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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Abschleppseil" für Kanu und Kajak



Linnaeus
24.09.2015, 17:16
Hallo,

wollte mir ein "Abschleppseil" bauen, an das ich ein Kanu/ Kajak mit Kindern, die nicht so paddelkräftig sind, anhängen kann.

Klar, dass da eine Stretchkomponente drin sein muss, damit es nicht regelmäßig einen heftigen Ruck gibt.

Ist denn so ein Expanderseil (http://www.schnurhaus-onlineshop.de/epages/15508078.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/15508078/Products/10MOGPEb/SubProducts/10MOGPEb-001)mit 10mm geeignet und in welcher Länge sollte man den Stretchanteil nehmen?

Danke für jeden Rat!

Serienchiller
24.09.2015, 22:46
Ich glaube ein richtiges Gummiseil muss es nicht sein. Die Boote sind ja beide nicht fest verankert, sondern können sich auf dem Wasser frei bewegen, deswegen dürfte der Ruck meiner Meinung nach nicht so schlimm sein.

Ich würde sowas hier nehmen:

http://www.regattashop24.de/Liros-Handy-Elastic-8mm-weiss-mit-Kf-schwarz-rot-schwarz

Seile aus dem Bootsbereich finde ich eh klasse, die sind robust, lassen sich gut knoten und es gibt alle möglichen Materialien und Stärken. Deswegen benutze ich die nicht nur auf dem Wasser, sondern auch sonst für alles.

Wenn du eh schon bestellst, schau mal nach "Regatta 2000". Das ist ein Hightech-Seil mit Dyneema-Kern das wirklich sehr viel aushält und extra nicht dehnbar ist. Damit ist es perfekt als Wäsche- oder Abspannleine (weil es nicht durchhängt), ich nehme dafür immer die 2mm dicke Version. 4mm nehme ich für meine Hängematte.

Zu dem Shop kann ich sagen dass ich da bisher immer sehr zufrieden war. Lieferung schnell und so wie bestellt, Telefonkontakt freundlich und kompetent. Aber: Ich bekomme ziemlich viel Spam auf der Email-Adresse, die ich für den Shop nutze. Mit Sicherheit keine Absicht und vielleicht auch nur Zufall, aber ich würde trotzdem nicht meine Haupt-Email-Adresse da angeben.

Griffon
25.09.2015, 00:42
Aber schwimmfähig sollte es sein.

Serienchiller
25.09.2015, 02:42
Schwimmfähig sind vor allem PP und PE (Dyneema). PP ist das typische Material für billiges Baumarktseil: Relativ steif, schlecht zu knoten, geringe Reißfestigkeit (hier nicht so wichtig). Dyneema ist überhaupt nicht dehnbar und nacktes Dyneema ohne Mantel lässt sich auch schlecht knoten (die Knoten halten nicht, weil das Material so "rutschig" ist). Beides nicht ideal, aber wenn Schwimmfähigkeit wichtig ist, würde ich einfach ein billiges PP-Seil aus dem Baumarkt nehmen.

windriver
25.09.2015, 07:02
Hi , wir haben für Schleppaktionen irgendein x-beliebiges Seil verwendet . Der Ruck ist auf dem Wasser nicht so problematisch und schwimmen muss es auch nicht . Manchmal haben wir eine Zeltleine genutzt , ging problemlos. Viel wichtiger ist eine Paniksicherung , um die Boote im Notfall sofort wieder trennen zu können.
Es gibt auch fertige Schleppsysteme zu kaufen , Prijon hat sowas , glaube ich , im Angebot .
MfG , windriver

Linnaeus
25.09.2015, 10:31
Hab schon ein paar mal geschleppt und fand das mit dem Ruck nicht so toll. (Nervt halt, auch wenn er nicht stark ist.)

Für meine Bedürfnisse scheint Serienchillers Voschlag das Optimum zu sein. (Prijon-Lösung ist mir halt zu teuer.)
Zitat:
... durch die besondere Konstruktion und den Einsatz hochelastischer Fasern kann die Leine auch in extremen Situationen ohne Ruckdämpfer verwendet werden

Danke euch, auch für die anderen Tipps zu Schwimmfähigkeit und Paniköffnung.

Vielleicht hat jemand noch eine Idee zu dieser Schnellöffnung bzw. den Anknüpfpunkten generell (Knoten, Karabiner o.ä.)?

Serienchiller
25.09.2015, 15:11
Ich würde eine Schlaufe machen (z.B. mit einem Palstek) und dann wie auf den Fotos mit einem Hering als Sicherungsbolzen festknoten:

http://imgur.com/gallery/G2D2I

Wenn du nicht gut an den Knoten kommst, würde ich am Hering eine Schnur festmachen, sodass du sozusagen eine "Reißleine" für den Notfall hast.

windriver
25.09.2015, 18:29
Hi, ich habe einfach einen grossen Schnappkarabiner verwendet . Nach Möglichkeit ohne Hacken an der Verschlussnase. Allerdings verwende ich beruflich jeden Tag Karabiner und öffne die intuitiv. Soweit ich weiss , gibt es sogenannte Panikhaken im Tierbedarf , um Pferde usw. anzubinden , ist vielleich auch eine Alternative .
Das Schleppseil wurde beim Abschlepper in Höhe Cockpit oder direkt an der Rettungsweste befestigt , dadurch sind die Einflüsse auf den Geradeauslauf des Bootes gering . Beim Abgeschleppten haben wir an der Bootsspitze befestigt.

