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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Schlafsack-Test, "Outdoor", Heft 08/05



Corton
22.07.2005, 14:59
"Outdoor" hat wieder mal Schlafsäcke getestet, vermutlich wieder ein echtes Highlight.


Von 39 Anwärtern im großen Schlafsacktest erreichten nur 14 die Endrunde.
Das klingt spannend. Wäre bitte irgendjemand so gnädig, mir diesen Test zukommen zu lassen. Danke!!!

Corton

Christian J.
22.07.2005, 15:08
In 10 Minuten hast du ihn per Mail!

Christian

JC-N
22.07.2005, 15:09
Lohnt sich nicht durchzulesen meiner Meinung. Im Zeitschriftenladen neben an war ich so frei mir den ganzen Test mal durchzulesen, ist nicht gerade der Hit. Wieso meldest du dich nicht mal bei denen und schreibst dann die Schlasa Tests...

MfG JC-N [stolzer Besitzer eines WM Antelope Super MF]

Corton
22.07.2005, 16:49
Die Ankündigung von Christian J. war vielleicht etwas voreilig - sein Rechner ist explodiert. :) Ich hab den Test jedenfalls immer noch nicht und hoffe, dass sich noch jemand opfert.

Christian J.
22.07.2005, 16:52
Doch...eben ist er raus!

Corton
22.07.2005, 16:54
Oh, na dann erst mal vielen Dank! :D

Corton
22.07.2005, 17:23
14 Teilnehmer, davon 4x "überragend", 9x "sehr gut", 1x "gut". :-?

Wie lauten eigentlich die Namen der 25 Schlafsäcke, die nicht im "Finale" waren. Kennt die zufällig jemand? Warum werden die nicht erwähnt?

Erny
22.07.2005, 17:30
Wie ist eigentlich der Temperaturbereich bei Outdoor zu bewerten. Ich denke es gibt seit dissem Jahr die EN 1353, die eine Temperaturbeschreibung für Schlafsäcke vorgibt. Komfort, Grenz Extrem.
Outdoor hat da ja wohl wieder selbst gestrickt.

manati1977
22.07.2005, 17:35
Wie ist eigentlich der Temperaturbereich bei Outdoor zu bewerten. Ich denke es gibt seit dissem Jahr die EN 1353, die eine Temperaturbeschreibung für Schlafsäcke vorgibt. Komfort, Grenz Extrem.
Outdoor hat da ja wohl wieder selbst gestrickt.

Ich glaube nicht, dass diese neue Norm wirklich Sinn macht, denn es werden die Temperaturbereiche durch hineingelegte Puppen getestet. Diese verhalten sich aber mal gar nicht so wie "normale" Menschen, denn Menschen, bewegen sich, schwitzen und strampeln. Von daher sind diese Temperaturangaben meiner Meinung nach nutzlos. :(
Was meint Ihr dazu?

Viele Grüße
Thomas

boehm22
22.07.2005, 17:36
Ich finde es sogar gut, daß die Themperatur-Werte von Menschen geprüft werden und nicht von Kupferpuppen.

Erny
22.07.2005, 17:46
Der Nachteil des Menschen ist aber, dass jeder anders fühlt. Selbst der gleiche Mensch fühlt die gleiche Temperatur an verschiedenen Tagen anders. weil er vielleicht müde ist, oder leicht krank. Das muss man selbst noch nicht einmal richtig merken.

Ich habe ja nichts gegen die Gefühlte Temperatur, aber man sollte die Werte nach DIN doch auch angeben. Und wa ist die Bezeichnung dunkelrot, unt orange. Ist das Komfort, Extrem, und weiß heißt eine gefühlte Exrtremtemperatur

derMac
22.07.2005, 17:49
Ich finde es sogar gut, daß die Themperatur-Werte von Menschen geprüft werden und nicht von Kupferpuppen.
Das Problem ist nur, dass der Mensch ein extrem unzuverlässiges Messinstrument ist (bitte jetzt nicht wieder das absulute Gehör bringen). Dieses Problem liese sich nur umgehen, wenn man ein paar 100 Testpersonen hat. Ein guter Test mit Puppe macht die Schlafsäcke besser untereinander vergleichbar. Wenn man sie dann noch mit etwas Sachverstand anschaut hat man IMHO viel mehr davon. Beim letzten Lesen von Outdoor (schon ein paar Monate her) hatte ich übrigens das Gefühl, das die Temperaturangaben eher nach Erfahrung als nach Probeschlafen vergeben werden.

Mac

heinzausmainz
22.07.2005, 20:41
der richtige mix dürfte es bringen - mensch und puppe

soweit ich mich erinnere, hat der selbe tester an einem tag die tests in einer kühlkammer durchgeführt - das ist eigentlich ganz ok, da individuell-unterschiedliche temperaturempfindungen oder die tagesform in diesem fall wohl zu vernachlässigen sind

jackknife
22.07.2005, 23:51
Ich war mal wieder richtig begeistert. Äppel mit Birnen vergleichen, und die dann auch noch gleich bewerten, jenes entzieht sich meines Verstandes. Ursprünglich könnte man doch sagen, je leichter, bei gleicher oder sogar tieferer Temperatur, desto besser. Hier jedoch nicht.
Dieses Thema hatten wir aber hier wohl schon zu genüge durchgekaut, wir Forumisten wisssen eben mehr als andere, und lassen die Anderen eben dumm sterben.
Matthias

Christine M
24.07.2005, 17:18
Ich glaube nicht, dass diese neue Norm wirklich Sinn macht, denn es werden die Temperaturbereiche durch hineingelegte Puppen getestet. Diese verhalten sich aber mal gar nicht so wie "normale" Menschen, denn Menschen, bewegen sich, schwitzen und strampeln. Von daher sind diese Temperaturangaben meiner Meinung nach nutzlos.
Was meint Ihr dazu?

