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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorbereitung Alpenwanderung



RuhrPottRadler
26.12.2015, 21:36
Hallo zusammen,

im Frühjahr oder Sommer nächsten Jahres möchte ich einen Alpenwanderung machen. Ich bin nicht der erfahrenste Bergwanderer aber würde mir diese Tour trotzdem schon zu trauen. Sportlich denke ich bin ich fit genug und weitere noch fehlenden Kenntnisse will ich mir anlesen/aneignen. Kürzere Touren (2 Tage) habe ich schon öfter gemacht. Ob ich alleine oder mit Kollegen reisen ist noch unklar.

Um mir einige offene Fragen zu klären und mich Stück für Stück vorzubereiten, schreibe ich nun mal hier im Forum und hoffe wertvolle Tips/Ideen/Vorschläge etc. von euch erhalten zu können!

Zum Weg:
Falls ich nicht noch bessere Vorschläge erhalte/finde, soll es einer dieser Wege werden (wird wohl auch noch davon abhängig sein wie viel Zeit ich zur Verfügung habe):
http://www.alpenquerung.info/Alpenueberquerung
Aktuell favorisiere ich den L1 aber so richtig sicher bin ich mir noch nicht. Eigentlich geht es mir darum auch etwas Ruhe zu haben und nicht ganz so vielen Menschen zu begegnen – klar ab und zu mal schon :D Aber wenn ich da so über den Traumpfad teils lese, scheint dieser z.B. ja schon reichlich frequentiert zu sein. Obwohl mir der Weg im Grunde auch zusagen könnte. Vielleicht könnt ihr mir hierzu Vorschläge oder Ideen und Erfahrungen mitteilen :o

Unterwegs
Ich würde eher nicht in Hütten schlafen wollen, sondern lieber im Zelt (MSR Hubba Hubba HP/ ca. 2 kg.). Ok, vielleicht ab und an mal in einer Hütte. Mir ist bekannt, dass es an den meisten Stellen nicht erlaubt ist zu Zelten, was ich aber trotzdem gerne wagen würde. (Gerne hierzu Erfahrungen/Meinungen). Ab und an mal könnte es dann auch eine Hütte sein aber vorwiegend im Zelt. Einerseits, weil ich gerne in der Natur schlafen möchte und andererseits aber auch um Kosten zu sparen.
Verpflegen möchte ich mich auch gerne möglichst selber mit Gaskocher. Bisher stelle ich es mir so vor, dass ich alle paar Tage mal den Nachschub auffülle.

Ausrüstung
Da hakt es dann schon ein bisl.
Begonnen beim Rucksack
Zum einen suche ich generell einen Guten und zum anderen bin ich mir unsicher wegen der Größe. Generell habe ich mit der Marke Exped gute Erfahrungen gemacht und würde daher auch gerne bei dem Wanderrucksack etwas von dieser Marke Nutzen wollen – außer es wird mir von euch davon abgeraten bzw. etwas besseres/sinnvolleres empfohlen. Bisher habe ich selber zwei Favoriten, wobei ich mich auch hier noch nicht für eine sinnvolle Größe entscheiden konnte.
Exped BACKCOUNTRY 55 M oder 65 M:
http://www.exped.com/germany/de/product-category/rucksaecke/lightning-60-deep-sea-blue
Abgesehen von der Wasserdichtigkeit finde ich hier das Tragesystem, die Befestigungsmöglichkeiten und die Möglichkeit den Rucksack auch im Bereich der Front öffnen zu können besonders gut
Exped LIGHTNING 60
http://www.exped.com/germany/de/product-category/rucksaecke/backcountry-55-m-mossgreen
Abgesehen von der Wasserdichtigkeit finde ich hier das Tragesystem, die Befestigungsmöglichkeiten und die Leichtigkeit besonders gut.

Ich habe nun in verschiedenen Foren gelesen und ab und zu mal wird gesagt, dass ein 55 L Rucksack ausreicht manchmal wird gesagt das man mindestens 70 L benötigen würde. Grundsätzlich würde ich denken, dass ich mit höchstens 65 L eigentlich auskommen würde. Aber wenn es reichen könnte, würde ich auch gerne einen noch kleineren Rucksack nutzen :ignore:

Die Penntüte:
Puh...in welchem Temperaturbereich muss ich mich da ca. verorten. Im Auge hatte ich z.B. diesen Schlafsack:
Exped WATERBLOC 600 M
http://www.exped.com/germany/de/product-category/schlafsaecke/waterbloc-600-m-right#prettyPhoto
Besonders gefällt mir, dass geringe Gewicht sowie natürlich die Wasserdichtigkeit.

Eigentlich bin ich mir unsicher ob ich einen Daunen- oder einen Synthetikschlafsack nutzen sollte. Denn wenn ich wirklich 4 Wochen am Stück unterwegs bin und er täglich ein uns ausgepackt wird, kann er ja doch schon ganz schön Feuchtigkeit ziehen und wird womöglich zu wenig gelüftet. Da ist meine Frage ob Daune dafür eigentlich sinnvoll ist. Habt ihr weitere Vorschläge für gute Schlafsäcke für eine Tour dieser Art. Gerne recht leicht.