MfG , windriver

Linnaeus
25.09.2015, 20:15
Super, danke!

http://imgur.com/gallery/G2D2I

@Serienchiller: Was ist denn der erste Knoten, der die Schlinge begründet?

Serienchiller
25.09.2015, 20:49
Der erste Knoten ist ein ganz normaler Palstek, bei den Kletterern als Bowline oder Bulin bekannt:

http://www.animatedknots.com/bowline/index.php

Mengo
26.09.2015, 11:00
Hallo,
das ist mein erster Beitrag in einem Forum überhaupt.
Zum Panikausløser:
Ich habe ein Gurtband mit Schnalle und trage mein Abschleppseil um den Kørper. An der Schnalle ist eine Plastikkugel angeknotet, die kann ich auch unter Wasser ertasten.
Zur Længe des Seils:
Ich habe mein Seil gehækelt und mit einem kleinen Karabiner gesichert. Wenn ich den øffne habe ich innerhalb kürzester Zeit die volle Længe zur Verfügung. Wenn ich ihn nicht øffne, ist das Seil nicht nur kürzer, es ist sogar noch zusætzlich gedæmpft. Ich hab trotzdem noch ein Gummiseil zwischen Gurt und Seil.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/2015-09-26_09_24_41.jpg

Linnaeus
26.09.2015, 17:23
Großartige Idee!

Herzlich willkommen im Forum, Mengo!

Jonamu
29.09.2015, 13:12
Oder so einen Verschluss:
http://i.ebayimg.com/t/Panikverschluss-Panikhaken-Fahrgeschirr-Zuegel-Kletter-und-Reitsport-/00/s/MTIwMFgxNjAw/$(KGrHqJHJCYE-df1Im3vBPo+HSrvi!~~60_35.JPG

Man muss nur ein Band an den kleinen Ring machen. Dran ziehen und die Öse öffnet sich.

marmotta
29.09.2015, 15:53
Servus Linnaeus,

auf was für Gewässern willst Du denn Deinen Nachwuchs in Schlepp nehmen?
Und was für ein "Zugboot" paddelst Du? Könntest Du Deine KInder ggf bei ins Familienboot nehmen, und das Kinderboot leer hinterherziehen?

Weiters:
Erstens: Panikauslösung ist mE ein Muss. (Ich schicke Dir dazu auch noch eine PN)

Zweitens: Für Deinen Zweck ist ein Befestigung an Deck sehr viel komfortabler als an der Weste. Das Rucken ist nämlich für den Paddler, der zieht, ggf noch viel lästiger, als für den der gezogen wird... Setzt allerdings ein Boot voraus, das einen geeigneten Platz zur Anbringung bietet (bei Faltbooten oder offenen Wandercanadiern schwieriger), und genug Volumen hat (va im Hinterschiff, also kein reines WW/Rodeo-Spielboot).

Drittens: Schwimmfähige Leine ist gut und sinnvoll, aber der Karabiner an der Leine wird die Schwimmfähigkeit des Gesamtsystems in Frage stellen.

Gruß,

marmotta

An die moderatoren: wäre dieser Faden nicht in der Rubrik "Touren mit Kanu, Kajak und Co" thematisch besser aufgehoben?

Meer Berge
29.09.2015, 17:29
Meine Prioritäten wären ebenfalls:
- schwimmfähig
- dehnbar
- Befestigung mittels (eingespleißtem) Karabiner oder anderem Schnellverschluss (Knoten öffnen sich relativ leicht, wenn nicht ständig Zug drauf ist sondern ein ständiger Wechsel zwischen Be- und Entlastung stattfindet, besonders bei glattem, steifem Tauwerk wie Schwimmleine)
- Befestigung erreichbar und leicht lösbar, sowohl vom Ziehende wie auch vom Gezogenen

Ich würde mich im nächsten (Segel-)Bootsbedarf umsehen.

Wieso stellt ein Karabiner die Schwimmfähigkeit der Leine in Frage? Die Karabiner sind doch an den Enden/an den Booten befestigt, sie hängen nicht in der Mitte der Leine ...

Mengo
30.09.2015, 20:54
Es ist doof, wenn die Leine untergeht sobald man den Karabiner löst und nicht gut festhält. Ein bisschen Rohrisolation aus dem Baumarkt kann da Abhilfe schaffen. Allerdings kann man dann das Seil nicht mehr überall durchfædeln

marmotta
01.10.2015, 20:34
Hm, also eine Bergeleine "älteren" Stils ist mit Panikverschluß und in Reichweite des "Zugpaddlers" am Bootsdeck (oder ggf als "Cowtail" am brustgurt ( der Schwimmweste) befestigt, am freien Ende befindet sich ein Karabiner zum Einklicken am zu bergenden Schwimmer bzw am "Schleppboot" , in der vom Themenstarter beschriebenen Konstellation typischerweise an der Bugschlaufe.

Da kann eigentlich nichts untergehen, und wenn Zug auf der Leine ist, hängt die noch nicht einmal im (Zahm)wasser.