Die Diskussion hatten wir doch schon mal? Ich finde die Norm sehr gut im Sinne einer Vergleichbarkeit, aber natürlich nicht im Sinne absoluter, für jeden in jeder Situation gültiger Grenzwerte. Vorher konnte doch jeder Hersteller Temperaturangaben machen, wie es ihm gerade gefiel - die einen konservativer, die anderen optimistischer (um es mal nett auszudrücken). Wenn ich nicht aus anderer Quelle zusätzliche Angaben hatte, konnte ich doch kaum Schlafsäcke verschiedener Hersteller realistisch miteinander vergleichen. Bei einem für alle gleich gültigen Messverfahren sollte das besser sein. Ob die angegebenen Werte wirklich die Komfortgrenze treffen, ist zum einen personen- und zum anderen situationsabhängig. Daher hat die Aussage, dieser oder jener Tester habe in diesem oder jenem Schlafsack gefroren oder geschwitzt, für meine persönlichen Zwecke nur begrenzte Aussagekraft. Sinnvoll ist wohl noch, wenn, wie heinzausmainz berichtet, derselbe Tester unter denselben Bedingungen verschiedene Schlafsäcke testet - aber wieder nur im Sinne einer relativen Vergleichbarkeit, nicht im Sinne von absoluten Werten. Wobei es sicherlich interssant wäre zu erfahren, wie sich die "menschlich" ermittelte Temperaturrelation im Vergleich zu Relation zwischen den messtechnisch ermittelten Werten verhält.

Christine

Christine

Erny
24.07.2005, 17:23
Na klar ist die Norm gut.

Sie vergleicht die Schlafsäcke, bei gleichen Bedingungen (Puppen)

einer der leichter friert, wird auch bei dem eher frieren, bei dem die Puppen eher gefriert haben.

Wenn einer leichte schwitzt, wird er es auch entsprechend b veschiedenen Schlafsäcken.

die DIN vergleicht die Schlafsäcke untereinander. Wenn jemand weiß, dass er leicht friert, und er selbst an der Grenze der Komforttemperaturangabe schon friert, kann er eben 3 bis 5 ° C auf die angegebenen Temperaturen zuschlagen, und wird dann auch glücklich.

Eddie
25.07.2005, 18:27
Der Test war echt Murks.

Wenn es die EN gibt frag ich mich warum die ihr eigenes Verfahren anwenden.

Testsieger war ja ein ME Modell. Die haben im Schlafsacktest in Forum ja immer sehr schlecht abgeschnitten.

Frage:
Werden die Schlafsäcke wirklich anonym eingekauft oder schicken die Hersteller frisierte Modelle zum Test ?
Ich glaube eher im Falle ME zweiteres.

Corton
28.07.2005, 09:38
Ist das schon alles, was zu diesem "Test" zu sagen ist? Mir würden da noch ganze Romane einfallen, ich warte jetzt aber erst mal, ob ich die Genehmigung bekomme, den Tests hier komplett zu veröffentlichen (muss der Chefredakteur entscheiden und der ist z.Zt. nicht da). :)

Zunächst mal zwei ärgerliche handwerkliche Fehler:

a) Der WM Apache SMF, regular kostet meines Wissens nur bei Globetrotter 370 EUR. Bei allen anderen Läden in Deutschland kostet er hingegen 320 EUR. Warum wird hier der Globetrotter Preis genommen und der Apache genauso wie der FF Swallow als "exorbitant teuer" hingestellt? Der im Vergleich zum Apache deutlich schlechtere Exped Woodpecker hat hingegen mit 300 EUR ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. :roll:

b) Der FF Swallow Epic, regular (2 oz Overfill) wird mit 415 EUR angegeben. Wer selbst nachrechnet, kommt auf folgende Zahlen: 320$ + 15$ (Overfill) ergibt 335$. Dazu kommen Versandkosten in Höhe von 30$, Zoll in Höhe von 12,40$ (Versandkosten wurden bei uns bis jetzt noch nie verzollt) und EUSt in Höhe von 55,60$, macht insgesamt 433 US-$. Umgerechnet ergibt das zum Juli-Kurs der Zollbehörden (1,2111) ziemlich genau 357,50 EUR und das wars. Zollabfertigungsgebühren in Höhe von 9,50 EUR fallen nur dann an, wenn die Post das Paket auch wirklich zustellt (was z.B. bei uns noch nie der Fall war). Anstatt mit 358 EUR wird der FF Swallow aber leider mit 415 EUR ("exorbitant teuer") angegeben. Hab ich irgendwas vergessen? Glaub nicht... :roll:

Alleine diese schlechte Recherche verfälscht das gesamte Ergebnis. Wenn man bereits an so was scheitert, ... :roll: :bg:

Corton (böser Pedant)