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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 1. Hilfe Set für den Hund



Polte
20.03.2016, 22:08
Hallo,

mich würde interessieren was ihr in eurem 1. Hilfe Set für den Vierbeiner habt. Ich möchte mir noch eins zusammenstellen und suche daher Anregungen. Bisher dabei:
- selbstklebender Verband
- Pfotenschutzbooty
- Zeckenzange

Nimmt wer von euch Vitamin K in die Apoheke?

Chouchen
20.03.2016, 22:14
Nimmt wer von euch Vitamin K in die Apoheke?

Wegen Giftködern?

Eigentlich keine schlechte Idee.
Die Dosen, die man aber im Falle eines Falles benötigt, sind recht hoch (=voluminös) und ich kenne es nur als Glasampullen. Gibt's das auch in anderer Dareichungsform?

inselaffe
20.03.2016, 22:29
Nen bisschen Watte, besonders wenn man die Vorderpfote verbinden muss, kommt das zwischen die Zehen, ansonsten gibts wunde Reibstellen. Zur Not geht aber auch da sterile Wundauflage. Unter den selbstklebenden Verbad sollte aber auch immer noch ne Lage Wundauflage oder eben Watte.

Und Vitamin K? Nunja, die Panik vor Giftkoedern ist mit SIcherheit deutlich gefaehrcher als die drei Brocken, die im Jahr wirklich mal irgendwo rumliegen.

Polte
20.03.2016, 22:29
Wegen Giftködern?

Eigentlich keine schlechte Idee.
Die Dosen, die man aber im Falle eines Falles benötigt, sind recht hoch (=voluminös) und ich kenne es nur als Glasampullen. Gibt's das auch in anderer Dareichungsform?

Das wäre meine Frage dazu. Ich hatte neulich ein gespräch im Futterhandel. Der sagte mir man solle schon immer Vitamin K dabei haben, falls der Hund mal ein Rattenköder frisst. In welchen Dosen man es verabreicht und in welcher Form (Tablette etc.) man es bekommt hatte ich nicht gefragt.

Muddypaws
20.03.2016, 22:40
Das ist halt sehr unterschiedlich, je nach Anforderung (Tagestour, Mehrtagestour, Trekkingtour), ich habe es in einem Basipäckchen gepackt, das ich je nach Bedarf mit "Erweiterungen" ausstatten kann.

Zum Pfotenschutzschuh: Ich habe immer zwei Varianten, wobei bei einer Tagestour kommt nur ein einfacher Bootie (Cordura, Schlittenhundestil) pro Hund mit, bei Touren, die auch dauerhaften Harschschnee bedeuten könnten, für jeden Hund ausreichend Booties. Bei längeren Trips habe ich auch einen Latexüberschuh mit, der den Verband dauerhaft trocken hält, über den noch ein Pfotenschutzschuh gezogen wird (sonst ist der nach dem dritten Felsen durch).

Chouchen
20.03.2016, 22:48
Und Vitamin K? Nunja, die Panik vor Giftkoedern ist mit SIcherheit deutlich gefaehrcher als die drei Brocken, die im Jahr wirklich mal irgendwo rumliegen.

Das sehe ich eigentlich ähnlich.
Meine Lise hatte zwar letzten September die Ehre eine Weile Vitamin K schlucken zu dürfen, nachdem sie beim Spaziergang mit dem Ferienfrauchen etwas Verdächtiges (außen Schokolade, innen pink) gefressen hat. Die Menge, die sie an Ampullen bekam würde ich aber nicht immer auf Verdacht dabei haben wollen, eben weil es dann doch zu selten passiert. Von einem Todesfall und zwei Vergiftungen weiß ich hier in der Gegend sicher, dazu kommt dann natürlich auch immer haufenweise Gerüchte. Furchtbar ätzend wenn man betroffen ist, in der Gesamtmenge aber dann doch eher unwahrscheinlich, vor allen Dingen wenn man in der Pampas auf Tour ist. Und frisst der Hund oder die Katze nicht in der Pampas einen Köder, kann man normal zum Tierarzt gehen.
Falls es eine einfachere, wirksame Verabreichungsform z.B. in Form von ein paar Pillen gäbe, wäre es aber trotzdem eine Überlegung wert, sowas prophylaktisch dabei zu haben. Erwischt es nämlich das Tier, wird es ganz übel. Selbst wenn es überlebt, kann es wirklich fiese Langzeitfolgen geben. (Den Kater einer Freundin hat es mal getroffen. Der war danach nicht mehr das selbe Tier.:()
Aber neben der unklaren Verfügbarkeit sehe ich noch ein Hauptproblem: Das Tier muss ja meines Wissens vor der Vitamin-K-Gabe zum Reihern gebracht werden. Ohne dass der Köder raus aus dem Magen kommt, kann man soviel Vitamin K geben, wie man möchte. Oder mache ich da einen Denkfehler? Beim nächsten Impftermin frage ich einfach mal die Dame mit dem weißen Kittel wie sie das sieht.;-)