Weiter mit Wanderschuhen:
Hier stehe ich noch vollends auf dem Schlauch und würde mich über ein paar Empfehlungen zu Marken und/oder Modellen sehr freuen und was man vielleicht noch beachten sollte.

Die oben angesprochenen Punkte wären, dass was mich aktuell quasi am meisten beschäftigt. Es gibt natürlich noch einiges mehr zu dem ich mich entsprechend ausstatten bzw. vorbereiten müsste. Da ich selber sonst lange Radreisen mache, bin ich aber sonst doch recht gut ausgestattet.

Wenn ihr mir zu den obigen Punkten helfen könntet wäre ich euch sehr dankbar!! :roll:

Grüße Radler

derSammy
26.12.2015, 21:58
der L1 schaut schon sehr hübsch aus!!

Vieles davon (Also D & Ö) kenn ich gut...bei Fragen....fragen!!






zum Rest sag ich nix...weil ich Hüttenloses Übernachtungswandern in der dicht invastrukuierten Ostalpenregion für deppert halte.

(Und JA ich habs auchschonmal angetestet und festgestellt dass die Vorteile die Nachteile in keinster Weise aufwiegen!)

moeTi
29.12.2015, 13:46
zum Rucksack:
Da hilft alles theoretisches fachsimpeln und Datenblätter anschauen nichts: Geh in einen guten Laden, lass dich beraten und kauf den der dir (mit Gewicht!) am besten passt. Schau erst danach auf den Preis, denn der sollte dein Urteil nicht beeinflussen, ein guter Rucksack ist essentiell und definitiv der falsche Punkt um zu sparen.

frankiec
29.12.2015, 13:53
Ich glaube daß 70 Liter viel zu viel ist. Aber jeder hat andere Wünsche bei der Ausrüstung. Es wäre leichter was zu schreiben wenn du konkrete Fragen hättest

MaxD
29.12.2015, 14:10
Zäume das Pferd von hinten auf.

Du brauchst erst den gesamten Inhalt, um das Packvolumen zu ermitteln.
Das hängt ja nicht unwesentlich von Deinen Körpermaßen ab!
In Österreich bin ich eine Zeit mit einem Transalper gelaufen, der konnte alles in einem 55er Rucksack unterbringen - inkl. Zelt und Schlafsack. Der war aber auch gerade 1,75 m groß und wog kaum mehr als 65 kg.
Mit knapp 2m und deutlich mehr kg hatte ich - ohne Zelt und Kram - meinen 48er Rucksack gut gefüllt.

Es hängt also schon von Deinen Ausmaßen und Vorlieben ab (z. b. mehr oder weniger Kälteempfindlichkeit), wie groß der Beutel sein sollte.

Ansonsten bin ich mit Sammy einer Meinung....die Infrastruktur sollte das Zelten entbehrlich machen.
Unterwegs habe ich eine Handvoll Camper gesehen, früher oder später hat man die doch in den Hütten wieder getroffen.

HaegarHH
29.12.2015, 14:45
Ich würde eher nicht in Hütten schlafen wollen, sondern lieber im Zelt (MSR Hubba Hubba HP/ ca. 2 kg.). Ok, vielleicht ab und an mal in einer Hütte. Mir ist bekannt, dass es an den meisten Stellen nicht erlaubt ist zu Zelten, was ich aber trotzdem gerne wagen würde. (Gerne hierzu Erfahrungen/Meinungen). Ab und an mal könnte es dann auch eine Hütte sein aber vorwiegend im Zelt. Einerseits, weil ich gerne in der Natur schlafen möchte und andererseits aber auch um Kosten zu sparen.
Verpflegen möchte ich mich auch gerne möglichst selber mit Gaskocher. Bisher stelle ich es mir so vor, dass ich alle paar Tage mal den Nachschub auffülle.
Also ich habe das jetzt gerade für mich das erste Mal in Portugal gemacht, sonst auch eher per Fahrrad unterwegs :D, oder ganz anders mir Auto anreisen und dann vom Zelt aus Tagestouren :ignore:

Verdeutliche Dir noch mal die Unterschiede und was es wirklich bedeutet! Nur so eine kleine Randnotiz, der Supermarkt in Sagres ist ca. 2km vom Campingplatz weg, DAS ist mit dem Fahrrad nicht mal nachdenkenswert, einfach noch mal los, wenn das Zelt steht und die Taschen leer sind, morgens frische kalte Milch etc. für das Frühstück. Und selbst wenn das nicht so geht, dann ist 1kg mehr Vorrat auf dem Rad auch nicht wirklich tragisch, zumindest bei mir und meinem Rad.

