geworden bin mal auf den ersten Einsatz gespannt hoffe ich bereue meine Entscheidung nicht. werde berichten.
Danke an alle die mir geholfen haben.
Gruß Simon

Weshalb doch???

Von meiner Seite Glückwunsch!!!
Das Division Dome habe ich seit 11 Jahren - treuer Schutz in allen bisherigen Situationen.
Habe darüber auch schon hier im Forum berichtet - finde, dass es in seiner Vielseitigkeit und Qualität
unterschätzt wird.
Härtetest war der Schärengarten von Lurö im Vänern.

Thomas