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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vom Königssee bis Bozen im Juni/Juli 2016



Angliru
06.12.2015, 10:18
Hallo zusammen!

Da ich im Sommer 2016 die Möglichkeit habe, 4 Wochen am Stück Urlaub zu machen, plane ich eine längere Wandertour in den Alpen. Dabei hat es mir insbesondere der Reiz einer Alpenüberquerung angetan, jedoch möchte ich die Wanderautobahnen E5 oder München-Venedig meiden. Erfahrung in den Alpen ist durch eine Dolomitenüberquerung (Compatsch -> Prags) vorhanden, jedoch möchte ich Kletterabschnitte, längere Drahtseilstellen oder Gletscherüberquerung meiden. So hat es mich einige Zeit gekostet, doch habe ich einen interessanten Weg vom Königssee bis nach Bozen erarbeitet.

Jedoch stellen sich mir noch einige Fragen hinsichtlich der Machbarkeit mancher Stellen. Geplant ist der Start am 20.Juni, was bedeutet, dass in höheren Lagen noch Schnee vorhanden sein kann, z.B. am Kapruner Törl. Zudem ist der Übergang vom Virgental zum Defereggental kaum beschrieben.

Grundlegende körperliche Fitness ist vorhanden, allerdings habe ich darauf geachtet, dass die einzelnen Tagesabschnitte alle machbar sind und keine Marathon-Tage dabei sind. Im Schnitt sind es ca. 13km pro Tag mit 700hm Aufstieg. Übernachtung in Hütten/Almen oder im Tal in Pensionen. Ab und zu möchte ich die Hilfe von Busen oder Seilbahnen bei längeren Passagen in Anspruch nehmen, vor allem um Talabschnitte zu überwinden (z.B. im Saalachtal oder im Pustertal) oder für Abstiege.

Hier mal meine Planung, welche ich mit einem Online-Tourenplaner vorgenommen habe. Zahlen und Werte kommen alle von daher. Hat mir schon bei meiner Dolomitentour 2015 sehr gute Hilfe geleistet.

Anreise: Leipzig -> Königsee, Übernachtung im Tal

1.Etappe: Jenner -> Gotzenalm (Aufstieg mit Jennerbahn)
9,6 km; 584hm Aufstieg; 681hm Abstieg

2.Etappe: Gotzenalm -> Wasseralm (via Wildtörl)
9,3 km; 548hm Aufstieg; 821hm Abstieg

3.Etappe: Wasseralm -> Kärlingerhaus (via Halsköpfl)
8,3 km; 631hm Aufstieg; 411hm Abstieg

Die ersten Tage habe ich bewusst kurz gewählt, um die Belastung langsam zu dosieren. Erfahrungsgemäß sind die ersten Höhenmeter für mich Flachländer immer die schwierigsten ;).

4.Etappe: Kärlingerhaus -> Saalfelden (Abstieg nach Maria Alm, von dort mit Bus weiter)
13,5 km; 604hm Aufstieg; 1437hm Abstieg

5.Etappe: Saalfelden -> Pinzgauer Hütte (von Saalfelden mit Bus bis zum Zeller See)
11,7 km; 1259hm Aufstieg; 304hm Abstieg

6.Etappe: Pinzgauer Hütte -> Fürthermoaralm (Abstieg von Schmittenhöhe via Seilbahn nach Schüttdorf)
18,4 km; 1245hm Aufstieg; 198hm Abstieg

7.Etappe: Fürthermoaralm -> Berghotel Rudolfshütte
14,2 km; 1302hm Aufstieg; 816hm Abstieg

8.Etappe: Berghotel Rudolfshütte -> Kalser Tauernhaus (mit Abstecher zum Medelzkopf)
10,2 km; 482hm Aufstieg; 1016hm Abstieg

9.Etappe: Kalser Tauernhaus -> Kals-Matreier-Törl-Haus
12,8 km; 880hm Aufstieg; 432hm Abstieg

10.Etappe: Kals-Matreier-Törl-Haus -> Zunigalm
15,5 km; 934hm Aufstieg; 1284hm Abstieg

11.Etappe: Zunigalm -> Zupalseehütte
12,0 km; 1155hm Aufstieg; 682hm Abstieg

12.Etappe: Zupalseehütte -> St. Jakob in Defereggen
14,4 km; 723hm Aufstieg; 1648hm Abstieg
Laut Planung ist der Weg über Mullitztörl und Gritzer Seen geplant. Kennt jemand den Weg? Hab bis dato nur gefunden, dass der Weg steil, aber machbar sein soll (Tögischer Berg).

13.Etappe: St. Jakob in Defereggen -> Antholz Obertal
22,2 km; 699hm Aufstieg; 797hm Abstieg

14.Etappe: Antholz Obertal -> Onach (Abstieg nach Rasen-Antholz, von dort mit Bus nach Bruneck und nach Onach)
13,0 km; 113hm Aufstieg; 404hm Abstieg

15.Etappe: Onach -> Kreuzwiesenhütte
8,0 km; 1024hm Aufstieg; 233hm Abstieg

16.Etappe: Kreuzwiesenhütte -> Maurerberghütte
11,1 km; 566hm Aufstieg; 359hm Abstieg

17.Etappe: Maurerberghütte -> Gampenalm
11,2 km; 609hm Aufstieg; 673hm Abstieg

18.Etappe: Gampenalm -> Raschötzhütte
14,3 km; 551hm Aufstieg; 444hm Abstieg

19.Etappe: Raschötzhütte -> Tierser Alpl (Abstieg nach Ortisei und Aufstieg auf die Seiser Alm würde ich mir einsparen)
10,4 km; 847hm Aufstieg; 262hm Abstieg

20.Etappe: Tierser Alpl -> Grasleitenpasshütte (via Antermoia-See)
9,3 km; 866hm Aufstieg; 719hm Abstieg

21.Etappe: Grasleitenpasshütte -> Karersee (Durchquerung Rosengarten nach Süden über Rotwandhütte und Paolini-Hütte, ggfls. Abstieg via Seilbahn)
13,3 km; 491hm Aufstieg; 1468hm Abstieg

22.Etappe: Karersee -> Deutschnofen
17,2 km; 295hm Aufstieg; 509hm Abstieg

23.Etappe: Deutschnofen -> Bozen (via Kohlern-Seilbahn)
11,7 km; 281hm Aufstieg; 513hm Abstieg

Abreise von Bozen mit dem Eurocity

Habt ihr Erfahrungswerte zu einzelnen Abschnitten? Hütten, die sich nicht lohnen? Interessante Punkte, die man noch ansteuern könnte?

Mein Ziel war es, möglichst viele unterschiedliche Landschaften zu Gesicht zu bekommen, dazu einige Highlights (rund um Glockner, etc.) mit reinzupacken und das ganze auf einigermaßen vernünftigen Wegen. Ich habe dazu 3 Ruhetage zwischendrin eingeplant, um wieder Kräfte zu sammeln.

Danke für eure Meinungen.

Angliru
14.12.2015, 17:49
Hallo!

Ich habe jetzt als Alternative zu Etappe 13 / 14 als Übergang vom Defereggen-Tal nach Italien anstatt Antholz den Weg über Gsieser Törl oder die Pfoischarte im Blick. Im Gegensatz zu Antholz existiert dort keine Straße, welche das "Wanderambiente" stören könnte, wobei ich die Auslastung des Staller Sattels jetzt nicht kenne.

So wie ich es gesehen habe, ist die Variante Mariahilf -> Pfoischarte -> St. Magdalena überaus attraktiv, vor allem, wenn man den Schwarzsee noch mitnimmt.

War jemand schon mal auf diesen Wegen?

Angliru
20.12.2015, 16:59
Gibt es denn wenigstens irgendeine Meinung dazu? ;)

Wie wahrscheinlich wird es sein, Ende Juni im Steinernen Meer und in den Hohen Tauern auf Schnee zu treffen?

derSammy
20.12.2015, 17:16
Stand heute:

....wo nix is, kann nix bleiben...

;-)

Ansonsten würd mir nix schlaues zu Deiner Tour...ausser vielleicht dass ich die Etappen zu einem Teil erstaunlich kurz finde...auch wenn der "Anpassung" geschuldet sein soll...

blauloke
20.12.2015, 17:24
Gibt es denn wenigstens irgendeine Meinung dazu? ;)

Wie wahrscheinlich wird es sein, Ende Juni im Steinernen Meer und in den Hohen Tauern auf Schnee zu treffen?

Ob und auf wie viel Schnee du auf deiner geplanten Route treffen wirst kann momentan noch niemand sagen. Das hängt davon ab wie sich dieser Winter noch entwickelt.
Ende Juni ist auf jeden Fall eine gute Zeit um wenig Schnee zu haben. Schneefelder wirst du vermutlich überqueren müssen. Da sind Wanderstöcke sehr zu empfehlen.

Du hast deine Tour ja schon sehr detailliert ausgearbeitet. Sei dir bewusst, dass du sie auf keinen Fall in der geplanten Form durch führen kannst. Es wird etwas dazwischen kommen, sei es Regen, Überlastung oder auch, dass du mal zwei Etappen an einem Tag machst weil du dich so gut fühlst. Informiere dich über sämtlich Übernachtungsmöglichkeiten entlang deiner Strecke damit du flexibel um planen kannst.

Von meiner persönlichen Einstellung her muss ich deinen Plan "langweilige Talstrecken" mit dem Bus zu überbrücken kritisieren. Auch diese Strecken gehören mMn zu einer Alpenüberquerung. Aber das musst du selbst entscheiden.

Flachlandtiroler
20.12.2015, 17:30
Ich habe jetzt als Alternative zu Etappe 13 / 14 als Übergang vom Defereggen-Tal nach Italien anstatt Antholz den Weg über Gsieser Törl oder die Pfoischarte im Blick. Im Gegensatz zu Antholz existiert dort keine Straße, welche das "Wanderambiente" stören könnte, wobei ich die Auslastung des Staller Sattels jetzt nicht kenne.

So wie ich es gesehen habe, ist die Variante Mariahilf -> Pfoischarte -> St. Magdalena überaus attraktiv, vor allem, wenn man den Schwarzsee noch mitnimmt.

War jemand schon mal auf diesen Wegen?
Naja, im Prinzip schon... nützt Dir aber wahrscheinlich nix :grins:
Vor vielleicht dreissig Jahren war ich mal im Gsieser Törl und auf dem D'er Pfannhorn. Schöner Dolomitenblick, blühende Bergwiesen, sonst habe ich kaum noch Erinnerungen daran.
In Sankt Magdalena und im Gsieser Tal waren wir mal zum Skilanglauf, ein ruhiges Sacktal mit schöner Talloipe.
Dito Staller Sattel: Im Winter ist das Sträßchen nur südseitig teilgeräumt und bietet eine wunderbare Wanderung mit sagenhaftem Blick auf die riesigen Abstürze von Hoch- und Wildgall.
Auch im Sommer ist der Staller Sattel ja nur ein Ausflugsträßchen (die Südrampe hat Einbahnregelung), denke nicht dass das überlaufen ist. Insgesamt ist aber das Gsieser Tal sicher ruhiger als das Antholzer. Aber die eindrucksvolleren Berge sind im Antholzer Tal.

Flachlandtiroler
20.12.2015, 17:36
Von meiner persönlichen Einstellung her muss ich deinen Plan "langweilige Talstrecken" mit dem Bus zu überbrücken kritisieren. Auch diese Strecken gehören mMn zu einer Alpenüberquerung. Aber das musst du selbst entscheiden.
Das sehe ich genauso. Klar kann das jeder nach Gusto entscheiden und diese "Überquerungen" sind ja wohl auch deswegen so beliebt, weil man situativ beliebig viel "pfuschen" kann. :baetsch:
Ein allgemeiner, ernsterer Aspekt steckt aber doch dahinter: Je mehr ich Tourist zusätzliche Infrastruktur (also nicht den Talbus, sondern den Sessellift oder das Hüttentaxi) nutze, desto weiter werden unsere schönen Alpentäler zu "langweiligen Talstrecken". Wer will schon noch die breite Höfestraße rauswandern, zumal wenn er noch ständig von stinken Touristen-PKW überholt wird. :roll:

Angliru
20.12.2015, 20:13
Vielen Dank schonmal für die Rückmeldungen :)


Ansonsten würd mir nix schlaues zu Deiner Tour...ausser vielleicht dass ich die Etappen zu einem Teil erstaunlich kurz finde...auch wenn der "Anpassung" geschuldet sein soll...

Ja, das ist mir bewusst, dass die Etappen teilweise recht kurz ausfallen (auf dem Papier). Aber ich hab dann lieber erstmal die sichere Variante, dass ich diese ohne Probleme schaffe und alles weitere dann entscheiden kann, als wenn ich mir jetzt einen zu sportlichen Zeitplan auferlege, der dann innerhalb von wenigen Etappen wie ein Kartenhaus im Orkan zusammenfällt. Interessante Abstecher werde ich ja sicherlich finden, um die Route noch zu ergänzen, wenn ich da noch Körner bzw. Lust dazu habe. Dazu will ich viel fotografieren und ein wenig filmen unterwegs und diesen Sommer habe ich gemerkt, dass mir die Lust dies zu machen, vergeht, wenn ich einen zu strammen Plan habe.


Ob und auf wie viel Schnee du auf deiner geplanten Route treffen wirst kann momentan noch niemand sagen. Das hängt davon ab wie sich dieser Winter noch entwickelt.
Ende Juni ist auf jeden Fall eine gute Zeit um wenig Schnee zu haben. Schneefelder wirst du vermutlich überqueren müssen. Da sind Wanderstöcke sehr zu empfehlen.

Schade, hätte gedacht, jemand kann mir das Wetter für den Sommer schon prognostizieren ;-). Völlig klar, muss man dann einfach vor Ort sehen, aber ich hatte in einem Tourenbericht über das Kapruner Törl (welches ebenfalls Ende Juni war) gesehen, dass noch einige Schneefelder vorhanden waren.


Du hast deine Tour ja schon sehr detailliert ausgearbeitet. Sei dir bewusst, dass du sie auf keinen Fall in der geplanten Form durch führen kannst. Es wird etwas dazwischen kommen, sei es Regen, Überlastung oder auch, dass du mal zwei Etappen an einem Tag machst weil du dich so gut fühlst. Informiere dich über sämtlich Übernachtungsmöglichkeiten entlang deiner Strecke damit du flexibel um planen kannst.

Oh ja, da stimme ich dir definitiv zu. Das ist jetzt erstmal meine grobe Richtung, damit ich weiß, wie ich von A (Königssee) bis B (Bozen) komme. Ich liebe diese Planungsphase, überall schauen, was man machen kann, Berichte von anderen lesen, für sich die perfekte Route zusammenzustellen und dann allerhand Alternativen einzurichten. Wie schnell ein Plan zerbersten kann, hab ich im Sommer in den Dolomiten erfahren, als wir eigentlich von Compatsch kommend bis zu den Drei Zinnen wollten, aber dann kurzerhand am Pragser Wildsee ausgestiegen sind, weil der Schuh meines Begleiters mit Beginn der Fanes kaputt ging.

Das positive aus meiner Sicht ist, dass ich, sobald ich einmal in Italien bin, jederzeit innerhalb eines Tages nach Bozen kann - also dort sehr flexibel agieren kann.



Von meiner persönlichen Einstellung her muss ich deinen Plan "langweilige Talstrecken" mit dem Bus zu überbrücken kritisieren. Auch diese Strecken gehören mMn zu einer Alpenüberquerung. Aber das musst du selbst entscheiden.

Das hab ich vielleicht etwas unsauber rübergebracht. Für mich steht nicht der Aspekt der "Überquerung" im Mittelpunkt, sondern eher das Erlebnis, jederzeit diese wunderschöne Landschaft zu genießen und abseits des alltäglichen, menschengemachten Trubels mich niederzulassen. Das positive an der geplanten Route ist für mich, dass ich damit viele unterschiedliche Ausblicke genießen darf. Angefangen vom Blick über den Königssee zum Watzmann mit dem Ende in den Dolomiten. Das in einer Tour durchzuführen, finde ich einfach schön. Inwiefern ich da jetzt mal einen Bus nehme, um mir 10km Talwanderung von Saalfelden zum Zeller See "zu ersparen", muss ich dann einfach vor Ort entscheiden. Vielleicht geht es mir ja auch blendend und ich genieße das Panorama so sehr, dass ich das einfach laufe. Eventuell regnet es, die Laune ist im Keller, dann freue ich mich wohl mehr darauf, mir das Stück zu ersparen. In diesem Sinne mag ich es, dass ich dort Optionen habe. Wie das ganze dann ausschauen wird, werde ich dann vor Ort entscheiden :cool:.



Vor vielleicht dreissig Jahren war ich mal im Gsieser Törl und auf dem D'er Pfannhorn. Schöner Dolomitenblick, blühende Bergwiesen, sonst habe ich kaum noch Erinnerungen daran.
In Sankt Magdalena und im Gsieser Tal waren wir mal zum Skilanglauf, ein ruhiges Sacktal mit schöner Talloipe.
Dito Staller Sattel: Im Winter ist das Sträßchen nur südseitig teilgeräumt und bietet eine wunderbare Wanderung mit sagenhaftem Blick auf die riesigen Abstürze von Hoch- und Wildgall.
Auch im Sommer ist der Staller Sattel ja nur ein Ausflugsträßchen (die Südrampe hat Einbahnregelung), denke nicht dass das überlaufen ist. Insgesamt ist aber das Gsieser Tal sicher ruhiger als das Antholzer. Aber die eindrucksvolleren Berge sind im Antholzer Tal.

Danke - besonders der Abschnitt über den Staller Sattel. Hätte jetzt nicht soviel Lust, neben einer stark befahrenen Passstraße zu wandern. Wobei es wahrscheinlich immer noch angenehmer ist, als den halben Sella-Pass am Straßenrand runterzulaufen ;-). Auf den Bildern sieht die Gegend dort oben wirklich fantastisch aus.

Monika
21.12.2015, 10:01
Die Hütten am Königssee sind gerade am Wochenende schnell ausgebucht ...
hier vielleicht rechtzeitig buchen.

Zu der restlichen Strecke kann ich leider nichts sagen - ich finde sie klingt nicht schlecht.


Monika

Angliru
10.01.2016, 21:11
Die Hütten am Königssee sind gerade am Wochenende schnell ausgebucht ...
hier vielleicht rechtzeitig buchen.

Zu der restlichen Strecke kann ich leider nichts sagen - ich finde sie klingt nicht schlecht.


Monika

Danke für den Tipp. Dadurch, dass ich noch vor den Sommerferien starte (Ende Juni) und den Königssee unter der Woche passiere (Dienstag - Donnerstag), hoffe ich auf nicht so viel Verkehr. Nichtsdestotrotz werde ich sicherlich die ersten Übernachtungen reservieren.

Ich habe jetzt eine Etappe optimiert. Anstatt von Maria Alm zur Pinzgauer Hütte zu gehen, bietet sich der Weg zum Hundstein und demzufolge die Übernachtung im Statzerhaus an. Von dort dann Richtung Kaprun. Dahingehend entfällt auch ein längeres Talstück.


Zwei Fragen sind jetzt noch aufgetaucht:

1. Der Übergang vom Kärlingerhaus nach Maria Alm ist entweder über die Ramseider Scharte sowie über die Buchauer Scharte möglich. Was ist empfehlenswerter? Habe schon gelesen, dass die Ramseider Scharte teilweise versichert ist. Dementgegen steht der Vorteil, vor dem Abstieg noch mal den Tank im Riemannhaus aufzufüllen.

2. Übernachtungsmöglichkeit am Obersee/Antholzer See? Hat da jemand eine Empfehlung? Scheinbar gibt es dort direkt keine Hütte mit Übernachtungsmöglichkeit, laut Internet sind es wohl alles reine Verpflegungshütten (Oberseehütte, Enzianhütte, Steinzgeralm). Alternative wäre dann eine Pension oder "zur Not" ein Hotel in Antholz (z.B. Wildgall). Weitere Möglichkeit wäre vorher der Weg über Patscher Hütte zur Barmer Hütte, dort oben Übernachtung und dann nächsten Tag über Riepenscharte runter ins Tal.

Angliru
24.03.2016, 09:06
Hallo zusammen,

inzwischen sind es nur noch 3 Monate, die Vorfreude auf meine Tour steigt langsam. In der Zwischenzeit habe ich mir nochmal länger Gedanken um die Strecke gemacht und mich dafür entscheiden, nicht südlich nach Bozen zu wandern, sondern einen längeren Weg durch Österreich in Angriff zu nehmen, um letzten Endes nach Innsbruck zu gelangen.

Somit ist jetzt folgender Weg geplant (zzgl. 3 flexiblen Ruhetagen):

Anfahrt: Jennerbahn -> Carl-von-Stahl-Haus
1. Carl-von-Stahl-Haus -> Wasseralm (12,6 km; 975hm hoch, 1281hm runter)
2. Wasseralm -> Kärlingerhaus (8,1 km; 634hm hoch, 414hm runter)
3. Kärlingerhaus -> Maria Alm (13,1 km; 598hm hoch, 1425hm runter)
4. Maria Alm -> Statzerhaus (10,0 km; 1306hm hoch)
5. Statzerhaus -> Kesselfall Alpenhaus (27,8 km; 392hm hoch, 1460hm runter)
6. Kesselfall Alpenhaus -> Fürthermoaralm (6,3 km; 881hm hoch, 118hm runter)
7. Fürthermoaralm -> Rudolfshütte (14,6 km; 1359hm hoch, 882hm runter)
8. Rudolfshütte -> Kalser Tauernhaus (8,4 km; 263hm hoch, 786hm runter)
9. Kalser Tauernhaus -> Kals-Matreier-Törl-Haus (15,7 km; 878hm hoch, 431hm runter)
10. Kals-Matreier-Törl-Haus -> Zunigalm (17,2 km; 1015hm hoch, 1365hm runter)
11. Zunigalm -> Zupalseehütte (12,0 km; 1169hm hoch, 686hm runter)
12. Zupalseehütte -> Lasörlinghütte (6,7 km; 359hm hoch, 416hm runter)
13. Lasörlinghütte -> Reichenberger Hütte (9,8 km; 1048hm hoch, 740hm runter)
14. Reichenberger Hütte -> Clarahütte (10,0 km; 339hm hoch, 883hm runter)
15. Clarahütte -> Vorderes Umbaltörl -> Kasern (14,5 km; 926hm hoch, 1373hm runter)
16. Kasern -> Plauener Hütte (10,8 km; 1218hm hoch, 444hm runter)
17. Plauener Hütte -> Mayrhofen (23,0 km; 334hm hoch, 2034hm runter)
18. Mayrhofen -> Schlegeisspeicher (Bus)
19. Schlegeisspeicher -> Olpererhütte (4,0 km; 624hm hoch, 10hm runter)
20. Olpererhütte -> Geraer Hütte (7,8 km; 861hm hoch, 936hm runter)
21. Geraer Hütte -> Tuxer-Joch-Haus (9,0 km; 852hm hoch, 881hm runter)
22. Tuxer-Joch-Haus -> Lizumer Hütte (11,3 km; 886hm hoch, 1172hm runter)
23. Lizumer Hütte -> Glungezerhütte (14,2 km; 1223hm hoch, 630hm runter)
24. Glungezerhütte -> Patscherkofelhaus (7,6 km; 245hm hoch, 894hm runter)
25. Patscherkofelhaus -> Innsbruck (Seilbahn, Bus)

Warum diese Variante? Ich vermeide dadurch längere Talstrecken, die ich auf dem anderen Weg gehabt hätte. Dazu sind die Strecken absolutes Neuland für mich, während ich in den Dolomiten erst letztes Jahr unterwegs war. Zudem erscheint mir der Weg am Alpenhauptkamm noch ein Stück weit attraktiver, ständig die Gletscher im Blick. Nicht zuletzt spielt auch der finanzielle Aspekt eine kleine Rolle, die Übernachtungen sind vermehrt in AV-Hütten und bis auf drei Tage vermeide ich Übernachtungen im Tal.

Bzgl. der Ausrüstung bin ich insbesondere bei der Kleidung noch am Grübeln. Eine etwas dickere Softshelljacke scheint aufgrund des frühen Zeitraums (Start 20.Juni) wohl nicht verkehrt zu sein, mehrmals bin ich oberhalb von 2500m unterwegs, teilweise bis an die 3000m heran (Vorderes Umbaltörl, Alpeiner Scharte). Aufgrund der Länge der Tour macht es Sinn, auf alles vorbereitet zu sein, ich will aber auch nicht zu viel rumschleppen...

Donik
07.04.2016, 16:40
Bzgl. der Ausrüstung bin ich insbesondere bei der Kleidung noch am Grübeln. Eine etwas dickere Softshelljacke scheint aufgrund des frühen Zeitraums (Start 20.Juni) wohl nicht verkehrt zu sein, mehrmals bin ich oberhalb von 2500m unterwegs, teilweise bis an die 3000m heran (Vorderes Umbaltörl, Alpeiner Scharte). Aufgrund der Länge der Tour macht es Sinn, auf alles vorbereitet zu sein, ich will aber auch nicht zu viel rumschleppen...

Na dann poste mal deine Packliste, die 20kg deiner Dolomitentour lassen sich doch sicher minimieren :)

Angliru
07.04.2016, 18:39
Für die Kleidung würde ich wie folgt planen - ich hoffe, ich vergesse nix:

2 Microfaser-T-Shirts
2 kurze Hosen (ich laufe ab +5 Grad in kurzen Hosen)
2 Unterhosen
1 dickere Softshell-Jacke
1 dünne Jacke (klein, faltbar, wiegt kaum was)
1 Regenhose (wird auch genutzt bei sehr kalten Wetter)
1 sonstiges Shirt und Schlafhose (auf der Hütte will ich nicht in den Wanderklamotten pennen)
1 Wanderschuhe
1 Flip-Flops (für die Hütte)
1 Handschuhe
1 Wintermütze
1 Sonnenmütze (bin sehr anfällig für Sonnenbrand, daher ein Muss)
1 Sonnenbrille
1 Trekkingstöcke

Da noch das übliche:
2 Wasserflaschen
Bad- und Wäschezeug (Duschbad, Nagelschere, Pflaster, Sonnencreme, Voltaren, Microfaser-Handtuch)
Hüttenschlafsack, Regenüberzug für den Rucksack
Wanderkarten

technischer Kram:
Spiegelreflexkamera mit 2 Objektiven (Weitwinkel + Standard-Zoom), Reserveakkus, Ladegerät, Stativ, Filter
Notfallhandy und Tablet (zum Lesen)


Das ist das, was mir jetzt spontan einfällt.

qwertzui
07.04.2016, 20:50
Ist die kleine faltbare Jacke eine Regenjacke? Ansonsten fehlt der Regenschutz. Die Softshelljacke ist weniger variabel als ein Fleece und eine leichte Regenjacke, aber das ist Geschmackssache. Erzähl malwas im Waschzeug ist, da ist oft am meisten Gewicht versteckt.
Eine Hose sollte reichen, Die Schlaflose sollte gleichzeitig als Wärmereserve und Hüttenhose dienen (skiunterhose)
Hört sich aber schon ganz gut an. Wo sind die 20 kg?

Angliru
08.04.2016, 07:35
Ist die kleine faltbare Jacke eine Regenjacke? Ansonsten fehlt der Regenschutz. Die Softshelljacke ist weniger variabel als ein Fleece und eine leichte Regenjacke, aber das ist Geschmackssache. Erzähl malwas im Waschzeug ist, da ist oft am meisten Gewicht versteckt.
Eine Hose sollte reichen, Die Schlaflose sollte gleichzeitig als Wärmereserve und Hüttenhose dienen (skiunterhose)
Hört sich aber schon ganz gut an. Wo sind die 20 kg?

Nun, die dünne Jacke hält ein wenig Regen ab, ist aber bei stärkeren Schauern unbrauchbar. Daher die Softshell, wobei dies explizit eine Winter Softshell ist - d.h. entsprechend wassergeschützt ist sie. Trage sie auch die letzten Winter schon durchgehend und habe auch bei stärkeren Niederschlag noch nie Probleme gehabt. Daher würde ich mir eine eigenständige Regenjacke sparen, da ich mit der Jacke den unteren Temperaturbereich sowie starken Niederschlag abdecke.

Waschzeug = Duschbad, Zahnbürste, Zahncreme, Sonnencreme, 1 Handtuch, Pflaster, Nagelschere, evtl. noch ein kleines Deo für die "harten" Tage ;).

Im Vergleich zum vergangenen Jahr würde ich halt einiges einsparen. Zum einen ein leichteres Stativ (das ist schon mal gut 1 kg, was ich einspare). Dann würde ich meine grandiose Idee verwerfen, die ich hatte, als ich mir letzten Sommer ein zweites Paar Schuhe mitgenommen hatte. Waren keine Trekkingschuhe, sondern meine Laufschuhe, ich dachte, ich kann sie häufiger tragen. Die sind zwar recht leicht und es war am Ende auf Asphalt auch ganz angenehm, aber die lass ich diesmal zu Hause. Bücher werden durch das Tablet ersetzt.

qwertzui
08.04.2016, 08:43
Wintersoftshell mit kurzer Hose ist aber ein ziemlich ungewöhnliches Konzept. Hat sich das in der Praxis für dich schon bewährt?

Angliru
08.04.2016, 09:17
Wintersoftshell mit kurzer Hose ist aber ein ziemlich ungewöhnliches Konzept. Hat sich das in der Praxis für dich schon bewährt?

Dafür soll ja noch eine lange Hose mit ;).

st1xoo
08.04.2016, 09:20
Hallo Angliru, ich würde dir empfehlen die Alpeiner Scharte im Abstieg zur Geraer Hütte möglichst nicht alleine zu gehen. Dort ist ein sehr hohes Steinschlagrisiko. Der Boden besteht aus sehr(!) losem Geröl ist äusserst rutschig. Ich war Juli 2015 dort (in Gegenrichtung).
Der Weg in dein Aufstieg zur Alpeiner Scharte (also noch vor der Scharte) war im Juli 2015 an mehreren Stellen durch großes Blockwerk verschüttet. Ich war dort im Abstieg. Von oben betrachtet konnte man den Weg gerade so noch ausmachen. Von unten betrachtet (also für dich) stelle ich mir das aber als sehr schwierig vor (wobei ich natürlich nicht so sehr auf die Markierungen "nach oben" geachtet habe! Dein Aufstieg geht über große, teilweise lose Blöcke.
Erkundige dich am Besten vorher beim Wirt der Olperer oder ruf bei der Geraer an und frage nach dem Zustand des Weges.
Ansonsten viel Spaß, dieser Abschnitt ist ein echtes Highlight!

mitreisender
08.04.2016, 10:43
Ab und zu möchte ich die Hilfe von Busen

Danke für eure Meinungen.

Wer von uns Jungs möchte das nicht :ignore: Sorry. Konnte nicht widerstehen. Famoser Tippfehler :bg:

Finde die Etappen absolut ok von der Länge.

Donik
08.04.2016, 18:13
2 kurze Hosen, 1 lange Hose und eine Regenhose finde ich persönlich totalen Overkill. 1 kurze Hose + ordentliche Ziphose wäre doch eine gute Kombi bei der du eine ganze Hose einsparst. Ich selbst würde wohl nur mit einer langen Hose (wenn dir wirklich so schnell warm wird, eben Ziphose) gehen. Als Hüttenhose hab ich eine ganz leichte Seidenhose mit, die falls es zu kalt wird mit langer Unterhose ergänzt wird. (Die kann ich im Notfall auch mit der Regenhose draußen anziehen) Schlafen tu ich aber immer nur in Unterwäsche, das erspart mir dann auch das zusätzliche Tshirt.

Statt dem Tablet habe ich entweder ein paar kleine Reclamhefte mit, die ich dann wenn sie ausgelsen sind auf der Hütte lasse oder mein Kindle, das leichter ist als die meisten Tablets und schon sehr billig zu haben ist. Das was das Tablet sonst noch kann, kann mein Smartphone auch.

Statt dem Standardzoom (geh ich gehe mal davon aus das es etwas im Bereich vom 18-50mm liegt) könnte man eventuell auch eine leichtere Festbrennweite nehmen, da du unten rum ja eh ein WW-Zoom hast.

Ahja, eine Wintersoftshell wäre auch mir zu schwer, Hardshell + Primaloft/Fleece ist imo viel variabler. Vor allem klingt die dünne Jacke ziemlich umsonst. Die ist also für die Momente wo es wenig regnet, aber zu warm für die Dicke Jacke ist?

Aber sonst sieht die Packliste ja ganz vernünftig aus.

Angliru
09.04.2016, 11:33
Wer von uns Jungs möchte das nicht :ignore: Sorry. Konnte nicht widerstehen. Famoser Tippfehler :bg:

Finde die Etappen absolut ok von der Länge.

:bg: Upps.



2 kurze Hosen, 1 lange Hose und eine Regenhose finde ich persönlich totalen Overkill. 1 kurze Hose + ordentliche Ziphose wäre doch eine gute Kombi bei der du eine ganze Hose einsparst. Ich selbst würde wohl nur mit einer langen Hose (wenn dir wirklich so schnell warm wird, eben Ziphose) gehen. Als Hüttenhose hab ich eine ganz leichte Seidenhose mit, die falls es zu kalt wird mit langer Unterhose ergänzt wird. (Die kann ich im Notfall auch mit der Regenhose draußen anziehen) Schlafen tu ich aber immer nur in Unterwäsche, das erspart mir dann auch das zusätzliche Tshirt.

Da hab ich mich ungenau ausgedrückt. Lange Hose = Regenhose. Ich will nur eine lange Hose mitnehmen, die eben für den kälteren Temperaturbereich sowie für Regen genutzt werden soll. Ob nun 1 oder 2 kurze Hosen, muss ich noch überlegen ;).


Statt dem Tablet habe ich entweder ein paar kleine Reclamhefte mit, die ich dann wenn sie ausgelsen sind auf der Hütte lasse oder mein Kindle, das leichter ist als die meisten Tablets und schon sehr billig zu haben ist. Das was das Tablet sonst noch kann, kann mein Smartphone auch.

Ich werde in den 4 Wochen wohl relativ viel lesen, daher tendiere ich schon in Richtung elektronischer Begleiter. Mein Tablet wiegt 390g, ist damit zwar nicht so leicht wie ein Kindle, aber ich hab schon darauf geachtet, dass ich ein eher leichteres Gerät besitze.



Statt dem Standardzoom (geh ich gehe mal davon aus das es etwas im Bereich vom 18-50mm liegt) könnte man eventuell auch eine leichtere Festbrennweite nehmen, da du unten rum ja eh ein WW-Zoom hast.

Kombination sieht wie folgt aus: 10-18 mm für den richtigen Weitwinkelbereich und das 24-105 mm als Standardzoom (geniales Objektiv!). Damit war ich letztes Jahr auch unterwegs und es hat sich gut bewährt. Ich muss mich schon einschränken um mein geliebtes 70-200 4L IS zu Hause zu lassen. Aber für die wenigen Einsatzmöglichkeiten lohnt sich das Zusatzgewicht (knapp 1kg) nicht. Dazu noch ND- und Polfilter, wobei die ja nix wiegen. Beim Stativ tendiere ich zu einem Sirui T-005X, das zusammen mit Kugelkopf ca. 1kg wiegt.



Ahja, eine Wintersoftshell wäre auch mir zu schwer, Hardshell + Primaloft/Fleece ist imo viel variabler. Vor allem klingt die dünne Jacke ziemlich umsonst. Die ist also für die Momente wo es wenig regnet, aber zu warm für die Dicke Jacke ist?

Korrekt, die dünne Jacke soll den Bereich abdecken, wenn es fürs Shirt zu kalt, aber noch nicht zu kalt ist ;). Die wiegt halt wirklich nix und nimmt auch keinen Platz weg. Die Kombination Hardshell + Fleece muss ich mal austesten. Das hieße dann Zwiebelprinzip, wenn es richtig kalt wird?



Hallo Angliru, ich würde dir empfehlen die Alpeiner Scharte im Abstieg zur Geraer Hütte möglichst nicht alleine zu gehen. Dort ist ein sehr hohes Steinschlagrisiko. Der Boden besteht aus sehr(!) losem Geröl ist äusserst rutschig. Ich war Juli 2015 dort (in Gegenrichtung).
Der Weg in dein Aufstieg zur Alpeiner Scharte (also noch vor der Scharte) war im Juli 2015 an mehreren Stellen durch großes Blockwerk verschüttet. Ich war dort im Abstieg. Von oben betrachtet konnte man den Weg gerade so noch ausmachen. Von unten betrachtet (also für dich) stelle ich mir das aber als sehr schwierig vor (wobei ich natürlich nicht so sehr auf die Markierungen "nach oben" geachtet habe! Dein Aufstieg geht über große, teilweise lose Blöcke.
Erkundige dich am Besten vorher beim Wirt der Olperer oder ruf bei der Geraer an und frage nach dem Zustand des Weges.
Ansonsten viel Spaß, dieser Abschnitt ist ein echtes Highlight!

Vielen Dank für den Hinweis. Die Überschreitung der Alpeiner Scharte wäre grundsätzlich nur dann machbar, wenn alles perfekt läuft und ich meinen Zeitplan halte. Ab Mayrhofen würde ich dann sowieso schauen, wieviel Zeit ich noch habe, und welche Route ich schlußendlich bis Innsbruck einschlage. Gäbe ja noch mehr Möglichkeiten (Friesenbergscharte oder über Hintertux direkt zum Tuxer-Joch-Haus). Ich bin sowieso eher jemand von der vorsichtigeren Sorte und will mir nix beweisen, von daher werde ich da schon sehr drauf achten, was die Kenner unterwegs erzählen.

Angliru
30.05.2016, 19:28
Inzwischen sind es nur noch 3 Wochen - ich fühl mich wie früher als kleiner Junge in der Adventszeit, wo man nach jedem Aufstehen weiß, dass der große Tag ein wenig näher rückt.

Ich hab meine Packliste inzwischen aufgestellt, wäre toll, wenn jemand noch meine Meinung dazu hat. Irgendwie bewege ich mich gefühlt wieder auf die 20kg zu :D

Kleidung:
- (dicke) Softshelljacke
- (dünnere) Jacke
- 2 Funktionsshirts
- 2 Funktionsunterhosen
- 2 kurze Hosen
- lange Regenhose
- 2 Paar Falke-Socken
- Meindl-Wanderschuhe (Air Revolution 4.1)
- Flip-Flops für die Hütte
- Sonnenhut
- Wintermütze
- Handschuhe
- Trekkingstöcke
- Sonnenbrille
- Schlafklamotten (dünnes Shirt + Unterhose)

Kamera:
- Canon DLSR + Batteriegriff
- 24-105mm
- 10-18mm
- Filter (Pol, ND)
- 4 Reserveakkus
- Ladegerät
- 5 Speicherkarten
- Stativ Sirui T-005X (1,0kg mit Kopf)

Waschzeug/Gesundheit:
- großes Microfaserhandtuch
- Zahnbürste + Zahncreme
- 2in1-Duschgel
- kleine Tube Rei
- Pflaster (Blasen + normale)
- Voltaren-Salbe
- Nagelschere
- Ohropax
- kleines Deo
- Sonnencreme
- Micropur Forte Tabletten
- Packung Taschentücher

Kleinzeug:
- Wanderkarten
- Tablet
- Handy
- Kopfhörer
- Ladekabel
- 2 Wasserflaschen (Alu, 1l)
- Hüttenschlafsack
- Regenüberzug für Rucksack
- Stirnlampe
- kleiner Block + Stift
- Kohle, Ausweise,...


Jackentechnisch habe ich das nun ausprobiert und bin mit der Kombination sehr zufrieden. Die etwas dünnere Jacke passt da wunderbar, wo es nur für Shirt zu kalt ist. Für alles härtere kommt dann die dickere Softshell ins Spiel (eigentlich als Winter-Softshell angepriesen, ist aber für wirklich harten Winter doch zu dünn), die sehr gut wind- und wasserabweisend ist. Fleece kommt nicht mit, da die mit Schweiß nicht so gut klar kommt. Die 2 kurzen Hosen erscheinen eine zu viel, aber da ich an den Beinen nur sehr wenig friere, sind mir zwei Stück da schon lieber. Die Regenhose dann als universelles Kleidungsstück für Regen und Kälte.

Waschzeug im Endeffekt sehr ähnlich wie vergangenes Jahr, auf das Rei würde ich nicht verzichten wollen, da etwas angenehmer Duft aller paar Tage den Klamotten sicherlich gut tun wird.


Hier nochmal meine Route als Grafik mit Höhenprofil:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Karte20.JPG

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Profil2.JPG