Gruß, marmotta

Mengo
01.10.2015, 22:17
Da kann eigentlich nichts untergehen, und wenn Zug auf der Leine ist, hängt die noch nicht einmal im (Zahm)wasser.
Da geb ich dir vøllig recht. Solange das Seil an beiden Seiten befestigt ist geht nix unter.

Trotzdem habe ich schon mal eine Schleppleine verloren, weil sie eben nicht schwimmen konnte. Das war an der Küste. Wir hatten uns mehrfach abgwechselt um einen erschøpften Paddler in eine geschützte Bucht zu ziehen. Der zu ziehende Paddler hatte sich schon ausgehakt und mir wurde das andere Ende meines Seil wieder übergeben, ich habs auf die Sptitzdecke gelegt. Es kam eine Welle. Ich hab das Seil losgelassen, nach dem Paddel gegriffen um nicht zu kentern. Als ich die Balance wieder hatte war die Leine untergegangen. Dumm gelaufen, jetzt bin ich klüger.

Mir fællt aber noch ein Grund ein der dafür spricht den Karabiner nicht untergehen zu lassen. Folgendes Szenario:
Kajak nicht optimal getrimmt.
Starker Seitenwind und længere Strecke zu paddeln.
Skeg oder Ruder kaputt oder nicht vorhanden.
Das Kajak læuft einfach nicht gradeaus, egal wie viel man kantet.
Eine møgliche Løsung:
Das Seil am Heck des Bootes befestigen und hinter sich herziehen. Das verbessert den Gradeauslauf ungemein.
Mir hat das jedenfalls schon geholfen.

Gruss Mengo

Stephan Kiste
01.10.2015, 23:23
Der erste Knoten ist ein ganz normaler Palstek, bei den Kletterern als Bowline oder Bulin bekannt:

http://www.animatedknots.com/bowline/index.php

Der Bulin beim Klettern ist eigentlich ein doppelter (!!!) Palstek.

Serienchiller
02.10.2015, 00:53
Bin kein Kletterer, also danke für den Hinweis. Ich meine ich hätte auch schon vom doppelten Bulin gelesen. Kann es sein dass das "doppelte" im normalen Sprachgebrauch einfach verschluckt wird?

Stephan Kiste
03.10.2015, 12:13
Bin kein Kletterer, also danke für den Hinweis. Ich meine ich hätte auch schon vom doppelten Bulin gelesen. Kann es sein dass das "doppelte" im normalen Sprachgebrauch einfach verschluckt wird?

Keine Ahnung, ich glaube, wenn das 2 Kletterpartner das zueinander sagen ist das
was anderes als im Forum einen link zu nem einfachen Bulin zu posten und dazuzuschreiben,
das sich damit Kletterer sichern ;-)


Für alles was auf dem Wasser mit Seil zu tun hat benutze ich nen Wurfsack.
Der ist immer dabei, die Leine schwimmt, ist gut zu sehen,
trocknet schnell und hat schon von haus eine Sackstichöse an einem Ende.

Übrigens kann man einfach einen doppelten Bulin in das seil machen,
der sich schnell wieder öffnen lässt:
Seil doppelt nehmen, Sackstich rein, dann eine Schlaufe des Sackstichs öffnen
(gibt nur 2 Möglichkeiten ;-)
und die Seilschlaufe durchziehen, fertich.

khyal
28.12.2015, 18:35
Der Bulin beim Klettern ist eigentlich ein doppelter (!!!) Palstek.

Noe, der Bulin ist der Palstek.

Wird schon mal beim Einbinden in den Gurt verwendet statt der Acht, dann aber (genau wie die Acht) doppelt geknotet.
Hat den Vorteil, dass er sich, wenn man auch schon mal ins Seil gefallen ist, leichter wieder aufknoten laesst.
Nachteil ist, dass es beim Partnercheck deutlich schwieriger als bei der Acht ist, zu sehen, ob er richtig geknotet ist.

Was das Abschleppen betrifft, habe ich mit Surfbrett, Canadier und Fahrtenjolle schon mit allen moeglichen Schnueren und Seilen abgeschleppt.

Ich fand das Handling von 6 mm schwinnfaehiger Flechtleine in Signalfarbe am angenehmsten.

Bei bewegtem Wasser haben wir meist einen Gurt o.A. um das Boot oder Surfbrett gelegt und die Schleppleine damit erstmal unter dem Boot / Board fixiert, dadurch tauchte es weniger ein, der Abgeschleppte blieb trockener und fuer den Schleppenden waeren die "Rucke" deutlich kleiner.