Werner Hohn
20.03.2016, 22:58
... Aber neben der unklaren Verfügbarkeit sehe ich noch ein Hauptproblem: Das Tier muss ja meines Wissens vor der Vitamin-K-Gabe zum Reihern gebracht werden. Ohne dass der Köder raus aus dem Magen kommt, kann man soviel Vitamin K geben, wie man möchte. Oder mache ich da einen Denkfehler? Beim nächsten Impftermin frage ich einfach mal die Dame mit dem weißen Kittel wie sie das sieht.;-)
Hat jetzt nichts direkt mit Hund zu tun, daher

Menschen die Marcumar oder Phenprocoumon (beides Rattengift) täglich nehmen wird der Magen im Notfall (Unfall, ungepl. OP, etc.) auch nicht ausgepumpt. Okay, die Dosierung ist um ein vielfaches geringer als beim Giftköder, dafür ist die Vitamin K Dosis auch kleiner, um die Blutgerinnung auf Normalwert zu bringen.

Polte
20.03.2016, 22:59
Bei Ködern scheint ja auch kaum noch Gift verwendet zu werden. perfiderweise sind ja jetzt meist Nägel drin. die Frage wäre aber ob Vitamin K auch bei anderen Giften (aus Landwirtschaft) hilft?

Chouchen
20.03.2016, 23:08
die Frage wäre aber ob Vitamin K auch bei anderen Giften (aus Landwirtschaft) hilft?

Glaube ich nicht. Rattengift als Vitamin K-Antagonist hemmt ja die Blutgerinnung. Das ist eine sehr spezielle, gewollte Wirkung. Ich glaube nicht, dass andere gängige, für den Hund giftige Stoffe zufälligerweise den selben Wirkmechanismus haben.
Also Hand hoch: Wer ist als erstes mit dem Viechzeug beim Tierarzt und fragt mal nach? ;-)

inselaffe
20.03.2016, 23:31
Herbizide, Fungizide und Pestizide haben definitiv andere Wirkkomplexe, sonst wuerde es dafuer nicht einfach so Freigaben geben. Klar sind die in ausreichender Dosis der Gesundheit nicht gerade zutraeglich, aber was auf dem Feld in der Regel ausgebracht wird, hat fuer Saeuger eher geringe Wirkung. Da sprechen wir eher von Langzeitrisiken bei vermehrtem Kontakt, meist Aufnahme ueber die Lunge. Besonders herauszustellen ist das erhoehte Krebsrisiko. Vor 40 oder 50 Jahren haben alle Buren mit Schlepper ohne Verdeck und ohne Atemschutz gespritzt und von denen ist auch keiner direkt beim ersten Mal gestorben.

Oder glaubt ihr ernsthaft, dass die Ffreiwillig mitm Eimerchen ueber den Acker rennen und Maeusekorn auswerfen, wenns auch vom Schlepper kombiniert mit der restlichen Schaedlingbekaempfung ginge?

Shalea
27.03.2016, 10:59
- selbstklebender Verband
- Pfotenschutzbooty
- Zeckenzange

Bei mir +

Apis Globuli (bei Bienen- oder Wespenstichen unschlagbar - seit meine Hunde gemeinschaftlich durch ein Bienennest gerannt sind, weiß ich das Zeug zu schätzen ;) )
Octenisept
Kompressen
Verband
Sekundenkleber
Gelatinekapseln

Schmerzmittel

Markus K.
29.03.2016, 11:29
Die Netzabdeckung mit Tierärzten dürfte in Europa recht hoch sein. Eine Liste mit verfügbaren Praxen im Reisegebiet sollte mit in die Vorplanung aufgenommen werden. Daher würde ich den Hund bei Verdacht auf Vergiftungen zuerst in eine Praxis bringen, anstelle selbst Mittel zu verabreichen, die hinterher eine Behandlung möglicherweise erschweren würden.

Mein Erste Hilfe Set ist gleichzeitig für den Hund, bis auf oral anzuwendende Medikamente.

Gut sind auch:
-gescheite, gebogene Schere, um im Wundfall Fell wegzuschneiden
-Melkfett / Cocosfett
-Splitterpinzette
-Für die Wundinfektion ist neben Octenisept (wirkt ohne Brennen), Betaisadona ganz gut.

inselaffe
29.03.2016, 11:49
Für Inselreisende ist Germolene ne ordentliche antiseptische Creme, die man überall recht einfach bekommt.

Sowohl für Hund als auch Herrchen.