Wenn Du nach 18 hügligen km endlich auf dem Campingplatz bist, dann sind ggf. die 4km schon eine ganz andere Hausnunmer und am nächsten Tag kostet "mal eben" Milch holen 1h Zeit. Das mag was anderes sein, wenn Du auf den Hütten nachkaufst, aber DANN brauchst Du nicht mehr von "Kosten sparen" reden


Das Zelt bietet Komfort, ich habe sonst ein Venus II genutzt, aber es ist halt auch 700g schwerer als und Hubba NX, die wirst Du an jedem Anstieg merken, jedes andere Gramm auch.



Exped BACKCOUNTRY 55 M oder 65 M:
Also die Exped Sachen sind toll und ich habe reichlich davon hier liegen / stehen / in Verwendung. ABER mit den Rucksäcken ist das so eine Sache. *ICH* hatte den BackCountry und bin dem Tragesystem auch gut zurecht gekommen, ABER ich finde total unpraktisch, dass der gar keine Taschen aussen dran hat. D. h. dann jedesmal alles abnehmen, aufmachen, … aufsetzen einstellen. Btw. der hat auch keinen Auslass für ein Trinksystem.

Der Thunder ist da deutlich besser konzipiert, aber da funktioniert das Tragesystem bei mir gar nicht. Ab in den Laden und Probieren, am besten mit 2-3 kg über Deinem angestrebten Gewicht, damit Du Reserve hast. Danach kannst Du dann die Modelle zur Diskussion stellen.



Ich habe nun in verschiedenen Foren gelesen und ab und zu mal wird gesagt, dass ein 55 L Rucksack ausreicht manchmal wird gesagt das man mindestens 70 L benötigen würde. Grundsätzlich würde ich denken, dass ich mit höchstens 65 L eigentlich auskommen würde. Aber wenn es reichen könnte, würde ich auch gerne einen noch kleineren Rucksack nutzen :ignore:
Ich habe mir für eine Zweier-Tour in Norwegen den Gregory Baltoro 75 als Packmonster und Schwerlastesel, ne ich meine für mich Esel mit zu schwerer Last :lol:, gekauft. Der lässt sich sogar recht gut komprimieren, aber er war mir zu groß und zu schwer und zu "verführerisch" für mich alleine in Portugal.

Also ist es der Bach Shield 45 geworden, das Zelt außen dran und der Rest hat gut gepasst, gab sogar noch ein wenig Reserven nach oben hin.

ABER ich musste dann bitter lernen, dass auch wenn das Volumen passt, anderes schon weit über der Grenze liegt. Ich musst auf Grund des schwülen Wetters doch deutlich mehr Wasser pro Tag mit schleppen (btw. zurück zum Ausgang, (Trekking-)Nahrung, kochen, Waschen(!) …braucht alles deutlich mehr Wasser, als man nur tagsüber trinken will / muss) als geplant. Und die 21kg Gesamtgewicht waren dann einfach für das Tragesystem für einen "Trailrucksack" zu viel. Da hätte ich mir doch in mancher Situation meinen Baltoro gewünscht, der saß selbst mit 27kg problemlos satt auf der Hüfte.

robert77654
01.01.2016, 13:47
Hallo!
Pack erstmal deinen Kram zusammen, dann hast du Gewicht und Volumen.
Ich war mit einem 50-Liter-Rucksack, Zelt (1 kg, außen angebunden) und Ultraleicht-Kram inklusive Kocher unterwegs. Im Rucksack hatte ich noch 5 Liter Reserve für Essen. Der UL-Rucksack wurde allerdings bei einem bestimmten Gewicht - Stichwort Wassertransport - unbequem. Die Ausrüstung hatte samt Rucksack deutlich unter 10 kg gewogen (ohne Essen und Wasser).

Wild zelten: Habe ich im Salzburgerland gemacht, ging in den tieferen Lagen problemlos (Wald) und auch auf rund 2000 Meter.
Unabhängig von Hütten/Almen zu sein fand ich sehr angenehm. Ich habe jedoch auch dort und auf Almen übernachtet. Den von dir genannten Weg kenne ich nicht.
Wir hatten im Hochsommer 1 Woche fast ständig Gewitter, deshalb hatten wir die Tour abgebrochen und ich habe sie dann im Spätsommer allein beendet. Es war auch zu heiß. Nach der Erfahrung würde ich den Hochsommer in den Alpen meiden - auch wegen der vielen Wanderer/Gäste in den Hütten.

Becks
02.01.2016, 10:07
Ich würde mir als erstes eine Route heraussuchen und diese etwas durchkauen. Danach weißt Du wie hoch Du hinaus kommst und wieviele Tage Du Vorräte tragen mußt. Ist das erledigt kannst Du Dir Gedanken über die Ausrüstung und das Packvolumen machen.

K.A. wieviele Tage Du Zeit hast, aber in Punkto alternative Wanderroute durch die Berge (bei Alpenüberquerung kommt da immer gleich der E5 hoch) bei der man nicht wirklich dauernd über Leute stolpert: klick (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/87292-Routenbeschreibung-B1-von-Altst%C3%A4tten-nach-Airolo). An dem Thread muß ich noch etwas basteln, ich habe noch ein paar Abschnitte und Alternativen auf dem Weg erkundet.