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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie schleppt ihr alles Gepäck.



Sunny85
03.07.2016, 20:25
Hi,

an Eltern mit Mehrtagestouren im Trecking.

Wir haben zwei große Rucksäcke.

Leider ist es unmöglich - ohne ein nicht vorhandenes Vermögen - auszugeben sämtliches Gepäck in die Rucksäcke zu bekommen. Das Zelt habe ich nun schon auf beide Rucksäcke aufgeteilt, aber 4 Schlafsäcke, 4 Isomatten, eine handvoll Klamotten (man brauch ja nicht sooooo viel) passen nicht in die Rucksäcke.

Dazu kommen ja noch Campingkocher und Esssen.

Ich will natürlich so viel wie möglich im Rucksack. Aber da scheitere ich schon an den Schlafsäcken.
Soll ich die seitlich von den Rucksäcken machen? Aber dann bin ich ja breit wie Ottfried Fischer.

Danke für eure Tipps und Erfahrungen.

Waldhexe
03.07.2016, 20:42
Ich habe mit Trekkingtouren gewartet, bis meine Kinder ihren Kram selber tragen konnten. Bis dahin haben wir Kajaktouren gemacht.
Schau mal auf meinen Blog, da gibt es zwei Beiträge "Auf Tour mit Kindern" (http://www.wanderluchs.de/blog/familie/), weitere sollen folgen. Vielleicht hilft Dir das.

Eine andere Möglichkeit wäre, einen Pilgerwagen zu verwenden. Bei der Wegewahl ist man dann aber etwas eingeschränkt.

Gruß,

Claudia

rumpelstil
03.07.2016, 20:49
Ich mache zwar keine eigentlichen Fuss-Trekkingtouren. Aber grundsätzlich gilt bei uns: Mindestens Schlafsack und Isomatte tragen die Kinder selbst.

Das ist voluminös, aber nicht schwer.

Die Tour wird dem dann halt angepasst, so dass es für Kinder und Erwachsene geht.

(Wir radeln, paddeln, sind kombiniert unterwegs, mit ÖV und Fussstrecken etc.)

Sunny85
03.07.2016, 21:10
Vielen Dank schon mal an euch zwei

Philipp
04.07.2016, 10:25
Wir - und andere hier im Forum - haben dieses Problem mit der Nutzung eines Pilgerwagens gelöst. Unter den Begriffen "Pilgerwagen", "Sulky", "mit Kindern" wirst Du hier einiges finden.

Einen Pilgerwagen kann man mit begrenztem Budget leicht bauen und in mitteleuropäischen Ländern auf > 90 % der Wege einsetzen. An schwierigen Stellen muß mal halt mal tragen und zweimal gehen.

Diesen Sommer gehen wir mit den Kindern (6 & 8) wandern, wobei für jeweils ca. 8 Tage Proviant (aber kein Wasser) geschleppt werden muß. Wie das gehen soll, ist mir noch unklar, wird aber ungefähr so aussehen: die Kinder tragen Schlafsack, Regenzeugs, (wenige) Spielsachen und etwas Tagesproviant selbst, Frau Kinder- und eigene Klamotten + 3 Matten + eigenen SchlaSa + etwas Ausrüstung und Proviant und ich irgendwie den Rest. Wobei der Proviant knapp bemessen sein wird und die Ausrüstung auch abgespeckt wurde (was allerdings Geld kostete). Meine persönliche Ausrüstung wird ebenfalls äußerst knapp bemessen ausfallen ;-).

Gruß, Philipp

Martin206
04.07.2016, 11:19
Das meiste ist wohl gesagt:

- Kinder einen Teil selbst tragen lassen, solche Touren eben erst wenn das geht
- auf Paddeln ausweichen finde ich (als Paddler) natürlich eine tolle Idee (aber ein Boot+Equipment kostet eben auch)
- auch Fahrräder können mehr tragen als ein Rücken
- etwas (zweirädriges) hinterherziehen ist wohl auch eine super Lösung

...bei all dem aber nicht vergessen:
- Weniger ist mehr.
- beim Kauf/Wechsel von Equipment stets auf Gewicht und Packmaß achten
(Geld locker machen durch Verkauf des bish. Equipment ...dann Herbstangebote nutzen oder gebrauchte Markenware kaufen.)

Auf jeden Fall mitnehmen: Viel Lust an der Natur und viel Spaß! :p

Gruß
-Martin-

kletterling
04.07.2016, 11:35
Ist ja schon viel Richtiges und Gutes gesagt worden. Auch bei uns haben wir erst mit dem Trekking angefangen, als unsere zwei ihre Schlafsäcke und Isomatten selbst tragen konnten. Aber auch so haben wir bei unserer ersten Tour auf DIE Geheimwaffe schlechthin gesetzt: Lasttier mieten, in unserem Fall einen Esel. DER Motivator für die Kleinen, außerdem bestimmt der Esel das Tempo, dass deutlich niedriger ist als das der Erwachsenen. Außerdem konnten wir so von Zeit zu Zeit die Rucksäcke der Kinder etwas entlasten, indem wir dem Esel ab und an doch einen Schlafsack oder eine Isomatte in den Packsack geschmuggelt haben.

rumpelstil
04.07.2016, 11:54
Einen Pilgerwagen kann man (...) in mitteleuropäischen Ländern auf > 90 % der Wege einsetzen. An schwierigen Stellen muß mal halt mal tragen und zweimal gehen.

Pilgerwagen haben sicher ihre Berechtigung, aber das halte ich für eine etwas gewagte Aussage.
Vielleicht komme ich aber einfach aus der falschen Gegend oder bin auf den falschen Wegen unterwegs.

Philipp
04.07.2016, 12:20
Pilgerwagen haben sicher ihre Berechtigung, aber das halte ich für eine etwas gewagte Aussage.
Vielleicht komme ich aber einfach aus der falschen Gegend oder bin auf den falschen Wegen unterwegs.

Falsch gibt es in diesem Zusammenhang nicht. Meine Aussage bezog sich, vielleicht etwas zu pauschal formuliert, auf die typischen Wanderwage in mitteleuropäischen Wanderregionen (Mittelgebirge). Natürlich nicht auf die Alpen, Pyrenäen und dgl. ;-).

Martin206
04.07.2016, 13:33
Oder man paßt für die paar Jahre die Wegauswahl etas an die Gegebenheiten (Kinder, Wägelchen) an. :roll:

Jakob
05.07.2016, 16:02
wir hatten genau die gleiche Frage und uns entschieden es einfach zu versuchen (http://bike-nord.de/schweden/schweden09.html)....waren am Anfang >30kg

Jakob

Sunny85
05.07.2016, 16:09
wir hatten genau die gleiche Frage und uns entschieden es einfach zu versuchen (http://bike-nord.de/schweden/schweden09.html)....waren am Anfang >30kg

Jakob

Uii, cool da werde ich gleich mal loslesen.

Canyoncrawler
05.07.2016, 20:56
Wir waren seit wir Nachwuchs haben noch nicht mehrtägig unterwegs, allerdings sind wir schon diverse Tageswanderungen mit dem Croozer-Rad-Anhänger (mit Joggerrad) gelaufen, seit unser Sohn aus der Kraxe rausgewachsen ist.

Mit dem Hänger kann man massig Gepäck unterbringen (z.B. auch die Tagesrucksäcke fahren statt die bei heissen Temperaturen schwitzend auf dem Rücken zu tralgen). Wenn unser Sohn müde wird und nicht mehr Laufen mag, ist die Wanderung nicht jedesmal unterbrochen, sondern er steigt in den Hänger um und es kann direkt weiter gehen.

Geht nicht auf jedem Wanderweg, aber selbst Wege die moderat mit Felsbrocken und Felsbändern durchsetzt sind, sind mit dem Croozer im Jogger-Schiebebetrieb kein Problem. Änderung der Serienreifen auf Ballonreifen brachte eine enorme Verbesserung auf unbefestigten Wegen (auch im Fahrradbetrieb).

Im Prinzip nutzen wir den Radanhänger zum Wandern wie einen Pilgerwagen, können den aber auch bei Radtouren als Radanhänger nutzen, da er mit wenigen Handgriffen umgebaut werden kann.
Und für Stadtbesichtigungen u.ä. ersetzt er einen Buggy.

Sunny85
06.07.2016, 12:39
Also ein Croozer oder so kommt für mich nicht in Frage. Ich mag die Dinger einfach nicht... Die Idee eines Sulky zur reinen Gepäckaufnahme finde ich da schon überlegenswerter.

Respekt an Jakob fürs Gepäckschleppen. Mein Mann und ich sind durchaus trainiert. Werden das wohl mal testen und demnächst für einen Spaziergang die Rucksäcke beladen, einfach mal probieren.

Bis auf wenige Ausnahmen sollen unsere Kinder eigentlich auch laufen. Daher kein Croozer.

Unsere Kinder sind mit 5 und 3 auch nicht so klein dass sie nicht laufen können, zumal sie eigentlich körperlich fit sind, und das man keine 20km läuft ist auch klar

Christian J.
08.07.2016, 00:22
...noch ein wichtiger Tipp: zivilisationsnah trekken und damit nur Essen für eine Tag schleppen.

Wir haben es letztes Jahr geschafft, mit 2 Rucksäcken (1 mal 110l, ein mal knapp 60l) von einem Bahnhof zwei Stunden zu einem Zeltplatz zu "trekken". Die Kinder (damals 5 und 2) haben ein Rucksäckchen mit ihrem Plüschtier bzw. paar Pixie-Büchern getragen- bzw. der Kleine war noch strekcneweise im Kinderwagen.

Philipp
08.07.2016, 08:28
...noch ein wichtiger Tipp: zivilisationsnah trekken und damit nur Essen für eine Tag schleppen.

Wir haben es letztes Jahr geschafft, mit 2 Rucksäcken (1 mal 110l, ein mal knapp 60l) von einem Bahnhof zwei Stunden zu einem Zeltplatz zu "trekken". Die Kinder (damals 5 und 2) haben ein Rucksäckchen mit ihrem Plüschtier bzw. paar Pixie-Büchern getragen- bzw. der Kleine war noch strekcneweise im Kinderwagen.

Äh, 170 l (gefüllt, nehme ich mal an) für eine 2-Stunden-Tour? Oder wart Ihr eigentlich gerüstet für 2 Wochen autarkes Trekking? :o

Jakob
08.07.2016, 10:16
Äh, 170 l (gefüllt, nehme ich mal an) für eine 2-Stunden-Tour? Wochen autarkes Trekking?
170l + Kinderwagen....

Mus
08.07.2016, 10:33
Pilgerwagen haben sicher ihre Berechtigung, aber das halte ich für eine etwas gewagte Aussage.
Vielleicht komme ich aber einfach aus der falschen Gegend oder bin auf den falschen Wegen unterwegs.
Nicht 90% der Wege, die du dir vorstellen kannst aber 90% der Wege, die man sich mit jüngeren Kindern zu wandern traut.

Zu unseren Erfahrungen:
Zunächst mal ist glaube ich schon alles ausführlich beschrieben, aber ich hatte das Gefühl, du willst durchaus auch ein breites Bild haben.
1. Kinderhänger als Jogger, bis unters Dach mit Gepäck voll + Kind und obendrauf einen fetten Ortlieb für Windeln und Schlafsäcke (als die Kleine noch garnich gelaufen ist.)
2. Zwei Rucksäcke + großen Ortliebrucksack, Pilgerwagen, der auch alle drei Säcke packt. Dort wo er gar nicht fahren kann (sehr selten) tragen wir und der große. Die Kleine ist am Anfang noch bis zu dreiviertel in der Manduca von mir und meinem Mann getragen worden. Bei halbschlechten Strecken wie Matsch: zwei Rucksäcke tragen und nur den dritten auf dem Wagen. (Dann musste auch die Kleine auf jeden Fall laufen.)

Außerdem haben wir Gepäck reduziert wo nur geht: fast keine Wechselwäsche, Tarp statt Zelt, nur die leichten Evazottematten, überhaupt keinen Schnickschnack, auch die Kinder haben kein Kuscheltier und keine Spielsachen dabei nur eine kleine Wachsmalstiftedose voll mit Minimalunterhaltung (selbstgemacht, hab ich irgendwo beschrieben), nur einen Topf und einen leichten Kocher, Lebensmittel auch sehr reduziert.
Zum Ausgleich gibt es unterwegs öfter mal was besonderes zu essen, wo es sich ergibt. Und das ist das noch ein Geheimnis: nie so zivilisationsfern unterwegs, dass wir viel Nahrung mitschleppen müssen (ist immer gerade noch genug) und im Fall eines Falles (alles nass und kalt) gar kein Backup mehr hätten.

Familie mit Kindern und Trekking ist immer kompliziert und mit sehr viel Kompromissen verbunden. Luxus ist da einfach gar nicht möglich. Und jeder muss seinen ganz persönlichen Weg finden, welches von den scheinbar unabdingbaren Bedürfnissen man doch noch wegrationalisieren kann. Trotzdem finde ich, dass es sich total lohnt. Ganz einfache Touren in der Nähe werden wieder interessant und spannend. Für die Kinder ist es ein Erlebnis und eine Erfahrung, die sehr intensiv ist, die man so nicht "kaufen" kann. Sie können anschließend wirklich stolz auf sich sein und es schweißt die Familie zusammen.

Philipp
08.07.2016, 10:46
Außerdem haben wir Gepäck reduziert wo nur geht: fast keine Wechselwäsche, Tarp statt Zelt, nur die leichten Evazottematten, überhaupt keinen Schnickschnack, auch die Kinder haben kein Kuscheltier und keine Spielsachen dabei nur eine kleine Wachsmalstiftedose voll mit Minimalunterhaltung (selbstgemacht, hab ich irgendwo beschrieben), nur einen Topf und einen leichten Kocher, Lebensmittel auch sehr reduziert.
Zum Ausgleich gibt es unterwegs öfter mal was besonderes zu essen, wo es sich ergibt. Und das ist das noch ein Geheimnis: nie so zivilisationsfern unterwegs, dass wir viel Nahrung mitschleppen müssen (ist immer gerade noch genug) und im Fall eines Falles (alles nass und kalt) gar kein Backup mehr hätten.

Wenn Du es jetzt schon selber anschneidest, dann stelle ich Dir mal die Frage, die mich schon länger bewegt ;-): Wenn Ihr Euer Gepäck so stark reduziert habt, wie Du es oben beschrieben hast, und auch kaum Essen mit Euch rumtragt...warum dann überhaupt einen Pilgerwagen? Was habt Ihr denn sonst dabei, das dieses Vehikel dann noch rechtfertigt? Klar, Wasser, aber sonst :o?
Ernstgemeinte Frage!

Gruß, Philipp

rumpelstil
08.07.2016, 12:28
Nicht 90% der Wege, die du dir vorstellen kannst aber 90% der Wege, die man sich mit jüngeren Kindern zu wandern traut.

Keineswegs.
Wir sind halt nach dem Motto 'wo man radeln kann, wandern wir nicht' (man = wir als Familie, nicht irgendein Extremmountainbiker).
Für Forststrassen und Spatzerwege sind unsere Kinder (und wir) nicht motivierbar, geringfügig abenteuerlicher muss es schon sein.
Das ist wohl der Grund, warum wir keine Mehrtageswanderungen mit Kindern machen. Sind wir unterwegs, dann mit Velo oder Kanu.
Wenn wir wandern, dann Zeltplatz bei einem interessanten Tageswanderweg (z.B. Felsenlabyrinth Luisenburg (http://www.mamilade.de/bayern/wunsiedel-fichtelgebirge/ausflugstipps/natur-abenteuer/felsenlabyrinth-luisenburg-wunsiedel)).

Meiner Erfahrung nach lassen sich Kinder extrem viel besser für interessante Wege motivieren. Oder dann halt beim Gehen eine Unternehmung, z.B. Pilze suchen. Aber da ist ein Wagen auch eher hinderlich.
Vielleicht hat man da als Schweizer einfach eine andere Vorstellung.
Und wie immer sind nicht alle Kinder und nicht alle Familien gleich...

Christian J.
08.07.2016, 12:45
Äh, 170 l (gefüllt, nehme ich mal an) für eine 2-Stunden-Tour? Oder wart Ihr eigentlich gerüstet für 2 Wochen autarkes Trekking? :o

Ne, für eine Woche stationäres Camping waren wir ausgerüstet. :bg:

Mus
08.07.2016, 13:10
Keineswegs.
Wir sind halt nach dem Motto 'wo man radeln kann, wandern wir nicht' (man = wir als Familie, nicht irgendein Extremmountainbiker).
Für Forststrassen und Spatzerwege sind unsere Kinder (und wir) nicht motivierbar, geringfügig abenteuerlicher muss es schon sein.

Ich glaube du unterschätzt die Möglichkeiten eines Pilgerwagens. Ich kenne das gut, wie oft haben wir schon (müde lächelnd) gehört: "Da kommt ihr aber mit dem Wagen nicht lang!".
Da wo wir zum Teil mit dem Wagen noch durchkommen, würde selbst ich alleine nicht mehr mit dem Rad fahren wollen. Klar sind das nicht nur solche Strecken aber das hast du ja eigentlich bei keinem Wanderweg, da ist immer ein gewisser Anteil Forstautobahnen dabei. Sag mir in welchem Thread und ich versuche mal ein paar Bilder von Wegen rauszusuchen, hier wird es doch langsam etwas OffTopic.

Und um deine Frage zu beantworten, Philipp:
Wir haben um die 35 kg Gepäck dabei + Wasser und den Pilgerwagen, weil wir alte Weicheier sind, die nicht viel tragen können und wollen. Die sind ungefährt dreigeteilt auf die Rucksäcke, vobei einer deutlich unter 10 kg hat, das ist der, den im Zweifelsfall der Große tragen muss und sonst ich viel auf dem Buckel habe. Der Rest ist auf dem Pilgerwagen, es sei den die Strecke geht gar nicht mehr oder ein paar km zwischen einkaufen und essen, weil wir den "Fresssack" nicht extra wieder aufschnallen.
Das mit der Essensmenge ist relativ: auch wenn man spätestens alle zwei bis drei Tage nachkaufen kann, so sind Essen für drei Tage und vier Personen plus etwas eiserne Reserve immer noch so viel, wie eine Person für zwei Wochen autark Wandern braucht. Nur das die unterwegs nachgekauften Sachen halt oft nicht so gewichtsoptimiert sind, wie für zwei Wochen autark sein Mitgenommenes. Vier mal Schlafsack, vier mal Matte, vier mal Regenzeug, vier mal was trockenes, warmes für nachts, vier mal U-Wäsche und T-shirt zum Wechseln und für die Kinder auch noch eine zweite Hose. Dann halt noch den Killefit der sonst noch nötig ist: erste Hilfe, Zahnbürsten&co, Sonnencreme, Badehosen und kleine Microfaserhandtücher,...

PWD
10.08.2017, 11:40
Einen Pilgerwagen kann man mit begrenztem Budget leicht bauen und in mitteleuropäischen Ländern auf > 90 % der Wege einsetzen. An schwierigen Stellen muß mal halt mal tragen und zweimal gehen.

Hier (https://rucksacktrailer.wordpress.com/2017/08/07/direkt-schultern-ohne-kleinsten-umbau/) (m)ein Vorschlag, eine Transporthilfe ganz einfach und ganz preiswert selbst zu bauen. Wer Löcher bohren kann, ist schon dabei.

Auch für Bandscheibengeschädigte oder Tragefaule. ;-)

Rostocker
19.09.2017, 16:45
Hi,

an Eltern mit Mehrtagestouren im Trecking.

Wir haben zwei große Rucksäcke.

Leider ist es unmöglich - ohne ein nicht vorhandenes Vermögen.

Frag doch mal einen Bundeswehr Kameraden wie die das mit dem Marschgepäck machen. On tour ist oft weniger mehr.

blackteah
19.09.2017, 17:13
Frag doch mal einen Bundeswehr Kameraden wie die das mit dem Marschgepäck machen. On tour ist oft weniger mehr.

Ja wie machen die das, vor allem mit dem ganzen Baby- / Kinderkram? Haben die Handkarren dabei?

Mein Freund hat erzählt, dass man da keine Wahl hatte, Blutblasen oder Zusammenbruch hin oder her. Zur Not hätten nur die Kameraden was vom Rucksack abnehmen können. Seine Erzählungen klangen wirklich nach genau dem, was man sich so unter schönem Outdoor-Urlaub vorstellt :roll: (sorry für die Ironie :bg: )
Ne mal im ernst, ich würde für Tipps für eine entspannte schöne Wanderung keinen Bundeswehrler fragen... Die haben doch eh auch Waffen usw mit dabei und können sich die Ausrüstung nicht selbst zusammenstellen. Bei meiner ersten Wanderung hatte ein Kumpel sein BW Zeug dabei und das ist dann zum einen am ersten Tag kaputt gegangen und zum andern war das Tragesystem phänomenal schlecht.


Sunny, habt ihr mittlerweile mal was ausprobiert? Z.B. diesen Sulky?

Rostocker
21.09.2017, 16:00
Ja wie machen die das, vor allem mit dem ganzen Baby- / Kinderkram? Haben die Handkarren dabei?

Mein Freund hat erzählt, dass man da keine Wahl hatte, Blutblasen oder Zusammenbruch hin oder her. Zur Not hätten nur die Kameraden was vom Rucksack abnehmen können. Seine Erzählungen klangen wirklich nach genau dem, was man sich so unter schönem Outdoor-Urlaub vorstellt :roll: (sorry für die Ironie :bg: )
Ne mal im ernst, ich würde für Tipps für eine entspannte schöne Wanderung keinen Bundeswehrler fragen... Die haben doch eh auch Waffen usw mit dabei und können sich die Ausrüstung nicht selbst zusammenstellen. Bei meiner ersten Wanderung hatte ein Kumpel sein BW Zeug dabei und das ist dann zum einen am ersten Tag kaputt gegangen und zum andern war das Tragesystem phänomenal schlecht.


Sunny, habt ihr mittlerweile mal was ausprobiert? Z.B. diesen Sulky?

Hast Recht, die Bundeswehr das sind ganz schlimme Finger. Die halten ihren Popo dafür hin, dass wir Frieden haben. Solche Leute mag ich auch nicht. Aber mal im ernst: Weniger ist mehr! Das ist der Schlüssel des Erfolges. Wenn Dir dir bunte Wehr nicht zusagt, dann schau im Netz was Amundsen oder Luis Trenker im Rucksack hatten. Und frag nicht andere Leute! Da wird Dir jeder irgendeine Schauergeschichte erzählen. Nimm Deine Gören und geh mit denen raus. Erst mal nur einen Tag, dann mal eine Nacht, dann mal mehrere Nächte. Dann wirst Du schon sehen, was wie geht und eben auch nicht.

Lobo
21.09.2017, 16:15
Hallo der Herr Rostocker? Geht das unter Umständen auch freundlich? :grrr:

Blackteah hat doch vollkommen recht! Bundeswehrausrüstung hat nichts mit Trekkingausrüstung gemeinsam. Muss es auch nicht, dafür sind die Ansprüche viel zu unterschiedlich.
Ich kann da nirgends eine allgemeine Ablehnung der BW herauslesen, also ruhig Blut....

Mus
21.09.2017, 17:41
Frag doch mal einen Bundeswehr Kameraden wie die das mit dem Marschgepäck machen. On tour ist oft weniger mehr.

Weniger ist aber manchmal immer noch zu viel, wenn man für zwei schleppen muss, weil der Kurze noch nicht so kann. Man muss den Kids ja nicht gleich den Rücken ruinieren und den Spaß am Wandern verderben.
(Ich stelle mir das gerade vor, wie ich meiner Kleinen bei unserer ersten längeren Tour ihre Sachen aufgeschultert (sie war da 2 1/2) und gesagt hätte: Stell dich nicht an, das müssen Bundeswehr Kameraden auch selbst tragen:ignore:).

Und weniger ist auch nicht mehr, wenn die Knirpse nachts frieren, weil Isomatte und Schlafsack eine Nummer zu dünn gewählt wurden oder sie am Tag frieren, weil keine warme Klamotten oder ausreichend Wechselklamotten dabei sind (soll ja gelegentlich vorkommen, dass Kinder unterwegs mal ins Wasser plumpsen oder sich sonst irgendwie nass machen).

Richtig gefährlich wird's wenn "weniger ist mehr" auch für Essens- und Trinkvorräte gilt. Da haben die Lütten nämlich nicht die Speicherkapazitäten wie wir Großen. Ganz klar, für den Nachwuchs hatten wir immer mindestens das doppelte an Wasser dabei, wie für uns Große (wir halten es eher mit der "Kamelmethode") und das war auch nötig.

rumpelstil
21.09.2017, 20:56
... und während wir Erwachsenen uns mal selber sagen können,'ich habe schlecht geplant, jetzt muss ich halt auf die Zähne beissen (und mehr schleppen/weniger trinken/frieren)' läuft das bei den Kindern auf 'ich fühle mich scheisse, ich schreie jetzt mal, dann ändern die Eltern das' raus.

blackteah
22.09.2017, 16:31
Hast Recht, die Bundeswehr das sind ganz schlimme Finger. Die halten ihren Popo dafür hin, dass wir Frieden haben. Solche Leute mag ich auch nicht. Aber mal im ernst: Weniger ist mehr! Das ist der Schlüssel des Erfolges. Wenn Dir dir bunte Wehr nicht zusagt, dann schau im Netz was Amundsen oder Luis Trenker im Rucksack hatten. Und frag nicht andere Leute! Da wird Dir jeder irgendeine Schauergeschichte erzählen. Nimm Deine Gören und geh mit denen raus. Erst mal nur einen Tag, dann mal eine Nacht, dann mal mehrere Nächte. Dann wirst Du schon sehen, was wie geht und eben auch nicht.

In meinem Beitrag habe ich die Funktion der BW mit keinem Wort kritisiert – bitte genau lesen ;-). Wenn ich der BW kritisch gegenüber stände, würde ich das hier nicht zum Thema machen, da das erstens nichts mit dem Thema outdoor zu tun hat und zweitens ein sehr emotional aufgeladenes Thema ist, bei dem schnell Grabenkämpfe entstehen können (haha, was ein Wortwitz :p :grins: ).

Deinen Vergleich fand ich halt etwas unpassend, da ein BW-Marsch von entspanntem Familienurlaub in der Natur so weit weg wie irgend möglich ist... Hinzu kommt, dass die Soldaten wie gesagt ihre Ausrüstung nicht selbst wählen können und outdoortechnisch überflüssiges Zeug dabei haben, da ist nichts mit "weniger ist besser".

Und ich denke einfach, dass die BW-Ausrüstung teilweise sehr ungeeignet fürs Trekking ist. Zumindest war sie dass, als meine Freunde vor 10 Jahren beim Bund waren.

Bitte gewöhne dir auch einen anderen Tonfall an, ich habe keine Kinder aber wenn ich welche hätte fände ich es ziemlich unverschämt, wenn sie jemand wildfremdes als "Gören" beschimpft.
Der TO hat ja auch keine Probleme mit der Ausrüstung oder mit den Kindern rausgzugehen, sondern damit, das ganze zu transportieren. (Wie er schon geschrieben hat, 4 Schlafsäcke & 4 Isomatten sind schon fast zu viel für die Rucksäcke. An was genau soll man da jetzt sparen?)


@Lobo: Danke :).Du hast genau verstanden was ich gemeint habe ;-)

steliflo
22.09.2017, 18:53
Hier (https://rucksacktrailer.wordpress.com/2017/08/07/direkt-schultern-ohne-kleinsten-umbau/) (m)ein Vorschlag, eine Transporthilfe ganz einfach und ganz preiswert selbst zu bauen. Wer Löcher bohren kann, ist schon dabei.

Auch für Bandscheibengeschädigte oder Tragefaule. ;-)

Ich bin ganz begeistert von deinem Wägelchen! Kannst du mir sagen woher du die Reifen und die Achse hast und was das für Befestigungsschellen sind? Und was hat dich das Wägelchen denn gekostet?

Edit: Wer gründlich schaut ist klar im Vorteil, die Schellen werden ja gleich unterhalb erklärt...

PWD
22.09.2017, 19:06
... genau, es sind solche Schellen (https://www.schellen-shop.de/rohrbefestigung/rohrschellen/1-tlg.-rohrschellen-zweilaschig/schwere-rohrschelle-nach-din-1593), wie es sie auch im Baumarkt gibt.

Die Räder und die Achse habe ich von Schalek (http://stores.ebay.de/Rader-Schalek).

Kosten insgesamt Räder & Achse knapp 50€, Aluriffelblech knapp 6€, + Kleinzeug wie Schrauben etc.
Habe allerdings etwas 'bessere' Reifen aufgezogen, würden dann nochmals extra kosten.

Rostocker
23.09.2017, 10:01
In meinem Beitrag habe ich die Funktion der BW mit keinem Wort kritisiert – bitte genau lesen ;-). Wenn ich der BW kritisch gegenüber stände, würde ich das hier nicht zum Thema machen, da das erstens nichts mit dem Thema outdoor zu tun hat und zweitens ein sehr emotional aufgeladenes Thema ist, bei dem schnell Grabenkämpfe entstehen können (haha, was ein Wortwitz :p :grins: ).

Deinen Vergleich fand ich halt etwas unpassend, da ein BW-Marsch von entspanntem Familienurlaub in der Natur so weit weg wie irgend möglich ist... Hinzu kommt, dass die Soldaten wie gesagt ihre Ausrüstung nicht selbst wählen können und outdoortechnisch überflüssiges Zeug dabei haben, da ist nichts mit "weniger ist besser".

Und ich denke einfach, dass die BW-Ausrüstung teilweise sehr ungeeignet fürs Trekking ist. Zumindest war sie dass, als meine Freunde vor 10 Jahren beim Bund waren.

Bitte gewöhne dir auch einen anderen Tonfall an, ich habe keine Kinder aber wenn ich welche hätte fände ich es ziemlich unverschämt, wenn sie jemand wildfremdes als "Gören" beschimpft.
Der TO hat ja auch keine Probleme mit der Ausrüstung oder mit den Kindern rausgzugehen, sondern damit, das ganze zu transportieren. (Wie er schon geschrieben hat, 4 Schlafsäcke & 4 Isomatten sind schon fast zu viel für die Rucksäcke. An was genau soll man da jetzt sparen?)


@Lobo: Danke :).Du hast genau verstanden was ich gemeint habe ;-)

Det tut mir jetzte aba echt leid meeene Gutste. Wenn de nich in der Lache bist, det Wort Jöre als det zu interpretieren, wat ett wirchlich is. Det isss nämlich Berlina Dialekt

Vegareve
24.09.2017, 20:20
Ich bitte on topic zu bleiben und mit angemessen Tonfall, siehe unsere Netiquette (https://www.outdoorseiten.net/forum/content.php/173-Netiquette-Die-Elf-Gebote)

Rostocker
25.09.2017, 18:40
ich habe keine Kinder
Dein erster Post ließ darauf schliessen, dass Du Kinder hast. Meine Erfahrung ist die, dass weniger wirklich mehr ist. Trekking mit Kindern hat m.E. erst Sinn, wenn die Kinder soweit sind, dass sie selbst einen Rucksack tragen können. Es gibt heute am Markt viele gute und leichte Outdoor Produkte für alle Belange, so dass man alles gut mit vier Rucksäcken, zwei für die Erwachsenen und zwei für die Kinder transportieren kann. Allerdings gehört dazu auch etwas Übung und die Bereitschaft zu schauen, wie es diejenigen machen, für die Outdoor ein Beruf ist. Wenn man dann noch mit Tagestouren beginnt und sich langsam heran arbeitet ist das mit Kindern auf Tour absolut kein Problem.

Lobo
26.09.2017, 16:33
Allerdings gehört dazu auch etwas Übung und die Bereitschaft zu schauen, wie es diejenigen machen, für die Outdoor ein Beruf ist.

Wenn du damit wieder die Bundeswehr meinst muss ich dich enttäuschen. Für Soldaten ist der Beruf nicht "Outdoor Spaß haben". Dort gibt es andere Prioritäten die andere Anforderungen an die Ausrüstung stellen und oft nichts mit Spaß zu tun haben. ;-)


Meine Erfahrung ist die, dass weniger wirklich mehr ist. [...] Wenn man dann noch mit Tagestouren beginnt und sich langsam heran arbeitet ist das mit Kindern auf Tour absolut kein Problem.

Darf ich fragen mit wie vielen Kindern du schon solche Touren gemacht hast?

Grüße
Thomas

Homer
26.09.2017, 16:37
leute, ihr seid bei unterwegs mit kindern
bitte lasst soldaten aus diesem thread raus

Rostocker
29.09.2017, 15:37
Darf ich fragen mit wie vielen Kindern du schon solche Touren gemacht hast?

Ja!