Ditschi
28.12.2015, 20:27
Was sagt der Lehrgang Sportbootführerschein? Eine Schleppleine muß schwimmfähig sein. Bei Motorbooten ist natürlich wichtig, daß sie nicht in die Schraube gerät. Kanus haben keine Schraube, aber nichts ist ärgerlicher als eine durchhängende Schleppleine, die sich an Unterwasserhindernissen verfängt. Der Fachhandel bietet spezielle Schleppleinen an, die auch nicht teurer sind als andere Leinen. Sie sind schwimmfähig und berücksichtigen auch das Erfordernis der Dehnfähigkeit. 15 % Dehnfähigkeit gelten als geeignet. Bei Sportbooten ist die Stärke von 16 mm und drüber üblich, aber für Kanus wohl überdimensioniert.
Wenn es die bei Beibehaltung der Eigenschaften ( schwimmfähig / dehnfähig 15 %) auch in dünner gibt, würde ich mich da mal umsehen. Khyal`s 6 mm lesen sich nicht schlecht und dürften ausreichen. Zu dünn ist aber auch nicht gut, wenn man sie mal greifen muß.
Ditschi

P.S: Wenn man auf einem Großgewässer mal von einem Motorboot in Schlepp genommen werden muß, greift natürlich auch das " Schrauben- Argument". Gut, wenn man beim Kauf auf die Schwimmfähigkeit achtet.

Sowas wäre geeignet. Arbeitsdehnung 12 % geht auch noch. Wer will, kann ja noch einen Ruckdämpfer einsetzen.

http://lutzen-online.de/classbooks/opti-zubehoer/weiteres-optizubehoer/300/liros-nautic-8-mm-schleppleine

Schnappschäkel aus Edelstahl. Wer will, kann an dem Ring noch eine Reißleine befestigen.

https://www.thal-versand.de/shop/Schaekel-und-S-Haken/Schaekel-aus-Edelstahl-rostfrei/Schnappschaekel-Wirbelauge-87mm-Edelstahl-rostfrei-Niro-V4a-Paniksnap.html?refID=google_shopping_DE

LJ80V
28.12.2015, 22:17
Und warum nicht einfach einen Wurfsack verwenden? Im Wurfsack ist das Seil bei Nichtgebrauch sicher aufgehoben und im Notfall hab ich den Wurfsack als Rettungsmittel auch dabei. Die meisten Wurfsäcke haben 15 oder 25 m schwimmfähige Leine drinnen.

Gruß Günter

Matty
28.12.2015, 23:37
Fuer nen Kanu nimm ich zum Schleppen nen Wurfsack. Beim Schleppen ueber laengere Strecken fuer nen Seekajak nimm ich nen kaeufliches Schleppsystem. 8mm Seil (15m) in einer Tasche, die um den Bauch rum mit Schnelloeffnungssystem. Das Seil ist an meinem Ende an um nen Gummiseil rum und beides an nen D-Ring, damit hab ich genuegend Daempfung. Das Seil ist so geknotet, das die Leine erstmal kurz ist, so um die 5-8m, kann aber ganz einfach auf bis zu 15m gezogen werden.

Kanu hab ich bis jetzt nur zur Uebung geschleppt, Kajak auch schon im Ernstfall. Andere haben 15m Leine in nem Beutel hinter sich auf dem Deck und das Seil in ner Halterung wo man mit Zug nach oben den Schlepp im Notfall beendet. Ich kenn aber auch Leute die haben zwei Schleppleinen an ihre vorderen Deckleinen geknotet. Eines links, eines rechts. Schaetz mal 4 oder 6mm Seil.

Es gibt fuer und wider wo am zu schleppenden Boot die Leine befestigen. Ich bevorzuge es durch die Deckleinen zu ziehen und dann nahe am Cockpit einzuhaken. Somit kann derjeninge im Schlepp auch die Leine nach Freigabe einsammeln. ansonsten muesste der Schlepper (oder wer anders) zum geschleppten Boot und die leine befreien. Man muss nur vorsichtig sein, das der Knoten der den Haken haelt nicht unter der Deckleine verhakt oder das sich sogar der Haken bei zu starken Zug loest. Das ist je nach Architektur des Hakens und wie eingeklinkt wird moeglich.

Bei nem Wurfsack ist das Problem, das an beiden Enden der Leine nen Knoten gemacht werden muss. Wer im Notfall nen Schlepp anleihern muss, verliert da kostbare Zeit.

Mit meinem Wurfsack hab ich es noch nicht ausprobiert, aber die Bauchtasche fuer mein Schleppseil, schwamm mehr als einmal bis sie aufgefischt wurde, das einzige was abgesoffen ist, ist der Panikoeffner. Bei ner Uebung wurde die Tasche rumgereicht und einer hatte nen etwas weiteren Bauchumfang und das Ende vom Gurt war nicht vernaeht, so rutschte die Schnalle runter und verschwand im Wasser als das System zum naechsten gereicht wurde.

Beim Abschleppen eines Kajaks stellt sich uebrigens ganz schnell heraus, wer ne gute Paddeltechnik hat und wer nicht. Auf dem Abschleppseil sollte uebrigens immer etwas Spannung lasten und es nicht im Wasser schwimmen, weil das verursacht den Drag und die harte Arbeit fuer den Abschlepper.

Boot allein mit Kindern drin wuerde ich nie abschleppen. Weil man sieht nicht was hinter einem passiert. Was ist wenn die kinder rumtoben und ueber Bord gehen? Wie schnell faellt das auf?

Wir haben mal den Spass waehrend eines Kurses gemacht wo zwei in Reihe, zwei Boote gezogen haben, die ein Paeckchen gebildet haben. Auf Zeichen des Kursleiters (der sich dezent hinter den Schleppenden hielt) loesten wir das Schleppseil und setzen uns zur Seite ab. Nicht bevor wir die Schleppenden ueberholten merkten sie das sie ihre "Fracht" verloren hatten. Ergo wer immer vorne ist, muss mit denen hinten an kommunizieren, staendig!

Ditschi
28.12.2015, 23:39
Zitat LJ80V
Und warum nicht einfach einen Wurfsack verwenden?

Weil Dir dann der Wurfsack fehlt, wenn Du schleppst? Grade da kann doch auch was passieren, wenn Du ein Kanu mit Kindern hinter Dir herziehst. Sich ein Profi- Schlepptau zusammenzustellen, kostet ja nicht die Welt. Mit 20,-€ bist Du dabei. Wurfsack ist trotzdem gut, dient aber anderen Zwecken.
Ditschi

LJ80V
29.12.2015, 00:26
Sorry Ditschi, ich war in der Annahme dass sich der TO mit einem Canadier, besetzt mit Kindern, nicht auf einem Gewässer bewegt wo auch nur eine geringe Möglichkeit der Kenterung gegeben sein könnte. Kommt natürlich auf die "Kinder" auch drauf an. Ich hatte auf einer Dreitagestour einen 12jährigen im Solocanadier mit, der ganz locker mit uns "Alten" mithielt.

Ich finde, der Wurfsack ist eine der besten Methoden ein Seil "sicher" im Kanu (Canadier oder Kajak) zu Transportieren.
Das er durchs Abschleppen blockiert ist, ist mir klar, aber normalerweise ist Abschleppen die Ausnahme, nicht die Regel (da bin ich ebenfalls für ein Profisystem bzw der Meinung, dass man dann die Tourenlänge nach den Kindern planen sollte um dies im Vorfeld zu vermeiden)

Gruß Günter

khyal
29.12.2015, 01:59
Sorry Ditschi, ich war in der Annahme dass sich der TO mit einem Canadier, besetzt mit Kindern, nicht auf einem Gewässer bewegt wo auch nur eine geringe Möglichkeit der Kenterung gegeben sein könnte. ....

Das er durchs Abschleppen blockiert ist, ist mir klar, aber normalerweise ist Abschleppen die Ausnahme, nicht die Regel
...


Ich bin derselben Meinung wie Ditschi, man weiss nie, was kommt und der Wurfsack ist ja nicht nur fuer eine eigene Kenterung, da bringt er rel wenig (ausser evtl bei einer schwierigen Bootsbergung) wenn niermand anders da ist.

Und damit kann man ja nicht nur Anderen aus der Patsche helfen, ich hatte ihn auch schon im Einsatz zur Eigensicherung beim Wegsaegen von Baumhindernissen, als Waescheleine, als "Gelaender" fuer Kids, wenn es die Boeschung hoch ging usw usw usw

Beim Canadier habe ich eh fuer´s Schleusen entsprechend lange Festmacher am Boot, da brauche ich nur das lose Ende rueberzuwerfen bzw anzuknoten, beim Segeln liegt eine Schleppleine immer griffbereit und beim Surfen habe ich immer eine entsprechende Reepschnur in der Tasche (auch nuetzlich wenn es mal nach einem Sprung oder Schleudersturz den Mastfuss oder Gabelbaum-Endstueck zerlegt).

Irgendwelche Karabiner kommen bei mir nicht in die Schleppleine, wenn man sie zuwerfen muss oder das Teil auf gut Zug am Abgeschleppten abrutscht und entsprechend zurueckgeflogen kommt, kann es zu heftigen Verletzungen kommen, deswegen auch kein zu dickes Seil, was viel Masse hat (mal davon abgesehen, dass es unnoetig Ballast ist).

Ditschi
29.12.2015, 02:08
Zitat LJ80V
Ich finde, der Wurfsack ist eine der besten Methoden ein Seil "sicher" im Kanu (Canadier oder Kajak) zu Transportieren.

Das finde ich auch. Ich habe auch einen. Und kein Schlepptau, weil ich auf Gedanken, mit dem Canadier zu schleppen, noch garnicht gekommen bin. Vielleicht ändere ich das jetzt mal bei dem geringen Aufwand. Das Schleppen dürfte in der Tat die Ausnahme sein. Aber wenn man weiß, daß man schleppen möchte, dazu noch die Kinder, dann würde ich nicht den Wurfsack als Schlepptau nehmen und damit blockieren. Sondern ein richtiges Schlepptau. Wie Matty post 25 beschreibt, könnten grade dabei heikle Situationen auftreten, in denen der Wurfsack noch benötigt wird

@ khyal, Dein post hat sich hiermit überschnitten. Aber Zustimmung.

Ditschi

Mus
29.12.2015, 02:17
Sorry Ditschi, ich war in der Annahme dass sich der TO mit einem Canadier, besetzt mit Kindern, nicht auf einem Gewässer bewegt wo auch nur eine geringe Möglichkeit der Kenterung gegeben sein könnte. Kommt natürlich auf die "Kinder" auch drauf an.

Die Möglichkeit zu kentern ist immer gegeben, denn es muss ja nicht das Gewässer sein, was am Kentern schuld ist. Kentern kann man auch im Swimmingpool. Und gerade wenn Kinder so müde sind, dass sie gezogen werden müssen, dann sind sie in der Regel auch unkonzentriert und u.U. zappelig (Erwachsene übrigesn durchaus auch). Genau dann passieren jedem mal Dinge, bei den man sich anschließend fragt, warum eigentlich und wie eigentlich und...
Genau dafür hat man ja Sicherheitsbackup wie Schwimmwesten und Wurfsack.
Davon auszugehen, dass es Touren gibt, auf denen man nicht kentert kann, ist so wie zu glauben, dass man auf dem Weg zum Brötchenholen keinen Unfall bauen kann und deshalb den Gurt getrost weglassen kann.
Rausfallen aus dem Boot, wäre ein weiteres Szenario, bei dem der Wurfsack lieber in Reichweite sein sollte.

janhimp
29.12.2015, 03:01
Moin moin!
Mir sind die vom TO gelieferten Informationen zu dürftig. Um welche(n) Bootstypen geht es, wie alt sind die Kinder, und wo wird gefahren? Zum Thema "Schleppen" liefert(e) der bis in die 1960-er Jahre übliche >Standerscheins< des Landes-Kanu-Verbands Bremen, eine Art "Führerschein" für das Bremer Revier, das von der Großschifffahrtsstraße Unterweser über gezeitenabhängige Nebenflüsse bis zum Wiesenfluss Hamme und dem ebenfalls gezeitenfreien Kanalsystem reicht, das Folgende: "Zum Schleppen wird die Leine möglichst nahe am Heck des Zugbootes befestigt. Am geschleppten Boot wird die Schleppleine entweder mit einem Rundtörn durch einen ausreichend großen, am Boot befestigten Karabiner, oder mit Halbmastwurf durch einen HMS-Karabiner [Halbmastwurf-Sicherungs-Karabiner, zu beidem gibt google Aufschluss] geführt und das freie Ende der Leine vom Geschleppten mit der Hand gehalten. Im Bedarfsfall rauscht die Leine nach Loslassen einfach aus. Ein mit nur einer Person besetztes Boot ohne funktionierende Fußsteueranlage darf der mangelnden Manövrierfähigkeit wegen nicht geschleppt werden."
Also, TO, bitte mehr Informationen.
Mit freundlichem Ahoi,
Janhimp

Waldhexe
29.12.2015, 12:43
Ich meine ich habe mein Set nach der Anleitung der SAU gebastelt, finde sie aber nicht mehr. Jedenfalls habe ich schwimmfähige Leine und dazwischen zwei oder drei Meter Gummileine verwendet. Ich habe es gebaut, um meine Kinder mal an den Haken nehmen zu können und dafür auch schon öfters verwendet. Ich mache es durch einen Spanngurt mit Steckverschluss bei mir fest, um den Bauch, Steckverschluss vorne zum schnellen öffnen. Bei meinen Kindern wird es am Bug mit einem Karabiner eingehängt.
Ich habe es schon öfters verwendet, durch die Gummischnur ruckelt es kaum und das geschleppte Boot ist kaum zu spüren, große Kräfte treten da nicht auf. Am Bug befestigt läuft das Boot auch sauber hinterher.

Die "Schleppregeln" aus Bremen halte ich nicht für praktikabel. Demnach müsste ich einen verletzten oder erschöpften Einzelfahrer sich selbst überlassen und dürfte ihn nicht abschleppen. Oder ein Boot ohne Steuer. Wenn der geschleppte die Leine selbst halten muss, kann er nicht mitpaddeln.

Grüße,

Claudia

LJ80V
29.12.2015, 13:21
Mich würde auch interessieren welche Kanus (Canadier oder Kajak) der TO verwendet und auf welchen Gewässern bzw wie er sein Schleppsystem jetzt aufgebaut hat, da der Thread ja nach 3 Monaten wieder aufgewärmt wurde.

Ich hab in jedem Canadier ein Wurfsack (so kann ich den Wurfsack des geschleppten Canadiers als Schleppseil verwenden und hab meinen immer noch frei. Hatte ich oben nicht erwähnt) Schwimmweste mit Pfeiferl und Rettungsmesser für jeden Mitpaddler sollte sowieso obligatorisch sein. Die Painter in meinen Canadiern sind nur ca 2 m lang. Ich mag keine langen Painter wegen der Verhederungsgefahr, bin aber auch selten in Paddelrevieren mit Schleusen.

Wie Khyal schon schrieb der Wurfsack ist ein "Universalgerät" dessen Einsatzzweck nicht beim Bergen/Retten endet.

Gruß Günter

Ditschi
29.12.2015, 14:03
Mal eine Frage: Ich habe mir zwar noch keine spezielle Schleppleine gekauft und zusammengestellt, weil ich noch nie jemanden schleppen mußte und daran auch nie gedacht habe. Aber natürlich sind am Canadier an Bug und Heck je eine Fangleine angebracht, jeweilige Länge etwa Bootslänge. Eine Fangleine braucht man doch immer: wenn man das Boot zu Wasser läßt, zum Festmachen, um es am Ufer zu halten. Warum hat die noch keiner erwähnt?
Zwar etwas kurz zum Schleppen, aber notfalls geht es. Natürlich kann man auch mit dem Wurfsack schleppen. Niemand stellt das in Abrede. Nur blockiert man ihn halt damit in Situationen, in denen man ihn vielleicht grade anderweitig bräuchte?
Man lernt ja nie aus, und die Frage wird mich dazu bringen, ein Tau auszutauschen und mir stattdessen eine richtige Schleppleine ins Boot zu legen: schwimmfähig, dehnbar, mit Panikschäkel.
Meine Reserve- Festmacherleine kommt dann raus aus der Utensilientonne und die Schleppleine rein.
Ditschi

khyal
29.12.2015, 14:17
Mal eine Frage: Ich habe mir zwar noch keine spezielle Schleppleine gekauft und zusammengestellt, weil ich noch nie jemanden schleppen mußte und daran auch nie gedacht habe. Aber natürlich sind am Canadier an Bug und Heck je eine Fangleine angebracht, jeweilige Länge etwa Bootslänge. Eine Fangleine braucht man doch immer: wenn man das Boot zu Wasser läßt, zum Festmachen, um es am Ufer zu halten. Warum hat die noch keiner erwähnt?
...

...Beim Canadier habe ich eh fuer´s Schleusen entsprechend lange Festmacher am Boot, da brauche ich nur das lose Ende rueberzuwerfen bzw anzuknoten...

:bg:

LJ80V
29.12.2015, 14:30
Ditschi, diese Fangleinen an Bug und Heck nennt man auch Painter (hab ich oben schon erwähnt)

Gruß Günter

wilbert
29.12.2015, 15:01
ich verwende zum schleppen zwei systeme.

wenn ich unseren "ältesten", beim flusswandern in seinem kinderkajak schleppe, dann über eine rel. kurze schwimmleine. eine kurze leine, (ich glaube ca. 7 m, ich müsste mal messen). hat sich vorallem bei engen flussbiegungen und hindernissen bewährt.
ich sitze vorne im familienboot und achtern übernimmt der bootsmann, 8 jahre, das hantieren mit der schleppleine. ein leichter karabiner wird hinten an unserer rundumleine befestigt und ein zweiter kommt vorne an die rote slip-leine vom kinderboot.
diese leine ist, wie bei großen kajaks, nur am bug befestigt und geht auf deck über alles drüber, bis hin zum cockpit. dort ist die leine mit einem slipsteg gesichert, so dass sich der geschleppte selber, jederzeit aus dem schlepp lösen könnte.
auf zug würde so eine lose leine, einfach aus dem karabiner raus laufen und die verbindung wäre frei. beim weiterpaddeln treibt die leine wieder längsseits und kann neu belegt werden.


zum paddeln im solokajak gibt es bei mir zwei kleine packs mit 15 m gummilitze, die zur daisy-chain gehäkelt wurden. die beiden leinen haben unterschiedlichliche durchmesser, um zu testen was ein gummiband alles aushalten kann. bisher war ich sehr erstaunt, wie dünn so ein zunsel beim schleppen sein kann!

schwimmleinen haben übrigens auch den nachteil, dass sie auf der wasseroberfläche schwimmen.:bg:
bei der letzten rettungsübung mit der DGzRS, ist ein kajak mit steuer über eine schwimmende schleppleine gefahren und hat sich prompt darin verfangen. alles kein problem bei ententeich bedingungen, aber bei ordentlich welle hat man dann ein problem mehr.


https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/kajakrettung_SAR.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141373&title=kajakrettung-sar&cat=500)

Ditschi
29.12.2015, 15:34
OT: Entschuldige, khyal, Du hast die Fangleine ( Bootsleine, Festmacherleine, Neudeutsch Painter) erwähnt. Mea culpa.
Painter mußte ich erst mal nachlesen. Bei Rittlinger hieß das Ding noch Fangleine. Old School vs. Kiddy- Neusprech. Aber Ralf Schönfeld nennt sie in seinem Canadierbuch auch noch so. 2 m ist zum Schleppen natürlich zu kurz. Alte Faustregel für die Fangleine lautete: Bootslänge. Bei Wiesenflüssen mit hoher Uferböschung ist das schon oft zu knapp zum nächsten Baum, Pfahl , Stein oder Strauch. Daher die Verlängerung in der Tonne. Will aber keine Diskussion darüber losbrechen. Jeder, wie er mag.
@ Wilbert, auch bei sinkender Leine kann Dir passieren, daß Dir einer in Schleppleine fährt, wenn die nur halbwegs gespannt ist. Da muß man dann als Schleppverband ausflaggen.:bg:
http://www.sbf-lehrgang.de/lehrgang/binnen02/binnen2_2.html
Ditschi

janhimp
29.12.2015, 23:20
Moin Claudia!
Einzelfahrer sollen nicht abgeschleppt werden? Das steht da nicht. Es gibt lediglich die Einschränkung "ohne funktionierende Fußsteuerung". Wer noch selbst paddeln kann, wird hier im (Gezeiten-)Revier begleitet, bis sie oder er in Sicherheit -oder am Ziel- ist. Wenn das auch nicht in der Frage des TO enthalten war: Wer verletzt ist, muss bis zum Eintreffen medizinischer Versorgungskräfte kontinuierlich beobachtet werden. Deshalb wird sie oder er unverzüglich -wie auch immer- ans Ufer gebracht und medizinischer Versorgung zugeführt.
Mit freundlichem Ahoi,
Janhimp

Stephan Kiste
03.03.2016, 14:42
Noe, der Bulin ist der Palstek.

Wird schon mal beim Einbinden in den Gurt verwendet statt der Acht, dann aber (genau wie die Acht) doppelt geknotet.
Hat den Vorteil, dass er sich, wenn man auch schon mal ins Seil gefallen ist, leichter wieder aufknoten laesst.
Nachteil ist, dass es beim Partnercheck deutlich schwieriger als bei der Acht ist, zu sehen, ob er richtig geknotet ist.
....


Grob fahrlässig.
Bulin ist ein anderer Begriff für Palstek,
ob so oder so genannt benötigt es zum Klettern ( ich habe bis jetzt nichts anderes gelesen)
den DOPPELTEN Bulin oder auch Palstek.
Wenn man also beim Klettern (!) vom Bulin redet, meint man automatisch
den doppelten!
Wie er beim Partnercheck zu kontrolieren ist ist Übungssache
und sollte im Zweifelsfalle besprochen werden (jemanden hinzuziehen, der den kennt
oder eben auf den doppelten (!) Achter gehen.

khyal
03.03.2016, 22:49
der Bulin ist der Palstek.

Wird schon mal beim Einbinden in den Gurt verwendet statt der Acht, dann aber (genau wie die Acht) doppelt geknotet.

Grob fahrlässig.
Bulin ist ein anderer Begriff für Palstek,
ob so oder so genannt benötigt es zum Klettern ( ich habe bis jetzt nichts anderes gelesen)
den DOPPELTEN Bulin oder auch Palstek...

Haeh, was moechtest Du nun damit sagen und was soll nun am doppelt geknoteten Bulin bzw Palstek grob fahrlaessig sein ?



Nachteil ist, dass es beim Partnercheck deutlich schwieriger als bei der Acht ist, zu sehen, ob er richtig geknotet ist.


...Wie er beim Partnercheck zu kontrolieren ist ist Übungssache
und sollte im Zweifelsfalle besprochen werden (jemanden hinzuziehen, der den kennt
oder eben auf den doppelten (!) Achter gehen.

Und was moechtest Du denn damit sagen ?

Fakt ist einfach, dass es eben durch den aufwendigeren Knoten schwieriger ist, beim Partnercheck zu sehen, ob derjenige den Knoten richtig und komplett ausgefuehrt hat und entsprechend sicher eingeknotet ist.

Da es nun mal beim Klettern darum geht, Fehlerquellen auszuschalten und immer wieder nicht so erfahrene Leute von der Wand fallen, weil sie nicht richtig eingeknotet waren bzw im letzten Moment merken, dass das mit dem Einbinden nicht so funktioniert hat, wie sie sich das vorgestellt haben, ist dies nun mal ein Nachteil des Knotens fuer nicht so erfahrene Kletterer.

Ich stelle das auch immer wieder in der Praxis fest, fuer mich ist halt der Palstek einer der meistgebrauchten Knoten (naja halt u.A. Segler :bg:), dadurch geht er mir leicht von der Hand und ich bin damit auch fix eingeknotet, aber dass Dieser fuer meine Kletterpartner schwerer zu kontrollieren ist und wenn Diese den Knoten verwenden, die Fehlerquote deutlich groesser als bei der doppelte Acht ist.

Deswegen gibt es ja die Empfehlung in Richtung doppelte Acht.

Ich verwende ihn deswegen auch nur noch beim Soloklettern wie z.B. Baumpflege, aber nicht mehr beim Sportklettern mit Partner.



i...schwimmleinen haben übrigens auch den nachteil, dass sie auf der wasseroberfläche schwimmen.:bg:
bei der letzten rettungsübung mit der DGzRS, ist ein kajak mit steuer über eine schwimmende schleppleine gefahren und hat sich prompt darin verfangen. alles kein problem bei ententeich bedingungen, aber bei ordentlich welle hat man dann ein problem mehr....

Schwimmleinen haben auch den Vorteil, dass sie an der Wasseroeberflaeche schwimmen :bg:

Dadurch ist zum Einen das Risiko, dass sie sich auf Fluessen Unterwasser in Aesten, Wuerzeln usw verfangen, kleiner, bei einer evtl Kenterung wird dadurch auch das Risiko fuer die Leute etwas kleiner.

Beim Abschleppen mit AB (habe nun schon haeufig genug z.B. mit der Fahrtjolle an der Kueste oder den groesseren Seen Leute, mit Surfbrettern, Paddler oder andere Segler aus dem Teich gezogen :bg:) ist der Vorteil dass sich die Schleppleine, auch wenn sie nicht auf Zug ist, nicht in der Schraube verfangen kann.

Weiteren ganz wichtigen Vorteil finde ich auch, dass beim Zuwerfen des Tampens, eben Dieser auf der Wasser-Oberflaeche schwimmt und dadurch derjenige deutlich mehr Zeit hat, ihn zu greifen.

Deswegern verwende ich seit laengerer Zeit nur noch Schwimmleinen und u.A. aus diesen Gruenden sind imho auch in den Wurfsaecken Schwimmleinen.

Aber jeder wie er will und es fuer ihn passt :cool: