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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kochen in Sigg Aluflaschen



Slovenia-Expert
07.08.2005, 16:55
Servus,

ich hab vor, Wasser in Aluflaschen zu kochen.

Leider sind alle Flaschen innenbeschichtet - nur kann ich nicht herrausfinden, womit diese beschichtet wurden. (Cola z.B. mit seinem niedrigen PH-wert würde auch sonst das Alu angreifen)

Beim Kochen könnte sich jedoch temperaturbedingt die Innenbeschichtung lösen und alles oberhalb des Kochers unbrauchbar machen.

weiß jemand wie belastbar die Innenbeschichtung ist ?

Merci
Aleks

marcus
07.08.2005, 17:12
siggflaschen sind eloxiert, aber keine ahnung wieviel temperatur die aushalten. warum nimmst du nicht einfach nen topf mit? oder was hast du vor?

Thomas
07.08.2005, 18:26
Am Rande: Kochen in Flaschen ist imho nicht ganz ungefährlich, weil Dir das Wasser evtl. entgegenschießt, wenn die Siedetemperatur erreicht ist.

Trekkman
07.08.2005, 21:26
beim Kochen könnte sich jedoch temperaturbedingt die Innenbeschichtung lösen und alles oberhalb des Kochers unbrauchbar machen

Servus auch,

ich habe vor, mit meiner Iso-Matte zu paddeln.

Dabei könnte ich jedoch nass werden.

Weis jemand wie feuchtigkeits-resistent ich bin?

Hehehe.

Also ich würde da die Finger von lassen. Nimm einfach einen Topf. Damit klappt es auch mit dem Kocher oder kleinem Lagerfeuer.

Gruß, trekk

marcus
07.08.2005, 23:28
Am Rande: Kochen in Flaschen ist imho nicht ganz ungefährlich, weil Dir das Wasser evtl. entgegenschießt, wenn die Siedetemperatur erreicht ist.




am besten läßt man beim versuch wasser in ner aluflasche zu kochen, noch den deckel/flaschenverschluß zu. mal sehn wann die bombe platzt!!! :gosche:

Blos die finger weg von dere Idee. wer das gewicht von nem topf net tragen kann, sollte sich lieber überlegen, ob er net besser gleich daheim bleibt!!! :ignore:

Waldhoschi
07.08.2005, 23:52
Hallo!
Die Idee ist eigentlich nicht schlecht. Natürlich ist die Flasche nicht dafür gedacht. Aber die Innenbeschichtung ist nicht eloxiert. Eloxiert ist keine Beschichtung. Soweit ich weiß ist es eine Art Email. Zum Kochen darf das Teil nicht zu weit gefüllt werden. Und Email unter 100 Grad geht nicht kaputt. Kochen ist wirklich kein Problem. Einfach ein wenig aufpassen.

Grü Joe

marcus
08.08.2005, 00:31
Hallo!
Die Idee ist eigentlich nicht schlecht. Natürlich ist die Flasche nicht dafür gedacht. Aber die Innenbeschichtung ist nicht eloxiert. Eloxiert ist keine Beschichtung. Soweit ich weiß ist es eine Art Email. Zum Kochen darf das Teil nicht zu weit gefüllt werden. Und Email unter 100 Grad geht nicht kaputt. Kochen ist wirklich kein Problem. Einfach ein wenig aufpassen.

Grü Joe


email kann aber auch net sein, weil nicht wirklich schlag- & stoßfest. würde bei harten stößen abplatzen....zb aufprall auf stein etc.....

hrrh
08.08.2005, 01:36
die innenbeschichtung wird (solange genug wasser in der flasche ist) maximal 100C warm. das sollte die beschichtung noch aushalten. ich gehe davon aus, dass es das metall (Aluminium) eloxiert ist.
der lack auf der aussenseite wird nach dem kochen anderst aussehen als davor (was da wohl an ungesunden gasen entsteht?)
schon mal ueberlegt wie die flasche mit dem warmen wasser wieder vom kocher runter soll (die "Zangen" fuer toepfe werden vermutlich nicht geeignet sein)?

ice
08.08.2005, 05:03
Mich würde jetzt trotz all dem mal interessieren warum du Wasser in einer Sigg kochen willst?

Erny
08.08.2005, 07:03
die innenbeschichtung wird (solange genug wasser in der flasche ist) maximal 100C warm. das sollte die beschichtung noch aushalten. ich gehe davon aus, dass es das metall (Aluminium) eloxiert ist.
der lack auf der aussenseite wird nach dem kochen anderst aussehen als davor (was da wohl an ungesunden gasen entsteht?)
schon mal ueberlegt wie die flasche mit dem warmen wasser wieder vom kocher runter soll (die "Zangen" fuer toepfe werden vermutlich nicht geeignet sein)?


Das stimmt so nicht. Alu, und auch die Innenbeschichtung werden wärmer als 100°C . Ansonsten könntest du das Wasser ja nicht zum kochen bekommen. Der Wärmeträger muss nämlich wärmer sein, als das zu erwärmende Medium.

Waldhoschi
08.08.2005, 11:55
Hallo.
Eloxiertes Aluminium KANN nicht abplatzen! Beim Eloxieren wird durch eine elektrode eine minimale schicht des Aluminiums zur Oxidation gebracht. Email ist hingegen eine glaskeramik, die bei starker mechanischer Belastung zwar abplatzen kann, bei heutiger Technik jedoch extrem stabil ist.

In Siggflaschen zu kochen kann hilfreich sein, wenn man einen Salzwasserdestilator bauen will oder keine anderen Töpfe mitnehmen will/kann und WAsser entkeimen / Abkochen will.

@erny
Bitte, das ist ziemlicher Quatsch. Wenn schon mit Schul-physik angefangen wird, dass bitte richtig:
Wasser siedet bei Nn mit 100° C In normalen Höhen also zwischen 95 und 98 Grad. Die Hitze, die durch das dünne Alu aufgenommen wird ist vielleicht wenige Grad höher, jedoch nicht so groß, dass die Beschichtung beschädigt wird. Aluminium ist ein relativ guter wärmeleiter. Und die Siggflaschen sind vielleicht 0,2 mm dick...
http://de.wikipedia.org/wiki/Siedepunkt

Atron
08.08.2005, 12:27
my2cents:
- wenn schon "Schulphysik" dann richtig : 2xWärmeübergang (Kocher/Flasche - Flasche/Wasser; jeweils Strahlung, Wärmeleitung (Topfträger) und Konvektion) berücksichtigen und Wärmequelle >>100°C nicht vergessen - sonst gibt keinen Wärmetransport - Ich kann dir das auch mit FEM thermisch simulieren (inkl. Strömung in der Flasche), hab aber leider momentan keine Zeit...

- meine Flasche hat eine Wandstärke 0,5-0,8mm (Fließgepresst) - Boden 1,2-2mm

- Kochvorgang mit Wärmequelle =100°C ist sicher möglich .. nach unendlicher Zeit - somit ist IHMO die Flasche kaputt bzw. dauerhaft geschädigt.

- meine Sigg ist innen Kunststoffbeschichtet außen lackiert - der Außenlack ist nach Kocheinssatz sicher hinüber, die Innenbeschichtung vermutlich ebenso. Mag sein, dass es innen eloxierte Flaschen gibt - meine Sigg's sind es defintiv nicht...

Gruß
Atron

Waldhoschi
08.08.2005, 12:32
Hallo Atron, meine ich ja, dass es nicht eloxiert sein kann.
Ich teste gerade das Kochen mit meiner Sigg. Kann es sein, dass es verschiedene Flaschendicken gibt? 0.5 bis 0.7 ist beim meiner "flaschenförmigen Alufolie" zu dick.

Ich hab leider kein Lasertermometer da. Ich versuch die Außentemperatur irgendwie anders zu messen. WAs ich meine ist folgendes: Die BESCHICHTUNG im inneren der Flasche wird kaum über 100° warm. Über die Äußere reden wir imho nicht. DAss eine Siggflasche kein Wasserkessel sit, weiß sicherlich jeder. Also, schäden entstehen sicherlich.

schoguen
08.08.2005, 12:47
Noch was anderes.

Vergleich mal die Relation von Gewicht Topf zu Gewicht Aluflasche. Du wirst nämlich 2 Flaschen unterwegs brauchen. Eine zum Kochen und eine zum Wasser transportieren.

Ausser du machst immer das ganze Wasser in der Flasche heiss. :bg:

Gruß
Günther

Nicht übertreiben
08.08.2005, 12:51
Die Beschichtung in den Sigg-Flaschen ist ein Lack der eingebrannt wird - ich würde darin nicht kochen, (es gibt bei Globi Edelstahlflaschen...) habe aber keine Ahnung ob es möglich ist, oder nicht.

Damit das Material der Flasche nicht >100°C warm wird, müsste ein perfekter Wärmeübergang bestehen. Ich würde mal vermuten das Material wird deutlich wärmer.

Thorben

Erny
08.08.2005, 12:54
Vivalranger

Also - Wärme kann nur wandern, wenn es einen Temperaturunterschied gibt. Hat die SIGG Flasch an der Innewandung 100°C würde es eine Ewigkeit dauern, bis das Wasser von 99°C auf 100°C aufheizt. Wenn du das Wasser wirklich zum kochen bringen willst, muss das Aluminium selbst an der Innenwandung über 100° sein. Sicher nicht viel, aber immerhin etwas.

Waldhoschi
08.08.2005, 12:57
Nochmal, bevor Wärmeleitung zum Thema wird: es geht um die Temperatur der innenbeschichtung. Wie warm das Alu wird ist ziemlich Wurst.

Erny
08.08.2005, 13:02
Auch die Innenbeschichtung ist ein Wärmeleiter.

Aluwandung zur Innenbeschichtung - Innenbeschichtung zum Wasser

Das Prinzip bleibt das gleiche. Wärme wandert nur bei Temperaturunterschieden.

Hat die Innenbeschichtung keinen Isolierwert, gibt sie die Wärem von Alu zu fasst 100% an das Wasser weiter. Das bedeutet, dass die Innebeschichtung so warm wie die Aluwandung sein wird.

Slovenia-Expert
08.08.2005, 13:30
@ Vival-ranger: wenigstens Du scheinst klar denken zu können !

[M.edit]

Solo -Backpackingtouren erfordern extreme Gewichts - und Volumenreduktion. Da ich schon aus dem Topf fresse, und mit Tee z.B. die Verköstigung abrunden will, ist die Ziggflasche naheliegend.

Ich hab nicht vor den ganzen Haushalt mitzuschleppen !!
Also keinen Extratopf, tellerchen, oder feuerzange ( n Ast tuts auch)

Und als weiteres hat Vivalranger die kluge Überlegung eines Destilierers angesprochen, wofür die Aluflaschen dank ihrer kleinen Öffnung recht gut geeignet sein könnten. Das war 2.Hauptgrund für mein Anliegen.

Nun zum eigentlichen Thema zurück :

Ich habe ebenfalls folgende Vermutung angestellt:

Die Flasche dürfte 100 C° nicht überschreiten, da das Wasser eben den Temperaturbereich stabil hält (Man kan auch Papier geschickt zur Tüte falten, wasser einfüllen und mit offener Flamme erhitzen=Anregung für die daheimgebliebenen)

Jedoch ist die Gefahr hoch, das der obere Bereich der Flasche, welcher kein Wasser enthält, innerlich schmorrt.

In meiner Flasche kann ich innen an einer verkratzten Stelle obrigens sehen, das ein brauner karamellartiger Überzug die Innenbeschichtung darstellt. - Könnte sowas wie Epoxyd-harz sein.

[M.edit]

In dem Sinne brenn ich die flasche zunächst aus, schnupper vorsichtig die entstehenden dämpfe und mach es wie geplant.

:bash:

Menelaos
08.08.2005, 14:36
Da sich der Herr Slovenia-Expert wohl nicht benehmen kann und denkt, dass er nach 4 Postings hier rumtrollen darf, gabs nun ne Gelbe Karte. Das Topic hier bleibt offen für den Rest - lasst Euch von einem Troll nicht die Laune verderben,

Dieses Forum ist, war und bleibt frei von Beleidigungen und schrägen Anmachen. Das kann sich jeder Neuankömmling hier mal direkt hinter die Ohren schreiben!

Nun bitte wieder ontopic und kein Geflame mehr.

Nicht übertreiben
08.08.2005, 16:28
Also: Es handelt sich um einen Emaille-Lack, wie hitzestabil der ist, weiß ich allerdings nicht. Es wäre nett, wenn der Titel von Zigg in Sigg umgewandelt werden könnte, dann findet man (so man denn unbedingt will...) den thread per Suche irgendwann auch mal wieder.

Regelmäßig in so einer Flasche kochen würde ich allerdings nicht - da ist sie nicht für ausgelegt und nur um ein paar Gramm zu sparen (warum als UL-Wanderer keine PET?) irgendwann an einem geheimnisvollen Chemiecocktail zu erkranken - ich weiß nicht...

Thorben

Ewald
08.08.2005, 18:08
Schließe mich der Meinung von Nicht Übertreiben an, obwohl der Begriff Emaille-Lack, für mich keine relevante Aussage besitzt.
Vielleicht erstmal ein Foto meiner SIGG:
http://img320.imageshack.us/my.php?image=epsn00011ut.jpg
http://img251.imageshack.us/my.php?image=epsn00030rk.jpg

Also da steht unter Produktvorteile u.a.:
- Der Innenschutzlack ist auf wasserlöslicher Basis, äußerst beständig auch
für Fruchtsäuren, isotonische Getränke, hygenisch und blah blah blah.
Da würde mich die ALFERAN-Beschichtung von MARKILL bzw. heute VAUDE
im Vergleich mal interessieren!

Unter Tipps u.a. :
- Sigg Bottles vor extremer Hitze schützen. Sigg Bottles weder tiefgefrieren
noch in den Mikrowellenofen legen. VOR HITZE SCHÜTZEN.

Das dürfte wohl reichen um, die hitzebeständigkeit der beschichteten SIGG ALU- Flaschen, in Frage zu stellen.

Bleibt noch das Thema Gesundheitsschutz, was bei Öko-Test bereits
ausreichend diskutiert wurde.

Ewald
08.08.2005, 18:33
Testbericht (Auszug)

ÖKO−TEST Mai 2004 : Aluflaschen
Durstlöscher ohne Nachgeschmack
Bei Outdoor−Aktivitäten sind Trinkflaschen fast immer dabei. Denn sie gelten als
sehr widerstandsfähig. Unser Test zeigt, dass die meisten Produkte wirklich
einiges aushalten.
Unsere Empfehlungen
Die günstigste, im Handel noch erhältliche Trinkflasche, die mit "sehr gut" bewertet wird, ist die Moderne Küche
Alu−Trinkflasche silber mit orange−blau von Rewe für 5,99 Euro.
Trinkflaschen mit warmem Wasser und weichen Bürsten reinigen. Danach müssen sie geöffnet trocknen.
Wenn das Getränk metallisch schmeckt, die Flasche unbedingt umtauschen.
Flaschen vor dem ersten Gebrauch ausspülen, um mögliche Rückstände aus der Produktion zu entfernen.
Trinkflaschen aus Aluminium oder Edelstahl sind leicht, bruchsicher und problemlos wieder zu verwenden.
Apfelsaftschorle oder eine andere Flüssigkeit einfüllen − dann kann es losgehen: Zum Klettern, zum Mountain−Biking
oder einfach nur an den nächsten Badesee.
Doch Anfang März machten Trinkflaschen Schlagzeilen: Der Tankstellenbetreiber Aral musste zeitweilig
Aluminiumflaschen aus seinem Prämiensystem nehmen. Die Kölner Lebensmittelaufsicht hatte "phenolische Gerüche"
festgestellt. Beim Öffnen strömte den Experten ein künstlicher Geruch entgegen und sie glaubten auch zu schmecken,
dass da etwas nicht stimme. Ihre Vermutung war, dass die Innenbeschichtung der Flaschen nicht vollkommen
ausgetrocknet war. Dieser Verdacht bestätigte sich bei einer Untersuchung anderer Flaschen des gleichen Herstellers
durch bayerische Behörden jedoch nicht.
ÖKO−TEST wollte es nun genauer wissen und schickte 16 Flaschen von Outdoor−händlern sowie aus Bau− und
Supermärkten in die Labore. Die Preise variierten von 3,47 Euro bis zu 14,95 Euro. Die von uns beauftragten Labore
füllten dreiprozentige Essigsäurelösung in die Flaschen; das entspricht einer Fruchtsaftschorle. Die Flaschen wurden fünf
Stunden lang auf 20ø und auf 60 øCelsius erwärmt, um herauszufinden, ob bei Raumtemperatur und bei Hitzeeinwirkung
möglicherweise Stoffe aus der Flasche freigesetzt werden. Auch die Verschlüsse und Mundstücke wurden auf gefährliche
Stoffe untersucht.
Das Testergebnis
Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen: Sechs Trinkflaschen haben mit "sehr gut" abgeschnitten, neun erhalten die
Note "gut" und nur ein Behälter bekommt ein "befriedigend".
Acht Flaschen gaben bereits bei einer Raumtemperatur von 20ø Celsius Aluminium ab. Unter Hitzeeinwirkung, bei
60øCelsius, stellte das beauftragte Labor bei insgesamt zwölf Flaschen eine Abgabe von Aluminium fest. Das bedeutet:
Mit zunehmender Hitze steigt die Gefahr, dass sich der Stoff löst. Leider wird aber lediglich bei fünf Flaschen in den
Gebrauchsanweisungen gewarnt, sie vor Hitzeeinwirkung zu schützen und keine heißen Getränke einzufüllen. Die
gemessenen Werte liegen über dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung, allerdings unter der tolerierbaren täglichen
Aufnahmemenge, die die Weltgesundheitsorganisation festgesetzt hat. Nach Angaben des Umweltbundesamtes kann es
schon ab 0,3 mg/l Aluminium zu geschmacklichen Beeinträchtigungen kommen. Aluminium ist für Menschen mit
Nierenfunktionsstörungen gefährlich, da sie es nicht ausscheiden können. Ist Aluminium in hoher Konzentration im
Körper, kann es das Zentralnervensystem und die Knochenbildung belasten.
Sieben der untersuchten Flaschen geben Bisphenol A ab, zum Glück nur in Spuren. Diese Substanz, die auch in
Babytrinkflaschen aus Polycarbonat oder anderen Trinkgefäßen aus diesem Kunststoff ein Problem sein kann, kann wie
ein Östrogen wirken und steht zudem im Verdacht, das Erbgut zu verändern.
Die Dichtungsringe der Tatonka Stainless Bottle silber 1000 ml sowie die Alu−Trinkflasche lila 750 ml von Obi enthalten
enorme Mengen des Weichmachers Diethylhexylphthalat (DEHP). Dass es ohne dieses gefährliche Phthalat geht, zeigen
alle anderen getesteten Produkte. DEHP hat in Tierversuchen Niere und Leber geschädigt, die Fruchtbarkeit beeinflusst
und steht im Verdacht Krebs auszulösen.
In der Verpackung von zwei Produkten fanden wir chlorierte Kunststoffe, die in der Müllverbrennung gefährliche Dioxine
bilden und die Umwelt belasten.
2/9 Aluflaschen 04.11.2004

Der gesamte Testbericht ist bei :
http://www.oekotest.de/
erhältlich.

Ewald

Slovenia-Expert
08.08.2005, 19:16
@ ewald : danke für den super bericht:

ich ziehe daraus das Fazit, Alu nicht mehr mitzunehmen. statt dessen besser auf edelstahl umzusteigen (und dort die dichtungsringe genau zu prüfen :D )

Ich hatte bis jetzt die hoffnung das saubere Beschichtungsmaterialien verwendet wurden, - der ökotest sagt alles..

Da scheint die flasche nichtmal zum tee einfüllen richtig geeignet zu sein.

Wobei die Mikrowelle ausscheidet weil Metall nicht hinein darf, und die Warnung vor Hitzeeinwirkung eher dem Druckes wegen genannt wird.

Auf zu edelstahl
gruß
Aleks

silvia
08.08.2005, 21:05
@Ewald:

hast du den kompletten Test da? Wenn ja, kannst du mal hier posten, welche Flaschen sehr gut abgeschnitten haben?

Konkret will ich eigentlich nur wissen, ob ich meine alte Original-Sigg weiter benutzen sollte oder nicht. Und ob es eine wirklich gute billige Alternative gibt.

PET ist natürlich auch was Feines, aber 1. gibts die nur in den falschen Größen (0,7l finde ich als Trinkflasche einfach ideal) und 2. kann man die nicht als Wärmflasche benutzen (jaja, Frauen haben eben immer kalte Füße). Deshalb habe ich immer mehrere PET-Flaschen und eine Sigg dabei.

Fjaellraev
08.08.2005, 22:20
Um mal auf das ursprüngliche Thema des Threads zurückzukommen. Garantiert keine Probleme mit der Beschichtung hat man, wenn man die unbeschichtete Brennstoffflasche nimmt. Ausser das man halt die Flaschenform (mit ihren allfälligen Tücken) hat, sollte da ja kein Problem auftreten, Alukochtöpfe sind ja auch unbeschichtet.

Gruss
Henning

Thomas
08.08.2005, 22:23
Wobei die Mikrowelle ausscheidet weil Metall nicht hinein darf, und die Warnung vor Hitzeeinwirkung eher dem Druckes wegen genannt wird.

Wüsste sowieso nicht, wie in der Mikrowelle etwas in einem nahezu komplett geschlossenen Metallkörper warm werden sollte. :)

Snuffy
08.08.2005, 23:44
Weil das Metall ja auch warm wird? http://hornoxe.ho.funpic.de/forum/images/smiles/nixweiss.gif

Snuffy

Christine M
09.08.2005, 10:13
Wenn ich mal meine dürftigen Hausfrauen-Kenntnisse zusammenkratze: Metall schirmt glaube ich die Strahlen der Mikrowelle ab, deshalb soll man für Mikrowellen kein Metallgeschirr verwenden. Die Mikrowellen erwärmen meines Wissens die Flüssigkeit im Essen, nicht jedoch das Geschirr; diesen wird nur mittelbar erwärmt (durch das warme Essen).

@Ewald: mich würde auch sehr interessieren, wie die Sigg-Flaschen abgeschnitten haben. Ich erwärme die Flaschen zwar nicht (jedenfalls nicht absichtlich), aber ich fülle oft heisses Wasser oder Tee ein.

Christine

semmi
09.08.2005, 16:40
Hat denn jemand das Erwärmen von Flüssigkeiten in einer Flasche schon mal ausprobiert? Ich denke es wird der von Thomas beschriebene Effekt auftreten: die ganze Soße kommt oben raus.
Je nachdem wie hoch der Wasserstand in der Flasche ist wird durch das Sieden des Wassers dieses nach oben gedrückt, weil der entstehende Wasserdampf durch die sich verjüngende Flaschenöffnung nicht schnell genug enteweichen kann. Dadurch schwappt etwas Wasser heraus, der Druck im Innern der Flasche nimmt sclagartig ab und das weniger druckbelastete heisse Wasser siedet ebenfalls schlagartig. Ergebnis: s.o.
Habe das selber nicht ausprobiert, denke aber diesen Effekt kann man sich ableiten von einer Sprudelflasche: Schütteln, Druck aufbauen, Deckel schnell runterschrauben. Der Deckel wird nach oben fliegen (hab das wärend einer Vorlesung schon bis an die Decke des größten Hörsaals geschafft..). Macht aber nix, solange nicht eine kleine Menge Wasser versucht, ebenfalls durch den Flaschenhals zu entweichen. Passiert dies, dann wird nicht nur diese kleine Menge entweichen, sondern durch den Druckaufbau und -abfall (vermute ich mal) eine erheblich größere Menge. Ergebnis: durchweichte Matheunterlagen oder schlimmer, in dem konkreten fall mit der Sigg oder wie auch immer Flasche verbrühte Finger, Gesichter oder sonstige Körperteile. Abgesehen von der Problematik mit der Chemie, nämlich ob da was Giftiges entsteht beim Erhitzen spielt da auch noch die Physik mit rein. Mein tipp: nur gaanz wenig wasser mit der Flasche erhitzen oder lieber gleich ein Alutöpfli was auch ganz wenig wiegt mitnehmen. ausserdem kann man in ner flasche nur schwer nudeln oder so abkochen, s geht schon, aber wie isst man die dann ;)

Maschinenbau, 2. Semester

derMac
09.08.2005, 16:50
Hat denn jemand das Erwärmen von Flüssigkeiten in einer Flasche schon mal ausprobiert?
Ja, die Besitzer von diesem (http://www.oldjimbo.com/survival/kellystove.html) Teil machen das ständig. :wink: Und solange da eine hinreichende Menge Wasser drin ist wird auch nicht viel passieren. Da wird auch nichts deutlich heißer als 100 °C. Aber eine Flasche (mal abgesehen vom Kelly Kettle) ist als Kochgerät eigentlich nicht besonders geeignet, deswegen wird sie ja auch so selten dafür verwendet.

Mac

kafenio
09.08.2005, 17:18
moin,
wenn ich mich recht erinnere sagte der slovenia-expert doch, das er einen topf fürs essen hat und nur nach einer lösung sucht, das wasser für seinen tee zum trinken warm zu machen.

wie wärs denn mit ner edelstahltasse? wiegt nicht viel, ist klein zu verpacken und nicht hitzeempfindlich. transportieren kann er das wasser ja in plastiksäckchen a la platypus...

mfg
k.

Ewald
09.08.2005, 18:52
@ Silvia und Christine M !

Leider bekomme ich die Tabellen von ÖKO-TEST nicht einwandfrei in`s
Forum gestellt ,da pdf-Dateien! Habt Ihr eine Lösung? Als E-mail wäre es kein Problem. Bei ÖKO-TEST kosten sie als Download mittlerweile 1,20€. Muß doch nicht sein!

Gruß Ewald

Christine M
09.08.2005, 19:32
Hallo Ewald,

vielleicht kannst du ja einfach kurz sagen, wie die Sigg-Flaschen abgeschnitten haben; ich denke mal, die werden die meisten hier interessieren.

Viele Grüße

Christine

Thorsten
09.08.2005, 19:53
Hat denn jemand das Erwärmen von Flüssigkeiten in einer Flasche schon mal ausprobiert?
Nicht nur ich. :wink:
Wird mit Wonne beim Winterkampflehrgang der Bundeswehr praktiziert.
Das Wasser erwärmt schneller als im Kochgeschirr und anschliessend wird das ganze in ein Handtuch eingewickelt und als Wärmflasche verwendet.
In manchen Armyshops findet man auch noch alte schweizer Aluflaschen mit Korkverschluss und Kochuntersatz.
Die Dinger sind praktisch für diesen Zweck designed- man kann damit bei geschlossener Flasche erhitzen.
Wenn´s zu warm wird, fliegt halt der Korken ´raus :wink:

Fjaellraev
09.08.2005, 21:28
In manchen Armyshops findet man auch noch alte schweizer Aluflaschen mit Korkverschluss und Kochuntersatz.
Die Dinger sind praktisch für diesen Zweck designed- man kann damit bei geschlossener Flasche erhitzen.
Wenn´s zu warm wird, fliegt halt der Korken ´raus :wink:
Das ist kein Kochuntersatz, das ist der Becher :wink: .
Wir haben das Teil meistens als Schnapsflasche benutzt, ist ja so ein richtig schöner Flachmann :wink:, und daher nicht erhitzt.
Gruss
Henning

Thorsten
09.08.2005, 21:55
Ich meine die hier:
http://www.raeer.com/cgi-bin/katalog/a373d9d87177c1bc

Thomas
10.08.2005, 08:02
Auf jeden Fall sollte eine großzügige Öffnung vorhanden sein, und man sollte die Flasche nur sehr bescheiden füllen. Bei einer Sigg hätte ich dann Bedenken, dass mir die Innenbeschichtung im oberen Teil wegbrennt.

Meine Brennstoffflasche hat auch im Neuzustand im Inneren schon sonderbar gerochen, Trinkwasser wöllte ich darin nicht zubereiten.

Zum Kochen würde ich, wenn es schon eine Flasche sein soll, eine Edelstahlflasche nehmen.

Das Ding aus dem Link vom Mac macht doch einen guten Eindruck. :)

Gruß, Thomas.

semmi
10.08.2005, 13:48
Hat denn jemand das Erwärmen von Flüssigkeiten in einer Flasche schon mal ausprobiert?
Ja, die Besitzer von diesem (http://www.oldjimbo.com/survival/kellystove.html) Teil machen das ständig. :wink: Und solange da eine hinreichende Menge Wasser drin ist wird auch nicht viel passieren. Da wird auch nichts deutlich heißer als 100 °C. Aber eine Flasche (mal abgesehen vom Kelly Kettle) ist als Kochgerät eigentlich nicht besonders geeignet, deswegen wird sie ja auch so selten dafür verwendet.

Mac

tja bei diesem (http://www.oldjimbo.com/survival/kellystove.html) teil wird ja auch der Querschnitt nach oben hin größer, im Gegensatz zu einer normalen Flasche. Naja ne Sigg isch eigentlich auch hinreichend zylinderförmig bis zu ner gewissen Höhe.
(rechthaberische) Grüße ;)

DerChemiker
10.08.2005, 19:41
@ Silvia und Christine M !

Leider bekomme ich die Tabellen von ÖKO-TEST nicht einwandfrei in`s
Forum gestellt ,da pdf-Dateien! Habt Ihr eine Lösung? Als E-mail wäre es kein Problem. Bei ÖKO-TEST kosten sie als Download mittlerweile 1,20€. Muß doch nicht sein!

Gruß Ewald

Das pdf in ein jpg umwandeln. Falls deine Software das nicht kann,
mach einfach nen Screenshot und setz den ins Forum... :wink:

Fjaellraev
10.08.2005, 21:36
Ich meine die hier:
http://www.raeer.com/cgi-bin/katalog/a373d9d87177c1bc
OK das Teil war mir bis jetzt unbekannt, an dem kam ich in meiner Militärzeit zum Glück vorbei. Ich meinte die hier (http://www.raeer.com/cgi-bin/katalog/5331efbbe496e754).

Gruss
Henning

Thorsten
11.08.2005, 00:20
Auch ganz hübsch- Retro-Style sozusagen :wink: